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Der Große Preis von Singapur 2019 (offiziell Formula 1 Singapore Airlines Singapore Grand Prix 2019) fand am 22. September auf dem Marina Bay Street Circuit in Singapur statt und war das fünfzehnte Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 2019.

Flag of Singapore.svg Großer Preis von Singapur 2019
Renndaten
15. von 21 Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 2019
Streckenprofil
Name: Formula 1 Singapore Airlines Singapore Grand Prix 2019
Datum: 22. September 2019
Ort: Singapur
Kurs: Marina Bay Street Circuit
Länge: 308,843 km in 61 Runden à 5,063 km

Pole-Position
Fahrer: MonacoMonaco Charles Leclerc ItalienItalien Ferrari
Zeit: 1:36,217 min
Schnellste Runde
Fahrer: DanemarkDänemark Kevin Magnussen Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Haas-Ferrari
Zeit: 1:42.301 min (Runde 58)
Podium
Erster: DeutschlandDeutschland Sebastian Vettel ItalienItalien Ferrari
Zweiter: MonacoMonaco Charles Leclerc ItalienItalien Ferrari
Dritter: NiederlandeNiederlande Max Verstappen OsterreichÖsterreich Red Bull Racing-Honda

BerichteBearbeiten

HintergründeBearbeiten

Nach dem Großen Preis von Italien führte Lewis Hamilton in der Fahrerwertung mit 63 Punkten vor Valtteri Bottas und mit 99 Punkten vor Max Verstappen. In der Konstrukteurswertung führte Mercedes mit 154 Punkten vor Ferrari und mit 239 Punkten vor Red Bull Racing.

Beim Großen Preis von Singapur stellte Pirelli den Fahrern die Reifenmischungen P Zero Hard (weiß, Mischung C3), P Zero Medium (gelb, C4) und P Zero Soft (rot, C5), sowie für Nässe Cinturato Intermediates (grün) und Cinturato Full-Wets (blau) zur Verfügung.

Sebastian Vettel (neun), Lance Stroll (sieben), Daniel Ricciardo, Verstappen (jeweils fünf), Antonio Giovinazzi (vier), Romain Grosjean, Kevin Magnussen (jeweils drei), Hamilton, Daniil Kwjat, Carlos Sainz jr. (jeweils zwei), Alexander Albon, Pierre Gasly, Sergio Pérez und George Russell (jeweils einer) gingen mit Strafpunkten ins Rennwochenende.

Mit Hamilton und Vettel (jeweils viermal) traten zwei ehemalige Sieger zu diesem Grand Prix an.

Rennkommissare waren Tim Mayer (USA), Mika Salo (FIN), Nish Shetty (SIN) und Vincenzo Spano (VEN).

Freies TrainingBearbeiten

Im ersten freien Training war Verstappen mit einer Rundenzeit von 1:40,259 Minuten Schnellster vor Vettel und Hamilton. Das Training wurde nach einem Unfall von Bottas kurzzeitig unterbrochen.[1]

Im zweiten freien Training fuhr Hamilton mit einer Rundenzeit von 1:38,773 Minuten die Bestzeit vor Verstappen und Vettel.[2]

Im dritten freien Training war Charles Leclerc mit einer Rundenzeit von 1:38,192 Minuten Schnellster vor Hamilton und Vettel. Das Training wurde nach einem Unfall von Pérez kurzzeitig unterbrochen.[3]

QualifyingBearbeiten

Das Qualifying bestand aus drei Teilen mit einer Nettolaufzeit von 45 Minuten. Im ersten Qualifying-Segment (Q1) hatten die Fahrer 18 Minuten Zeit, um sich für das Rennen zu qualifizieren. Alle Fahrer, die im ersten Abschnitt eine Zeit erzielten, die maximal 107 Prozent der schnellsten Rundenzeit betrug, qualifizierten sich für den Grand Prix. Die besten 15 Fahrer erreichten den nächsten Teil. Bottas war Schnellster. Die Williams-Fahrer, Grosjean, Stroll und Kwjat schieden aus.

Der zweite Abschnitt (Q2) dauerte 15 Minuten. Die zehn schnellsten Piloten qualifizierten sich für den dritten Teil des Qualifyings und mussten mit den hier verwendeten Reifen das Rennen starten, alle übrigen Piloten hatten freie Reifenwahl für den Rennstart. Leclerc war Schnellster. Magnussen, die Alfa-Romeo-Piloten, Gasly und Pérez schieden aus.

Der finale Abschnitt (Q3) ging über eine Zeit von zwölf Minuten, in denen die ersten zehn Startpositionen vergeben wurden. Leclerc fuhr mit einer Rundenzeit von 1:36,217 Minuten die Bestzeit vor Hamilton und Vettel. Es war die fünfte Pole-Position für Leclerc in der Formel-1-Weltmeisterschaft, davon die dritte in Folge.

Pérez wurde wegen eines vorzeitigen Getriebewechsels nach seinem Unfall im dritten freien Training um fünf Startplätze nach hinten versetzt. Ricciardo wurde nachträglich aus der Wertung des Qualifyings genommen, da an der MGU-K seines Fahrzeugs der maximal zulässige Energiestrom überschritten worden war.[4] Obwohl das Team argumentierte, dass es sich um eine kurzzeitige Überschreitung des Limits von 120 kW handelte, die nicht zu einem Vorteil führte, entschieden die Rennkommissare, Ricciardo zu disqualifizieren. Er wurde jedoch zum Start des Rennens zugelassen, da er im freien Training ausreichend schnelle Rundenzeiten gefahren war.

RennenBearbeiten

Vettel gewann das Rennen vor Leclerc und Verstappen. Es war der 53. Sieg für Vettel in der Formel-1-Weltmeisterschaft, davon der fünfte in Singapur und der erste seit dem Großen Preis von Belgien 2018. Für Ferrari war es der erste Doppelsieg seit dem Großen Preis von Ungarn 2017, zudem war es der erste Doppelsieg eines Konstrukteurs in Singapur. Die restlichen Punkteplatzierungen belegten Hamilton, Bottas, Albon, Lando Norris, Gasly, Nico Hülkenberg und Giovinazzi. Da Magnussen die schnellste Rennrunde erzielt hatte, jedoch außerhalb der ersten Zehn ins Ziel kam, erhielt kein Fahrer den zusätzlichen Punkt.

In der Fahrerwertung baute Hamilton seine Führung gegenüber Bottas aus, Leclerc war nun Dritter. In der Konstrukteurswertung blieben die ersten drei Plätze unverändert.

MeldelisteBearbeiten

KlassifikationenBearbeiten

QualifyingBearbeiten

Pos. Fahrer Konstrukteur Q1 Q2 Q3 Start
01 Monaco  Charles Leclerc Italien  Ferrari 1:38,014 1:36,650 1:36,217 01
02 Vereinigtes Konigreich  Lewis Hamilton Deutschland  Mercedes 1:37,565 1:36,933 1:36,408 02
03 Deutschland  Sebastian Vettel Italien  Ferrari 1:38,374 1:36,720 1:36,437 03
04 Niederlande  Max Verstappen Osterreich  Red Bull Racing-Honda 1:38,540 1:37,089 1:36,813 04
05 Finnland  Valtteri Bottas Deutschland  Mercedes 1:37,317 1:37,142 1:37,146 05
06 Thailand  Alexander Albon Osterreich  Red Bull Racing-Honda 1:39,106 1:37,865 1:37,411 06
07 Spanien  Carlos Sainz jr. Vereinigtes Konigreich  McLaren-Renault 1:38,882 1:37,982 1:37,818 07
08 Deutschland  Nico Hülkenberg Frankreich  Renault 1:39,001 1:38,580 1:38,264 08
09 Vereinigtes Konigreich  Lando Norris Vereinigtes Konigreich  McLaren-Renault 1:38,606 1:37,572 1:38,329 09
10 Mexiko  Sergio Pérez[A 1] Vereinigtes Konigreich  Racing Point-BWT Mercedes 1:39,909 1:38,620 15
11 Italien  Antonio Giovinazzi Schweiz  Alfa Romeo Racing-Ferrari 1:39,272 1:38,697 10
12 Frankreich  Pierre Gasly Italien  Scuderia Toro Rosso-Honda 1:39,085 1:38,699 11
13 Finnland  Kimi Räikkönen Schweiz  Alfa Romeo Racing-Ferrari 1:39,454 1:38,858 12
14 Danemark  Kevin Magnussen Vereinigte Staaten  Haas-Ferrari 1:39,942 1:39,650 13
15 Russland  Daniil Kwjat Italien  Scuderia Toro Rosso-Honda 1:39,957 14
16 Kanada  Lance Stroll Vereinigtes Konigreich  Racing Point-BWT Mercedes 1:39,979 16
17 Frankreich  Romain Grosjean Vereinigte Staaten  Haas-Ferrari 1:40,277 17
18 Vereinigtes Konigreich  George Russell Vereinigtes Konigreich  Williams-Mercedes 1:40,867 18
19 Polen  Robert Kubica Vereinigtes Konigreich  Williams-Mercedes 1:41,186 19
107-Prozent-Zeit: 1:44,129 min (bezogen auf Q1-Bestzeit von 1:37,317 min)
DSQ Australien  Daniel Ricciardo[A 2] Frankreich  Renault 1:39,362 1:38,399 1:38,095 20
Anmerkungen
  1. Pérez wurde wegen eines vorzeitigen Getriebewechsels um fünf Startplätze nach hinten versetzt.
  2. Ricciardo wurde nachträglich aus der Wertung des Qualifyings genommen, da an der MGU-K seines Fahrzeugs der maximal zulässige Energiestrom überschritten worden war. Ihm wurde erlaubt, vom Ende des Feldes zu starten.

RennenBearbeiten

Pos. Fahrer Konstrukteur Runden Stopps Zeit Start Schnellste Runde
01 Deutschland  Sebastian Vettel Italien  Ferrari 68 1 1:58:33,667 03
02 Monaco  Charles Leclerc Italien  Ferrari 68 1 + 2,641 01
03 Niederlande  Max Verstappen Osterreich  Red Bull Racing-Honda 68 1 + 3,821 04
04 Vereinigtes Konigreich  Lewis Hamilton Deutschland  Mercedes 68 1 + 4,608 02
05 Finnland  Valtteri Bottas Deutschland  Mercedes 68 1 + 6,119 05
06 Thailand  Alexander Albon Osterreich  Red Bull Racing-Honda 68 1 + 11,663 06
07 Vereinigtes Konigreich  Lando Norris Vereinigtes Konigreich  McLaren-Renault 68 1 + 14,769 09
08 Frankreich  Pierre Gasly Italien  Scuderia Toro Rosso-Honda 68 1 + 15,547 11
09 Deutschland  Nico Hülkenberg Frankreich  Renault 68 2 + 16,718 08
10 Italien  Antonio Giovinazzi Schweiz  Alfa Romeo Racing-Ferrari 68 2 + 17,855 10
11 Frankreich  Romain Grosjean Vereinigte Staaten  Haas-Ferrari 68 2 + 35,436 17
12 Spanien  Carlos Sainz jr. Vereinigtes Konigreich  McLaren-Renault 68 2 + 35,974 07
13 Kanada  Lance Stroll Vereinigtes Konigreich  Racing Point-BWT Mercedes 68 3 + 36,419 16
14 Australien  Daniel Ricciardo Frankreich  Renault 68 1 + 37,660 20
15 Russland  Daniil Kwjat Italien  Scuderia Toro Rosso-Honda 68 2 + 38,178 14
16 Polen  Robert Kubica Vereinigtes Konigreich  Williams-Mercedes 68 2 + 47,024 19
17 Danemark  Kevin Magnussen Vereinigte Staaten  Haas-Ferrari 68 2 + 1:26,522 13
Finnland  Kimi Räikkönen Schweiz  Alfa Romeo Racing-Ferrari 50 1 DNF 12
Mexiko  Sergio Pérez Vereinigtes Konigreich  Racing Point-BWT Mercedes 43 1 DNF 15
Vereinigtes Konigreich  George Russell Vereinigtes Konigreich  Williams-Mercedes 35 1 DNF 18

WM-Stände nach dem RennenBearbeiten

Die ersten zehn des Rennens bekommen 25, 18, 15, 12, 10, 8, 6, 4, 2 bzw. 1 Punkt(e). Zusätzlich gibt es einen Punkt für die schnellste Rennrunde, sofern der Fahrer unter den ersten Zehn landet.

FahrerwertungBearbeiten

Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte
01 Vereinigtes Konigreich  Lewis Hamilton Mercedes 296
02 Finnland  Valtteri Bottas Mercedes 231
03 Monaco  Charles Leclerc Ferrari 200
04 Niederlande  Max Verstappen Red Bull Racing-Honda 200
05 Deutschland  Sebastian Vettel Ferrari 194
06 Frankreich  Pierre Gasly Red Bull Racing-Honda
Scuderia Toro Rosso-Honda
69
07 Spanien  Carlos Sainz jr. McLaren-Renault 58
08 Thailand  Alexander Albon Scuderia Toro Rosso-Honda
Red Bull Racing-Honda
42
09 Australien  Daniel Ricciardo Renault 34
10 Russland  Daniil Kwjat Scuderia Toro Rosso-Honda 33
Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte
11 Deutschland  Nico Hülkenberg Renault 33
12 Vereinigtes Konigreich  Lando Norris McLaren-Renault 31
13 Finnland  Kimi Räikkönen Alfa Romeo Racing-Ferrari 31
14 Mexiko  Sergio Pérez Racing Point-BWT Mercedes 27
15 Kanada  Lance Stroll Racing Point-BWT Mercedes 19
16 Danemark  Kevin Magnussen Haas-Ferrari 18
17 Frankreich  Romain Grosjean Haas-Ferrari 8
18 Italien  Antonio Giovinazzi Alfa Romeo Racing-Ferrari 4
19 Polen  Robert Kubica Williams-Mercedes 1
20 Vereinigtes Konigreich  George Russell Williams-Mercedes 0

KonstrukteurswertungBearbeiten

Pos. Konstrukteur Punkte
1 Deutschland  Mercedes 527
2 Italien  Ferrari 394
3 Osterreich  Red Bull Racing-Honda 289
4 Vereinigtes Konigreich  McLaren-Renault 89
5 Frankreich  Renault 67
Pos. Konstrukteur Punkte
06 Italien  Scuderia Toro Rosso-Honda 55
07 Vereinigtes Konigreich  Racing Point-BWT Mercedes 46
08 Schweiz  Alfa Romeo Racing-Ferrari 35
09 Vereinigte Staaten  Haas-Ferrari 26
10 Vereinigtes Konigreich  Williams-Mercedes 1

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Christian Nimmervoll: Formel 1 Singapur 2019: Valtteri Bottas crasht beim Auftakt! Motorsport-Total.com, 20. September 2019, abgerufen am 20. September 2019.
  2. Christian Nimmervoll: Formel 1 Singapur 2019: Hamilton dominiert Freitag beim "Night-Race". Motorsport-Total.com, 20. September 2019, abgerufen am 21. September 2019.
  3. Christian Nimmervoll: Formel 1 Singapur 2019: Hamilton trotz Ferrari-Bestzeit Favorit. Motorsport-Total.com, 21. September 2019, abgerufen am 21. September 2019.
  4. Christian Nimmervoll: Illegales Hybridsystem: Daniel Ricciardo vom Quali ausgeschlossen. Motorsport-Total.com, 21. September 2019, abgerufen am 21. September 2019.