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Royal Tourist Car Company

ehemaliger US-amerikanischer Automobilhersteller
Royal Motor Car Company
Royal Motor Car & Manufacturing Company
Royal Tourist Car Company
Rechtsform Company
Gründung 1903
Auflösung 1911
Auflösungsgrund Fusion
Sitz Cleveland, Ohio, USA
Leitung Edward Schurmer
Branche Automobile

Royal Tourist Car Company, vorher Royal Motor Car Company und Royal Motor Car & Manufacturing Company, war ein US-amerikanischer Hersteller von Automobilen.[1][2]

UnternehmensgeschichteBearbeiten

Edward Schurmer übernahm im November 1903 die Reste der Hoffman Automobile & Manufacturing Company. Er reorganisierte das Unternehmen als Tourist Motor Car Company. Der Sitz blieb in Cleveland in Ohio. Als Chefingenieur warb er den Franzosen Robert Jardine an, der vorher bei der Berg Automobile Company tätig war. Sie begannen 1904 mit der Produktion von Automobilen. Der Markenname lautete Royal Tourist. Die erste öffentliche Präsentation fand im Januar 1904 auf der New York Automobile Show statt. Im ersten Jahr entstanden über 100 Fahrzeuge.

Im November 1906 kam es zu einer Umfirmierung in Royal Motor Car & Manufacturing Company. Gleichzeitig wurde das Kapital mehr als verdoppelt. Im September 1907 wurde ein größeres Werk bezogen. Das Unternehmen wollte expandieren. Allerdings war 1907 ein schlechtes Jahr für Automobilhersteller. Das Unternehmen ging in die Insolvenz.

1908 führte eine weitere Reorganisation zur Royal Tourist Car Company. Weiterhin gab es finanzielle Probleme.

1911 kam es zum Zusammenschluss mit der Croxton Motor Company und der Acme Body & Veneer Company zur Consolidated Motor Car Company. Dieses Unternehmen darf nicht mit den gleichnamigen Gesellschaften aus Georgia und Connecticut verwechselt werden. Es stellte noch kurze Zeit Fahrzeuge der Marke Royal Tourist her, bevor es aufgelöst wurde.

FahrzeugeBearbeiten

1904 standen zwei Modelle im Sortiment. Das Model K hatte wie alle folgenden Fahrzeuge einen Vierzylindermotor. Er war mit 32/35 PS angegeben. Das Fahrgestell hatte 229 cm Radstand. Der Aufbau war ein offener Tourenwagen. Daneben gab es das Model O mit einem Zweizylindermotor. Er war mit 18/20 PS angegeben. Radstand und Aufbau waren identisch.

1905 gab es nur das Model F. Der Motor war nun mit 32/38 PS gelistet. Der Radstand war auf 274 cm verlängert worden. Zur Wahl standen Tourenwagen und Limousine.

1906 wurde die Motorleistung auf 40 PS erhöht und der Radstand auf 279 cm verlängert. Fünfsitziger Tourenwagen, siebensitzige Limousine, zweisitziger Runabout und Demi-Limousine sind überliefert.

1907 folgte der Series G. Er hatte einen Motor mit 45 PS und einen Radstand von 290 cm. Er war als zweisitziger Runabout, siebensitziger Tourenwagen, siebensitziger Spezial-Tourenwagen und ebenfalls siebensitzige Limousine erhältlich.

1908 gab es dieses Modell nur noch als normalen Tourenwagen und Limousine. Ein Fahrzeug mit einem Sechszylindermotor war zwar geplant, erschien jedoch nicht auf dem Markt.

1909 wurde das Angebot erweitert. Das Model M hatte einen 48-PS-Motor, 320 cm Radstand und Aufbauten als Tourenwagen, Cape Cod-Tourenwagen und Limousine, jeweils mit sieben Sitzen. Das Model X hatte einen Motor mit 42 PS und einen Radstand von 290 cm. Genannt sind Tourenwagen und Cape Cod-Tourenwagen mit sieben Sitzen. Das Model Y hatte den gleichen Motor, aber 300 cm Radstand. Er war als Close-Coupled-Tourenwagen und Cape Cod-Tourenwagen erhältlich, hatte aber trotz den längeren Radstands nur vier Sitze.

1910 beschränkte sich das Sortiment auf das Model M. Der Motor war nun mit 48,4 PS angegeben. Zur Wahl standen Tourenwagen und Limousine mit sieben Sitzen.

1911 wurde daraus das Model M-3. Der Motor leistete nun wieder 48 PS. Ein Tourenwagen mit fünf Sitzen kam als dritte Karosserievariante dazu.

ModellübersichtBearbeiten

Jahr Modell Zylinder Leistung (PS) Radstand (cm) Aufbau
1904 Model K 4 32/35 229 Tourenwagen
1904 Model O 2 18/20 229 Tourenwagen
1905 Model F 4 32/38 274 Tourenwagen, Limousine
1906 Model F 4 40 279 Tourenwagen 5-sitzig, Limousine 7-sitzig, Runabout 2-sitzig, Demi-Limousine
1907 Series G 4 45 290 Runabout 2-sitzig, Tourenwagen 7-sitzig, Spezial-Tourenwagen 7-sitzig, Limousine 7-sitzig
1908 Series G 4 45 290 Tourenwagen 7-sitzig, Limousine 7-sitzig
1909 Model M 4 48 320 Tourenwagen 7-sitzig, Cape Cod Tourenwagen 7-sitzig, Limousine 7-sitzig
1909 Model X 4 42 290 Tourenwagen 7-sitzig, Cape Cod Tourenwagen 7-sitzig
1909 Model Y 4 42 300 Close-Coupled Tourenwagen 4-sitzig, Cape Cod Tourenwagen 4-sitzig
1910 Model M 4 48,4 320 Tourenwagen 7-sitzig, Limousine 7-sitzig
1911 Model M-3 4 48 320 Tourenwagen 5-sitzig und 7-sitzig, Limousine 7-sitzig

LiteraturBearbeiten

  • Beverly Rae Kimes, Henry Austin Clark Jr.: Standard catalog of American Cars. 1805–1942. Digital Edition. 3. Auflage. Krause Publications, Iola 2013, ISBN 978-1-4402-3778-2, S. 1312–1314 (englisch).
  • George Nicholas Georgano (Hrsg.): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 3: P–Z. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 1384 (englisch).

WeblinksBearbeiten

  Commons: Royal Tourist Car Company – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Beverly Rae Kimes, Henry Austin Clark Jr.: Standard catalog of American Cars. 1805–1942. Digital Edition. 3. Auflage. Krause Publications, Iola 2013, ISBN 978-1-4402-3778-2, S. 1312–1314 (englisch).
  2. George Nicholas Georgano (Hrsg.): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 3: P–Z. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 1384 (englisch).