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Karriere im MotorsportBearbeiten

Sarel van der Merwe ist neben Jody Scheckter der populärste südafrikanische Autorennfahrer. Während Schecker (Jahrgang 1950) seine Erfolge im Monopostosport erzielte – 1979 wurde er auf einem Werks-Ferrari 312T4 Formel-1-Weltmeister – war van der Merwe als Rallye-, Touren- und Sportwagenpilot erfolgreich.

Elfmal sicherte sich van der Merwe die Gesamtwertung der südafrikanischen Rallye-Meisterschaft; 1975, ohne Unterbrechung von 1977 bis 1985 und noch einmal 1988. Ein Rekord im internationalen Motorsport. Die Vielseitigkeit des Südafrikaners zeigte sich auch durch Rennstarts auf fünf Kontinenten. Er bestritt NASCAR-Rennen, ging in der Sportwagen-Weltmeisterschaft an den Start, gewann zweimal die südafrikanische Tourenwagen-Meisterschaft und war viele Jahre in der IMSA-GTP-Serie aktiv. 2002 erhielt er den Motorsport South African Lifetime Achievement Ward für seine Verdienste und Erfolge im Motorsport.

Touren- und SportwagenrennenBearbeiten

Seine Karriere begann 1967 im südafrikanischen Tourenwagensport. 1968 wurde er auf einem DKW Zwölfter beim 6-Stunden-Rennen von Südafrika[1] auf dem Roy Hesketh Circuit in Pietermaritzburg. Ab 1983 war er international aktiv. Seine größten Erfolge im Sportwagensport feierte er Mitte der 1980er-Jahre. 1984 triumphierte er gemeinsam mit seinen Landsmännern Tony Martin und Graham Duxbury auf einem March 83G beim 24-Stunden-Rennen von Daytona[2] und wurde bei seinem Debüt beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans dieses Jahres gleich Gesamtdritter.

1986 siegte er beim 500-km-Rennen von Road Atlanta[3] und beim 3-Stunden-Rennen von West Palm Beach, jeweils mit Doc Bundy auf einem Chevrolet Corvette GTP.

In Le Mans fuhr er insgesamt siebenmal, der dritte Gesamtrang 1984 blieb die beste Platzierung bei diesem 24-Stunden-Rennen. 1986 übergab er den Kremer-Porsche 962C in der 168. Runde an Teamkollegen Jo Gartner, der eine Runde später mit dem Wagen tödlich verunglückte.

Van der Merwe fuhr bis 1990 professionell Sportwagenrennen und trat Ende des Jahres zurück. 2001 kehrte er für eine Saison zurück und sicherte sich prompt die Gesamtwertung der südafrikanischen V8-Star-Serie[4].

RallyesportBearbeiten

In der südafrikanischen Rallye-Meisterschaft galt er als unschlagbar, egal mit welchen Wagen er fuhr und für welches Team er antrat. In den 1970er-Jahren war er Werksfahrer bei Ford und in den 1980er-Jahren bei Audi, wo er mit dem Audi Sport quattro an den Start ging. Sein Beifahrer bei seinen vielen Siegen mit DKW, Datsun, Ford, Audi und Volkswagen war sein Landsmann Franz Boshoff.

StatistikBearbeiten

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1984 Vereinigtes Konigreich  John Fitzpatrick Racing Porsche 956B Frankreich  Philippe Streiff Vereinigtes Konigreich  David Hobbs Rang 3
1985 Deutschland  Porsche Kremer Racing Porsche 956B Sudafrika 1961  George Fouché Schweiz  Mario Hytten Rang 5
1986 Deutschland  Porsche Kremer Racing Porsche 962C Osterreich  Jo Gartner Japan  Kunimitsu Takahashi Ausfall tödlicher Unfall von Gartner
1987 Deutschland  Joest Racing Porsche 962C Vereinigte Staaten  Chip Robinson Vereinigtes Konigreich  David Hobbs Ausfall Motorschaden
1988 Deutschland  Porsche AG Porsche 962C Frankreich  Bob Wollek Australien  Vern Schuppan Ausfall Motorschaden
1989 Schweiz  Repsol Brun Motorsport Porsche 962C Japan  Akahiko Nakaya Deutschland  Harald Grohs Ausfall Lichtmaschine
1990 Deutschland  Porsche Kremer Racing Porsche 962CK6 Japan  Hideki Okada Japan  Kunimitsu Takahashi Rang 24

Sebring-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1984 Sudafrika 1961  Kreepy Krauly Racing March 83G Sudafrika 1961  Graham Duxbury Sudafrika 1961  Tony Martin Ausfall Motorschaden
1987 Deutschland  Joest Racing Porsche 962 Vereinigte Staaten  Danny Ongais Deutschland  Louis Krages Rang 4
1988 Vereinigte Staaten  Hendrick Motorsports Chevrolet Corvette GTP Vereinigte Staaten  Elliot Forbes-Robinson Ausfall Motorschaden
1990 Vereinigte Staaten  Bruce Leven Porsche 962C Frankreich  Bob Wollek Vereinigte Staaten  Dominic Dobson Ausfall Motorschaden

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 6-Stunden-Rennen von Südafrika 1968
  2. 24-Stunden-Rennen von Daytona 1984
  3. 500-km-Rennen von Road Atlanta 1986
  4. Südafrikanische V8-Star-Serie 2001