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Hurley Haywood

US-amerikanischer Autorennfahrer
Hurley Haywood (links), mit den Teamkollegen Mauro Baldi (mitte) und Yannick Dalmas nach dem Sieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1994
Der Audi 90 IMSA GTO von Hurley Haywood, gefahren in der IMSA-GTP-Meisterschaft 1989

Hurley Haywood (* 4. Mai 1948 in Chicago, Illinois) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Automobilrennfahrer und dreifacher Sieger des 24-Stunden-Rennens von Le Mans.

KarriereBearbeiten

Hurley Haywood ist einer der erfolgreichsten Sportwagenpiloten der Motorsportgeschichte. Die Erfolgsliste des US-Amerikaners ist fast endlos. Neben seinen drei Le-Mans-Siegen triumphierte er fünfmal beim 24-Stunden-Rennen von Daytona und ist damit Rekordsieger bei diesem Rennen. Seinen ersten Sieg in Daytona feierte er 1973 gemeinsam mit Peter Gregg im Porsche 911. Mit Gregg verband ihn nicht nur eine lebenslange Freundschaft und Rennpartnerschaft. Haywood war auch an der Kette von Automobilhandelsunternehmen beteiligt, die Gregg in Florida aufgebaut hatte. Auch 1975, 1977, 1979 und 1991 siegte er in Daytona. 1973 und 1981 gewann er außerdem die Gesamtwertung des 12-Stunden-Rennens von Sebring. Zweimal gewann er die IMSA-GT-Meisterschaft und einmal die Trans-Am-Sportwagenmeisterschaft.

Haywood gehört zu den erfolgreichsten Le-Mans-Startern. Dreimal gewann er die Gesamtwertung, seinen ersten Sieg feierte er gleich 1977, als er einen Werks-Porsche 936/77 als Partner von Jacky Ickx und Jürgen Barth zum Sieg steuerte. Es folgten Erfolge 1983 und 1994. 1980 war er auch beim 500-Meilen-Rennen von Indianapolis am Start und beendete das Rennen als Achtzehnter.

1970 wurde er von der US-Armee eingezogen und diente ein Jahr im Vietnamkrieg. Nach dem Tod von Peter Gregg 1980 übernahm er die Leitung des Automobilunternehmens und führt seitdem die Geschäfte. Daneben ist er Chefinstrukteur der Porsche-Sport-Driving-School im Barber Motorsports Park in Birmingham. Bis 2012 war er jedes Jahr beim 24-Stunden-Rennen von Daytona am Start.

Seine Schwester Hope war mit dem Rennfahrer, Rennstallbesitzer und verurteilten Drogenhändler John Paul senior verheiratet.

StatistikBearbeiten

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1977 Deutschland  Martini Racing Porsche System Porsche 936/77 Belgien  Jacky Ickx Deutschland  Jürgen Barth Gesamtsieg
1978 Deutschland  Martini Racing Porsche System Porsche 936/77 Vereinigte Staaten  Peter Gregg Deutschland  Reinhold Joest Rang 3
1979 Deutschland  Essex Motorsport Porsche Porsche 936 Frankreich  Bob Wollek Ausfall Motorschaden
1980 Vereinigte Staaten  Whittington Brothers Racing Porsche 935K3 Vereinigte Staaten  Don Whittington Vereinigte Staaten  Dale Whittington Ausfall Kraftübertragung
1981 Deutschland  Porsche System Porsche 936 Deutschland  Jochen Mass Australien  Vern Schuppan Rang 12
1982 Deutschland  Rothmans Porsche System Porsche 956 Vereinigte Staaten  Al Holbert Deutschland  Jürgen Barth Rang 3
1983 Deutschland  Rothmans Porsche System Porsche 956 Vereinigte Staaten  Al Holbert Australien  Vern Schuppan Gesamtsieg
1985 Vereinigte Staaten  Jaguar Group 44 Jaguar XJR-5 Vereinigtes Konigreich  Brian Redman Vereinigte Staaten  Jim Adams Ausfall Kupplungsschaden
1986 Vereinigtes Konigreich  Silk Cut Jaguar Jaguar XJR-6 Italien  Gianfranco Brancatelli Vereinigtes Konigreich  Win Percy Ausfall Kupplungsschaden
1987 Deutschland  Joest Racing Porsche 962C Deutschland  Frank Jelinski Schweden  Stanley Dickens Ausfall Motorschaden
1990 Australien  Team Schuppan Porsche 962C Sudafrika  Wayne Taylor Schweden  Rickard Rydell Rang 12
1991 Australien  Salamin Primagaz Team Schuppan Porsche 962C Sudafrika  Wayne Taylor Vereinigtes Konigreich  James Weaver nicht klassiert
1993 Deutschland  Le Mans Porsche Team Porsche 911S LM GT Deutschland  Hans-Joachim Stuck Deutschland  Walter Röhrl Ausfall Motorschaden
1994 Deutschland  Joest Racing Dauer 962LM GT Frankreich  Yannick Dalmas Italien  Mauro Baldi Gesamtsieg

Sebring-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1971 Vereinigte Staaten  Brumos Porsche Audi Corp. Porsche 914/6 Vereinigte Staaten  Peter Gregg Rang 14
1972 Vereinigte Staaten  Brumos Porsche Audi Corp. Porsche 911S Vereinigte Staaten  Peter Gregg Rang 5 und Klassensieg
1973 Vereinigte Staaten  Dr. Dave Helmick Porsche Carrera RSR Vereinigte Staaten  Peter Gregg Vereinigte Staaten  Dave Helmick Gesamtsieg
1975 Vereinigte Staaten  Brumos Porsche-Audi Porsche Carrera RSR Vereinigte Staaten  Peter Gregg Ausfall Aufhängung
1976 Vereinigte Staaten  BMW Motorsport North America BMW 3.0 CSL Vereinigte Staaten  Peter Gregg Rang 7
1977 Vereinigte Staaten  Vasek Polak Interscope Racing Porsche 934/5 Vereinigte Staaten  Danny Ongais Vereinigte Staaten  Ted Field Rang 5
1978 Vereinigte Staaten  Bob Hagestad Porsche 935 Vereinigte Staaten  Bob Hagestad Rang 2
1979 Vereinigte Staaten  Thunderbird Swap-Shop Porsche 935/77A Vereinigte Staaten  Peter Gregg Vereinigte Staaten  Preston Henn Ausfall Motorschaden
1980 Vereinigte Staaten  Bayside Disposal Racing Porsche 935/77A Vereinigte Staaten  Peter Gregg Vereinigte Staaten  Bruce Leven Rang 10
1981 Vereinigte Staaten  Bayside Disposal Racing Porsche 935/80 Vereinigte Staaten  Al Holbert Vereinigte Staaten  Bruce Leven Gesamtsieg
1982 Vereinigte Staaten  Bayside Disposal Racing Porsche 935/80 Vereinigte Staaten  Al Holbert Vereinigte Staaten  Bruce Leven Rang 5
1983 Vereinigte Staaten  Bayside Disposal Racing Porsche 935/80 Vereinigte Staaten  Al Holbert Rang 3
1984 Vereinigte Staaten  Bayside - Löwenbrau Porsche 935/80 Vereinigte Staaten  Al Holbert Frankreich  Claude Ballot-Léna Ausfall Motorschaden
1985 Vereinigte Staaten  Group 44 Jaguar XJR-5 Vereinigtes Konigreich  Brian Redman Ausfall Motorschaden
1986 Vereinigte Staaten  Group 44 Jaguar XJR-7 Vereinigtes Konigreich  Brian Redman Australien  Vern Schuppan Ausfall Ventilschaden
1987 Vereinigte Staaten  A. J. Foyt Enterprises Porsche 962 Vereinigte Staaten  A. J. Foyt Vereinigte Staaten  Danny Sullivan Ausfall Unfall
1988 Vereinigte Staaten  A. J. Foyt Enterprises Porsche 962 Vereinigte Staaten  A. J. Foyt Rang 4
1990 Schweiz  René Herzog Porsche 962 Schweiz  René Herzog Vereinigte Staaten  Scott Schubot Ausfall Motorschaden
1991 Schweiz  Alucraft Porsche 962 Schweiz  René Herzog Sudafrika  Wayne Taylor Schweiz  D. Mueller Ausfall Unfall
1992 Vereinigte Staaten  Brumos Porsche Gunnar 966 Vereinigte Staaten  Bobby Carradine Ausfall Elektrik
1993 Vereinigte Staaten  Brumos Porsche Porsche 911 Turbo S LM Deutschland  Walter Röhrl Deutschland  Hans-Joachim Stuck Rang 7 und Klassensieg
1994 Vereinigte Staaten  Brumos Porsche Porsche 911 Turbo GT America Deutschland  Walter Röhrl Deutschland  Hans-Joachim Stuck Rang 11
1995 Vereinigte Staaten  Rohr Corp Porsche 911 GT2 Vereinigte Staaten  Jochen Rohr Vereinigte Staaten  John O’Steen Ausfall Mechanik
1996 Vereinigte Staaten  Alex Job Racing Porsche 911 ME Vereinigte Staaten  Tom Hessert Ausfall Aufhängung
1997 Vereinigte Staaten  Jim Mathews Racing Porsche 911 Vereinigte Staaten  David Murry Vereinigte Staaten  Jim Matthews Rang 17
1998 Vereinigte Staaten  Matthews-Colucci Racing Riley & Scott Mk III Vereinigte Staaten  David Murry Vereinigte Staaten  Jim Matthews Vereinigtes Konigreich  Derek Bell Ausfall Motorschaden
1999 Vereinigte Staaten  Whittington Brothers Riley & Scott Mk III Vereinigte Staaten  Don Whittington Vereinigte Staaten  Dale Whittington Ausfall Zündungsschaden
2000 Vereinigte Staaten  Reiser Callas Rennsport Porsche 996 GT3-R Vereinigte Staaten  Craig Stanton Kanada  Joel Reiser Rang 13

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hurley Haywood – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien