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Moller Motor Company

US-amerikanischer Hersteller von Automobilen
Moller Motor Company
Rechtsform Company
Gründung 1919
Auflösung 1923
Sitz Lewistown, Pennsylvania, USA
Leitung
  • Wilhelm Moller
  • Holgar Moller
Branche Automobile

Moller Motor Company war ein US-amerikanischer Hersteller von Automobilen.[1][2][3] Eine andere Quelle gibt Moller Motor Car Company an.[4]

UnternehmensgeschichteBearbeiten

Die Brüder Wilhelm und Holgar Moller stammten aus Dänemark. Sie gründeten im November 1919 das Unternehmen in Lewistown in Pennsylvania.[5] Ab Januar 1920 wurden Fahrzeuge in der Presse angekündigt. Im gleichen Jahr kam das Fahrzeug auf den Markt. Der Markenname lautete Moller. Zunächst blieb der Verkauf auf die nähere Umgebung beschränkt. Im Januar 1921 standen Fahrzeuge auf der New York International Auto Show in New York City. Ab diesem Zeitraum waren die Fahrzeuge landesweit erhältlich. Die Fahrzeuge waren allerdings hauptsächlich für den Export gedacht. 1922 endete die Produktion des Moller. Insgesamt entstanden etwa 1000 Fahrzeuge.[6]

Im November 1921 wurden drei Fahrzeuge der Marke Falcon auf der New York International Auto Show präsentiert.[2] Alle Fahrzeuge waren für den Export vorgesehen.[4] 1923 endete die Produktion.[4]

Laut einer Quelle hat das Unternehmen 1923 seinen Sitz nach Hagerstown in Maryland verlegt, dort aber keine Fahrzeuge mehr hergestellt.[5]

Es gab keine Verbindung zu den anderen US-Herstellern von Autos der Marke Falcon: Falcon Engineering Company und Falcon Cyclecar. Die Brüder waren nicht mit Mathias Peter Moller von der M. P. Moller Motor Car Company aus Hagerstown verwandt. Die Namensgleichheit führt immer wieder zu Verwechslungen.

FahrzeugeBearbeiten

Markenname MollerBearbeiten

Der 20 HP hatte einen Vierzylindermotor mit 20 PS Leistung. 69,85 mm Bohrung und 101,66 mm Hub ergaben 1557 cm³ Hubraum. Das Fahrgestell hatte 254 cm Radstand. Im ersten Jahr gab es einen zweisitzigen Sport und einen viersitzigen Roadster. Ab 1921 beschränkte sich das Karosserieangebot auf einen Roadster mit zwei Sitzen. Das Leergewicht war mit rund 450 kg angegeben.

Markenname FalconBearbeiten

Technisch gab es keine Unterschiede. Zur Wahl standen Tourenwagen, Roadster, Limousine, Coupé, Speedster mit zwei Sitzen sowie ein Sportster mit vier Sitzen. Healey & Company aus New York fertigte mindestens eine Karosserie an – eine Limousine mit einer mittig angeordneten Tür. Weitere Karosserien entstanden bei der M. P. Moller Motor Car Company.

ModellübersichtBearbeiten

Jahr Marke Modell Zylinder Leistung (PS) Radstand (cm) Aufbau
1920 Moller 20 HP 4 20 254 Sport 2-sitzig, Roadster 4-sitzig
1921–1922 Moller 20 HP 4 20 254 Roadster 2-sitzig
1922 Falcon 20 HP 4 20 254 Tourenwagen, Roadster, Limousine, Coupé, Speedster 2-sitzig, Sportster 4-sitzig

LiteraturBearbeiten

  • Beverly Rae Kimes, Henry Austin Clark Jr.: Standard catalog of American Cars. 1805–1942. Digital Edition. 3. Auflage. Krause Publications, Iola 2013, ISBN 978-1-4402-3778-2, S. 557 und S. 988–989 (englisch).
  • George Nicholas Georgano (Hrsg.): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 1: A–F. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 522 (englisch).
  • George Nicholas Georgano (Hrsg.): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 2: G–O. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 1053 (englisch).

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Beverly Rae Kimes, Henry Austin Clark Jr.: Standard catalog of American Cars. 1805–1942. Digital Edition. 3. Auflage. Krause Publications, Iola 2013, ISBN 978-1-4402-3778-2, S. 988–989 (englisch).
  2. a b Beverly Rae Kimes, Henry Austin Clark Jr.: Standard catalog of American Cars. 1805–1942. Digital Edition. 3. Auflage. Krause Publications, Iola 2013, ISBN 978-1-4402-3778-2, S. 557 (englisch).
  3. George Nicholas Georgano (Hrsg.): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 2: G–O. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 1053 (englisch).
  4. a b c George Nicholas Georgano (Hrsg.): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 1: A–F. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 522 (englisch).
  5. a b Coachbuilt (englisch, abgerufen am 27. Oktober 2018)
  6. American Automobiles (englisch, abgerufen am 27. Oktober 2018)