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Der Große Preis von Belgien 2019 (offiziell Formula 1 Johnnie Walker Belgian Grand Prix 2019) fand am 1. September auf dem Circuit de Spa-Francorchamps in Spa statt und war das dreizehnte Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 2019.

Flag of Belgium (civil).svg Großer Preis von Belgien 2019
Renndaten
13. von 21 Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 2019
Streckenprofil
Name: Formula 1 Johnnie Walker Belgian Grand Prix 2019
Datum: 1. September 2019
Ort: Spa
Kurs: Circuit de Spa-Francorchamps
Länge: 308,052 km in 44 Runden à 7,004 km

Pole-Position
Fahrer: MonacoMonaco Charles Leclerc ItalienItalien Ferrari
Zeit: 1:42,519 min
Schnellste Runde
Fahrer: DeutschlandDeutschland Sebastian Vettel ItalienItalien Ferrari
Zeit: 1:46,309 min (Runde 36)
Podium
Erster: MonacoMonaco Charles Leclerc ItalienItalien Ferrari
Zweiter: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lewis Hamilton DeutschlandDeutschland Mercedes
Dritter: FinnlandFinnland Valtteri Bottas DeutschlandDeutschland Mercedes

BerichtBearbeiten

HintergründeBearbeiten

Nach dem Großen Preis von Ungarn führte Lewis Hamilton in der Fahrerwertung mit 62 Punkten vor Valtteri Bottas und mit 69 Punkten vor Max Verstappen. In der Konstrukteurswertung führte Mercedes mit 150 Punkten vor Ferrari und mit 194 Punkten vor Red Bull Racing.

Beim Großen Preis von Belgien stellte Pirelli den Fahrern die Reifenmischungen P Zero Hard (weiß, Mischung C1), P Zero Medium (gelb, C2) und P Zero Soft (rot, C3), sowie für Nässe Cinturato Intermediates (grün) und Cinturato Full-Wets (blau) zur Verfügung.

In der Sommerpause kam es zu einem Fahrertausch zwischen Red Bull Racing und der Scuderia Toro Rosso: Alexander Albon ersetzte ab diesem Grand Prix Pierre Gasly bei Red Bull Racing, Gasly nahm im Gegenzug Albons Platz bei der Scuderia Toro Rosso ein.[1]

Verstappen (sieben), Sebastian Vettel (sechs), Romain Grosjean, Daniel Ricciardo, Lance Stroll (jeweils fünf), Antonio Giovinazzi, Sergio Pérez (jeweils vier), Kevin Magnussen (drei), Hamilton, Daniil Kwjat, Carlos Sainz jr. (jeweils zwei), Gasly und George Russell (jeweils einer) gingen mit Strafpunkten ins Rennwochenende.

Mit Kimi Räikkönen (viermal), Hamilton, Vettel (jeweils dreimal) und Ricciardo (einmal) traten vier ehemalige Sieger zu diesem Grand Prix an.

Freies TrainingBearbeiten

Im ersten freien Training fuhr Vettel mit einer Rundenzeit von 1:44,574 Minuten die Bestzeit vor Charles Leclerc und Verstappen.[2]

Im zweiten freien Training war Leclerc mit einer Rundenzeit von 1:44,123 Minuten Schnellster vor Vettel und Bottas. Das Training wurde kurz vor dem Ende abgebrochen, nachdem Pérez mit einem technischen Defekt am Streckenrand stehenblieb.[3]

Im dritten freien Training war Leclerc erneut Schnellster, diesmal mit einer Rundenzeit von 1:44,206 Minuten. Zweiter wurde abermals Vettel vor Bottas. Das Training wurde nach einem Unfall von Hamilton kurzzeitig unterbrochen.[4]

QualifyingBearbeiten

Das Qualifying bestand aus drei Teilen mit einer Nettolaufzeit von 45 Minuten. Im ersten Qualifying-Segment (Q1) hatten die Fahrer 18 Minuten Zeit, um sich für das Rennen zu qualifizieren. Alle Fahrer, die im ersten Abschnitt eine Zeit erzielten, die maximal 107 Prozent der schnellsten Rundenzeit betrug, qualifizierten sich für den Grand Prix. Die besten 15 Fahrer erreichten den nächsten Teil. Leclerc war Schnellster. Robert Kubica setzte wegen eines technischen Problems keine Rundenzeit und qualifizierte sich nicht für den Grand Prix. Neben ihm schieden Russell, die beiden Scuderia-Toro-Rosso-Piloten und Sainz aus. Der Abschnitt wurde rund eine Minute vor dem Ende abgebrochen, nachdem Giovinazzi sein Fahrzeug mit einem technischen Defekt am Streckenrand abstellte.

Der zweite Abschnitt (Q2) dauerte 15 Minuten. Die schnellsten zehn Piloten qualifizierten sich für den dritten Teil des Qualifyings und mussten mit den hier verwendeten Reifen das Rennen starten, alle übrigen Piloten hatten freie Reifenwahl für den Rennstart. Leclerc war erneut Schnellster. Giovinazzi nahm nach dem technischen Defekt an seinem Fahrzeug an diesem Abschnitt nicht teil. Neben ihm schieden Albon, Stroll, Lando Norris und Grosjean aus.

Der finale Abschnitt (Q3) ging über eine Zeit von zwölf Minuten, in denen die ersten zehn Startpositionen vergeben wurden. Leclerc fuhr mit einer Rundenzeit von 1:42,519 Minuten die Bestzeit vor Vettel und Hamilton. Es war die dritte Pole-Position für Leclerc in der Formel-1-Weltmeisterschaft.

Sainz wurde wegen der Verwendung des fünften Verbrennungsmotors in dieser Saison um fünf Startplätze nach hinten versetzt. Albon wurde wegen der Verwendung des vierten Verbrennungsmotors, des vierten Turboladers, der vierten MGU-H, der dritten MGU-K, des dritten Energiespeichers und der dritten Kontrollelektronik in dieser Saison ans Ende des Feldes rückversetzt. Kwjat wurde wegen der Verwendung des fünften Verbrennungsmotors, des fünften Turboladers, der fünften MGU-H und der vierten MGU-K in dieser Saison ans Ende des Feldes rückversetzt. Wegen eines vorzeitigen Getriebewechsels erhielt er eine weitere Rückversetzung um fünf Startplätze. Nico Hülkenberg wurde wegen der Verwendung des sechsten Verbrennungsmotors in dieser Saison um fünf Positionen nach hinten versetzt. Stroll wurde wegen der Verwendung des vierten Verbrennungsmotors, des vierten Turboladers und der vierten MGU-H und der vierten MGU-K in dieser Saison ans Ende des Feldes rückversetzt. Ricciardo wurde wegen der Verwendung des fünften Verbrennungsmotors in dieser Saison um fünf Positionen nach hinten versetzt.

Nach dem Qualifying verunglückte im Hauptrennen der FIA-Formel-2-Meisterschaft der Renault-Nachwuchspilot Anthoine Hubert bei einem Unfall tödlich. Mehrere Teams und Fahrer brachen daraufhin Medientermine und weitere Veranstaltungen ab oder sagten noch anstehende Termine für den Abend ab.[5]

RennenBearbeiten

Leclerc gewann das Rennen vor Hamilton und Bottas. Es war der erste Sieg für Leclerc und zugleich der erste Sieg eines monegassischen Fahrers in der Formel-1-Weltmeisterschaft. Für Ferrari war es der erste Sieg seit dem Großen Preis der USA 2018. Die restlichen Punkteplatzierungen belegten Vettel, Albon, Pérez, Kwjat, Hülkenberg, Gasly und Stroll. Da Vettel die schnellste Rennrunde erzielte, erhielt er einen zusätzlichen Punkt.

In der Fahrer- und Konstrukteurswertung blieben die ersten drei Positionen unverändert.

MeldelisteBearbeiten

Team Nr. Fahrer Chassis Motor Reifen
Deutschland  Mercedes-AMG Petronas Motorsport 44 Vereinigtes Konigreich  Lewis Hamilton Mercedes-AMG F1 W10 EQ Power+ Mercedes-AMG F1 M10 EQ Power+ P
77 Finnland  Valtteri Bottas
Italien  Scuderia Ferrari 05 Deutschland  Sebastian Vettel Ferrari SF90 Ferrari 064 P
16 Monaco  Charles Leclerc
Osterreich  Aston Martin Red Bull Racing 33 Niederlande  Max Verstappen Red Bull Racing RB15 Honda RA619H P
23 Thailand  Alexander Albon
Frankreich  Renault F1 Team 03 Australien  Daniel Ricciardo Renault R.S.19 Renault E-Tech 19 P
27 Deutschland  Nico Hülkenberg
Vereinigte Staaten  Rich Energy Haas F1 Team 08 Frankreich  Romain Grosjean Haas VF-19 Ferrari 064 P
20 Danemark  Kevin Magnussen
Vereinigtes Konigreich  McLaren F1 Team 55 Spanien  Carlos Sainz jr. McLaren MCL34 Renault E-Tech 19 P
04 Vereinigtes Konigreich  Lando Norris
Vereinigtes Konigreich  SportPesa Racing Point F1 Team 11 Mexiko  Sergio Pérez Racing Point RP19 BWT Mercedes P
18 Kanada  Lance Stroll
Schweiz  Alfa Romeo Racing 07 Finnland  Kimi Räikkönen Alfa Romeo Racing C38 Ferrari 064 P
99 Italien  Antonio Giovinazzi
Italien  Red Bull Toro Rosso Honda 26 Russland  Daniil Kwjat Scuderia Toro Rosso STR14 Honda RA619H P
10 Frankreich  Pierre Gasly
Vereinigtes Konigreich  ROKiT Williams Racing 63 Vereinigtes Konigreich  George Russell[# 1] Williams FW42 Mercedes-AMG F1 M10 EQ Power+ P
88 Polen  Robert Kubica
40 Kanada  Nicholas Latifi[# 1]
  1. a b Der Williams mit der Startnummer 40 wurde im ersten freien Training für Latifi eingesetzt. Russell übernahm das Fahrzeug anschließend für das restliche Rennwochenende mit seiner Startnummer 63.

KlassifikationenBearbeiten

QualifyingBearbeiten

Pos. Fahrer Konstrukteur Q1 Q2 Q3 Start
01 Monaco  Charles Leclerc Italien  Ferrari 1:43,587 1:42,938 1:42,519 01
02 Deutschland  Sebastian Vettel Italien  Ferrari 1:44,109 1:43,037 1:43,267 02
03 Vereinigtes Konigreich  Lewis Hamilton Deutschland  Mercedes 1:45,260 1:43,592 1:43,282 03
04 Finnland  Valtteri Bottas Deutschland  Mercedes 1:45,141 1:43,980 1:43,415 04
05 Niederlande  Max Verstappen Osterreich  Red Bull Racing-Honda 1:44,622 1:44,132 1:43,690 05
06 Australien  Daniel Ricciardo[# 1] Frankreich  Renault 1:45,560 1:44,103 1:44,257 10
07 Deutschland  Nico Hülkenberg[# 2] Frankreich  Renault 1:45,899 1:44,549 1:44,542 12
08 Finnland  Kimi Räikkönen Schweiz  Alfa Romeo Racing-Ferrari 1:45,842 1:44,140 1:44,557 06
09 Mexiko  Sergio Pérez Vereinigtes Konigreich  Racing Point-BWT Mercedes 1:45,732 1:44,707 1:44,706 07
10 Danemark  Kevin Magnussen Vereinigte Staaten  Haas-Ferrari 1:45,839 1:44,738 1:45,086 08
11 Frankreich  Romain Grosjean Vereinigte Staaten  Haas-Ferrari 1:45,694 1:44,797 09
12 Vereinigtes Konigreich  Lando Norris Vereinigtes Konigreich  McLaren-Renault 1:46,154 1:44,847 11
13 Kanada  Lance Stroll[# 3] Vereinigtes Konigreich  Racing Point-BWT Mercedes 1:46,000 1:45,047 17
14 Thailand  Alexander Albon[# 4] Osterreich  Red Bull Racing-Honda 1:45,528 1:45,799 18
15 Italien  Antonio Giovinazzi Schweiz  Alfa Romeo Racing-Ferrari 1:45,637 keine Zeit 13
16 Frankreich  Pierre Gasly Italien  Scuderia Toro Rosso-Honda 1:46,435 14
17 Spanien  Carlos Sainz jr.[# 5] Vereinigtes Konigreich  McLaren-Renault 1:46,507 16
18 Russland  Daniil Kwjat[# 6][# 7] Italien  Scuderia Toro Rosso-Honda 1:46,518 19
19 Vereinigtes Konigreich  George Russell Vereinigtes Konigreich  Williams-Mercedes 1:47,548 15
107-Prozent-Zeit: 1:50,838 min (bezogen auf Q1-Bestzeit von 1:43,587 min)
20 Polen  Robert Kubica[# 8] Vereinigtes Konigreich  Williams-Mercedes keine Zeit 20
Anmerkungen
  1. Ricciardo wurde wegen der Verwendung des fünften Verbrennungsmotors in dieser Saison um fünf Positionen nach hinten versetzt.
  2. Hülkenberg wurde wegen der Verwendung des sechsten Verbrennungsmotors in dieser Saison um fünf Positionen nach hinten versetzt.
  3. Stroll wurde wegen der Verwendung des vierten Verbrennungsmotors, des vierten Turboladers und der vierten MGU-H und der vierten MGU-K in dieser Saison ans Ende des Feldes rückversetzt.
  4. Albon wurde wegen der Verwendung des vierten Verbrennungsmotors, des vierten Turboladers, der vierten MGU-H, der dritten MGU-K, des dritten Energiespeichers und der dritten Kontrollelektronik in dieser Saison ans Ende des Feldes rückversetzt.
  5. Sainz wurde wegen der Verwendung des fünften Verbrennungsmotors in dieser Saison um fünf Positionen nach hinten versetzt.
  6. Kwjat wurde wegen der Verwendung des fünften Verbrennungsmotors, des fünften Turboladers, der fünften MGU-H und der vierten MGU-K in dieser Saison ans Ende des Feldes rückversetzt.
  7. Kwjat wurde wegen eines vorzeitigen Getriebewechsels um fünf Positionen nach hinten versetzt.
  8. Obwohl er sich nicht qualifiziert hatte, wurde Kubica erlaubt, das Rennen vom Ende des Feldes aus zu starten, da er im freien Training ausreichend schnell gewesen war.
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Ergebnis des Rennens
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WM-Stände nach dem RennenBearbeiten

Die ersten zehn des Rennens bekamen 25, 18, 15, 12, 10, 8, 6, 4, 2 bzw. 1 Punkt(e). Zusätzlich gab es einen Punkt für die schnellste Rennrunde, da der Fahrer unter den ersten Zehn landete.

FahrerwertungBearbeiten

Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte
01 Vereinigtes Konigreich  Lewis Hamilton Mercedes 268
02 Finnland  Valtteri Bottas Mercedes 203
03 Niederlande  Max Verstappen Red Bull Racing-Honda 181
04 Deutschland  Sebastian Vettel Ferrari 169
05 Monaco  Charles Leclerc Ferrari 157
06 Frankreich  Pierre Gasly Red Bull Racing-Honda
Scuderia Toro Rosso-Honda
65
07 Spanien  Carlos Sainz jr. McLaren-Renault 58
08 Russland  Daniil Kwjat Scuderia Toro Rosso-Honda 33
09 Finnland  Kimi Räikkönen Alfa Romeo Racing-Ferrari 31
10 Thailand  Alexander Albon Scuderia Toro Rosso-Honda
Red Bull Racing-Honda
26
Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte
11 Vereinigtes Konigreich  Lando Norris McLaren-Renault 24
12 Australien  Daniel Ricciardo Renault 22
13 Mexiko  Sergio Pérez Racing Point-BWT Mercedes 21
14 Deutschland  Nico Hülkenberg Renault 21
15 Kanada  Lance Stroll Racing Point-BWT Mercedes 19
16 Danemark  Kevin Magnussen Haas-Ferrari 18
17 Frankreich  Romain Grosjean Haas-Ferrari 8
18 Italien  Antonio Giovinazzi Alfa Romeo Racing-Ferrari 1
19 Polen  Robert Kubica Williams-Mercedes 1
20 Vereinigtes Konigreich  George Russell Williams-Mercedes 0

KonstrukteurswertungBearbeiten

Pos. Konstrukteur Punkte
1 Deutschland  Mercedes 471
2 Italien  Ferrari 326
3 Osterreich  Red Bull Racing-Honda 254
4 Vereinigtes Konigreich  McLaren-Renault 82
5 Italien  Scuderia Toro Rosso-Honda 51
Pos. Konstrukteur Punkte
06 Frankreich  Renault 43
07 Vereinigtes Konigreich  Racing Point-BWT Mercedes 40
08 Schweiz  Alfa Romeo Racing-Ferrari 32
09 Vereinigte Staaten  Haas-Ferrari 26
10 Vereinigtes Konigreich  Williams-Mercedes 1

WeblinksBearbeiten

  Commons: 2019 Belgian Grand Prix – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Red Bull Racing Formula One Team: ALEX JOINS THE TEAM. Abgerufen am 12. August 2019.
  2. Christian Nimmervoll: Formel 1 Spa 2019: Starker Einstand von Albon bei Red Bull. In: Motorsport-Total.com. Abgerufen am 30. August 2019.
  3. Christian Nimmervoll: Formel 1 Spa 2019: Charles Leclerc fährt Freitagsbestzeit. In: Motorsport-Total.com. Abgerufen am 30. August 2019.
  4. Christian Nimmervoll: Formel 1 Spa 2019: Lewis Hamilton crasht im Abschlusstraining! In: Motorsport-Total.com. Abgerufen am 31. August 2019.
  5. Christian Nimmervoll: Tod von Anthoine Hubert: Anteilnahme der Formel-1-Stars. Motorsport-Total.com, 31. August 2019, abgerufen am 1. September 2019.