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Guy Richard Goronwy Edwards, QGM (* 30. Dezember 1942 in Macclesfield, Vereinigtes Königreich) ist ein ehemaliger britischer Rennfahrer. 1974 und 1976 fuhr er insgesamt elf Große Preise in der Formel 1.

Guy Edwards
Guy Edwards Hesketh 308D aus dem Jahre 1976
Nation: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Automobil-Weltmeisterschaft
Erster Start: Großer Preis von Argentinien 1974
Letzter Start: Großer Preis von Kanada 1976
Konstrukteure
1974 Lola Cars · 1976 Hesketh· 1977 B.R.M.
Statistik
WM-Bilanz: keine WM-Platzierung
Starts Siege Poles SR
11
WM-Punkte:
Podestplätze:
Führungsrunden:

KarriereBearbeiten

Bekannt wurde Guy Edwards vor allem als Lebensretter von Niki Lauda. Beim Großen Preis von Deutschland 1976 auf der Nordschleife ging Laudas Ferrari nach einem Unfall in Flammen auf. Zusammen mit Harald Ertl, Arturo Merzario und Brett Lunger befreite Edwards den Verunglückten aus dem brennenden Wrack. Für diese Tat wurde Edwards mit der Queen’s Gallantry Medal ausgezeichnet.

1978 gewann Edwards mit einem von RAM Racing eingesetzten March 781 zwei Rennen der Aurora-AFX-Formel-1-Serie. Er war achtmal beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans am Start. Seine beste Platzierung in der Gesamtwertung war der vierte Rang 1985, den er auf einem Porsche 957C des Teams von John Fitzpatrick einfuhr. Seine Partner waren David Hobbs und Jo Gartner.

Heute konzentriert Edwards sich auf die Nachwuchsarbeit und hilft jungen Fahrern, Sponsoren zu finden.

PersönlichesBearbeiten

Guy Edwards’ 2013 tödlich verunglückter Sohn, Sean Edwards, war ebenfalls Rennfahrer. Im Spielfilm Rush – Alles für den Sieg verkörperte er 2013 seinen Vater.[1]

StatistikBearbeiten

Statistik in der Automobil-WeltmeisterschaftBearbeiten

Diese Statistik umfasst alle Teilnahmen des Fahrers an der Automobil-Weltmeisterschaft, die heutzutage als Formel-1-Weltmeisterschaft bezeichnet wird.

EinzelergebnisseBearbeiten

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17
1974                              
11 DNF DNQ 12 8 7 DNF 15 DNS DNQ
1976                                
DNQ 17 DNF 15 DNS 20
1977                                  
DNPQ
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung

Le-Mans-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1971 Vereinigtes Konigreich  Camel Team Huron Lola T212 Vereinigtes Konigreich  Roger Enever Ausfall Reifen verloren
1977 Deutschland  Porsche Kremer Racing Porsche 935K2 Vereinigtes Konigreich  John Fitzpatrick Vereinigtes Konigreich  Nick Faure Ausfall Motorschaden
1978 Vereinigtes Konigreich  IBEC Racing Developments Ltd. Ibec-Hesketh 308LM Vereinigtes Konigreich  Ian Grob Ausfall Antriebswelle
1980 Vereinigte Staaten  JLP Racing Porsche 935 JLP-2 Vereinigte Staaten  John Paul senior Vereinigte Staaten  John Paul junior Rang 9
1981 Vereinigtes Konigreich  Team Lola Lola T600 Spanien  Emilio de Villota Spanien  Juan Fernández Rang 15
1982 Vereinigtes Konigreich  Ultramar Team Lola Lola T610 Vereinigtes Konigreich  Rupert Keegan Vereinigtes Konigreich  Nick Faure Ausfall Zylinder überhitzt
1983 Vereinigtes Konigreich  John Fitzpatrick Racing Porsche 956 Vereinigtes Konigreich  John Fitzpatrick Vereinigtes Konigreich  Rupert Keegan Rang 5
1984 Vereinigtes Konigreich  Skoal Bandit Racing Team Porsche 962 Brasilien  Roberto Moreno Vereinigtes Konigreich  Rupert Keegan Ausfall Unfall
1985 Vereinigtes Konigreich  John Fitzpatrick Racing Porsche 956C Vereinigtes Konigreich  David Hobbs Osterreich  Jo Gartner Rang 4

Einzelergebnisse in der Sportwagen-WeltmeisterschaftBearbeiten

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17
1966 Marcos Mini GT Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Italien  MON Italien  TAR Belgien  SPA Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Italien  MUG Italien  CCE Deutschland  HOK Schweiz  SIM Deutschland  NÜR Osterreich  ZEL
DNF
1967 Guy Edwards Marcos Mini GT Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Italien  MON Belgien  SPA Italien  TAR Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Deutschland  HOK Italien  MUG Vereinigtes Konigreich  BRH Italien  CCE Osterreich  ZEL Schweiz  OVI Deutschland  NÜR
23 DNF
1969 Guy Edwards
Line Racing
Chevron B8 Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigtes Konigreich  BRH Italien  MON Italien  TAR Belgien  SPA Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Vereinigte Staaten  WAT Osterreich  ZEL
15 DNF
1970 Phillips Racing
Guy Edwards
Astra RNR2 Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigtes Konigreich  BRH Italien  MON Italien  TAR Belgien  SPA Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Vereinigte Staaten  WAT Osterreich  ZEL
DNF DNF
1971 Minilite Ltd
Team Huron
Lola T212 Argentinien  BUA Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigtes Konigreich  BRH Italien  MON Belgien  SPA Italien  TAR Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Osterreich  ZEL Vereinigte Staaten  WAT
DNF DNF DNF
1972 Lola Lola T290 Argentinien  BUA Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigtes Konigreich  BRH Italien  MON Belgien  SPA Italien  TAR Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Osterreich  ZEL Vereinigte Staaten  WAT
7 DNF
1973 Lola Lola T292 Vereinigte Staaten  DAY Italien  VAL Frankreich  DIJ Italien  MON Belgien  SPA Italien  TAR Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Osterreich  ZEL Vereinigte Staaten  WAT
DNF
1976 March
Guy Edwards
March 76S Italien  MUG Italien  VAL Deutschland  NÜR Italien  MON Vereinigtes Konigreich  SIL Italien  IMO Deutschland  NÜR Osterreich  ZEL Italien  PER Vereinigte Staaten  WAT Kanada  MOS Frankreich  DIJ Frankreich  DIJ Osterreich  SAL
DNF DNF 12
1977 Guy Edwards
Lola
Lola T296 Vereinigte Staaten  DAY Italien  MUG Frankreich  DIJ Italien  MON Vereinigtes Konigreich  SIL Deutschland  NÜR Italien  VAL Italien  PER Vereinigte Staaten  WAT Portugal  EST Frankreich  LEC Kanada  MOS Italien  IMO Osterreich  SAL Vereinigtes Konigreich  BRH Deutschland  HOK Italien  VAL
DNF 4
1978 IBEC Racing Ibec-Hesketh 308LM Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigte Staaten  TAL Italien  MUG Frankreich  DIJ Vereinigtes Konigreich  SIL Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Italien  MIS Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  WAT Italien  VAL Vereinigte Staaten  ROD
DNF
1979 March BMW M1 Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigte Staaten  TAL Italien  MUG Frankreich  DIJ Vereinigte Staaten  RIV Vereinigtes Konigreich  SIL Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Italien  PER Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  WAT Belgien  SPA Vereinigtes Konigreich  BRH Vereinigte Staaten  ROA Italien  VAL El Salvador  ELS
DNF
1980 Kremer Racing
JLP Racing
Porsche 935 Vereinigte Staaten  DAY Vereinigtes Konigreich  BRH Vereinigte Staaten  SEB Italien  MUG Italien  MON Vereinigte Staaten  RIV Vereinigtes Konigreich  SIL Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  WAT Belgien  SPA Kanada  MOS Vereinigte Staaten  ROA Italien  VAL Frankreich  DIJ
DNF 9
1981 Lola Lola T600 Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Italien  MUG Italien  MON Vereinigte Staaten  RIV Vereinigtes Konigreich  SIL Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Italien  PER Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  WAT Belgien  SPA Kanada  MOS Vereinigte Staaten  ROA Vereinigtes Konigreich  BRH
DNF DNF 8 15 1 DNF 1
1982 Lola Lola T610 Italien  MON Vereinigtes Konigreich  SIL Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Belgien  SPA Italien  MUG Japan  FUJ Vereinigtes Konigreich  BRH
DNF 16 DNF DNF DNF 7
1983 Henns' T-Bird
Fitzpatrick Racing
Porsche 956 Italien  MON Vereinigtes Konigreich  SIL Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Belgien  SPA Japan  FUJ Sudafrika  KYA
DNF 5
1984 Fitzpatrick Racing Porsche 956
Porsche 962
Italien  MON Vereinigtes Konigreich  SIL Frankreich  LEM Deutschland  NÜR Vereinigtes Konigreich  BRH Kanada  MOS Belgien  SPA Italien  IMO Japan  FUJ Sudafrika  KYA Australien  SAN
DNF 3 DNF 11 3
1985 Fitzpatrick Racing Porsche 956 Italien  MUG Italien  MON Vereinigtes Konigreich  SIL Frankreich  LEM Deutschland  HOK Kanada  MOS Belgien  SPA Vereinigtes Konigreich  BRH Japan  FUJ Malaysia  SEL
DNF 4

LiteraturBearbeiten

  • Christian Moity, Jean-Marc Teissèdre, Alain Bienvenu: 24 heures du Mans, 1923–1992. Éditions d’Art, Besançon 1992, ISBN 2-909413-06-3.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Guy Edwards – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Supercup - Sean Edwards: Tödlicher Unfall bei Testfahrten. Motorsport-Magazin.com, 15. Oktober 2013, abgerufen am 15. Oktober 2013.