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Großer Preis von Frankreich 1976

Formel-1-Rennen

Der Große Preis von Frankreich 1976 fand am 4. Juli auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet statt und war das achte Rennen der Automobil-Weltmeisterschaft 1976.

Flag of France.svg Großer Preis von Frankreich 1976
Renndaten
8. von 16 Rennen der Automobil-Weltmeisterschaft 1976
Streckenprofil
Name: LXII Grand Prix de France
Datum: 4. Juli 1976
Ort: Le Castellet
Kurs: Circuit Paul Ricard
Länge: 313,74 km in 54 Runden à 5,81 km

Wetter: sonnig und heiß
Zuschauer: ~ 95.000
Pole-Position
Fahrer: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich James Hunt Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren
Zeit: 1:47,89 min
Schnellste Runde
Fahrer: OsterreichÖsterreich Niki Lauda ItalienItalien Ferrari
Zeit: 1:51,0 min
Podium
Erster: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich James Hunt Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich McLaren
Zweiter: FrankreichFrankreich Patrick Depailler Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tyrrell
Dritter: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich John Watson Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Penske

BerichteBearbeiten

HintergrundBearbeiten

Drei Wochen nach dem Großen Preis von Schweden war Chris Amon noch nicht von den Verletzungen genesen, die er sich bei einem Unfall während dieses Rennens zugezogen hatte. Patrick Nève wurde engagiert, um den Werks-Ensign beim achten WM-Lauf zu steuern.

Das Team HB Bewaking Systems trat wegen Geldmangels nicht zu diesem Rennen an. Jacky Ickx und Henri Pescarolo, die den schwedischen GP zugunsten der 24 Stunden von Le Mans ausgelassen hatten, waren hingegen wieder in der Meldeliste des Frankreich-GP vertreten. Ebenso kehrten Guy Edwards und Ingo Hoffmann ins Teilnehmerfeld zurück. Bei RAM Racing wurde Jac Nelleman durch Damien Magee ersetzt.

TrainingBearbeiten

Mit der Trainingsbestzeit sicherte sich James Hunt die vierte Pole-Position seiner Karriere. Neben ihm qualifizierte sich Niki Lauda, der die Weltmeisterschaftswertung mit beachtlichem Vorsprung anführte, für die erste Startreihe. Die zweite Reihe wurde von Patrick Depailler und Clay Regazzoni gebildet. Carlos Pace erreichte im Brabham den fünften Startplatz, was angesichts der bisherigen Ergebnisse des Teams in der Saison 1976 als Erfolg gewertet werden musste.[1]

RennenBearbeiten

Lauda gewann den Start und setzte sich vor Hunt, Regazzoni, Depailler und Ronnie Peterson an die Spitze des Feldes. Während der ersten Runde wechselten die Positionen zwischen Peterson und Depailler. In Runde zwei gelangte Jody Scheckter an John Watson vorbei auf den sechsten Rang.

In der neunten Runde schied Lauda wegen eines Motorschadens aus. In Runde 18 wiederholte sich dies auch bei seinem Teamkollegen Regazzoni. Infolgedessen führte Hunt das Rennen mit komfortablem Vorsprung vor Depailler an, der in der Zwischenzeit ebenso wie Scheckter an Peterson vorbeigezogen war. Dieser duellierte sich nun mit Watson um den vierten Rang. Er gewann dieses Duell und konnte schließlich, nachdem Scheckter technische Schwierigkeiten mit seinem Tyrrell hatte, wieder den dritten Platz einnehmen, schied jedoch wenige Runden vor dem Ende des Rennens wegen Problemen mit der Kraftstoffzufuhr aus. Der dritte Platz ging somit an Watson, der seinen ersten Podiumsplatz in der Formel 1 verbuchen konnte.[2]

MeldelisteBearbeiten

Team Nr. Fahrer Chassis Motor Reifen
Italien  Scuderia Ferrari SpA SEFAC 1 Osterreich  Niki Lauda Ferrari 312T2 Ferrari 015 3.0 F12 G
2 Schweiz  Clay Regazzoni
Vereinigtes Konigreich  Elf Team Tyrrell 3 Sudafrika 1961  Jody Scheckter Tyrrell P34 Ford Cosworth DFV 3.0 V8 G
4 Frankreich  Patrick Depailler
Vereinigtes Konigreich  John Player Team Lotus 5 Vereinigte Staaten  Mario Andretti Lotus 77 G
6 Schweden  Gunnar Nilsson
Vereinigtes Konigreich  Martini Racing 7 Argentinien  Carlos Reutemann Brabham BT45 Alfa Romeo 115-12 3.0 F12 G
8 Brasilien 1968  Carlos Pace
Vereinigtes Konigreich  Beta Team March 9 Italien  Vittorio Brambilla March 761 Ford Cosworth DFV 3.0 V8 G
Vereinigtes Konigreich  March Engineering 10 Schweden  Ronnie Peterson G
34 Deutschland  Hans-Joachim Stuck
Vereinigtes Konigreich  Ovoro Team March 35 Italien  Arturo Merzario G
Vereinigtes Konigreich  Marlboro Team McLaren 11 Vereinigtes Konigreich  James Hunt McLaren M23 G
12 Deutschland  Jochen Mass
Vereinigtes Konigreich  Shadow Racing Team 16 Vereinigtes Konigreich  Tom Pryce Shadow DN5B G
17 Frankreich  Jean-Pierre Jarier
Vereinigtes Konigreich  Team Surtees 18 Vereinigte Staaten  Brett Lunger Surtees TS19 G
19 Australien  Alan Jones
Kanada  Walter Wolf Racing 20 Belgien  Jacky Ickx Williams FW05 G
21 Frankreich  Michel Leclère
Vereinigtes Konigreich  Team Ensign 22 Belgien  Patrick Nève Ensign N176 G
Vereinigtes Konigreich  Hesketh Racing 24 Deutschland  Harald Ertl Hesketh 308D G
Vereinigtes Konigreich  Penthouse Rizla Racing with Hesketh 25 Vereinigtes Konigreich  Guy Edwards G
Frankreich  Ligier Gitanes 26 Frankreich  Jacques Laffite Ligier JS5 Matra MS73 3.0 V12 G
Vereinigte Staaten  Citibank Team Penske 28 Vereinigtes Konigreich  John Watson Penske PC4 Ford Cosworth DFV 3.0 V8 G
Brasilien 1968  Copersucar-Fittipaldi 30 Brasilien 1968  Emerson Fittipaldi Copersucar FD04 G
31 Brasilien 1968  Ingo Hoffmann
Vereinigtes Konigreich  RAM Racing 32 Schweiz  Loris Kessel Brabham BT44B G
33 Vereinigtes Konigreich  Damien Magee
Vereinigtes Konigreich  Team Norev Racing with BS Fabrications 38 Frankreich  Henri Pescarolo Surtees TS19 G

KlassifikationenBearbeiten

StartaufstellungBearbeiten

Pos. Fahrer Konstrukteur Zeit Ø-Geschwindigkeit Start
01 Vereinigtes Konigreich  James Hunt Vereinigtes Konigreich  McLaren-Ford 1:47,89 193,864 km/h 01
02 Osterreich  Niki Lauda Italien  Ferrari 1:48,17 193,362 km/h 02
03 Frankreich  Patrick Depailler Vereinigtes Konigreich  Tyrrell-Ford 1:48,59 192,614 km/h 03
04 Schweiz  Clay Regazzoni Italien  Ferrari 1:48,69 192,437 km/h 04
05 Brasilien 1968  Carlos Pace Vereinigtes Konigreich  Brabham-Alfa Romeo 1:48,75 192,331 km/h 05
06 Schweden  Ronnie Peterson Vereinigtes Konigreich  March-Ford 1:49,07 191,767 km/h 06
07 Vereinigte Staaten  Mario Andretti Vereinigtes Konigreich  Lotus-Ford 1:49,19 191,556 km/h 07
08 Vereinigtes Konigreich  John Watson Vereinigte Staaten  Penske-Ford 1:49,22 191,503 km/h 08
09 Sudafrika 1961  Jody Scheckter Vereinigtes Konigreich  Tyrrell-Ford 1:49,63 190,787 km/h 09
10 Argentinien  Carlos Reutemann Vereinigtes Konigreich  Brabham-Alfa Romeo 1:49,79 190,509 km/h 10
11 Italien  Vittorio Brambilla Vereinigtes Konigreich  March-Ford 1:49,79 190,509 km/h 11
12 Schweden  Gunnar Nilsson Vereinigtes Konigreich  Lotus-Ford 1:49,83 190,440 km/h 12
13 Frankreich  Jacques Laffite Frankreich  Ligier-Matra 1:50,06 190,042 km/h 13
14 Deutschland  Jochen Mass Vereinigtes Konigreich  McLaren-Ford 1:50,10 189,973 km/h 14
15 Frankreich  Jean-Pierre Jarier Vereinigtes Konigreich  Shadow-Ford 1:50,12 189,938 km/h 15
16 Vereinigtes Konigreich  Tom Pryce Vereinigtes Konigreich  Shadow-Ford 1:50,27 189,680 km/h 16
17 Deutschland  Hans-Joachim Stuck Vereinigtes Konigreich  March-Ford 1:50,31 189,611 km/h 17
18 Australien  Alan Jones Vereinigtes Konigreich  Surtees-Ford 1:51,11 188,246 km/h 18
19 Belgien  Jacky Ickx Vereinigtes Konigreich  Wolf-Williams-Ford 1:51,41 187,739 km/h 19
20 Italien  Arturo Merzario Vereinigtes Konigreich  March-Ford 1:51,79 187,101 km/h 20
21 Brasilien 1968  Emerson Fittipaldi Brasilien 1968  Copersucar-Ford 1:52,11 186,567 km/h 21
22 Frankreich  Michel Leclère Vereinigtes Konigreich  Wolf-Williams-Ford 1:52,29 186,268 km/h 22
23 Vereinigte Staaten  Brett Lunger Vereinigtes Konigreich  Surtees-Ford 1:52,41 186,069 km/h 23
24 Frankreich  Henri Pescarolo Vereinigtes Konigreich  Surtees-Ford 1:52,60 185,755 km/h 24
25 Vereinigtes Konigreich  Guy Edwards Vereinigtes Konigreich  Hesketh-Ford 1:52,63 185,705 km/h 25
26 Belgien  Patrick Nève Vereinigtes Konigreich  Ensign-Ford 1:52,82 185,393 km/h 26
27 Deutschland  Harald Ertl Vereinigtes Konigreich  Hesketh-Ford ? ? 27
DNQ Vereinigtes Konigreich  Damien Magee Vereinigtes Konigreich  Brabham-Ford 1:53,49 184,298 km/h
DNQ Brasilien 1968  Ingo Hoffmann Brasilien 1968  Copersucar-Ford 1:53,78 183,828 km/h
DNQ Schweiz  Loris Kessel Vereinigtes Konigreich  Brabham-Ford 1:55,30 181,405 km/h

RennenBearbeiten

Pos. Fahrer Konstrukteur Runden Stopps Zeit Start Schnellste Runde Ausfallgrund
01 Vereinigtes Konigreich  James Hunt Vereinigtes Konigreich  McLaren-Ford 54 0 1:40:58,60 01 1:51,3
02 Frankreich  Patrick Depailler Vereinigtes Konigreich  Tyrrell-Ford 54 0 + 11,70 03 1:51,5
03 Vereinigtes Konigreich  John Watson Vereinigte Staaten  Penske-Ford 54 0 + 23,55 08 1:51,4
04 Brasilien 1968  Carlos Pace Vereinigtes Konigreich  Brabham-Alfa Romeo 54 0 + 24,82 05 1:51,6
05 Vereinigte Staaten  Mario Andretti Vereinigtes Konigreich  Lotus-Ford 54 0 + 43,92 07 1:51,8
06 Sudafrika 1961  Jody Scheckter Vereinigtes Konigreich  Tyrrell-Ford 54 0 + 55,07 09 1:51,8
07 Deutschland  Hans-Joachim Stuck Vereinigtes Konigreich  March-Ford 54 0 + 1:21,55 17 1:52,6
08 Vereinigtes Konigreich  Tom Pryce Vereinigtes Konigreich  Shadow-Ford 54 0 + 1:30,67 16 1:52,9
09 Italien  Arturo Merzario Vereinigtes Konigreich  March-Ford 54 0 + 1:53,57 20 1:53,2
10 Belgien  Jacky Ickx Vereinigtes Konigreich  Wolf-Williams-Ford 53 0 + 1 Runde 19 1:53,5
11 Argentinien  Carlos Reutemann Vereinigtes Konigreich  Brabham-Alfa Romeo 53 0 + 1 Runde 10 1:52,9
12 Frankreich  Jean-Pierre Jarier Vereinigtes Konigreich  Shadow-Ford 53 0 + 1 Runde 15 1:53,2
13 Frankreich  Michel Leclère Vereinigtes Konigreich  Wolf-Williams-Ford 53 0 + 1 Runde 22 1:53,8
14 Frankreich  Jacques Laffite Frankreich  Ligier-Matra 53 0 + 1 Runde 13 1:52,2
15 Deutschland  Jochen Mass Vereinigtes Konigreich  McLaren-Ford 53 1 + 1 Runde 14 1:52,9
16 Vereinigte Staaten  Brett Lunger Vereinigtes Konigreich  Surtees-Ford 53 0 + 1 Runde 23 1:53,9
17 Vereinigtes Konigreich  Guy Edwards Vereinigtes Konigreich  Hesketh-Ford 53 0 + 1 Runde 25 1:54,3
18 Belgien  Patrick Nève Vereinigtes Konigreich  Ensign-Ford 53 0 + 1 Runde 26 1:54,2
19 Schweden  Ronnie Peterson Vereinigtes Konigreich  March-Ford 51 0 DNF 06 1:51,7 defekte Einspritzpumpe
Australien  Alan Jones Vereinigtes Konigreich  Surtees-Ford 44 0 DNF 18 1:53,2 Aufhängungsschaden
Italien  Vittorio Brambilla Vereinigtes Konigreich  March-Ford 28 0 DNF 11 1:52,4 Öldruckverlust
Brasilien 1968  Emerson Fittipaldi Brasilien 1968  Copersucar-Ford 21 0 DNF 21 1:53,7 Öldruckverlust
Frankreich  Henri Pescarolo Vereinigtes Konigreich  Surtees-Ford 19 0 DNF 24 1:54,0 Aufhängungsschaden
Schweiz  Clay Regazzoni Italien  Ferrari 17 0 DNF 04 1:51,2 Motorschaden
Osterreich  Niki Lauda Italien  Ferrari 08 0 DNF 02 1:51,0 Motorschaden
Schweden  Gunnar Nilsson Vereinigtes Konigreich  Lotus-Ford 08 0 DNF 12 1:53,5 Kupplungsschaden
Deutschland  Harald Ertl Vereinigtes Konigreich  Hesketh-Ford 04 0 DNF 27 1:57,3 Differentialschaden

WM-Stände nach dem RennenBearbeiten

Die ersten sechs des Rennens bekamen 9, 6, 4, 3, 2 bzw. 1 Punkt(e).[3]

FahrerwertungBearbeiten

Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte
01 Osterreich  Niki Lauda Ferrari 52
02 Vereinigtes Konigreich  James Hunt McLaren 26
03 Frankreich  Patrick Depailler Tyrrell 26
04 Sudafrika 1961  Jody Scheckter Tyrrell 24
05 Schweiz  Clay Regazzoni Ferrari 16
06 Frankreich  Jacques Laffite Ligier 10
07 Deutschland  Jochen Mass McLaren 10
08 Deutschland  Hans-Joachim Stuck March 6
09 Vereinigtes Konigreich  John Watson Penske 6
Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte
10 Schweden  Gunnar Nilsson Lotus 4
11 Brasilien 1968  Carlos Pace Brabham 4
12 Vereinigtes Konigreich  Tom Pryce Shadow 4
13 Vereinigte Staaten  Mario Andretti Parnelli/Lotus 3
14 Argentinien  Carlos Reutemann Brabham 3
15 Neuseeland  Chris Amon Ensign 2
16 Australien  Alan Jones Surtees 2
17 Brasilien 1968  Emerson Fittipaldi Copersucar 2

KonstrukteurswertungBearbeiten

Pos. Konstrukteur Punkte
01 Italien  Ferrari 55
02 Vereinigtes Konigreich  Tyrrell 37
03 Vereinigtes Konigreich  McLaren 31
04 Frankreich  Ligier 10
05 Vereinigte Staaten  Penske 6
06 Vereinigtes Konigreich  March 6
07 Vereinigtes Konigreich  Brabham 6
Pos. Konstrukteur Punkte
08 Vereinigtes Konigreich  Lotus 6
09 Vereinigtes Konigreich  Shadow 4
10 Vereinigtes Konigreich  Ensign 2
11 Brasilien 1968  Copersucar 2
12 Vereinigtes Konigreich  Surtees 2
13 Vereinigte Staaten  Parnelli 1

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. „Training“ (Memento des Originals vom 29. Januar 2005 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.motorsportarchiv.de (Motorsportarchiv.de; abgerufen am 17. März 2012)
  2. „Bericht“ (abgerufen am 17. März 2012)
  3. „WM-Stände“ (Memento des Originals vom 30. Januar 2005 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.motorsportarchiv.de (Motorsportarchiv.de; abgerufen am 17. März 2012)

WeblinksBearbeiten