Sergio Pérez

mexikanischer Automobilrennfahrer

Sergio Michel „Checo“ Pérez Mendoza, kurz Sergio Pérez (Aussprache: Zum Anhören bitte klicken! [ˈseɾxjo ˈpeɾes]; * 26. Januar 1990 in Guadalajara, Jalisco), ist ein mexikanischer Automobilrennfahrer.

Sergio Pérez
Sergio Pérez
Nation: MexikoMexiko Mexiko
Formel-1-Weltmeisterschaft
Status: aktiv
Startnummer: 11
Erster Start: Großer Preis von Australien 2011
Konstrukteure
2011–2012 Sauber • 2013 McLaren • 2014–2018 Force India • 2018–2020 Racing Point
Statistik
WM-Bilanz: WM-Vierter (2020)
Starts Siege Poles SR
191 1 4
WM-Punkte: 706
Podestplätze: 10
Führungsrunden: 48 über 205,4 km
Stand: Saisonende 2020
Ein Helm von Pérez aus dem Jahr 2015 im Museo Fernando Alonso
Signatur von Sergio Pérez

Von 2009 bis 2010 startete er in der GP2-Serie und wurde dort 2010 Vizemeister. 2011 debütierte er für Sauber in der Formel 1 und geht seitdem in dieser an den Start. Von Sommer 2018 bis Ende 2020 trat er für das Team Racing Point an.

Herkunft und PersönlichesBearbeiten

Sergio Michel Pérez Mendoza, genannt „Checo“, wurde am 26. Januar 1990 in der Hauptstadt des Bundesstaates Jalisco, Guadalajara, im Nordwesten Mexikos geboren. Sein Vater war ebenfalls als Automobilrennfahrer aktiv und verantwortlich für die Laufbahn des Rennsportlers Adrián Fernández. Auch sein um fast vier Jahre älterer Bruder Antonio Pérez trat als Rennfahrer unter anderem in verschiedenen Serien der NASCAR an.[1] Die Familie ist römisch-katholischen Glaubens.[2]

Im Alter von sechs Jahren begleitete Sergio Pérez seinen Vater und seinen Bruder erstmals zu einer Kartbahn.[3] Später sagte er einmal, dass er sich möglicherweise als Fußballspieler versucht hätte, wäre er nicht Rennfahrer geworden.[2] Auch eine Laufbahn als Anwalt hätte er sich vorstellen können.[4] Pérez ist Anhänger des mexikanischen Fußballvereins Club América,[2] und gibt neben dem Fußball auch den Kartsport, das Golfspiel[3] und Yoga als Hobbys an.[4]

Während seines zweijährigen Engagements in der Formel BMW lebte der damals zunächst 15-jährige Pérez für einige Zeit in der bayerischen Stadt Vilsbiburg und später in Berlin.[1]

Pérez ist verheiratet und Vater eines Sohnes und einer Tochter.[3] Mit der Checo Pérez Foundation engagiert er sich für benachteiligte Kinder in seinem Heimatland.[2]

NachwuchsrennsportBearbeiten

Anfänge im Motorsport (2004–2008)Bearbeiten

Pérez nahm 2004 an der Skip Barber National Championship teil und wurde dort Elfter in der Gesamtwertung. 2005 wechselte er zu 4speed Media in die deutsche Formel BMW und wurde Gesamtvierzehnter. Auch 2006 trat Pérez in der deutschen Formel BMW an und wurde für das Team ADAC Berlin-Brandenburg Sechster der Gesamtwertung. Außerdem nahm er im Winterhalbjahr 2006/2007 an zwei Rennen der A1GP-Serie für das mexikanische Team teil. 2007 wechselte Pérez zu T-Sport in die britische Formel-3-Meisterschaft und wurde mit 14 Siegen in 21 Rennen Meister der nationalen Klasse. 2008 stieg er in die internationale Klasse der britischen Formel-3-Meisterschaft auf und erreichte, erneut für T-Sport antretend, zum Saisonende mit vier Siegen aus 20 Rennen den vierten Platz der Gesamtwertung.

GP2-Serie (2008–2010)Bearbeiten

In der GP2-Asia-Serie-Saison 2008/2009 fuhr Pérez an der Seite von Witali Petrow für Campos Grand Prix. Nachdem Pérez beim Sprintrennen in Sakhir seinen ersten GP2-Sieg feierte, zeigte er auch beim nächsten Rennwochenende in Losail eine gute Leistung: Nach Platz zwei im Hauptrennen gewann Pérez das Sprintrennen vor seinem Teamkollegen Petrow. Am Saisonende belegte Pérez den siebten Platz in der Gesamtwertung. Mit 26 zu 28 Punkten unterlag er Petrow knapp.

2009 nahm Pérez auch an der Hauptserie der GP2 teil. Zusammen mit Edoardo Mortara ging er für Arden International an den Start. Obwohl er kein Rennen gewann, zeigte er in seiner Debütsaison solide Leistungen. In Valencia stand er als Dritter im Haupt- und als Zweiter im Sprintrennen erstmals auf dem Podest und belegte am Saisonende den zwölften Gesamtrang. Intern setzte er sich mit 22 zu 19 Punkten gegen Mortara durch.

Für die GP2-Serie 2010 kehrte Pérez zum Barwa Addax Team, dem Nachfolgeteam von Campos Grand Prix, zurück.[5] Sein Teamkollege war der Niederländer Giedo van der Garde. Pérez war bereits davor eine Hälfte der GP2-Asia-Serie-Saison 2009/2010 für Barwa Addax gefahren und 15. in der Gesamtwertung geworden. In der regulären GP2-Serie gewann Pérez beim prestigeträchtigen Rennen in Monte Carlo sein erstes Rennen in der GP2-Serie. Mit weiteren Siegen in Silverstone, Hockenheim, Spa-Francorchamps und auf der Yas-Insel entschied er insgesamt fünf Rennen für sich. Am Saisonende wurde er hinter Pastor Maldonado Vizemeister und war zudem der Pilot mit den zweitmeisten Siegen. Im November 2010 absolvierte er seinen ersten Formel-1-Test für Sauber.[6]

Formel-1-WeltmeisterschaftBearbeiten

Sauber (2011–2012)Bearbeiten

2011: Debütsaison mit schwerem RennunfallBearbeiten

 
Sergio Pérez im Sauber C30 beim Großen Preis von Malaysia 2011

Für die Saison 2011 erhielt Sergio Pérez einen Vertrag bei Sauber Motorsport für die Formel 1.[7] Zudem wurde er in das Nachwuchsfahrerprogramm der Scuderia Ferrari aufgenommen.[8] Bei Sauber folgte er Nick Heidfeld nach, sein Teamkollege war Kamui Kobayashi.[7] In seinem ersten Rennen, dem Großen Preis von Australien, kam Pérez auf dem siebten Platz ins Ziel und hätte damit auf Anhieb seine ersten Weltmeisterschaftspunkte erzielt. Dabei war er der einzige Pilot, der eine Strategie mit nur einem Boxenstopp anwendete und 35 Runden mit einem weichen Reifensatz fuhr.[9] Da bei der technischen Inspektion nach dem Rennen an beiden Fahrzeugen des Teams illegale Heckflügel festgestellt wurden, wurden sowohl Pérez als auch der achtplatzierte Kobayashi disqualifiziert.[10] Nachdem er beim Großen Preis von Malaysia wegen einer Kollision mit einem Trümmerteil gar nicht[11] und bei den darauffolgenden beiden Rennen jeweils außerhalb der Punkteränge ins Ziel gekommen war, erzielte er beim fünften Rennen, dem Großen Preis von Spanien, als Neunter seine ersten beiden Formel-1-Punkte.

Im Qualifying zum Großen Preis von Monaco verunglückte Pérez schwer. Ausgangs der Tunnelpassage Tunel verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug, drehte sich zunächst in die Leitplanke und schlug anschließend seitwärts in die Streckenbegrenzung der Nouvelle Chicane ein. Pérez blieb bei Bewusstsein und wurde in ein Krankenhaus gebracht.[12] Er zog sich eine Gehirnerschütterung sowie eine Stauchung am Oberschenkel zu.[13] Den Start zum Grand Prix musste er absagen.[14] Bereits am Vormittag hatte Nico Rosberg im Freien Training einen ähnlichen Unfall an derselben Stelle gehabt, war jedoch unverletzt geblieben.[12] Beim darauffolgenden Großen Preis von Kanada klagte Pérez nach dem ersten Freien Training über Übelkeit und wurde für das restliche Rennwochenende kurzfristig durch Pedro de la Rosa ersetzt.[15]

Nachdem er beim Großen Preis von Europa mit einem elften Platz ins Renngeschehen zurückgekehrt war, erzielte er beim Großen Preis von Großbritannien als Siebter seine beste Saisonplatzierung. Es folgten vier Rennen, in denen Pérez ohne Punkte blieb. Nach einem zehnten Platz beim Großen Preis von Singapur konnte er beim Großen Preis von Japan einige Plätze gutmachen und verbesserte sich vom 17. Startplatz auf den achten Rang im Rennen. In den letzten vier Rennen seiner ersten Formel-1-Saison konnte er mit dem zehnten Platz beim Großen Preis von Indien noch ein weiteres Punkteresultat erreichen. Am Saisonende belegte er den 16. Rang in der Fahrerwertung. Teamintern unterlag er Kobayashi mit 14 zu 30 Punkten.

2012: Erste PodestplätzeBearbeiten

Pérez absolvierte in der Saison 2012 sein zweites Jahr in der Formel 1 für Sauber an der Seite von Kamui Kobayashi. Teamchef Peter Sauber sagte zur Weiterbeschäftigung von Pérez: „Er hat schon vom allerersten Rennen an bewiesen, dass er nicht nur schnell, sondern auch konstant fahren kann. Und er hat nach dem Unfall in Monaco auch gezeigt, dass er mit schwierigen Situationen umgehen kann. Mit Sergio hatten wir von vornherein einen Vertrag über das Jahr 2011 hinaus abgeschlossen. Das war bei einem Rookie natürlich ein gewisses Risiko, aber es hat sich eindeutig ausgezahlt.“[16]

Beim Saisonauftakt, dem Großen Preis von Australien, erreichte er als Achter das Ziel. Wie im Vorjahr kam er dabei mit nur einem Reifenwechsel aus.[17] Beim zweiten Rennen, dem Großen Preis von Malaysia, hatte Pérez in einem durch wechselnde Wetterbedingungen geprägten Rennen Siegchancen und kam schließlich hinter Fernando Alonso im Ferrari auf dem zweiten Platz ins Ziel. Es war seine erste Podiumsplatzierung und die erste Podiumsplatzierung eines Mexikaners in einem Grand-Prix-Rennen seit dem zweiten Platz von Pedro Rodríguez beim Großen Preis der Niederlande 1971. Pérez und Rodríguez sind die bislang einzigen Mexikaner, die Podiumsplatzierungen in Grand-Prix-Rennen erreichen konnten. Ferner war es das beste Resultat für Sauber Motorsport in Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft, das bis heute nur Pérez selbst noch einmal im weiteren Saisonverlauf einstellen konnte.

Bei den folgenden drei Rennen konnte Pérez keine Punkte gewinnen. Beim Großen Preis von Monaco fuhr er zwar erstmals die schnellste Rennrunde, blieb als Elftplatzierter aber erneut ohne Punkte. Beim nächsten Rennen, dem Großen Preis von Kanada, erzielte er mit dem dritten Platz eine weitere Podestplatzierung. Beim Großen Preis von Europa als Neunter und beim Großen Preis von Deutschland als Sechster gewann er weitere Punkte und als Zweiter beim Großen Preis von Italien seine bereits dritte Podiumsplatzierung der Saison. Beim Großen Preis von Singapur wurde er wie im Vorjahr Zehnter. In den verbliebenen sechs Rennen gewann er keine weiteren Punkte mehr. Mit 66 zu 60 Punkten setzte er sich teamintern dieses Mal gegen Kobayashi, der als Dritter beim Großen Preis von Japan ebenfalls einmal auf dem Podest gestanden hatte, durch und wurde Zehnter der Fahrerwertung.

McLaren (2013)Bearbeiten

 
Pérez im McLaren MP4-28 beim Großen Preis von Malaysia 2013

Für die Formel-1-Weltmeisterschaft 2013 wechselte Sergio Pérez zu McLaren Racing. Er ersetzte dort den Weltmeister von 2008, Lewis Hamilton, der seinerseits zu Mercedes gewechselt war, und wurde Teamkollege des Weltmeisters von 2009, Jenson Button.[18]

Beim Großen Preis von Australien verpasste er zum Saisonauftakt als Elfter die Punkteränge. Eine Woche später erzielte er beim Großen Preis von Malaysia als Neunter erstmals für McLaren Punkte und fuhr zudem die schnellste Rennrunde. Nach einem weiteren punktlosen elften Platz beim Großen Preis von China wurde er beim Großen Preis von Bahrain Sechster und beim Großen Preis von Spanien Neunter. Bis einschließlich zum Großen Preis von Japan konnte er in zehn Rennen vier Mal Punktgewinne erzielen.

Beim Großen Preis von Indien erreichte er dann als Fünfter sein bestes Saisonresultat. In den verbliebenen drei Rennen erreichte er jeweils ebenfalls die Punkteränge. Teamintern unterlag er Button mit 49 zu 73 Punkten. Erstmals seit 1980 konnte das Team im gesamten Saisonverlauf keinen Podestplatz erreichen. Obwohl die Zusammenarbeit zwischen Pérez und McLaren ursprünglich für mehrere Jahre geplant gewesen war,[18] endete sein Engagement dort nach nur einer Saison.[19]

Force India (2014–2018)Bearbeiten

2014: Erste Saison bei Force IndiaBearbeiten

 
Pérez im Force India VJM07 beim Großen Preis von Singapur 2014

Für die Saison 2014 erhielt Pérez stattdessen ein Cockpit bei Force India. Er unterschrieb einen mehrjährigen Vertrag bei dem Rennstall mit indischer Lizenz und wurde Teamkollege von Nico Hülkenberg.[20] Bei der Einführung der permanenten Startnummern in der Formel 1 wählte Pérez die Nummer 11 für seine weitere Karriere.[21] Er begründete seine Wahl damit, dass er die Zahl bereits im Kartsport sowie in seiner Debütsaison in der GP2-Serie verwendet hatte.[22]

Nachdem er mit einem zehnten Platz beim Großen Preis von Australien zum Saisonauftakt auf Anhieb den ersten Punkt für sein neues Team erzielt hatte, konnte Pérez beim zweiten Grand Prix, dem Großen Preis von Malaysia, wegen Getriebeproblemen nicht zum Rennen antreten.[23] Am darauffolgenden Wochenende erreichte er mit dem dritten Platz beim Großen Preis von Bahrain seinen ersten Podestplatz für Force India. Für das Team war es der zweite Podestplatz seiner Geschichte nach dem zweiten Platz von Giancarlo Fisichella beim Großen Preis von Belgien 2009. Nach zwei neunten Plätzen in den nächsten zwei Rennen schied er beim Großen Preis von Monaco nach einer Kollision mit Jenson Button in der Mirabeau Haute noch während der ersten Runde aus.

Beim Großen Preis von Kanada lag Pérez kurz vor Rennende auf dem vierten Platz. In der letzten Runde setzte der hinter ihm liegende Felipe Massa im Williams vor der ersten Kurve zu einem Überholmanöver an und fuhr auf das Fahrzeug von Pérez auf. Beide Boliden drehten sich und schlugen in die Reifenstapel ein, sowohl Pérez als auch Massa blieben unverletzt.[24] Während unter anderem der Force-India-Betriebsdirektor Otmar Szafnauer und der dreimalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda die Schuld für den Unfall bei seinem Kontrahenten Massa sahen,[24] belegten die Rennkommissare Pérez mit einer Strafversetzung um fünf Plätze in der Startaufstellung beim folgenden Großen Preis von Österreich. Ein Einspruch seines Teams gegen die Strafe blieb erfolglos.[25]

Trotz der Strafe erreichte Pérez in Österreich mit dem sechsten Platz sein zweitbestes Resultat in dieser Saison und fuhr zudem die schnellste Rennrunde. Bei den nächsten drei Rennen erzielte er mit dem zehnten Platz beim Großen Preis von Deutschland lediglich einen weiteren Weltmeisterschaftspunkt. Nach der Sommerpause konnte er in sechs von acht Rennen Punkte erzielen und wurde am Saisonende mit 59 Punkten Zehnter in der Fahrerwertung. Damit unterlag er teamintern gegen Hülkenberg, welcher auf dem neunten Platz 96 Punkte erlangt hatte.

2015: Regelmäßig in den PunktenBearbeiten

In der Saison 2015 bildeten Pérez und Hülkenberg erneut das Fahrerduo bei Force India. Wie im Vorjahr startete Pérez mit einem zehnten Platz beim Großen Preis von Australien in die Saison. Bis einschließlich zum Großen Preis von Großbritannien fuhr er in acht Rennen vier weitere Male in die Punkteränge, ein siebter Platz beim Großen Preis von Monaco war neben einem achten Platz beim Großen Preis von Bahrain sein bis dahin bestes Resultat in dieser Saison.

Im ersten Freien Training zum Großen Preis von Ungarn machte Pérez mit einem schweren Unfall auf sich aufmerksam. Er fuhr in Kurve elf über den Kerb auf den Kunstrasen und verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Bolide drehte sich zur Innenseite, schlug dort in die Leitplanke ein und wurde zurück auf die Strecke geschleudert, wo er ausgehebelt wurde und auf dem Überrollbügel landete. Pérez blieb unverletzt.[26] Da ein technischer Defekt zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, verzichtete Force India mit beiden Fahrzeugen auf eine Teilnahme am zweiten Freien Training.[27] Als Unfallursache ergab sich, dass das ständige Überfahren der Randsteine zu einem Aufhängungsbruch am Fahrzeug von Pérez geführt hatte.[28] Im Rennen kollidierte er mit dem Lotus von Pastor Maldonado, wofür der Venezolaner mit einer Durchfahrtsstrafe belegt wurde,[29] und schied später nach Bremsproblemen aus.[30]

In die zweite Saisonhälfte startete Pérez mit einem fünften Platz beim Großen Preis von Belgien und damit dem bis dahin besten Saisonresultat. Nach zwei weiteren Punktgewinnen beim Großen Preis von Italien und beim Großen Preis von Singapur und einem 12. Platz beim Großen Preis von Japan fuhr er beim Großen Preis von Russland als Dritter zum zweiten Mal für Force India und zum fünften Mal insgesamt in einem Grand-Prix-Rennen auf das Podest. Mit zwei fünften Plätzen und einem achten Platz in den verbliebenen vier Rennen kam er am Jahresende als Neunter der Fahrerwertung auf 78 Punkte. Teamintern setzte er sich damit gegen Hülkenberg, der 58 Punkte erzielt hatte, durch. Für Pérez war es das bis dahin beste Ergebnis seiner Laufbahn.

2016: Erweiterte WeltspitzeBearbeiten

 
Pérez im Force India VJM09 in Silverstone (2016)

Auch in der Saison 2016 blieben Pérez und Hülkenberg bei Force India. Nachdem in den ersten drei Rennen ein elfter Platz beim Großen Preis von China sein bestes Resultat und Pérez jeweils ohne Punkte geblieben war, erreichte er beim Großen Preis von Russland mit dem neunten und beim Großen Preis von Spanien mit dem siebten Platz die ersten Punkte der Saison. Beim Großen Preis von Monaco fuhr er als Dritter zu seinem ersten Podestplatz in dieser Saison.

Nach einem zehnten Platz beim Großen Preis von Kanada konnte er als Dritter beim Großen Preis von Europa ein weiteres Mal auf das Podest fahren. Dabei hatte er im Qualifying bereits die zweitschnellste Runde gefahren, musste jedoch wegen einer Strafversetzung von Startplatz sieben starten.[31] Es war sein insgesamt siebter Podestplatz bei einem Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft, womit er mit dem mexikanischen Rekordhalter Pedro Rodríguez gleichzog.

In den vier Rennen, die vor der Sommerpause noch anstanden, konnte er sich mit einem sechsten Platz beim Großen Preis von Großbritannien und einem zehnten Platz beim Großen Preis von Deutschland zwei weitere Male in den Punkterängen klassifizieren. Hingegen blieb er bei den anderen beiden Rennen ohne Punkte. Nach der Sommerpause erreichte er in ausnahmslos jedem der noch ausstehenden Rennen die Punkte. Die besten Ergebnisse waren ein fünfter Platz beim Großen Preis von Belgien sowie ein vierter Platz beim Großen Preis von Brasilien, ein weiterer Podestplatz blieb ihm in diesem Jahr jedoch verwehrt. Teamintern setzte er sich mit 101 zu 72 Punkten erneut gegen Hülkenberg durch. In der Fahrerwertung übertraf er mit dem siebten Platz sein Resultat aus dem Vorjahr.

2017: Weiterhin erweiterte Weltspitze und interne Querelen mit Teamkollege OconBearbeiten

Mit Esteban Ocon erhielt Sergio Pérez einen neuen Teamkollegen für die Formel-1-Weltmeisterschaft 2017.[31] In diesem Jahr gelang es Pérez weitestgehend, seine Leistungen aus dem Vorjahr zu bestätigen. Nachdem er in den ersten fünf Rennen der Saison jeweils die Punkteränge und beim fünften Rennen, dem Großen Preis von Spanien, mit dem vierten Platz das beste Saisonresultat erreicht hatte, fuhr er beim Großen Preis von Monaco, wo er im Vorjahr Dritter geworden war, die schnellste Rennrunde, bliebt als 13. aber ohne Punkte. Beim Großen Preis von Kanada wurde er Fünfter.

Mehrfach für öffentliche Aufmerksamkeit sorgte in diesem Jahr das Verhältnis zwischen den Teamkollegen Pérez und Ocon. Bereits in Kanada hatten sie sich, nachdem die Teamleitung ihre Freigabe dazu gegeben hatte, hart um den fünften Platz duelliert. Das Duell hatte Pérez für sich entschieden. Beim Großen Preis von Aserbaidschan berührten sich die Fahrzeuge der beiden Force-India-Piloten beim Restart nach einer Safety-Car-Phase zunächst auf der Geraden zwischen den Kurven eins und zwei. Nebeneinander fuhren sie in die zweite Kurve, an deren Ausgang Pérez in die Leitplanke fuhr und mit seinem Frontflügel den Hinterreifen von Ocon aufschlitzte. Aufgrund der Trümmerteile auf der Strecke musste das Rennen mit der Roten Flagge unterbrochen werden. Während das Rennen für Pérez beendet war, kam Ocon noch auf dem sechsten Platz ins Ziel. Im Vorfeld des darauffolgenden Großen Preises von Österreich sagte Pérez: „Ich hätte nichts anders oder besser machen können. Esteban war am Kurveneingang innen und vorn. Es gab keinen Grund für ihn, so zu handeln. Ich habe ihm genug Platz gelassen. Er mir nicht.“ Er sprach weiter davon, dass zwischen ihm und seinem vorhergehenden Teamkollegen Hülkenberg nie so etwas passiert sei. Ocon müsse verstehen, was Rennfahren bedeute, „ohne miteinander zu verunfallen“. Dagegen äußerte sich Ocon selbst dahingehend, dass beide Fahrer ein Teil der Schuld treffe: „Für mich ist es 50 zu 50. Das Team sieht es auch so. Er hätte mir mehr Platz am Kurveneingang lassen müssen. Ich ihm mehr am Kurvenausgang.“ Das Team lehnte eine Stallorder zur Vermeidung solcher Situationen trotz des Vorfalls zunächst weiterhin ab.[32] Beim Rennen in Österreich meldete sich Pérez mit einem siebten Platz in den Punkterängen zurück, die er vor der Sommerpause auch beim Großen Preis von Großbritannien als Neunter und beim Großen Preis von Ungarn als Achter erreichte. In Ungarn kam es kurz nach dem Start erneut zu einer kleineren Berührung der Teamkollegen Pérez und Ocon, die jedoch ohne weitergehende Konsequenzen blieb.[33]

Beim Großen Preis von Belgien fand sich Pérez wegen eines schlechten Starts nach der ersten Kurve La Source im Pulk wieder, in dem sich auch Ocon befand. Pérez zog nach links und es kam zu einer Berührung zwischen den Teamkollegen. Pérez sagte später dazu, Ocon nicht gesehen zu haben. In Runde 29 lag Pérez durch einen Undercut vor seinem Teamkollegen. Ausgangs von La Source konnte dieser besser beschleunigen und sich neben den Mexikaner setzen. Letzterer zog nach rechts und drückte Ocon damit an die Mauer. Das Fahrzeug von Pérez erlitt einen Reifenschaden, das von Ocon einen gebrochenen Frontflügel.[34] Zur Entfernung der Trümmerteile, die sich auch noch durch die folgende Kurve Eau Rouge zogen, musste das Safety Car auf die Strecke geschickt werden. Beide fuhren zunächst weiter. Zwei Runden vor Schluss gab Pérez das Rennen an der Box auf, Ocon wurde Neunter. Nach dem Rennen sprach Ocon unter anderem auf Twitter davon, dass Pérez zwei Mal versucht habe, ihn umzubringen. Pérez nahm die Schuld für die erste Berührung auf sich, sagte zu der zweiten jedoch, dass auch jeder andere Fahrer seine Linie verteidigt hätte und Ocon zu optimistisch gewesen sei. Force-India-Geschäftsführer Otmar Szafnauer gab allerdings Pérez die Schuld auch für die zweite Berührung.[33] Nachdem man beiden Piloten zunächst mit internen Rennsperren gedroht hatte, kündigte Szafnauer vor dem nächsten Rennen, dem Großen Preis von Italien, an, dass man von nun an darauf fokussiert sei, „die Punkte für das Team zu maximieren und nicht die Positionen der Fahrer.“ Wenn es ein Risiko gebe, zurückzufallen, werde man nicht mehr gegeneinander fahren und möglicherweise auch die Positionen halten.[35] Vor dem Rennen in Italien sprachen Pérez und Ocon davon, sich ausgesprochen zu haben.[34] Bei diesem erreichte Pérez mit dem neunten Platz ebenso wie in den weiteren sieben Saisonrennen die Punkteränge. Bestes Resultat in diesen noch ausstehenden Rennen war ein fünfter Rang beim Großen Preis von Singapur. Ein Podestplatz gelang ihm in diesem Jahr erstmals seit der Saison 2013 nicht.

Mit 100 Punkten belegte Pérez wie im Vorjahr den siebten Platz in der Fahrerwertung und setzte sich teamintern gegen Ocon mit 87 Punkten durch.

2018: Die letzten Rennen für Force IndiaBearbeiten

In der Formel-1-Weltmeisterschaft 2018 gingen Pérez und Ocon erneut für Force India an den Start. Nachdem Pérez, wie schon zwei Jahre zuvor, in den ersten drei Rennen jeweils ohne Punkte geblieben war, fuhr er beim vierten Rennen, dem Großen Preis von Aserbaidschan, als Dritter auf das Podium. Es war seine erste Podiumsplatzierung seit dem Großen Preis von Europa 2016 auf derselben Strecke. Bis einschließlich zum Großen Preis von Frankreich konnte er in vier Rennen nur noch beim Großen Preis von Spanien als Neunter weitere Weltmeisterschaftspunkte erreichen. Es folgten wiederum drei Rennen mit zwei siebten und einem zehnten Platz. Beim letzten Rennen vor der Sommerpause, dem Großen Preis von Ungarn, das zugleich das letzte Rennen von Force India in der Formel-1-Weltmeisterschaft sein sollte, kam er auf dem 14. Platz ins Ziel.

Racing Point (2018–2020)Bearbeiten

2018: Von Force India zu Racing PointBearbeiten

Am Wochenende des Großen Preises von Ungarn erklärte der stellvertretende Force-India-Teamchef Robert Fernley, dass der Rennstall zahlungsunfähig sei und am 27. Juli 2018 Insolvenz angemeldet habe. Die Teilnahme des Teams am Rennen sei deshalb nicht gefährdet.[36] Im August übernahm eine Investorengruppe um den kanadischen Milliardär Lawrence Stroll alle Anteile am Team inklusive seiner Verbindlichkeiten. Stroll ist der Vater des Automobilrennfahrers Lance Stroll, der zu dieser Zeit für Williams an den Start ging.[37] Damit starteten Pérez und Ocon ab dem Großen Preis von Belgien für den neu gegründeten Rennstall Racing Point. Möglich wurde dies durch eine Sondergenehmigung seitens der Fédération Internationale de l’Automobile. Der bisherige Betriebsdirektor Otmar Szafnauer wurde neuer Teamchef, nachdem Fernley den Rennstall verlassen hatte.[38]

Beim Rennen in Belgien, dem ersten für den neuen Rennstall, kam Pérez als Fünfter dann sogleich in den Punkterängen ins Ziel. In den verbliebenen acht Rennen platzierte er sich mit zwei Ausnahmen ebenfalls durchgängig in den Punkterängen. Beim Großen Preis von Singapur kam es unmittelbar nach dem Start einmal mehr zu einer Kollision mit seinem Teamkollegen Ocon. Beim Beschleunigen aus der Kurve drei berührten sich die Fahrzeuge der beiden, wodurch das des Franzosen in die Wand gedrückt wurde. Ocon schied aus, Pérez kam außerhalb der Punkteränge noch als 16. ins Ziel. Der Unfall verursachte eine Safety-Car-Phase. Die Sportkommissare bewerteten den Zwischenfall als normalen Rennunfall. Dementsprechend wurden keine Maßnahmen gegen die beiden Fahrer eingeleitet.[39]

In der Fahrerwertung verlor Pérez am Saisonende zwar einen Platz gegenüber den beiden Vorjahren und wurde Achter der Weltmeisterschaft, schlug mit 62 zu 49 Punkten seinen Teamkollegen Ocon aber ein weiteres Mal.

2019: Wechselhafte Saison mit neuem TeamkollegenBearbeiten

In der Saison 2019 blieb Pérez bei Racing Point. Lance Stroll, der Sohn des Teameigentümers Lawrence Stroll, wurde sein neuer Teamkollege.[40] Nach einem 13. Platz zum Saisonauftakt beim Großen Preis von Australien gewann er beim Großen Preis von Bahrain als Zehnter den ersten Punkt der Saison. Auch beim Großen Preis von China mit dem achten Platz punktete er. Mit dem sechsten Platz erreichte er beim Großen Preis von Aserbaidschan sein bestes Saisonresultat. In den nächsten acht Rennen folgte die bislang längste Phase seiner Grand-Prix-Karriere, in der Pérez rennübergreifend ohne Punkte blieb.

Erst beim Großen Preis von Belgien, bei dem er mit einem weiteren sechsten Platz sein bestes Saisonergebnis einstellte, punktete er wieder. Im restlichen Saisonverlauf gelang es ihm dann wieder kontinuierlich Punkte zu erzielen, jedoch ohne eine Platzierung auf dem Podest. Lediglich beim Großen Preis von Singapur, bei dem er ausschied, verpasste er nach der Sommerpause die Punkteränge. Teamintern setzte er mit 52 zu 21 Punkten gegen Stroll durch und wurde Zehnter der Fahrerwertung.

2020: SARS-CoV-2-Infektion und erster Grand-Prix-SiegBearbeiten

 
Pérez im Racing Point RP20 bei Testfahrten in Barcelona (2020)

Auch in der aufgrund der COVID-19-Pandemie erst im Juli begonnen Saison 2020 bildete Pérez bei Racing Point wieder ein Fahrerduo mit Lance Stroll. Nach zwei sechsten und einem siebten Platz in den ersten drei Rennen, wurde Pérez vor dem Großen Preis von Großbritannien positiv auf das eben für den verspäteten Saisonstart verantwortliche Virus SARS-CoV-2 getestet, womit er für das Rennen ausfiel. Pérez war der erste bekannte Formel-1-Fahrer, der sich mit SARS-CoV-2 infizierte.[41] Auch beim nächsten Rennen, dem Großen Preis des 70-jährigen Jubiläums, musste er aus demselben Grund pausieren. Bei beiden Rennen wurde er von seinem ehemaligen Teamkollegen Nico Hülkenberg vertreten,[42] der im weiteren Saisonverlauf auch noch beim Großen Preis der Eifel für seinen ebenfalls an SARS-CoV-2 erkrankten Teamkollegen Lance Stroll einsprang. Beim Großen Preis von Spanien kehrte Pérez in sein Cockpit zurück.[42] Er erzielte mit dem fünften Rang seine bis dahin beste Platzierung in dieser Saison. Es folgten zwei zehnte Plätze bei den nächsten beiden Rennen. Pérez gab im Vorfeld des Großen Preises der Toskana im September über soziale Medien bekannt, das Team mit Ende der Saison nach sieben gemeinsamen Jahren, bis 2018 unter dem Namen Force India, zu verlassen.[43] Der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel, bis dahin bei der Scuderia Ferrari unter Vertrag, wurde zur Saison 2021 als sein Nachfolger im dann als Werksmannschaft von Aston Martin startenden Team bestätigt.[44]

Nach einem weiteren fünften Platz in der Toskana übertraf er seine bis dahin besten Saisonresultate beim Großen Preis von Russland ebenso wie beim Großen Preis der Eifel jeweils mit dem vierten Platz. Auch beim Großen Preis von Portugal mit dem siebten sowie dem folgenden Großen Preis der Emilia-Romagna mit dem sechsten Platz erreichte er die Punkteränge. Bei letzterem Rennen verpasste er einen Platz auf den Podest durch einen Strategiefehler seines Teams.[45] Beim Großen Preis der Türkei gelang ihm mit dem zweiten Platz hinter Lewis Hamilton erstmals seit dem Großen Preis von Aserbaidschan 2018 wieder eine Podiumsplatzierung und erstmals seit dem Großen Preis von Italien 2012 wieder ein zweiter Platz. Nachdem sich Pérez bis dahin bei jedem Rennen, an dem er in dieser Saison teilgenommen hatte, in den Punkterängen hatte klassifizieren können, lag er beim Großen Preis von Bahrain als Dritter auf Kurs zu einem weiteren Podestplatz, musste aber in der viertletzten Runde des Rennens aufgrund eines Defekts an seinem Fahrzeug, der durch ein elektronisches Problem an der MGU-K-Einheit entstanden war, aufgeben und wurde als 18. gewertet.[45]

Eine Woche später gewann Sergio Pérez den Großen Preis von Sachir, der auf derselben Strecke wie der Große Preis von Bahrain ausgetragen wurde. Es war in seinem 190. Grand-Prix-Rennen der erste Sieg. Dabei war er in der ersten Runde durch einen Unfall ans Ende des Feldes zurückgefallen und profitierte im Rennverlauf von einem Fehler der Mannschaft von Mercedes bei einem Boxenstopp ihres bis dahin führenden Piloten George Russell, der den an SARS-CoV-2 erkrankten Lewis Hamilton an diesem Wochenende vertrat. Bei dem Boxenstopp hatte man an Russells Fahrzeug versehentlich Reifen seines Teamkollegen Valtteri Bottas montiert. Später fiel der Brite durch einen Reifenschaden weiter zurück.[46] Pérez brach damit den Rekord von Mark Webber für die meisten Grand-Prix-Starts bis zum ersten Sieg. Webber hatte bis zu seinem ersten Sieg beim Großen Preis von Deutschland 2009 130 Anläufe benötigt. Er wurde der erste mexikanische Grand-Prix-Sieger seit über 50 Jahren. Als bis dahin einziger Mexikaner hatte der 1971 bei einem Rennunfall tödlich verunglückte Pedro Rodríguez mit dem Großen Preis von Südafrika 1967 und dem Großen Preis von Belgien 1970 zwei Rennen für sich entscheiden können.

In seinem letzten Formel-1-Rennen für Racing Point, dem Großen Preis von Abu Dhabi, schied er aufgrund eines technischen Defekts aus. Pérez belegte am Saisonende in der Fahrerwertung den vierten Platz mit 125 Punkten. Damit übertraf er die siebten Plätze aus den Jahren 2016 und 2017. Seinen Teamkollegen Stroll, der auf dem elften Rang 75 Punkte erzielt hatte, stach er erneut aus. Gemeinsam erreichte man für Racing Point den vierten Platz in der Konstrukteurswertung.

Wenige Tage nach dem Saisonfinale 2020 wurde Pérez von Red Bull Racing als zweiter Fahrer für die Saison 2021 bestätigt. Er wird dort Nachfolger von Alexander Albon und Teamkollege des WM-Dritten von 2019 und 2020, Max Verstappen.[47]

SonstigesBearbeiten

Seit Beginn seiner Karriere wird Pérez vom mexikanischen Telekommunikationskonzern Telmex unterstützt.[48] 2016 unterzeichnete er einen Sponsorenvertrag mit dem Brillenhersteller Hawkers. Nachdem sich Hawkers einige Wochen nach der Unterzeichnung in einem Tweet anlässlich des Sieges von Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2016 negativ über Mexikaner äußerte, löste Pérez den Vertrag mit sofortiger Wirkung auf.[49]

StatistikBearbeiten

KarrierestationenBearbeiten

  • 2015: Formel 1 (Platz 9)
  • 2016: Formel 1 (Platz 7)
  • 2017: Formel 1 (Platz 7)
  • 2018: Formel 1 (Platz 8)
  • 2019: Formel 1 (Platz 10)
  • 2020: Formel 1 (Platz 4)

Einzelergebnisse in der GP2-Asia-SerieBearbeiten

Saison Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Punkte Pos.
2008/09 Barwa International Campos China Volksrepublik  CHN Vereinigte Arabische Emirate  UAE Bahrain  BRN Katar  QAT Malaysia  MAS Bahrain  BRN 26 7.
DNF 7 6 C 8 1 2 1 DNF 6 12 9
2009/10 Barwa Addax Team Vereinigte Arabische Emirate  UAE Vereinigte Arabische Emirate  UAE Bahrain  BRN Bahrain  BRN 5 15.
    12 4 7 17    
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung

Einzelergebnisse in der GP2-SerieBearbeiten

Saison Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 Punkte Pos.
2009 Telmex Arden International Spanien  ESP Monaco  MON Turkei  TUR Vereinigtes Konigreich  GBR Deutschland  GER Ungarn  HUN Europaische Union  EUR Belgien  BEL Italien  ITA Portugal  POR 22 12.
14 17 12 9 DNF 16 4 6 8 20 DNF 16 3 2 DNF 4 DNF DNF DNF 11
2010 Barwa Addax Team Spanien  ESP Monaco  MON Turkei  TUR Spanien  ESP Vereinigtes Konigreich  GBR Deutschland  GER Ungarn  HUN Belgien  BEL Italien  ITA Vereinigte Arabische Emirate  UAE 71 2.
4 DNF 1 6 DSQ 7 11 16 5 1 2 1 3 DNF 7 1 DNF 13 1 DNF
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung

Statistik in der Formel-1-WeltmeisterschaftBearbeiten

Diese Statistik umfasst alle Teilnahmen des Fahrers an der Formel-1-Weltmeisterschaft.

Grand-Prix-SiegeBearbeiten

GesamtübersichtBearbeiten

Stand: Saisonende 2020

Saison Team Chassis Motor Rennen Siege Zweiter Dritter Poles schn.
Rennrunden
Punkte WM-Pos.
2011 Sauber F1 Team Sauber C30 Ferrari 2.4 V8 17 14 16.
2012 Sauber F1 Team Sauber C31 Ferrari 2.4 V8 20 2 1 1 66 10.
2013 Vodafone McLaren Mercedes McLaren MP4-28 Mercedes 2.4 V8 19 1 49 11.
2014 Sahara Force India F1 Team Force India VJM07 Mercedes 1.6 V6 Turbo 18 1 1 59 10.
2015 Sahara Force India F1 Team Force India VJM08 Mercedes 1.6 V6 Turbo 19 1 78 9.
2016 Sahara Force India F1 Team Force India VJM09 Mercedes 1.6 V6 Turbo 21 2 101 7.
2017 Sahara Force India F1 Team Force India VJM10 Mercedes 1.6 V6 Turbo 20 1 100 7.
2018 Sahara Force India F1 Team Force India VJM11 Mercedes 1.6 V6 Turbo 12 1 30 62 8.
Racing Point Force India F1 Team Force India VJM11 Mercedes 1.6 V6 Turbo 9 32
2019 SportPesa Racing Point F1 Team Racing Point RP19 Mercedes 1.6 V6 Turbo 21 52 10.
2020 BWT Racing Point F1 Team Racing Point RP20 Mercedes 1.6 V6 Turbo 15 1 1 125 4.
Gesamt 191 1 3 6 4 706

EinzelergebnisseBearbeiten

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24
2011                                      
DSQ DNF 17 14 9 DNS PO 11 7 11 15 DNF DNF 10 8 16 10 11 13
2012                                        
8 2 11 11 DNF 11 3 9 DNF 6 14 DNF 2 10 DNF 11 DNF 15 11 DNF
2013                                      
11 9 11 6 9 16* 11 20* 8 9 11 12 8 10 15 5 9 7 6
2014                                      
10 DNS 3 9 9 DNF 11* 6 11 10 DNF 8 7 7 10 10 DNF 15 7
2015                                      
10 13 11 8 13 7 11 9 9 DNF 5 6 7 12 3 5 8 12 5
2016                                          
13 16 11 9 7 3 10 3 17* 6 11 10 5 8 8 6 7 8 10 4 8
2017                                        
7 9 7 6 4 13 5 DNF 7 9 8 17* 9 5 6 7 8 7 9 7
2018                                          
11 16 12 3 9 12 14 DNF 7 10 7 14 5 7 16 10 7 8 DNF 10 8
2019                                          
13 10 8 6 15 12 12 12 11 17 DNF 11 6 7 DNF 7 8 7 10 9 7
2020                                  
6 6 7 INJ INJ 5 10 10 5 4 4 7 6 2 18* 1 DNF
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung

WeblinksBearbeiten

Commons: Sergio Pérez – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Sergio Perez / Porträt. Formel1.de, 9. März 2020, abgerufen am 9. Dezember 2020.
  2. a b c d Eric Silbermann: Sergio Perez - On a Mexican wave. F1i.com, 28. Oktober 2015, abgerufen am 9. Dezember 2020.
  3. a b c Sergio Pérez – Portrait, Chronik, Statistik. Motorsport-Magazin.com, abgerufen am 9. Dezember 2020.
  4. a b Sergio Perez im Porträt: Infos und Statistiken. Motorsport-Total.com, abgerufen am 9. Dezember 2020.
  5. „Perez kehrt 2010 zu Addax zurück“ (Motorsport-Total.com am 9. Dezember 2009)
  6. „Sauber: Pérez' erster Tag als Formel-1-Pilot“ (Motorsport-Total.com am 17. November 2010)
  7. a b Offiziell: Sauber 2011 mit Kobayashi und Pérez. Motorsport-Total.com, 4. Oktober 2010, abgerufen am 4. Oktober 2010.
  8. Christian Nimmervoll: Sauber-Neuzugang Pérez wird Ferrari-Kaderfahrer. Motorsport-Total.com, 8. Oktober 2010, abgerufen am 8. Oktober 2010.
  9. Frederik Hackbarth: Im Rennen herausragend - Sauber von Perez tief beeindruckt. Motorsport-Magazin.com, 31. März 2011, abgerufen am 31. März 2011.
  10. Christian Nimmervoll: Heckflügel illegal: Sauber disqualifiziert! Motorsport-Total.com, 27. März 2011, abgerufen am 27. März 2011.
  11. Großer Preis von Malaysia 2011 / Sepang / Rennen. Formel1.de, abgerufen am 7. Dezember 2020.
  12. a b Stefan Ziegler: Unfall im Qualifying: Perez ist bei Bewusstsein. Motorsport-Total.com, 28. Mai 2011, abgerufen am 28. Mai 2011.
  13. Christian Nimmervoll: Keine Knochenbrüche bei Perez. Motorsport-Total.com, 28. Mai 2011, abgerufen am 28. Mai 2011.
  14. Christian Nimmervoll: Perez rechnet mit Comeback in Montreal. Motorsport-Total.com, 29. Mai 2011, abgerufen am 29. Mai 2011.
  15. Perez fühlt sich nicht gut: De la Rosa springt ein. Motorsport-Total.com, 10. Juni 2011, abgerufen am 11. Juni 2011.
  16. Kobayashi, Perez und Gutierrez bleiben - Sauber behält seine Fahrer für 2012. Motorsport-Magazin.com, 28. Juli 2011, abgerufen am 28. Juli 2011.
  17. Großer Preis von Australien 2012 / Melbourne / Rennen / Boxenstopps. Formel1.de, abgerufen am 7. Dezember 2020.
  18. a b Jonathan Noble: Sergio Perez gets Lewis Hamilton’s McLaren seat. Autosport, 28. September 2012, abgerufen am 28. September 2012 (englisch).
  19. Christian Menath: Bleibe McLaren-Fan - Offiziell: Perez geht, Button bleibt. Motorsport-Magazin.com, 13. November 2013, abgerufen am 13. November 2013.
  20. Stefan Ziegler: Perez wechselt als Hülkenberg-Teamkollege zu Force India. Motorsport-Total.com, 12. Dezember 2013, abgerufen am 12. Dezember 2013.
  21. Robert Seiwert: Nummer 13: Ausgerechnet Maldonado - Alle Startnummern fix: Vettel nimmt die 1. Motorsport-Magazin.com, 10. Januar 2014, abgerufen am 12. Januar 2014.
  22. Robert Seiwert: Rosberg auf Papas Spuren - Neue Startnummer-Regel: Wünsch dir was! Motorsport-Magazin.com, 14. Dezember 2013, abgerufen am 12. Januar 2014.
  23. Timo Pape: Perez: Kein Start wegen Schaltproblemen. Motorsport-Total.com, 30. März 2014, abgerufen am 7. Dezember 2020.
  24. a b Dominik Sharaf: Massa & Perez nach dem Crash: Beide wohlauf, einer schuldig. Motorsport-Total.com, 8. Juni 2014, abgerufen am 7. Dezember 2020.
  25. Strafe gegen Perez nach Kanada-Unfall bleibt. Augsburger Allgemeine, 20. Juni 2014, abgerufen am 7. Dezember 2020.
  26. Andreas Haupt: Perez-Überschlag beim Ungarn-Auftakt. Auto, Motor und Sport, 24. Juli 2015, abgerufen am 7. Dezember 2020.
  27. Michael Schmidt: Red Bull hinter Mercedes, aber vor Ferrari. Auto, Motor und Sport, 24. Juli 2015, abgerufen am 7. Dezember 2020.
  28. Norman Fischer: Force India: Perez’ Unfall durch langes Randstein-Räubern. Motorsport-Total.com, 25. Juli 2015, abgerufen am 7. Dezember 2020.
  29. Michael Schmidt: 12 Untersuchungen, 9 Strafen. Auto, Motor und Sport, 29. Juli 2015, abgerufen am 7. Dezember 2020.
  30. Großer Preis von Ungarn 2015 / Budapest / Rennen. Formel1.de, abgerufen am 7. Dezember 2020.
  31. a b Dieter Rencken, Benjamin Horbelt: Sergio Perez: 2016 war mein bisher bestes Jahr. Motorsport-Total.com, 11. Dezember 2016, abgerufen am 7. Dezember 2020.
  32. Andreas Haupt: Perez schießt gegen Ocon. Auto, Motor und Sport, 6. Juli 2017, abgerufen am 7. Dezember 2020.
  33. a b Chris Lugert: Formel 1 Spa: Ocon kritisiert Perez nach Crash heftig. Motorsport-Magazin.com, 27. August 2017, abgerufen am 7. Dezember 2020.
  34. a b Haris Durakovic: Force India: Aussprache zwischen Perez und Ocon nach Ärger in Spa. Motorsport-Magazin.com, 31. August 2017, abgerufen am 7. Dezember 2020.
  35. Haris Durakovic: Perez vs. Ocon: Force India zückt Regelbuch für die Streithähne. Motorsport-Magazin.com, 31. August 2017, abgerufen am 7. Dezember 2020.
  36. Rennstall Force India ist insolvent. Spiegel Sport, 28. Juli 2018, abgerufen am 8. Dezember 2020.
  37. Markus Lüttgens, Scott Mitchell: Team gerettet: Vater von Lance Stroll übernimmt Force India. Motorsport-Total.com, 7. August 2018, abgerufen am 8. Dezember 2020.
  38. Dieter Rencken, Dominik Sharaf: Sondergenehmigung: Force India darf als neues Team starten. Motorsport-Total.com, 23. August 2018, abgerufen am 8. Dezember 2020.
  39. Christian Menath: Formel 1 Singapur, Force-India-Drama: Perez crasht Ocon raus. Motorsport-Magazin.com, 16. September 2018, abgerufen am 19. Dezember 2020.
  40. Norman Fischer: Offiziell: Lance Stroll fährt 2019 für Force India/Racing Point! Motorsport-Total.com, 30. November 2018, abgerufen am 8. Dezember 2020.
  41. Stefan Ehlen: Positiver COVID-19-Test: Sergio Perez hat das Coronavirus! Motorsport-Total.com, 30. Juli 2020, abgerufen am 30. Juli 2020.
  42. a b Norman Fischer: Sergio Perez fährt in Barcelona: Kein drittes Rennen für Hülkenberg. Motorsport-Total.com, 13. August 2020, abgerufen am 14. August 2020.
  43. Stephan Heublein: Formel 1: Sergio Perez verlässt Racing Point - kommt Vettel? Motorsport-Magazin.com, 9. September 2020, abgerufen am 10. September 2020.
  44. Stephan Heublein: Formel 1 2021: Vettel wechselt zu Racing Point/Aston Martin. Motorsport-Magazin.com, 10. September 2020, abgerufen am 7. Dezember 2020.
  45. a b Maria Reyer: Defekt geklärt: Darum wird Perez zum tragischen Helden von Bahrain. Motorsport-Total.com, 29. November 2020, abgerufen am 7. Dezember 2020.
  46. Mercedes-Pannen kosten Russell-Sieg: Perez siegt in Bahrain. Zeit Online, 6. Dezember 2020, abgerufen am 7. Dezember 2020.
  47. Christian Nimmervoll: Sergio Perez und Red Bull in der Formel 1 2021: Jetzt ist es offiziell! Motorsport-Total.com, 18. Dezember 2020, abgerufen am 18. Dezember 2020.
  48. „Nico Hülkenberg wechselt zu Force India“ (Spiegel Online am 25. November 2013)
  49. Nach Trump-Wahl: Sergio Perez trennt sich von Sponsor. Motorsport-Total.com, 10. November 2016, abgerufen am 10. November 2016.