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Dale Whittington (* 23. September 1959 in Orlando; † 14. Juni 2003 in Fort Lauderdale) war ein US-amerikanischer Autorennfahrer und der Bruder von Bill und Don Whittington.

Inhaltsverzeichnis

KarriereBearbeiten

Dale Whittington war der jüngste der drei Whittington-Brüder und kam wie diese beiden während seiner Karriere immer wieder wegen Drogenproblemen mit dem Gesetz in Konflikt. Er begann seine Karriere im US-amerikanischen Sportwagensport und gab 1980 als Partner seines Bruders Don und seines Landsmanns Hurley Haywood sein Debüt beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Das Trio schied mit einem Defekt an der Kraftübertragung des Porsche 935 vorzeitig aus.

Ohne viel Monoposto-Erfahrung und ohne je ein Oval-Rennen bestritten zu haben, qualifizierte er sich 1982 als 23. für 500-Meilen-Rennen von Indianapolis. Da auch seine beiden Brüder bei diesem Rennen am Start waren, sind die drei Whittington-Brüder das einzige Geschwister-Trio, das jemals bei einem Indy-Rennen am Start war. Schon in der Anfangsphase des Rennens kam es zu einer Kollision zwischen Kevin Cogan und Mario Andretti. Während das gesamte Feld versuchte, den Wracks auszuweichen, versuchte Whittington Rick Mears zu überholen und kollidierte dabei mit dem vierfachen Indy-Sieger.

Schon damals machte in den Fahrerlagern das Gerücht die Runde, die Whittingtons würden ihre Rennaktivitäten mittels dunkler Drogengeschäfte finanzieren. Nach dem Rennen kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen Mario Andretti und den Whittingtons. Andretti wollte ihre Drogengeschäfte – sie versorgten auch Fahrer mit Marihuana – auffliegen lassen, wenn Dale weiterhin Indy-Rennen fahre. Der zog sich darauf vom Monoposto-Sport zurück.

Schon 1980 waren die Brüder in eine Drogengeschichte – den IMSA-Drogen-Skandal – verwickelt gewesen. Dale ist jedoch der einzige der drei Brüder, der nie zu einer Haftstrafe verurteilt wurde. Er fuhr bis in die späten 1990er-Jahre Sportwagenrennen und war unter anderem beim 12-Stunden-Rennen von Sebring und bei den 24 Stunden von Daytona sowie in der American Le Mans Series mehrmals am Start.

Dale Whittington, der auch an der Fluglinie seines Bruders Don beteiligt war, starb am 14. Juni 2003 in seinem Haus in Fort Lauderdale. Sein Sohn fand ihn dort tot. Die Obduktion ergab, dass er an einer Überdosis Drogen verstorben war.

StatistikBearbeiten

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1980 Vereinigte Staaten  Whittington Brothers Racing Porsche 935 K3 Vereinigte Staaten  Don Whittington Vereinigte Staaten  Hurley Haywood Ausfall Kraftübertragung
1981 Deutschland  Joest Racing Porsche 908/80 Deutschland  Reinhold Joest Deutschland  Klaus Niedzwiedz Ausfall Unfall

Sebring-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1979 Vereinigte Staaten  Whittington Bros. Racing Porsche 934 Vereinigte Staaten  Milt Minter Vereinigte Staaten  Don Whittington Ausfall Aufhängung
1980 Vereinigte Staaten  Whittington Brothers Racing Porsche 935K3 Vereinigte Staaten  Bill Whittington Vereinigte Staaten  Don Whittington Rang 3
1981 Vereinigte Staaten  Whittington Brothers Racing Porsche 935K3 Vereinigte Staaten  Bill Whittington Vereinigte Staaten  Don Whittington Ausfall Motorschaden
1982 Vereinigte Staaten  T-Bird Swap Shop Porsche 935K3 Vereinigte Staaten  Preston Henn Vereinigte Staaten  Randy Lanier Ausfall Ölsystem
1983 Vereinigte Staaten  Bob Akin Motor Racing Porsche 935K3/80 Vereinigte Staaten  Bob Akin Vereinigte Staaten  John O’Steen Rang 2 und Klassensieg
1999 Vereinigte Staaten  Whittington Brothers Riley & Scott Mk III Vereinigte Staaten  Hurley Haywood Vereinigte Staaten  Don Whittington Ausfall Zündungsschaden
2000 Vereinigte Staaten  Intersport Racing Lola B98/10 Vereinigte Staaten  Jon Field Vereinigte Staaten  Don Whittington Rang 21

WeblinksBearbeiten