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Der Große Preis von Brasilien 2019 (offiziell Formula 1 Heineken Grande Prêmio do Brasil 2019) fand am 17. November auf dem Autódromo José Carlos Pace in São Paulo statt und war das zwanzigste Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 2019.

Flag of Brazil.svg Großer Preis von Brasilien 2019
Renndaten
20. von 21 Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 2019
Streckenprofil
Name: Formula 1 Heineken Grande Prêmio do Brasil 2019
Datum: 17. November 2019
Ort: São Paulo
Kurs: Autódromo José Carlos Pace
Länge: 305,909 km in 71 Runden à 4,309 km

Pole-Position
Fahrer: NiederlandeNiederlande Max Verstappen OsterreichÖsterreich Red Bull Racing-Honda
Zeit: 1:07,508 min
Schnellste Runde
Fahrer: FinnlandFinnland Valtteri Bottas DeutschlandDeutschland Mercedes
Zeit: 1:10,698 min (Runde 43)
Podium
Erster: NiederlandeNiederlande Max Verstappen OsterreichÖsterreich Red Bull Racing-Honda
Zweiter: FrankreichFrankreich Pierre Gasly ItalienItalien Scuderia Toro Rosso-Honda
Dritter: SpanienSpanien Carlos Sainz jr. Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren-Renault

BerichtBearbeiten

HintergründeBearbeiten

Nach dem Großen Preis der USA stand Lewis Hamilton mit 67 Punkten Vorsprung auf Valtteri Bottas als Fahrerweltmeister fest. Bottas stand seinerseits als Vizeweltmeister fest, Charles Leclerc lag als Dritter 132 Punkte zurück. In der Konstrukteurswertung standen die ersten drei Positionen bereits fest, hier führte Mercedes mit 216 Punkten vor Ferrari und mit 329 Punkten vor Red Bull Racing.

Beim Großen Preis von Brasilien stellte Pirelli den Fahrern die Reifenmischungen P Zero Hard (weiß, Mischung C1), P Zero Medium (gelb, C2) und P Zero Soft (rot, C3), sowie für Nässe Cinturato Intermediates (grün) und Cinturato Full-Wets (blau) zur Verfügung.

Sebastian Vettel (sieben), Daniil Kwjat, Daniel Ricciardo (jeweils fünf), Antonio Giovinazzi, Kevin Magnussen, Max Verstappen (jeweils vier), Lance Stroll (drei), Romain Grosjean, Hamilton, Leclerc, Kimi Räikkönen (jeweils zwei), Alexander Albon, Pierre Gasly, Sergio Pérez, George Russell und Carlos Sainz jr. (jeweils einer) gingen mit Strafpunkten ins Rennwochenende.

Mit Vettel (dreimal), Hamilton (zweimal) und Räikkönen (einmal) traten drei ehemalige Sieger zu diesem Grand Prix an.

Freies TrainingBearbeiten

Das erste freie Training fand unter wechselnden Wetterbedingungen statt. Während es zu Beginn regnete, trocknete die Strecke gegen Ende des Trainings teilweise ab. Albon war mit einer Rundenzeit von 1:16,142 Minuten Schnellster vor Bottas und Leclerc, verursachte allerdings mit einem Unfall auch den vorzeitigen Abbruch des Trainings.[1]

Im zweiten freien Training, welches auf trockener Strecke stattfand, fuhr Vettel mit einer Rundenzeit von 1:09,217 Minuten die Bestzeit vor Leclerc und Verstappen. Das Training wurde wegen eines Unfalls von Robert Kubica kurzzeitig unterbrochen.[2]

Im dritten freien Training war Hamilton in 1:08,320 Minuten Schnellster vor Verstappen und Leclerc.[3]

QualifyingBearbeiten

Das Qualifying bestand aus drei Teilen mit einer Nettolaufzeit von 45 Minuten. Im ersten Qualifying-Segment (Q1) hatten die Fahrer 18 Minuten Zeit, um sich für das Rennen zu qualifizieren. Alle Fahrer, die im ersten Abschnitt eine Zeit erzielten, die maximal 107 Prozent der schnellsten Rundenzeit betrug, qualifizierten sich für den Grand Prix. Die besten 15 Fahrer erreichten den nächsten Teil. Verstappen war Schnellster. Sainz erzielte wegen eines technischen Problems an seinem Wagen keine Rundenzeit und qualifizierte sich nicht für den Grand Prix. Neben ihm schieden die beiden Williams-Piloten, Stroll und Kwjat aus.

Der zweite Abschnitt (Q2) dauerte 15 Minuten. Die zehn schnellsten Piloten qualifizierten sich für den dritten Teil des Qualifyings und mussten mit den hier verwendeten Reifen das Rennen starten, alle übrigen Piloten hatten freie Reifenwahl für den Rennstart. Leclerc fuhr seine Rundenzeit auf der Medium-Mischung, alle übrigen Piloten auf der Soft-Mischung. Verstappen war erneut Schnellster. Pérez, die Renault-Piloten, Giovinazzi und Lando Norris schieden aus.

Der finale Abschnitt (Q3) ging über eine Zeit von zwölf Minuten, in denen die ersten zehn Startpositionen vergeben wurden. Verstappen fuhr mit einer Rundenzeit von 1:07,508 Minuten die Bestzeit vor Vettel und Hamilton. Es war die zweite Pole-Position für Verstappen in der Formel-1-Weltmeisterschaft nach dem Großen Preis von Ungarn 2019.

Leclerc wurde wegen der Verwendung des vierten Verbrennungsmotors in dieser Saison um zehn Startplätze nach hinten versetzt.

RennenBearbeiten

Verstappen gewann das Rennen vor Gasly und Sainz. Es war der achte Sieg für Verstappen in der Formel-1-Weltmeisterschaft. Gasly und Sainz erzielten jeweils ihre erste Podestplatzierung. Die Scuderia Toro Rosso erzielte ihre zweite Podestplatzierung der Saison, McLaren die erste seit dem Großen Preis von Australien 2014. Die restlichen Punkteplatzierungen belegten Räikkönen, Giovinazzi, Ricciardo, Hamilton, Norris, Pérez und Kwjat. Da Bottas die schnellste Rennrunde erzielt hatte, jedoch nicht ins Ziel gekommen war, erhielt kein Fahrer den zusätzlichen Punkt.

Hamilton, der ursprünglich als Dritter ins Ziel gekommen war, wurde für das Verursachen einer Kollision mit Albon nachträglich mit einer Zeitstrafe von fünf Sekunden belegt, außerdem erhielt er zwei Strafpunkte.[4]

In der Fahrerwertung standen die ersten beiden Positionen bereits vor dem Rennen fest, Verstappen war nun wieder Dritter. In der Konstrukteurswertung standen die ersten drei Positionen ebenfalls bereits vor dem Rennen fest.

MeldelisteBearbeiten

Team Nr. Fahrer Chassis Motor Reifen
Deutschland  Mercedes-AMG Petronas Motorsport 44 Vereinigtes Konigreich  Lewis Hamilton Mercedes-AMG F1 W10 EQ Power+ Mercedes-AMG F1 M10 EQ Power+ P
77 Finnland  Valtteri Bottas
Italien  Scuderia Ferrari 05 Deutschland  Sebastian Vettel Ferrari SF90 Ferrari 064 P
16 Monaco  Charles Leclerc
Osterreich  Aston Martin Red Bull Racing 33 Niederlande  Max Verstappen Red Bull Racing RB15 Honda RA619H P
23 Thailand  Alexander Albon
Frankreich  Renault F1 Team 03 Australien  Daniel Ricciardo Renault R.S.19 Renault E-Tech 19 P
27 Deutschland  Nico Hülkenberg
Vereinigte Staaten  Haas F1 Team 08 Frankreich  Romain Grosjean Haas VF-19 Ferrari 064 P
20 Danemark  Kevin Magnussen
Vereinigtes Konigreich  McLaren F1 Team 55 Spanien  Carlos Sainz jr. McLaren MCL34 Renault E-Tech 19 P
04 Vereinigtes Konigreich  Lando Norris
Vereinigtes Konigreich  SportPesa Racing Point F1 Team 11 Mexiko  Sergio Pérez Racing Point RP19 BWT Mercedes P
18 Kanada  Lance Stroll
Schweiz  Alfa Romeo Racing 07 Finnland  Kimi Räikkönen Alfa Romeo Racing C38 Ferrari 064 P
99 Italien  Antonio Giovinazzi
Italien  Red Bull Toro Rosso Honda 26 Russland  Daniil Kwjat Scuderia Toro Rosso STR14 Honda RA619H P
10 Frankreich  Pierre Gasly
Vereinigtes Konigreich  ROKiT Williams Racing 40 Kanada  Nicholas Latifi[# 1] Williams FW42 Mercedes-AMG F1 M10 EQ Power+ P
63 Vereinigtes Konigreich  George Russell
88 Polen  Robert Kubica[# 1]
Anmerkungen
  1. a b Latifi bestritt das erste freie Training im Williams mit der Startnummer 40. Kubica übernahm das Fahrzeug anschließend für das restliche Wochenende mit seiner Startnummer 88.

KlassifikationenBearbeiten

QualifyingBearbeiten

Pos. Fahrer Konstrukteur Q1 Q2 Q3 Start
01 Niederlande  Max Verstappen Osterreich  Red Bull Racing-Honda 1:08,242 1:07,503 1:07,508 01
02 Deutschland  Sebastian Vettel Italien  Ferrari 1:08,556 1:08,050 1:07,631 02
03 Vereinigtes Konigreich  Lewis Hamilton Deutschland  Mercedes 1:08,614 1:08,088 1:07,699 03
04 Monaco  Charles Leclerc[A 1] Italien  Ferrari 1:08,496 1:07,888 1:07,728 14
05 Finnland  Valtteri Bottas Deutschland  Mercedes 1:08,545 1:08,232 1:07,874 04
06 Thailand  Alexander Albon Osterreich  Red Bull Racing-Honda 1:08,504 1:08,117 1:07,935 05
07 Frankreich  Pierre Gasly Italien  Scuderia Toro Rosso-Honda 1:08,909 1:08,770 1:08,837 06
08 Frankreich  Romain Grosjean Vereinigte Staaten  Haas-Ferrari 1:09,197 1:08,705 1:08,854 07
09 Finnland  Kimi Räikkönen Schweiz  Alfa Romeo Racing-Ferrari 1:09,276 1:08,858 1:08,984 08
10 Danemark  Kevin Magnussen Vereinigte Staaten  Haas-Ferrari 1:08,875 1:08,803 1:09,037 09
11 Vereinigtes Konigreich  Lando Norris Vereinigtes Konigreich  McLaren-Renault 1:08,891 1:08,868 10
12 Australien  Daniel Ricciardo Frankreich  Renault 1:09,086 1:08,903 11
13 Italien  Antonio Giovinazzi Schweiz  Alfa Romeo Racing-Ferrari 1:09,175 1:08,913 12
14 Deutschland  Nico Hülkenberg Frankreich  Renault 1:09,050 1:08,921 13
15 Mexiko  Sergio Pérez Vereinigtes Konigreich  Racing Point-BWT Mercedes 1:09,288 1:09,035 15
16 Russland  Daniil Kwjat Italien  Scuderia Toro Rosso-Honda 1:09,320 16
17 Kanada  Lance Stroll Vereinigtes Konigreich  Racing Point-BWT Mercedes 1:09,536 17
18 Vereinigtes Konigreich  George Russell Vereinigtes Konigreich  Williams-Mercedes 1:10,126 18
19 Polen  Robert Kubica Vereinigtes Konigreich  Williams-Mercedes 1:10,614 19
107-Prozent-Zeit: 1:13,019 min (bezogen auf Q1-Bestzeit von 1:08,242 min)
20 Spanien  Carlos Sainz jr.[A 2] Vereinigtes Konigreich  McLaren-Renault keine Zeit 20
Anmerkungen
  1. Leclerc wurde für die Verwendung des vierten Verbrennungsmotors in dieser Saison um zehn Startplätze nach hinten versetzt.
  2. Obwohl er sich nicht qualifiziert hatte, wurde Sainz erlaubt, das Rennen vom Ende des Feldes aus zu starten, da er im freien Training ausreichend schnell gewesen war.

WM-Stände nach dem RennenBearbeiten

Die ersten zehn des Rennens bekamen 25, 18, 15, 12, 10, 8, 6, 4, 2 bzw. 1 Punkt(e). Zusätzlich hätte es einen Punkt für die schnellste Rennrunde gegeben, wenn der Fahrer unter den ersten Zehn gelandet wäre.

FahrerwertungBearbeiten

Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte
01 Vereinigtes Konigreich  Lewis Hamilton Mercedes 387
02 Finnland  Valtteri Bottas Mercedes 314
03 Niederlande  Max Verstappen Red Bull Racing-Honda 260
04 Monaco  Charles Leclerc Ferrari 249
05 Deutschland  Sebastian Vettel Ferrari 230
06 Frankreich  Pierre Gasly Red Bull Racing-Honda
Scuderia Toro Rosso-Honda
95
07 Spanien  Carlos Sainz jr. McLaren-Renault 95
08 Thailand  Alexander Albon Scuderia Toro Rosso-Honda
Red Bull Racing-Honda
84
09 Australien  Daniel Ricciardo Renault 54
10 Mexiko  Sergio Pérez Racing Point-BWT Mercedes 46
Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte
11 Vereinigtes Konigreich  Lando Norris McLaren-Renault 45
12 Finnland  Kimi Räikkönen Alfa Romeo Racing-Ferrari 43
13 Deutschland  Nico Hülkenberg Renault 37
14 Russland  Daniil Kwjat Scuderia Toro Rosso-Honda 35
15 Kanada  Lance Stroll Racing Point-BWT Mercedes 21
16 Danemark  Kevin Magnussen Haas-Ferrari 20
17 Italien  Antonio Giovinazzi Alfa Romeo Racing-Ferrari 14
18 Frankreich  Romain Grosjean Haas-Ferrari 8
19 Polen  Robert Kubica Williams-Mercedes 1
20 Vereinigtes Konigreich  George Russell Williams-Mercedes 0

KonstrukteurswertungBearbeiten

Pos. Konstrukteur Punkte
1 Deutschland  Mercedes 701
2 Italien  Ferrari 479
3 Osterreich  Red Bull Racing-Honda 391
4 Vereinigtes Konigreich  McLaren-Renault 140
5 Frankreich  Renault 91
Pos. Konstrukteur Punkte
06 Italien  Scuderia Toro Rosso-Honda 83
07 Vereinigtes Konigreich  Racing Point-BWT Mercedes 67
08 Schweiz  Alfa Romeo Racing-Ferrari 57
09 Vereinigte Staaten  Haas-Ferrari 28
10 Vereinigtes Konigreich  Williams-Mercedes 1

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Christian Nimmervoll: Formel 1 Brasilien 2019: Albon Schnellster, Albon crasht. Motorsport-Total.com, 15. November 2019, abgerufen am 15. November 2019.
  2. Christian Nimmervoll: Formel 1 Brasilien 2019: Ferrari schlägt nach Vorwürfen zurück! Motorsport-Total.com, 15. November 2019, abgerufen am 16. November 2019.
  3. Christian Nimmervoll: Formel 1 Brasilien 2019: Hat Ferrari am Freitag nur geblufft? Motorsport-Total.com, 16. November 2019, abgerufen am 16. November 2019.
  4. Heiko Stritzke: 5-Sekunden-Strafe gegen Lewis Hamilton nach Albon-Abschuss. Motorsport-Total.com, 17. November 2019, abgerufen am 17. November 2019.