Mueller Manufacturing Company

ehemaliger US-amerikanischer Automobilhersteller

Mueller Manufacturing Company war ein US-amerikanisches Unternehmen im Bereich Maschinenbau.[1][2] Es gibt auch Hinweise auf die Firmierung H. Mueller Manufacturing Company.[3][4]

Mueller Manufacturing Company
Rechtsform Company
Gründung 1893
Auflösung 1952
Sitz Decatur, Illinois, USA
Leitung Hieronymus Mueller
Branche Maschinenbau

UnternehmensgeschichteBearbeiten

Hieronymus Mueller gründete 1893[5][6] das Unternehmen in Decatur in Illinois. Er hatte sechs Söhne, die alle mitarbeiteten. Sie waren im Bereich Wasserinstallation und Gaszähler aktiv. 1895 wurde ein Fahrzeug von Benz & Cie. importiert. Dies wurde überarbeitet und beim Chicago Times Herald Contest eingeschrieben. 1896 begann die Produktion eigener Automobile. Der Markenname lautete Mueller. 1899 endete die Fahrzeugproduktion. Soweit bekannt, entstanden vier Fahrzeuge.[1] Mueller starb 1900. Im Januar 1901 wurde der gesamte Fahrzeugbereich des Unternehmens zum Kauf angeboten.

1952 existierte das Unternehmen noch.[2] Danach verliert sich die Spur.

Mueller Industries sieht sich als Nachfolgeunternehmen.[5]

Es gab keine Verbindung zur Mueller Motor Car Company, die ab 1909 den gleichen Markennamen für ihre Fahrzeuge verwendete.

FahrzeugeBearbeiten

H. Mueller importierte Benz Victoria vis-à-vis-Wagen mit Einzylindermotor. Er vergrößerte die Bohrung von 130 mm auf 140 mm, montierte anstelle des originalen Zweiganggetriebes eines mit drei Gängen plus Rückwärtsgang und verbesserte das Kühlsystem und verwendete eigene Zündkerzen und Vergaser. 1895 nahm Mueller an den beiden ersten Automobil-Rennen in den USA teil, Anfang November am "Probe-Rennen" Chicago-Vaukegan-Chicago[7] und am Chicago Times-Herald Race am 22. November 1895[8]. Auch am New Yorker Cosmopolitan Road Race, 1896, nahm Mueller mit einer Roger-Benz Victoria teil[9].

1897 stellte Mueller einen Viersitzer mit der Bezeichnung Mercury vor. Dieser hatte einen Dos-à-dos-Aufbau und einen wassergekühlten Zweizylindermotor mit 4 PS. Frontal waren die Kühlwasserschleifen montiert. Die Antriebskraft wurde per Ketten an die Hinterachse übertragen.[10][11]

Eines der folgenden Fahrzeuge hatte einen Zweizylindermotor und vier Sitze in Fahrtrichtung.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Mueller Manufacturing Company – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Beverly Rae Kimes, Henry Austin Clark Jr.: Standard catalog of American Cars. 1805–1942. Digital Edition. 3. Auflage. Krause Publications, Iola 2013, ISBN 978-1-4402-3778-2, S. 1008 (englisch).
  2. a b George Nicholas Georgano (Hrsg.): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Band 2: G–O. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 1085 (englisch).
  3. Marián Šuman-Hreblay: Automobile Manufacturers Worldwide Registry. McFarland & Company, London 2000, ISBN 978-0-7864-0972-3, S. 205 (englisch).
  4. Chronicling Illinois: H. Mueller Manufacturing Company in Decatur (englisch, abgerufen am 3. November 2018)
  5. a b Mueller Industries (englisch, abgerufen am 3. November 2018)
  6. The Mueller Manufacturing Company Vom 31. Mai 1911. (englisch, abgerufen am 3. November 2018)
  7. Charles Loved: La Course du "Times Herald". In: Raoul Vuillemot (Hrsg.): La locomotion automobile. Nr. 12. Paris Dezember 1895, S. 285–291.
  8. Charles E. Duryea: Times-Herald Contest. In: E. P. Ingersoll (Hrsg.): The Horseless Age. Band I, Nr. 3. The Horseless Age Co., New York Januar 1896, S. 29–33.
  9. The Horseless Age: The "Cosmopolitan" Race. Hrsg.: E. P. Ingersoll. Band I, Nr. 8. The Horseless Age Co., New York Juni 1896, S. 12–13.
  10. The Horseless Age: The Third Mueller Carriage. Hrsg.: E. P. Ingersoll. Band II, Nr. 4. The Horseless Age Co., New York Februar 1897, S. 15.
  11. La locomotion automobile: La Voiture "Mercury". Hrsg.: Raoul Vuillemot. Nr. 23. La locomotion automobile, Paris 10. Juni 1897, S. 265–266.