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Bayer 04 Leverkusen

Fußballunternehmen aus Leverkusen
Dieser Artikel behandelt die ehemalige Fußballabteilung des TSV Bayer 04 Leverkusen e. V., die mittlerweile eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Bayer AG ist; für den Verein siehe TSV Bayer 04 Leverkusen.

Die Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH ist ein deutsches Fußballunternehmen aus Leverkusen. Sie entstand am 1. April 1999 durch die Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung des 1904 gegründeten Turn- und Sportverein Bayer 04 Leverkusen e. V. und führt diese seitdem weiter.[1] Da die Bayer AG den Verein zuvor mehr als 20 Jahre lang gefördert hatte, durfte sie durch eine Ausnahmeregelung entgegen der 50+1-Regel alle Anteile an der Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH übernehmen (sog. Lex Leverkusen und Wolfsburg).[2]

Bayer 04 Leverkusen
Bayer Leverkusen Logo.svg
Alte Variation des Logos (bis 2006 genutzt)
Fußballunternehmen
Name Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH
Sitz Leverkusen, Nordrhein-Westfalen
Gründung 1. Juli 1904
(TSV Bayer 04 Leverkusen e. V.)
1. April 1999
(Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH)
Farben Rot-Weiß-Schwarz
Gesellschafterin 100 %: Bayer AG
(über die Erste K-W-A Beteiligungsgesellschaft mbH)
Geschäftsführer Michael Schade
Website bayer04.de
Erste Mannschaft
Trainer Heiko Herrlich
Stadion BayArena
Plätze 30.210
Liga Bundesliga
2016/17 12. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ

Die Mannschaft von Bayer 04 – auch bekannt unter dem Namen Werkself – stieg 1979 in die Bundesliga auf und ist seitdem ohne Unterbrechung in der höchsten deutschen Spielklasse vertreten. Zu den größten Erfolgen zählen der Sieg im UEFA-Pokal 1988 und der Gewinn des DFB-Pokals 1993 sowie das Erreichen des Champions-League-Finales 2002. Durch zahlreiche zweite Plätze in verschiedenen Wettbewerben im Zeitraum von 1997 bis 2011, darunter fünf deutsche Vizemeisterschaften, haftet der Mannschaft jedoch das Image des „Ewigen Zweiten“ Vizekusen an.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Vor der Bundesliga-Gründung (1904–1963)Bearbeiten

Im Februar 1903 schrieb Wilhelm Hauschild einen von 170 Arbeitern des Bayer-Konzerns unterzeichneten Brief an die Firmenleitung mit der Bitte, einen konzerneigenen Sportverein zu gründen. Das Unternehmen willigte ein, so kam es am 1. Juli 1904 zur Gründung des Turn- und Spielverein 1904 der Farbenfabrik vormals Friedrich Bayer Co. Leverkusen. Erster Vorsitzender des Vereins wurde Major a. D. Albert Mandel, der seit 1903 Wohlfahrtsdirektor im Bayerwerk war.

Am 31. Mai 1907 wurde eine separate Fußballabteilung gegründet. In der damaligen deutschen Sportgesellschaft herrschte eine Feindseligkeit zwischen Turnern und Vertretern anderer Sportarten, was eventuell mit dazu beitrug, dass die Fußballer sich zusammen mit den Handballern, Leichtathleten, Boxern und Faustballspielern ab dem 8. Juni 1928 vom Rest des Vereins abspalteten. Von da an gab es den TuS 04, in welchem sich die Turner organisierten, und die Sportvereinigung Bayer 04 Leverkusen, welcher die anderen Sportarten angehörten. Da die Sportvereinigung die traditionellen Klubfarben Rot und Schwarz übernahm, änderten die Turner ihre Farben in Blau und Gelb.

Ende der 1920er und Anfang der 1930er Jahre spielten Leverkusens Fußballer ausschließlich in der dritten und vierten Liga, bis sie 1936 in die Bezirksklasse aufstiegen, damals die Zweite Liga unter den 1933 neu geschaffenen Gauligen. In diesem Jahr trugen die Spieler anlässlich eines Aufstiegsspiels gegen Solingen 95 erstmals das Bayer-Kreuz auf ihren Trikots. 1949 gewann Bayer 04 die Rheinbezirksstaffel 1 und unterlag im Bezirksendspiel im ersten Derby dem 1. FC Köln, der als Sieger erstmals in die Oberliga aufstieg. Zwei Jahre später erreichte der Verein dann seine erste Teilnahme in der damals höchsten deutschen Spielklasse, der Oberliga West, in der er bis zu seinem Abstieg 1956 unter Trainer Sepp Kretschmann, der Bayer in den Vorsaisons noch zu einem siebten und dritten Platz hatte führen können, verblieb. Im Jahr 1962, dem Vorjahr der Gründung der professionell betriebenen Bundesliga, stieg Leverkusen wieder in die höchste Spielklasse auf. Aus der Oberliga West wurden der 1. FC Köln, Borussia Dortmund, Preußen Münster, der FC Schalke 04 und Meidericher SV (heute MSV Duisburg) für die Bundesliga ausgewählt. Die restlichen Teams, zu denen auch Leverkusen zählte, bildeten mit den besten Vereinen der 2. Oberliga West die Regionalliga West, zu diesem Zeitpunkt die zweithöchste deutsche Spielklasse.

Regionalliga (1963–1973)Bearbeiten

Der Leverkusener Mannschaft bereitete es zunächst Mühe, in der neuen Liga Fuß zu fassen, so dass sie in den Anfangsjahren stets im Tabellenkeller anzutreffen war. In der Saison 1967/68 wurden sie erstmals Meister der Regionalliga West, belegten aber in der Aufstiegsrunde für die Bundesliga nur den zweiten Platz, und mussten infolgedessen dem Erstplatzierten, den Kickers Offenbach, den Vortritt lassen, in die Bundesliga aufzusteigen. Allerdings konnte die Mannschaft an diesem Aufwärtstrend nicht festhalten und stieg in der Saison 1972/73 aus der Regionalliga West in die Verbandsliga Mittelrhein ab.

Verbandsliga Mittelrhein (1973–1975)Bearbeiten

Nach dem Abstieg aus der Regionalliga West hatte man einen schwierigen Start in der damals höchsten Amateurklasse. Die Mannschaft konnte sich aber stabilisieren und am Ende der Saison 1973/74 wurde sie Meister der Verbandsliga Mittelrhein. Die damit verbundene Teilnahme an der deutschen Amateurmeisterschaft endete in der zweiten Runde. Ein Aufstieg in die neu gegründete 2. Bundesliga war aufgrund der Qualifikationskriterien nicht möglich.

In die neue Saison ging Bayer 04 Leverkusen nun als Favorit und bestätigte dies mit dem erneuten Gewinn der Meisterschaft. Dies berechtigte zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga in der Gruppe mit Arminia Hannover (Meister der Verbandsliga Nord) und Union Solingen (Meister der Verbandsliga Niederrhein). Mit einem Sieg in Hannover, einer Niederlage in Solingen und zwei Heimsiegen gegen diese Gegner schaffte man im Mai 1975 souverän den Aufstieg.

2. Bundesliga (1975–1979)Bearbeiten

Erwartungsgemäß kämpfte man 1975/76 in der ersten Saison in der Nordstaffel der 2. Bundesliga gegen den Abstieg und beendete das Jahr auf dem 15. Tabellenplatz, der in der damals noch 20 Mannschaften zählenden Liga den Klassenerhalt bedeutete. In den folgenden Jahren konnte sich Bayer 04 Leverkusen kontinuierlich steigern und wurde 1979 Meister der 2. Bundesliga Nord, nachdem der Verein am dritten Spieltag die Tabellenführung übernommen hatte und nicht mehr abgab. Dieser Triumph brachte den Aufstieg in die Bundesliga mit sich. Meistertrainer war Willibert Kremer. Zum Aufstiegskader gehörten auch bekannte Spieler wie Jürgen Gelsdorf oder Thomas Hörster, die nach ihrer aktiven Karriere bei Leverkusen auch als Trainer in Erscheinung treten sollten.

Erste große Erfolge nach dem Aufstieg (1979–1996)Bearbeiten

In den ersten Jahren Erstligazugehörigkeit konnte Leverkusen sportlich nicht viel erreichen und kämpfte Jahr für Jahr gegen den Abstieg, der besonders in der Spielzeit 1981/82 drohte und nur durch zwei Relegationsspiele gegen den Aufstiegsaspiranten aus der 2. Bundesliga, Kickers Offenbach, abgewendet werden konnte. 1984 wurden die beiden geteilten Bayer-Sportvereine nach über einem halben Jahrhundert wieder zu einem Verein zusammengefügt. Fortan nannte sich der Club TSV Bayer 04 Leverkusen e. V. Während die offiziellen Klubfarben in Rot-Weiß geändert wurden, blieb die Fußballabteilung bei Rot-Schwarz.

Mit der Besetzung des Traineramts durch Erich Ribbeck ab 1985 gelang es der Mannschaft, sich in der oberen Tabellenhälfte zu etablieren. Die Spielzeit 1985/86 schloss die Werkself mit dem sechsten Tabellenplatz ab, der ihnen erstmals die Teilnahme am UEFA-Cup sicherte, was vor allem herausragenden Spielern wie dem populären Südkoreaner Cha Bum-kun zu verdanken war, dem in dieser Saison 17 Tore gelangen. In die Ära Ribbeck fällt mit dem UEFA-Pokalsieg 1988 auch der größte Vereinserfolg Bayer Leverkusens. Nachdem im Halbfinale Werder Bremen mit 1:0 und 0:0 aus dem Wettbewerb geworfen wurde, traf Leverkusen im Finale auf den spanischen Vertreter Espanyol Barcelona. Das Hinspiel ging am 4. Mai 1988 im Estadi Sarrià in Barcelona mit 0:3 verloren, woraufhin schon viele ihre Hoffnungen auf den ersten internationalen Titelgewinn begruben. Im Rückspiel am 18. Mai siegte Bayer aber ebenfalls mit 3:0; das Spiel ging ins Elfmeterschießen, Leverkusen siegte insgesamt mit 6:5 Toren. Mit dem brasilianischen Nationalspieler Tita verließ ein wertvoller Spieler die Werkself, als er nach dem Titelgewinn einen besseren Vertrag forderte, der ihm aber verwehrt blieb. Auch Ribbeck verlängerte seinen auslaufenden Vertrag nicht. Im gleichen Jahr wurde Reiner Calmund Manager der Lizenzspielerabteilung, was als wichtige Entwicklung im Leverkusener Fußball angesehen wird, da Calmund in den folgenden Jahren am weiteren Erfolg des Clubs entscheidenden Anteil haben sollte.

 
Andreas Thom nach seinem Transfer zu Bayer 04, 1989

Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 gelang es Calmund, die DDR-Nationalspieler Ulf Kirsten, Andreas Thom und Jens Melzig unter Vertrag zu nehmen. Darüber hinaus intensivierte Calmund Leverkusens Kontakt zu Juan Figer, einem einflussreichen brasilianischen Spieleragenten. Dadurch war es in den folgenden Jahren möglich, zahlreiche brasilianische Stars wie Jorginho oder Paulo Sérgio zu verpflichten. Zudem schlossen sich charismatische Spieler wie Bernd Schuster und Rudi Völler dem Verein an, was dessen Popularität steigerte.

Mit Christian Wörns und Thom befanden sich zwei Leverkusener im Kader der deutschen Nationalmannschaft für die EM 1992 in Schweden.

1993 gewann Leverkusen das DFB-Pokalfinale gegen die Amateure von Hertha BSC mit einem 1:0 durch einen Treffer des Torschützenkönigs der gleichen Bundesligasaison, Ulf Kirsten. Durch den Sieg des Hallen-Masters 1994 in Dortmund wurde Bayer Leverkusen deutscher Hallenmeister.

In der Saison 1994/95 verpflichtete Leverkusen erneut Ribbeck als Trainer, um an die erfolgreiche Zeit Ende der 1980er Jahre anzuknüpfen. Trotz großer Namen wie Völler, Kirsten und Schuster kämpfte das Team in der Spielzeit 1995/96 nach einer Negativserie in der Rückrunde gegen den Abstieg. Kurz vor Saisonende wurde Ribbeck entlassen und durch den Interimstrainer Peter Hermann ersetzt. Am letzten Spieltag kam es praktisch zu einem Endspiel zwischen Bayer Leverkusen und dem 1. FC Kaiserslautern. Das Endergebnis von 1:1 bedeutete für Bayer den Klassenerhalt, während Kaiserslautern erstmals in seiner Geschichte den Gang in die zweite Liga antreten musste.

Vier zweite Plätze und Champions League-Finale (1996–2002)Bearbeiten

 
Bayer Leverkusen-Logojet von LTU

Nach der verkorksten Saison 1995/96 wurde Christoph Daum, der bereits Erfolge mit dem 1. FC Köln, VfB Stuttgart und dem türkischen Verein Beşiktaş Istanbul vorzuweisen hatte, als Cheftrainer verpflichtet. Er änderte das Spielsystem und ließ fortan technisch hochwertigen Offensivfußball praktizieren, was zum Erfolg führte. Leverkusen wurde in der Saison 1996/97 mit zwei Punkten Rückstand auf den FC Bayern München Vizemeister. Dies sollte in der Ära Daum noch zwei weitere Male gelingen, nämlich 1998/99 und 1999/2000. Unter Daum stießen bekannte Spieler wie Emerson, Zé Roberto und Michael Ballack zu Bayer.

Am 1. April 1999 wurde die TSV-Fußballabteilung in die Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH ausgegliedert. Dabei wurden alle Anteile der GmbH an die Bayer AG übertragen.

Am 21. Oktober 2000 kam es zur Entlassung Daums, nachdem diesem der Konsum von Kokain nachgewiesen wurde. Daum galt zum damaligen Zeitpunkt als heißer Kandidat auf den Posten des Bundestrainers und sollte den vorerst nur vorübergehend als Teamchef fungierenden Völler nach Beendigung des Vertrages bei Leverkusen als Nationaltrainer beerben. Durch die Kokain-Affäre war diese Planung allerdings hinfällig, da er trotz eines Freispruchs als nicht mehr tragbar galt. Der ehemalige Bundestrainer Berti Vogts übernahm die sportliche Leitung in Leverkusen, wurde allerdings am Ende der Saison entlassen. Leverkusen belegte einen enttäuschenden vierten Platz.

Am 1. Juli 2001 übernahm Klaus Toppmöller den Trainerposten in Leverkusen. Es sollte eine der erfolgreichsten Spielzeiten in der Geschichte der Bayer-Fußballer werden: Leverkusen spielte bis zum Ende der Saison um die Meisterschaft mit und lieferte sich mit Bayern München und Borussia Dortmund einen erbitterten Kampf um die Spitze. Schließlich wurde Bayer Leverkusen Vize-Meister, da die Mannschaft in den letzten drei Spielen nur einen Sieg erringen konnte und somit von Borussia Dortmund als Tabellenführer abgelöst wurde. Im DFB-Pokal erreichte der Verein das Finale, unterlag dem Vorjahressieger Schalke 04 allerdings mit 2:4. Auch in der Champions League, für die sich das Team vor der Saison erst qualifizieren musste, entwickelten sich die Rheinländer überraschenderweise zu einem Favoriten, indem sie den FC Barcelona, Juventus Turin, Deportivo La Coruña und FC Liverpool teils deutlich bezwingen konnten. Durch zwei Remis im Halbfinale gegen Manchester United zog Bayer Leverkusen erstmals in seiner Geschichte in das Finale des Wettbewerbs ein, als erste Mannschaft überhaupt, die noch keinen nationalen Meistertitel gewonnen hatte. Der Gegner im Finale war Real Madrid. Vor allem dieses wichtige Spiel wurde aus Leverkusener Sicht von einer Verletzungsmisere überschattet. Zwar hatte Leverkusen mehr Ballbesitz, erregte mit einer enormen Drangphase zum Ende des Spiels hin Aufsehen und kam auch insgesamt zu mehr Torschüssen als Madrid, aber gewonnen werden konnte das Spiel nicht. Durch die 1:2-Niederlage in Glasgow ging schließlich auch dieser zum Greifen nahe dritte Titel verloren,[3] so dass Leverkusen die Saison trotz einer sehr attraktiven Spielweise als erste Bundesligamannschaft überhaupt mit drei zweiten Plätzen beendete. Jedoch wurde Toppmöller mit dem Titel Trainer des Jahres belohnt und Leverkusen eingeladen, der G-14 beizutreten, einer Vereinigung bedeutender Fußballclubs Europas.

Bayer Leverkusen ist seither eine von sechs deutschen Mannschaften, die jemals das Finale der Champions League bzw. des Europokals der Landesmeister erreicht haben und die bisher letzte Mannschaft, die zu diesem Kreis stieß. Die anderen sind Eintracht Frankfurt, der FC Bayern München, Borussia Dortmund, der Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach.

Leverkusen gelang es 2002 zudem als erster deutscher Mannschaft nach dem FC Bayern München, in allen drei Wettbewerben (Liga, Pokal, international) innerhalb einer Saison einen der ersten beiden Plätze zu belegen. Den Spottbegriff Vizekusen, der nach den mehrfachen Finalteilnahmen ohne Titel in Gebrauch kam, hat sich das Unternehmen Bayer beim Deutschen Patentamt in München als Marke schützen lassen.[4] Des Weiteren hatte der Verein bei der WM 2002 mit Lucio einen Weltmeister und mit Oliver Neuville, Bernd Schneider sowie Jörg Butt jeweils einen Zweitplatzierten sowie mit Yıldıray Baştürk einen Drittplatzierten im Kader.

Fastabstieg, Pokalfinale und Auftritte auf europäischer Bühne (2002–2014)Bearbeiten

 
Eintrittskarte des UEFA-Pokal-Finales 1988
 
Eintrittskarte der Champions-League-Saison 1997/98

Zur Saison 2002/03 verlor Bayer Leverkusen mit Michael Ballack und Zé Roberto zwei zentrale Spieler, die vom Ligakonkurrenten FC Bayern München abgeworben wurden. Neun neue Spieler wurden verpflichtet, unter anderem Jan Šimák, Juan und França. Ersterer wurde gar als Nachfolger für Ballack geholt.[5] Die meisten Neuzugänge waren allerdings qualitativ nicht in der Lage, die hinterlassene Lücke zu schließen. Nachdem Bayer in Abstiegsgefahr geriet, wurde Toppmöller im Februar 2003 entlassen, sein Nachfolger, der bisherige Amateurtrainer Thomas Hörster, vermochte ebenfalls nicht, Bayer aus der Abstiegszone zu führen. Erst der zuvor bereits für die nächste Saison verpflichtete Klaus Augenthaler, der die Mannschaft vorzeitig zum 33. Spieltag übernahm, sicherte Leverkusen mit zwei Siegen noch den Klassenerhalt. Durch die schlechten sportlichen Ergebnisse, die hohen Transferausgaben und das Ausbleiben von Fernsehgeldern geriet Bayer Leverkusen 2003 in finanzielle Schwierigkeiten.[6] Das Geschäftsjahr 2002/03 wurde mit einem Verlust in Höhe von 42 Millionen Euro abgeschlossen.[7] Unter Augenthaler qualifizierte sich die Mannschaft 2004 erneut für die Champions League. Die Gruppe mit Real Madrid, AS Rom und Dynamo Kiew wurde als Gruppensieger überstanden, im Achtelfinale erfolgte jedoch schon das Aus gegen den späteren Sieger FC Liverpool.

Im Juni 2004 trat Calmund als langjähriger Geschäftsführer der Bayer-Fußballabteilung zurück, womit Leverkusen eine seiner schillernden Persönlichkeiten verlor. Der kaufmännische Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser wurde alleiniger Geschäftsführer.

Die Spielzeiten 2004/05 bis 2006/07 beendete Leverkusen dreimal in Folge auf einem Tabellenplatz, der zur Teilnahme am UEFA-Pokal berechtigte. Dort erreichte man als bestes Ergebnis zweimal das Viertelfinale (2007 gegen CA Osasuna, 2008 gegen Zenit St. Petersburg). Augenthaler musste seinen Platz im September 2005 räumen und wurde durch Michael Skibbe ersetzt, der nach der Saison 2007/08 entlassen wurde, als Leverkusen nach vier Spielzeiten erstmals wieder die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb verpasste. Auf ihn folgte Bruno Labbadia, unter dem Leverkusen erstmals seit 2002 wieder das Finale des DFB-Pokals erreichte. Ein umstrittenes Zeitungsinterview von Labbadia mit der Süddeutschen Zeitung, das am Tag vor dem Finalspiel fehlende Zusammenarbeit mit Holzhäuser anmahnte, führte aber dazu, dass Labbadia nach der 0:1-Finalniederlage gegen Werder Bremen die Freigabe erteilt wurde und er zum Hamburger SV wechselte.

Als sein Nachfolger wurde im Juni 2009 Jupp Heynckes vorgestellt, dem mit 24 ungeschlagenen Spielen in Folge sofort ein Bundesliga-Startrekord gelang. Unter Heynckes’ Führung erreichte Leverkusen in der Saison 2009/10 schließlich den vierten Saisonplatz, eine Spielzeit später reichte es sogar zu Platz zwei hinter Meister Borussia Dortmund. Als Vierter der Saison 2009/10 spielte Leverkusen in der Play-off-Runde der Europa League. Dort setzte man sich gegen Tawrija Simferopol durch und kam somit in die Gruppenphase. Die Mannschaft schied schließlich im Achtelfinale gegen den FC Villarreal aus: Das Hinspiel daheim verlor man mit 2:3. Das Rückspiel in Villarreal gewann Leverkusen zwar mit 1:2, durch die Auswärtstorregel war das Ausscheiden jedoch besiegelt.

Zur Saison 2011/12 wurde Robin Dutt Nachfolger des zu Bayern München gewechselten Heynckes. Dutts Auftakt missriet dabei, als man in der 1. Runde des DFB-Pokals gegen die Mannschaft von Dynamo Dresden, welche zuvor in die 2. Bundesliga aufgestiegen war, nach zwischenzeitlicher 3:0-Führung mit 3:4 n. V. ausschied. In der Champions League erreichte man zwar das Achtelfinale, hatte allerdings am letzten Spieltag der Gruppenphase durch ein 1:1 gegen Außenseiter Genk den Gruppensieg verpasst und traf im Achtelfinale daher auf den FC Barcelona, gegen den man in der Addition mit 2:10 unterlag, wobei das 1:7 – darunter fünf Tore von Lionel Messi – im Rückspiel die höchste Europapokalniederlage in der Geschichte Bayer Leverkusens darstellt. Nach vier Niederlagen in Serie wurde Dutt nach dem 28. Spieltag durch Sami Hyypiä, in der Vorsaison noch Spieler bei Bayer Leverkusen, und Sascha Lewandowski ersetzt. Die restlichen Saisonspiele blieb man ungeschlagen und beendete eine durchwachsene Saison noch auf dem fünften Tabellenplatz.

Die Werksmannschaft ging infolgedessen mit diesem Trainer-Duo in die folgende Spielzeit. International musste Bayer 04 keine Qualifikationsspiele zur Europa League absolvieren, so dass man bereits im Hauptwettbewerb dabei war. In der Gruppenphase trat Bayer 04 gegen Metalist Charkiw, Rosenborg Trondheim und Rapid Wien an. Gegen Charkiw musste man am vorletzten Gruppenspieltag eine 0:2-Niederlage hinnehmen, was Platz zwei in der Gruppenphase zur Folge hatte. Im Sechzehntelfinale traf Bayer 04 Leverkusen auf Benfica Lissabon und schied gegen die Portugiesen, obwohl man in beiden Spielen überlegen war, unglücklich aus. In der Liga belegte Bayer 04 nach einer durchweg erfolgreichen Saison den dritten Tabellenplatz, somit konnte man sich direkt für die Gruppenphase der Champions League qualifizieren.

Wolfgang Holzhäuser ging zum 1. Oktober 2013 in Pension. Der Konzernkommunikationschef der Bayer AG, Michael Schade, übernahm ab Oktober die Geschäftsführung der Fußball GmbH. Seit März 2007 hatte Schade bereits dem Gesellschafterausschuss der GmbH angehört.[8]

Im August 2013 erwirkte Bayer 04 Leverkusen eine einstweilige Verfügung gegen den umstrittenen Ticketanbieter viagogo. Dadurch wurde viagogo „gerichtlich untersagt, Tickets für Fußballspiele von Bayer 04 Leverkusen über die Online-Ticketbörse Viagogo anzubieten, bevor für diese Spiele bei Bayer 04 Leverkusen oder von Bayer 04 autorisierten Dritten Tageskarten zum Verkauf angeboten werden“. Zudem darf viagogo nicht den Eindruck einer Partnerschaft mit Bayer 04 Leverkusen erwecken. Zuvor hatte bereits Schalke 04 den Vertrag mit viagogo fristlos gekündigt. Auch der DFB kündigte an, juristische Schritte gegen das Unternehmen zu prüfen.[9]

Die Hinrunde der Saison 2013/14 verlief überaus gut für die Werkself. Nach 15 Spielen hatte man zwölf Siege eingefahren und wurde mit sechs Punkten Vorsprung auf den Borussia Dortmund Zweiter in der Bundesliga. Auch die Qualifikation für das Achtelfinale der Champions League wurde geschafft. In einer Gruppe mit Manchester United, Real Sociedad und Schachtjor Donezk wurde nach drei Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen gegen Manchester United – darunter eine 0:5-Niederlage im Rückspiel in der BayArena – der zweite Platz belegt. Jedoch wurden die letzten beiden Spiele der Hinrunde in der Bundesliga verloren und leiteten somit eine Negativserie ein, die das deutliche Aus im Achtelfinale der Champions League gegen Paris Saint-Germain (0:4 und 1:2) zur Folge hatte und am 5. April 2014 nach lediglich einem Sieg aus den letzten zwölf Pflichtspielen mit der Entlassung von Trainer Sami Hyypiä endete.[10] Der frühere Partner von Hyypiä, Sascha Lewandowski, wurde dessen Nachfolger und brachte Leverkusen mit zwei Siegen wieder zurück auf die Erfolgsspur. Am Ende wurde mit dem vierten Rang der Qualifikationsplatz für die Champions League belegt.

Die zuletzt in der Regionalliga West spielende, als U23-Team bezeichnete zweite Mannschaft wurde zum Ende der Spielzeit 2013/14 abgemeldet. Dies wurde durch eine Änderung der Lizenzierungsbestimmungen des DFB möglich. Es sei für Talente zu schwer, den Sprung aus der vierthöchsten Spielklasse in das Bundesligateam zu schaffen. Stattdessen sollen junge Spieler vermehrt ausgeliehen werden.[11]

Gegenwart (seit 2014)Bearbeiten

 
Karim Bellarabi (hier 2014) erzielte das schnellste sowie das 50.000 Tor der Bundesliga.

Interimstrainer Lewandowski wollte keine dauerhafte Lösung sein.[12] Zur Spielzeit 2014/15 übernahm Roger Schmidt, der zuvor beim FC Red Bull Salzburg tätig gewesen war und dabei unter anderem das Achtelfinale in der Europa League erreicht hatte, die Trainerposition.[13] Am 23. August 2014 erzielte Karim Bellarabi in Schmidts erstem Bundesliga-Spiel bei Borussia Dortmund neun Sekunden nach Anpfiff das bis dahin schnellste Tor in der Bundesliga[14] – dieser Rekord wurde am 22. August 2015 durch den Hoffenheimer Kevin Volland im Spiel gegen den FC Bayern München eingestellt. Leverkusen gewann mit 2:0 und sicherte sich gemeinsam mit der TSG 1899 Hoffenheim die Tabellenführung am ersten Spieltag der Saison 2014/15. Als Tabellenvierter der vorangegangenen Spielzeit hatte man sich für die Teilnahme an der vierten und letzten Qualifikationsrunde zur Champions League qualifiziert, in die Rheinländer auf den FC Kopenhagen trafen. Das Hinspiel im Telia Parken zu Kopenhagen gewann Leverkusen mit 3:2, das Rückspiel mit 4:0. In der Gruppenphase traf die Mannschaft auf die AS Monaco, auf Benfica Lissabon und auf Zenit St. Petersburg. Das Auftaktspiel in Monaco wurde mit 0:1 verloren; es folgten drei Siege aus drei Spielen. Vor dem vorletzten Gruppenspiel war Bayer 04 rechnerisch für die Teilnahme am Achtelfinale qualifiziert, da Zenit St. Petersburg Benfica Lissabon besiegt hatte. Die Leverkusener verloren ihr eigenes Spiel gegen die AS Monaco mit 0:1; im letzten Gruppenspiel in Lissabon wurde mit einem 0:0 der Gruppensieg verspielt. In der Bundesliga war Leverkusen bis zum einschließlich dritten Spieltag Tabellenführer. In den restlichen 14 Spielen bis zur Winterpause gab es drei Niederlagen, sechs Unentschieden und fünf Siege, damit einhergehend war der dritte Tabellenplatz.[15] Im Champions-League-Achtelfinale traf die Mannschaft auf Atlético Madrid und schied nach einem 1:0-Sieg im Hinspiel im Elfmeterschießen aus. In der Liga stand man am Ende erneut auf dem vierten Rang.

In der Saison 2015/16 belegte Bayer in der Bundesliga den dritten Platz, der für die Qualifikation zur Champions League berechtigte. In der Play-off-Runde der Qualifikation traf Leverkusen auf Lazio Rom. Im Hinspiel gab es eine 0:1-Niederlage, die im Rückspiel mit einem 3:0 noch egalisiert werden konnte. In der Gruppenphase traf das Team von Schmidt auf die Mannschaften vom FC Barcelona, des AS Rom sowie BATE Barrysau. Am Ende schied als Gruppendritter aus dem Wettbewerb aus. In der Europa League konnte man gegen Sporting Lissabon nach einem 1:0 auswärts auch das Heimspiel siegreich mit 3:1 gestalten. Gegen den FC Villareal indes gab es im Achtelfinale auswärts eine 0:2-Niederlage und somit schied man nach einem 0:0 daheim schlussendlich international aus. Am 5. März 2017 trennte sich Bayer nach einer 2:6-Niederlage bei Borussia Dortmund von Trainer Roger Schmidt, als die Mannschaft auf dem 10. Tabellenplatz stand.[16] Am nächsten Tag wurde Tayfun Korkut als Interimstrainer bis Saisonende verpflichtet.[17] Zur Saison 2017/18 wurde Heiko Herrlich als neuer Cheftrainer vorgestellt, dieser unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019.[18] Sein erstes Bundesligaspiel verlor Herrlich mit 3:1 beim Saisonauftakt gegen den FC Bayern München.

Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbHBearbeiten

Die Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH wurde am 1. April 1999 gegründet und ist seither unter der Registernummer HRB 49493 beim Amtsgericht Köln eingetragen. Die Lizenzspielerabteilung des Turn- und Sportverein Bayer 04 Leverkusen e. V. wurde in die Gesellschaft ausgegliedert. Die Bayer AG ist seit der Gründung alleinige Gesellschafterin. Möglich wurde dies durch eine Ausnahmeregelung der 50+1-Regel, die es Wirtschaftsunternehmen erlaubt, die Mehrheit zu übernehmen, wenn es vor dem 1. Januar 1999 den Fußballsport des Muttervereins ununterbrochen und erheblich gefördert hat. Ansonsten ist höchstens eine Beteiligung von 49 Prozent möglich, da der Verein die Stimmenmehrheit an seiner ausgegliederten Fußballabteilung behalten muss. Neben Bayer 04 Leverkusen wird diese Ausnahmeregelung auf den VfL Wolfsburg und die TSG 1899 Hoffenheim angewandt.

Die Bayer AG hält ihre Anteile über die Erste K-W-A Beteiligungsgesellschaft mbH und verzichtet nach § 264 HGB auf die Veröffentlichung der Jahresabschlüsse der Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH.[6][19]

Geschäftsführung und DirektionenBearbeiten

Die GmbH wird von Geschäftsführer Michael Schade und fünf Direktoren geführt. Verantwortlich sind im Einzelnen:[20]

Name Geburtsdatum Bereich
Michael Schade 22. Dez. 1952 Geschäftsführung
Rudi Völler 13. Apr. 1960 Direktion Sport
Fabian Otto 13. Juli 1973 Direktion Finanzen/Personal
Meinolf Sprink 15. Aug. 1958 Direktion Fans/Soziales
Jochen Rotthaus 28. Feb. 1966 Direktion Marketing/Kommunikation
Simon Pallmann 15. Okt. 1977 Direktion Operatives Geschäft

Leiter der Medizinischen Abteilung, die ebenfalls direkt der Geschäftsführung untersteht, ist der promovierte Humanmediziner Karl-Heinrich Dittmar.

GesellschafterversammlungBearbeiten

Oberstes Beschlussorgan ist die Gesellschafterversammlung. Sie wählt den sechsköpfigen Gesellschafterausschuss. Dessen Vorsitzender ist Werner Wenning. Derzeitige Mitglieder sind, wobei nach dem Ausscheiden von Wolfgang Holzhäuser zum 1. August 2017 zurzeit ein Sitz vakant ist:[21]

Name Geburtsdatum Funktion
Werner Wenning 21. Okt. 1946 Aufsichtsratsvorsitzender der Bayer AG
Klaus Beck 19. Feb. 1945 Vorsitzender des TSV Bayer 04 Leverkusen
Gabriel Harnier 10. Sep. 1971 Leiter Recht, Patente und Compliance der Bayer AG
Bernd-Peter Bier 18. Juli 1966 Leiter Finanzen und Steuern der Bayer AG
Michael Preuss 17. Juli 1973 Leiter Communications and Public Affairs der Bayer AG

StadionBearbeiten

 
Die BayArena von außen
 
Die BayArena von innen, mit Blick auf die Ostkurve
Siehe Hauptartikel: BayArena

Heimstätte der Bayer-04-Fußballer ist die BayArena. Die Gesamtkapazität beträgt 30.210 Plätze, davon 3000 Stehplätze. Der Gästebereich bietet ebenso 3000 Zuschauern Platz. Das Stadion ist komplett überdacht und bietet den Zuschauern großen Komfort. Früher hieß das Stadion „Ulrich-Haberland-Stadion“. Der Spatenstich zum Bau des Ulrich-Haberland-Stadions fand am 23. April 1956 durch Fritz Jacobi statt, 1958 wurde das Stadion mit einer Kapazität von 20.000 Zuschauern eingeweiht und ersetzte damit das alte Stadion „Am Stadtpark“. 1963 wurde anlässlich der 100-Jahr-Feier der Bayer AG das Stadion mit einer Flutlichtanlage ausgestattet. Ab dem Jahr 1986 wurde es schließlich zu einem komplett überdachten Stadion umgebaut. Mit dem Bau der Südtribüne bot das Stadion von August 1997 bis Dezember 2007 22.500 Zuschauern Platz. Eine weitere große Baumaßnahme wurde 1999 mit dem Bau des Hotel Lindner hinter der Nordtribüne beendet.

Am 30. März 2007 wurde vom Vorstand der Bayer AG beschlossen, dass die BayArena auf eine Kapazität von über 30.000 Zuschauer ausgebaut werden solle. Die Umbaumaßnahmen begannen im Dezember 2007 und wurden zum Beginn der Saison 2009/10 abgeschlossen. Auf Grund des Umbaus trat Bayer Leverkusen bei den gesamten Rückrundenheimspielen der Saison 2008/09 in der Düsseldorfer LTU Arena an.

FansBearbeiten

 
Fans von Bayer Leverkusen in der BayArena
 
Die Fanfreundschaft mit den Kickers Offenbach besteht noch heute.

Bayer Leverkusen hat 355 Fanclubs, in denen sich 25.000 Mitglieder organisieren.[22] Zu jedem Heimspiel erscheint die kostenlose Stadionzeitung BayArena Magazin. Mit den „Mad-Boyz Leverkusen“ entstand im Jahre 1994 einer der ersten ultraorientierten Fanclubs in Deutschland. Die „Mad Boyz“ sind ein Zusammenschluss der 1989 bzw. 1990 gegründeten Fanclubs „Soccer Boys“ und „Madness“. Mit der Organisation der Initiative „Das Kreuz muss bleiben“[23] trugen die Leverkusener Ultras dazu bei, dass die vom Bayer-Konzern 2007 beschlossene Demontage des Bayer-Kreuzes verhindert wurde.

Fanrivalität und -freundschaftBearbeiten

Eine große Rivalität besteht zwischen den Fans Bayer Leverkusens und denen des 1. FC Köln. Es geht hier um geographische sowie traditionelle Hintergründe, da beide Lager für sich beanspruchen, die „Macht am Rhein“ zu sein. Während die Kölner Fans auf ihre Tradition als Gründungsmitglied der Bundesliga und Erfolge in der Vergangenheit verweisen, berufen sich die Leverkusener Fans auf die sportliche Überlegenheit.[24][25]

Des Weiteren sind die Leverkusener Anhänger sehr unbeliebt bei den Fans des KFC Uerdingen 05, was auf den ehemaligen gemeinsamen Sponsor, die Bayer AG, zurückzuführen ist. Ein gewisses Spannungsverhältnis besteht ebenso zu Fortuna Düsseldorf.

Eine Fanfreundschaft gibt es mit den Anhängern von Kickers Offenbach. Diese beruht auf einer Begebenheit aus der Saison 1980/81: Im Bundesligaspiel am 23. August 1980 foulte der Leverkusener Jürgen Gelsdorf den damals bei Eintracht Frankfurt spielenden Bum-Kun Cha so, dass dieser ins Krankenhaus eingeliefert werden musste,[26] woraufhin die Frankfurter Fans den Anhängern Leverkusens bei nächster Gelegenheit Rache schworen. Anderthalb Monate nach dem Geschehen absolvierte Leverkusen am 4. Oktober eine DFB-Pokalpartie in Offenbach am Main nahe Frankfurt gegen die Kickers, welche die Hessen 5:2 gewannen.[27][28] Im Rahmen dieses Spiels gesellten sich zu den Leverkusenern auch Anhänger von Kickers Offenbach, die eine Lokalrivalität mit den Nachbarn aus Frankfurt führen, als die Anhänger der Leverkusener mit denen der Eintracht aneinandergerieten. Aus dieser Geste der Offenbacher Fans wurde eine langjährige Fanfreundschaft, die auch die Relegationsspiele zur Bundesliga in der Saison 1981/82 überstand, in der die beiden Vereine gegeneinander antraten. Leverkusen war damals am Saisonende 16., woraufhin die Mannschaft zwei Relegationsspiele gegen den Drittplatzierten aus der 2. Bundesliga, Kickers Offenbach, bestreiten musste. Leverkusen gewann die beiden Spiele mit 1:0 und 2:1, was den Verbleib in der Bundesliga bedeutete, während die Offenbacher weiterhin zweitklassig blieben.

ImageBearbeiten

 
Fanshop in der Wiesdorfer Fußgängerzone, 2016

Der Sportverein TSV Bayer 04 Leverkusen war ursprünglich eine Betriebssportmannschaft, ähnlich wie die PSV Eindhoven, der FC Arsenal, FC Sochaux oder die Urawa Red Diamonds im Ausland. Den Status des Vereins haben sich dabei viele dieser ehemaligen Betriebssportteams erhalten. In Leverkusen hingegen ist heute die Bayer AG Eigentümerin der Spielbetriebs-GmbH und steuert als Geldgeberin derzeit geschätzte 25 Millionen Euro pro Jahr bei, die der Tochter der Bayer AG eine gewisse Planungssicherheit bescheren. Fans anderer Vereine kritisieren besonders diesen Vorteil, allerdings verliert dieser Zuschuss vor dem Hintergrund der Professionalisierung des deutschen Fußballs und somit größerer Gesamteinnahmen stetig an Bedeutung. Zusätzlich engagieren sich mittlerweile auch andere Unternehmen wie Gazprom, die Deutsche Telekom oder Audi als Sponsoren sehr zielstrebig bei Bundesligavereinen. Anders als im Fall Bayer Leverkusens ist dabei jedoch aufgrund der Rechtsform Verein und der 50+1-Regel die Zustimmung des eingetragenen Vereins und deren Mitglieder unabdingbar. Entsprechend hätte ein Verein auch das Recht, die Zusammenarbeit mit investierenden Unternehmen wieder zu beenden. Im Fall von Bayer Leverkusen ist dies nicht möglich, da das investierende Unternehmen Bayer AG gleichzeitig Besitzer des Fußballteams ist.

Um die Liga zu schützen, führte der DFB die sogenannte 50+1-Regel ein, die verhindern soll, dass Unternehmen mehrheitliche Beteiligung an Spielbetriebsgesellschaften von Bundesligisten haben dürfen. Von der Regel ausgenommen wurden nur Investoren, die „seit mehr als 20 Jahren vor dem 1. Januar 1999 den Fußballsport des Muttervereins ununterbrochen und erheblich gefördert“ haben. Die als „Lex Leverkusen“ bekannt gewordene Stichtagsregelung fand nur Anwendung auf Bayer Leverkusen und den VfL Wolfsburg, wurde jedoch im August 2011 vom Schiedsgericht des Deutschen Fußball-Bundes aufgehoben.[29]

Die wachsende, aber nach wie vor recht überschaubare Anhängerschaft wird von großen Vereinen gerne belächelt und als traditionslos betitelt. Dagegen konnte die Bayer-04-Fanszene 1989 mit der ersten Ultra-Gruppierung der Bundesliga ein Stück Fangeschichte schreiben. Obwohl sich Bayer Leverkusen als einer der Spitzenclubs im deutschen Vereinsfußball etabliert hat und auch im Ausland einen hohen Bekanntheitsgrad vorweisen kann, bewegt sich die Anhängerschaft quantitativ im unteren Mittelfeld der Bundesliga, was sicher auch den geringen Titelerfolgen und der – im Vergleich zu anderen Städten in der Umgebung – geringen Einwohnerzahl der Stadt oder ob der Konkurrenz des Werbens durch benachbarte Vereine in der Region geschuldet ist.

Sportlich hat Bayer 04 das Image eines Ausbildervereins. Durch professionelle Strukturen, insbesondere bei Scouting und Betreuung, konnten immer wieder junge Talente geholt werden, die den Klub als Sprungbrett zum Starspieler nutzten. Insbesondere der FC Bayern München verpflichtete in den späten 1990er bis zum Anfang der 2000er Jahre viele Spieler aus Leverkusen, die in München zu zahlreichen Titelgewinnen beitrugen. Aufgrund der eigenen Erfolglosigkeit und der ständigen Rivalität haben bis heute für viele Fans die Spiele gegen den FC Bayern einen ähnlichen Stellenwert wie das Derby gegen den 1. FC Köln.

Des Weiteren haftet der Mannschaft das Image des „Ewigen Zweiten“ an. Seit 1997 wurde Bayer 04 Leverkusen fünfmal deutscher Vizemeister, verlor zweimal das DFB-Pokalfinale und einmal das Endspiel um die europäische Fußballkrone in der Champions League. Bayer Leverkusen gehört zu einem Kreis von insgesamt neun deutschen Fußballmannschaften, welche seit Gründung der Bundesliga häufiger als einmal Vizemeister wurden. Jedoch ist der Verein dabei die einzige Mannschaft, die bisher keinen Meistertitel erringen konnte (wenngleich die Meistertitel des FC Schalke 04 allesamt noch aus der Zeit vor Gründung der Bundesliga stammen). Als besonders herausragendes Beispiel Leverkusener Pechs in entscheidenden Spielen gilt die Saison 2001/02, in der die Mannschaft in allen drei Wettbewerben Zweiter wurde (Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League). Infolge dieser unglücklichen Saison wurde in der Presse der Begriff „Vizekusen“ geprägt. Diese Bezeichnung ließ sich die GmbH im Jahre 2010 neben dem Begriff „Meisterkusen“ als Marke schützen.

WappenhistorieBearbeiten

ErfolgeBearbeiten

TitelBearbeiten

 
DFB-Pokal-Sieger 1993
Amateure/II. Mannschaft

Weitere ErfolgeBearbeiten

Platzierungen in der Bundesliga seit 1979Bearbeiten

Saison Rang Tore Punkte Zuschauer Dauer-
karten
Erfolgreichster
Torschütze (Tore)
Trainer Bilanz DFB-Pokal Bilanz Europapokal
1979/80 12 45:61 32−36 13.941 k. A. Deutschland Bundesrepublik  Peter Szech (9) Deutschland Bundesrepublik  Willibert Kremer 2. Runde nicht qualifiziert
1980/81 11 52:53 30−38 11.705 k. A. Norwegen  Arne Larsen Økland (16) Deutschland Bundesrepublik  Willibert Kremer
1981/82 16 45:72 25−43 09594 k. A. Norwegen  Arne Larsen Økland (14) Deutschland Bundesrepublik  Willibert Kremer (bis 11/81) Deutschland Bundesrepublik  Gerd Kentschke (Interimstrainer) 3. Runde
1982/83 11 43:66 29−39 09205 k. A. Norwegen  Arne Larsen Økland (13) Deutschland Bundesrepublik  Dettmar Cramer 2. Runde
1983/84 7 50:50 34−34 11.652 k. A. Deutschland Bundesrepublik  Herbert Waas (15) Deutschland Bundesrepublik  Dettmar Cramer 1. Runde
1984/85 13 52:54 31−37 09658 k. A. Deutschland Bundesrepublik  Herbert Waas (11) Deutschland Bundesrepublik  Dettmar Cramer Viertelfinale
1985/86 6 63:51 40−28 10.129 k. A. Korea Sud  Cha Bum-kun (17) Deutschland Bundesrepublik  Erich Ribbeck
1986/87 6 56:38 39−29 12.753 k. A. Deutschland Bundesrepublik  Herbert Waas (15) Deutschland Bundesrepublik  Erich Ribbeck 2. Runde UEFA-Pokal (2. Runde)
1987/88 8 53:60 32−36 09511 k. A. Deutschland Bundesrepublik  Christian Schreier (11) Deutschland Bundesrepublik  Erich Ribbeck 1. Runde UEFA-Pokal (Pokalsieger)
1988/89 8 45:44 34−34 12.329 k. A. Deutschland Bundesrepublik  Christian Schreier (8) Niederlande  Rinus Michels (bis 4/89) Deutschland Bundesrepublik  Jürgen Gelsdorf Halbfinale UEFA-Pokal (1. Runde)
1989/90 5 40:32 39−29 14.423 k. A. Polen  Marek Leśniak (8) Deutschland Bundesrepublik  Jürgen Gelsdorf 2. Runde nicht qualifiziert
1990/91 8 47:46 35−33 13.617 k. A. Deutschland  Ulf Kirsten (11) Deutschland  Jürgen Gelsdorf (bis 5/91) Deutschland  Peter Hermann (Int.) UEFA-Pokal (Achtelfinale)
1991/92 6 53:39 43−33 15.152 k. A. Deutschland  Ulf Kirsten (12) Deutschland  Reinhard Saftig Halbfinale nicht qualifiziert
1992/93 5 64:45 40−28 17.008 04.700 Deutschland  Ulf Kirsten (20) (Torschützenkönig) Deutschland  Reinhard Saftig (bis 5/93) Jugoslawien Bundesrepublik 1992  Dragoslav Stepanović Pokalsieger
1993/94 3 60:47 39−29 19.111 05.300 Brasilien  Paulo Sérgio (17) Jugoslawien Bundesrepublik 1992  Dragoslav Stepanović Viertelfinale Europapokal der Pokalsieger (Viertelfinale)
1994/95 7 62:51 36−32 22.829 06.000 Deutschland  Rudi Völler (16) Jugoslawien Bundesrepublik 1992  Dragoslav Stepanović (bis 4/95) Deutschland  Erich Ribbeck 2. Runde UEFA-Pokal (Halbfinale)
1995/96 14 37:38 38 22.041 08.300 Deutschland  Rudi Völler (10) Deutschland  Erich Ribbeck (bis 4/96) Deutschland  Peter Hermann (Int.) Halbfinale nicht qualifiziert
1996/97 2 69:41 69 20.670 12.000 Deutschland  Ulf Kirsten (22) (Torschützenkönig) Deutschland  Christoph Daum 1. Runde
1997/98 3 66:39 55 22.252 14.500 Deutschland  Ulf Kirsten (22) (Torschützenkönig) Deutschland  Christoph Daum Viertelfinale Champions League (Viertelfinale)
1998/99 2 61:30 63 22.435 k. A. Deutschland  Ulf Kirsten (19) Deutschland  Christoph Daum 2. Runde UEFA-Pokal (2. Runde)
1999/2000 2 74:38 73 22.470 k. A. Deutschland  Ulf Kirsten (17) Deutschland  Christoph Daum 3. Runde Champions League (Vorrunde)
UEFA-Pokal (3. Runde)
2000/01 4 54:40 57 22.382 k. A. Deutschland  Oliver Neuville (15) Deutschland  Christoph Daum (bis 10/00) Deutschland  Rudi Völler (Int., bis 11/00) Deutschland  Berti Vogts Achtelfinale
2001/02 2 77:38 69 22.382 k. A. Deutschland  Michael Ballack (17) Deutschland  Klaus Toppmöller Finale Champions League (Finale)
2002/03 15 47:56 40 22.410 k. A. Deutschland  Daniel Bierofka (7) Deutschland  Klaus Toppmöller (bis 2/03) Deutschland  Thomas Hörster (Int., bis 5/03) Deutschland  Klaus Augenthaler Halbfinale Champions League (Zwischenrunde)
2003/04 3 73:39 65 22.500 k. A. Bulgarien  Dimitar Berbatow (16) Deutschland  Klaus Augenthaler Achtelfinale nicht qualifiziert
2004/05 6 65:44 57 22.500 14.732 Bulgarien  Dimitar Berbatow (20) Deutschland  Klaus Augenthaler 2. Runde Champions League (Achtelfinale)
2005/06 5 64:49 52 22.264 14.910 Bulgarien  Dimitar Berbatow (21) Deutschland  Klaus Augenthaler (bis 9/05) Deutschland  Rudi Völler (Int., bis 10/05) Deutschland  Michael Skibbe UEFA-Pokal (1. Runde)
2006/07 5 54:49 51 22.410 14.520 Ukraine  Andrij Woronin (10) Deutschland  Michael Skibbe UEFA-Pokal (Viertelfinale)
2007/08 7 57:40 51 22.471 14.926 Griechenland  Theofanis Gekas (11) Deutschland  Michael Skibbe 1. Runde
2008/09 9 59:46 49 26.532 15.183 Deutschland  Patrick Helmes (21) Deutschland  Bruno Labbadia Finale nicht qualifiziert
2009/10 4 65:38 59 29.309 17.642 Deutschland  Stefan Kießling (21) Deutschland  Jupp Heynckes 2. Runde
2010/11 2 64:44 68 28.633 18.551 Chile  Arturo Vidal (10) Deutschland  Jupp Heynckes Europa League (Achtelfinale)
2011/12 5 52:44 54 28.494 k. A. Deutschland  Stefan Kießling (16) Deutschland  Robin Dutt
(bis 3/12)
Deutschland  Sascha Lewandowski (Int.) &
Finnland  Sami Hyypiä (Interimsteamchef)
1. Runde Champions League (Achtelfinale)
2012/13 3 65:39 65 28.175 k. A. Deutschland  Stefan Kießling (25) (Torschützenkönig) Deutschland  Sascha Lewandowski & Finnland  Sami Hyypiä (Teamchef) Achtelfinale Europa League (Sechzehntelfinale)
2013/14 4 60:41 61 28.452 k. A. Deutschland  Stefan Kießling (15) Finnland  Sami Hyypiä (bis 4/14) Deutschland  Sascha Lewandowski Viertelfinale Champions League (Achtelfinale)
2014/15 4 62:37 61 29.311 k. A. Deutschland  Karim Bellarabi (12) Deutschland  Roger Schmidt
2015/16 3 56:40 60 29.018 k. A. Mexiko  Chicharito (17) Deutschland  Roger Schmidt Champions League (Vorrunde)
Europa League (Achtelfinale)
2016/17 12 53:55 41 28.428 19.000 Mexiko  Chicharito (11) Deutschland  Roger Schmidt (bis 3/17) Turkei  Tayfun Korkut 2. Runde Champions League (Achtelfinale)
Liste der Europapokalspiele von Bayer 04 Leverkusen 
Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1986/87 UEFA-Pokal 1. Runde Schweden  Kalmar FF 7:1 4:1 (A) 3:0 (H)
2. Runde Tschechoslowakei  FK Dukla Prag (a)1:1(a) 0:0 (A) 1:1 (H)
1987/88 UEFA-Pokal 1. Runde Osterreich  FK Austria Wien 5:1 0:0 (A) 5:1 (H)
2. Runde Frankreich  FC Toulouse 2:1 1:1 (A) 1:0 (H)
3. Runde Niederlande  Feyenoord Rotterdam 3:2 2:2 (A) 1:0 (H)
Viertelfinale Spanien  FC Barcelona 1:0 0:0 (H) 1:0 (A)
Halbfinale Deutschland  Werder Bremen 1:0 1:0 (H) 0:0 (A)
Finale Spanien  Espanyol Barcelona 3:3
(3:2 i. E.)
0:3 (A) 3:0 n. V. (H)
1988/89 UEFA-Pokal 1. Runde Portugal  Belenenses Lissabon 0:2 0:1 (H) 0:1 (A)
1990/91 UEFA-Pokal 1. Runde Niederlande  FC Twente Enschede 2:1 1:0 (H) 1:1 n. V. (A)
2. Runde Polen  GKS Katowice 6:1 2:1 (A) 4:0 (H)
3. Runde Danemark  Brøndby IF 0:3 0:3 (A) 0:0 (H)
1993/94 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Tschechien  FC Boby Brünn 5:0 2:0 (H) 3:0 (A)
2. Runde Griechenland  Panathinaikos Athen 5:3 4:1 (A) 1:2 (H)
Viertelfinale Portugal  Benfica Lissabon (a)5:5(a) 1:1 (A) 4:4 (H)
1994/95 UEFA-Pokal 1. Runde Niederlande  PSV Eindhoven 5:4 5:4 (H) 0:0 (A)
2. Runde Ungarn  Kispest Honvéd FC 7:0 2:0 (A) 5:0 (H)
3. Runde Polen  GKS Katowice 8:1 4:1 (A) 4:0 (H)
Viertelfinale Frankreich  FC Nantes 5:1 5:1 (H) 0:0 (A)
Halbfinale Italien  AC Parma 1:5 1:2 (H) 0:3 (A)
1997/98 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde Georgien 1990  Dinamo Tiflis 6:2 6:1 (H) 0:1 (A)
Gruppenphase Belgien  Lierse SK 3:0 1:0 (H) 2:0 (A)
Frankreich  AS Monaco 2:6 0:4 (A) 2:2 (H)
Portugal  Sporting Lissabon 6:1 2:0 (A) 4:1 (H)
Viertelfinale Spanien  Real Madrid 1:4 1:1 (H) 0:3 (A)
1998/99 UEFA-Pokal 1. Runde Italien  Udinese Calcio 2:1 1:1 (A) 1:0 (H)
2. Runde Schottland  Glasgow Rangers 2:3 1:2 (H) 1:1 (A)
1999/2000 UEFA Champions League 1. Gruppenphase Italien  Lazio Rom 2:2 1:1 (H) 1:1 (A)
Slowenien  NK Maribor 2:0 2:0 (A) 0:0 (H)
Ukraine  Dynamo Kiew 3:5 1:1 (H) 2:4 (A)
1999/2000 UEFA-Pokal 3. Runde Italien  Udinese Calcio (a)2:2(a) 1:0 (A) 1:2 (H)
2000/01 UEFA Champions League 1. Gruppenphase Russland  Spartak Moskau 1:2 0:2 (A) 1:0 (H)
Portugal  Sporting Lissabon 3:2 3:2 (H) 0:0 (A)
Spanien  Real Madrid 5:8 2:3 (H) 3:5 (A)
2000/01 UEFA-Pokal 3. Runde Griechenland  AEK Athen 4:6 4:4 (H) 0:2 (A)
2001/02 UEFA Champions League 3. Qualifikationsrunde Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Roter Stern Belgrad 3:0 0:0 (A) 3:0 (H)
1. Gruppenphase Frankreich  Olympique Lyon 3:4 1:0 (A) 2:4 (H)
Spanien  FC Barcelona 3:3 2:1 (H) 1:2 (A)
Turkei  Fenerbahçe Istanbul 4:2 2:1 (H) 2:1 (A)
2. Gruppenphase Italien  Juventus Turin 3:5 0:4 (A) 3:1 (H)
Spanien  Deportivo La Coruña 6:1 3:0 (H) 3:1 (A)
England  FC Arsenal 2:5 1:1 (H) 1:4 (A)
Viertelfinale England  FC Liverpool 4:3 0:1 (A) 4:2 (H)
Halbfinale England  Manchester United (a)3:3(a) 2:2 (A) 1:1 (H)
Finale Spanien  Real Madrid 1:2 1:2 in Glasgow
2002/03 UEFA Champions League 1. Gruppenphase Griechenland  Olympiakos Piräus 4:6 2:6 (A) 2:0 (H)
England  Manchester United 1:4 1:2 (H) 0:2 (A)
Israel  Maccabi Haifa 4:1 2:0 (N) 2:1 (H)
2. Gruppenphase Spanien  FC Barcelona 1:4 1:2 (H) 0:2 (A)
Italien  Inter Mailand 2:5 2:3 (A) 0:2 (H)
England  Newcastle United 2:6 1:3 (H) 1:3 (A)
2004/05 UEFA Champions League 3. Qualifikationsrunde Tschechien  FC Baník Ostrava 6:2 5:0 (H) 1:2 (A)
1. Gruppenphase Spanien  Real Madrid 4:1 3:0 (H) 1:1 (A)
Ukraine  Dynamo Kiew 3:3 2:4 (A) 3:0 (H)
Italien  AS Rom 4:2 3:1 (H) 1:1 (A)
Achtelfinale England  FC Liverpool 2:6 1:3 (A) 1:3 (H)
2005/06 UEFA-Pokal 1. Runde Bulgarien  ZSKA Sofia 0:2 0:1 (H) 0:1 (A)
2006/07 UEFA-Pokal 1. Runde Schweiz  FC Sion 3:1 0:0 (A) 3:1 (H)
Gruppenphase Belgien  FC Brügge 1:1 1:1 (A)
England  Tottenham Hotspur 0:1 0:1 (H)
Rumänien  Dinamo Bukarest 1:2 1:2 (A)
Turkei  Beşiktaş Istanbul 2:1 2:1 (H)
Sechzehntelfinale England  Blackburn Rovers 3:2 3:2 (H) 0:0 (A)
Achtelfinale Frankreich  RC Lens 4:2 1:2 (A) 3:0 (H)
Viertelfinale Spanien  CA Osasuna 0:4 0:3 (H) 0:1 (A)
2007/08 UEFA-Pokal 1. Runde Portugal  União Leiria 5:4 3:1 (H) 2:3 (A)
Gruppenphase Frankreich  FC Toulouse 1:0 1:0 (H)
Russland  Spartak Moskau 1:2 1:2 (A)
Tschechien  Sparta Prag 1:0 1:0 (H)
Schweiz  FC Zürich 5:0 5:0 (A)
Sechzehntelfinale Turkei  Galatasaray Istanbul 5:1 0:0 (A) 5:1 (H)
Achtelfinale Deutschland  Hamburger SV (a)3:3(a) 1:0 (H) 2:3 (A)
Viertelfinale Russland  Zenit St. Petersburg 2:4 1:4 (H) 1:0 (A)
2010/11 UEFA Europa League Play-offs Ukraine  Tawrija Simferopol 6:1 3:0 (H) 3:1 (A)
Gruppenphase Norwegen  Rosenborg Trondheim 5:0 4:0 (H) 1:0 (A)
Spanien  Atlético Madrid 2:2 1:1 (A) 1:1 (H)
Griechenland  Aris Thessaloniki 1:0 0:0 (A) 1:0 (H)
Sechzehntelfinale Ukraine  Metalist Charkiw 6:0 4:0 (A) 2:0 (H)
Achtelfinale Spanien  FC Villarreal 3:5 2:3 (H) 1:2 (A)
2011/12 UEFA Champions League Gruppenphase England  FC Chelsea 2:3 0:2 (A) 2:1 (H)
Belgien  KRC Genk 3:1 2:0 (H) 1:1 (A)
Spanien  FC Valencia 1:0 2:1 (H) 1:3 (A)
Achtelfinale Spanien  FC Barcelona 2:10 1:3 (H) 1:7 (A)
2012/13 UEFA Europa League Gruppenphase Ukraine  Metalist Charkiw 0:2 0:0 (H) 0:2 (A)
Norwegen  Rosenborg Trondheim 2:0 1:0 (A) 1:0 (H)
Osterreich  SK Rapid Wien 7:0 4:0 (A) 3:0 (H)
Sechzehntelfinale Portugal  Benfica Lissabon 1:3 0:1 (H) 1:2 (A)
2013/14 UEFA Champions League Gruppenphase England  Manchester United 2:9 2:4 (A) 0:5 (H)
Spanien  Real Sociedad 3:1 2:1 (H) 1:0 (A)
Ukraine  Schachtar Donezk 4:0 4:0 (H) 0:0 (A)
Achtelfinale Frankreich  Paris Saint-Germain 1:6 0:4 (H) 1:2 (A)
2014/15 UEFA Champions League Play-offs Danemark  FC Kopenhagen 7:2 3:2 (A) 4:0 (H)
Gruppenphase Frankreich  AS Monaco 0:2 0:1 (A) 0:1 (H)
Portugal  Benfica Lissabon 3:1 3:1 (H) 0:0 (A)
Russland  Zenit St. Petersburg 4:1 2:0 (H) 2:1 (A)
Achtelfinale Spanien  Atlético Madrid 1:1
(2:3 i. E.)
1:0 (H) 0:1 n. V. (A)
2015/16 UEFA Champions League Play-offs Italien  Lazio Rom 3:1 0:1 (A) 3:0 (H)
Gruppenphase Weissrussland  BATE Baryssau 5:2 4:1 (H) 1:1 (A)
Spanien  FC Barcelona 2:3 1:2 (A) 1:1 (H)
Italien  AS Rom 6:7 4:4 (H) 2:3 (A)
2015/16 UEFA Europa League Sechzehntelfinale Portugal  Sporting Lissabon 4:1 1:0 (A) 3:1 (H)
Achtelfinale Spanien  FC Villarreal 0:2 0:2 (A) 0:0 (H)
2016/17 UEFA Champions League Gruppenphase Russland  ZSKA Moskau 3:3 2:2 (H) 1:1 (A)
Frankreich  AS Monaco 4:1 1:1 (A) 3:0 (H)
England  Tottenham Hotspur 1:0 0:0 (H) 1:0 (A)
Achtelfinale Spanien  Atlético Madrid 2:4 2:4 (H) 0:0 (A)
Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Spieler und Trainer der FußballabteilungBearbeiten

Aktueller MannschaftskaderBearbeiten

(Stand: 21. September 2017)

Kader Saison 2017/18
Nr. Nat. Spieler Geburtsdatum (Alter) im Verein seit
Tor
1 Deutschland  Bernd Leno 04. Mär. 1992 (25) 2011
28 Osterreich  Ramazan Özcan 28. Juni 1984 (33) 2016
36 Deutschland  Niklas Lomb 28. Juli 1993 (24) 2008
Abwehr
2 Brasilien  André Ramalho 16. Feb. 1992 (25) 2015
3 Griechenland  Panagiotis Retsos 09. Aug. 1998 (19) 2017
4 Deutschland  Jonathan Tah 11. Feb. 1996 (21) 2015
5 Deutschland  Sven Bender 27. Apr. 1989 (28) 2017
16 Kroatien  Tin Jedvaj 28. Nov. 1995 (21) 2014
18 Brasilien  Wendell 20. Juli 1993 (24) 2014
39 Deutschland  Benjamin Henrichs 23. Feb. 1997 (20) 2004
Mittelfeld
8 Deutschland  Lars Bender (C)  27. Apr. 1989 (28) 2009
10 Deutschland  Julian Brandt 02. Mai 1996 (21) 2014
15 Osterreich  Julian Baumgartlinger 02. Jan. 1988 (29) 2016
20 Chile  Charles Aránguiz 17. Apr. 1989 (28) 2015
21 Deutschland  Dominik Kohr 31. Jan. 1994 (23) 2017
22 Ukraine  Wladlen Jurtschenko 22. Jan. 1994 (23) 2014
29 Deutschland  Kai Havertz 11. Juni 1999 (18) 2010
37 Deutschland  Marlon Frey 24. Mär. 1996 (21) 2004
38 Deutschland  Karim Bellarabi 08. Apr. 1990 (27) 2011
Angriff
9 Jamaika  Leon Bailey 09. Aug. 1997 (20) 2017
11 Deutschland  Stefan Kießling 25. Jan. 1984 (33) 2006
13 Argentinien  Lucas Alario 08. Okt. 1992 (25) 2017
14 Schweiz  Admir Mehmedi 16. Mär. 1991 (26) 2015
17 Finnland  Joel Pohjanpalo 13. Sep. 1994 (23) 2016
31 Deutschland  Kevin Volland 30. Juli 1992 (25) 2016

Transfers in der Saison 2017/18Bearbeiten

Zugänge
Nat. Name abgebender Verein Transferzeitpunkt
Deutschland  Sven Bender Borussia Dortmund Juli/August 2017
Deutschland  Marlon Frey 1. FC KaiserslauternR
Deutschland  Dominik Kohr FC Augsburg
Griechenland  Panagiotis Retsos Olympiakos Piräus
Brasilien  André Ramalho 1. FSV Mainz 05R
Argentinien  Lucas Alario CA River Plate September 2017
Abgänge
Nat. Name aufnehmender Verein Transferzeitpunkt
Deutschland  Joel Abu Hanna 1. FC Kaiserslautern Juli/August 2017
Deutschland  Robin Becker Eintracht Braunschweig
Deutschland  Lukas Boeder SC Paderborn 07*
Deutschland  Marc Brašnić FC Viktoria Köln
Turkei  Hakan Çalhanoğlu AC Mailand
Deutschland  Paterson Chato Borussia Dortmund II
Mexiko  Chicharito West Ham United
Lettland  Andrejs Cigaņiks FC Schalke 04 II
Deutschland  Danny da Costa Eintracht Frankfurt
Osterreich  Aleksandar Dragović Leicester CityL
Kroatien  Patrik Džalto SSV Jahn Regensburg*
Deutschland  Tim Handwerker 1. FC Köln
Deutschland  Roberto Hilbert SpVgg Greuther Fürth
Slowenien  Kevin Kampl RB Leipzig
Griechenland  Kyriakos Papadopoulos Hamburger SV*
Korea Sud  Seung-Woo Ryu Jeju United
Turkei  Ömer Toprak Borussia Dortmund
L Leihe
R Rückkehr nach Leihe
* Der Spieler gehörte bereits in der Vorsaison auf Leihbasis dem Klub an. Zur neuen Saison wechselte er fest.

Aktueller TrainerstabBearbeiten

Seit dem 1. Juli 2017 betreut der ehemalige Bundesligaspieler Heiko Herrlich als Cheftrainer den Verein. Sein Stab wurde im Hinblick auf die seiner Vorgänger Tayfun Korkut und Roger Schmidt weitgehend beibehalten. Unter Herrlich agiert mit Nico Schneck nun ein zweiter nicht-spezialisierter Co-Trainer,[30] wobei der Sportpsychologe Christian Luthardt den Stab verließ; sein Position wurde nicht neu besetzt. Verantwortlich sind im folgenden:

Name Geburtsdatum (Alter) Funktion
Heiko Herrlich 03. Dez. 1971 (45) Cheftrainer
Nico Schneck 06. Okt. 1987 (30) Co-Trainer
Xaver Zembrod 28. Juli 1966 (51) Co-Trainer
Lars Kornetka 03. Jan. 1978 (39) Co-Trainer Analyse
David Thiel 28. Juli 1984 (33) Torwart-Trainer
Schahriar Bigdeli 26. Mär. 1980 (37) Athletik-Trainer
Daniel Jouvin-Abraham 16. Juni 1978 (39) Athletik-Trainer

Trainerchronik seit 1946Bearbeiten

Bild Name von bis Bemerkung Vorherige Trainerstation
Deutschland  Richard Job 1946 1948 Spielertrainer
Deutschland  Karl Winkler 1948 1949 Deutschland Bundesrepublik  Rot-Weiß Oberhausen
Deutschland Bundesrepublik  Theo Kirchberg 1949 1950 Spielertrainer
Osterreich  Lori Polster 1950 1950 Deutschland Bundesrepublik  1. FC Nürnberg
Deutschland Bundesrepublik  Raimond Schwab 1950 1951
Deutschland Bundesrepublik  Franz Strehle 1951 1953
Deutschland Bundesrepublik  Sepp Kretschmann 1953 1956 Deutschland Bundesrepublik  Werder Bremen
Deutschland Bundesrepublik  Emil Melcher 1956 1957 Deutschland Bundesrepublik  VfL Bochum
Deutschland Bundesrepublik  Edmund Conen 1957 1959 Deutschland Bundesrepublik  Wuppertaler SV
Deutschland Bundesrepublik  Theo Kirchberg 1959 1960
Deutschland Bundesrepublik  Erich Garske 1960 1962
  Deutschland Bundesrepublik  Fritz Pliska 1962 1965 Deutschland Bundesrepublik  Fortuna Düsseldorf
Deutschland Bundesrepublik  Theo Kirchberg 1965 1971
Deutschland Bundesrepublik  Gero Bisanz 1971 1973 ––
Deutschland Bundesrepublik  Friedhelm Renno 1973 1974
Deutschland Bundesrepublik  Manfred Rummel 1974 10. Februar 1976 ––
Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Radoslav Momirski 11. Februar 1976 29. März 1976 Interimstrainer Deutschland Bundesrepublik  Wormatia Worms
Deutschland Bundesrepublik  Willibert Kremer 1. April 1976 22. November 1981 entlassen Deutschland Bundesrepublik  MSV Duisburg
Deutschland Bundesrepublik  Gerd Kentschke 23. November 1981 30. Juni 1982 Vertrag beendet ––
Deutschland Bundesrepublik  Dettmar Cramer 1. Juli 1982 30. Juni 1985 Vertrag beendet Griechenland  Aris Thessaloniki
Deutschland Bundesrepublik  Erich Ribbeck 1. Juli 1985 30. Juni 1988 Vertrag beendet Deutschland Bundesrepublik  Borussia Dortmund
  Niederlande  Rinus Michels 1. Juli 1988 13. April 1989 entlassen Niederlande  Niederlande
Deutschland  Jürgen Gelsdorf 13. April 1989 31. Mai 1991 entlassen Deutschland Bundesrepublik  Bayer 04 Leverkusen (Co-Trainer)
  Deutschland  Peter Hermann 31. Mai 1991 30. Juni 1991 Interimstrainer Deutschland  Bayer 04 Leverkusen (Co-Trainer)
  Deutschland  Reinhard Saftig 1. Juli 1991 4. Mai 1993 entlassen Deutschland  VfL Bochum
  Jugoslawien Bundesrepublik 1992  Dragoslav Stepanović 4. Mai 1993 7. April 1995 entlassen Deutschland  Eintracht Frankfurt
Deutschland  Erich Ribbeck 10. April 1995 27. April 1996 entlassen Deutschland  FC Bayern München
  Deutschland  Peter Hermann 28. April 1996 30. Juni 1996 Interimstrainer Deutschland  Bayer 04 Leverkusen (Co-Trainer)
  Deutschland  Christoph Daum 1. Juli 1996 21. Oktober 2000 entlassen Turkei  Beşiktaş Istanbul
  Deutschland  Rudi Völler 21. Oktober 2000 11. November 2000 Interimstrainer ––
  Deutschland  Berti Vogts 12. November 2000 20. Mai 2001 entlassen Deutschland  Deutschland
Deutschland  Klaus Toppmöller 1. Juli 2001 15. Februar 2003 entlassen Deutschland  1. FC Saarbrücken
Deutschland  Thomas Hörster 16. Februar 2003 10. Mai 2003 Interimstrainer Deutschland  Bayer 04 Leverkusen II
  Deutschland  Klaus Augenthaler 13. Mai 2003 16. September 2005 entlassen Deutschland  1. FC Nürnberg
  Deutschland  Rudi Völler 16. September 2005 9. Oktober 2005 Interimstrainer Italien  AS Rom
  Deutschland  Michael Skibbe 9. Oktober 2005 21. Mai 2008 entlassen Deutschland  Deutschland U-18
  Deutschland  Bruno Labbadia 1. Juli 2008 5. Juni 2009 Vertrag vorzeitig aufgelöst[# 1] Deutschland  SpVgg Greuther Fürth
  Deutschland  Jupp Heynckes 5. Juni 2009 30. Juni 2011 Vertrag beendet Deutschland  FC Bayern München (interim)
  Deutschland  Robin Dutt 1. Juli 2011 1. April 2012 entlassen Deutschland  SC Freiburg
  Deutschland  Sascha Lewandowski 1. April 2012 30. Juni 2013 gemeinsam mit Sami Hyypiä[# 2]
bis Saisonende 2011/12 Interimstrainer
Vertrag vorzeitig aufgelöst
Deutschland  Bayer 04 Leverkusen U-19
  Finnland  Sami Hyypiä 1. April 2012 5. April 2014 bis Ende der Saison 2012/13 gemeinsam mit Sascha Lewandowski[# 2]
bis Saisonende 2011/12 Interimsteamchef
entlassen
Finnland  Finnland (Co-Trainer)
  Deutschland  Sascha Lewandowski 5. April 2014 30. Juni 2014 Interimstrainer Deutschland  Bayer 04 Leverkusen
  Deutschland  Roger Schmidt 1. Juli 2014 5. März 2017 entlassen Osterreich  FC Red Bull Salzburg
Turkei  Tayfun Korkut 6. März 2017 30. Juni 2017 Vertrag beendet Deutschland  1. FC Kaiserslautern
  Deutschland  Heiko Herrlich 1. Juli 2017 Deutschland  SSV Jahn Regensburg
  1. Bruno Labbadias Vertrag wurde gegen Zahlung einer Ablösesumme aufgelöst, damit er zum Hamburger SV wechseln konnte.
  2. a b Da Hyypiä nicht die erforderliche Lizenz besaß, trainierte er die Mannschaft als Teamchef gemeinsam mit dem Fußballlehrer Lewandowski. Dieser kehrte nach der Saison 2012/13 als Nachwuchscheftrainer in die Jugendabteilung des Klubs zurück.

Bekannte SpielerBearbeiten

Die Elf des JahrhundertsBearbeiten

Zum hundertsten Jubiläum Bayer Leverkusens im Jahre 2004 wurde die „Elf des Jahrhunderts“ gewählt. Fans konnten aus einer vorher ausgewählten Gruppe von Spielern ihre Favoriten wählen.

Pos Spieler Vereinszu-
gehörigkeit
Ersatz
TW Deutschland  Rüdiger Vollborn 1983–1999 Deutschland  Hans-Jörg Butt
V Brasilien  Lúcio1 2001–2004 Danemark  Jan Heintze
Deutschland  Thomas Hörster
Deutschland  Christian Wörns
V Deutschland  Jens Nowotny 1996–2006
V Brasilien  Juan1 2002–2007
V Brasilien  Jorginho 1989–1992
M Brasilien  Emerson 1997–2000 Deutschland  Carsten Ramelow
Deutschland  Bernd Schuster
Brasilien  Paulo Sérgio
M Deutschland  Michael Ballack 1999–2002
2010–2012
M Brasilien  Zé Roberto1 1998–2002
M Deutschland  Bernd Schneider 1999–2009
A Deutschland  Ulf Kirsten2 1990–2003 Korea Sud  Bum-Kun Cha
A Deutschland  Rudi Völler 1994–1996

1 Spieler noch aktiv
2 Meistgewählter Spieler

Weitere bekannte SpielerBearbeiten

In der folgenden Auflistung bekannter Spieler werden nur Personen aufgezeigt, die nicht oben in der Elf des Jahrhunderts aus dem Jahr 2004 dargestellt werden. Es werden nur Spieler – die in keinem aktuellen Spieler-Vertragsverhältnis mit dem Verein stehen – aufgelistet, die mindestens eine der folgenden Kriterien aufweisen können:

  • 150 Ligaeinsätze für Bayer 04 Leverkusen
  • Mehr als fünf ganze Jahre aktiver Profispieler beim Verein (Zeiten in der Jugend und Ausleihzeiten zu anderen Vereinen werden nicht angerechnet, Leiharrangements bei Bayer 04 Leverkusen hingegen schon)
  • Zehn ganze Jahre im Verein tätig oder dem Verein im selben Zeitraum in erwähnenswerter Weise verbunden, davon mindestens ein ganzes Jahr als Lizenzspieler bei Bayer 04 Leverkusen unter Vertrag
  • Besondere Attribute (beispielsweise Bekleidung des Kapitänsamtes während einer Saison, in der ein Titel erreicht wurde, oder Torschützenkönig im Ligawettbewerb)

(in alphabetischer Reihenfolge)

StatistikenBearbeiten

SiegeBearbeiten

 
Platzierungen Leverkusens in der Fußball-Bundesliga (seit 1979)

Am 18. März 2000 gewann Bayer Leverkusen das Auswärtsspiel bei Aufsteiger SSV Ulm 1846 mit 9:1. Bei Leverkusens höchstem Auswärtssieg in der Bundesliga konnten sich Emerson (2), Zé Roberto (2), Paulo Rink, Ulf Kirsten, Oliver Neuville, Michael Ballack, Bernd Schneider sowie der Ulmer Leandro Fonseca in die Torschützenliste eintragen.

Der höchste Heimsieg gelang Leverkusen am 10. April 2004 gegen abstiegsbedrohte Lauterer, als Leverkusen sich mit 6:0 durchsetzen konnte.

Der höchste Sieg im DFB-Pokal war das 11:0 gegen den damaligen Regionalligisten BSV Stahl Brandenburg am 13. März 1994.[31] Der zweithöchste Sieg im DFB-Pokal, ebenfalls auswärts, war ein 11:1 gegen den FK Pirmasens am 14. August 2010.[32]

NiederlagenBearbeiten

Die höchste Auswärtsniederlage in der Bundesliga war ein 1:6 gegen Hannover 96 am 26. März 1988.

Die höchste Heimniederlage Leverkusens ist ein 0:5, das der Werkself am 27. November 2013 gegen Manchester United widerfuhr.

Am 29. August 2010 verlor Bayer 04 das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach mit 3:6. Nie zuvor hatte die Mannschaft sechs Gegentore in einem Bundesliga-Heimspiel hinnehmen müssen.

Eine weitere denkwürdige Niederlage war das 4:7 gegen den FC Schalke 04 am 11. Februar 2006, da es mit elf Treffern das torreichste Spiel war, an dem Leverkusen in der Bundesliga beteiligt war.

Die höchste Auswärtsniederlage in der Champions League gab es am 7. März 2012 im Achtelfinale gegen den FC Barcelona mit 1:7.

RekordspielerBearbeiten

Mit 401 Bundesligaspielen von 1984 bis 1999 ist Rüdiger Vollborn Leverkusens Spieler mit den meisten Bundesligaeinsätzen. Während er bis 1996 Stammtorhüter war, kam er bis 1999 nur noch sporadisch zum Einsatz und beendete dann seine Profikarriere. Bis 2012 war er Torwarttrainer des Vereins.

Die weiteren Rekordspieler sind Ulf Kirsten (1990–2003) mit 350, Carsten Ramelow (1996–2008) mit 333, Thomas Hörster (1977–1991) mit 332, Stefan Kießling (seit 2006) mit 314, Simon Rolfes (2005–2015) mit 288, Gonzalo Castro (2005–2015) mit 286, Bernd Schneider (1999–2009) mit 263 und Jens Nowotny (1996–2006) mit 230 Einsätzen in der Bundesliga. (Stand: 30. April 2016)

RekordtrainerBearbeiten

Die meisten Spiele als Trainer absolvierte Christoph Daum mit 144 Spielen.

RekordtorschützenBearbeiten

 
Ulf Kirsten

Rekordschütze von Bayer 04 ist Ulf Kirsten mit 182 Toren in 350 Bundesligaspielen, was einer Trefferquote von 0,52 Toren pro Spiel entspricht. Kirsten, der seine gesamte Bundesligalaufbahn von 1990 bis 2003 bei Leverkusen verbrachte, ist zudem der erfolgreichste Bundesligatorjäger der 1990er Jahre. Mit großem Abstand folgen als erfolgreichste Werkself-Torschützen Stefan Kießling (seit 2006) mit 126, Herbert Waas mit 72 (1982–1990), Dimitar Berbatow mit 69 (2001–2006), und Christian Schreier mit 63 Toren (1985–1991) (Stand: 10. April 2016).

SonstigesBearbeiten

Trikotsponsoren
 
Bayer AG
(1904–1992)
 
Talcid (Bayer AG)
(1992–1995)
 
Alka-Seltzer (Bayer AG)
(1995–1997)
 
Aspirin (Bayer AG)
(1997–2000)
 
avanza (RWE)
(2000–2001)
 
RWE
(2001–2007)
 
TelDaFax ENERGY
(2007–2011)
 
SunPower
(2011–2013)
 
DKMS
(2013; Charity-Aktion des Vereins ohne Bezahlung)
 
LG
(2013–2016)
  • Mit acht Platzverweisen hält Jens Nowotny den Vereins- und Bundesligarekord in dieser Kategorie.
  • Mit 2002 Punkten (1,58 pro Spiel) belegt Bayer 04 Leverkusen den elften Platz der ewigen Tabelle der Bundesliga.[33]
  • Bayer 04 Leverkusen führte insgesamt 71 Mal die Tabelle der Bundesliga an.

FrauenfußballBearbeiten

Siehe Hauptartikel: Bayer 04 Leverkusen (Frauenfußball)

Am 1. Juli 2008 übernahm Bayer 04 Leverkusen die Frauenfußballabteilung des TuS Köln rrh. Die erste Mannschaft spielte zunächst in der 2. Bundesliga Süd und stieg 2010 in die Bundesliga auf, aus der sie 2017 abstieg. Die zweite Mannschaft stieg 2010 in die Regionalliga West auf. Dazu kommen drei Mädchenmannschaften.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bayer 04 Leverkusen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gründung der Fußball GmbH bayer04.de.
  2. kicker online: 50+1-Regel bleibt, "Lex Leverkusen" nicht, 30. August 2011, abgerufen am 11. November 2014.
  3. "Königliche" glückliche Sieger kicker.de, abgerufen am 20. Mai 2012.
  4. Bayer lässt "Vizekusen" rechtlich schützen Welt.online, 13. April 2010.
  5. zehn.de (Hrsg.): Jan Simak (Bayer Leverkusen). Abgerufen am 29. Dezember 2012.
  6. a b Big Mama. stern.de, 13. Mai 2006.
  7. Calmunds Abschied in neuem Licht. rp-online.de, 28. April 2006.
  8. Schade folgt auf Geschäftsführer Holzhäuser. Handelsblatt, 14. Mai 2013, abgerufen am 16. Mai 2013.
  9. Bayer geht gegen viagogo vor, rp-online.de, 6. August 2013
  10. Bayer trennt sich von Hyypiä, Focus Online, 4. April 2014
  11. Regionalliga: Bayer Leverkusen meldet U23-Team ab Spiegel online, 23. April 2014, abgerufen am 26. Juli 2014.
  12. Der Favorit heißt Roger Schmidt Kölner Stadt-Anzeiger, 24. April 2014, abgerufen am 7. Oktober 2014.
  13. Leverkusen holt "Red Bull"-Trainer Roger Schmidt Die Welt, 25. April 2014, abgerufen am 7. Oktober 2014.
  14. Karim Bellarabi schießt Rekord-Tor Bundesliga, 23. August 2014, abgerufen am 9. Oktober 2014.
  15. Olympia Verlag GmbH (Hrsg.): 1.Bundesliga – Spieltag/Tabelle. In: kicker online. Abgerufen am 15. Februar 2015.
  16. Leverkusen trennt sich von Roger Schmidt kicker.de, 5. März 2017.
  17. Offiziell: Tayfun Korkut beerbt Schmidt bis Saisonende kicker.de, 6. März 2017.
  18. HERRLICH - BAYER 04 HAT NEUEN CHEFTRAINER. Abgerufen am 1. November 2017.
  19. Börsengang ist für Bayer 04 keine Option. rp-online.de, 1. April 2014.
  20. Organe der Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH; bayer04.de, abgerufen am 22. April 2016.
  21. Mitglieder des Gesellschafterausschusses der Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH; bayer04.de, abgerufen am 3. November 2017
  22. Bayer boomt! express.de, 4. August 2010.
  23. Christoph Biermann: So ein Kreuz. TAZ, 17. Oktober 2007, abgerufen am 25. Oktober 2013.
  24. Derby zwischen Köln und Leverkusen, auf sportschau.de, abgerufen am 21. Oktober 2015.
  25. FC in Leverkusen, das Derby das kein Derby ist, auf koeln.de, abgerufen am 21. Oktober 2015.
  26. Spielbericht Bayer 04 Leverkusen gegen Eintracht Frankfurt vom 23. August 1980; transfermarkt.de, abgerufen am 7. Januar 2016.
  27. Spielbericht Offenbacher Kickers gegen Bayer 04 Leverkusen vom 4. Oktober 1980; transfermarkt.de, abgerufen am 7. Januar 2016.
  28. Bayer 04 und der OFC – eine ganz intensive Verbindung; bayer04.de, vom 16. Juli 2012, abgerufen am 7. Januar 2016 / Die Quelle spricht von einem DFB-Pokalspiel im Oktober 1981, was aber in Widerspruch mit anderen Quellen steht.
  29. "Lex Leverkusen" wird abgeschafft RP online, 30. August 2011, abgerufen am 15. Februar 2013.
  30. Schneck und Zembrod komplettieren das Trainerteam; bayer04.de, veröffentlicht und abgerufen am 19. Juni 2017
  31. Profil bei UEFA.com, abgerufen am 30. August 2012.
  32. Leverkusen feiert Schützenfest ksta.de, 30. August 2012, abgerufen am 30. August 2012.
  33. Ewige Tabelle der Bundesliga. In: fussballdaten.de. Abgerufen am 5. April 2016.