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Daniel „Danny“ Ongais (* 21. Mai 1942 in Kahului, Maui Island, Hawaii) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Autorennfahrer.

Danny Ongais
Danny Ongais
Nation: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Automobil-Weltmeisterschaft
Erster Start: Großer Preis der USA Ost 1977
Letzter Start: Großer Preis von Brasilien 1978
Konstrukteure
1977 Interscope Racing 1978 Team Tissot Ensign
Statistik
WM-Bilanz:
Starts Siege Poles SR
4
WM-Punkte:
Podestplätze:
Führungsrunden:

Inhaltsverzeichnis

KarriereBearbeiten

Der Hawaiier Danny Ongais kam als Werksfahrer von Parnelli 1974 in die US-amerikanische SCCA-Rennserie und wechselte 1975 in die Formel-5000-Serie der Vereinigten Staaten. Auch 1976 fuhr er in dieser Meisterschaft einen Lola des Interscope-Racing-Teams. Als Interscope 1976 in die USAC-Serie einstieg, blieb Ongais deren Stammfahrer und gewann sein erstes Rennen in Michigan. Parallel zu seinen Monoposto-Einsätzen bestritt er Sportwagenrennen und siegte bei zwei Veranstaltungen der IMSA-Serie mit einem Porsche 935.

Ende 1977 gab Ongais sein Debüt in der Formel 1. Interscope hatte von Roger Penske einen Penske PC4 erworben, den das Team für die Grand-Prix-Rennen in den USA und in Kanada für Ongais gemeldet hatte. In Watkins Glen fiel er nach einem Dreher schon früh im Rennen aus, im Mosport Park kam er als Siebter ins Ziel.

1978 ging er bei den ersten beiden Rennen für das Ensign-Team an den Start und versuchte im Laufe der Saison noch zweimal sich mit dem unhandlichen Shadow DN9 für einen weiteren Grand Prix zu qualifizieren. Die Versuche, in der Formel 1 richtig Fuß zu fassen, blieben halbherzig, da Ongais in der USAC zu einem Spitzenfahrer wurde. 1978 gewann er fünf Rennen für Vel’s Parnelli Jones Racing.

1979 siegte er beim 24-Stunden-Rennen von Daytona und wurde beim selben Rennen 1980 Dritter. Nach einem schweren Unfall 1981 bei den 500 Meilen von Indianapolis, bei dem er schwere Beinverletzungen davontrug, kam die Karriere ins Stocken. Er fuhr zwar bis 1987 weiter in Indianapolis und in der USAC-Serie, aber die Zeit der großen Erfolge war vorbei und Ende des Jahres trat er zurück.

Völlig überraschend stieg er 1996 wieder ins Renncockpit. Nach dem tödlichen Unfall von Scott Brayton im Training zum 500-Meilen-Rennen übernahm Ongais fürs Rennen dessen Rennfahrzeug. Nach einer starken fahrerischen Leistung brachte er den Lola als Siebter ins Ziel. Ongais fand wieder Lust am Rennsport, und obwohl er inzwischen bereits 55 Jahre alt war, kam er 1997 wieder nach Indianapolis. Es war keine glückliche Entscheidung, denn schon in der ersten Runde hatte er nach einem Motorschaden einen heftigen Einschlag in der Mauer. Ongais erlitt leichte Verletzungen und nach einer Nacht im Krankenhaus gab er den Rennsport endgültig auf.

StatistikBearbeiten

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1980 Deutschland  Porsche Kremer Racing Porsche 935K3 Frankreich  Jean-Louis Lafosse Vereinigte Staaten  Ted Field Ausfall Motorschaden
1982 Deutschland  Porsche Kremer Racing Kremer CK5 Vereinigte Staaten  Bill Whittington Vereinigte Staaten  Ted Field Ausfall Motorschaden
1988 Japan  Italya Sport March 88S Frankreich  Michel Trollé Japan  Toshio Suzuki Ausfall Motorschaden

Sebring-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1977 Vereinigte Staaten  Vasek Polak Interscope Racing Porsche 934/5 Vereinigte Staaten  Ted Field Vereinigte Staaten  Hurley Haywood Rang 5
1979 Vereinigte Staaten  Interscope Racing Porsche 935/77A Vereinigte Staaten  Ted Field Ausfall Aufhängung
1980 Vereinigte Staaten  Interscope Racing Porsche 935K3/80 Vereinigte Staaten  Ted Field Rang 2
1981 Vereinigte Staaten  Interscope Racing Porsche 935K3/80 Vereinigte Staaten  Ted Field Ausfall Elektrik
1982 Vereinigte Staaten  Interscope Racing Porsche 935K3/80 Vereinigte Staaten  Ted Field Ausfall Motorschaden
1987 Deutschland  Joest Racing Porsche 962 Sudafrika 1961  Sarel van der Merwe Deutschland  Louis Krages Rang 4

LiteraturBearbeiten

  • Steve Small: Grand Prix Who's who. 3rd Edition. Travel Publishing, Reading 2000, ISBN 1-902007-46-8.

WeblinksBearbeiten