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Pan-American Motors Corporation

ehemaliger US-amerikanischer Automobilhersteller

UnternehmensgeschichteBearbeiten

Das Unternehmen wurde im Januar 1917 in Chicago in Illinois gegründet. Die Produktion von Automobilen begann. Der Markenname lautete zunächst Chicago Light Six.[2][3] Bereits im Februar des gleichen Jahres wurde angekündigt, dass ein anderes Werk im gleichen Staat gesucht würde, und dann auch der Markenname nach der neuen Stadt benannt würde. Im Dezember 1917 zog das Unternehmen nach Decatur in Illinois. Entgegen der Ankündigung wurden die Fahrzeuge nun Pan-American genannt. Ab 1918 war Edward Danner Präsident. Nach Ende des Ersten Weltkriegs kam es während der Depression zu finanziellen Problemen. 1921 verschwand der Sekretär und Schatzmeister W. A. Phares. Danach fehlten 40.000 US-Dollar. Phares wurde später gefunden und verhaftet.[1]

Im Dezember 1921 verkündete Danner, dass er das Unternehmen auflösen wird, obwohl es noch solvent sei. Der Ausverkauf begann im Januar 1922. Im Juli 1922 wurden die Reste des Unternehmens versteigert.[1]

Insgesamt entstanden 2200 Personenkraftwagen.[1]

FahrzeugeBearbeiten

Die Fahrzeuge hatten zugekaufte Motoren. Die Sechszylindermotoren kamen von der Continental Motors Company, Herschell-Spillman und von der Rutenber Motor Company. Daneben gab es kurzzeitig zwei billigere Modelle mit Vierzylindermotoren.

Der Chicago Light Six von 1917 hatte einen Sechszylindermotor mit 50 PS Leistung. Das Fahrgestell hatte 310 cm Radstand. Einziger Aufbau war ein Tourenwagen mit fünf Sitzen. Das erste Modell der Marke Pan-American hatte die gleichen Daten.

1918 erhielt das Modell den Namen American Beauty. Der Radstand wurde auf 305 cm gekürzt.

1919 ergänzte das Model 250 das Sortiment nach unten. Der Vierzylindermotor war mit 16,9 PS angegeben. Der Radstand betrug 274 cm. Auch diese Fahrzeuge waren als fünfsitzige Tourenwagen karosseriert. Der American Beauty hatte nun 307 cm Radstand. Zum fünfsitzigen Tourenwagen gesellte sich ein zweisitziger Roadster.

1920 entfiel das Vierzylindermodell. Der American Beauty hatte nun einen Motor mit 55 PS. Eine fünfsitzige Limousine erhöhte das Angebot der Karosserien.

1921 wurde daraus das Model 6-55. Die Motorleistung wurde auf 57 PS gesteigert. Die Limousine entfiel.

1922 erschien mit dem Model A erneut ein Einstiegsmodell mit einem Vierzylindermotor. Der Radstand betrug 274 cm. Das Fahrzeug war ein Tourenwagen mit fünf Sitzen. Das Model 6-55 war nun als Tourenwagen mit fünf und sieben Sitzen, Roadster mit zwei Sitzen sowie als Artcraft mit fünf und sieben Sitzen erhältlich.

Außerdem entstanden zwischen 1917 und 1919 Nutzfahrzeuge.

ModellübersichtBearbeiten

Jahr Marke Modell Zylinder Leistung (PS) Radstand (cm) Aufbau
1917 Chicago Light Six 6 50 310 Tourenwagen 5-sitzig
1917 Pan-American 6 50 310 Tourenwagen 5-sitzig
1918 Pan-American American Beauty 6 50 305 Tourenwagen 5-sitzig
1919 Pan-American Model 250 4 16,9 274 Tourenwagen 5-sitzig
1919 Pan-American American Beauty 6 50 307 Tourenwagen 5-sitzig, Roadster 2-sitzig
1920 Pan-American American Beauty 6 55 307 Tourenwagen 5-sitzig, Roadster 2-sitzig, Limousine 5-sitzig
1921 Pan-American Model 6-55 6 57 307 Tourenwagen 5-sitzig, Roadster 2-sitzig
1922 Pan-American Model A 4 274 Tourenwagen 5-sitzig
1922 Pan-American Model 6-55 6 57 307 Tourenwagen 5-sitzig und 7-sitzig, Roadster 2-sitzig, Artcraft 5-sitzig und 7-sitzig

ProduktionszahlenBearbeiten

Jahr Produktionszahl
1917 37
1918 437
1919 384
1920 937
1921 327
1922 78
Summe 2200

LiteraturBearbeiten

  • Beverly Rae Kimes, Henry Austin Clark Jr.: Standard catalog of American Cars. 1805–1942. Digital Edition. 3. Auflage. Krause Publications, Iola 2013, ISBN 978-1-4402-3778-2, S. 1149–1150 (englisch).
  • George Nicholas Georgano (Hrsg.): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 3: P–Z. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 1180 (englisch).

WeblinksBearbeiten

  Commons: Pan-American Motors Corporation – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Beverly Rae Kimes, Henry Austin Clark Jr.: Standard catalog of American Cars. 1805–1942. Digital Edition. 3. Auflage. Krause Publications, Iola 2013, ISBN 978-1-4402-3778-2, S. 1149–1150 (englisch).
  2. a b George Nicholas Georgano (Hrsg.): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 3: P–Z. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 1180 (englisch).
  3. Beverly Rae Kimes, Henry Austin Clark Jr.: Standard catalog of American Cars. 1805–1942. Digital Edition. 3. Auflage. Krause Publications, Iola 2013, ISBN 978-1-4402-3778-2, S. 303 (englisch).