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Der Große Preis von Österreich 2019 (offiziell: Formula 1 myWorld Großer Preis von Österreich 2019) fand am 30. Juni auf dem Red Bull Ring in Spielberg statt und war das neunte Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 2019.

Flag of Austria.svg Großer Preis von Österreich 2019
Renndaten
9. von 21 Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 2019
Streckenprofil
Name: Formula 1 myWorld Großer Preis von Österreich 2019
Datum: 30. Juni 2019
Ort: Spielberg
Kurs: Red Bull Ring
Länge: 307,02 km in 71 Runden à 4,326 km

Pole-Position
Fahrer: MonacoMonaco Charles Leclerc ItalienItalien Ferrari
Zeit: 1:03,003 min
Schnellste Runde
Fahrer: NiederlandeNiederlande Max Verstappen OsterreichÖsterreich Red Bull Racing-Honda
Zeit: 1:07,475 min (Runde 60)
Podium
Erster: NiederlandeNiederlande Max Verstappen OsterreichÖsterreich Red Bull Racing-Honda
Zweiter: MonacoMonaco Charles Leclerc ItalienItalien Ferrari
Dritter: FinnlandFinnland Valtteri Bottas DeutschlandDeutschland Mercedes-AMG Petronas Motorsport

BerichtBearbeiten

HintergründeBearbeiten

Nach dem Großen Preis von Frankreich führte Lewis Hamilton in der Fahrerwertung mit 36 Punkten vor Valtteri Bottas und mit 76 Punkten vor Sebastian Vettel. In der Konstrukteurswertung führte Mercedes mit 140 Punkten vor Ferrari und mit 201 Punkten vor Red Bull Racing.

Beim Großen Preis von Österreich stellte Pirelli den Fahrern die Reifenmischungen P Zero Hard (weiß, Mischung C2), P Zero Medium (gelb, C3) und P Zero Soft (rot, C4), sowie für Nässe Cinturato Intermediates (grün) und Cinturato Full-Wets (blau) zur Verfügung.

Mit Hamilton, Max Verstappen und Bottas (jeweils einmal) nahmen drei ehemalige Sieger an diesem Grand Prix teil.

Rennkommissare waren Silvia Bellot (ESP), Walter Jobst (AUT), Tom Kristensen (DNK) und Nish Shetty (SGP).

Freies TrainingBearbeiten

Im ersten freien Training fuhr Hamilton mit einer Rundenzeit von 1:04,838 Minuten die Bestzeit vor Vettel und Valtteri Bottas. Das Training wurde wenige Minuten vor Schluss abgebrochen, nachdem Nico Hülkenberg nach dem Überfahren der Randsteine einen Teil seines Frontflügels verloren hatte.[1]

Im zweiten freien Training war Charles Leclerc in 1:05,086 Minuten Schnellster vor Bottas und Pierre Gasly. Das Training wurde nach Unfällen von Verstappen und Bottas zweimal kurzzeitig unterbrochen.[2]

Im dritten freien Training fuhr Leclerc mit einer Rundenzeit von 1:03,987 Minuten die Bestzeit vor Hamilton und Bottas.

QualifyingBearbeiten

Das Qualifying bestand aus drei Teilen mit einer Nettolaufzeit von 45 Minuten. Im ersten Qualifying-Segment (Q1) hatten die Fahrer 18 Minuten Zeit, um sich für das Rennen zu qualifizieren. Alle Fahrer, die im ersten Abschnitt eine Zeit erzielten, die maximal 107 Prozent der schnellsten Rundenzeit betrug, qualifizierten sich für den Grand Prix. Die besten 15 Fahrer erreichten den nächsten Teil. Verstappen war Schnellster. Die beiden Williams-Piloten, Daniil Kwjat und beide Racing-Point-Fahrer schieden aus.

Der zweite Abschnitt (Q2) dauerte 15 Minuten. Die schnellsten zehn Piloten qualifizierten sich für den dritten Teil des Qualifyings. Bottas, Hamilton und Verstappen qualifizierten sich auf der Medium-Mischung, alle anderen Fahrer auf der Soft-Mischung. Leclerc war Schnellster. Carlos Sainz jr., die Renault-Piloten, Alexander Albon und Romain Grosjean schieden aus.

Der finale Abschnitt (Q3) ging über eine Zeit von zwölf Minuten, in denen die ersten zehn Startpositionen vergeben wurden. Vettel konnte wegen eines technischen Problems an seinem Fahrzeug an diesem Segment nicht teilnehmen und blieb ohne Zeit. Leclerc fuhr mit einer Rundenzeit von 1:03,003 Minuten die Bestzeit vor Hamilton und Verstappen. Es war die zweite Pole-Position für Leclerc in der Formel-1-Weltmeisterschaft nach dem Großen Preis von Bahrain 2019 und die schnellste jemals auf dieser Rennstrecke erzielte Rundenzeit.

Hamilton und George Russell wurde um drei Positionen nach hinten versetzt, da sie im Qualifying andere Piloten behindert hatten. Hülkenberg wurde um fünf Positionen nach hinten versetzt, da er den vierten Verbrennungsmotor in dieser Saison verwendete, erlaubt waren maximal drei. Magnussen wurde ebenfalls um fünf Positionen nach hinten versetzt, da das Getriebe an seinem Wagen vorzeitig gewechselt wurde. Albon und Sainz wurden ans Ende des Feldes rückversetzt, da sie in dieser Saison mehr Komponenten der Antriebseinheit als erlaubt verwendet hatten.

RennenBearbeiten

Leclerc bleib beim Start in Führung, dahinter verlor Verstappen mehrere Plätze und fiel auf Platz sieben zurück. Lando Norris ging kurzzeitig an Hamilton vorbei, verlor die Position während der ersten Runde jedoch wieder. Am Ende der ersten Runde führte Leclerc vor Bottas, Hamilton, Räikkönen, Norris, Vettel, Verstappen, Gasly, Antonio Giovinazzi und Sergio Pérez.

Vettel und Verstappen gingen nacheinander an Norris und Räikkönen vorbei. An der Spitze setzte sich Leclerc ab und führte nach zehn Runden mit rund drei Sekunden Vorsprung auf Bottas, der einen fast identisch großen Vorsprung auf Hamilton hatte. Magnussen erhielt eine Durchfahrtstrafe, da er beim Start nicht korrekt auf seiner Startposition gestanden hatte.

Norris verkürzte den Rückstand auf Räikkönen auf und ging in Runde 14 vorbei. Auch Gasly schloss auf Räikkönen auf, kam jedoch nicht vorbei. Bottas ging am Ende von Runde 21 zum Reifenwechsel an die Box und wechselte auf Hard. Vettel reagierte darauf und fuhr ebenfalls an die Box, es lagen jedoch noch keine frischen Reifen für ihn bereit. Er musste warten, bis die Mechaniker die Reifen geholt hatten und fiel so hinter Räikkönen und Gasly zurück.

Eine Runde später wechselte Leclerc auf Hard und kam auf Platz drei liegend wieder auf die Strecke zurück. Räikkönen wechselte eine weitere Runde später ebenfalls auf Hard. Gasly und Norris wechselten in Runde 25 gleichzeitig, Norris auf Medium, Gasly auf Hard. Die Reihenfolge zwischen beiden blieb dabei unverändert. Hamilton führte vor Verstappen, die beide noch nicht an der Box gewesen waren. Dahinter lagen Leclerc, Bottas, Vettel, Pérez, Sainz, Daniel Ricciardo, Norris und Albon.

Pérez wechselte in Runde 29 seine Reifen und fiel auf Platz 13 zurück. Eine Runde später wechselte auch Hamilton in Führung liegend auf Hard, außerdem erhielt er einen neuen Frontflügel. Er fiel hinter Vettel auf Platz fünf zurück. Eine weitere Runde später stoppte Verstappen, er blieb vor Hamilton, obwohl er zuvor sechs Sekunden Rückstand gehabt hatte.

Gasly ging in Runde 32 an Räikkönen vorbei und lag nun auf Platz neun. Norris und Gasly liefen auf Ricciardo auf. Norris überholte ihn in Runde 41, Gasly ging drei Runden später ebenfalls vorbei. Sainz wechselte in Runde 41 auf Medium. Verstappen fuhr mehrfach hintereinander die bis dahin schnellste Runde des Rennens und holte auf Vettel auf.

In Runde 46 wechselte Ricciardo auf Soft. Verstappen setzte Vettel unter Druck, dieser verteidigte sich jedoch mehrfach. In Runde 50 überholte Verstappen Vettel schließlich und war nun Dritter. Vettel fuhr daraufhin an die Box und wechselte auf Soft, er fiel hinter Hamilton auf den fünften Platz zurück.

Verstappen holte in den folgenden Runden auf Bottas auf. Er meldete seinem Team jedoch über Funk, dass er Leistung verliere. Dennoch ging er in Runde 56 an Bottas vorbei. Anschließend fuhr er erneut mehrfach die bis dahin schnellste Rennrunde und verkürzte so den Rückstand auf Leclerc. In Runde 66 lag er erstmals in Schlagdistanz, Leclerc verteidigte die Führung jedoch. Verstappen griff eine Runde später wieder an, Leclerc verteidigte sich erneut. In Runde 69 ging er dann vorbei, dabei berührten sich die Fahrzeuge jedoch und Verstappen schob Leclerc von der Strecke. Vettel ging in Runde 70 an Hamilton vorbei.

Verstappen gewann das Rennen vor Leclerc und Bottas. Es war der erste Sieg von Verstappen seit dem Großen Preis von Mexiko 2018. Außerdem war es der erste Sieg eines Fahrzeugs mit Honda-Motor seit dem Großen Preis von Ungarn 2006, als Jenson Button im Honda-Werksteam gewann. Leclerc erzielte sein bis dahin bestes Ergebnis in der Formel-1-Weltmeisterschaft. Die restlichen Punkteplatzierungen belegten Vettel, Hamilton, Norris, Gasly, Sainz, Räikkönen und Giovinazzi. Da Verstappen zudem die schnellste Rennrunde erzielt hatte, erhielt er einen Sonderpunkt.

In der Gesamtwertung blieb Hamilton vor Bottas, Verstappen war nun Dritter. In der Konstrukteurswertung blieben die ersten drei Plätze unverändert.

MeldelisteBearbeiten

KlassifikationenBearbeiten

QualifyingBearbeiten

Pos. Fahrer Konstrukteur Q1 Q2 Q3 Start
01 Monaco  Charles Leclerc Italien  Ferrari 1:04,138 1:03,459 1:03,003 01
02 Vereinigtes Konigreich  Lewis Hamilton[# 1] Deutschland  Mercedes 1:03,818 1:03,803 1:03,262 04
03 Niederlande  Max Verstappen Osterreich  Red Bull Racing-Honda 1:03,807 1:03,835 1:03,439 02
04 Finnland  Valtteri Bottas Deutschland  Mercedes 1:04,084 1:03,863 1:03,537 03
05 Danemark  Kevin Magnussen[# 2] Vereinigte Staaten  Haas-Ferrari 1:04,778 1:04,466 1:04,072 10
06 Vereinigtes Konigreich  Lando Norris Vereinigtes Konigreich  McLaren-Renault 1:04,361 1:04,211 1:04,099 05
07 Finnland  Kimi Räikkönen Schweiz  Alfa Romeo Racing-Ferrari 1:04,615 1:04,222 1:04,166 06
08 Italien  Antonio Giovinazzi Schweiz  Alfa Romeo Racing-Ferrari 1:04,450 1:04,285 1:04,179 07
09 Frankreich  Pierre Gasly Osterreich  Red Bull Racing-Honda 1:04,412 1:04,167 1:04,199 08
10 Deutschland  Sebastian Vettel Italien  Ferrari 1:04,340 1:03,667 keine Zeit 09
11 Frankreich  Romain Grosjean Vereinigte Staaten  Haas-Ferrari 1:04,552 1:04,491 11
12 Deutschland  Nico Hülkenberg[# 3] Frankreich  Renault 1:04,733 1:04,516 15
13 Thailand  Alexander Albon[# 4] Italien  Scuderia Toro Rosso-Honda 1:04,708 1:04,665 19
14 Australien  Daniel Ricciardo Frankreich  Renault 1:04,647 1:04,790 12
15 Spanien  Carlos Sainz jr.[# 5] Vereinigtes Konigreich  McLaren-Renault 1:04,453 1:13,601 18
16 Mexiko  Sergio Pérez Vereinigtes Konigreich  Racing Point-BWT Mercedes 1:04,789 13
17 Kanada  Lance Stroll Vereinigtes Konigreich  Racing Point-BWT Mercedes 1:04,832 14
18 Russland  Daniil Kwjat Italien  Scuderia Toro Rosso-Honda 1:05,324 16
19 Vereinigtes Konigreich  George Russell[# 6][# 7] Vereinigtes Konigreich  Williams-Mercedes 1:05,904 Box
20 Polen  Robert Kubica Vereinigtes Konigreich  Williams-Mercedes 1:06,206 17
107-Prozent-Zeit: 1:08,273 min (bezogen auf Q1-Bestzeit von 1:03,807 min)
Anmerkungen
  1. Hamilton wurde um drei Startplätze nach hinten versetzt, da er Räikkönen in Q1 behindert hatte.
  2. Magnussen wurde wegen eines vorzeitigen Getriebewechsels um fünf Startplätze nach hinten versetzt.
  3. Hülkenberg wurde wegen der Verwendung von zu vielen Teilen der Antriebseinheit in dieser Saison um fünf Startplätze nach hinten versetzt.
  4. Albon wurde wegen der Verwendung von zu vielen Teilen der Antriebseinheit in dieser Saison ans Ende des Feldes versetzt.
  5. Sainz wurde wegen der Verwendung von zu vielen Teilen der Antriebseinheit in dieser Saison ans Ende des Feldes versetzt.
  6. Russell wurde um drei Startplätze nach hinten versetzt, da er Kwjat in Q1 behindert hatte.
  7. Russell musste aus der Boxengasse starten, da an seinem Fahrzeug unter Parc-fermé-Bedingungen gearbeitet wurde.
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Renn-Ergebnis
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WeblinksBearbeiten

  Commons: 2019 Austrian Grand Prix – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ergebnisse des 1. freien Training. Abgerufen am 28. Juni 2019.
  2. Ergebnisse des 2. freien Trainings. Abgerufen am 28. Juni 2019.