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Der 1. FC Köln (vollständiger Name: 1. Fußball-Club Köln 01/07 e. V.) ist mit 109.824 Mitgliedern[2] der größte Sportverein in Köln und der sechstgrößte in Deutschland.

1. FC Köln
1.FC Köln escudo.png
Wappen ohne Geißbock[1]
Verein
Name 1. Fußball-Club Köln 01/07 e. V.
Sitz Köln, Nordrhein-Westfalen
Gründung 13. Februar 1948
Farben Rot-Weiß
Mitglieder 109.824 (26. September 2019)[2]
Präsident Werner Wolf
Fußballunternehmen
Name 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA
Kommanditaktionär 1. FC Köln e. V.
Komple­mentärin 1. FC Köln Verwaltungs-GmbH
→ 100 %: 1. FC Köln e. V.
Geschäftsführung
(Komplementärin)
Horst Heldt
Alexander Wehrle
Website fc.de
Erste Mannschaft
Cheftrainer Markus Gisdol
Spielstätte Rheinenergiestadion
Plätze 50.000[3]
Liga Bundesliga
2018/19 1. Platz (2. Bundesliga)
Heim
Auswärts
Alternativ

Der Klub wurde am 13. Februar 1948 durch Zusammenschluss der beiden Fußballvereine Kölner BC 01 und SpVgg Sülz 07 gegründet. Er wurde dreimal Deutscher Meister, viermal DFB-Pokalsieger, erreichte 1986 das Finale des UEFA-Pokals und stand achtmal in einem Europapokal-Halbfinale.

Das Gründungsmitglied der Bundesliga hielt sich bis 1998 35 Jahre lang ununterbrochen in der höchsten deutschen Spielklasse, wo es nach dem sechsten Aufstieg in der Saison 2019/20 auch wieder aktiv ist. Der 1. FC Köln belegt den neunten Platz in der Ewigen Tabelle der Bundesliga und den dritten Platz in der Ewigen Tabelle der Oberliga West, der höchsten Spielklasse für westdeutsche Vereine vor Einführung der Bundesliga.

Seit dem 6. März 2002 ist der Profifußballbereich (Erste Mannschaft, U21, U19 und U17) in die 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA ausgegliedert. Der eingetragene Verein hält 100 Prozent des Stammkapitals (2,5 Mio. Euro) an der KGaA und ist Alleingesellschafter der zur Geschäftsführung berechtigten und voll haftenden Komplementärin, der 1. FC Köln Verwaltungs GmbH.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Vorläufervereine und FusionBearbeiten

Bis zum Zweiten Weltkrieg gab es in Köln mehrere etwa gleich starke Fußballvereine, so den VfL Köln 1899, den VfR Köln 04 rrh. (aus dem später der FC Viktoria Köln wurde), die SpVgg Sülz 07 und den Kölner BC 01. Diese Vereine waren in erster Linie Stadtteilvereine. Keiner war stark genug, sich gegen die Großvereine aus dem Ruhrgebiet oder Süddeutschland dauerhaft durchzusetzen. Zwischen 1903 und 1933 gewannen Kölner Vereine nur viermal die Westdeutsche Meisterschaft, davon 1912 der Kölner BC 01 und 1928 die SpVgg Sülz 07, und erreichten dann jeweils nur das Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft. 1933 bis 1944 war die Gauliga Mittelrhein die höchste Spielklasse. Dort war es zwar eher möglich, sich gegen die Konkurrenz aus Aachen, Trier oder Koblenz durchzusetzen, doch kam das Aus für die Kölner Klubs in der anschließenden Endrunde fast durchweg bereits in der Vorrunde. Die beiden Vereine, die später zum 1. FC Köln fusionierten, waren der Kölner BC 01 und die SpVgg Sülz 07. Sie kamen damit dem Bayenthaler SV, dem SV 1927 Köln und dem SV Victoria Köln genau sieben Tage zuvor, die im selben Jahr wiederum zum SC Fortuna Köln fusionierten.

Kölner Ballspiel-Club 1901Bearbeiten

 
Wappen des Kölner BC 01

Der Kölner Ballspiel-Club 1901 (kurz: Kölner BC 01) wurde als Cölner BC 01 am 12. Juni 1901 von unzufriedenen Mitgliedern des im Mai 1899 entstandenen Fußball-Clubs-Borussia-Köln gegründet, die Vereinsfarben waren Rot und Schwarz. Der Klub wurde in seiner ersten Saison 1902/03 in die höchste Spielklasse, die Bezirksmeisterschaft Köln, eingeteilt, in der er den dritten Platz belegte. Seine Pflichtspiele bestritt er zu Beginn auf der Mülheimer Heide im Stadtteil Riehl und auf der Volkswiese im Stadtwald, ehe man 1904 den „Platz an der Vitalisstraße“ in Müngersdorf als neue Spielstätte auswählte.[4] Der Spielort änderte sich jedoch immer wieder. Ab 1907 fand der Klub in Klettenberg, in der Nähe des heutigen Geißbockheims, einen dauerhaften Ort für die Heimspiele.

Sportlich erreichte der Verein in den ersten Jahren in der Bezirksmeisterschaft Köln, bzw. später des Rheinbezirks Süd, an der zwischen fünf und sieben Vereine teilnahmen, regelmäßig Plätze im Mittelfeld der Tabelle. Gegen die innerstädtische Konkurrenz vom Cölner FC 1899 sowie gegen den Bonner FV oder Alemannia Aachen hatte der Ballspiel-Club meistens das Nachsehen. Die beste Platzierung wurde bei der letzten Austragung der Bezirksliga 1908/09 erzielt, als man Zweiter wurde. Als der Westdeutsche Spiel-Verband zur Saison 1909/10 eine neue Verbandsliga gründete, in der die stärksten Klubs aus dem Westen Deutschlands antreten sollten, wurde auch der Kölner BC dort eingeteilt und erreichte den dritten Platz. In dieser „Zehnerliga“ maß man sich erstmals auch mit Vereinen außerhalb des Bezirks. Wichtige Stütze des Teams war der Abwehrspieler Robert Hense, der im Oktober 1910 auch zum ersten Spieler des Kölner BC wurde, der in die Deutsche Nationalmannschaft berufen wurde.

Den ersten großen Erfolg der Vereinsgeschichte verzeichnete der Kölner BC im Jahr 1912. Als Meister der Verbandsliga war er für das Finale um die Westdeutsche Meisterschaft qualifiziert. Das Endspiel, zugleich das erste Duell mit Borussia Mönchengladbach (damals noch Borussia München-Gladbach), gewannen die Kölner mit 4:2. Dadurch nahm der Kölner BC zum einzigen Mal in seiner Geschichte an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft teil, bei der man jedoch im Viertelfinale gegen den späteren Finalisten Karlsruher FV chancenlos war und mit 1:8 unterlag. In der Saison darauf konnte der Titelverteidiger die Erwartungen in der Verbandsliga nicht erfüllen und wurde nur Achter. In der letzten Saison vor dem Ersten Weltkrieg wurde keine Verbandsliga mehr ausgetragen, stattdessen wurde der Kölner BC souverän Meister der Kreismeisterschaft Rheinischer Südkreis. Nach dem Krieg dominierte der KBC die lokale Konkurrenz in dieser Liga, die ab 1920 Gaumeisterschaft Rheinischer Südkreis hieß; er wurde zwischen 1919 und 1924 jeweils Kreis- bzw. Gaumeister. Teil der Mannschaft zu jener Zeit waren unter anderem Franz Bolg, der später einer der treibenden Kräfte bei der Fusion zum 1. FC Köln war, sowie Mittelfeldspieler Karl Flink, der im Juli 1922 zum zweiten deutschen Nationalspieler des KBC wurde und 1948 der erste Trainer des 1. FC Köln war. Außerdem trat Franz Kremer, späterer erster Präsident des 1. FC Köln, 1919 in den KBC ein.[5] In der erfolgreichen Zeit auf lokaler Ebene wurde der Verein zudem zweimal Vizemeister der Westdeutschen Meisterschaft. In der Saison 1919/20 unterlag man im Endspiel VfTuR München-Gladbach mit 1:3 nach Verlängerung. Zwei Jahre später belegte der Klub hinter dem Duisburger SpV Platz Zwei.

In der Spielzeit 1921/22 gewann der Kölner BC das entscheidende Spiel um die Westdeutsche Meisterschaft gegen Arminia Bielefeld mit 2:1 und stand damit eigentlich als Westdeutscher Meister fest. Im Anschluss protestierte jedoch der Essener TB gegen die Wertung seines Spiels gegen Köln, das 2:2 endete. Grund war die angeblich fehlende Spielberechtigung von Kölns schottischem Verteidiger Gregor Smith. Dem Essener Protest wurde stattgegeben und ein Wiederholungsspiel angesetzt, zu dem die Kölner aus Protest nicht erschienen. Daraufhin wurden die Essener als Sieger des Spiels erklärt und Bielefeld wurde Meister.[4] In der Saison 1922/23 kam es zum ersten Duell gegen den späteren Fusionspartner, der SpVgg Sülz 07. Nach den Erfolgen auf lokaler Ebene kam es 1925 zu einem Leistungseinbruch, der Serienmeister wurde ohne einen Sieg Letzter. Neue treibende Kräfte in der Stadt waren der VfR Köln 04 rrh. und die SpVgg Sülz 07, welche 1926 bzw. 1928 auch Westdeutsche Meister wurden. Der KBC hingegen konnte nicht mehr mithalten, wurde 1930/31 noch einmal Zweiter der Bezirksmeisterschaft Rheingruppe 1 und belegte ansonsten Plätze in der unteren Tabellenregion. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten und der Umstellung des Ligensystems auf Gauligen spielte der Kölner Ballspiel-Club nur noch einmal in der höchsten Spielklasse, der Gauliga Mittelrhein, und wurde Zehnter. Diese Spielzeit war es auch, in der Hennes Weisweiler, späterer Meistertrainer des 1. FC Köln, mit 17 Jahren sein Debüt als Spieler beim Kölner BC feierte.

Während des Krieges wurde die Spielstätte des KBC größtenteils zerstört, der Verein lag nach Kriegsende sportlich und wirtschaftlich am Boden. Im Februar 1947 wurde Franz Kremer erster Vorsitzender des inzwischen nur noch drittklassigen Vereins. Anfangs wollte Kremer den Kölner BC wieder aufbauen; ein Jahr später wurde er jedoch zur wichtigsten Figur bei der Fusion mit der SpVgg Sülz 07 zum 1. FC Köln, die das Ende des Kölner Ballspiel-Clubs von 1901 bedeutete.

Titel und Erfolge

Spielvereinigung Sülz 07Bearbeiten

 
Stadioneingang, damals zur Hauptkampfbahn, heute zum Rheinenergiestadion

Die Spielvereinigung Sülz 07 (kurz: SpVgg Sülz 07) wurde im August 1907 als Spielverein Sülz 07 gegründet, die Vereinsfarben waren Rot und Weiß. Erster Vorsitzender war Karl Büttgen, der von 1948 bis zu seinem Tod 1970 Ehrenpräsident des 1. FC Köln war. In den ersten Jahren war es für den vergleichsweise spät gegründeten Verein schwer, gegen die vielen städtischen Konkurrenten, die bereits Jahre davor gegründet worden waren, anzukommen. Eine Fusion mit dem FC Hertha Köln im Jahre 1919 sollte den nun Spielvereinigung Sülz 07 genannten Verein konkurrenzfähiger machen. 15 Jahre nach Gründung stiegen die Sülzer in die höchste Spielklasse, die Gauliga Rheingau, auf. Seine Heimspiele trug der Verein in der Radrennbahn in Müngersdorf aus. Wichtige Spiele wurden jedoch in der Hauptkampfbahn im „Sportpark Müngersdorf“ durchgeführt, die 80.000 Zuschauern Platz bot und bis zum Bau des Olympiastadions in Berlin die größte Sportanlage Deutschlands war. Heute steht an dieser Stelle das Rheinenergiestadion. Vereinsheim der Sülzer war das Fort VI b, auf dessen Fundament heute das Geißbockheim steht.

In der ersten Saison 1922/23 in der Gauliga Rheingau wurde der Klub Sechster. Auch in den folgenden Jahren belegte man Plätze im Mittelfeld der Tabelle. Eine stetige Entwicklung war jedoch bemerkbar, 1925/26 war die SpVgg schon auf den dritten Rang vorgestoßen, ein Jahr später wurde sie souverän Erster des Rhein-Südkreises 1. In der Spielzeit 1927/28 wurde Sülz Meister, diesmal in der Rheingruppe II. Es folgte die erstmalige Teilnahme an der Endrunde um die Westdeutsche Meisterschaft. In dieser trumpfte die Spielvereinigung auf, angeführt von Spielertrainer Ferdinand „Ferdl“ Swatosch, deklassierte unter anderem in Duisburg den Serienmeister der Bezirksliga Ruhr FC Schalke 04 mit 7:2 und sicherte sich durch vier weitere deutliche Siege die Westdeutsche Meisterschaft.[6] Durch diesen Erfolg nahm die Spielvereinigung an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft teil. Im Achtelfinale knüpfte die Mannschaft an die starken Leistungen an und schlug überraschend Eintracht Frankfurt mit 3:1. Im Viertelfinale musste man nach München reisen, wo man den FC Bayern mit 2:5 unterlag.

In der Spielrunde 1928/29 gewann Sülz erneut eine Rheingruppe, diesmal die Gruppe I. In den Entscheidungsspielen um die Teilnahme an der Endrunde um die Westdeutsche Meisterschaft musste man sich Borussia München-Gladbach geschlagen geben. Im Jahr darauf gewann die SpVgg zum dritten Mal in Folge die lokale Meisterschaft, inzwischen Bezirksmeisterschaft Rhein genannt und auf 13 Mannschaften aufgestockt. Durch ein 4:2 nach Verlängerung über Fortuna Düsseldorf erhielt man die Zulassung für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Nach einem 4:2 im Achtelfinale über den Stettiner FC Titania war im Viertelfinale Hertha BSC zu Gast in Müngersdorf. Das Spiel endete 1:1, sodass ein Wiederholungsspiel in Berlin angesetzt wurde, in welchem Sülz vom späteren Deutschen Meister Hertha BSC mit 1:8 deklassiert wurde.

Im Westdeutschen Fußball war die SpVgg Sülz 07 dennoch einer der wenigen Vereine, der bereits professionelle Strukturen hatte und Trainer und Spieler gut bezahlt wurden. Der Westdeutsche Spiel-Verband wollte jedoch die Amateurstatuten einhalten, weshalb der Star der Mannschaft, Ferdl Schwatow, zum Berufsspieler erklärt und gesperrt wurde. 1932 gewann man erneut die Rheingruppe II, scheiterte dann im Halbfinale um die Westdeutsche Meisterschaft an Borussia Fulda. Auch in der letzten Spielzeit der Westdeutschen Meisterschaft wurde Sülz 1933 Meister einer Rheingruppe. Erneut scheiterte der Klub anschließend in der Endrunde, diesmal deutlich mit 0:7 an Fortuna Düsseldorf. 1937 spielte der Klub erstmals im Tschammerpokal, dem heutigen DFB-Pokal, was der spätere Fusionspartner KBC nie tat. Nach einem 2:0 gegen Eintracht Frankfurt unterlag man dem Eimsbütteler TV mit 0:2. 1939 und 1942 folgten zwei weitere Teilnahmen am Pokalwettbewerb, die beide mit der zweiten Schlussrunde beendet waren. Nach Einführung der Gauligen spielten die Sülzer dort eine gute Rolle. In der Gauliga Mittelrhein spielte man regelmäßig oben mit, nach drei dritten Plätzen gelang 1939 der Gewinn der Meisterschaft. In der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft schlug die Mannschaft zwar zweimal Viktoria Stolp, unterlag aber wiederum zweimal Fortuna Düsseldorf, was für das Weiterkommen nicht reichte. Eine der prägenden Figuren dieser Zeit war Georg „Schorsch“ Euler, der bereits 1936 zum einzigen deutschen Nationalspieler der SpVgg Sülz 07 wurde. 1944 agierte die Spielvereinigung zusammen mit dem VfL Köln 1899 als Kriegsgemeinschaft und gewann die Gauliga Mittelrhein. In der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft unterlag man in der ersten Runde einer Kriegsgemeinschaft aus Duisburg mit 0:2.

Genau wie dem KBC ging es auch der Spielvereinigung Sülz nach dem Krieg sehr schlecht, der Klub war nur noch zweitklassig. Die Verantwortlichen Heinz Bremm und Fritz Plate waren schnell der Auffassung, dass man der Idee des KBC-Chefs Franz Kremer folgen und die beiden Vereine zu einem neuen Großverein fusionieren lassen sollte.

Titel und Erfolge

Fusion zum 1. FC KölnBearbeiten

Als 1947 der Fußballbetrieb im Westen Deutschlands wieder startete, spielten zwar mit dem VfR Köln 04 rrh. und Preußen Dellbrück zwei Kölner Vereine in der höchsten Spielklasse, der neugegründeten Oberliga West, jedoch ohne aussichtsreiche Chance, dort eine relevante Rolle zu spielen. So fanden sich beide recht schnell in den Niederungen der Tabelle wieder und mussten in die Bezirksliga absteigen.

 
Gründungsurkunde des 1. FC Köln

Den Misserfolg sah KBC-Chef Franz Kremer als Chance, einen Kölner Großverein zu etablieren. Dieser sollte nach Kremers Vorstellungen jedoch nicht nur in der Oberliga oben mitmischen, sondern auch im Kampf um die Deutsche Meisterschaft eingreifen können. Erst als der von Kremer angefragte SV Union Köln eine Fusion mit dem KBC ablehnte, richtete sich die Aufmerksamkeit auf die SpVgg Sülz 07. Zwar verband beide Klubs eine traditionelle Rivalität, doch Kremer schaffte es, bei beiden Vereinen die meisten Zweifel zu beseitigen. So warb er unter anderem mit dem Spruch „Wollen Sie mit mir Deutscher Meister werden?“, was durchaus gewagt war, handelte es sich doch um ein Zusammengehen eines zweitklassigen mit einem drittklassigen Verein. Auch der vorgesehene Name, Erster Fußballclub Köln, der den Anspruch des neuen Vereins ausdrückte, war weder durch das Alter noch durch den seinerzeitigen sportlichen Stellenwert der Fusionsvereine gerechtfertigt, was andere Vereine der Stadt als anmaßend empfanden.

Der langjährige Vorsitzende der SpVgg, Karl Büttgen, befürwortete die Fusion und trieb sie an. Die meisten Vereinsmitglieder, die gegen die Fusion waren, begründeten dies damit, dass sie die Tradition des jeweiligen Vereins nicht aufgeben wollten, jedoch waren sie damit in der Minderheit.[7]

„Tradition macht nur dann Sinn, wenn der Wille zu noch größeren Taten vorhanden ist.“

Franz Kremer: Die großen Clubs: 1. FC Köln, 1978

Am 13. Februar 1948 stimmten schließlich 121 von 156 Mitgliedern der SpVgg Sülz 07 für eine Fusion. Die Mitglieder des Kölner BC stimmten mit 156 zu 10 ebenfalls dafür. Am selben Tag wurde der 1. FC Köln in der Kneipe „Roggendorf“ in Sülz (Luxemburger Straße 188) offiziell gegründet. Franz Kremer wurde einstimmig zum ersten Präsidenten gewählt.[5] Kremer führte das Amt 19 Jahre lang bis zu seinem Tod aus und gilt bis heute unumstritten als die wichtigste Persönlichkeit der Vereinsgeschichte.

1948–1960: Schnelle Etablierung im Westdeutschen Fußball und erste TitelBearbeiten

 
Wappen des 1. FC Köln von 1948 bis 1967

Die ersten Jahre nach der Fusion waren von der Motivation geprägt, dem Vereinsnamen 1. FC Köln leistungstechnisch gerecht zu werden. Nachdem dies schnell untermauert wurde, etablierte sich der Verein im Laufe der 1950er Jahre ebenfalls rasch im oberen Tabellendrittel der Oberliga West, der höchsten Spielklasse für westdeutsche Mannschaften. Diese Liga gewann der FC 1954 zum ersten Mal. Außerhalb des Spielfelds war diese Epoche von der autoritären, aber weitsichtigen Vereinsführung des Präsidenten Franz Kremer geprägt. Kremer rechnete mit einer baldigen Professionalisierung des Fußballs in Deutschland und richtete den Klub früh dementsprechend aus. Dieser Umstand verschaffte dem Klub insbesondere Anfang der 1960er Jahre und bei Gründung der Bundesliga Vorteile im nationalen Vergleich. In den 1950ern war der 1. FC Köln bei Endrundenspielen um die Deutsche Meisterschaft gegen die Großklubs aus dem Süden und Norden jedoch noch erfolglos.

Anfänge nach der GründungBearbeiten

 
Hans Schäfer (li., 1957)
Saison Liga Platz Punkte
1947/48 Rheinbezirksliga 1 36:22
1948/49 Rheinbezirksliga 1 49:03
grün unterlegt: Aufstieg in die Oberliga West

Bereits zwei Tage nach der Gründung bestritt der 1. Fußballclub Köln in der Rheinbezirks-Liga Gruppe 1 sein erstes Pflichtspiel. Vor 2.432 Zuschauern in Sülz gewann der FC gegen SuS Nippes 12 mit 8:2[8][9] (siehe auch: Spieldaten zum ersten Pflichtspiel 1948). Den Platz in der zweitklassigen Rheinbezirks-Liga übernahm der FC von einem der Vorgängervereine, der SpVgg Sülz 07. Die Gruppe wurde gewonnen und man qualifizierte sich für die Entscheidungsspiele um den Aufstieg in die Oberliga West. Gegen Rhenania Würselen lieferte sich die Mannschaft zwei enge Duelle, hatte letztendlich nach den zwei Spielen (0:0 und 0:1) jedoch das Nachsehen.

In der Saison 1948/49, die erste komplette Saison, die der 1. FC Köln spielte, gab Hans Schäfer sein Debüt, einer der prägendsten Spieler des 1. FC Köln, der mit insgesamt 304 Treffern Rekordtorschütze des Vereins ist. Als Spielertrainer agierte Hennes Weisweiler. Der FC dominierte die Bezirksgruppe nach Belieben und qualifizierte sich mit souveränen 49:3 Punkten erneut für die entscheidenden Spiele um den Aufstieg in die Erstklassigkeit. Gegner war diesmal Bayer 04 Leverkusen und nach Treffern von Franz Alexius und Walter Radant siegte der FC mit 2:0. Auch das Rückspiel gewannen die Kölner mit 3:1, womit der Aufstieg in die Oberliga West perfekt war[10][11] (siehe auch: Spieldaten zum Aufstiegsspiel zur Oberliga West 1949). Anschließend blieb der 1. FC Köln bis zum Abstieg 1998 aus der Bundesliga 49 Jahre am Stück erstklassig. Seit 1951 ist er zudem, was die Platzierung im Ligaspielbetrieb anbelangt, ununterbrochen der beste Verein in Köln.

Etablierung in der Oberliga WestBearbeiten

 
Frans de Munck (1957)

In der ersten Oberliga-Saison 1949/50 wurde der FC Fünfter, verpasste damit knapp die Zulassung um die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft und musste auch dem Lokalrivalen Preußen Dellbrück den Vortritt lassen, der Vizemeister der Oberliga wurde. 1950/51 stießen der niederländische Torhüter Frans de Munck, welcher in 100 Spielen zwei Treffer erzielte, sowie Josef „Jupp“ Röhrig, der im November 1950 erster deutscher Nationalspieler des 1. FC Köln wurde, zum Klub.[8] Die Kölner verbesserten ihr Spiel stetig weiter und waren lange in einen Vierkampf um die Westdeutsche Meisterschaft verwickelt, wo man letztlich jedoch den Ruhrpottklubs Borussia Dortmund, FC Schalke 04 und Preußen Münster den Vortritt lassen musste und Vierter wurde. Die Spiele des Klubs fanden inzwischen in der 1923 erbauten Hauptkampfbahn im Sportpark Müngersdorf statt, wo die SpVgg Sülz 07 bereits ihre wichtigen Spiele austrug. Bis zum Bau des „neuen“ Müngersdorfer Stadions 1971 blieb die Spielstätte die Heimat des FC.

Saison Liga Platz Punkte
1949/50 Oberliga West 5 37:23
1950/51 Oberliga West 4 38:22
1951/52 Oberliga West 5 33:27
1952/53 Oberliga West 2 43:17

Am 13. Februar 1950, exakt zwei Jahre nach der Vereinsgründung, überreichte die Zirkusdirektorin Carola Williams mit Johann Thelen, der zu der Zeit Zirkusdirektor war, bei einer Karnevalssitzung dem FC einen jungen Geißbock, welcher dem Verein als Glücksbringer dienen solle. Das Geschenk wurde angenommen und das Tier nach dem Spielertrainer Hennes WeisweilerHennes“ getauft. Innerhalb weniger Jahre wurde der Geißbock, der bei den Heimspielen des Vereins immer dabei war, zum Identifikationsobjekt. Die Mannschaft erhielt den Spitznamen „Die Geißböcke“.

1951/52 spielte man erneut oben mit, wurde diesmal Fünfter. Zur Spielrunde 1952/53 musste der FC Hennes Weisweilers Abgang verkraften, der sich dem Rheydter SV anschloss. Unbeeindruckt davon spielte der Klub eine grandiose Saison, gewann die ersten elf Spiele und war kurz vor dem erstmaligen Gewinn der Westdeutschen Meisterschaft, die nach einer schwächeren Rückrunde noch an Borussia Dortmund abgegeben wurde. Als Vizemeister qualifizierte man sich dennoch erstmals für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft, wo sich die Mannschaft in der Vorrunde gegen Eintracht Frankfurt und dem späteren Meister 1. FC Kaiserslautern nicht durchsetzen konnte. Die Spielrunde brachte aber noch einen Titel ein, der FC gewann durch ein 2:0 gegen Rot-Weiss Essen den Westdeutschen Pokal.

Erstmals Westdeutscher MeisterBearbeiten

Die Saison 1953/54 wurde die bis dahin erfolgreichste in der noch jungen Geschichte des Vereins. Durch den Sieg im Westdeutschen Pokal war der FC erstmals für den DFB-Pokal qualifiziert. Die durch Spieler wie Hans Graf, Georg Stollenwerk oder Herbert Dörner gezielt verstärkte Mannschaft erreichte nach Siegen über den BFC Viktoria 1889 und den Hamburger SV das Endspiel. In diesem ersten großen Finale der Klubgeschichte unterlag der FC in Ludwigshafen dem VfB Stuttgart mit 0:1 nach Verlängerung[12] (siehe auch: Spieldaten zum DFB-Pokal-Finale 1954). In der Oberliga lieferte sich der FC Lange Zeit mit dem FC Schalke 04 und Rot-Weiss Essen einen Dreikampf um den Titel, in dem sich Köln am Ende durchsetzte und erstmals Westdeutscher Meister wurde. In der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft traf man erneut auf Kaiserslautern und Frankfurt. Köln hielt diesmal besser dagegen, schlug die Frankfurter mit 3:2 und unterlag im entscheidenden Spiel um den Einzug ins Finale dem 1. FC Kaiserslautern mit 3:4.

 
Das Geißbockheim (1996)
 
Karl-Heinz Schnellinger (1968)
Saison Liga Platz Punkte DFB-Pokal
1953/54 Oberliga West 1 41:19 Finale
1954/55 Oberliga West 7 29:31 Achtelfinale
1955/56 Oberliga West 7 32:28
1956/57 Oberliga West 3 39:21
1957/58 Oberliga West 2 40:20
1958/59 Oberliga West 2 39:21
blau unterlegt: Westdeutscher Meister

Außerhalb des Platzes entwickelte sich der 1. FC Köln stetig weiter. Sinnbildlich dafür stand die Errichtung des Geißbockheims, zur damaligen Zeit eines der modernsten Vereinsheime im Fußball, das im September 1953 eröffnet wurde. Bereits 1949 legte der Klub dafür auf Anregung von Präsident Franz Kremer ein Sonderkonto zur „Schaffung einer Großsportanlage“ an, auf das 10 Prozent jeder Spieleinnahme der 1. Mannschaft abgeführt wurden.

Große Aufmerksamkeit erregten Paul Mebus, der seit 1951 beim FC aktiv war und Hans Schäfer, als sie mit der Deutschen Nationalmannschaft bei der WM 1954 Weltmeister wurden. Schäfer hatte daran großen Anteil, er schoss in fünf Spielen vier Tore und spielte das Finale über die volle Distanz. Im „Oberliga-Alltag“ 1954/55 wurde der Titelverteidiger nur Siebter, im Achtelfinale des DFB-Pokals setzte es gar ein 0:7 gegen den 1. FC Kaiserslautern. Im Jahr danach wurde man in der Oberliga erneut Siebter. In der Spielzeit 1956/57 ging es tabellarisch wieder bergauf. Am Ende wurde die Mannschaft hinter Borussia Dortmund und dem Duisburger SpV Dritter.

In der Saison 1957/58 stieß Karl-Heinz Schnellinger zum FC, der 1962 der erste Deutsche Fußballer des Jahres des 1. FC Köln wurde und zwischen 1958 und 1963 elementarer Bestandteil der Kölner Mannschaft war. Zudem war die Spielzeit die letzte der zweiten Amtszeit von Hennes Weisweiler, der bereits 1955 nach Beendigung seiner Spielerkarriere ausschließlich als Trainer zurückgekehrt war. Der FC wurde knapp hinter dem FC Schalke 04 Vizemeister der Oberliga und nahm zum dritten Mal an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft teil. Dort traf man zunächst auf den bisher als „Angstgegner“ in Erscheinung getretenen 1. FC Kaiserslautern und trotzte den Pfälzern ein 3:3 nach Verlängerung ab. In einem Wiederholungsspiel setzte sich Köln mit 3:0 durch und erreichte die Gruppenphase. In dieser traf man auf den Hamburger SV und erstmals auch auf den Rekordmeister zur damaligen Zeit, den 1. FC Nürnberg. Gegen beide verlor die Mannschaft, gegen den FK Pirmasens gab es immerhin ein 1:1. Im Westdeutschen Pokal erreichte man derweil das Finale und unterlag in diesem Fortuna Düsseldorf.

Ein Jahr darauf verstärkte sich der FC mit dem Stürmer Christian Müller enorm. Müller erzielte zwischen 1958 und 1966 in 181 Spielen 128 Tore für die Geißböcke. Der 1. FC Köln wurde erneut Vizemeister der Oberliga West, diesmal hinter dem Überraschungsmeister Westfalia Herne. Bei der vierten Teilnahme an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft lief man in der Gruppenphase zwar vor Werder Bremen und dem FK Pirmasens, jedoch deutlich hinter Eintracht Frankfurt, dem späteren Meister, als Zweiter ein.

1960–1970: Spitzenklub in Deutschland, Dramen in EuropaBearbeiten

Die Epoche der 1960er Jahre war die erfolgreichste in der Vereinsgeschichte des 1. FC Köln. Der Klub wurde in dieser Zeit zweimal Deutscher Meister, dreimal Vizemeister, viermal Westdeutscher Meister und einmal DFB-Pokalsieger. Außerdem lieferte sich der FC zahlreiche „Schlachten“ im Europapokal, erreichte einmal das Viertelfinale des Europapokals der Landesmeister und je einmal das Halbfinale des Europapokals der Pokalsieger und des Messestädte-Pokals. Zu dieser Zeit galt der 1. FC Köln als der führende Fußballverein in Deutschland, auch aufgrund seiner für die damalige Zeit sehr modernen Organisationsstruktur und sportlichen Methodik.

Deutscher Meister, Serienmeister der Oberliga West und Debüt im EuropapokalBearbeiten

 
Oswald Pfau (li., 1956)

Mit Josef Röhrig verließ 1960 ein verdienter Spieler den Klub, der in zehn Jahren 242 Spiele absolvierte und 35 Tore schoss. In der Oberliga-Spielrunde 1959/60 wurde der FC Westdeutscher Meister. Anteil daran hatte auch Helmut Rahn, der in dieser Spielzeit beim FC aktiv war und 11 Tore erzielte, Trainer war Oswald Pfau. Im Westdeutschen Pokal erreichten die Kölner das Finale, das gegen Borussia Mönchengladbach verloren ging. Bei der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft setzte sich der FC erstmals in der Vorrunde durch, gewann die Gruppe mit Werder Bremen, FK Pirmasens und dem SC Tasmania 1900 Berlin und erreichte erstmals das Endspiel um die Meisterschaft. Das Spiel in Frankfurt gegen den Hamburger SV verlor der FC mit 2:3. Die Treffer für Köln erzielten Christian Breuer und Christian Müller. Entscheidender Mann auf dem Platz war aber Hamburgs Uwe Seeler, der zwei Tore erzielte (siehe auch: Spieldaten zum Endspiel um die Deutsche Meisterschaft 1960).

Auch in der folgenden Saison führte in der Oberliga kein Weg am 1. FC Köln vorbei. Angetrieben von Hans Schäfer, dem 20 Tore gelangen, wurde der FC mit drei Punkten vor Borussia Dortmund zum dritten Mal Westdeutscher Meister. Weitere Stützen waren Fritz Ewert und Leo Wilden. In der Meisterschaftsendrunde gegen den späteren Meister 1. FC Nürnberg sowie Werder Bremen und Hertha BSC lief es allerdings weniger gut. Man gewann nur ein Spiel und im DFB-Pokal scheiterte man im Achtelfinale an Werder Bremen.

 
Zlatko Čajkovski (1967)
Saison Liga Platz Punkte DFB-Pokal Europapokal
1959/60 Oberliga West 1 44:16
1960/61 Oberliga West 1 42:18 Viertelfinale
1961/62 Oberliga West 1 44:16 Viertelfinale MP, 1. Runde
1962/63 Oberliga West 1 42:18 LC, 1. Runde
gelb unterlegt: Deutscher Meister (gleichzeitig auch Westdeutscher Meister)
blau unterlegt: Westdeutscher Meister
LC: Europapokal der Landesmeister, MP: Messestädte-Pokal

Für die Oberliga-Saison 1961/62 verpflichtete Franz Kremer den Jugoslawen Zlatko „Tschik“ Čajkovski als Trainer, der bereits von 1955 bis 1958 als Spieler beim FC aktiv war. Köln war Čajkovskis erste Trainerstation, doch Kremer war überzeugt dass Čajkovski bestens zur Mannschaft passen würde. Zudem stieß Matthias Hemmersbach neu zum Klub, der rasch Stammspieler wurde und in zwölf Jahren beim FC 249 Bundesligaspiele absolvieren sollte. Zu Beginn der Spielzeit trat der 1. FC Köln erstmals in einem Europapokal-Wettbewerb an. Im Messestädte-Pokal spielten zwar schon Spieler des FC, jedoch zusammen mit Akteuren anderer Kölner Klubs als Köln XI. Bei der ersten Teilnahme als 1. FC Köln ging es gleich gegen den siebenfachen italienischen Meister Inter Mailand. Nach einem 4:2 im Hinspiel in Köln unterlag der FC in Mailand 0:2 und es kam zu einem Entscheidungsspiel, welches Inter mit 5:3 für sich entschied. Im DFB-Pokal war im Viertelfinale gegen Eintracht Frankfurt Endstation.

Zum dritten Mal in Folge und vierten Mal insgesamt gewannen die Geißböcke – wenn auch knapp mit einem Punkt Vorsprung vor dem FC Schalke 04 – die Westdeutsche Meisterschaft. Diesmal wollten alle Beteiligten endlich den letzten Schritt gehen und auch in der Endrunde um die Meisterschaft ihr Potential voll ausschöpfen. In der Gruppenphase traf man, wie schon häufig zuvor, auf die Konkurrenten Eintracht Frankfurt und den Hamburger SV sowie den Außenseiter FK Pirmasens. Nach einem 3:1-Erfolg auswärts gegen die Frankfurter gewann die Mannschaft auch in Hannover gegen den HSV: Beim spannenden 1:0 erzielte Christian Müller das goldene Tor für den 1. FC Köln. Im abschließenden Heimspiel gegen Pirmasens gewann der FC mit 10:0 und war nach 1960 zum zweiten Mal für das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Dort traf der FC auf den achtfachen Deutschen Meister und Vorjahressieger 1. FC Nürnberg. Durch Tore von Hans Schäfer, Fritz Pott sowie zweier Treffer von Ernst-Günter Habig fertigte der 1. FC Köln die Nürnberger im Berliner Olympiastadion mit 4:0 ab und war erstmals Deutscher Meister (siehe auch: Spieldaten zum Endspiel um die Deutsche Meisterschaft 1962).

 
Meisterschale

Die Meistermannschaft 1962Bearbeiten

Die Saison 1962/63 stand ganz im Zeichen der Teilnahme am Europapokal der Landesmeister. Das erste Spiel der Vereinsgeschichte in diesem wichtigsten Wettbewerb für europäische Vereinsmannschaften, dem Vorläufer der UEFA Champions League, endete mit der bislang höchsten Niederlage auf dieser Ebene. Der FC verlor beim schottischen Meister FC Dundee mit 1:8.[13] Der 4:0-Erfolg im Rückspiel reichte nicht zum Weiterkommen. In der letzten Saison der Oberliga lief es dagegen wie gewohnt deutlich besser und der FC sicherte sich zum fünften Mal die Westdeutsche Meisterschaft. In der „Ewigen Tabelle“ der Oberliga belegt der 1. FC Köln mit 14 von 16 möglichen Spielzeiten und 543 Punkten den dritten Platz. In der Entscheidungsrunde um die deutsche Meisterschaft setzte sich der FC in seiner Gruppe überzeugend gegen den 1. FC Nürnberg, Hertha BSC und den 1. FC Kaiserslautern durch und erreichte das letzte Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. In Stuttgart reichte gegen Borussia Dortmund ein Treffer von Karl-Heinz Schnellinger nicht, Köln verlor mit 1:3 (siehe auch: Spieldaten zum Endspiel um die Deutsche Meisterschaft 1963).

Erster Bundesliga-MeisterBearbeiten

Saison Liga Platz Punkte DFB-Pokal Europapokal
1963/64 Bundesliga 1 45:15 Viertelfinale MP, Halbfinale
MP: Messestädte-Pokal
 
Wolfgang Weber (1968)

Als 1963 die Bundesliga gegründet wurde – FC-Präsident Franz Kremer hatte zu den energischsten Verfechtern einer Einführung dieser neuen Liga gehört –, fanden auch die Kölner als amtierender Westdeutscher Meister dort ihren Platz. Verstärkt wurde die Mannschaft zur Saison mit Wolfgang Overath und Wolfgang Weber, die den Klub in den kommenden Jahren maßgeblich prägen und auch Stützen der Nationalmannschaft werden sollten. Overath absolvierte 542 Pflichtspiele für den 1. FC Köln und ist damit Rekordspieler des Vereins. Weber brachte es auf 470 Pflichtspieleinsätze. Neuer Trainer wurde zu Beginn der Spielzeit Georg Knöpfle, da Zlatko Čajkovski zum FC Bayern München wechselte.

 
Georg Knöpfle (1955)

Der 1. FC Köln wurde in der Saison 1963/64 erster Bundesliga-Meister. Dieser Titel wurde in einer souveränen Art und Weise geholt, die verdeutlichte, dass die Kölner zu dieser Zeit der Konkurrenz um einiges voraus waren, was auch daran lag, dass der 1. FC Köln am besten auf den Anbruch der Profi-Ära im deutschen Fußball vorbereitet war.[14] So war die Mannschaft über die ganze Saison nur am 4. Spieltag nicht Tabellenführer. Im DFB-Pokal scheiterte die Mannschaft im Viertelfinale zwar überraschend an Hertha BSC, doch dies änderte nichts an der Dominanz in der Bundesliga.

Zudem heimste der FC mit dem Westdeutschen Pokal noch einen Titel ein. Der Wettbewerb, den man ein zweites Mal gewann, wurde zu jener Zeit nicht mehr ausgespielt; vielmehr wurde die Auszeichnung dem Verein überreicht, der unter den West-Vereinen im DFB-Pokal die beste Platzierung erreichte. Am Ende hatte man in der Liga auf den Meidericher SV und Eintracht Frankfurt jeweils sechs Punkte Vorsprung. Beste Torschützen der ersten Bundesligasaison für den FC waren Karl-Heinz Thielen mit 16 und Christian Müller mit 15 Treffern.

Die Meistermannschaft 1964Bearbeiten

Auch auf europäischer Ebene mischte der Klub in der Meistersaison mit. Im Messestädte-Pokal setzte man sich zunächst gegen KAA Gent, Sheffield Wednesday und die AS Rom durch und erreichte das Halbfinale gegen den FC Valencia. Im Hinspiel verlor der FC in Spanien mit 1:4, gewann im Rückspiel 2:0, was knapp das Ausscheiden bedeutete.

Tod Franz Kremers, Pech in Rotterdam und erster DFB-PokalsiegBearbeiten

In der zweiten Bundesliga-Saison 1964/65 waren die Kölner als Titelverteidiger auch der Favorit auf den erneuten Meisterschaftsgewinn, neu zum Team stieß unter anderem Hannes Löhr, der 14 Jahre bleiben sollte und in dieser Zeit in 386 Spielen 186 Tore erzielte. Nach einem schlechten Saisonstart arbeitete sich die Mannschaft in der Tabelle stetig nach oben und war am 16. Spieltag Tabellenführer. Die konstanteste Mannschaft war jedoch die Werder Bremens und am Ende zweiter Bundesliga-Meister; der FC wurde mit drei Punkten weniger Vizemeister. Im DFB-Pokal scheiterten die Kölner in Runde Eins am 1. FC Nürnberg.

 
Münzwurf von Rotterdam

Im Europapokal der Landesmeister verkaufte sich der FC deutlich besser als beim letzten Auftritt dort zwei Jahre zuvor. In der ersten Runde traf man auf Partizan Tirana, das nach einem 0:0 im Hinspiel in Köln mit 2:0 geschlagen wurde. Gegen Panathinaikos Athen erreichte der FC auswärts ein 1:1 und gewann im Rückspiel 2:1. Der 1. FC Köln war damit erstmals unter den acht besten Mannschaften in Europa. Im Viertelfinale trafen die Geißböcke auf den sechsfachen englischen Meister FC Liverpool. Die Kölner gingen als Außenseiter in das Duell, zudem fehlte verletzungsbedingt Routinier Hans Schäfer, der am Ende der Saison seine Karriere beendete. Das Hinspiel in Köln endete torlos, im Rückspiel wehrte FC-Keeper Toni Schumacher den Dauerbeschuss Liverpools über 90 Minuten ab, auch das Rückspiel endete 0:0.[15] Das Entscheidungsspiel fand im neutralen Rotterdamer De Kuip statt, wobei es zu einem der denkwürdigsten Europapokalspiele überhaupt kam. Wolfgang Weber brach sich nach 20 Minuten das Wadenbein, spielte nach kurzer Behandlung aber weiter.[16] Liverpool erzielte in der Zwischenzeit zwei Treffer und lag 2:0 vorne. Karl-Heinz Thielen verkürzte kurz vor der Pause und kurz nach Wiederanpfiff gelang Hannes Löhr der Ausgleich zum 2:2.[17][18] Das Duell fand auch in der Verlängerung keinen Sieger. Die Regeln der UEFA sahen damals vor, den Sieger per Münzwurf zu ermitteln. Schiedsrichter Robert Schaut benutzte jedoch keine Münze, sondern eine kleine Holzscheibe mit roter und weißer Seite. Er bestimmte Rot als die Farbe Liverpools. Nach dem Wurf blieb die Scheibe aufrecht im Rasen stecken, nach dem zweiten Wurf zeigte die Scheibe Rot und der FC war ausgeschieden[19][20] (siehe auch: Münzwurf von Rotterdam).

Saison Liga Platz Punkte DFB-Pokal Europapokal
1964/65 Bundesliga 02 38:22 1. Runde LC, Viertelfinale
1965/66 Bundesliga 05 44:24 Achtelfinale MP, Achtelfinale
1966/67 Bundesliga 07 37:31 Achtelfinale
1967/68 Bundesliga 04 38:30 Sieger MP, 2. Runde
1968/69 Bundesliga 13 32:36 1. Runde PS, Halbfinale
1969/70 Bundesliga 04 43:25 Finale
LC: Europapokal der Landesmeister, PS: Europapokal der Pokalsieger, MP: Messestädte-Pokal
 
Denkmal für Franz Kremer
 
DFB-Pokal

In der Bundesliga-Saison 1965/66 wurde klar, dass der FC die Vormachtstellung vorerst an andere Vereine, wie Borussia Dortmund oder den beiden Münchner Klubs FC Bayern, an dem man auch im Achtelfinale des Pokals scheiterte, und dem TSV 1860, der Meister wurde, abgegeben hatte. Dennoch reichte es für den FC noch zum fünften Platz. Im Messestädte-Pokal versuchte der Verein derweil auf etwas niedrigerem Niveau sein europäisches Trauma vom Vorjahr vergessen zu machen. Nach Siegen über Union Luxemburg, die man in Köln mit 13:0 aus dem Stadion fegte, was der bis heute höchste Pflichtspielsieg der Vereinsgeschichte ist sowie der höchste Europapokalsieg einer deutschen Mannschaft aller Zeiten,[21] und Aris Thessaloniki war in der dritten Runde gegen Újpesti Dózsa SC (3:2, 0:4) Endstation. Die Klubführung entschied sich nach der Saison für einen Wechsel auf der Trainerposition, Willi Multhaup folgte auf Meistertrainer Georg Knöpfle. Die Saison darauf schloss der FC, der sich unter anderem mit Torwart Milutin Šoškić verstärkte, auf einem enttäuschenden siebten Platz ab. Im DFB-Pokal unterlag das Team im Achtelfinale dem späteren Pokalsieger Hamburger SV.

Am 11. November 1967 (der FC hatte wenige Stunden zuvor in der Bundesliga bei Eintracht Frankfurt gewonnen) wurde der Verein vom plötzlichen Tod des Präsidenten Franz Kremer erschüttert. Kremer wurde 63 Jahre alt und war 19 Jahre lang Präsident des 1. FC Köln. Ein kleines Stadion neben dem Geißbockheim, das von Kremer noch geplant und 1971 fertiggestellt wurde, erhielt 1977 seinen Namen. Nachfolger wurde zunächst übergangsweise Werner Müller, ehe 1968 Oskar Maaß zum neuen Präsidenten gewählt wurde.

 
Heinz Flohe (1976)

In der Spielzeit 1967/68 verstärkte sich der FC mit Heinz Simmet und Carl-Heinz Rühl, mischte im Ligabetrieb lange oben mit und wurde am Ende Vierter. Dazu bei trug mit 5 Toren in 17 Spielen auch der bereits im Vorjahr verpflichtete Heinz „Flocke“ Flohe, der einer der besten Spieler in der Vereinsgeschichte werden sollte. Hannes Löhr wurde mit 27 Toren erster Bundesliga-Torschützenkönig des FC. In Europa trat man im Messestädte-Pokal an, bezwang zunächst Slavia Prag und unterlag dann knapp den Glasgow Rangers. Im Pokal erreichten die Kölner zum zweiten Mal nach 1954 das Endspiel. Nach Siegen über den FC 08 Homburg, Eintracht Frankfurt, Eintracht Braunschweig und Borussia Dortmund hieß der Gegner im Finale von Ludwigshafen VfL Bochum. Nach der Führung für den FC glich Bochum postwendend aus. Entscheidender Spieler des Endspiels wurde dann Neuzugang Carl-Heinz Rühl, der das 2:1 und das 3:1 schoss, gefolgt vom 4:1 durch Hannes Löhr. Damit war der 1. FC Köln zum ersten Mal DFB-Pokalsieger (siehe auch: Spieldaten zum DFB-Pokal-Finale 1968).

In der Saison 1968/69 nahm der FC nach dem Pokalsieg im Jahr zuvor erstmals am Europapokal der Pokalsieger, dem damals zweitwichtigsten europäischen Wettbewerb, teil. Auf der Trainerposition ersetzte Hans Merkle den Pokalsieger-Trainer Willi Multhaup. Nach zwei schweren Verletzungen von Milutin Šoškić war Paul Heyeres in dieser Saison neuer Stammkeeper. Außerdem stießen Peter Blusch und Werner Biskup neu zur Mannschaft. Die Kölner schalteten in den ersten Runden souverän Girondins Bordeaux, ADO Den Haag und Randers Freja aus, ehe es im Halbfinale gegen den achtfachen spanischen Meister FC Barcelona ging. Im Hinspiel trennten sich die Mannschaften 2:2,[22] im Rückspiel hatten die Kölner im Camp Nou keine Chance: Josep Fusté erzielte drei Treffer und Barcelona gewann mit 4:1.[23] Carl-Heinz Rühl wurde mit sechs Treffern Torschützenkönig des Wettbewerbs. Die lange Aktivität im Europapokal zollte den Auftritten in den nationalen Wettbewerben Tribut. Während man im Pokal als Titelverteidiger bereits in der ersten Runde gegen den VfB Stuttgart die Segel strich, war die Mannschaft auch in der Bundesliga so schlecht, wie nie zuvor. Von den 17 Auswärtsspielen verlor Köln 13. Allein der Heimstärke war es zu verdanken, dass man immerhin noch auf Platz 13 einlief. Trotzdem war der FC bis zum letzten Spieltag in Abstiegsnot. Am 34. Spieltag kam es zum Duell mit dem Vorjahresmeister 1. FC Nürnberg, dem nur ein Sieg half, um den Abstieg zu vermeiden, welcher im Umkehrschluss den Abstieg des 1. FC Köln bedeutet hätte. Wolfgang Overath traf kurz nach der Halbzeit zum 1:0, danach erhöhten Rühl und Hornig noch auf 3:0 und der 1. FC Köln hielt die Klasse; der 1. FC Nürnberg stieg ab.

Zur Spielzeit 1969/70 stieß der Angreifer Bernd Rupp zum FC, der voll einschlug und in seinen drei Jahren beim Klub insgesamt 55 Tore erzielte. Er gesellte sich zu den Etablierten Wolfgang Overath, Wolfgang Weber, Hannes Löhr sowie Torwart Manfred Manglitz, die allesamt bei der Weltmeisterschaft 1970 im deutschen Aufgebot standen. Auch Heinz Flohe setzte sich in dieser Spielzeit endgültig durch und wurde in Köln essenzieller Stammspieler. In Köln gewann man 14 der 17 Spiele und stand nach 27 Spieltagen auf dem ersten Tabellenplatz, jedoch gingen die wichtigen Spiele gegen den späteren Meister Borussia Mönchengladbach und den FC Bayern München verloren, sodass am Ende Platz 4 erreicht wurde. Im Pokalwettbewerb erreichten die Geißböcke zum dritten Mal das Endspiel. Nachdem man sich gegen Rot-Weiss Essen, den MSV Duisburg, Borussia Mönchengladbach und Alemannia Aachen durchgesetzt hatte, traf man im Finale in Hannover auf den Zweitligisten Kickers Offenbach. Der klar favorisierte FC musste feststellen, dass man den Hessen unterlegen war. Die Kickers führten nach 64 Minuten mit 2:0, ehe Hannes Löhr auf 1:2 verkürzte. Werner Biskup hatte kurz vor Schluss dann die große Chance per Elfmeter zum Ausgleich, doch er vergab. Der Pokalsieg der Offenbacher gegen Köln gilt als eine der größten Pokalsensationen[24] (siehe auch: Spieldaten zum DFB-Pokal-Finale 1970).

1970–1980: Unter Weisweiler zum „Double“ und Stammgast im EuropapokalBearbeiten

 
Wappen des 1. FC von 1967 bis 1973

Die Dekade der 1970er Jahre brachte dem 1. FC Köln 1978 das „Double“ bestehend aus Meisterschaft und DFB-Pokal. Dies war zuvor nur dem FC Bayern München gelungen; der FC ist einer von nur vier Vereinen, die diesen Doppelerfolg bislang feiern konnten. Außerdem gewann der FC auch im Jahr davor den DFB-Pokal und er ging dreimal als Verlierer aus dem Pokalfinale; zudem wurde er 1973 Vizemeister. Geprägt war die Ära der 1970er im deutschen Fußball jedoch von Bayern München und Borussia Mönchengladbach, die acht der zehn Meistertitel unter sich ausmachten. Die Gladbacher entwickelten sich in dieser Zeit auch wegen der geografischen Nähe zum Erzfeind des FC. Auf europäischer Ebene war der Verein bis auf eine Ausnahme jedes Jahr vertreten, hauptsächlich im neu geschaffenen UEFA-Pokal. Dort sowie im Europapokal der Landesmeister und im Messestädte-Pokal erreichte die Mannschaft je einmal das Halbfinale.

Zwei europäische Halbfinals, DFB-Pokalfinaltrauma und Heimspiele in der „Radrennbahn“Bearbeiten

Saison Liga Platz Punkte DFB-Pokal Europapokal
1970/71 Bundesliga 11 33:35 Finale MP, Halbfinale
1971/72 Bundesliga 04 43:25 Halbfinale UC, 2. Runde
1972/73 Bundesliga 02 43:25 Finale UC, Achtelfinale
1973/74 Bundesliga 05 39:29 Viertelfinale UC, Viertelfinale
1974/75 Bundesliga 05 41:27 Achtelfinale UC, Halbfinale
UC: UEFA-Pokal, MP: Messestädte-Pokal

Die Saison 1970/71 wurde vom Bundesliga-Skandal überschattet. Involviert darin war auch der Kölner Torwart Manfred Manglitz, der bei drei Spielen des FC gegen abstiegsbedrohte Klubs nachweislich bestochen worden war. Zwei der drei Spiele gewann der FC, eines verlor er mit 2:4. Manglitz wurde daher gesperrt, neuer Stammtorhüter wurde Gerhard Welz. Jupp Kapellmann und Bernd Cullmann waren die wichtigsten Spielerverpflichtungen in diesem Jahr. Cullmann sollte 13 Jahre bleiben und 341 Spiele für den FC absolvieren. Unter dem neuen Trainer Ernst Ocwirk, der nur diese eine Saison bleiben sollte, erreichte Köln zum zweiten Mal das Halbfinale des Messestädte-Pokals, welcher zum letzten Mal ausgetragen wurde. Auf dem Weg dorthin schaltete die Mannschaft CS Sedan Ardennes, den AC Florenz, Spartak TAZ Trnava und den FC Arsenal aus. Gegner im Semifinale war der 13-fache italienische Meister Juventus Turin. Im Hinspiel in Köln reichte es nur zu einem 1:1, in Turin verlor der FC mit 0:2 und verpasste so das Finale. Die Leistungen in der Bundesliga litten sehr unter der Kräfte raubenden Teilnahme am europäischen Wettbewerb, der FC wurde nur Elfter. Im Pokal gelang dem 1. FC Köln zum fünften Mal der Einzug ins Endspiel. Nach einem 3:2-Auswärtssieg beim FC Schalke 04 traf man im Finale auf den FC Bayern München. Bernd Rupp brachte Köln in Führung, doch Franz Beckenbauer glich aus. In der Verlängerung gelang den Münchnern kurz vor Schluss der Siegtreffer (siehe auch: Spieldaten zum DFB-Pokal-Finale 1971).

 
Kölner Radstadion, Stelle der damaligen Müngersdorfer Radrennbahn

Als Pokalfinalist erreichten die Geißböcke in der Saison darauf unter Trainer Gyula Lóránt und mit den Neuzugängen Gerhard Welz, Jürgen Glowacz und Harald Konopka – der zwölf Jahre blieb und 335 Pflichtspiele absolvierte – dennoch das internationale Geschäft. Im erstmals ausgetragenen UEFA-Pokal setzte man sich zunächst gegen den AS Saint-Étienne durch und traf in der zweiten Runde auf den FC Dundee, dem man sieben Jahre zuvor im Landesmeistercup historisch hoch unterlag. Auch dieses Mal scheiterte das Team an den Schotten: Nach einem 2:1 in Köln verlor man in Dundee mit 2:4. In der Bundesliga erreichte man wieder höhere Regionen, wurde am Ende Vierter. Im DFB-Pokal gab es bedingt durch eine Modusänderung zu Hin- und Rückspielen spannende Vergleiche mit Kickers Offenbach (1:3, 4:0) und Bayern München (0:3, 5:1), in denen Köln hohe Auswärtsniederlagen durch noch höhere Heimsiege wettmachte. Im Halbfinale gegen den FC Schalke 04 waren es jedoch die Schalker, die den Vorteil des Heimspiels im Rückspiel hatten und ein 1:4 aus dem Hinspiel in Köln egalisierten. Im Elfmeterschießen setzte sich Schalke schließlich durch.

 
Harald „Toni“ Schumacher (1982)

Sämtliche Heimspiele bestritt der 1. FC Köln zu dieser Zeit in der Müngersdorfer Radrennbahn,[25] da die Hauptkampfbahn im Sportpark Müngersdorf abgerissen und an selber Stelle das neue Müngersdorfer Stadion gebaut wurde, welches 1975 fertiggestellt wurde. Die vier Jahre in der Radrennbahn waren für den Klub wirtschaftlich nur schwer verkraftbar. Fanden in der Hauptkampfbahn noch 60.000 Zuschauer Platz, waren es in der Radrennbahn anfangs nur 22.000, später dann 28.000.[26]

1972/73 stieß Toni Schumacher zum FC. In den ersten Jahren noch Ersatztorwart hinter Gerhard Welz, wurde er nach dessen anhaltender Verletzung neuer Stammtorwart und stand in 15 Jahren 541-mal für den FC zwischen den Pfosten. Außerdem wurde die Mannschaft mit Verteidiger Herbert Hein und Mittelfeldspieler Herbert Neumann verstärkt, die auf Anhieb wichtige Bestandteile des Teams waren. Trainer in dieser Spielzeit war Rudi Schlott. Der FC spielte die beste Saison seit acht Jahren und wurde elf Punkte hinter dem überragenden FC Bayern München zum vierten Mal Vizemeister. Der DFB-Pokal 1972/73 stand ganz im Zeichen eines der hochklassigsten Endspiele in der DFB-Pokalgeschichte zwischen dem FC und Erzrivale Borussia Mönchengladbach, nachdem sich Köln in den Vorschlussrunden souverän gegen den Hamburger SV (2:2, 4:1), Eintracht Braunschweig (5:0, 3:2) und Kickers Offenbach (5:0, 1:1) durchgesetzt hatte. Nach früher Führung für Mönchengladbach glich Herbert Neumann kurz vor der Pause aus. Der Topspieler der Borussia, Günter Netzer, saß auf der Ersatzbank und wurde dauernd von den Gladbacher Fans gefordert, blieb jedoch auf eigenen Wunsch vorerst draußen. In der Verlängerung wechselte sich Netzer dann selber ein, ohne dass der Gladbacher Trainer Hennes Weisweiler intervenierte. In der 94. Spielminute erzielte Netzer dann den Siegtreffer zum 2:1.[27] Für die Geißböcke war es das dritte Pokalfinale innerhalb vierer Jahre, das verloren ging (siehe auch: DFB-Pokal-Endspiel 1973).

 
Weltmeister 1974: Wolfgang Overath (li.)

Im UEFA-Pokal scheiterte man nach Siegen über Bohemians Dublin und Viking Stavanger ebenfalls an Mönchengladbach. Nach einem 0:0 in Köln verlor die Mannschaft am Niederrhein deutlich mit 0:5. Peter Weiand wurde 1973 vierter Präsident des 1. FC Köln. Seine 14-jährige Amtszeit war die zweitlängste der Vereinsgeschichte. Zur Saison 1973/74 installierte die neue Klubführung den Meistertrainer von 1962, „Tschik“ Čajkovski; wichtigster neuer Spieler war der Stürmer Dieter Müller, dessen Verpflichtung ein absoluter Glücksgriff war. Müller erzielte in 248 Bundesligaspielen für den 1. FC Köln 159 Tore. Köln beendete die Spielrunde auf dem fünften Platz. Im UEFA-Cup schaltete der FC zunächst Eskişehirspor, Olympique Marseille und OGC Nizza aus, ehe die Mannschaft im Viertelfinale an Tottenham Hotspur (1:2, 0:3) scheiterte. Im Pokal war ebenfalls im Viertelfinale gegen Eintracht Frankfurt Schluss.

Deutschland wurde 1974 zum zweiten Mal Weltmeister. Wie bereits 1954 waren auch FC-Akteure im Kader der Nationalmannschaft. Mit Wolfgang Overath, Heinz Flohe und Bernd Cullmann waren es 1974 drei Spieler des 1. FC Köln, die die Weltmeisterschaft gewannen. Während Overath in allen sieben WM-Spielen auflief und zwei Tore erzielte, kamen Flohe und Cullmann auf jeweils drei Einsätze.

Für die Bundesliga 1974/75 wurden die Verteidiger „Gerd“ Strack und Herbert Zimmermann, der bei Bayern München als Stürmer agiert hatte, verpflichtet. Beide blieben über ein Jahrzehnt lang beim Klub und waren meist Stammspieler. Der 1. FC Köln konnte das hohe Niveau der Anfangszeit in der Bundesliga nicht halten und etablierte sich unter den ersten Fünf der Tabelle, wodurch man in der Regel für den UEFA-Pokal qualifiziert war. So auch in dieser Spielrunde, die die Mannschaft als Fünfter abschloss. Im Pokal scheiterte Köln früh an Fortuna Düsseldorf. Im UEFA-Pokal erreichte der FC erstmals das Halbfinale. Nachdem man sich gegen Kokkolan Palloveikot, Dinamo Bukarest, Partizan Belgrad und den FC Amsterdam hatte durchsetzen können, war der Gegner im Halbfinale einmal mehr Borussia Mönchengladbach. Im Hinspiel in Köln, eines der letzten FC-Spiele in der Radrennbahn, legten die Gladbacher mit einem 3:1-Auswärtssieg den Grundstein für den Finaleinzug, auch das Rückspiel gewann die Borussia mit 1:0.

 
Müngersdorfer Stadion (1997)

Einzug ins Müngersdorfer Stadion und zweiter DFB-PokalsiegBearbeiten

Im November 1975 wurde das Müngersdorfer Stadion eröffnet, wodurch der FC wirtschaftlich wieder entlastet wurde. Anfangs fanden 61.000 Zuschauer im neuen Stadion Platz, im Laufe der Jahre wurde die Kapazität auf knapp unter 50.000 Plätze verringert. Neuverpflichtungen zu Saisonstart waren Roland Gerber und Dieter Prestin. Der ehemalige FC-Spieler zu Oberligazeiten Georg Stollenwerk löste während der Spielzeit Zlatko Čajkovski als Trainer ab, blieb bis zum Saisonende. In der ersten Bundesliga-Saison nach dem Einzug in das neue Stadion wurden die Kölner Vierter, im Pokal scheiterte man im Viertelfinale am FC Bayern München. Auch im UEFA-Pokal schied die Mannschaft vergleichsweise früh aus. Nachdem sie sich gegen Boldklubben 1903 durchsetzte, unterlag man in der zweiten Runde Spartak Moskau (0:2, 0:1).

Hennes Weisweiler startete zur Spielrunde 1976/77 seine dritte Amtszeit als Trainer des 1. FC Köln, die 1980 endete. In dieser Zeit verantwortete er mit dem Gewinn des Doubles 1978 den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Ebenfalls neu zum Verein kam der belgische Flügelspieler Roger Van Gool, der in 98 Spielen 28 Treffer erzielte. In der Liga lief der FC am Ende als Fünfter ein, dabei wurde Dieter Müller mit 34 Treffern zweiter Torschützenkönig des Vereins. Im UEFA-Cup war nach Siegen gegen GKS Tychy und den Grasshopper Club Zürich im Achtelfinale gegen die Queens Park Rangers Endstation. Im DFB-Pokal gelang der 1. FC Köln zum sechsten Mal ins Finale. Nachdem man unter anderem in Düsseldorf gegen die Fortuna mit 4:2 nach Verlängerung gewann und im Halbfinale Rot-Weiss Essen mit 4:0 schlug, hieß der Gegner im Endspiel in Hannover Hertha BSC. Die Partie endete 1:1 und auch nach Verlängerung gab es keinen Sieger. Dies führte zu der Besonderheit, dass der Sieger des DFB-Pokals zum einzigen Mal in seiner Geschichte in einem Wiederholungsspiel, welches zwei Tage später an selber Stelle stattfand, ermittelt wurde. Dieses Spiel gewann der FC durch ein Tor von Dieter Müller mit 1:0 und sicherte sich den zweiten DFB-Pokalsieg (siehe auch: Spieldaten zum DFB-Pokal-Finale 1977).

Saison Liga Platz Punkte DFB-Pokal Europapokal
1975/76 Bundesliga 4 39:29 Viertelfinale UC, 2. Runde
1976/77 Bundesliga 5 40:28 Sieger UC, Achtelfinale
1977/78 Bundesliga 1 48:20 Sieger PS, 1. Runde
1978/79 Bundesliga 6 38:30 Achtelfinale LC, Halbfinale
1979/80 Bundesliga 5 37:31 Finale
LC: Europapokal der Landesmeister, PS: Europapokal der Pokalsieger, UC: UEFA-Pokal

Das „Double“ und unter den vier Besten EuropasBearbeiten

 
„Double“-Trainer 1978: Hennes Weisweiler

Die Saison 1977/78 war die bisher erfolgreichste in der Geschichte des Klubs. Die Mannschaft holte sowohl die Meisterschaft, als auch den Pokal nach Köln und gewann somit das „Double“. Im Europapokal der Pokalsieger scheiterte die Mannschaft in der Double-Saison bereits in der ersten Runde am FC Porto (2:2, 0:1). Zu Beginn der Bundesliga-Spielzeit war der wichtigste Spielertransfer Yasuhiko Okudera, der aus Japan kam und drei Jahre bleiben sollte. Im DFB-Pokal zogen die Kölner als Titelverteidiger souverän ins Endspiel ein, in dem es in Gelsenkirchen gegen Fortuna Düsseldorf ging. Der FC gewann durch Treffer von Roger Van Gool und Bernd Cullmann mit 2:0 und damit zum dritten Mal den DFB-Pokal (siehe auch: Spieldaten zum DFB-Pokal-Finale 1978).

Der FC spielte auch in der Liga eine konstant starke Runde und stand vor dem letzten Spieltag aufgrund des um zehn Tore besseren Torverhältnisses vor dem Erzrivalen Borussia Mönchengladbach an der Tabellenspitze. Gladbach siegte am letzten Spieltag gegen Borussia Dortmund mit 12:0, was den Borussen sogar bei einem 2:0-Sieg für Köln die Meisterschaft gebracht hätte. Der FC gewann jedoch beim FC St. Pauli mit 5:0 und wurde letztlich durch drei weniger kassierte Tore bei gleichviel geschossenen Deutscher Meister. Damit gewann der 1. FC Köln seine erste Meisterschaft seit 1964 und die dritte insgesamt (siehe auch: Spieldaten zum 5:0-Sieg gegen den FC St. Pauli).

Dieter Müller verteidigte zudem mit 24 Treffern seinen Titel des Torschützenkönigs, musste ihn sich allerdings mit Namensvetter Gerd teilen. Dieter Müller erzielte zudem am 3. Spieltag beim 7:2 gegen Werder Bremen sechs Tore, ein Bundesliga-Rekord. Nach dem Gewinn des Doubles beendeten einige wichtige Stammspieler ihre aktive Laufbahn (z. B. Hannes Löhr), oder wechselten den Verein (z. B. Wolfgang Weber).

Die Doublemannschaft 1978Bearbeiten

Vereinswechsel während der Saison: Jürgen Glowacz (zu Werder Bremen)

 
Pierre Littbarski (2006)

In der Spielzeit 1978/79 begannen gleich zwei spätere Vereinsikonen ihre Karriere. Pierre Littbarski kam mit 18 Jahren zum Klub und entwickelte sich in seinen 14 Jahren beim FC zu einem der besten Offensivspieler, die der Verein je in seinen Reihen hatte. In insgesamt 406 Bundesligaspielen erzielte „Litti“ 116 Tore. Stephan Engels kam ebenfalls als 18-Jähriger, blieb elf Jahre und schoss 39 Tore in 236 Spielen. Außerdem begann Bernd Schuster beim FC in dieser Spielrunde seine Karriere. Als Meister des Vorjahres nahm der 1. FC Köln am Europapokal der Landesmeister teil. Nach 1962/63 und 1964/65 war es die dritte, erfolgreichste und bis heute letzte Teilnahme an diesem wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb. In den ersten Runden setzte sich der FC souverän gegen die Meister aus Island (ÍA Akranes) und Bulgarien (Lokomotive Sofia) durch. im Viertelfinale bezwang man die Glasgow Rangers (1:0, 1:1). Erstmals erreichten die Geißböcke das Halbfinale des Landesmeisterpokals und waren damit unter den vier besten Mannschaften in Europa. Der 1. FC Köln war der erste deutsche Verein, der in allen vier Europapokalwettbewerben mindestens das Halbfinale erreicht hatte. Überhaupt gelang dies ansonsten nur noch Eintracht Frankfurt. Gegen Nottingham Forest trennten die Kölner sich im Hinspiel in England unentschieden mit 3:3. Im Rückspiel hätte also schon ein 0:0 für den FC zum Einzug ins Endspiel gereicht, doch die Engländer gewannen in Müngersdorf mit 1:0 und Köln schied aus (siehe auch: Spieldaten zum Halbfinale des Europapokals der Landesmeister 1979). Da es in der Liga nur zu Platz Sechs reichte und man im Pokal schon im Achtelfinale ausschied, konnte sich der FC nach neun Jahren ununterbrochener Europapokal-Teilnahme nicht für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren.

Die letzte Saison in den 1970ern schlossen die Kölner auf dem fünften Platz ab. Außerdem erreichte das mit Tony Woodcock und Holger Willmer verstärkte Team zum achten Mal in der Klubgeschichte das DFB-Pokalfinale. Dort kam es zu einer Neuauflage des Endspiels von 1978 gegen Fortuna Düsseldorf. Die Fortuna konnte sich für ihre Niederlage revanchieren und gewann mit 2:1 (siehe auch: Spieldaten zum DFB-Pokal-Finale 1980). Hennes Weisweiler hatte den FC kurz vor Saisonende verlassen; er hatte sich mit dem Präsidium zerstritten. Sein Nachfolger Karl-Heinz Heddergott saß bereits beim Pokalfinale auf der Bank.

1980–1990: Letzter Titelgewinn und UEFA-Pokal-FinaleBearbeiten

Gewann der FC in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach Titel pro Dekade, so wurde in den 1980ern mit dem DFB-Pokalsieg 1983 lediglich ein Titel errungen, der letzte bis zum heutigen Tag. Dennoch war der FC weiter fester Bestandteil des oberen Tabellendrittels der Bundesliga, wurde dreimal Vizemeister und war mit zwei Ausnahmen immer im Europapokal vertreten.

Vierter DFB-PokalsiegBearbeiten

Saison Liga Platz Punkte DFB-Pokal Europapokal
1980/81 Bundesliga 8 34:34 2. Runde UC, Halbfinale
1981/82 Bundesliga 2 45:23 1. Runde
1982/83 Bundesliga 5 43:25 Sieger UC, Achtelfinale
1983/84 Bundesliga 6 38:30 Achtelfinale PS, Achtelfinale
PS: Europapokal der Pokalsieger, UC: UEFA-Pokal
 
Rinus Michels (1984)

Am erfolgreichsten war der FC in der Saison 1980/81 im UEFA-Pokal. Mit den Neuzugängen Rainer Bonhof und Frank Hartmann sowie dem neuen Trainer, „General“ Rinus Michels, erreichten die Kölner zum sechsten Mal ein Halbfinale im Europapokal. Nachdem die Mannschaft in der ersten Runde souverän ÍA Akranes ausschaltete, kam es in Runde Zwei zu einer Sternstunde in der Europapokalgeschichte des 1. FC Köln; Gegner war der neunfache spanische Meister FC Barcelona, den man nach einer 0:1-Niederlage im Hinspiel in Köln mit 4:0 in Barcelona besiegte.[28] Im Achtelfinale bezwang das Team im innerdeutschen Duell knapp den VfB Stuttgart (1:3, 4:1 n. V.), im Viertelfinale schaltete man Standard Lüttich (0:0, 3:2) aus. Im Halbfinale gingen dann beide Spiele gegen Ipswich Town mit 0:1 verloren. In den nationalen Wettbewerben schnitt man deutlich schlechter ab, in der Bundesliga reichte es nur zu Platz 8, das schlechteste Abschneiden seit 1970/71. Dadurch verlor der FC auch den ersten Platz in der Ewigen Tabelle der Bundesliga, den man seit Bundesligagründung innehatte, an den Meister FC Bayern München. Im Pokal schied der FC bereits in der zweiten Runde gegen den SC Freiburg aus.

In der Spielzeit 1981/82 konnte sich der FC also voll und ganz auf die Bundesliga konzentrieren. Die Spielzeit brachte den endgültigen Durchbruch für Pierre Littbarski. Er wurde für den FC zum unverzichtbaren Stammspieler, der in vier aufeinanderfolgenden Spielzeiten mindestens 15 Treffer erzielte. Mit Klaus Allofs, Klaus Fischer, Paul Steiner und Matthias Hönerbach gab es zudem gleich vier wichtige Neuverpflichtungen, die dem Verein lange erhalten bleiben sollten. Besonders zu Hause waren die Geißböcke in dieser Saison eine Macht; sie holten 28 von 34 möglichen Punkten. Ein wichtiges Heimspiel zum Ende der Saison verlor der FC jedoch mit 0:1 gegen Arminia Bielefeld, was die Meisterschaftschancen zunichtemachte; der FC wurde hinter dem Hamburger SV Vizemeister. Im DFB-Pokal scheiterten die Kölner derweil in der ersten Runde.

Die Saison 1982/83 brachte dem FC mit dem Gewinn des DFB-Pokals den bislang letzten Titel. Auf dem Weg ins Finale bekam der FC ausschließlich Heimspiele zugelost und gewann diese (Ausnahme: im Halbfinale gegen den VfB Stuttgart 3:2 nach Verlängerung) deutlich. Im Endspiel traf die Mannschaft auf den Stadtrivalen Fortuna Köln. Das Spiel fand noch dazu in Köln, im Müngersdorfer Stadion, statt. Der Zweitligist war dem FC mindestens ebenbürtig, der Sieg durch einen Treffer von Pierre Littbarski eher glücklich[29] (siehe auch: Spieldaten zum DFB-Pokal-Finale 1983). In der Bundesliga wurden die Geißböcke Fünfter. Die Teilnahme am UEFA-Pokal endete nach Siegen gegen AEK Athen und die Glasgow Rangers im Achtelfinale, in dem man der AS Rom unterlag (1:0, 0:2).

Durch den DFB-Pokalsieg im Vorjahr nahmen die Kölner zum dritten und letzten Mal am Europapokal der Pokalsieger teil. In der ersten Runde konnte die Mannschaft die 0:1-Hinspielniederlage gegen SSW Innsbruck durch ein 7:1 im Rückspiel in Köln noch wettmachen, in Runde Zwei gelang dies gegen Újpesti Dózsa SC Budapest (1:3, 4:2) zwar auch, durch die mehr geschossenen Auswärtstore zogen jedoch die Ungarn ins Viertelfinale ein. In der Bundesliga qualifizierte sich das Team als Sechster knapp für den UEFA-Cup, während man im Pokal im Achtelfinale an Hannover 96 scheiterte. Ausgezeichnet als Fußballer des Jahres wurde 1984 Harald „Toni“ Schumacher, unter anderem auch wegen seiner Leistungen in der Nationalmannschaft. 1986 gewann er diese Auszeichnung erneut.

UEFA-Pokal Finale gegen Real MadridBearbeiten

 
Klaus Allofs (2009)
 
„Icke“ Häßler (2008)
Saison Liga Platz Punkte DFB-Pokal Europapokal
1984/85 Bundesliga 03 40:28 2. Runde UC, Viertelfinale
1985/86 Bundesliga 13 29:39 2. Runde UC, Finale
UC: UEFA-Pokal

Zu Anfang der Saison 1984/85 ersetzte der ehemalige FC-Spieler Hannes Löhr auf der Trainerposition Rinus Michels. Wichtigste Spielerverpflichtung war neben dem aus Offenbach gekommenen Uwe Bein, der bei den Reinickendorfern Füchsen entdeckte Thomas „Icke“ Häßler. Der Mittelfeldregisseur und spätere Welt- und Europameister absolvierte 149 Bundesligaspiele für Köln und erzielte dabei 17 Tore. Zudem wurde Häßler 1989 als vierter und bis heute letzter Profi des 1. FC Köln zum Fußballer des Jahres gewählt. In der Bundesliga spielte man wie gewohnt im oberen Tabellendrittel mit und wurde am Ende Dritter, Klaus Allofs wurde dabei mit 26 Treffern Torschützenkönig. Im Pokal schied man in der zweiten Runde wie schon im Vorjahr gegen Hannover 96 aus. Die Teilnahme am UEFA-Pokal dauerte dagegen länger. Pogoń Stettin, Standard Lüttich und Spartak Moskau konnten zunächst ausgeschaltet werden, ehe es im Viertelfinale gegen den zweimaligen Weltpokalsieger Inter Mailand ging. Das Hinspiel in Mailand ging knapp mit 0:1 verloren, im Rückspiel gewann Inter unter anderem durch zwei Tore von Karl-Heinz Rummenigge ebenfalls (3:1) und Köln schied aus.

Die Spielzeit 1985/86 war geprägt von schweren Problemen in den nationalen Wettbewerben und dem Erreichen des Endspiels des UEFA-Cups. Olaf Janßen war die wichtigste Neuverpflichtung, der in elf Jahren beim Klub 209 Bundesligaspiele für den FC absolvierte. Georg Keßler übernahm während der Saison als Trainer, da die Mannschaft unter Hannes Löhr in der Bundesliga in großer Abstiegsgefahr stand. Vor dem letzten Spieltag rangierte man nur einen Punkt vor dem Relegationsplatz, den Borussia Dortmund innehatte. Das letzte Spiel gewann der FC sicher mit 3:0 gegen den VfL Bochum und sicherte die Klasse. Im Pokal war bereits in Runde Zwei gegen den 1. FC Kaiserslautern Schluss. Großen Erfolg hatten die Kölner dagegen im UEFA-Pokal, in dem man erstmals das Finale erreichte. In den ersten vier Runden setzte sich der 1. FC Köln gegen Sporting Gijón, Bohemians ČKD Prag, Hammarby IF und Sporting Lissabon durch. Gegner war das Überraschungsteam des KSV Waregem aus Belgien. Im Hinspiel legte die Mannschaft mit einem überzeugenden 4:0 den Grundstein für das Weiterkommen.[30] Auch im Rückspiel führte das Team schnell mit 2:0, am Ende hieß es 3:3 und der FC erreichte erstmals das Endspiel eines Europapokals.

Finalgegner war mit Real Madrid die erfolgreichste europäische Vereinsmannschaft, womit der FC klarer Außenseiter war. Zusätzlich erschwert wurde ein möglicher UEFA-Pokal-Sieg durch eine Entscheidung der UEFA, die die Kölner mit einer Platzsperre für das Final-Rückspiel belegte, da es laut Urteil zu Ausschreitungen der Kölner Fans beim Halbfinal-Rückspiel in Belgien gekommen sei.[31] Als Spielort wurde das gut 600 Kilometer von Köln entfernte Berliner Olympiastadion ausgewählt. Des Weiteren gab Pierre Littbarski in diesen Tagen seinen Abschied bekannt, er wechselte zu Racing Paris. Vorangegangen war ein längerer Zwist mit Präsident Peter Weiand. Nur vier Tage nach der Rettung in der Bundesliga stand das Final-Hinspiel im Madrider Estadio Santiago Bernabéu an. Der FC ging durch einen Treffer von Klaus Allofs mit 1:0 in Führung, geriet jedoch durch einen Doppelschlag der „Königlichen“ noch vor der Halbzeit mit 1:2 in Rückstand. Nach einem weiteren Gegentreffer kurz nach der Pause hielt man das mit 1:3 immer noch akzeptable Ergebnis bis kurz vor Schluss, als Real noch einen weiteren Doppelschlag schaffte und letztlich mit 5:1 gewann.[32] Die Vorzeichen für das Rückspiel im Berliner Olympiastadion waren denkbar schlecht. Zwar versuchte man alles, unter anderem gingen die Spieler selbst durch Berlin, um möglichst viele Zuschauer für das Endspiel zu begeistern, am Ende verliefen sich aber nur 16.185 Zuschauer im weiten Rund. Ralf Geilenkirchen und Uwe Bein sorgten immerhin für einen 2:0-Sieg, was aber im Gesamtergebnis (5:3 für Real) nicht reichte, die Madrider gewannen den UEFA-Pokal (siehe auch: Spieldaten zum Finale des UEFA-Pokals 1986). Klaus Allofs sicherte sich mit neun Treffern den Titel des Torschützenkönigs des UEFA-Pokals.

Zwei Vize-Meisterschaften unter Christoph Daum und Toni Schumachers „Anpfiff“Bearbeiten

 
Christoph Daum (2009)
Saison Liga Platz Punkte DFB-Pokal Europapokal
1986/87 Bundesliga 10 35:33 Achtelfinale
1987/88 Bundesliga 03 48:20 2. Runde
1988/89 Bundesliga 02 45:23 2. Runde UC, Achtelfinale
1989/90 Bundesliga 02 43:25 Achtelfinale UC, Halbfinale
UC: UEFA-Pokal

Zur Spielzeit 1986/87 stieß mit Thomas Allofs der Bruder von Klaus zum Verein, der ebenfalls Stürmer war und in 70 Bundesligaspielen 30 Treffer erzielte. Außerdem neu kamen Armin Görtz und Morten Olsen, der später auch zwei Jahre Trainer in Köln war. Der Saisonstart wurde gründlich verpatzt, nach sieben Spielen erreichte man nur einen Sieg und war auf Platz 16. Daraufhin wurde Georg Keßler beurlaubt und Christoph Daum als neuer Trainer installiert. Daum war bereits seit 1975 beim Klub, erst als Spieler der Amateurmannschaft, dann als Trainer von dieser und in der Saison 1985/86 als Co-Trainer der Ersten Mannschaft. Daum führte die Mannschaft nach dem schlechten Saisonstart noch auf den zehnten Platz ins gesicherte Mittelfeld der Tabelle. Im Pokal schied der FC im Achtelfinale gegen Bayer 05 Uerdingen aus. Während der Saison, im März 1987, erschien Toni Schumachers Buch Anpfiff, Enthüllungen über den deutschen Fußball.[33] Die heftigsten Reaktionen riefen dabei massive Dopingvorwürfe hervor sowie Attacken gegen einige seiner ehemaligen Mitspieler, die er teilweise beleidigte. Der FC suspendierte Schumacher daraufhin, wodurch seine 15-jährige Ära in Köln beendet war. Nach der Spielzeit gab Peter Weiand sein Amt als Präsident auf, welches er 14 Jahre lang bekleidete; Nachfolger wurde Dietmar Artzinger-Bolten.

 
Bodo Illgner (vorne, 1994)

Zur Saison 1987/88 verließen neben Schumacher mit Klaus Allofs und Uwe Bein zwei weitere wichtige Spieler den FC. Dafür kehrte Pierre Littbarski nach nur einem Jahr zurück in die Domstadt. Ebenfalls neu dazu stießen unter anderem Flemming Povlsen und Jürgen Kohler. Neuer Stammtorwart wurde Bodo Illgner, der den suspendierten Schumacher bereits in den letzten Saisonspielen der vorherigen Spielzeit ersetzt hatte. Illgner machte in elf Jahren 326 Bundesligaspiele für den Verein. Während sich die Mannschaft in der zweiten Runde des DFB-Pokals bei der 0:1-Niederlage gegen Viktoria Aschaffenburg blamierte, spielte sie in der Bundesliga konstant stark und hatte lange die Chance auf die Meisterschaft, die sich letztlich aber Werder Bremen sicherte. Hinter den Bremern und dem FC Bayern belegte der FC am Ende den dritten Platz und qualifizierte sich damit nach zwei Jahren Pause wieder für den UEFA-Pokal.

Karsten Baumann, Falko Götz, Frank Greiner und Horst Heldt waren die wichtigsten Neuverpflichtungen zur Saison 1988/89, die alle über 100 Ligaspiele für die Kölner bestreiten sollten. Im UEFA-Pokal setzte man sich zunächst gegen Royal Antwerpen und die Glasgow Rangers durch, ehe die Mannschaft im Achtelfinale knapp an Real Sociedad scheiterte (0:1, 2:2). Im DFB-Pokal schied man erneut in Runde Zwei aus, diesmal gegen den SV Waldhof Mannheim. In der Bundesliga konnte an die guten Leistungen des Vorjahres angeknüpft werden. Wieder war der FC lange in den Meisterschaftskampf involviert, musste sich jedoch erneut geschlagen geben, diesmal dem FC Bayern; die Geißböcke wurden Vizemeister. Thomas Allofs wurde mit 17 Treffern der bis heute letzte Bundesliga-Torschützenkönig des FC, musste sich diesen Titel jedoch mit dem Münchner Roland Wohlfarth teilen.

Zur Saison Fußball-Bundesliga 1989/90 musste der FC gleich drei Abgänge verkraften. Mit Thomas Allofs, Matthias Hönerbach und Jürgen Kohler verließen drei Stammkräfte den Verein, ersetzt werden sollten sie hauptsächlich von Alfons Higl und Frank Ordenewitz. Die Neuzugänge konnten schnell integriert werden und der FC konnte das gute Spielniveau des Vorjahres halten, wurde erneut Vizemeister hinter den dominierenden Bayern. Die Flaute im DFB-Pokal ging derweil weiter, erneut schied die Mannschaft früh aus. Im UEFA-Pokal konnte zum achten und letzten Mal ein Europapokal-Halbfinale erreicht werden, vier davon im UEFA-Cup. Auf dem Weg dorthin wurden zunächst TJ Plastika Nitra und Spartak Moskau souverän bezwungen. In der dritten Runde hieß der Gegner Roter Stern Belgrad, die das Hinspiel in Belgrad mit 2:0 gewannen, doch Köln drehte das Duell durch ein 3:0-Heimsieg noch. Im Viertelfinale hatte die Mannschaft gegen Royal Antwerpen zunächst Heimrecht und gewann 2:0, sodass ein 0:0 im Rückspiel ausreichte. Im Halbfinale ging es gegen Juventus Turin. Im Hinspiel in Italien lag der FC schnell mit 0:3 hinten, zeigte jedoch Moral und verkürzte noch auf 2:3, was eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel darstellte. In diesem fanden die Kölner kein Mittel gegen die starke Abwehrarbeit von Juventus, das Spiel endete 0:0 und der FC schied aus.[34] Am Ende der Saison wechselte Thomas Häßler für die damalige Rekordsumme von 14 Millionen DM zum UEFA-Pokal-Halbfinalgegner und späteren -Sieger Juventus Turin, was den FC auf einen Schlag zu einem der reichsten Klubs Deutschlands machte.[35]

1990–2000: Sportlicher Absturz und finanzielle ProblemeBearbeiten

Die 1990er stehen in erster Linie für den sportlichen Niedergang des Vereins, der 1998 erstmals aus der Bundesliga abstieg. Wurden in den vergangenen Jahrzehnten immer Titel gewonnen, erreichte man in dieser Dekade nur einmal das DFB-Pokalfinale, das verloren ging. Auch finanziell geriet der Klub in Schwierigkeiten.

Pokalfinale, Rätsel um die „Häßler-Millionen“ und Unfalltod von Maurice BanachBearbeiten

Saison Liga Platz Punkte DFB-Pokal Europapokal
1990/91 Bundesliga 7 37:31 Finale UC, Achtelfinale
1991/92 Bundesliga 4 44:32 3. Runde
UC: UEFA-Pokal

Während der Weltmeisterschaft 1990 wurde Trainer Christoph Daum überraschend und ohne nähere Begründung entlassen. Als Weltmeister aus Italien kehrten mit Pierre Littbarski, Paul Steiner, Bodo Illgner und Thomas Häßler wie schon bei den Titelgewinnen 1954 und 1974 auch Kölner zurück nach Deutschland. Häßler war zwar nach Turin gewechselt, stand zum Zeitpunkt der WM jedoch noch beim FC unter Vertrag.

Neuer Trainer zur Saison 1990/91 wurde Erich Rutemöller. Die wichtigsten Spieler-Neuzugänge waren Maurice „Mucki“ Banach und Henrik Andersen. Im UEFA-Pokal wurden IFK Norrköping und Internacionál Bratislava ausgeschaltet, ehe die Mannschaft im Achtelfinale knapp an Atalanta Bergamo scheiterte (1:1, 0:1). In der Liga war der FC zwar erneut im oberen Tabellendrittel angesiedelt, verspielte aber knapp unter anderem durch herbe Heimniederlagen gegen den VfB Stuttgart und den Meister 1. FC Kaiserslautern die Teilnahme am UEFA-Pokal und wurde Siebter. Im DFB-Pokal erreichte der 1. FC Köln zum bis heute letzten Mal das Endspiel. Gegner im Finale war Werder Bremen. Die Führung der Bremer konnte Maurice Banach ausgleichen. In der Verlängerung fielen keine Treffer, sodass der Sieger im Elfmeterschießen ermittelt werden musste. Auf Kölner Seite verschossen Andrzej Rudy und Pierre Littbarski, bei Werder nur der Ex-Kölner Klaus Allofs, womit Bremen den Pokal gewann (siehe auch: Spieldaten zum DFB-Pokal-Finale 1991).

 
Klaus Hartmann (1996)

Im Laufe des Jahres 1991 trat Präsident Artzinger-Bolten zurück und unter Nachfolger Klaus Hartmann wurde eine kritische Finanzlage offenbar, die sogar die Lizenzerteilung gefährdete. Seit jener Zeit ist unklar, wieso der Verein trotz der im Umfeld des Klubs genannten „Häßler-Millionen“ in eine derart prekäre Lage geraten konnte.[36] Details des Transfers mit Juventus Turin konnten nie aufgeklärt werden; er war jedoch ursächlich für die Entlassung Daums und auch des Rücktritts von Artzinger-Bolten.[37]

In den folgenden Jahren wurde der Verein unter dem neuen Präsidenten Klaus Hartmann wirtschaftlich wieder gefestigt, hatte jedoch den Kontakt zur Bundesligaspitze, sowohl in wirtschaftlicher als auch in sportlicher Hinsicht, klar verloren. Trotz begrenztem Budget konnten mit Rico Steinmann und Henri Fuchs zwei ordentliche Transfers getätigt werden. In der Saison 1991/92 lief es zunächst schlecht, Erich Rutemöller musste nach schwachem Saisonstart den Trainerposten räumen, interimsweise übernahmen zuerst Udo Lattek, der zuvor bereits vier Jahre Sportdirektor beim FC war, und Johannes „Hannes“ Linßen für jeweils ein Spiel, ehe Jörg Berger fest engagiert wurde. Berger führte den FC auf den vierten Platz, womit sich der Verein für die Dauer von einem Vierteljahrhundert zum bisher letzten Mal für den UEFA-Pokal qualifizierte. Im Pokal scheiterte die Mannschaft bereits in der dritten Runde.

Überschattet wurde die Spielzeit vom Tod Maurice Banachs. Der 24-jährige Stürmer, der als einer der hoffnungsvollsten Nachwuchsspieler in Deutschland galt, starb bei einem Verkehrsunfall am 17. November 1991 auf dem Weg zum Training.[38] Banach erzielte in 49 Spielen 24 Tore für den 1. FC Köln.

Absturz ins Mittelfeld der TabelleBearbeiten

Saison Liga Platz Punkte DFB-Pokal Europapokal
1992/93 Bundesliga 12 28:40 2. Runde UC, 1. Runde
1993/94 Bundesliga 11 34:34 3. Runde
1994/95 Bundesliga 10 32:36 Halbfinale
1995/96 Bundesliga 12 40 1. Runde UI, Halbfinale
UC: UEFA-Pokal, UI: UI-Cup

In der Saison 1992/93 geriet der Verein erstmals seit fast zehn Jahren wieder in Abstiegsgefahr. Während Leistungsträger wie Falko Götz oder der Norweger Anders Giske, der seit 1989 70 Bundesligapartien für den Klub bestritten hatte, den FC verließen, konnte wegen der angespannten wirtschaftlichen Situation mit Kim Christofte nur eine nennenswerte Neuverpflichtung getätigt werden. Außerdem rückte Pablo Thiam aus der eigenen Jugend in die Profimannschaft auf. Die miserable Auswärtsbilanz trug maßgeblich dazu bei, dass der FC bis zum vorletzten Spieltag gegen den Abstieg kämpfen musste. Nur sechs der möglichen 34 Punkte wurden in der Fremde geholt. Nach dem 32. Spieltag standen die Kölner auf Platz 15 und nur einen Punkt vor dem ersten Abstiegsplatz, den der VfL Bochum belegte. Das folgende Heimspiel gewannen die Domstädter gegen den FC Schalke 04 mit 2:1 und durch die gleichzeitige Niederlage Bochums war die Klasse gesichert. Durch einen weiteren Punktgewinn am letzten Spieltag wurde man in der Endabrechnung sogar noch Zwölfter. Vom Anspruch her orientierte man sich jedoch weiterhin an höheren Tabellenregionen, häufige Trainerwechsel in dieser Zeit waren die Folge. Zwischen 1990 und 1998 wurden neun verschiedene Trainer verschlissen, genauso viele wie zwischen 1973 und 1990.

 
Toni Polster

Im DFB-Pokal musste man derweil schon in der zweiten Runde die Segel streichen, unterlag dem MSV Duisburg nach Elfmeterschießen. Auch im UEFA-Cup war früh Schluss, bereits in der ersten Runde scheiterte das Team an Celtic Glasgow (2:0, 0:3). Es war für 25 Jahre, bis zur Saison 2017/18, der letzte Auftritt in diesem Wettbewerb, der inzwischen unter dem Namen UEFA Europa League ausgetragen wird. In der Winterpause konnte der FC mit dem Gewinn des DFB-Hallenpokals einen offiziellen Titel gewinnen.[39]

Zur Spielzeit 1993/94 musste die Mannschaft erneut einige Abgänge verkraften. Der inzwischen 33-jährige Pierre Littbarski wechselte nach Japan, um dort seine Karriere ausklingen zu lassen. Mit Defensivspieler Ralf Hauptmann und Stürmer Toni Polster kamen dafür zwei Spieler zum Verein[40], die jeweils über 150 Pflichtspiele bestritten. Polster erzielte in 150 Bundesligaspielen 79 Tore für den FC. In der Liga enttäuschte man erneut, war zunächst konstant auf einem Mittelfeldplatz. Nach einer Heimniederlage gegen den späteren Absteiger 1. FC Nürnberg wurde Jörg Berger entlassen und Wolfgang Jerat sein Nachfolger. Die Leistungen verschlechterten sich jedoch nochmals, nach einer Niederlage in Stuttgart war Köln Vorletzter mit drei Punkten Rückstand auf das rettende Ufer. Auch Jerat musste gehen und wurde vom ehemaligen FC-Spieler Morten Olsen ersetzt. Unter Olsen verlor die Mannschaft bis Saisonende nur noch einmal und sicherte die Erstklassigkeit durch zwei wichtige Heimsiege, am Ende wurden die Geißböcke wie im Vorjahr noch Zwölfter. Entscheidenden Anteil daran hatte vor allem Neuzugang Toni Polster, der 17 Tore schoss und nur knapp die Torschützenkanone verpasste. Im DFB-Pokal scheiterte Köln in der dritten Runde am FC Bayern.

In der Bundesliga 1994/95 stellte der FC mit Polster und Bruno Labbadia, der vom FC Bayern zum FC kam, das beste Sturmduo der Liga. Polster traf erneut 17-mal und Labbadia erzielte 15 Treffer. Trotzdem reichte es aufgrund einer anfälligen Defensive nur zu Platz 10, der aber immerhin zur Teilnahme am UEFA Intertoto Cup berechtigte. Der europäische Wettbewerb, der eigentlich nur UI-Cup genannt wurde, diente als Qualifikationsturnier zum UEFA-Pokal. Im DFB-Pokal knüpften die Kölner an vergangene Zeiten an und erreichten das Halbfinale. Die Chancen auf das Erreichen des Endspiels waren gut, denn Gegner im Heimspiel war mit dem VfL Wolfsburg ein Zweitligist. Nach frühem Rückstand fanden die Domstädter jedoch kein Mittel mehr gegen die Niedersachsen und musste sich mit 0:1 geschlagen geben.[41]

Nach der Saison verließen mit Horst Heldt, Alfons Higl und Frank Greiner erneut gleich drei wichtige Spieler den Klub. Neu dazu kamen dafür Thomas Cichon (212 Ligaspiele), Dorinel Munteanu, Holger Gaißmayer sowie Sunday Oliseh. Vor der Spielzeit 1995/96 stand der UI-Cup an, der mitten in die Vorbereitung auf die Bundesliga-Saison fiel. In der Gruppe mit dem FC Luzern, Tottenham Hotspur, NK Rudar Velenje und Östers IF setzte sich die Mannschaft durch, Highlight dabei war ein 8:0-Sieg gegen Tottenham. Im Achtelfinale scheiterte Köln trotz Heimvorteil mit 1:3 am FC Tirol Innsbruck. Wenige Tage später gab es im DFB-Pokal ein peinliches Erstrunden-Aus gegen den Oberligisten SpVg Beckum. Olsen wurde daraufhin beurlaubt und durch den ehemaligen FC-Profi Stephan Engels ersetzt.[42] Der Trainerwechsel brachte jedoch keine Besserung, in der Liga steckte der FC im Tabellenkeller fest. Nach dem 15. Spieltag war der Klub auf dem letzten Platz. Der in der Vorsaison zuverlässige Torschütze Bruno Labbadia traf kein einziges Mal und verließ den Verein in der Winterpause. Nachdem man sich in der Rückrunde zunächst einigermaßen stabilisiert hatte, wurde auch Engels entlassen, als die Mannschaft nach einer Heimniederlage gegen Kaiserslautern am 25. Spieltag auf Platz 16 stand und bis dahin nur vier Siege eingefahren hatte. Dies war besonders nachteilig, da in dieser Saison erstmals die Drei-Punkte-Regel Anwendung fand. Als „Feuerwehrmann“ wurde Peter Neururer geholt, der in den letzten neun Spielen 16 Punkte holte, den FC rettete und auf Platz 12 führte.

Abstieg in die Zweitklassigkeit und WiederaufstiegBearbeiten

 
FC-Mannschaft 1996/97
Saison Liga Platz Punkte DFB-Pokal Europapokal
1996/97 Bundesliga 10 44 2. Runde
1997/98 Bundesliga 17 36 1. Runde UI, Halbfinale
1998/99 2. Bundesliga 10 45 1. Runde
1999/2000 2. Bundesliga 01 65 Achtelfinale
rot unterlegt: Abstieg in die 2. Bundesliga
grün unterlegt: Aufstieg in die Bundesliga
UI: UI-Cup

Kurz nach Saisonstart 1996/97 wechselte Bodo Illgner überraschend zu Real Madrid. Eigentlich wollten die Kölner eine zweistellige Millionenablöse für den begehrten Weltmeister von 1990 einnehmen, doch durch eine alte Vertragsklausel konnten ausländische Vereine Illgner für nur 4 Millionen DM verpflichten, was die Königlichen taten.[43] Neuer Stammtorwart in dieser Saison wurde Michael Kraft. Etwas überraschend waren die Kölner lange in den Kampf um die UEFA-Pokal-Plätze involviert, qualifizierten sich letztlich als Zehnter immerhin für den UI-Cup. Toni Polster wurde mit seinen 21 Treffern Zweiter der Torschützenliste. Im DFB-Pokal verlor man in der zweiten Runde gegen den FSV Zwickau.

Die Spielzeit 1997/98 war die bis dahin schlechteste Bundesliga-Saison des Vereins und endete mit dem Abstieg in die 2. Bundesliga. Wie bereits zwei Jahre zuvor spielte man zunächst beim UI-Cup mit, überstand die mit Maccabi Petach Tikwa, Standard Lüttich, Cork City FC und dem FC Aarau besetzte Gruppe erneut und traf im folgenden Halbfinale auf den HSC Montpellier. Das Hinspiel gewann der FC mit 2:1, im Rückspiel verlor man 0:1, wodurch man wegen der Auswärtstorregel ausschied.[44] Das Rückspiel in Montpellier blieb bis 2017 das letzte Europapokalspiel des 1. FC Köln. Im DFB-Pokal blamierte sich die Mannschaft in Runde eins mit einem 1:3 gegen den Regionalligisten SSV Ulm 1846. Auf Führungsebene gab es im Dezember 1997 eine Änderung. Albert Caspers wurde neuer Präsident und löste Klaus Hartmann ab. Caspers trat vor allem an, die wirtschaftliche Basis des 1. FC Köln weiter zu stärken, ein professionelles Management einzuführen und so sportliche Erfolge wieder möglich zu machen. In seine Amtszeit fällt unter anderem die Umwandlung der Lizenzspielerabteilung in eine Kapitalgesellschaft.[45]

In der Bundesliga steckte der Verein von Beginn an im Tabellenkeller. Peter Neururer holte in den ersten acht Spielen nur sieben Punkte, wurde nach einer Niederlage in Berlin entlassen[46] und durch Lorenz-Günther Köstner ersetzt. Köstner führte die Mannschaft zunächst ins gesicherte Mittelfeld. Vor dem 30. Spieltag lag man fünf Punkte vor den Abstiegsrängen und hatte sogar noch ein Nachholspiel zu absolvieren. Obwohl man in dieser Saison eigentlich sehr heimstark war, gingen die wichtigen Heimspiele gegen den Karlsruher SC und den TSV 1860 München, die in der Tabelle beide hinter dem FC standen, verloren. Auch das Nachholspiel bei Schalke 04 ging durch ein Gegentor in letzter Minute mit 0:1 verloren. Wenige Minuten zuvor verhinderte der Schalker Oliver Held den sicheren Führungstreffer für Köln durch ein Handspiel, das Held auf Nachfrage des Schiedsrichters nicht eingestand.[47][48] Das anstehende Spiel bei den bereits abgestiegenen Bielefeldern musste nun zwingend gewonnen werden. Der FC ging auch in Führung, verlor jedoch noch mit 1:2. Es war Uwe Fuchs, der Anfang der 1990er drei Jahre beim FC aktiv war, der die Domstädter mit seinen beiden Toren in die Zweitklassigkeit schoss.[49] Zwar bestand am letzten Spieltag noch eine theoretische Chance, die Liga zu halten, doch aufgrund des deutlich schlechteren Torverhältnisses gegenüber den Abstiegskonkurrenten hätte selbst ein Sieg im abschließenden Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen (2:2) nicht mehr gereicht.

 
Ewald Lienen (2006)

Zur ersten Saison in der Zweitklassigkeit gab es einen großen Umbruch im Kader. 16 Spieler verließen den Klub, dafür stießen neun neu hinzu. Darunter waren unter anderem Carsten Cullmann (192 Ligaspiele) und Christian Springer (205 Ligaspiele), im Winter kam zudem Freistoßspezialist Dirk „Lotte“ Lottner, welcher in 161 Spielen 54 Tore für den FC erzielte. Neuer Trainer wurde mit Bernd Schuster der bis heute letzte Übungsleiter, der zuvor auch Profi beim 1. FC Köln war. Nach einer Erstrunden-Niederlage gegen Hansa Rostock im DFB-Pokal startete man auch in der für den Verein völlig unbekannten Zweiten Bundesliga miserabel und stand nach sechs Spielen mit nur vier Punkten als Vorletzter in der Tabelle. Besonders ins Gedächtnis vieler FC-Fans brannten sich dabei zwei Niederlagen bei Hannover 96 (1:6)[50] und zu Hause gegen den FC St. Pauli (1:4)[51] ein. Nach einem 3:2-Sieg bei Energie Cottbus war die Wende geschafft und die Mannschaft stabilisierte sich. Am Ende belegte man den zehnten Platz der Abschlusstabelle. Damit ist diese Spielzeit die schlechteste der Klubgeschichte. Weder in den beiden Spielzeiten in der damals zweitklassigen Rheinbezirksliga 1948 und 1949, als man jeweils Erster wurde, noch in den fünf weiteren Saisons in der Zweiten Bundesliga, in der ein neunter Platz das schlechteste Ergebnis war, war der FC schlechter.

Nach der Saison ersetzte Ewald Lienen auf der Trainerposition Bernd Schuster.[52] In der Saison 1999/2000 zeigte der FC ein komplett anderes Gesicht, dominierte die Liga und kehrte als Zweitligameister souverän in die Bundesliga zurück. Anteil daran hatten auch Neuzugänge wie Markus Kurth, Moses Sichone oder Matthias Scherz, die alle über 100 Mal für den FC auflaufen sollten. Scherz absolvierte sogar 270 Ligaspiele für den FC und erzielte dabei 63 Treffer. Im DFB-Pokal scheiterte man derweil im Achtelfinale am VfB Stuttgart.

2000–2010: Fahrstuhlmannschaft mit neuer HeimatBearbeiten

Die Dekade der 2000er Jahre steht insbesondere für Unstetigkeit im sportlichen Wettbewerb. Der FC stieg viermal aus der Bundesliga ab, dreimal wieder auf und konnte sich erst zum Ende des Jahrzehnts wieder in der Bundesliga etablieren, schaffte es aber nicht auf einen einstelligen Tabellenplatz. Trotzdem vergrößerte sich der Klub immens. Waren 1996 noch 4.500 Mitglieder verzeichnet, erhöhte sich die Anzahl bis 2009 auf 50.000.[53] Ein weiterer wichtiger Fortschritt für den Klub war der Umbau des Müngersdorfer Stadions in eine moderne Arena, das Rheinenergiestadion.

Zweiter Abstieg und direkter WiederaufstiegBearbeiten

Saison Liga Platz Punkte DFB-Pokal
2000/01 Bundesliga 10 46 1. Runde
2001/02 Bundesliga 17 29 Halbfinale
2002/03 2. Bundesliga 02 65 Viertelfinale
rot unterlegt: Abstieg in die 2. Bundesliga
grün unterlegt: Aufstieg in die Bundesliga
 
Matthias Scherz (2006)

In die Saison 2000/01 ging der FC größtenteils mit demselben Personal wie in der Aufstiegsspielzeit. Zu Anfang unterlag die Mannschaft im Pokal in der ersten Runde beim 1. FC Magdeburg deutlich mit 2:5. Im Bundesligabetrieb präsentierte man sich jedoch besser und spielte eine gute Runde. Der FC war nie in Abstiegsgefahr und wurde Zehnter. Die freiwillige Teilnahme am UI-Cup für das Folgejahr wurde von der Vereinsführung abgelehnt.[54]

In der Spielzeit 2001/02 leistete sich der FC mit Marco Reich und Lilian Laslandes zwei teure Fehleinkäufe.[55] Die Mannschaft stand von Beginn an im Tabellenkeller und nach einer 0:3-Niederlage beim TSV 1860 München wurde Ewald Lienen entlassen. Interimsmäßig übernahm zunächst Christoph John, ehe Friedhelm Funkel fest engagiert wurde. Der zweite Abstieg der Vereinsgeschichte konnte jedoch nicht mehr verhindert werden, als Tabellen-17. musste der Gang in die zweite Liga angetreten werden. In diese Saison fällt auch der Bundesliga-Negativrekord des FC, als er 1.033 Spielminuten in Folge ohne Torerfolg blieb.[56][57] Im DFB-Pokal 2001/02 überraschte der FC hingegen. Zum bis heute letzten Mal wurde das Halbfinale erreicht, welches gegen Bayer 04 Leverkusen mit 1:3 nach Verlängerung verloren ging.

Zurück in Liga Zwei wurde 2002/03 mit Florian Kringe ein wichtiger Bestandteil der späteren Aufstiegsmannschaft verpflichtet. Friedhelm Funkel führte den FC mit ergebnisorientierter Spielweise zurück in die Bundesliga. Bereits am 30. Spieltag war die Rückkehr ins Oberhaus durch einen 2:1-Sieg gegen den FC St. Pauli perfekt.[58] Die Zweitliga-Meisterschaft gab man am vorletzten Spieltag noch an den SC Freiburg ab. Matthias Scherz hatte maßgeblichen Anteil an der Rückkehr in die Erstklassigkeit, er trug 18 Treffer zum Aufstieg bei. Auch im Pokal-Wettbewerb wusste man zunächst zu überzeugen, schaltete mit dem 1. FC Nürnberg im Achtelfinale einen Erstligisten aus. Als einziges noch ungeschlagenes deutsches Profiteam der Saison traf man im Viertelfinale auf den FC Bayern München. In München kam es mit einem 0:8 zur höchsten Niederlage in der Pokalgeschichte des 1. FC Köln.[59]

Im Rheinenergiestadion und mit Lukas PodolskiBearbeiten

Saison Liga Platz Punkte DFB-Pokal
2003/04 Bundesliga 18 23 Achtelfinale
2004/05 2. Bundesliga 01 67 2. Runde
2005/06 Bundesliga 17 30 1. Runde
rot unterlegt: Abstieg in die 2. Bundesliga
grün unterlegt: Aufstieg in die Bundesliga
 
Lukas Podolski (2006)

In der Bundesliga-Saison 2003/04 gab der Aufsteiger ein desolates Bild ab: Mit nur 23 Zählern stieg man ab. Auswärts legte man die schlechteste Bilanz überhaupt hin, erreichte drei Unentschieden und verlor die restlichen 14 Spiele allesamt. Friedhelm Funkel wurde nach einer Niederlage am 10. Spieltag bei Eintracht Frankfurt entlassen. Jos Luhukay, welcher interimsmäßig übernahm, und Marcel Koller konnten das Blatt folglich nicht mehr wenden. Koller legte aber mit der Eingliederung der späteren Nationalspieler Lukas Podolski und Lukas Sinkiewicz aus der A-Jugend in den Profikader den Grundstein für den Wiederaufstieg im Folgejahr.[60] Podolski wurde in den folgenden Jahren zum absoluten Leistungsträger und zur neuen Identifikationsfigur der Fans.[61] Im DFB-Pokal hatte man derweil gute Chancen auf das Erreichen des Viertelfinals, denn im Achtelfinale wurde Köln der Zweitligist SpVgg Greuther Fürth zugelost. Doch auch in diesem Spiel ließ die Mannschaft jegliche Erstklassigkeit vermissen und unterlag den Franken nach Elfmeterschießen.

 
RheinEnergieStadion (Ansicht Südseite)

Während der Spielzeit, im März 2004, kam es in der Führungsetage zu einem Machtkampf, der in der Rücktrittsforderung von FC-Spielerikone Wolfgang Overath an den Vereinspräsidenten Albert Caspers gipfelte. Im Juni 2004 wurde Overath auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zum Präsidenten gewählt. Diese war nötig geworden, da Overath darauf beharrte, sofort alle Macht im Verein übertragen zu bekommen, und Caspers von seinem Amt zurückgetreten war. Overaths erste Amtshandlung war die Entlassung von Marcel Koller, die noch am Tag der Mitgliederversammlung durchgeführt wurde. Ebenfalls am selben Tag wurde Huub Stevens als neuer Trainer für die Saison 2004/05 vorgestellt.[62]

Bereits im Januar 2004 wurde die neue Spielstätte des 1. FC Köln, das 49.968 Zuschauer fassende Rheinenergiestadion, offiziell eröffnet.[63] Nach der Hauptkampfbahn im Sportpark Müngersdorf und dem Müngersdorfer Stadion ist die moderne Arena das dritte Stadion in der Vereinsgeschichte, das an genau derselben Stelle steht wie seine beiden Vorgänger.[3]

Mit Thomas Cichon, Florian Kringe und Dirk Lottner verließen nach dem Abstieg einige Stammspieler den Klub, doch mit Lukas Podolski hatte der FC in der Zweitligasaison 2004/05 den treffsichersten Liga-Stürmer in seinen Reihen, der 24 Tore zur souveränen Zweitligameisterschaft und somit zum direkten Wiederaufstieg beisteuerte. Zum Saisonende verließ Trainer Stevens den Verein aus familiären Gründen, sein Nachfolger zur Saison 2005/06 wurde Uwe Rapolder.[64]

Die Euphorie nach dem dritten Aufstieg hielt nicht lange an. Mit Stürmer Patrick Helmes (47 Tore in 92 Ligaspielen für Köln) konnte die Aufstiegsmannschaft nur mit einem nennenswerten Neuzugang verstärkt werden. Im DFB-Pokal flog der FC bereits in der ersten Runde gegen Kickers Offenbach raus und in der Liga holte die Mannschaft in der Hinrunde nur 12 Punkte. Trainer Rapolder wurde entlassen[65] und der sportliche Geschäftsführer Andreas Rettig trat zurück, sein Nachfolger wurde Michael Meier. Dieser stellte als neuen Trainer den Schweizer Hanspeter Latour ein. Auch unter Latour konnte der FC die Abstiegsplätze trotz solider Rückrunde nicht verlassen. Die gegen Saisonende deutlich positivere Tendenz führte dazu, dass Latour die Aufgabe übertragen wurde, für die anstehende fünfte Zweitligasaison des Vereins eine neue Mannschaft zu formen, die den Wiederaufstieg in die Bundesliga schaffen könnte. Nicht mehr Bestandteil dieser Mannschaft war Lukas Podolski, der nach seinem zweiten Abstieg mit den Kölnern für 10 Millionen € zum FC Bayern München wechselte.[66]

Aufstieg mit Rückkehrer DaumBearbeiten

Saison Liga Platz Punkte DFB-Pokal
2006/07 2. Bundesliga 09 46 Achtelfinale
2007/08 2. Bundesliga 03 60 1. Runde
2008/09 Bundesliga 12 39 2. Runde
2009/10 Bundesliga 13 38 Viertelfinale
grün unterlegt: Aufstieg in die Bundesliga
 
Milivoje Novakovič (2008)

Wie nach vorherigen Abstiegen auch, gab es zur Saison 2006/07 einen massiven Umbruch im Kader. So wurden insgesamt 18 Abgänge und 14 Zugänge verzeichnet. Thomas Broich und Fabrice Ehret, der es auf 138 Pflichtspiele für den FC brachte, waren zwei dieser Neuzugänge. Die wichtigste Verpflichtung war jedoch die des Slowenen Milivoje Novakovič, der in 176 Pflichtspielen 82 Treffer für die Geißböcke erzielte. Die Hinrunde verschaffte dem 1. FC Köln nicht die erhoffte Ausgangsposition für den sofortigen Wiederaufstieg, weshalb Trainer Latour nach einer 0:1-Heimniederlage gegen Erzgebirge Aue entlassen wurde.[67] Nachdem Torwarttrainer Holger Gehrke die Mannschaft einige Spiele interimsweise übernommen hatte, wurde am 27. November 2006 Christoph Daum, der den Verein bereits von 1986 bis 1990 trainierte, als neuer Trainer vorgestellt. Doch auch mit Daum verlief die Rückrunde enttäuschend, in der die höchste Zweitliga-Auswärtsniederlage (0:5 bei Rot-Weiss Essen) der Klubgeschichte zu verzeichnen war. Der FC wurde am Ende Neunter und das Ziel direkter Wiederaufstieg wurde damit deutlich verfehlt. Im DFB-Pokal deutete die Mannschaft durchaus vorhandenes Potential an, denn in der zweiten Runde wurde Schalke 04 mit 4:2 nach Verlängerung besiegt. Im Achtelfinale folgte durch eine Niederlage bei Eintracht Frankfurt dann das Aus.

Trotz der unbefriedigenden sportlichen Situation kündigte Christoph Daum an, seinen Vertrag bis 2010 zu erfüllen, jedoch mit der Einschränkung, dass er bei einem neuerlich verpassten Aufstieg in der Saison 2007/08 den FC nach der Spielzeit verlassen werde. Daum wurden einige Transferwünsche erfüllt, so wechselten unter anderem Torwart Faryd Mondragón und Abwehrspieler Ümit Özat zum FC, die Daum beide aus seiner Zeit in der Türkei kannte. Gemeinsam mit den weiteren Neuzugängen Kevin McKenna (140 Ligaspiele für Köln) und Youssef Mohamad (120) wurden diese Neuverpflichtungen zu wichtigen Figuren des Aufstiegs und – mit Ausnahme von Özat – auch für die folgenden Jahre in der Bundesliga.

Nach einer holprigen Saison, die mit dem Ausscheiden in der ersten Pokalrunde gegen Werder Bremen II begonnen hatte, gelang dem 1. FC Köln durch ein 2:0 gegen Mainz 05 am vorletzten Spieltag der Wiederaufstieg.[68] Besonderen Anteil an der Rückkehr ins Oberhaus hatten Milivoje Novakovič (Torschützenkönig mit 20 Treffern) und Patrick Helmes (17 Tore). Von den sechs Aufstiegen der Vereinsgeschichte war dieser der „schlechteste“, was Tabellenplatz (3), erreichte Punktzahl (60) und Abstand zum ersten Nichtaufstiegsplatz (2 Punkte) angeht.

2008/09 spielten die Kölner eine solide Bundesligarunde, obwohl mit Patrick Helmes einer der Aufstiegsgaranten zu Bayer 04 Leverkusen gewechselt war. Dafür wurden mit Petit und Pedro Geromel zwei gute Transfers getätigt. Außerdem stieß zur Spielzeit Mišo Brečko zum FC, der es in der Folge auf 206 Ligaspiele für die Kölner bringen sollte. Am Ende erreichte man Platz 12 und musste damit erstmals seit 2000/01 nach einem Aufstieg nicht direkt wieder absteigen. Milivoje Novakovič behielt seinen Torinstinkt auch eine Liga höher und traf 16-mal. Nach der Saison verließ Christoph Daum überraschend den FC und wechselte zu Fenerbahçe Istanbul. Dabei machte er von einer Sonderkündigungsklausel Gebrauch.[69]

Zur Saison 2009/10 kehrte Nationalspieler Lukas Podolski nach Köln zurück. Der FC bezahlte dem FC Bayern für die Rückholaktion den identischen Betrag, den man für den Spieler vor zwei Jahren eingenommen hatte.[70][71] Die 10 Millionen € waren der zweithöchste Wert, den der Klub bisher für einen Profi an Ablöse ausgegeben hat. Neuer Trainer wurde Zvonimir Soldo.[72] Zum Ende der Saison belegte der FC Platz 13 und hielt mit einer sehr defensiven Spielweise relativ souverän die Klasse. Dabei wurde der im Winter als Leihspieler für die Rückrunde gekommene Zoran Tošić zu einem wichtigen Trumpf im Abstiegskampf. Er erzielte fünf der insgesamt nur 33 Treffer des FC. Im DFB-Pokal erreichte die Mannschaft derweil das Viertelfinale, wo man dem FC Augsburg unterlag und dabei unter unglücklichen Entscheidungen des Schiedsrichters litt, der drei Platzverweise gegen Köln aussprach.[73]

Seit 2010: Rückkehr nach Europa, weitere Ab- und AufstiegeBearbeiten

Fünfter Abstieg nach kurzfristiger Etablierung im Mittelfeld der BundesligatabelleBearbeiten

Saison Liga Platz Punkte DFB-Pokal
2010/11 Bundesliga 10 44 Achtelfinale
2011/12 Bundesliga 17 30 2. Runde
2012/13 2. Bundesliga 05 54 Achtelfinale
rot unterlegt: Abstieg in die 2. Bundesliga

Nach einem enttäuschenden Start in die Saison 2010/11, in der Martin Lanig und Mato Jajalo die nennenswertesten Transfers waren, mit nur einem Sieg aus neun Spielen wurde Trainer Soldo im Oktober 2010 beurlaubt. Sein Nachfolger wurde Frank Schaefer, der bisherige Trainer der U-23.[74] Ende November 2010 wurde Michael Meier als Manager entlassen; als Nachfolger wurde Volker Finke als neuer Sportdirektor vorgestellt,[75] der in der Winterpause mit Tomoaki Makino und Wilfried Sanou Transferflops tätigte. Auf den Weggang von Faryd Mondragón im Winter wurde mit der Verpflichtung des neuen Stammtorwarts Michael Rensing reagiert. Die Saison verlief zunächst im gesicherten Mittelfeld, doch nach einer 1:4-Niederlage beim VfL Wolfsburg geriet der FC noch einmal in Abstiegsnöte. Schaefer trat daraufhin zurück und als Interimscoach sprang Sportdirektor Volker Finke ein,[76] unter dem der FC die drei restlichen Saisonspiele gewann, sich damit rettete und sogar noch Zehnter wurde.

 
Timo Horn (2018)

Zur Saison 2011/12 ließ man unter anderem mit Fabrice Ehret und Youssef Mohamad einige Stammkräfte ziehen, die nicht kompensiert werden konnten. Von den Neuzugängen entwickelte sich lediglich Sascha Riether zum Stammspieler. Gepaart mit der unausgereiften Taktik des neuen norwegischen Trainers Ståle Solbakken[77] führte dieser Umstand letztendlich zum fünften Abstieg der Vereinsgeschichte. Zu Anfang der Saison hatten die Verantwortlichen noch Hoffnung; denn es gab durchaus Spiele, in der Solbakkens Taktik fruchtete, so zum Beispiel beim 4:1-Sieg in Leverkusen. Dem standen aber auch hohe Niederlagen gegen Borussia Dortmund (1:6 und 0:5) oder Schalke 04 (1:4 und 1:5) gegenüber. Ein 0:4 in Mainz führte schließlich zur Entlassung Solbakkens, es übernahm erneut Frank Schaefer. Bereits einen Monat zuvor war Sportdirektor Finke von seinen Aufgaben entbunden worden.[78] Der Umschwung konnte aber nicht mehr eingeleitet werden: nach einem 1:4 am letzten Spieltag gegen Bayern München stand der Abstieg fest.[79], den auch Lukas Podolski mit seinen 18 Saisontoren nicht abwenden konnte. Podolski verließ nach seinem dritten Abstieg mit Köln erneut den Verein und wechselte zum FC Arsenal; der FC erhielt 15 Millionen € an Ablösesumme. Auch auf der Führungsebene verlief die Abstiegssaison unruhig. Auf der Mitgliederversammlung im November 2011 trat der Vorstand um Präsident Wolfgang Overath geschlossen zurück.[80] Im April 2012 wählten die Vereinsmitglieder Werner Spinner zum neuen Präsidenten. Neue Vizepräsidenten wurden FC-Torwartikone Toni Schumacher und der damalige Präsident des Festkomitee Kölner Karneval, Markus Ritterbach.[81]

Im Mai 2012 verpflichtete der FC Holger Stanislawski als neuen Cheftrainer für die Saison 2012/13.[82] Neben Podolski verließen mit Novakovic und Petit weitere Stützen das Team. Neu kamen unter anderem Matthias Lehmann, Anthony Ujah, Dominic Maroh und Jonas Hector, die alle Stammspieler werden sollten. Zwar schon länger im Profikader, aber zu dieser Saison die Nummer 1 im Tor wurde Timo Horn, der bereits seit 2002 im Verein spielt. Der Saisonstart war äußerst enttäuschend, nach sechs Spielen war der FC noch sieglos und hatte nur zwei Punkte auf dem Konto. Im Laufe der Saison stabilisierte das Team seine Leistungen und stand am 27. Spieltag auf Relegationsrang 3. In den restlichen Spielen konnte dieser jedoch nicht gehalten werden, der FC schloss die Spielzeit als Fünfter ab.[83] Im DFB-Pokal unterlag die Mannschaft im Achtelfinale dem VfB Stuttgart. Trainer Stanislawski bat den Klub nach Vereinsangaben um die vorzeitige Auflösung seines Vertrages zum 30. Juni 2013, dieser Bitte entsprach der Verein.[84]

Mit Peter Stöger zurück in die BundesligaBearbeiten

Saison Liga Platz Punkte DFB-Pokal Kader
2013/14 2. Bundesliga 01 68 Achtelfinale Kader
2014/15 Bundesliga 12 40 Achtelfinale Kader
2015/16 Bundesliga 09 43 2. Runde Kader
2016/17 Bundesliga 05 49 Achtelfinale Kader
grün unterlegt: Aufstieg in die Bundesliga
 
Peter Stöger (2015)

Im Juni 2013 wurde Peter Stöger, der kurz zuvor mit Austria Wien Österreichischer Meister geworden war, als Nachfolger zur Saison 2013/14 vorgestellt.[85] Im selben Monat wurde Jörg Schmadtke als neuer Sportdirektor verpflichtet.[86] Auf Spielerseite stießen Eigengewächs Yannick Gerhardt sowie Marcel Risse zur Mannschaft. Außerdem kehrte Patrick Helmes zum 7. Spieltag zum 1. FC Köln zurück. Die Kölner wurden mit dem neuen Trainer souverän Herbstmeister.[87] Das Polster zum Relegationsplatz 3 betrug zum Jahreswechsel bereits acht Punkte. Auch in der Rückrunde lieferte die Mannschaft konstant gute Leistungen ab, nach einem 3:1-Heimsieg am Ostermontag 2014 gegen den VfL Bochum stand man am 31. Spieltag vorzeitig als Aufsteiger fest und sicherte sich zudem die Zweitliga-Meisterschaft.[88] Helmes trug 12, Anthony Ujah 11 Treffer zum Aufstieg bei. Herzstück war jedoch die Defensive, die nur 20 Gegentreffer zuließ. Im Pokal bezwang man in Runde Zwei den FSV Mainz 05, ehe im Achtelfinale gegen den Hamburger SV verloren wurde.

In der Saison 2014/15 blieb die Aufstiegsmannschaft großteils beisammen. Patrick Helmes kam wegen einer Verletzung auf keinen Einsatz mehr und beendete während der Spielzeit seine Karriere.[89] Punktuell verstärkt wurde der Kader unter anderem mit Kevin Vogt und Yūya Ōsako. Mit einer auf Konter ausgerichteten Taktik sammelte der FC in der Hinrunde hauptsächlich auswärts die Punkte, während es im heimischen Stadion nur einen Sieg gegen Borussia Dortmund gab. In der Rückrunde wurde der Grundstein für den Klassenverbleib dann zuhause gelegt, wo die Mannschaft kein Spiel mehr verlor und 15 Punkte holte. Die Kölner waren nie in Abstiegsgefahr und schafften den Klassenerhalt mit einem 2:0-Heimsieg gegen den FC Schalke 04 bereits am 32. Spieltag. In der Endabrechnung landete der FC mit 40 Punkten auf Platz 12. Im DFB-Pokal erreichten die Geißböcke wie im Vorjahr das Achtelfinale, wo man in Freiburg dem SC unterlag. Eine große Stärke der Saison war die Defensive; mit nur 40 Gegentoren stellte man die fünftbeste Abwehr der Liga und die beste FC-Abwehr in der Bundesliga seit 1996.

Zur Saison 2015/16 verließen mit Kevin Wimmer und Anthony Ujah etablierte Spieler den Verein, neu verpflichtet wurden unter anderem Anthony Modeste, Dominique Heintz und Leonardo Bittencourt. Im Pokal bezwang das Team zunächst den SV Meppen und scheiterte anschließend in Runde Zwei an Werder Bremen. Anfang des Jahres 2016 durchbrach die Mitgliederzahl des FC die Marke von 75.000.[90] Mit einem 4:1-Heimsieg gegen den SV Darmstadt 98 stand der Klassenerhalt nach 31 Spieltagen fest.[91] Die Saison wurde auf dem neunten Tabellenplatz abgeschlossen, was die beste Saisonplatzierung in der Bundesliga seit 24 Jahren war. Bester Torschütze für Köln war Anthony Modeste, der 15 Treffer erzielte.

Neu verpflichtet für die Saison 2016/17 wurden unter anderem Marco Höger, Konstantin Rausch und Serhou Guirassy,[92] während Yannick Gerhardt und Kevin Vogt den FC verließen. In der Winterpause stießen außerdem Neven Subotić und Rückkehrer Christian Clemens zum Kader. Durch einen 2:0-Heimsieg über den Mainz 05 beendete der 1. FC Köln die Saison als Fünfter und qualifizierte sich damit erstmals seit 25 Jahren für den Europapokal, gleichzeitig war Platz Fünf auch die beste Platzierung in der Bundesliga seit 25 Jahren. Modeste gelangen in der Spielzeit 25 Treffer. Der letzte FC-Akteur der derart erfolgreich war, war Klaus Allofs 1984/85 (26 Tore). Im Pokal scheiterten die Kölner im Achtelfinale auswärts am Hamburger SV.

Rückkehr nach Europa, Transferrekorde und Ab- und WiederaufstiegBearbeiten

Saison Liga Platz Punkte DFB-Pokal Europapokal Kader
2017/18 Bundesliga 18 22 Achtelfinale EL, Gruppenphase Kader
2018/19 2. Bundesliga 01 63 2. Runde Kader
2019/20 Bundesliga 2. Runde Kader
rot unterlegt: Abstieg in die 2. Bundesliga
grün unterlegt: Aufstieg in die Bundesliga
EL: UEFA Europa League

2017/18 ging der 1. FC Köln in seine 15. Spielzeit in der UEFA Europa League, wobei die ersten 14 Teilnahmen noch zu Zeiten des UEFA-Pokals stattfanden. In der Vorbereitung auf die Saison wurden sowohl auf der Einnahmen- als auch auf der Ausgabenseite neue Rekorde erzielt. Anthony Modeste verließ den Klub für 35 Millionen € und wechselte nach China zu Tianjin Quanjian.[93] Die Ablösesumme ist die mit Abstand höchste, die der Verein in seiner Geschichte erhalten hat. Neu zum Kader stießen Jannes Horn und Jhon Córdoba, den der FC für 17 Millionen € vom 1. FSV Mainz 05 kaufte, was wiederum den teuersten Einkauf der Klubhistorie darstellt. Erwähnenswert ist, dass im September 2017 das 100.000 Mitglied dem 1. FC Köln beitrat.[94]

In der Europa League wurde der FC in eine Gruppe mit dem FC Arsenal, Roter Stern Belgrad und BATE Baryssau gelost. Nach Niederlagen beim FC Arsenal (1:3), gegen Belgrad (0:1) und in Baryssau (0:1) folgten Heimsiege gegen BATE Baryssau (5:2) und Arsenal (1:0).[95] Das entscheidende letzte Gruppenspiel in Belgrad gegen Roter Stern ging 0:1 verloren und der FC schied aus.

Trainer Stöger wurde kurz vor dem Spiel in Belgrad entlassen, nachdem Köln bis dahin nur drei Punkte in der Bundesliga geholt hatte, Stefan Ruthenbeck übernahm den Posten bis Saisonende. Die Hinrunde der Saison 2017/18 war gezeichnet von Verletzungspech, als zeitweise bis zu 14 Spieler nicht zur Verfügung standen. Langzeitausfälle von Leistungsträgern wie z. B. Jonas Hector, Marco Höger oder Dominic Maroh führten dazu, dass der Kader in mehreren Pflichtspielen großteils aus sehr jungen Spielern aus dem Nachwuchs, wie Yann Aurel Bisseck, Chris Führich oder Tim Handwerker bestand.[96] Auch konnte Neuzugang Jhon Córdoba in der gesamten Saison nicht überzeugen. Nach der Verpflichtung von Simon Terodde in der Winterpause erzielte dieser in seinem ersten Punktspiel im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach den 2:1-Siegtreffer in der Nachspielzeit. Am 32. Spieltag jedoch war nach einer 2:3-Niederlage gegen den SC Freiburg der erneute Abstieg in die Zweitklassigkeit besiegelt. Mit lediglich 22 Punkten war dies die schlechteste Saison des Vereins in der 1. Bundesliga. Im Pokal scheiterte der FC im Achtelfinale auswärts am FC Schalke 04.

 
FC-Mannschaft nach Pokal-Erstrundenspiel 2018/19 beim BFC Dynamo

2018/19 ging der FC in die neunte Zweitligaspielzeit seiner Vereinsgeschichte. Angegangen wurde die Saison mit Markus Anfang als Cheftrainer, dessen Verpflichtung bereits kurz vor Ende der Abstiegssaison bekanntgegeben wurde.[97] Mit Dominique Heintz, Lukas Klünter, Leonardo Bittencourt, Miloš Jojić und Yūya Ōsako verließen wichtige Leistungsträger der letzten Jahre den Verein. Etwas überraschend blieben aber auch wichtige Stammspieler wie Nationalspieler Jonas Hector oder Torwart Timo Horn trotz des Abstieges beim Klub.[98] Dazu gesellten sich Neueinkäufe wie Louis Schaub, Rafael Czichos und Dominick Drexler. Im November 2018 wurde zudem die Rückkehr von Anthony Modeste aus China vollzogen,[99] der allerdings erst ab Februar 2019 spielberechtigt war. In der Winterpause – die Kölner überwinterten nach einer eher holprigen Hinrunde auf Platz Zwei – wurden mit Johannes Geis und Florian Kainz zwei bundesligaerfahrene Spieler verpflichtet.[100][101]

In der Rückrunde zeigte der FC zunächst gute Leistungen und konnte sich nach sechs Siegen in Folge an der Tabellenspitze absetzen. Nach anschließenden vier sieglosen Spielen trennte sich der Verein nach der 1:2-Heimniederlage am 31. Spieltag gegen Darmstadt 98 von Markus Anfang. Der FC hatte zu diesem Zeitpunkt vor den letzten drei Spielen als Tabellenführer jeweils sechs Punkte Vorsprung vor dem Relegations- und dem 4. Platz. Bis zum Saisonende übernahm der bisherige U21-Trainer André Pawlak die Mannschaft.[102] Bei Pawlaks erstem Spiel auf der Trainerbank gewann der FC in Fürth mit 4:0 und sicherte sich damit den Aufstieg sowie die Zweitliga-Meisterschaft.[103] Im DFB-Pokal unterlag man wie im Vorjahr Schalke 04, diesmal allerdings bereits in der zweiten Runde und nach Elfmeterschießen.

2019/20 ging der 1. FC Köln mit dem im Mai 2019 für die Spielzeit verpflichteten Achim Beierlorzer als Cheftrainer in seine 48. Bundesligasaison.[104] Als Zugänge für die Spielzeit stehen bereits Kingsley Schindler, Kingsley Ehizibue, Birger Verstraete, Sebastiaan Bornauw, sowie der tunesische Nationalspieler Ellyes Skhiri fest.[105] Im Pokal schied der FC in der zweiten Runde gegen den Regionalligisten FC Saarbrücken nach einem 2:3 aus. Nach einer 1:2- Heimniederlage am 11. Spieltag gegen die TSG 1899 Hoffenheim trennte sich der Verein vom Cheftrainer Beierlorzer sowie vom Sportgeschäftsführer Veh, der den Verein am Saisonende planmäßig verlassen hätte. Zu diesem Zeitpunkt stand der 1. FC Köln mit nur 7 Punkten auf dem 17. Tabellenplatz. Neuer Geschäftsführer Sport wurde Horst Heldt, neuer Cheftrainer Markus Gisdol.

StatistikenBearbeiten

Titel und ErfolgeBearbeiten

Titelgewinne der Vorgängervereine sind hier nicht aufgelistet.

Der FC in den Ewigen TabellenBearbeiten

Stand: Saisonende 2018/19

national:

international:

 


Individuelle AuszeichnungenBearbeiten

TorschützenkönigeBearbeiten

 
Hannes Löhr (1968)
Spieler Nat. Saison Tore Wettbewerb
Hans Schäfer Deutschland  1952/53 26 Oberliga West
Hans Schäfer Deutschland  1953/54 26 Oberliga West
Georg Stollenwerk Deutschland  1953/54 02 DFB-Pokal
Karl-Heinz Thielen Deutschland  1965/66 07 Messestädte-Pokal
Hannes Löhr Deutschland  1967/68 27 Bundesliga
05 DFB-Pokal
Carl-Heinz Rühl Deutschland  1968/69 06 Europapokal der Pokalsieger
Hannes Löhr Deutschland  1969/70 06 DFB-Pokal
Hannes Löhr Deutschland  1971/72 0071 DFB-Pokal
Wolfgang Overath
Bernd Rupp
Hannes Löhr Deutschland  1972/73 08 DFB-Pokal
Dieter Müller Deutschland  1976/77 34 Bundesliga
0141 DFB-Pokal
Spieler Nat. Saison Tore Wettbewerb
Dieter Müller Deutschland  1977/78 0241 Bundesliga
08 DFB-Pokal
Stephan Engels Deutschland  1982/83 06 DFB-Pokal
Klaus Fischer Deutschland  1983/84 0051 DFB-Pokal
Klaus Allofs Deutschland  1984/85 26 Bundesliga
1985/86 09 UEFA-Pokal
Thomas Allofs Deutschland  1988/89 0171 Bundesliga
Falko Götz Deutschland  1989/90 0061 UEFA-Pokal
Lukas Podolski Deutschland  2004/05 24 2. Bundesliga
Milivoje Novakovič Slowenien  2007/08 20 2. Bundesliga
Simon Terodde Deutschland  2018/19 29 2. Bundesliga
1 Titel geteilt

Fußballer des JahresBearbeiten

 
Morten Olsen (2012)
Spieler Nat. Land Jahr
Karl-Heinz Schnellinger Deutschland  Deutschland 1962
Hans Schäfer Deutschland  Deutschland 1963
Toni Schumacher Deutschland  Deutschland 1984
Toni Schumacher Deutschland  Deutschland 1986
Morten Olsen Danemark  Dänemark
Thomas Häßler Deutschland  Deutschland 1989
Toni Polster Osterreich  Österreich 1997

Aktueller Kader 2019/20Bearbeiten

SpielerBearbeiten

 
Jorge Meré
 
Jonas Hector
 
Jhon Córdoba
Nr. Nat. Name geboren im Verein seit Vertrag bis
Tor
01 Deutschland  Timo Horn 12. Mai 1993 2002 2023
18 Deutschland  Thomas Kessler 20. Jan. 1986 2000 2020
31 Vereinigte Staaten  Brady ScottII 30. Juni 1999 2017 2021
32 Deutschland  Julian KrahlII 22. Jan. 2000 2019 2022
Abwehr
02 Deutschland  Benno Schmitz 17. Nov. 1994 2018 2022
03 Deutschland  Lasse Sobiech 18. Jan. 1991 2018 2022
05 Deutschland  Rafael Czichos 14. Mai 1990 2018 2022
14 Deutschland  Jonas Hector (C)  27. Mai 1990 2010 2023
19 Niederlande  Kingsley Ehizibue 25. Mai 1995 2019 2023
22 Spanien  Jorge Meré 17. Apr. 1997 2017 2023
33 Belgien  Sebastiaan Bornauw 22. Mär. 1999 2019 2024
34 Deutschland  Noah KatterbachII, U19 13. Apr. 2001 2008 2020
35 Deutschland  Matthias Bader 17. Juni 1997 2018 2021
38 Deutschland  Ismail JakobsII 17. Aug. 1999 2012 2021
Mittelfeld
06 Deutschland  Marco Höger 16. Sep. 1989 2016 2021
07 Deutschland  Marcel Risse 17. Dez. 1989 2013 2022
08 Belgien  Birger Verstraete 16. Apr. 1994 2019 2023
11 Deutschland  Kingsley Schindler 12. Juli 1993 2019 2023
13 Osterreich  Louis Schaub 17. Aug. 1993 2018 2022
17 Deutschland  Christian Clemens 04. Aug. 1991 2017 2021
21 Frankreich  Vincent Koziello 28. Okt. 1995 2018 2022
24 Deutschland  Dominick Drexler 26. Mai 1990 2018 2022
28 Tunesien  Ellyes Skhiri 10. Mai 1995 2019 2023
30 Osterreich  Florian Kainz 24. Okt. 1992 2019 2022
36 Deutschland  Niklas Hauptmann 27. Juni 1996 2018 2023
39 Nordmazedonien  Darko ČurlinovII 11. Juli 2000 2016 2020
Sturm
09 Deutschland  Simon Terodde 02. Mär. 1988 2018 2021
15 Kolumbien  Jhon Córdoba 11. Mai 1993 2017 2021
27 Frankreich  Anthony Modeste 14. Apr. 1988 2018 2023

Stand: 8. November 2019[107]

Kaderveränderungen in der Saison 2019/20Bearbeiten

Zugänge
Zeitpunkt Spieler Abgebender Verein
Sommerpause/
Vorbereitung
Belgien  Sebastiaan Bornauw Belgien  RSC Anderlecht
Nordmazedonien  Darko Čurlinov eigene U19
Niederlande  Kingsley Ehizibue Niederlande  PEC Zwolle
Julian Krahl RB Leipzig
Kingsley Schindler Holstein Kiel
Tunesien  Ellyes Skhiri Frankreich  HSC Montpellier
Belgien  Birger Verstraete Belgien  KAA Gent
Abgänge
Zeitpunkt Spieler Aufnehmender Verein
Sommerpause/
Vorbereitung
Jan-Christoph Bartels SV Wehen Wiesbaden (Leihe)
Chris Führich Borussia Dortmund II
Johannes Geis 1. FC Nürnberg
Tschechien  Tomáš Ostrák Osterreich  TSV Hartberg (Leihe)
Matthias Lehmann Karriereende
nach Saisonstart Jannes Horn Hannover 96 (Leihe)
Danemark  Frederik Sørensen Schweiz  BSC Young Boys (Leihe)
Salih Özcan Holstein Kiel (Leihe)

TrainerstabBearbeiten

Nat. Name Funktion im Verein seit
Deutschland  Markus Gisdol Cheftrainer 2019
Deutschland  Frank Kaspari Co-Trainer 2019
Deutschland  André Pawlak Co-Trainer 2017
Osterreich  Manfred Schmid Co-Trainer 2019
Deutschland  Andreas Menger Torwarttrainer 2018
Deutschland  Max Weuthen Athletiktrainer 2015
Deutschland  Dennis Morschel Rehatrainer 2017
Deutschland  Hannes Dold Videoanalyst 2014

BetreuerstabBearbeiten

Nat. Name Funktion im Verein seit
Deutschland  Paul Klein Mannschaftsarzt 2004
Deutschland  Peter Schäferhoff Mannschaftsarzt 1994
Deutschland  Klaus Maierstein Leiter Physiotherapie und Rehabilitation 2011
Deutschland  Daniel Schütz Physiotherapeut 2019
Deutschland  Christian Osebold Physiotherapeut 2019
Deutschland  Denis Lapaczinski Teammanager 2019
Deutschland  Frank Almstedt Zeugwart 2002
Deutschland  Kresimir Ban Zeugwart 2007
Deutschland  Michael Liebetrut Busfahrer 2001

Sportliche LeitungBearbeiten

Nat. Name Funktion im Verein seit Vertrag bis
Deutschland  Alexander Wehrle Geschäftsführer 2013 2023
Deutschland  Frank Aehlig Leiter Lizenzbereich 2018 2020
Deutschland  Willi Kronhardt Chefscout 2019

StadionBearbeiten

 
Innenansicht Rheinenergiestadion

Spielstätte des 1. FC Köln ist das Rheinenergiestadion. Vorläufer waren die 1923 an derselben Stelle erbaute Hauptkampfbahn im Sportpark Müngersdorf und das Müngersdorfer Stadion, welches die Hauptkampfbahn ersetzte und zur Fußball-Weltmeisterschaft 1974 neu errichtet werden sollte, aber erst 1975 fertiggestellt wurde.[3] In der Bauphase fanden die Heimspiele des FC in der benachbarten Müngersdorfer Radrennbahn statt.

Die heutige Fußballarena wurde mit Sicht auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland von Dezember 2001 bis Januar 2004 erbaut und am 31. Januar 2004 eröffnet. Ihr Bau erfolgte schrittweise (eine Tribüne je Halbjahr) während des laufenden Spielbetriebs. Im Gegensatz zu den Vorläuferbauten weist sie keine Leichtathletikanlagen auf und ist damit ein reines Fußballstadion. Das 50.000 Zuschauer fassende Stadion war 2006 einer von zwölf Austragungsorten der Fußball-WM – während des Turniers hieß es FIFA WM Stadion Köln, da die FIFA fremde Sponsorennamen bei einer WM verbietet.

Das Stadion ist bis auf den Unterrang der Südtribüne und den Block N6 im Unterrang der Nordtribüne ein Sitzplatzstadion. Im Westen, Norden und Osten befinden sich zwischen Ober- und Unterrang VIP- bzw. Cateringbereiche. Die Nordtribüne des Stadions beherbergt das FC-Museum, das die Geschichte des 1. FC Köln dokumentiert, sowie einen Fanshop. Bei Heimspielen des FC sind die Südtribüne sowie der West- und Mittelabschnitt der Nordtribüne Bereiche der Heimfans, der Gästebereich befindet sich im Osten der Nordtribüne. In diesen Bereichen ist das Tragen von Fanartikeln der jeweils anderen Mannschaft nicht gestattet. Die beiden Haupttribünen (West und Ost) sind gemischte Bereiche.

KlubanlageBearbeiten

 
Geißbockheim (2012)

Fünf Jahre nach Gründung des 1. FC Köln wurde 1953 ein Vereinsheim im Grüngürtel errichtet. Es erhielt den Namen „Geißbockheim“, benannt nach dem Maskottchen des Vereins. Mehrfach wurde das Clubhaus um- und ausgebaut. Im Geißbockheim befinden sich heute ein Restaurant, die Hauptverwaltung, ein Fan-Shop, der Nachwuchs- und Lizenzspielerbereich und eine Sporthalle. Neben dem Geißbockheim entstanden mehrere Trainingsplätze.

Von 1966 bis 1971 wurde das Amateurstadion errichtet, das seit 1977 den Namen Franz-Kremer-Stadion trägt. Das Vereinsgelände, das seit 2007 „RheinEnergieSportpark“ heißt, verfügt neben dem Franz-Kremer-Stadion über vier Natur-, zwei Kunstrasenplätze, einen Fußballkäfig und einen Fußballtennis-Platz. Damit entspricht das Gelände den Anforderungen eines DFB-Leistungszentrums.[108][109]

Pläne des FC, das Gelände zu vergrößern, werden durch seine Lage in dem Landschaftsschutzgebiet „Äußerer Grüngürtel Müngersdorf bis Marienburg und verbindende Grünzüge“ erschwert.[110][111] Angrenzende Teilbereiche innerhalb dieses Landschaftsschutzgebiets stehen zudem seit 1980 unter Denkmalschutz. Ein „Masterplan“ des FC sieht unter anderem ein modernes Leistungszentrum vor.[112]

Das MaskottchenBearbeiten

 
„Hennes“ VIII. (2018)

Der Geißbock „Hennes“ ist der Ziegenbock, der im Wappen des 1. FC Köln abgebildet ist. Der Ur-Geißbock, Hennes I., wurde dem Fußballverein während einer Karnevalssitzung im Kölner Williamsbau am 13. Februar 1950 von der Zirkus-Prinzipalin Carola Williams als Karnevalsscherz geschenkt (benannt nach dem FC-Spieler der ersten Stunde und Spielertrainer Hennes Weisweiler). Aus der Karnevalslaune wurde so ein Maskottchen mit Werbewert.

Stirbt ein Geißbock, so heißt sein Nachfolger auch Hennes, wobei die dem Namen angefügte Ordnungszahl um eins erhöht wird. Das Logo mit dem Bock ziert Fanartikel, die Stadionzeitschrift GeißbockEcho, die erstmals im August 1957 erschienen ist, sowie das renovierte Geißbockheim.

Der Geißbock ist bei allen Heimspielen des FC vor Ort. Wenn Hennes zusammen mit Bauer Wilhelm Schäfer ins Stadion einlief, gab es immer einen Sonderapplaus von den Zuschauern auf den Rängen. Schäfer, der den amtierenden Geißbock schon seit den Zeiten von Hennes III. auf seinem Bauernhof in Köln-Widdersdorf beherbergt hatte, starb am 11. Juni 2006 im Alter von 69 Jahren. Nach seinem Tod übernahm seine Frau die Unterbringung des jeweiligen Geißbocks.

Seit Sommer 2014 ist Hennes VIII. im Kölner Zoo zu Hause und lebt dort nicht mehr alleine, sondern in einer Herde. Seit Dezember 2014 kann man Hennes live im Internet sehen.[113]

Zur Saison 2019/2020 wurde Hennes VIII. von Hennes den IX. abgelöst. Hennes der VIII. ging in Rente.

Personen der VereinsgeschichteBearbeiten

PräsidentenBearbeiten

Bisher hatte der 1. FC Köln zehn Präsidenten. Die längste Amtszeit weist mit 19 Jahren Franz Kremer auf.

 
Von 2012 bis 2019 FC-Präsident: Werner Spinner
Präsident Nat. Amtszeit
Franz Kremer Deutschland  1948–1967
Werner Müller Deutschland  1967–1968
Oskar Maaß Deutschland  1968–1973
Peter Weiand Deutschland  1973–1987
Dietmar Artzinger-Bolten Deutschland  1987–1991
Klaus Hartmann Deutschland  1991–1997
Albert Caspers Deutschland  1997–2004
Wolfgang Overath Deutschland  2004–2011
Werner Spinner Deutschland  2012–2019
Werner Wolf Deutschland  2019–

TrainerBearbeiten

Bisher hatte der 1. FC Köln 50 verschiedene Trainer.

Trainer Nat. Amtszeit
Karl Flink Deutschland  13.02.1948 – 30.06.1948
Hennes Weisweiler Deutschland  01.07.1948 – 30.06.1952
01.07.1955 – 30.06.1958
01.07.1976 – 15.04.1980
Helmut Schneider Deutschland  01.07.1952 – 17.05.1953
Karl Winkler Deutschland  18.05.1953 – 30.06.1954
Kurt Baluses Deutschland  01.07.1954 – 30.06.1955
Péter Szabó Ungarn  01.07.1958 – 30.06.1959
Oswald Pfau Deutschland  01.07.1959 – 30.06.1961
Zlatko Čajkovski Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  01.07.1961 – 30.06.1963
17.09.1973 – 12.12.1975
Georg Knöpfle Deutschland  01.07.1963 – 30.06.1966
Willi Multhaup Deutschland  01.07.1966 – 30.06.1968
Hans Merkle Deutschland  01.07.1968 – 30.06.1970
Ernst Ocwirk Osterreich  01.07.1970 – 30.06.1971
Gyula Lóránt Ungarn  01.07.1971 – 04.04.1972
Rolf Herings Deutschland  05.04.1972 – 30.06.1972
14.10.1980 – 16.10.1980
Rudolf Schlott Deutschland  01.07.1972 – 16.09.1973
Trainer Nat. Amtszeit
Volker Kottmann Deutschland  04.12.1972 – 11.12.1972
Georg Stollenwerk Deutschland  01.01.1976 – 30.06.1976
Karl-Heinz Heddergott Deutschland  16.04.1980 – 13.10.1980
Rinus Michels Niederlande  17.10.1980 – 23.08.1983
Hannes Löhr Deutschland  24.08.1983 – 06.02.1986
Georg Keßler Deutschland  07.02.1986 – 22.09.1986
Christoph Daum Deutschland  23.09.1986 – 28.06.1990
27.11.2006 – 30.06.2009
Erich Rutemöller Deutschland  29.06.1990 – 23.08.1991
Udo Lattek Deutschland  24.08.1991 – 03.09.1991
Hannes Linssen Deutschland  04.09.1991 – 09.09.1991
Jörg Berger Deutschland  10.09.1991 – 27.02.1993
Wolfgang Jerat Deutschland  28.02.1993 – 28.04.1993
Morten Olsen Danemark  29.04.1993 – 26.08.1995
Stephan Engels Deutschland  27.08.1995 – 31.03.1996
Peter Neururer Deutschland  01.04.1996 – 30.09.1997
Lorenz-Günther Köstner Deutschland  01.10.1997 – 30.06.1998
Bernd Schuster Deutschland  01.07.1998 – 30.06.1999
Trainer Nat. Amtszeit
Ewald Lienen Deutschland  01.07.1999 – 27.01.2002
Christoph John Deutschland  28.01.2002 – 13.02.2002
Friedhelm Funkel Deutschland  14.02.2002 – 30.10.2003
Jos Luhukay Niederlande  31.10.2003 – 01.11.2003
Marcel Koller Schweiz  02.11.2003 – 14.06.2004
Huub Stevens Niederlande  15.06.2004 – 30.06.2005
Uwe Rapolder Deutschland  01.07.2005 – 18.12.2005
Hanspeter Latour Schweiz  03.01.2006 – 09.11.2006
Holger Gehrke Deutschland  09.11.2006 – 26.11.2006
Zvonimir Soldo Kroatien  01.07.2009 – 24.10.2010
Frank Schaefer Deutschland  24.10.2010 – 27.04.2011
12.04.2012 – 14.06.2012
Ståle Solbakken Norwegen  01.07.2011 – 12.04.2012
Holger Stanislawski Deutschland  15.06.2012 – 11.06.2013
Peter Stöger Osterreich  12.06.2013 – 02.12.2017
Stefan Ruthenbeck Deutschland  03.12.2017 – 30.06.2018
Markus Anfang Deutschland  01.07.2018 – 27.04.2019
André Pawlak Deutschland  29.04.2019 – 30.06.2019
Achim Beierlorzer Deutschland  01.07.2019 – 09.11.2019
Markus Gisdol Deutschland  seit 19.11.2019

SpielerBearbeiten

Bisher absolvierten 531 Spieler mindestens ein Pflichtspiel für den 1. FC Köln. Diese werden in einem eigenen Artikel dargestellt.

Spieler- und TrainerrekordeBearbeiten

In der folgenden Auflistung sind Rekordwerte von Spielern und Trainern für den 1. FC Köln aufgelistet. (Stand: 11. August 2019)

PflichtspieleBearbeiten

 
Rekordspieler Wolfgang Overath (li.) neben Rekordtrainer Hennes Weisweiler
Spieler Nat. Position Spiele
Wolfgang Overath Deutschland  Mittelfeld 542
Toni Schumacher Deutschland  Tor 541
Hans Schäfer Deutschland  Sturm 506
Hannes Löhr Deutschland  Sturm 505
Pierre Littbarski Deutschland  Mittelfeld 504
Heinz Simmet Deutschland  Mittelfeld 477
Wolfgang Weber Deutschland  Abwehr 470
Bernd Cullmann Deutschland  Mittelfeld 458
Harald Konopka Deutschland  Abwehr 456
Heinz Flohe Deutschland  Mittelfeld 453
Spieler Nat. Position Tore
Hans Schäfer Deutschland  Sturm 306
Hannes Löhr Deutschland  Sturm 235
Dieter Müller Deutschland  Sturm 231
Christian Müller Deutschland  Sturm 182
Karl-Heinz Thielen Deutschland  Sturm 146
Pierre Littbarski Deutschland  Mittelfeld 144
Klaus Allofs Deutschland  Sturm 120
Heinz Flohe Deutschland  Mittelfeld 118
Wolfgang Overath Deutschland  Mittelfeld 118
Hans Sturm Deutschland  Sturm 102
Trainer Nat. Spiele
Hennes Weisweiler Deutschland  03981
Christoph Daum Deutschland  210
Zlatko Čajkovski Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  197
Peter Stöger Osterreich  168
Georg Knöpfle Deutschland  123
Rinus Michels Niederlande  118
Hannes Löhr Deutschland  111
Ewald Lienen Deutschland  094
Morten Olsen Danemark  089
Willi Multhaup Deutschland  083
Oswald Pfau Deutschland 
1 davon 120 Spiele als Spielertrainer

BundesligaBearbeiten

Spieler Nat. Position Spiele
Toni Schumacher Deutschland  Tor 422
Wolfgang Overath Deutschland  Mittelfeld 409
Pierre Littbarski Deutschland  Mittelfeld 406
Hannes Löhr Deutschland  Sturm 381
Heinz Simmet Deutschland  Mittelfeld 357
Wolfgang Weber Deutschland  Abwehr 356
Bernd Cullmann Deutschland  Mittelfeld 341
Harald Konopka Deutschland  Abwehr 335
Heinz Flohe Deutschland  Mittelfeld 329
Bodo Illgner Deutschland  Tor 326
Spieler Nat. Position Tore
Hannes Löhr Deutschland  Sturm 166
Dieter Müller Deutschland  Sturm 159
Pierre Littbarski Deutschland  Mittelfeld 116
Klaus Allofs Deutschland  Sturm 088
Wolfgang Overath Deutschland  Sturm 084
Toni Polster Osterreich  Sturm 079
Heinz Flohe Deutschland  Mittelfeld 077
Karl-Heinz Thielen Deutschland  Sturm 056
Lukas Podolski Deutschland  Sturm 055
Christian Müller Deutschland  Sturm 046
Bernd Rupp Deutschland  Sturm
Trainer Nat. Spiele
Hennes Weisweiler Deutschland  130
Christoph Daum Deutschland  129
Peter Stöger Osterreich  116
Rinus Michels Niederlande  095
Georg Knöpfle Deutschland  094
Hannes Löhr Niederlande  086
Zlatko Čajkovski Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  078
Morten Olsen Danemark  076
Hans Merkle Deutschland  068
Willi Multhaup Deutschland 
Ewald Lienen Deutschland  053

EuropapokalBearbeiten

Spieler Nat. Position Spiele
Wolfgang Overath Deutschland  Sturm 71
Toni Schumacher Deutschland  Tor 67
Wolfgang Weber Deutschland  Abwehr 63
Heinz Simmet Deutschland  Mittelfeld 60
Bernd Cullmann Deutschland  Abwehr 59
Harald Konopka Deutschland  Abwehr 58
Hannes Löhr Deutschland  Sturm
Heinz Flohe Deutschland  Mittelfeld 56
Pierre Littbarski Deutschland  Sturm 55
Karl-Heinz Thielen Deutschland  Sturm 45
Spieler Nat. Position Tore
Dieter Müller Deutschland  Sturm 31
Hannes Löhr Deutschland  Sturm 30
Klaus Allofs Deutschland  Sturm 18
Pierre Littbarski Deutschland  Sturm 16
Heinz Flohe Deutschland  Sturm 15
Karl-Heinz Thielen Deutschland  Sturm
Christian Müller Deutschland  Sturm 11
Wolfgang Overath Deutschland  Mittelfeld
Carl-Heinz Rühl Deutschland  Sturm 09
Trainer Nat. Spiele
Zlatko Čajkovski Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  27
Georg Knöpfle Deutschland  21
Hannes Löhr Deutschland  18
Christoph Daum Deutschland  16
Hennes Weisweiler Deutschland 
Rinus Michels Niederlande  14
Ernst Ocwirk Osterreich  10
Hans Merkle Deutschland  08
Georg Keßler Deutschland  06
Erich Rutemöller Deutschland 
Rudolf Schlott Deutschland 

Hall of FameBearbeiten

Auf der Gala zum 70. Vereinsjubiläum im November 2018 wurde eine vereinsinterne Ruhmeshalle ins Leben gerufen, in die künftig jährlich weitere Klub-Legenden aufgenommen werden sollen. Neben sieben bereits verstorbenen Personen war Wolfgang Overath der Einzige, welcher seine Auszeichnung persönlich entgegennehmen konnte.[114] : Ehrung erfolgte posthum.

Name Nat. Funktion Jahr der Aufnahme
Franz Kremer Deutschland  Präsident 2018
Hans Schäfer Deutschland  Spieler, Co-Trainer
Hennes Weisweiler Deutschland  Spieler, Trainer
Josef Röhrig Deutschland  Spieler
Heinz Flohe Deutschland  Spieler, Co-Trainer
Hannes Löhr Deutschland  Spieler, Trainer
Rolf Herings Deutschland  Trainer
Wolfgang Overath Deutschland  Spieler
Karl-Heinz Thielen Deutschland  Spieler, Funktionär 2019
Wolfgang Weber Deutschland  Spieler

NachwuchsabteilungBearbeiten

1. FC Köln IIBearbeiten

1. FC Köln II
Name 1. FC Köln II
Spielstätte Franz-Kremer-Stadion
Plätze 5457
3557 Stehplätze
1900 Sitzplätze
Cheftrainer Mark Zimmermann
Liga Regionalliga West
2018/19 9. Platz

Die U21 (im Ligabetrieb offiziell1. FC Köln II, früher U23 oder Amateurmannschaft) ist die zweite Mannschaft des 1. FC Köln. Die Mannschaft ist ein Team zwischen Profifußball und Jugend: Sie setzt sich zusammen aus Nachwuchsspielern, die der A-Jugend entwachsen sind. Viele Spieler aus der U23 haben bereits den Sprung in die Profimannschaft geschafft, so zum Beispiel Timo Horn oder Jonas Hector.

Die Ursprünge der Zweiten Mannschaft liegen in den 1960er Jahren, als der FC hinter der Profimannschaft auch ein Amateurteam hatte, welches 1965 erstmals und insgesamt viermal die Amateur-Mittelrheinmeisterschaft gewann. Außerdem siegte man viermal im Mittelrheinpokal. Größer Erfolg war der Gewinn der deutschen Amateurmeisterschaft 1981, die die Zweite Mannschaft unter Trainer Erich Rutemöller gewann.[115] In der jüngeren Vergangenheit spielt das Team durchgängig in der vierten Klasse, so auch aktuell in der Regionalliga West.

Das Amateurteam nahm zehnmal am DFB-Pokal teil und erreichte dreimal die zweite Runde. 1980/81 schlug man erst den OSC Bremerhaven mit 3:2 nach Verlängerung und erkämpfte sich ein 3:3 gegen die erste Mannschaft von Bayer 04 Leverkusen, die sich im Wiederholungsspiel durchsetzen konnte. 1982/83 schlug man den FC Gohfeld mit 2:1 und scheiterte dann am VfB Stuttgart. 2004/05 verlor man 0:3 gegen den VfL Wolfsburg, doch da für Wolfsburg ein nicht einsatzberechtigter Spieler auflief, wurde das Spiel für Köln gewertet.[116] In der zweiten Runde unterlag das Team dann Arminia Bielefeld.

Titel und Erfolge der Zweiten MannschaftBearbeiten

Kader Saison 2019/20Bearbeiten

  • Stand: 28. August 2019[117]
Tor Abwehr Mittelfeld Sturm
01 Osterreich  Mateusz Trochanowski 1992
25 Deutschland  Julian Roloff 2001
02 Deutschland  Tyson Richter 2000
04 Deutschland  Calvin Brackelmann 1999
05 Deutschland  Philipp Höffler 2000
08 Deutschland  Tim Sechelmann 1999
11 Deutschland  Marius Laux 1986
12 Deutschland  Ricardo Henning 2000
13 Deutschland  Lukas Nottbeck 1988
14 Deutschland  Leon Schneider 2000
17 Deutschland  Ismail Jakobs 1999
23 Deutschland  Kasra Ghawilu 1999
06 Portugal  Leon Augusto 1999
07 Deutschland  Vincent Geimer 1992
16 Deutschland  Jan Luca Schuler 1999
18 Deutschland  Marvin Rittmüller 1999
21 Deutschland  Luca Schlax 2000
22 Deutschland  Justin Petermann 1998
39 Danemark  Nikolas Nartey 2017
03 Deutschland  Oliver Schmitt 2000
09 Deutschland  Kaan Caliskaner 1999
10 Deutschland  Lucas Musculus 1991
19 Kanada  Gabriel Boakye 1998

Trainer- und BetreuerstabBearbeiten

Name Funktion
Mark Zimmermann[118] Trainer
Martin Heck Co-Trainer
Thomas Klasen Co-Trainer
Tetsuo Taguchi Torwarttrainer
Leif Frach Athletiktrainer
Max Weuthen Athletiktrainer (U15 bis U21)
Volker Hartjens Zeugwart
Peter Greiss Betreuer
Rainer Thomas Betreuer
 
Franz-Kremer-Stadion

StadionBearbeiten

Spielstätte der U21 ist das Franz-Kremer-Stadion, das 5.457 Zuschauern Platz bietet.

Der 1966 begonnene Bau wurde 1971 fertiggestellt und liegt direkt neben dem Geißbockheim. Bevor es seinen jetzigen Namen erhielt, hieß es anfangs Amateurstadion. 1977 wurde es dann nach dem verstorbenen FC-Präsidenten und Gründungsmitglied Franz Kremer benannt.[109] In der Spielstätte tragen neben der U21 in der Regel auch die Jugendmannschaften der U17 und U19 ihre Punktspiele aus.

Um unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainieren zu können, absolvieren die Profis ihre Trainingseinheiten gelegentlich im Franz-Kremer-Stadion.

JugendmannschaftenBearbeiten

Das Nachwuchsleistungszentrum des 1. FC Köln im RheinEnergieSportpark wurde von der Deutschen Fußball-Liga mit der Höchstnote von drei Sternen zertifiziert.[119] Leiter des Nachwuchsleistungszentrums sind Carsten Schiel und Jan Schäfer.[120]

 
Carsten Cullmann (re., mit Vater Bernd)

Die folgende Tabelle zeigt alle Cheftrainer der Juniorenmannschaften von der U-19 bis zur U-14 sowie die Liga, in der 2018/19 gespielt wird:

Altersklasse Trainer Liga (Stufe)
A-Junioren (U19) Stefan Ruthenbeck A-Junioren-Bundesliga (I)
B1-Junioren (U17) Markus Daun B-Junioren-Bundesliga (I)
B2-Junioren (U16) Manuel Hartmann B-Junioren-Mittelrheinliga (II)
C1-Junioren (U15) Carsten Cullmann C-Jugend-Regionalliga (I)
C2-Junioren (U14) Evangelos Nessos U14 Nachwuchscup

A-Junioren (U19)Bearbeiten

 
Yannick Gerhardt (2016)

Größter Erfolg der A-Jugend war der Gewinn der deutschen A-Junioren-Meisterschaft 1971. Im Meisterteam waren unter anderem die späteren FC-Profis Harald Konopka, Jürgen Glowacz und Herbert Hein. Meistertrainer war Josef Röhrig, der zuvor Spieler in Köln war. 2013 gewann die U19 zum ersten Mal den DFB-Junioren-Vereinspokal,[121] Mitglied des Teams dort war unter anderem der ehemalige FC-Profi Yannick Gerhardt.

Seit Einführung der A-Junioren-Bundesliga im Jahr 2003 war der FC immer in der Liga vertreten. 2008 gewann man zum einzigen Mal die Weststaffel, scheiterte in der späteren Endrunde um die deutsche A-Jugend-Meisterschaft mit 3:5 am SC Freiburg. Viermal wurde die Mannschaft Vizemeister der Weststaffel, das schlechteste jemals erreichte Ergebnis am Saisonende war Platz 6.

Titel und Erfolge der A-JuniorenBearbeiten

B-Junioren (U17)Bearbeiten

 
Pablo Thiam (2007)

Größte Erfolge der B-Jugend waren der Gewinn der deutschen B-Junioren-Meisterschaft 1990, 2011[122] und 2019.[123] Zum Meisterteam 1990 gehörte unter anderem der spätere FC-Profi Pablo Thiam, trainiert wurde die Mannschaft vom langjährigen Leiter des Nachwuchsleistungszentrum, Frank Schaefer. Mit im Meisterteam 2011 war neben Yannick Gerhardt auch Mitchell Weiser.

Seit Einführung der B-Junioren-Bundesliga 2007 war der FC immer in dieser Liga vertreten. 2011 und 2012 gewann man die Weststaffel, 2011 danach auch die deutsche Meisterschaft. Zweimal wurde die Mannschaft Vizemeister der Weststaffel, das schlechteste jemals erreichte Ergebnis am Saisonende war Platz 9.

Titel und Erfolge der B-JuniorenBearbeiten

Mitglieder, Klubinstitutionen und StadionkulturBearbeiten

Fans und MitgliederBearbeiten

MitgliederBearbeiten

Der 1. FC Köln hat 109.824 Mitglieder[2] und ist damit der größte Sportverein in Köln und der sechstgrößte Deutschlands. Die Geschicke des Clubs mit zu diskutieren und zu gestalten ist ein wichtiges Element der Mitgliedschaft beim 1. FC Köln. Die jährliche Mitgliederversammlung ist in diesem Sinne das wichtigste Organ des Vereins. Seit 2015 bietet der FC eine lebenslange Vereinsmitgliedschaft für den einmaligen Preis von 1.948 € an.[124]

Außerdem sind 1.628 offizielle Fanclubs im Verein integriert, davon sind 1.125 aus Nordrhein-Westfalen, 454 aus Deutschland außerhalb NRW und 49 ausländische Fanclubs. (Stand: Dezember 2018) Der erste Fanclub wurde 1959 gegründet und hieß „1. FC Köln Anhänger Club Ichendorf“.[125][126]

SüdkurveBearbeiten

 
Die Südkurve zeigt eine Choreographie (2012)

Die Südkurve im Rheinenergiestadion ist traditionell die Heimat der FC-Fans. Bereits im alten Müngersdorfer Stadion hatten dort in der noch „echten“ Südkurve die aktiven Fans des Klubs ihren Platz. Zu Zeiten der Hauptkampfbahn standen die organisierten Fans jedoch noch in der Nordkurve.[127] Auch wenn die jetzige Südkurve von Vereinsseite und vor allem aus architektonischen Gründen Südtribüne genannt wird; die Fans bezeichnen sie weiterhin als Südkurve.[128]

UltrasBearbeiten

Die Ultras traten in Köln erstmals Mitte der 1990er Jahre in Erscheinung. Die „Ultras CCAA“ war die erste Gruppierung im Müngersdorfer Stadion, die sich selbst als Ultras definierte. Aus ihr ging 1996 die heute größte Ultragruppierung des 1. FC Köln hervor, die „Wilde Horde“.[127]

Der 1. FC Köln hat eine im bundesweiten Vergleich relativ große Ultraszene, die neben der Wilden Horde auch noch durch andere Gruppierungen repräsentiert wird. Hauptmerkmal der Ultras im Allgemeinen und auch derer in Köln sind neben der akustischen Unterstützung der Mannschaft die regelmäßig organisierten Choreographien, in der die ganze Südkurve oder auch andere Tribünen mit einbezogen werden. Die Choreographien haben in der Regel einen engen Bezug zum Verein und zu dessen Geschichte. Gelegentlich stellen sich die Ultras mit Choreos aber auch selbst dar.[127]

Größte Kritikpunkte an den Ultras sind die potentielle Bereitschaft zu Gewalt gegenüber gegnerischen Fans oder der Polizei und das Zünden bengalischer Feuer oder andere Verstößen gegen die Stadionordnung, die dem Verein hohe Verbandsstrafen einbringen können. In naher Vergangenheit erhielt der 1. FC Köln mehrfach Geldstrafen, auch wurde er für Verfehlungen der Ultra-Szene mit Zuschauer-Teilausschlüssen bei Heimspielen bestraft.[129][130]

KlubinstitutionenBearbeiten

Fan-ProjektBearbeiten

Wichtigstes Bindeglied zwischen Verein und Fans ist das 1991 als Fanclub gegründete Fan-Projekt 1. FC Köln 1991 e. V., das mit rund 11.000 Mitgliedern[131] eines der größten und ältesten seiner Art in Deutschland ist. Es versteht sich selbst als Fanclub, aber auch als Dienstleister für alle FC-Fans und andere FC-Fanclubs, wobei das Fan-Projekt in engem Kontakt zum 1. FC Köln steht. Das Fan-Projekt dient als Kommunikationsweg von der Fangemeinde zum Verein und umgekehrt. Außerdem hat es für den FC einige Aufgaben übernommen, so z. B. die Abwicklung des Kartenverkaufs für Auswärtsspiele an FC-Fans, die Betreuung behinderter Fans im Stadion und einige Angebote für junge FC-Fans. Das Fan-Projekt hat ca. 60 Mitarbeiter, die fast alle ehrenamtlich arbeiten.

AG FankulturBearbeiten

Seit Herbst 2012 haben sich Vertreter des Clubs und verschiedener Fangruppen mit dem Ziel den Verein auch auf der Ebene der Fanclubs zu vereinen und Lösungen für Konflikte zu finden, zusammengeschlossen. Eines der zentralen Anliegen des 1. FC Köln ist es, eine Verbesserung im Zusammenwirken zwischen dem FC, seiner Fans inklusive der Ultra-Szene, Politik, Verbänden, Polizei und Medien zu erzielen. Dafür hat der 1. FC Köln als erster Bundesligaverein eine Arbeitsgruppe Fankultur gegründet. Mitglied der AG Fankultur ist auch der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete und FC-Mitglied Wolfgang Bosbach.[132]

Stiftung 1. FC KölnBearbeiten

Der 1. FC Köln hat sein soziales Engagement in der am 21. November 2009 gegründeten Stiftung 1. FC Köln gebündelt. Die gemeinnützige Stiftung fördert auf vielfältige Art und Weise unterstützungsbedürftige Menschen in der Region. Das Leitbild der Stiftung ist vom Titel der FC-Hymne, „Mer stonn zo Dir“, geprägt. Der FC möchte damit etwas von der Treue und Loyalität der gesamten Region gegenüber dem FC zurückgeben.[133]

StadionkulturBearbeiten

 
Die „Höhner“, hier Henning Krautmacher

Stadion-LiederBearbeiten

Das Absingen diverser Lieder, meist mehr oder weniger im lokalen Dialekt, ist wichtiger Bestandteil der Stadionkultur. Gesungen werden sowohl reine FC-Lieder als auch ein größeres Repertoire an traditionellen Karnevalsliedern.

  • Mer stonn zo Dir, FC Kölle (Höhner, 1998): Dieses Lied erreichte einige Jahre nach seiner Veröffentlichung den Status einer „FC-Hymne“ und wird vor jedem Spiel vom Publikum gesungen. Das Original, das schottische Volkslied Loch Lomond, wurde von der Gruppe Runrig international bekannt gemacht und ähnlich leidenschaftlich gesungen.
  • Unser Hätz schlät för dr FC Kölle (Höhner, 1986): Textlich an den Höhner-Hit „Echte Fründe“ angelehnt. Die Originalmelodie entstammt dem britischen Marschlied It’s a Long Way to Tipperary.
  • FC, jeff Jas! (BAP, 1998): Umdichtung des BAP-Liedes „Für ne Moment“ anlässlich des 50-jährigen Vereinsjubiläums, im Original gesungen von Wolfgang Niedecken, Guildo Horn und Stefan Raab.

Zudem werden auch Karnevalslieder wie die aktuelle Torhymne Denn wenn et Trömmelche jeit (De Räuber) und andere Lieder im kölschen Dialekt wie En unserm Veedel (Bläck Fööss) abgesungen.

Geißbock EchoBearbeiten

Die Stadionzeitung des 1. FC Köln ist das „Geißbock Echo“, das eine lange Tradition als offizielles Klubmagazin vorzuweisen hat. Bereits wenige Monate nach der Vereinsgründung erschien regelmäßig eine „Clubnachricht“, die jedoch kein Programmheft war. Zum ersten Heimspiel der Oberliga-Saison 1957/58 gegen Westfalia Herne erschien die Ausgabe „Nr. 1“ des Geißbock Echos. Auf acht Seiten gab es Berichte zu aktuellen und historischen Themen, Werbung sowie die Mannschaftsaufstellung des FC.[134]

Für kurze Zeit wurde Anfang der 1970er Jahre die umfangreichere „Bundesliga Zeitung“ offizielles Heimspielprogramm des 1. FC Köln, die aber nie die Beliebtheit des Geißbock Echos erreichen konnte, sodass nach etwas weniger als zwei Jahren das „Geißbock Echo“ wieder eingeführt wurde. Das inzwischen umfangreichere Heft wurde 1983 erstmals kostenpflichtig. Für eine Mark war die Publikation am und im Stadion zu erwerben. An Mitglieder wird das Heft seit der „Bundesliga Zeitung“ kostenlos versendet. Seit 1993/94 ist das „Geißbock Echo“ vollfarbig und kann inzwischen auch digital gelesen werden.[135]

FC im Kölner KarnevalBearbeiten

 
FC-Spieler beim Rosenmontagszug 2015

Der 1. FC Köln bekennt sich zu einem der wichtigsten Kulturgüter der Stadt Köln, dem Kölner Karneval. Seit 1949 richtet der Verein in jeder Session eine Karnevalssitzung aus, außerdem lässt der Klub eigene Karnevalsorden herstellen. Bei Rosenmontagszügen gab es immer schon Festwagen, die sich mit dem Verein beschäftigten, jedoch ohne direkte Beteiligung des Klubs. Seit 2014 fahren Spieler und Funktionäre des FC mit einem eigenen Wagen im Umzug mit.[136]

Der Verein beantragte Anfang 2015 beim Kölner Festkomitee die Aufnahme als Karnevalsverein mit der Begründung, er habe sich „mit der Teilnahme am Rosenmontagszug 2014 und mit dem jecken Training am 11.11. zum kölschen Brauchtum bekannt“. Das Festkomitee stimmte dem Antrag zu.[137]

In der Saison 2013/14 produzierte der Verein erstmals ein Karnevals-Trikot mit eingezeichneten Karnevalsmützen und aufgenähtem Stadtwappen, welches bei den Heimspielen gegen den 1. FC Union Berlin und die SpVgg Greuther Fürth getragen wurde. 2014/15 gab es eine zweite Version des Karneval-Trikots. Diesmal war das Design angelehnt an das Ornat des Kölner Karnevalsprinzen, getragen wurde es bei den Heimspielen gegen den SC Freiburg und den SC Paderborn.[138] Das dritte Karnevals-Trikot soll einen Uniformrock eines Offiziers des ältesten Traditionscorps von Köln, den Roten Funken, darstellen.[139] Getragen wurde dieses in der Saison 2015/16 beim Heimspiel gegen den VfB Stuttgart. In der Saison 2016/17 wurde das vierte Karnevalstrikot, welches die enge Verbundenheit zwischen Verein und Stadt ausdrücken sollte,[140] in den Heimspielen gegen den Hamburger SV und den FC Schalke 04 getragen. Nach einem Jahr Pause brachte der Klub in der Saison 2018/19 das fünfte Karnevals-Trikot mit dem Motto „Ringelpiez zom Aanpacke“ auf den Markt, welches gegen Dynamo Dresden und den SV Sandhausen von den Profis getragen wurde.[141]

Rivalitäten und FreundschaftenBearbeiten

RivalitätenBearbeiten

 
Graffiti in Köln zu den Rivalitäten des FC

Aufgrund historischer und geografischer Besonderheiten gibt es zu einer Reihe von Vereinen eine ausgeprägte Rivalität. So gibt es gleich drei Duelle mit Beteiligung des 1. FC Köln, die als „Rheinisches Derby“ bezeichnet werden.

An erster Stelle zu nennen ist die Rivalität mit Borussia Mönchengladbach. Das Duell zwischen den beiden Mannschaften gehört mit bisher 123 Austragungen in sechs verschiedenen Wettbewerben zu den traditionsreichsten Derbies im deutschen Fußball. Zu der bei beiden Vereinen ähnlich großen Fanbasis kommen deutliche vereinsgeschichtliche Parallelen; beide Vereine zählten von den 1960ern bis zu den 1980ern zu den großen Fußballvereinen in Deutschland, gefolgt von einem Jahrzehnt des Niedergangs. 1999 bis 2008 spielten beide Vereine zeitweise in der 2. Bundesliga. Hennes Weisweiler war in beiden Vereinen der Trainer mit der jeweils längsten Amtsdauer und den größten Erfolgen, während andere Personen, z. B. Wolfgang Overath (1. FC Köln) und Günter Netzer (Borussia Mönchengladbach), auch in der Nationalmannschaft Konkurrenten waren. Heute gelten die Duelle mit Gladbach in Bezug auf das öffentliche Interesse als Saisonhöhepunkte.[142]

Geographisch näher liegt Bayer 04 Leverkusen. Die Werkself etablierte sich erst ab 1979 in der Bundesliga und spielte zumeist nicht auf einem vergleichbaren Niveau. In den 1980ern noch sportlich hinter dem FC, ist sie seit den 1990er Jahren klar enteilt. Eine kleinere Anhängerschaft und die wirtschaftliche Abhängigkeit vom Bayer-Konzern tragen dazu bei, dass diese Rivalität als nachrangig gegenüber derjenigen zu Mönchengladbach empfunden wird.[143]

Ferner bestehen prinzipiell Rivalitäten mit Fortuna Düsseldorf und Alemannia Aachen, wobei die Rivalität mit Aachen von beiden Seiten kaum noch als solche angesehen wird. Beide Mannschaften spielten in den letzten 20 Jahren meist nicht in derselben Spielklasse wie der FC, so dass Pflichtspielbegegnungen eher die Ausnahme waren.

Innerstädtische Rivalen hatte der FC in erster Linie in seinen Anfangsjahren, gerade weil die Selbstbezeichnung des aus zwei Stadtteilclubs hervorgegangenen Vereins als Erster FC Köln in anderen Teilen der Stadt als Überheblichkeit aufgefasst wurde. Aber bald konnte der FC den mit dem Namen verbundenen Anspruch durchsetzen und in den folgenden Jahrzehnten zum allgemein akzeptierten „Verein der Stadt“ aufsteigen. Etwas speziell war und ist das Verhältnis zum SC Fortuna Köln. Der Südstadtklub war zwar 26 Jahre lang ununterbrochen im Profifußball vertreten, eine richtige Rivalität entwickelte sich aber nie. Am ehesten kam sie im DFB-Pokalfinale 1983 zum Tragen, als dieses zwischen den beiden Vereinen ausgetragen wurde.[29] Bedingt durch unterschiedliche Ligazugehörigkeiten kam es bisher nur zu zehn Pflichtspielbegegnungen der beiden Vereine. Vielmehr war es so, dass Anhänger des FC die Geschicke der Fortuna meist mit Wohlwollen verfolgten. Fans beider Vereine verbindet zudem die Ablehnung gegenüber einem weiteren Kölner Stadtteil-Klub, der Viktoria, welche nach Meinung einiger Fans nur durch den Mäzen Franz-Josef Wernze konkurrenzfähig ist.

Generell hat sich im Laufe der 2000er Jahre bedingt durch die kommerzielle Entwicklung des Fußballs eine Ablehnung von weiten Teilen der Fanszene gegenüber konzernunterstützen Vereinen wie dem VfL Wolfsburg, dem FC Ingolstadt 04 oder RB Leipzig entwickelt. Hauptargument ist, dass diese Klubs nur dank des jeweiligen Konzerns im Hintergrund konkurrenzfähig sind und dadurch gegenüber den Traditionsvereinen einen großen Vorteil haben.[144][145]

FanfreundschaftenBearbeiten

Nach dem Viertelfinalduell im Europapokals der Landesmeister 1964/65, als der FC im Entscheidungsspiel am 24. März 1965 nach Verlängerung per Münzwurf gegen den FC Liverpool ausgeschieden war, entstanden freundschaftliche Beziehungen zu den Fans des englischen Gegners, wovon mittlerweile nur noch ein paar Freundschaftsschals zeugen. Über Jahrzehnte gehalten hat sich dagegen eine Fanfreundschaft mit den Fans des FC St. Pauli, die 1978 nach dem Spiel im Millerntor-Stadion entstanden ist, als sich der FC im Fernduell gegen Borussia Mönchengladbach durchsetzte und zum bislang letzten Mal Deutscher Meister wurde. Seit den 2000er Jahren hat diese Freundschaft jedoch stark an Bedeutung eingebüßt.[146]

Seit dem 2:0-Heimerfolg des FC gegen Bayer 04 Leverkusen im Jahr 2011, welcher Borussia Dortmund den Gewinn der Meisterschaft sicherte, besteht zwischen den beiden Vereinen aus Sicht einiger Fans ein freundschaftliches Verhältnis.[147][148] Zudem waren die Ultra-Gruppen „Boyz Köln“ und „Desperados Dortmund“ seit 2006 bis zur Auflösung der Boyz 2018 eng miteinander verbunden.[149] Auf Ultra-Ebene gibt es zudem noch eine gewachsene Freundschaft zu Paris Saint-Germain.[150] Eine wirklich gefestigte Fanfreundschaft, die von einer überwiegenden Mehrzahl der Fans mitgetragen wird, existiert jedoch nicht.

Sponsoren und AusrüsterBearbeiten

 
Mannschaftsbus mit REWE-Werbung

Hauptsponsoren (Trikot) seit 1979Bearbeiten

Dauer Sponsor
1979–1982 Pioneer (Elektrogeräte)
1982–1985 Doppeldusch (Hautpflege)
1985–1987 Daimon (Batterien)
1987–1991 Samsung (Elektronik)
1991–1993 Citibank (Kreditinstitut)
1993–1994 Pepsi (Erfrischungsgetränke)
1994–1999 Ford (Automobile)
1999–2003 VPV (Versicherungen)
2003–2005 Funny frisch (Salzgebäck)
2005–2007 Gerling (Versicherungen)
seit 2007 Rewe Group (Handel/Touristik)

Ausrüster (Trikot/Hosen)Bearbeiten

Dauer Ausrüster
1974–1977 Le Coq Sportif
1977–1978 Adidas
1978–1979 Erima
1979–1985 Adidas
1985–2002 Puma
2002–2005 Sport-Saller
2005–2008 Adidas
2008–2012 Reebok
2012–2018 Erima
seit 2018 Uhlsport

FinanzenBearbeiten

In dem im Oktober 2018 bei der Mitgliederversammlung vorgestellten Jahresabschluss der 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA wies die Geschäftsführung zum Ende der Saison 2017/18 einen Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 17,3 Millionen € (Vorjahr: 11,1 Millionen €) aus, wobei vor allem die betrieblichen Erträge aufgrund gestiegener Medieneinnahmen, der Teilnahme an der UEFA Europa League und ungeplanter hoher Transferüberschüsse signifikant im Vergleich zum Vorjahr von 129,2 Millionen € auf 171,8 Millionen € stiegen. Das Eigenkapital wuchs entsprechend auf 37,5 Millionen € (Vorjahr: 20,2 Millionen €) an.[151]

Der 1. FC Köln gab zum 1. August 2005 eine Anleihe mit der ISIN-Kennnummer DE000A0E86V7 aus. Das Volumen der Anleihe belief sich auf 5 Millionen €. Die Anleihe hatte eine Laufzeit von sechs Jahren und eine Stückelung von 100 €. Ein Börsenhandel war für die Anleihe nicht vorgesehen. Jeder Anleger konnte die Anleihe auf Wunsch als effektive Stücke erwerben, auch Depotverwahrung war möglich.[152] Zum 1. August 2011 wurde die Anleihe vereinbarungsgemäß zurückgezahlt. Ab 1. August 2012 bat die 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA erneut eine Anleihe an (ISIN DE000A1PG1A7) mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einer jährlichen Verzinsung von fünf Prozent. Das Emissionsvolumen betrug bis zu 10 Millionen €.[153] Wie bei der Vorgängeranleihe war keine Börsennotierung vorgesehen, eine Depotverwahrung aber möglich. Zudem konnten gerahmte effektive Stücke zu Nennwerten von 100 €, 1.000 € und 1.948 € erworben werden.[154] Im August 2016 wurden unter dem Motto „Treue fest verzinst“ neue Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 15,5 Millionen € angeboten.[155]

Weitere AbteilungenBearbeiten

FrauenfußballBearbeiten

 
Spielszene einer Frauenpartie des FC, 2017

Die Geschichte der Frauenmannschaft des 1. FC Köln geht zurück ins Jahr 1974, als der SV Grün-Weiß Brauweiler gegründet wurde und dessen Frauenteam 1997 Deutscher Meister wurde sowie dreimal den DFB-Pokal gewann. Im Jahr 2000 spaltete sich die Frauenabteilung ab und wurde zum FFC Brauweiler Pulheim. Seit 2008 hatte der Klub finanzielle Probleme und spielte zu dieser Zeit zweitklassig.

Mit Wirkung zum 1. Juli 2009 fand der Zusammenschluss des FC mit dem FFC Brauweiler Pulheim 2000 statt.[156] Somit konnte die neu gegründete Frauenmannschaft des 1. FC Köln in der Saison 2009/10 gleich in der 2. Bundesliga Süd an den Start gehen. Das Team spielte von Beginn an oben mit, musste sich in den kommenden Jahren jedoch oftmals knapp geschlagen geben und verpasste den Sprung in die Erstklassigkeit. Im sechsten Anlauf gelang in der Saison 2014/15 nach drei zweiten und zwei dritten Plätzen vier Spieltage vor Saisonschluss der Aufstieg in die Bundesliga.[157] In der Bundesliga konnte sich die Mannschaft nicht behaupten, der direkte Wiederabstieg war bereits vier Spieltage vor Saisonende besiegelt. In der Saison 2016/17 gelang dem Team als Zweitplatzierter der direkte Wiederaufstieg in die Bundesliga, wobei man vom fehlenden Aufstiegsrecht für die Reserve der TSG 1899 Hoffenheim profitierte, welche Meister wurde. Am DFB-Pokal nahm die Frauenmannschaft bisher zehnmal teil. Dabei wurde dreimal das Viertelfinale und viermal das Achtelfinale erreicht.

Ist die Damenelf in der Bundesliga vertreten, werden die Spiele im Südstadion, spielen sie zweitklassig im Franz-Kremer-Stadion ausgetragen.[158] Die bekanntesten ehemaligen Spielerinnen sind Sonja Fuss und Inka Grings.

ErfolgeBearbeiten

Zweite Mannschaft und JuniorinnenBearbeiten

Die Zweite Mannschaft spielt 2018/19 in der Regionalliga West. In der Saison 2017/18 spielte man in der 2. Bundesliga, nachdem man zuvor Meister der West-Staffel der Regionalliga wurde. Die B-Juniorinnen spielen seit der Saison 2012/13 in der B-Juniorinnen-Bundesliga, der größte Erfolg dort war der Gewinn der West-Staffel in der Saison 2016/17 sowie in der Saison 2017/18. Während die Mannschaft 2016/17 im Halbfinale um die Deutsche B-Juniorinnen-Meisterschaft am 1. FFC Turbine Potsdam scheiterte, erreichte man im Jahr darauf das Endspiel, welches gegen den VfL Wolfsburg mit 1:4 verloren ging.

ErfolgeBearbeiten

HandballBearbeiten

In der Handballabteilung spielen derzeit zwei Frauen- zwei Männer-[159] und elf Jugendmannschaften,[160] von denen die erste Frauenmannschaft das Aushängeschild ist und in der Saison 2018/19 in der 3. Liga West spielt.[161] Die erste Herrenmannschaft spielt in der 1. Kreisklasse des Bezirks Köln/Rheinberg, die zweite Herrenmannschaft in der 3. Kreisklasse. Die Heimspiele der FC-Handballmannschaften finden in der Europaschule Köln im Stadtteil Raderthal statt.

TischtennisBearbeiten

Tischtennis hat im 1. FC Köln eine lange Tradition, bereits seit 1950 wird der Sport im Klub betrieben. Die höchste Spielklasse, in der man je spielte, war die zweithöchste. Die erste Herrenmannschaft spielt in der Saison 2018/19 in der Nordstaffel der 3. Bundesliga.[162] Die Tischtennisabteilung umfasst zehn Herren-, drei Jugend- und sieben Schülermannschaften. Der größte Erfolg einer Nachwuchsmannschaft war der Titel des Vizemeisters der deutschen Jugendmeisterschaft 2004.[163]

TriviaBearbeiten

1984: Im Februar 1984 bot der Freizeitpark Phantasialand seine finanzielle Unterstützung an, um u. a. Bernd Schuster zum 1. FC Köln zurückzuholen. Im Gegenzug sollte der Verein in "1. FC Phantasialand Köln" umbenannt werden. Das Management lehnte das Angebot ab, welches ohnehin mit den Statuten des DFB nicht vereinbar gewesen wäre.[164]

1991: Am 2. Mai 1991 sah der Kölner Stürmer Frank Ordenewitz im DFB-Pokal-Halbfinalspiel gegen den MSV Duisburg (Endstand 3:0) die Gelbe Karte, die eine Sperre für das Pokalendspiel nach sich gezogen hätte. Im Verlauf des Spiels sah er nach einer weiteren Aktion Rot. Nach dem Spiel bekannte Trainer Erich Rutemöller freimütig, er habe Ordenewitz zur Halbzeit mit den Worten „Mach et, Otze!“ zu diesem Verhalten geraten, da eine Rot-Sperre in der Bundesliga verbüßt werden konnte und Ordenewitz so im Pokalfinale wieder einsatzfähig gewesen wäre.[165] Der DFB sperrte Ordenewitz für das Finale und verfügte, dass Sperren aus Platzverweisen im Pokal nur noch im Pokal „abgesessen“ werden können.

2005: Im Mai 2005 vermeldete der 1. FC Köln den Abschluss eines neuen Trikotsponsor-Vertrags mit dem Inselstaat Zypern, vertreten durch eine zyprische Firma namens „Satena Holding Ltd.“. Beworben werden sollte die Insel als touristisches Ziel. Wenige Wochen später hatte der WDR nach Recherchen herausgefunden, dass die Firma gar nicht existierte und ein derartiger Auftrag des zyprischen Tourismusverbandes auch nie bestanden hatte. Damit platzte das von einem persönlichen Freund des Vereinspräsidenten Wolfgang Overath arrangierte Geschäft und der FC musste sich kurzfristig einen neuen Hauptsponsor suchen.[166]

2006: Nachdem der 1. FC Köln am 9. November 2006 seinen Cheftrainer Hanspeter Latour entlassen hatte, nahm der Verein Kontakt zu dem zu jener Zeit vereinslosen Christoph Daum auf, der bereits in den 1980er Jahren als FC-Trainer erfolgreich war und sich gerade in einem Kölner Krankenhaus von einer Halsoperation erholte. Dieser teilte am 11.11. bei einer Pressekonferenz mit, dass er dem FC „vorläufig“ nicht zur Verfügung stehe.[167][168] Nach intensiven Verhandlungen erteilte er dem FC am 14. November 2006 zunächst eine „endgültige“ Absage, wenig später unterschrieb Daum dann doch einen Vierjahresvertrag beim FC. Beim ersten Training entrollten Zuschauer „Habemus Daum“-Plakate.[169]

2010: Der ehemalige FC-Sportdirektor Udo Lattek wurde von der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur für den besten Fußballspruch 2010 ausgezeichnet. Die prämierte Aussage lautete: „Im Kölner Stadion ist immer so eine super Stimmung, da stört eigentlich nur die Mannschaft.“[170]

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Das aktuelle Wappen mit Geißbock soll angeblich aus lizenzrechtlichen Gründen nicht in der Wikipedia dargestellt werden dürfen. Laut Auskunft von Stefan Müller-Römer (Präsident des 1. FC Köln und Anwalt für Urheber- und Medienrecht) ist diese Aussage jedoch nicht zutreffend.
  2. a b c 1. FC Köln. In: fc.de. 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA, abgerufen am 21. Oktober 2019., Ein Mitglieder-Ticker befindet sich im Seitenkopf
  3. a b c Die Heimspielstätte des 1. FC Köln. In: fc.de. 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA, 2017, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  4. a b 60 Jahre 1. FC Köln, 1. FC Köln, S. 8
  5. a b Marius Kley: Franz Kremer. In: Portal Rheinische Geschichte. Landschaftsverband Rheinland, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  6. 60 Jahre 1. FC Köln, 1. FC Köln, S. 9
  7. Die großen Clubs: 1. FC Köln, Heinz Bergmann, S. 10
  8. a b 60 Jahre 1. FC Köln, 1. FC Köln, S. 10
  9. Die großen Clubs: 1. FC Köln, Heinz Bergmann, S. 16
  10. Alex Feuerherdt: Bayer 04 Leverkusen – Die Fußball-Chronik. Göttingen 2011, S. 26
  11. Die großen Clubs: 1. FC Köln, Heinz Bergmann, S. 17
  12. Spieldaten Finale DFB-Pokal 1954. In: fussballdaten.de. Abgerufen am 21. Oktober 2019.
  13. Dirk Unschuld, Thomas Hardt: Im Zeichen des Geißbocks. Die Geschichte des 1.FC Köln. Göttingen 2008, S. 145, 152
  14. Udo Muras: Meister-Jubiläum: Als Köln in Dior zur ersten Meisterschaft tanzte. In: Welt. 18. April 2014, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  15. Joachim Schmidt: Drama in 5 Akten. In: General-Anzeiger. 23. März 2015, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  16. Christian Oeynhausen: Es war ja nur das Wadenbein. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 23. März 2015, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  17. Ein Spiel, was Geschichte schrieb (Memento vom 23. August 2015 im Internet Archive), Seite vom WDR.
  18. Dirk Gieselmann: »Mit zehneinviertel Mann«. In: 11 Freunde. 29. September 2009, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  19. Eine Münze schreibt Geschichte. In: fc.de. 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA, 24. März 2015, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  20. 2011-02-01: Spielentscheidung per Münzwurf auf YouTube, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  21. Vor 50 Jahren: Kölns historische Gala. In: weltfussball.de. 5. Oktober 2015, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  22. Pokal der Pokalsieger 1968/1969 - Halbfinale. In: fussballdaten.de. 2. April 1969, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  23. Pokal der Pokalsieger 1968/1969 - Halbfinale. In: fussballdaten.de. 19. April 1969, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  24. Volker Goll: Als Offenbach den DFB-Pokal gewann. In: 11 Freunde. 4. März 2015, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  25. Radrennbahn Müngersdorf. In: europlan-online.de. Abgerufen am 21. Oktober 2019.
  26. Dennis Freikamp: Geschichte des Müngersdorfer Stadions. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 19. August 2015, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  27. Deutscher Fußball-Bund: "Walk of Fame" und "Wall of Fame": Wege zum Ruhm. Abgerufen am 19. Oktober 2019.
  28. Spielbericht: Europa League 1980/1981 » 2. Runde » FC Barcelona - 1. FC Köln 0:4 in der Datenbank von weltfussball.de. Abgerufen am 21. Oktober 2019.
  29. a b 11. Juni 1983 – Kölner Stadt-Derby im DFB-Pokalfinale. In: wdr.de. 11. Juni 2013, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  30. Spielbericht: Europa League 1985/1986 » Halbfinale » 1. FC Köln - KSV Waregem 4:0 in der Datenbank von weltfussball.de. Abgerufen am 21. Oktober 2019.
  31. Im Zeichen des Geißbocks: Dirk Unschuld, S. 337
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  33. ISBN 3-426-26298-3
  34. Im Zeichen des Geißbocks: Dirk Unschuld, S. 362
  35. Im Zeichen des Geißbocks: Dirk Unschuld, S. 363
  36. Gefangen in der Vergangenheit. In: dw.com. 6. August 2010, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  37. Norbert Weiss: Warum Thomas Häßler einen sehr guten Freund verlor. In: Welt. 26. Oktober 2000, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  38. Erik Wegener: Stürmerhoffnung Banach, Tod eines Torjägers. In: Spiegel Online. 17. November 2006, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  39. Übersicht der DFB-Hallenpokal-Gewinner. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund e. V., abgerufen am 21. Oktober 2019.
  40. Stefan Merx: Wie der Österreicher Toni Polster dem 1. FC Köln Tore und rheinischen Frohsinn schenkt. In: Zeit Online. 14. März 1997, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  41. Spielbericht: DFB-Pokal 1994/1995 » Halbfinale » 1. FC Köln - VfL Wolfsburg 0:1 in der Datenbank von weltfussball.de. Abgerufen am 21. Oktober 2019.
  42. Morten Olsen in Köln entlassen. In: Hamburger Abendblatt. 28. August 1995, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  43. Peter Heimerzheim: Bianca Illgner regelt den Wechsel ihres Mannes zu Real. In: Welt. 2. September 1996, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  44. Jürgen Zelustek: Frust in Köln nach UI-Cup-Aus. In: Rhein-Zeitung. 1. August 1997, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  45. 1. FC Köln will an die Börse. In: RP Online. 30. November 2001, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  46. Ära Neururer beendet. In: Rhein-Zeitung. 2. Oktober 1997, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  47. Philipp Selldorf: Polsters Fluch. In: sz.de. 11. Mai 2010, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  48. Michael Krämer: Oliver Held: Einer meiner größten Fehler. In: Kölner Stadtanzeiger. 12. August 2011, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  49. Das emotionale Dilemma des Uwe Fuchs. In: Welt. 4. Mai 1998, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  50. Spielbericht: Die Analyse in der Datenbank von kicker.de. Abgerufen am 21. Oktober 2019.
  51. Spielbericht: Die Analyse in der Datenbank von kicker.de. Abgerufen am 21. Oktober 2019.
  52. Das kölsche Gebot beim 1. FC Köln: Ewald, wir lienen dich! In: Welt. 21. Oktober 1999, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  53. Mitgliederzahl um das Vierfache gestiegen. In: reviersport.de. 4. August 2009, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  54. UI-Cup wird zunehmend uninteressant, Köln als warnendes Beispiel. In: Frankfurter Allgemeine. 19. März 2001, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  55. Laslandes, Maniche, Reich & Co, die größten Fehleinkäufe der FC-Geschichte. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 5. August 2015, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  56. Als Köln das Tor nicht mehr traf. In: 11 Freunde. 5. März 2011, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  57. Andreas Morbach: 1.033 Minuten für die Ewigkeit. In: Welt. 4. März 2002, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  58. Spielbericht: Köln macht vorzeitigen Aufstieg perfekt in der Datenbank von kicker.de. Abgerufen am 21. Oktober 2019.
  59. 8:0-Pokalsieg, Bayern demütigt Kölner Karnevalsverein. In: Spiegel Online. 4. Februar 2003, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  60. Koller beruft Nachwuchsstürmer Podolski in Profikader. In: Kölnische Rundschau. 20. November 2003, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  61. Christian Paul: Köln-Star Podolski: Trau dich, Lukas! In: Spiegel Online. 8. November 2011, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  62. Spielbericht: Stevens beerbt Koller in der Datenbank von kicker.de. Abgerufen am 21. Oktober 2019.
  63. Spielbericht: Bundesliga 2003/2004 » 18. Spieltag » 1. FC Köln - Bor. Mönchengladbach 1:0 in der Datenbank von weltfussball.de. Abgerufen am 21. Oktober 2019.
  64. Bielefeld ade, Rapolder geht nach Köln. In: Spiegel Online. 10. Mai 2005, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  65. Overath entlässt Trainer Rapolder. In: Frankfurter Allgemeine. 18. Dezember 2005, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  66. Podolski: Kölscher Jung in Lederhosen. In: Stern. 31. Mai 2006, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  67. FC entlässt Latour. In: Zeit Online. 9. November 2006, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  68. Aufsteiger 1. FC Köln: Daum ist wieder da – vielleicht. In: Spiegel Online. 11. Mai 2008, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  69. kicker.de: Daum zu Fenerbahce – der FC ist auf Trainersuche. Abgerufen am 21. Oktober 2019.
  70. Lukas Podolski kommt nach Hause. In: RP Online. 19. Januar 2009, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  71. Podolski wechselt zurück zum FC. In: Spiegel Online. 19. Januar 2009, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  72. Trainer in Köln: Soldo wird Daum-Nachfolger. In: Spiegel Online. 12. Juni 2009, abgerufen am 21. Oktober 2019.
  73. Spielbericht: Thurk stellt die Weichen früh auf Halbfinale in der Datenbank von kicker.de. Abgerufen am 21. Oktober 2019.
  74. kicker.de: FC entlässt Soldi, Schaefer auf der Bank gegen Löwen. Abgerufen am 21. Oktober 2019.
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