Dietrich Mateschitz

österreichischer Erfinder und Anteilseigner von Red Bull

Dietrich „Didi“ Mateschitz (* 20. Mai 1944 in Sankt Marein im Mürztal, Steiermark) ist ein österreichischer Unternehmer und Milliardär. Er ist Miteigentümer der Red Bull GmbH und mit einem geschätzten Vermögen von 16,5 Milliarden US-Dollar der reichste Österreicher.

Herkunft und AusbildungBearbeiten

Mateschitz ist Absolvent der Hochschule für Welthandel in Wien. Danach war er unter anderem als Handelsvertreter für Jacobs Kaffee und den Zahnpastahersteller Blendax im Marketing tätig. 1984 gründete er zusammen mit der thailändischen Unternehmerfamilie Yoovidhya die Red Bull GmbH. Nach einer Abwandlung der Rezeptur des thailändischen Krating Daeng und der Entwicklung eines Marketingkonzepts wurde Red Bull 1987 im Markt eingeführt. In der Folgezeit wurde das Getränk zum Weltmarktführer bei Energydrinks. Mateschitz gilt als Marketingspezialist, sein Unternehmen ist bekannt für kreative Werbung. Zudem sammelt er Flugzeuge, die er als sogenannte „Flying Bulls“ auch als Werbeträger einsetzt. Für seine Flugzeuge ließ er in seiner Wahlheimat Salzburg den von Architekt Volkmar Burgstaller geplanten Hangar-7 errichten.

Red Bull ist die bekannteste österreichische Weltmarke.

FamilieBearbeiten

Über das Privatleben von Dietrich Mateschitz ist wenig bekannt. Mateschitz' einziges Kind ist sein 1993 geborener Sohn Mark Mateschitz.[1][2][3][4]

VermögenBearbeiten

Mateschitz ist mit 49 Prozent an der Red Bull GmbH beteiligt. Sein Vermögen beträgt laut der Forbes-Liste The World’s Billionaires von 2020 16,5 Milliarden US-Dollar, womit er der reichste Österreicher ist und weltweit Platz 57 belegt.[5]

Gesellschaftliches EngagementBearbeiten

Mateschitz tritt als Sponsor von zahlreichen Extremsportarten und -veranstaltungen wie dem Red Bull Dolomitenmann sowie Red Bull Stratos auf. 2004 gründete Mateschitz mit seinem Freund Heinz Kinigadner die Stiftung Wings for Life, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Querschnittlähmung heilbar zu machen.[6]

Im Jahr 2012 wurde bekannt, dass Mateschitz 70 Millionen Euro für die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) zu spenden beabsichtigte. Es ist die bis dato drittgrößte Privatspende in der Geschichte Europas. Von den 70 Millionen flossen 20 in die Errichtung eines Querschnitt- und Geweberegenerationszentrums am Bildungscampus „Competence Park“ in Salzburg. Seit 2013 fließen von den restlichen 50 Millionen bis 2023 jährlich 5 Millionen an die PMU für die Rückenmarks-Forschung. Dazu kommen seit 2009 jährlich 350.000 Euro für diverse Forschungsprojekte. Laut Aussage der Klinik wäre die Umwandlung des LKH in eine Universitätsklinik ohne diese Spende nicht möglich gewesen.[7][8]

Mateschitz finanzierte über eine Stiftung das Medienprojekt Addendum.[9]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. https://www.meinbezirk.at/murtal/c-lokales/erster-auftritt-von-mark-mateschitz_a3598626
  2. https://www.oe24.at/businesslive/oesterreich/Mateschitz-macht-Sohn-zum-Bier-Boss/346949801
  3. https://www.krone.at/1987849
  4. Gespräch Dietrich Mateschitz: «Das Original ist das Mass aller Dinge», Bilanz.ch, 31. März 2004
  5. Mateschitz auf Forbes-Liste auf Platz 57 abgerutscht kurier.at, 9. April 2020
  6. Wings for Life, abgerufen am 11. Oktober 2015.
  7. „‚Vision Selbstheilung‘ bei Querschnittslähmung“ (derstandard.at am 5. Februar 2012)
  8. Stefan Veigl: Salzburg im Zeichen des roten Bullen: Wie Red Bull das Land veränderte (Memento vom 11. November 2017 im Internet Archive), Salzburger Nachrichten, 9. April 2017
  9. Aktivitäten von Addendum werden eingestellt. Abgerufen am 4. August 2020.