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Walter Automobile Company
Rechtsform Company
Gründung 1905
Auflösung 1909
Sitz New York City, New York, USA
Leitung William Walter
Branche Automobile

Walter Automobile Company war ein US-amerikanischer Hersteller von Automobilen.[1][2]

UnternehmensgeschichteBearbeiten

William Walter stammte aus der Schweiz. Er betrieb in New York City die American Chocolate Machinery Company. 1898 importierte er ein motorisiertes Dreirad aus der Schweiz, mit dem er nicht zufrieden war. Daraufhin begannen Experimente mit selbst hergestellten Fahrzeugen. Im Sommer 1902 startete die Produktion von Automobilen. Der Markenname lautete im ersten Jahr Waltomobile und ab 1903 Walter. Als Hersteller gilt seine Maschinenfabrik.

Erst 1905 gründete er die separate Walter Automobile Company. Der Sitz war ebenfalls in New York City. Anfang 1906 wurde die Produktion in ein Werk nach Trenton in New Jersey verlagert.

Anfang 1909 stieg William Walter aus. Darauf folgte für kurze Zeit die neue Marke Roebling-Planche. Im Mai 1909 entstand die Mercer Autocar Company.

William Walter gründete 1909 die Walter Auto Truck Manufacturing Company, 1911 umbenannt in Walter Motor Truck Company, die über Jahrzehnte Nutzfahrzeuge herstellte.

FahrzeugeBearbeiten

1902 gab es nur den Waltomobile als 12 HP. Er hatte einen Zweizylindermotor mit 12 PS Leistung. Der einzige angebotene Aufbau war ein offener Tourenwagen.

1903 wurde daraus der Walter 12 HP. Abgesehen von der Bezeichnung änderte sich nichts. Neu war der 24 HP. Er hatte einen Vierzylindermotor, wie ihn alle folgenden Modelle erhalten sollten. Er leistete 24 PS. Auch er war als Tourenwagen karosseriert.

Danach, also etwa von 1904 bis 1905, gab es den 30 HP. Sein Motor war mit 30 PS angegeben. Das Fahrgestell hatte 244 cm Radstand. Der Aufbau wurde als King of Belgium-Tonneau bezeichnet.

1906 standen drei Modelle zur Wahl. Im 30 HP leistete der Motor 30 PS. Der Radstand betrug 279 cm. Einzige Karosseriebauform war ein Tourenwagen. Der 40 HP unterschied sich nur durch seinen 40-PS-Motor. Der 50 HP hatte einen stärkeren Motor mit 50 PS, ein längeres Fahrgestell mit 310 cm Radstand und war außerdem als Limousine erhältlich.

1907 entfiel das schwächste Modell. Beim 40 HP wurde der Radstand auf 305 cm verlängert. Nun waren Tourenwagen und Limousine mit jeweils sieben Sitzen erhältlich. Der 50 HP blieb unverändert und hatte das gleiche Karosserieangebot wie der 40 HP.

1908 folgte der 44 HP. Der Motor war mit 44 PS angegeben. Der Radstand maß 305 cm. Der Tourenwagen bot Platz für sieben Personen.

1909 erschien noch das Model M. Der Motor leistete 50 PS. Der Radstand betrug 310 cm. Zur Wahl standen ein gewöhnlicher Tourenwagen und ein Cape Top genannter Tourenwagen, beide mit sieben Sitzen.

ModellübersichtBearbeiten

Jahr Marke Modell Zylinder Leistung (PS) Radstand (cm) Aufbau
1902 Waltomobile 12 HP 2 12 Tourenwagen
1903 Walter 12 HP 2 12 Tourenwagen
1903 Walter 24 HP 4 24 Tourenwagen
1904–1905 Walter 30 HP 4 30 244 King of Belgium Tonneau
1906 Walter 30 HP 4 30 279 Tourenwagen
1906 Walter 40 HP 4 40 279 Tourenwagen
1906 Walter 50 HP 4 50 310 Tourenwagen, Limousine
1907 Walter 40 HP 4 40 305 Tourenwagen 7-sitzig, Limousine 7-sitzig
1907 Walter 50 HP 4 50 310 Tourenwagen 7-sitzig, Limousine 7-sitzig
1908 Walter 44 HP 4 44 305 Tourenwagen 7-sitzig
1909 Walter Model M 4 50 310 Tourenwagen 7-sitzig, Cape Top Tourenwagen 7-sitzig

LiteraturBearbeiten

  • Beverly Rae Kimes, Henry Austin Clark Jr.: Standard catalog of American Cars. 1805–1942. Digital Edition. 3. Auflage. Krause Publications, Iola 2013, ISBN 978-1-4402-3778-2, S. 1509–1510 (englisch).
  • George Nicholas Georgano (Hrsg.): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 3: P–Z. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 1717 (englisch).

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Beverly Rae Kimes, Henry Austin Clark Jr.: Standard catalog of American Cars. 1805–1942. Digital Edition. 3. Auflage. Krause Publications, Iola 2013, ISBN 978-1-4402-3778-2, S. 1509–1510 (englisch).
  2. George Nicholas Georgano (Hrsg.): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 3: P–Z. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 1717 (englisch).