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Dietrich Mateschitz

österreichischer Erfinder und Anteilseigner von Red Bull

Dietrich Mateschitz (* 20. Mai 1944 in Sankt Marein im Mürztal, Steiermark), auch bekannt als Didi Mateschitz, ist ein österreichischer Unternehmer und Milliardär. Er hielt bis 2019 über die Distribution & Marketing GmbH 49 Prozent der Anteile der Red Bull GmbH. Mit einem geschätzten Vermögen von 23 Milliarden US-Dollar, Stand Forbes Liste The World’s Billionaires 2018,[1] ist Mateschitz der mit Abstand reichste Österreicher.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Mateschitz ist Absolvent der Hochschule für Welthandel in Wien. Danach war er unter anderem als Handelsvertreter für Jacobs Kaffee und den Zahnpastahersteller Blendax im Marketing tätig. 1984 gründete er zusammen mit seinen thailändischen Partnern Chaleo und Chalerm Yoovidhya die Red Bull GmbH. Nach einer Abwandlung der Rezeptur des thailändischen Krating Daeng und der Entwicklung eines Marketingkonzepts wurde Red Bull 1987 im Markt eingeführt. In der Folgezeit wurde das Getränk zum Weltmarktführer bei Energydrinks. Red Bull ist die bekannteste österreichische Weltmarke.

Über das Privatleben von Dietrich Mateschitz ist wenig bekannt. Er hat einen 1993 geborenen Sohn.[2]

Mateschitz als FördererBearbeiten

Mateschitz’ Leidenschaft gehört den Flugzeugen, die er auch sammelt. Seine Flying Bulls setzt er auch als Werbeträger ein. Für seine Flugzeuge ließ er in seiner Wahlheimat Salzburg den von Architekt Volkmar Burgstaller geplanten Hangar-7 errichten. Mateschitz gilt als Marketingspezialist. Sein Unternehmen ist bekannt für kreative Werbung und tritt zudem als Sponsor vieler Extremsportarten und -veranstaltungen wie dem Red Bull Dolomitenmann sowie Red Bull Stratos auf.

Gemeinsam mit dem österreichischen Bundesheer gab es Pläne, in Zeltweg (Steiermark) eine Aviatik-Akademie zu errichten. Diese Pläne sind mittlerweile gescheitert.

Seit 2002 übernimmt Mateschitz die Ausfallhaftung für die Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Salzburg.

2004 gründete Mateschitz mit seinem Freund Heinz Kinigadner die Stiftung Wings for Life, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Querschnittlähmung heilbar zu machen.[3]

Im Jahr 2012 wurde bekannt, dass Mateschitz 70 Millionen Euro für die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) zu spenden beabsichtigte. Es ist die bis dato drittgrößte Privatspende in der Geschichte Europas. Von den 70 Millionen flossen 20 in die Errichtung eines Querschnitt- und Geweberegenerationszentrum am Bildungscampus „Competence Park“ in Salzburg. Seit 2013 fließen von den restlichen 50 Millionen bis 2023 jährlich 5 Millionen an die PMU für die Rückenmarks-Forschung. Dazu kommen seit 2009 jährlich 350.000 Euro für diverse Forschungsprojekte. Laut PMU gäbe es ohne Mateschitz die Universität nicht. Auch die Umwandlung des LKH in eine Universitätsklinik wäre ohne ihn nicht möglich gewesen.[4][5]

„Ibiza-Affäre“Bearbeiten

In einem im Juli 2017 heimlich gefilmten Video, das im Mai 2019 dem Spiegel und der Süddeutschen Zeitung zugespielt wurde, behauptet der damalige FPÖ-Parteivorsitzende Heinz-Christian Strache, dass Milliardäre wie René Benko, Gaston Glock, Dietrich Mateschitz und Heidi Horten sowie der Glücksspielkonzern Novomatic über einen Tarnverein der FPÖ unter Verletzung der Parteienfinanzierung in Österreich für den Wahlkampf der FPÖ spenden würden. Alle im Video als Spender genannten Personen und Firmen bestritten noch am selben Tag die Vorgänge.[6][7]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. The 2018 complete list of world's billionaires by nation
  2. Bilanz.ch: Gespräch Dietrich Mateschitz: «Das Original ist das Mass aller Dinge»
  3. Wings for Life, abgerufen am 11. Oktober 2015.
  4. „‚Vision Selbstheilung‘ bei Querschnittslähmung“ (derstandard.at am 5. Februar 2012)
  5. Salzburg im Zeichen des roten Bullen: Wie Red Bull das Land veränderte (Memento vom 11. November 2017 im Internet Archive)
  6. ORF at/Agenturen red: Deutsche Medien: Heimliche Aufnahmen belasten Strache. 17. Mai 2019, abgerufen am 27. Mai 2019.
  7. Enthüllungen von SPIEGEL und "Süddeutsche": Bundeskanzler Kurz will sich zu Strache-Skandal äußern. In: Spiegel Online. 18. Mai 2019 (spiegel.de [abgerufen am 27. Mai 2019]).