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Sportwagen-Weltmeisterschaft 1973

Rennserie
Die großen Gegner 1973 waren die Werkswagen von Matra und Ferrari. Auf den Bildern zu sehen François Cevert (Matra MS670)…

Die Sportwagen-Weltmeisterschaft 1973 war die 21. Saison dieser Meisterschaft. Sie begann am 4. Februar und endete am 21. Juli 1973.

MeisterschaftBearbeiten

Bei der Mille Miglia 1953 begann die Geschichte der Scuderia Ferrari in der Sportwagen-Weltmeisterschaft. Das 1000-Meilen-Rennen war 1953 der zweite Wertungslauf der Saison und endete mit dem Gesamtsieg von Gianni Marzotto und Marco Crosara im Werks-Ferrari 340MM Vignale. Es folgten mehr als zwei Jahrzehnte, in denen die Scuderia Rennwagen für die Rennen der Weltmeisterschaft meldete. Zwischen 1953 und 1972 gewann der italienische Rennstall 13 Meistertitel und beendete mehr als 70 Rennen an der Spitze der Gesamtwertung. In der zweiten Hälfte der Saison entschied die Teamleitung der Scuderia nach Absprache mit dem Firmengründer Enzo Ferrari, die Rennaktivitäten in Hinkunft ganz auf die Formel 1 zu konzentrieren und damit den Ausstieg aus dem Sportwagensport. Das 6-Stunden-Rennen von Watkins Glen 1973 war somit der letzte Sportwagen-Weltmeisterschaftslauf mit einer Beteiligung von Ferrari-Werkswagen.

Die Rennsaison stand im Zeichen der Konfrontation der Werkswagen von Matra und Ferrari, die klar zu Gunsten der französischen Prototypen entschieden wurde. Während Henri Pescarolo und Gérard Larrousse fünf Saisonsiege einfuhren, blieb der zweite Matra MS670, gefahren von François Cevert und Jean-Pierre Beltoise sieglos. Cevert konnte allerdings einen Erfolg verbuchen, da er beim 6-Stunden-Rennen von Vallelunga einige Zeit im Siegerwagen von Larrousse und Pescarolo fuhr. Die beiden Ferrari-Erfolge in Monza und auf dem Nürburgring gelangen Jacky Ickx und Brian Redman.

Der letzte Weltmeisterschaftseinsatz der Scuderia endete mit einem zweiten Endrang. Die Weltmeisterschaft gewann Matra mit 124 Punkten vor Ferrari mit 115 Wertungszählern.

RennkalenderBearbeiten

Nr. Datum Rennname /
Rennstrecke
Team Gesamtsieger Fahrzeug Meisterschaft
1 3. – 4. Februar Vereinigte Staaten  24-Stunden-Rennen von Daytona
(Daytona International Speedway)
Vereinigte Staaten  Brumos Porsche Vereinigte Staaten  Peter Gregg
Vereinigte Staaten  Hurley Haywood
Porsche 911 Carrera RSR Alle
2 25. März Italien  6-Stunden-Rennen von Vallelunga
(Autodromo Vallelunga)
Frankreich  Equipe Matra-Simca Frankreich  Henri Pescarolo
Frankreich  Gérard Larrousse
Frankreich  François Cevert
Matra-Simca MS670B Alle
3 15. April Frankreich  1000-km-Rennen von Dijon
(Circuit de Dijon-Prenois)
Frankreich  Equipe Matra-Simca Frankreich  Henri Pescarolo
Frankreich  Gérard Larrousse
Matra-Simca MS670B Alle
4 25. April Italien  1000-km-Rennen von Monza
(Autodromo Nazionale Monza)
Italien  Spa Ferrari SEFAC Belgien  Jacky Ickx
Vereinigtes Konigreich  Brian Redman
Ferrari 312PB long Alle
5 6. Mai Belgien  1000-km-Rennen von Spa-Francorchamps
(Circuit de Spa-Francorchamps)
Vereinigtes Konigreich  Gulf Research Vereinigtes Konigreich  Derek Bell
Vereinigtes Konigreich  Mike Hailwood
Mirage M6 Alle
6 13. Mai Italien  Targa Florio
(Piccolo circuito delle Madonie)
Deutschland  Martini Racing Schweiz  Herbert Müller
Niederlande  Gijs van Lennep
Porsche Carrera RSR Alle
7 27. Mai Deutschland  1000-km-Rennen auf dem Nürburgring
(Nürburgring)
Italien  SpA Ferrari SEFAC Belgien  Jacky Ickx
Vereinigtes Konigreich  Brian Redman
Ferrari 312PB Alle
8 9. – 10. Juni Frankreich  24-Stunden-Rennen von Le Mans
(Circuit des 24 Heures)
Frankreich  Equipe Matra-Simca Shell Frankreich  Henri Pescarolo
Frankreich  Gérard Larrousse
Matra-Simca MS670B Alle
9 24. Juni Osterreich  1000-km-Rennen von Zeltweg
(Österreichring)
Frankreich  Equipe Matra-Simca Frankreich  Henri Pescarolo
Frankreich  Gérard Larrousse
Matra-Simca MS670B Alle
10 21. Juli Vereinigte Staaten  6-Stunden-Rennen von Watkins Glen
(Watkins Glen International)
Frankreich  Equipe Matra Frankreich  Henri Pescarolo
Frankreich  Gérard Larrousse
Matra-Simca MS670B Alle

Meisterschaft der KonstrukteureBearbeiten

Marken-WeltmeisterschaftBearbeiten

Position Konstrukteur 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Gesamt
1 Frankreich  Matra 20 20 12 12 20 20 20 124
2 Italien  Ferrari 15 15 15 20 10 20 15 (12) (15) 115
3 Deutschland  Porsche 20 8 (3) (3) 8 20 10 10 (3) 6 82
4 Vereinigtes Konigreich  Mirage 8 20 10 10 48
5 Vereinigtes Konigreich  Lola 6 6 10 6 8 36
6 Vereinigtes Konigreich  Chevron 1 4 2 10 12 1 30
7 Italien  Alfa Romeo 8 1 4 4 17
8 Italien  Lancia 15 15
9 Vereinigte Staaten  Chevrolet 12 2 14
10 Frankreich  Ligier 3 3

Internationaler Cup für GT-FahrzeugeBearbeiten

Position Konstrukteur 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Gesamt
1 Deutschland  Porsche (12) 20 20 20 20 20 20 (15) 20 140
2 Italien  Ferrari 20 20 40
3 Vereinigte Staaten  Chevrolet 15 8 15 38
4 Italien  Alfa Romeo 10 10

LiteraturBearbeiten

  • Peter Higham: The Guinness Guide to International Motor Racing. A complete Reference from Formula 1 to Touring Car. Guinness Publishing Ltd., London 1995, ISBN 0-85112-642-1.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Sportwagen-Weltmeisterschaft 1973 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien