Johnson Controls

US-amerikanischer Mischkonzern

Das Unternehmen Johnson Controls International plc (JCI) ist ein multinationaler Konzern mit US-amerikanischen Wurzeln mit Hauptsitz im irischen Cork und hat die Hauptschwerpunkte Gebäudetechnik und Industriedienstleistungen. JCI beschäftigt rund 100.000 Mitarbeiter in mehr als 150 Ländern.

Johnson Controls International plc

Rechtsform public limited company
ISIN IE00BY7QL619
Gründung 1885
Sitz Cork, Irland[1]
Leitung George Oliver (Chairman & CEO)[2]
Mitarbeiterzahl 100.000+ (2021)
Umsatz 23,7 Milliarden US-Dollar (2021)[3]
Branche Gebäudetechnik
Website www.johnsoncontrols.de
Stand: 31. Dezember 2021

KonzerngeschichteBearbeiten

Im Jahr 1883 erhielt Warren Seymour Johnson das Patent für den ersten elektrischen Raumthermostat. Daraus entwickelte sich 1885 das Haustechnik-Unternehmen Johnson Electric Service Company in Milwaukee, USA mit dem Ziel automatische Temperaturregulierungssysteme für Gebäude herzustellen, zu installieren und zu warten.

Das Unternehmen wurde 1974 in den heutigen Namen umbenannt. 1978 übernahm Johnson Controls das Batterieunternehmen Globe-Union. Im selben Jahr trennte sich das Unternehmen von der Standard Electric Time Company und verkaufte sie an Faraday. 1985 übernahm Johnson Controls die Sitzunternehmen Hoover Universal und Ferro Manufacturing.[4]

Fusion mit Tyco InternationalBearbeiten

Tyco International plc war ein in der Republik Irland eingetragenes Unternehmen für Sicherheitssysteme mit Sitz in Princeton, New Jersey, USA (Tyco International (US) Inc.). Tyco International umfasste zwei große Geschäftsbereiche: Sicherheitslösungen und Brandschutz.

Fusion zwischen Tyco International und Johnson ControlsBearbeiten

Am 25. Januar 2016 kündigte Johnson Controls den Zusammenschluss mit Tyco an, wodurch alle Geschäftsbereiche von Tyco und Johnson Controls unter Tyco International plc zusammengefasst und in Johnson Controls International plc umbenannt wurden.[5][6] Die Fusion wurde am 9. September 2016 vollzogen.[7]

AufspaltungBearbeiten

 
Das Clarios-Werksgelände in Hannover aus der Vogelperspektive

Am 31. Oktober 2016 wurde die Abspaltung der früheren Johnson Controls Automotive Seating abgeschlossen und firmiert seither als Adient plc. Zum 1. Mai 2019 wurde der Unternehmensbereich Johnson Controls Power Solutions in die eigenständige Gesellschaft Clarios Hannover ausgegliedert.[8]

Gesellschaften im Konzernverbund von Johnson Controls DeutschlandBearbeiten

  • Johnson Controls Systems & Service GmbH
  • Tyco Fire & Security Holding Germany GmbH  
  • ADT Deutschland GmbH  
  • ADT Service-Center GmbH
  • ADT Sensormatic GmbH
  • CKS Systeme GmbH
  • Total Walther GmbH, Feuerschutz und Sicherheit  
  • TOTAL Feuerschutz GmbH

Ehemalige FahrzeugproduktionBearbeiten

Ab 1901 stellte das Unternehmen Nutzfahrzeuge mit Dampfmotoren her. 1905 folgten Personenkraftwagen. Anfangs waren es Dampfwagen und ab 1908 Automobile mit Ottomotoren. 1912 endete die Fahrzeugproduktion.[9][10]

Es sind 20 Pkw mit Dampfmotor entstanden.[9][10] Ab 1908 waren es jährlich etwa 60 Pkw und 120 Lastkraftwagen.[10]

WeblinksBearbeiten

Commons: Johnson Controls – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.johnsoncontrols.com/legal/terms
  2. Effective Leadership
  3. [1]
  4. History of Johnson Controls, Inc. – FundingUniverse. Abgerufen am 8. März 2022.
  5. Johnson Controls and Tyco to Merge, Johnson Controls am 25. Januar 2015.
  6. Johnson Controls and Tyco to Merge (Memento des Originals vom 25. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/investors.tyco.com, Tyco am 25. Januar 2015.
  7. http://www.johnsoncontrols.com/media-center/news/press-releases/2016/09/06/johnson-controls-and-tyco-complete-merger
  8. Aus Johnson Controls Power Solutions wird Clarios. Abgerufen am 8. März 2022.
  9. a b Beverly Rae Kimes, Henry Austin Clark Jr.: Standard catalog of American Cars. 1805–1942. 3. Auflage. Krause Publications, Iola 1996, ISBN 0-87341-428-4, S. 786–787 (englisch).
  10. a b c George Nicholas Georgano (Hrsg.): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Band 2: G–O. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 797 (englisch).