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Juventus Turin

italienischer Fußballverein

Die Juventus Football Club S.p.A., kurz Juventus F.C., im deutschsprachigen Raum bekannt als Juventus Turin, ist ein 1897 gegründetes und an der Borsa Italiana gelistetes Fußballunternehmen aus der piemontesischen Hauptstadt Turin.

Juventus Turin
Vereinwappen von Juventus Turin
Fußballunternehmen
Name Juventus Football Club S.p.A.
Sitz Turin, Italien
Gründung 1. November 1897
Farben weiß, schwarz
Aktionäre 63,8 %: Exor N.V.
26,2 %: Streubesitz
10,0 %: Lindsell Train Ltd.
Präsident Andrea Agnelli
Website juventus.com
Erste Mannschaft
Trainer Massimiliano Allegri
Spielstätte Allianz Stadium
Plätze 41.507
Liga Serie A
2017/18 1. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ

Der Klub zählt zu den erfolgreichsten Fußballvereinen der Welt und ist mit offiziell 34 gewonnenen Scudetti Rekordmeister Italiens.

Die Heimspielstätte des Vereins ist das 2011 erbaute Allianz Stadium.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Anfänge (1897–1923)Bearbeiten

 
Juventus F.C. (1898)
 
Die Meistermannschaft des Juventus F.C. im Jahr 1905

Juventus wurde 1897 von 13 Studenten des Turiner Massimo-d’Azeglio-Gymnasiums, als Augusta Tourinorum gegründet. Die Gründer des Vereins waren namentlich die Brüder Enrico und Eugenio Canfari, Gioacchino und Alfredo Armano, Francesco Daprà, Domenico Donna, Carlo Ferrero, Luigi Forlano, Luigi Gibezzi, Umberto Malvano, Enrico Piero Molinatti, Umberto Savoia und Vittorio Varetti. Eugenio Canfari fungierte als erster Präsident. 1898 folgte die Umbenennung in Juventus Football Club (Juventus lateinisch für „Jugend“).

Seit 1900 spielt Juventus in der italienischen Meisterschaft, die 1905 mit einem unerwarteten Erfolg über den damaligen Serienmeister CFC Genua erstmals gewonnen wurde. In den folgenden Jahren konnten die Turiner jedoch nicht mehr an diesen Erfolg anknüpfen.

Beginn des Engagements mit Edoardo Agnelli (1923–1970)Bearbeiten

Die Wende kam im Jahre 1923, als am 24. Juli Edoardo Agnelli, Vater des berühmten Giovanni Agnelli, eine Partnerschaft mit dem Verein einging und als Sponsor fungierte. Seither ist die Geschichte des Vereins untrennbar mit der Agnelli-Familie verbunden. Noch im selben Jahr wechselte Virginio Rosetta für damals 50.000 Italienische Lire von der US Pro Vercelli zu Juventus Turin – der erste dokumentierte professionelle Spielertransfer. Dies stellte zugleich den Beginn des (italienischen) Profifußballs dar. Die Mannschaft wurde schon bald weiter verstärkt und feierte 1926 den zweiten Meistertitel. Schnell avancierte Juventus zum Seriensieger. Zwischen 1931 und 1935 folgten fünf Titel in Folge, diese Zeit ging als Quinquennio d’Oro in die Klubgeschichte ein. 1933 spielte Juventus erstmals im Stadio Comunale.

Schwere Rückschläge folgten jedoch bald. 1935 kam Edoardo Agnelli bei einem Flugzeugabsturz ums Leben und der Zweite Weltkrieg zog wenige Jahre später seine Verwüstungsspuren durch Europa. Sportlich war jener Zeit der Lokalrivale AC Turin die dominierende Mannschaft der Stadt. 1947 übernahm Giovanni Agnelli die Präsidentschaft im Verein. Seine Arbeit wird weniger mit den zwei folgenden Meistertiteln, als vielmehr mit der Verpflichtung des Stürmers Giampiero Boniperti in Verbindung gebracht.

Giovanni Agnelli zog sich schon bald als kommissarischer Klubpräsident zurück und überließ seinem Bruder Umberto den Posten. Unter dessen Führung folgte der zehnte Titel und damit der erste Meisterstern.

Am 1. Oktober 1958 musste der Verein eine der höchsten Niederlagen in der ersten Runde des Europapokals der Landesmeister hinnehmen. Gegen den österreichischen Verein Wiener Sport-Club schied Juventus als Favorit trotz eines 3:1-Heimsieges mit einer 0:7-Auswärtsniederlage aus.

In der Saison 1960/61 kam es zu einer umstrittenen Meisterschaft: Am 16. April 1961 fand im Stadio Comunale ein Derby d'Italia gegen Inter statt, das die Meisterschaft entscheiden sollte. Nach einem Pfostenschuss der Mailänder kam es unter den Zuschauern des überfüllten Stadions zu Unruhen, die den Schiedsrichter dazu veranlassten, das Spiel abzubrechen. Der Sieg wurde Inter zugesprochen und die Mailänder übernahmen die Tabellenführung. Nach einem Einspruch von Juventus entschied der Verband jedoch am 3. Juni 1961, einen Spieltag vor Ende der Meisterschaft, ein Wiederholungsspiel anzusetzen. Besondere Brisanz hatte die Entscheidung deshalb, da Umberto Agnelli nicht nur Präsident von Juventus, sondern damals auch des Italienischen Fußballverbandes war. Die Vereinsführung von Inter war über die Vorgänge so wütend, dass sie beschloss, die Jugendmannschaft bei dem Spiel antreten zu lassen. Juventus gewann mit 9:1 und damit auch den Titel. Omar Sívori, im selben Jahr zu Europas Fußballer des Jahres gekürt, erzielte in diesem Spiel sechs Treffer.[1]

Die Ära Boniperti (1971–1990)Bearbeiten

Saisondaten 1970–1990
Saison Platz Tore Punkte
1970/71 4 41:30 35:25
1971/72 1 48:24 43:17
1972/73 1 45:22 45:15
1973/74 2 50:25 41:19
1974/75 1 49:19 43:17
1975/76 2 46:26 43:17
1976/77 1 (UP) 50:20 51:09
1977/78 1 46:17 44:16
1978/79 3 (P) 40:23 37:23
1979/80 2 42:25 38:22
1980/81 1 46:15 44:16
1981/82 1 48:14 46:14
1982/83 2 (P) 49:26 39:21
1983/84 1 (PP) 57:29 43:17
1984/85 5 (PL) 48:33 36:24
1985/86 1 43:17 45:15
1986/87 2 42:27 39:21
1987/88 6 35:30 31:29
1988/89* 4 51:36 43:25
1989/90 4 (P, UP) 56:36 44:24
Grün unterlegt: Gewinn der Meisterschaft
* Aufstockung der Serie A von 16 auf 18 Vereine

1971 stieg Giampiero Boniperti, nachdem er im Anschluss an seine aktive Karriere zehn Jahre lang im Management des Clubs gearbeitet hatte, zum Präsidenten auf. In die Präsidentschaft Bonipertis fielen dann auch die ersten internationalen Erfolge: UEFA-Pokal (1977), Pokal der Pokalsieger (1984) und Pokal der Landesmeister (1985). Damit stieg Juventus Turin endgültig in die Riege der europäischen Großvereine auf. Boniperti verpflichtete eine ganze Reihe erfolgreicher Trainer und Spieler, darunter etwa Trainer Giovanni Trapattoni sowie einige der bedeutendsten Spieler der damaligen Zeit: Michel Platini, Dino Zoff, Paolo Rossi, Roberto Bettega, Gaetano Scirea und Fabio Capello. Letzterer kehrte 2004 als Trainer zu Juventus zurück.

Im Jahr des großen Erfolges 1985 kam es im Endspiel allerdings zu einer Tragödie. Im Endspiel um den Pokal der Landesmeister erwartete Juventus am 29. Mai 1985 als Gegner den englischen Meister FC Liverpool. Im Heysel-Stadion in Brüssel sahen sich italienische und englische Fans bereits vor Spielbeginn mit gegenseitigen Provokationen konfrontiert. Eine größere Anzahl englischer Hooligans stürmte schließlich etwa eine Stunde vor Spielbeginn den „Sektor Z“ des Heysel-Stadions, in dem eigentlich neutrale Fans hätten sitzen sollen, tatsächlich aber hauptsächlich italienische Fans waren. Diese verließen daraufhin in Panik fluchtartig den Block, wobei einige Personen zu Tode getrampelt wurden, andere an den Zäunen und Mauern zerquetscht wurden. Dabei stürzte auch ein Teil der Mauern des baufälligen Stadions ein und begrub weitere Fans unter sich. Insgesamt starben an jenem Tag 39 Menschen, über 400 wurden verletzt. Die Katastrophe, die durch die englischen Fans ausgelöst wurde, veranlasste die UEFA zu drakonischen Strafen. So durften englische Vereine fünf, der FC Liverpool sogar sieben Jahre lang nicht an internationalen Wettbewerben teilnehmen. Das Spiel selbst wurde dann, um weitere Ausschreitungen zu vermeiden, dennoch angepfiffen und durch einen umstrittenen Elfmeter von Michel Platini zugunsten von Juventus entschieden.

Im April 2005 trafen die beiden Vereine erstmals seit 1985 wieder aufeinander. Am Rande des Rückspiels des Champions-League-Viertelfinales in Turin kam es rund um das Stadion zu schweren Ausschreitungen durch italienische Hooligans, die Rache für Heysel geschworen hatten.

Entwicklungen 1990–2006Bearbeiten

Saisondaten 1990–2006
Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
1990/91 7 45:32 37:31 44.272
1991/92 2 45:22 48:20 49.083
1992/93 4 (UP) 59:47 39:29 40.551
1993/94 2 58:25 47:21 40.083
1994/95* 1 (P) 59:32 73 46.977
1995/96 2 (CL) 58:35 65 35.067
1996/97 1 51:24 65 34.719
1997/98 1 67:28 74 42.116
1998/99 6 42:36 54 47.338
1999/00 2 46:20 71 43.941
2000/01 2 61:27 73 37.453
2001/02 1 64:23 71 40.228
2002/03 1 64:29 72 39.771
2003/04 3 67:42 69 34.610
2004/05** 1*** 67:27 86 28.157
2005/06 1*** 71:24 91 30.004
Grün unterlegt: Gewinn der Meisterschaft
Rot unterlegt: Zwangsabstieg in die Serie B
* Umstellung von 2- auf 3-Punkte-Regel
** Aufstockung der Serie A von 18 auf 20 Vereine
*** Aberkennung der Titel infolge des Manipulationsskandals

1990 erfolgte der Wechsel in das ungeliebte Stadio delle Alpi und weitere große internationale Erfolge. Kurz vor dem Umzug zog sich Boniperti als Präsident zurück, er ist seitdem Ehrenpräsident des Klubs.

Von dem extra für die Fußball-Weltmeisterschaft 1990 errichteten Stadion war man in Turin, auch beim Lokalrivalen Torino Calcio, allerdings wenig begeistert. Architektonische Mängel sind der Hauptgrund dafür, dass das Stadion von den Fans nie akzeptiert wurde. Das Spielfeld ist aus den hinteren Reihen an manchen Stellen kaum einsehbar und bis zu 162 Meter entfernt. Offiziell hatte es eine Kapazität von über 70.000 Sitzplätzen, aufgrund von Restriktionen der Verbände UEFA und FIFA war die tatsächliche Auslastung jedoch bei etwa 60.000 Zuschauern erreicht. Im Übrigen war es als Multifunktionsstadion gebaut worden, nutzbar auch für Leichtathletik-Veranstaltungen. Tatsächlich wurde es bis zum heutigen Tag nur ein einziges Mal, im Jahr 1993, auch so genutzt.

Bereits Mitte der 90er Jahre verschärften sich die Spannungen zwischen dem Verein und der Stadtverwaltung wegen der Konzession für das Stadion. 1995 beschloss die Vereinsführung, nachdem man sich bezüglich der Mietkosten nicht hatte einigen können, die anstehenden Heimspiele im Halbfinale und später im Finale des UEFA-Pokals ins Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion zu verlegen, wo beide Spiele mit jeweils 85.000 Zuschauern restlos ausverkauft waren.

 
Marcello Lippi

Sportlich waren die 1990er Jahre die erfolgreichste Zeit in der Vereinsgeschichte. Alle großen Titel wurden gewonnen. Unter Trainer Marcello Lippi konnte Juventus Turin den zweiten Titel in der Champions League sowie den dritten UEFA-Pokal Titel gewinnen.

 
1996 gewann Juventus Turin zum zweiten Mal die Champions League. Im Finalspiel bezwang man Ajax Amsterdam im Elfmeterschießen

Nach der EM 1996 in England wechselte der damals noch relativ unbekannte Zinédine Zidane zu Juve. Der offensive Mittelfeldspieler avancierte in den Jahren bei Juventus zu einem Spieler von Weltformat und erhielt 1998 und 2000 die Auszeichnung Weltfußballer des Jahres. Für die in der Geschichte des Fußballs zu diesem Zeitpunkt höchste Transfersumme von 71,6 Millionen Euro wechselte Zidane schließlich 2001 zu Real Madrid.

Ein weiteres bemerkenswertes Spiel fand Anfang 1999 statt. Als Ende 1998 der umstrittene Kurdenführer Abdullah Öcalan in Rom verhaftet wurde, kam dem Champions-League-Spiel zwischen Juventus Turin und Galatasaray Istanbul in der Türkei eine besondere politische Brisanz zu. Trotz der Proteste beider Vereine beharrte UEFA-Präsident Lennart Johansson auf die Einhaltung von Ort und Zeit der Austragung. Nie zuvor wurde eine Mannschaft und ein Fußballspiel in diesem Ausmaß von Polizeikräften gesichert. Das Spiel selbst war unspektakulär, jedoch erzeugte das Drumherum ein gewaltiges Medieninteresse. Über eine Milliarde Zuschauer aus 24 Ländern verfolgten den Rummel um das Spiel aufgrund der prekären politischen Situation. Doch innerhalb des von 22.500 Polizisten bewachten Stadions und am Rande des Spiels gab es weder Ausschreitungen noch Krawalle.

Ende 2001 ging Juventus Turin als dritter italienischer Verein an die Börse. Nach den beiden römischen Vereinen AS Rom und Lazio Rom bot auch Juventus Anteile zum freien Handel an der Mailänder Börse. Etwa 35 Prozent des Gesellschaftskapitals werden seitdem gehandelt. Mehrheitseigentümer ist weiterhin die Familie Agnelli, deren Finanz-Holding Exor über 60 % der Anteile hält.

Nach dem Börsengang konnte eine Einigung mit der Stadtverwaltung erzielt werden. Mit dem gewonnenen Kapital wurde das Stadion für 25 Millionen Euro von der Stadt Turin aufgekauft und ging in den Besitz des Vereins über. Somit ermöglichten sich die Pläne des Vereins das alte Stadio delle Alpi abzureißen und an gleicher Stelle das geplante Juventus Stadium zu errichten, ein reines Fußballstadion für maximal 42.000 Zuschauer.

Im Jahr 2004 beschäftigten die Medien eine Dopingaffäre rund um die Mannschaft von Juventus. Der Vereinsarzt Riccardo Agricola stand neben Geschäftsführer Antonio Giraudo wegen mutmaßlichem systematischen Dopings vor Gericht. Auslöser waren Dopingvorwürfe von Zdeněk Zeman, der den Spielern von Juventus, insbesondere Del Piero, 1998 „unnatürliche Muskelzuwächse“ unterstellt hatte. Verhandelt wurde der Vorwurf systematischem Blutdopings durch Verabreichen von EPO an zahlreiche Spieler zwischen 1994 und 1998. Die Vorwürfe richteten sich vor allem gegen die ehemaligen Mittelfeldspieler Antonio Conte und Alessio Tacchinardi. Das Gericht verurteilte im November 2004 schließlich den Mannschaftsarzt Riccardo Agricola in erster Instanz zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten, während der Geschäftsführer Antonio Giraudo von den Vorwürfen freigesprochen wurde. In zweiter Instanz wurde Agricola vom Vorwurf des Blutdopings freigesprochen. Der Freispruch Giraudos wurde bestätigt.[2]

Manipulationsskandal 2005/2006Bearbeiten

Saisondaten 2006–2011
Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
2006/07 1 83:30 85
2007/08 3 72:37 72 20.872
2008/09 2 69:37 74 21.077
2009/10 7 55:56 55 23.187
2010/11 7 57:47 58 22.958
Orange unterlegt: Gewinn der Serie B & Aufstieg

Im Frühjahr 2006 wurden Abhörprotokolle bekannt, nach denen sich unter anderem der damalige Manager des Vereins, Luciano Moggi, mit verschiedenen Funktionären des Italienischen Fußballverbandes unterhalten hatte. Für die Staatsanwaltschaft lag damit auf der Hand, dass Moggi die Saison 2004/05 manipuliert und Juve damit die Meisterschaft gleichsam erkauft hatte. Nachdem die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen hatte, trat im Mai 2006 der gesamte Vorstand des Vereins um Moggi und Antonio Giraudo, der am 14. Dezember 2009 in dieser Sache zu drei Jahren Haft verurteilt wurde,[3] sowie der Präsident des Italienischen Fußballverbands, Franco Carraro, zurück. Ungeachtet der Ermittlungen gewann Juventus am darauf folgenden Wochenende sein Spiel gegen Reggina Calcio und somit eigentlich seinen 28. Scudetto.

Am 14. Juli 2006 erfolgte jedoch der erste Urteilsspruch des Italienischen Fußballverbandes, wonach der Verein die Meistertitel der Spielzeiten 2004/05 und 2005/06 verlor. Die genaue Bezeichnung des Vergehens lautete "strukturierter Sportbetrug". Außerdem wurde Juve dazu verurteilt, die Saison 2006/07 in der Serie B zu spielen und mit 30 Minuspunkten zu starten. Die Vereinsführung legte sofort Berufung ein und der Berufungsausschuss reduzierte später die ursprüngliche Strafe, indem man die vorgesehenen Strafpunkte für die kommende Saison von 30 auf 17 herabsetzte. Das Urteil wurde allgemein mit großem Unmut aufgenommen, da man im Gegensatz zu den anderen verwickelten Großklubs AC Mailand, AC Florenz und Lazio Rom, die nur mit Punktabzug belegt wurden, absteigen musste. Die Vereinsführung um den neuen Präsidenten Giovanni Cobolli Gigli hatte sich zum Ziel gesetzt, solange zu kämpfen, bis der Zwangsabstieg revidiert wird. Man wollte deshalb vor dem Verwaltungsgericht Tribunale Amministrativo del Lazio (TAR) weiter gegen das Urteil vorgehen. Dies hätte bedeutet, dass man die Ebene der Sportgerichtsbarkeit verlassen hätte und vor ein Zivilgericht gezogen wäre. Daraufhin schaltete sich FIFA-Präsident Sepp Blatter ein und drohte dem Italienischen Fußballverband für diesen Fall drakonische Strafen an, bis hin zu einem Startverbot für italienische Vereine im Europapokal.

Die Vereinsführung wollte das Urteil erst nicht akzeptieren, entschied am 31. August 2006 jedoch, unter den Bedingungen des Collegio Arbitrale der Coni, dem Nationalen Olympischen Komitee Italiens (Comitato Olimpico Nazionale Italiano), noch einmal angehört zu werden, keine Berufung einzulegen und das Urteil der Sportsgerichtsbarkeit zu akzeptieren.

Am 11. Oktober 2006 fand dann die letzte Anhörung statt, am 27. Oktober 2006 erfolgte der Urteilsspruch, wonach Juve noch einmal acht Minuspunkte erlassen wurden.

Infolge des Zwangsabstieges verließen einige Leistungsträger wie Fabio Cannavaro, Gianluca Zambrotta, Lilian Thuram, Zlatan Ibrahimović und Patrick Vieira den Verein. Die Weltmeister Gianluigi Buffon, Alessandro Del Piero und Mauro Camoranesi sowie der französische Stürmer David Trezeguet und der Tscheche Pavel Nedvěd blieben dem Verein treu. Der neue Trainer Didier Deschamps stellte mit einer Mischung aus erfahrenen Stars und jungen Spielern eine Mannschaft zusammen, die nach einem Unentschieden im Auftaktspiel in Rimini mit acht Siegen in Folge in die Saison startete und als größter Favorit für den Aufstieg in die Serie A galt. Dieser Rolle wurde der italienische Rekordmeister gerecht und gewann erstmals in der Vereinsgeschichte auch die Serie-B-Meisterschaft. Trotzdem entschieden sich Vorstand und Trainer Deschamps für ein Ende der Zusammenarbeit. Zur Saison 2007/08 übernahm Claudio Ranieri den Trainerposten.

Rückkehr zu alter Stärke (2011 bis 2014)Bearbeiten

Saisondaten 2011–2018
Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
2011/12 1 68:20 84 37.570
2012/13 1 71:24 87 38.646
2013/14 1 80:23 102 37.318
2014/15 1 (P) 72:24 87 38.553
2015/16 1 (P) 75:20 91 38.663
2016/17 1 (P) 77:27 91 39.489
2017/18 1 (P) 86:24 95 38.948
Grün unterlegt: Gewinn der Meisterschaft

Nachdem zu Beginn der Spielzeit 2011/12 mit Antonio Conte ein neuer Trainer verpflichtet worden war, fand Juventus endgültig in die Erfolgsspur zurück und spielte zudem offensiven und ansehnlichen Fußball. Unter Conte absolvierte man die Saison ohne Niederlage und wurde souverän Meister. Zudem wurde am 8. September 2011 das neu erbaute Juventus Stadium eröffnet. Außerdem qualifizierte man sich erstmals seit der Saison 2008/09 wieder für die Gruppenphase der Champions League. Auch in der Coppa Italia feierte man Erfolge, erst im Pokalfinale unterlag man dem SSC Neapel mit 0:2. Nach dieser Saison verließ Vereinslegende und Rekordspieler Alessandro Del Piero den Klub nach 19 Jahren.

Zu Beginn der Saison 2012/13 siegte man in Peking gegen die SSC Neapel im Supercup mit 4:2 n. V. und holte den zweiten Titel des Jahres. Am 5. Mai 2013 gewann Juventus mit einem 1:0-Sieg gegen den US Palermo die insgesamt 29. italienische Meisterschaft. Fans und Spieler feierten allerdings mit der Zahl 31, da Anhänger und Verein noch immer die beiden durch den Manipulationsskandal verlorenen Titel mitzählen.[4]

Aktuelle Entwicklungen (seit 2014)Bearbeiten

 
Die Mannschaft von Juventus Turin feiert den Gewinn der Coppa Italia 2015

Während der Vorbereitung auf die Spielzeit 2014/15 trennten sich Juventus und Trainer Antonio Conte aufgrund von Differenzen bei der Personalplanung überraschend. Bereits einen Tag später wurde mit Massimiliano Allegri ein neuer Cheftrainer vorgestellt, auch das restliche Trainerteam wurde ausgetauscht. Nach anfänglichen Protesten seitens der Fans gegenüber dem einstigen Milan-Coach konnte Allegri durch Erfolge die Entscheidung der Vereinsführung bestätigen: Mit 17 Punkten Vorsprung wurde man frühzeitig Meister vor der AS Rom, im Finale der Coppa Italia konnte man zudem Lazio Rom mit 2:1 nach Verlängerung bezwingen und das nationale Double perfekt machen. In der Champions League zog man nach einer durchwachsenen Gruppenphase durch Siege gegen Borussia Dortmund und den AS Monaco ins Halbfinale ein. Dort wurde der zehnfache Titelträger Real Madrid durch einen 2:1-Heimsieg im Hinspiel und ein 1:1 in Madrid bezwungen. Somit wurde erstmals nach 12 Jahren wieder das Endspiel eines europäischen Wettbewerbs erreicht. Beim Finale in Berlin war der Gegner mit dem FC Barcelona erneut eine spanische Mannschaft. Einen frühen 0:1-Rückstand konnte Juventus zwar in der zweiten Halbzeit durch Álvaro Morata ausgleichen, 13 Minuten später ging Barcelona jedoch erneut in Führung und gewann das Spiel am Ende mit 3:1.

In der Saison 2015/16 legte man in der Liga den schlechtesten Saisonstart seit 1969 hin. Der Derbysieg am 31. Oktober 2015 gegen den Stadtrivalen FC Turin brachte die Wende. Eine Serie von 15 Siegen in Folge brachte die Mannschaft wieder auf Platz eins. Am 25. April 2016 sicherte man sich dank eines 1:0-Erfolgs der AS Roma gegen den ersten Verfolger SSC Neapel die fünfte Meisterschaft in Serie. Kurz nach dem Gewinn der erneuten Meisterschaft sicherte man sich im Finale gegen den AC Mailand das zweite Double hintereinander. Juventus ist somit die erste italienische Mannschaft, welche das Double erfolgreich verteidigen konnte. Spieler der Saison waren Gianluigi Buffon, Paul Pogba und Paulo Dybala. In der Champions League schied man im Achtelfinale gegen den FC Bayern München aus. Nach dem 2:2 im Heimspiel führte Juventus beim Rückspiel in München nach einer überzeugenden Leistung bereits frühzeitig mit 2:0. Der FC Bayern konnte sich in der Nachspielzeit jedoch noch in die Verlängerung retten und erzielte dort zwei weitere Tore zum 4:2-Endstand.[5]

Im Januar 2017 stellte Juventus Turin sein neues Vereinslogo vor. Hauptgrund für die Änderung sei das digitale Zeitalter. Die Vorteile des neuen Clubwappens sind gerade bei mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets zu sehen. Das neue Logo sei nun auch auf kleinen Icons gut erkennbar und dies ohne Pixelfehler. Das Logo besteht aus drei Elementen: Ein schwarzes „J“ für Juventus bildet durch einen mit Abstand gesetzten, ebenfalls schwarzen Seitenstreifen den charakteristischen schwarz-weißen Juve-Streifen. Die zwei Elemente haben zusammen die Form eines Schildes, was eine Anspielung auf den Meistertitel in der Serie A, den Scudetto (italienisch für „kleiner Schild“), ist. Über diesen beiden Elementen ist der Schriftzug „Juventus“ eingearbeitet. Das Logo wird auch häufig im Negativ verwendet.

Spiel- und TrainingsstättenBearbeiten

Historische SpielstättenBearbeiten

 
Velodromo Umberto I (1906)

Erste Spielstätte war von 1900 bis 1903 der Campo di Piazza d’armi. Von 1904 bis 1907 nutzte der Verein das Velodromo Umberto I, von 1908 bis 1922 das Stadio di Corso Sebastopoli und von 1922 bis 1934 trug Juventus seine Heimspiele im Stadio di Corso Marsiglia aus. 1934 zog Juventus Turin in das ein Jahr zuvor erbaute Stadio Comunale. Anlässlich der Weltmeisterschaft 1990 wurde in Turin das Stadio delle Alpi erbaut, das beiden Turiner Vereinen bis 2006 als Heimstätte diente.

StadionBearbeiten

 
Juventus Stadium (2013)
Hauptartikel: Allianz Stadium

Juventus Turin präsentierte im Januar 2007 Pläne für ein neues Stadion. Das gesamte Projekt war ursprünglich an die Vergabe der Fußball-Europameisterschaft 2012 an Italien gebunden. Am 18. April 2007 fiel die Vergabe jedoch an Polen und die Ukraine. Der Verein entschied sich dennoch für den Neubau. Der gesamte Komplex wurde 2011 eröffnet und beherbergt das neue Stadion mit über 41.000 Zuschauerplätzen, ein Vereinsmuseum, Restaurants, Fanshops und ein Einkaufszentrum. Die Baukosten beliefen sich auf 155 Millionen Euro.[6]

SonstigesBearbeiten

Fans und AnhängerBearbeiten

Die Juventus-Anhänger werden oftmals als gobbi (gobbo italienisch für „Buckliger“), der Verein als vecchia signora (italienisch für „Alte Dame“) bezeichnet. Die Namensgebung beruht auf der Tatsache, dass die Fußballtrikots von Juventus Turin in den 1950er Jahren beim Laufen einen Buckel auf dem Rücken formten.

Regelmäßigen Umfragen zufolge sind über 20 % der Italiener Juventus-Anhänger. In Turin selbst hingegen galt der FC Turin lange Zeit als populärere Mannschaft. In den letzten Jahren ist allerdings eine Kehrtwende zu beobachten, sodass Juventus heute populärer sein dürfte. Dies ist vermutlich auf die seit den 1960er Jahren anhaltende Zuwanderungswelle süditalienischer Immigranten nach Turin zurückzuführen. Auch leidet die Popularität des FC Turin an den anhaltenden sportlichen Misserfolgen. In Mailand hingegen, der Spielstätte der Erzrivalen AC Mailand und Inter Mailand, genießt Juventus Turin ein unerwartet hohes Ansehen. International, so ergab eine Erhebung des Statistikinstitutes Nielsen im Juni 2012, seien über 200 Millionen Menschen Anhänger des Turiner Vereins.

Eine Ultra-Fangruppe nennt sich Drughi.

Der italienische Kardinalstaatssekretär und Juventus Turin-Anhänger Tarcisio Bertone SDB übernahm in der Vergangenheit gelegentlich die Rolle des Stadionkommentators.[7]

RivalitätenBearbeiten

FC TurinBearbeiten

Hauptartikel: Derby della Mole

Die Spiele zwischen Juve und dem Stadtrivalen FC Turin bilden das Derby della Mole. Vor und nach dem Zweiten Weltkrieg war das Derby von großer Bedeutung, da beide Mannschaften regelmäßig um den Titel der Serie A mitspielten. In den letzten 20 Jahren ging der Stellenwert zurück, da der FC Turin weniger erfolgreich spielte und immer wieder in die Serie B abstieg.

Inter MailandBearbeiten

Hauptartikel: Derby d’Italia
 
Spielszene aus dem Derby d’Italia um 1933.

Der Begriff Derby d'Italia tauchte erstmals in den 1960ern auf, als Juventus Turin der erfolgreichste Verein in Italien und Inter Mailand der zu dieser Zeit erfolgreichste italienische Verein auf internationaler Ebene war. Kreiert wurde er vom Journalisten Gianni Brera. Seit den Anfängen des italienischen Erstliga-Betriebes waren beide Vereine zusammen mit dem AC Mailand regelmäßige Konkurrenten um die italienische Meisterschaft. Außerdem waren Juventus und Inter bis 2006 die einzigen beiden Mannschaften, die seit Gründung der Serie A im Jahr 1929 immer in dieser Liga vertreten waren.

AC MailandBearbeiten

 
Szene des UEFA-Champions-League-Endspiels 2003 zwischen dem AC Mailand und Juventus Turin.

Zu den Klassikern des italienischen Fußballs zählt das Duell zwischen Juventus Turin, dem Rekordmeister der Serie A und dem AC Mailand, dem erfolgreichsten italienischen Verein auf internationaler Ebene.

Die Rivalität zeichnet sich dadurch aus, dass bei diesen Partien die beiden italienischen Vereine mit den meisten Titelgewinnen, sowie der größten Fangemeinschaft Italiens aufeinander treffen.[8][9]

Beide Vereine standen sich am 28. Mai 2003 im UEFA-Champions-League-Endspiel gegenüber, das der AC Mailand mit 0:0 nach Verlängerung und 3:2 im Elfmeterschießen gewann.

Finanzsituation und EigentümerschaftBearbeiten

Die Aktionäre der Juventus Football Club S.p.A. sind zu 63,8 Prozent die Exor N.V. und zu 10 Prozent die Lindsell Train Ltd. 26, 2 Prozent befinden sich im Streubesitz.[10]

In der Saison 2015/16 erwirtschaftete Juventus Turin einen Umsatz von 341,1 Millionen Euro und ist damit der umsatzstärkste Fußballverein Italiens, weltweit belegt der Verein in dieser Kategorie Platz zehn.[11]

Ausrüster und SponsorenBearbeiten

Ausrüster ist seit 2015 der deutsche Sportartikelhersteller Adidas, der Vertrag läuft bis 2021.[12] Aktueller Hauptsponsor von Juventus Turin ist Jeep.[13]

1979 schloss Juventus einen Werbevertrag mit Ariston, die ihren Schriftzug auf den Trikots platzierten. Es folgten UPIM (1989–1992), Danone (1992–1995), Sony (1995–1998), Tele+ (1998–1999), Sony (1999), Tele+ (2000–2001), Fastweb (2001–2002), Tamoil (2002–2004), Sky Italia (2004–2005), Tamoil (2005–2007), New Holland (2007–2010), BetClic (2010–2012) und Jeep (2012–).[14]

Vereinsfarben und -wappenBearbeiten

Juventus Turin trägt seit 1903 das charakteristische weiß-schwarze Trikot. Ein englischer Emigrant wollte in jenem Jahr die Mannschaft mit neuer Ausrüstung ausstatten und gab diese in Nottingham in Auftrag. Dort kam es jedoch zu einer Verwechslung und so wurden statt der rosafarbenen Spielerbekleidung schwarz-weiße Trikots des englischen Fußballklubs Notts County nach Italien geliefert.

Das ehemalige, langjährige Vereinswappen in Form eines ovalen Schildes kombinierte die Farben des Vereins und das Wappen der Stadt Turin, es zeigte den Schriftzug Juventus im oberen und einen aufgerichteten Stier im unteren Teil.

JugendarbeitBearbeiten

Juventus Turin unterhält zahlreiche Ausbildungscamps in Italien und weiteren Ländern Europas, sowie in Nord-, Mittel- und Südamerika, Nordafrika und dem Nahen Osten.[15] In Würzburg betreibt der Verein die Tochtergesellschaft Juventus Soccer Schools International Germany.[16] Die Jugendabteilungen von Juventus Turin (Primavera, italienisch für „Frühling“) gelten als Sprungbrett für den internationalen Fußball. Der Verein fördert dabei vor allem junge italienische Spieler, ohne jedoch deren schulische Karriere und Ausbildung zu vernachlässigen. Ausländischen Spielern stellt der Verein Sprachlehrer. Die Fortsetzung der Schulausbildung ist Voraussetzung für eine Aufnahme in die Ausbildungscamps. Bezeichnend für den Erfolg der Jugendarbeit sind die italienischen Fußballnationalmannschaften der Fußball-Europameisterschaft 2004, Fußball-Weltmeisterschaft 1978 und 1982, in diese jeweils acht aktuelle oder ehemalige Spieler von Juventus in den Kader berufen wurden.

Erfolge der Jugendmannschaften

Daten und FaktenBearbeiten

VereinserfolgeBearbeiten

 
Trophäen im Vereinsmuseum

Juventus Turin zählt zu den erfolgreichsten Fußballvereinen der Welt. Der Verein ist mit 33 Meistertiteln italienischer Rekordmeister. Juventus gelang 1985 mit dem Gewinn des Europapokal der Landesmeister und den Erfolgen im UEFA-Pokal und Europapokal der Pokalsieger in den Jahren zuvor als erstem Fußballverein, alle drei Titel der Europapokal-Wettbewerbe zu gewinnen.

National Titel Saison
Italienische Meisterschaft 34 1905, 1925/26, 1930/31, 1931/32, 1932/33, 1933/34, 1934/35, 1949/50, 1951/52, 1957/58, 1959/60, 1960/61, 1966/67, 1971/72, 1972/73, 1974/75, 1976/77, 1977/78, 1980/81, 1981/82, 1983/84, 1985/86, 1994/95, 1996/97, 1997/98, 2001/02, 2002/03, 2011/12, 2012/13, 2013/14, 2014/15, 2015/16, 2016/17, 2017/18
Italienischer Supercup 7 1995, 1997, 2002, 2003, 2012, 2013, 2015
Italienischer Pokal 13 1937/38, 1941/42, 1958/59, 1959/60, 1964/65, 1978/79, 1982/83, 1989/90, 1994/95, 2014/15, 2015/16, 2016/17, 2017/18
International Titel Saison
Europapokal der Landesmeister /
UEFA Champions League
2 1984/85, 1995/96
UEFA Super Cup 2 1984, 1996
Europapokal der Pokalsieger 1 1983/84
UEFA-Pokal / UEFA Europa League 3 1976/77, 1989/90, 1992/93
UEFA Intertoto Cup 1 1999
Coppa delle Alpi 1 1963
Weltweit Titel Saison
Weltpokal 2 1985, 1996

Hinweis: Der Meistertitel von 2004/05 wurde nachträglich aberkannt, der Titel von 2005/06 nicht verliehen.

  • Rekord
  • PersonalBearbeiten

    Aktueller KaderBearbeiten

    Nr. Nat. Name Geburtsdatum Im Verein seit Vertrag bis[17]
    Torhüter
    01 Polen  Wojciech Szczęsny 18.04.1990 2017 2021
    16 Italien  Carlo Pinsoglio 16.03.1990 2014 2019
    19 Italien  Mattia Perin 10.11.1992 2018 2022
    Abwehrspieler
    02 Italien  Mattia De Sciglio 20.10.1992 2017 2022
    03 Italien  Giorgio Chiellini 14.08.1984 2004 2020
    04 Marokko  Medhi Benatia 17.04.1987 2016 2020
    12 Brasilien  Alex Sandro 26.01.1991 2015 2020
    15 Italien  Andrea Barzagli 08.05.1981 2011 2019
    20 Portugal  João Cancelo 27.05.1994 2018 2023
    24 Italien  Daniele Rugani 29.07.1994 2012 2021
    Italien  Leonardo Bonucci 01.05.1987 2018 2023
    Mittelfeldspieler
    05 Bosnien und Herzegowina  Miralem Pjanić 02.04.1990 2016 2021
    06 Deutschland  Sami Khedira 04.04.1987 2015 2019
    08 Italien  Claudio Marchisio 19.01.1986 1993 2020
    14 Frankreich  Blaise Matuidi 09.04.1987 2017 2020
    23 Deutschland  Emre Can 12.01.1994 2018 2022
    27 Italien  Stefano Sturaro 09.03.1993 2014 2021
    30 Uruguay  Rodrigo Bentancur 05.06.1997 2017 2022
    37 Italien  Leonardo Spinazzola 25.03.1993 2010 2022
    Stürmer
    07 Portugal  Cristiano Ronaldo 05.02.1985 2018 2022
    10 Argentinien  Paulo Dybala 15.11.1993 2015 2022
    11 Brasilien  Douglas Costa 14.09.1990 2017 2022
    17 Kroatien  Mario Mandžukić 21.05.1986 2015 2020
    33 Italien  Federico Bernardeschi 16.02.1994 2017 2022
    Kolumbien  Juan Cuadrado 26.05.1988 2016 2020
    Kroatien  Marko Pjaca 06.05.1995 2016 2021
    Stand: 10. Juli 2018[18]

    VereinsführungBearbeiten

     
    Massimiliano Allegri
    Trainerstab[19]
    Funktion Name
    Cheftrainer Massimiliano Allegri
    Co-Trainer Marco Landucci
    Torwarttrainer Claudio Filippi
    Techn. Assistent Aldo Dolcetti
    Maurizio Trombetta
    Roberto Bosco
    Emilio Doveri
    Fitnesstrainer Simone Folletti
    Mannschaftsarzt Fabio Tenore
    Jugendtrainer Fabio Grosso
    Management[20][21][22]
    Funktion Name
    Präsident und Vorstandsvorsitzender Andrea Agnelli
    Vize-Präsident Pavel Nedvěd
    Geschäftsführer Giuseppe Marotta
    Geschäftsführer und CFO Aldo Mazzia
    Verwaltungsratmitglied Maurizio Arrivabene
    Sportdirektor Fabio Paratici
    Teammanager Matteo Fabris
    Nachwuchskoordinator Gianluca Pessotto
    Medizinischer Direktor Claudio Rigo
    Finanzdirektor Marco Re

    Ehemalige SpielerBearbeiten

    SpielerrekordeBearbeiten

    (Stand: Saisonende 2017/18, fett gedruckte Spieler sind noch im Verein aktiv)

    EinsätzeBearbeiten

     
    Gianluigi Buffon
    • In allen Wettbewerben: Alessandro Del Piero, 705.[23]
    • Italienische Liga: Alessandro Del Piero, 513.
    • Italienischer Pokal: Giuseppe Furino, 89.
    • Europapokal: Alessandro Del Piero, 124.
    • Jüngster Spieler der 1. Mannschaft: Piero Pastore, 15 Jahre und 222 Tage.
    • Ältester Spieler der 1. Mannschaft: Dino Zoff, 41 Jahre und 86 Tage.
    • Längste Karriere im Verein: Alessandro Del Piero, 19 Jahre.
    Einsätze
    # Name Zeitraum Serie A Coppa Italia Europapokal Sonstige Gesamt
    01 Italiener  Alessandro Del Piero 1993–2012 513 56 127 9 705
    02 Italiener  Gianluigi Buffon 2001–2018 509 15 124 8 656
    03 Italiener  Gaetano Scirea 1974–1988 377 88 85 2 552
    04 Italiener  Giuseppe Furino 1969–1984 361 89 78 0 528
    05 Italiener  Roberto Bettega 1971–1983 326 74 71 1 482
    06 Italiener  Dino Zoff 1972–1983 330 74 71 1 476
    07 Italiener  Giorgio Chiellini 2005– 358 28 82 4 472
    08 Italiener  Giampiero Boniperti 1946–1961 443 13 3 0 459
    09 Italiener  Sandro Salvadore 1963–1974 331 56 62 1 450
    10 Italiener  Franco Causio 1968
    1971–1981
    305 70 71 1 447

    ToreBearbeiten

     
    Alessandro Del Piero
    Tore
    # Name Zeitraum Serie A Coppa Italia Europapokal Sonstige Gesamt
    01 Italiener  Alessandro Del Piero 1993–2012 208 25 51 5 289
    02 Italiener  Giampiero Boniperti 1946–1961 178 1 0 0 179
    03 Italiener  Roberto Bettega 1970–1983 129 22 27 0 178
    04 Franzose  Argentinier  David Trezeguet 2000–2010 138 2 30 1 171
    05 Argentinier  Italiener  Omar Sívori 1957–1965 135 24 8 0 167
    06 Italiener  Felice Borel 1932–1941
    1942–1946
    138 9 11 0 158
    07 Italiener  Pietro Anastasi 1968–1976 78 30 22 0 130
    08 Däne  John Hansen 1948–1954 124 0 0 0 124
    09 Italiener  Roberto Baggio 1990–1995 78 14 22 1 115
    10 Italiener  Federico Munerati 1922–1933 110 0 3 0 113

    TrainerhistorieBearbeiten

     
    Giovanni Trapattoni
    • Erster Trainer: Jenő Károly, von 1923 bis 1926.[25]
    • Längste Amtszeiten:
      • Eine Amtszeit: Giovanni Trapattoni, 10 Jahre, von 1976 bis 1986.[25]
      • Mehrere Amtszeiten: Giovanni Trapattoni, 13 Jahre, von 1976 bis 1986 und 1991 bis 1994.[25]
    • Die meisten Spiele als Trainer: Giovanni Trapattoni trainierte den Verein über 596 Spiele.[26]
    • Die meisten Titel als Trainer: Giovanni Trapattoni, 14.[27]
    Cheftrainer[25]
    Amtszeit Name
    1923–1926 Ungarn  Jenő Károly
    1927–1929 Ungarn 1918  József Viola
    1929–1930 Schottland  William Aitken
    1930–1935 Italien 1861  Carlo Carcano
    1935 Italien 1861  Carlo Bigatto
    1935–1939 Italien 1861  Virginio Rosetta
    1939–1940 Italien 1861  Umberto Caligaris
    1940–1941 Italien 1861  Federico Munerati
    1941–1942 Italien 1861  Giovanni Ferrari
    1942 Argentinien  Luis Monti
    1942–1943 Italien 1861  Felice Borel
    1943–1945 kein Spielbetrieb
    1945–1946 Italien 1861  Felice Borel
    1946–1948 Italien  Renato Cesarini
    1948–1949 Schottland  William Chalmers
    1949–1951 England  Jesse Carver
    1951 Italien  Luigi Bertolini
    1951–1953 Ungarn 1949  György Sárosi
    Cheftrainer
    Amtszeit Name
    1953–1955 Italien  Aldo Olivieri
    1955–1957 Italien  Sandro Puppo
    1957–1959 Serbien  Ljubiša Broćić
    1959 Italien  Teobaldo Depetrini
    1959–1961 Italien  Renato Cesarini
    1961 Italien  Carlo Parola
    1961 Schweden  Gunnar Gren
    Tschechoslowakei  Július Korostelev
    1961–1962 Italien  Carlo Parola
    1962–1964 Brasilien 1960  Paulo Amaral
    1964 Italien  Eraldo Monzeglio
    1964–1969 Paraguay 1954  Heriberto Herrera
    1969–1970 Argentinien  Luis Carniglia
    1970 Italien  Ercole Rabitti
    1970–1971 Italien  Armando Picchi
    1971–1974 Tschechoslowakei  Čestmír Vycpálek
    1974–1976 Italien  Carlo Parola
    1976–1986 Italien  Giovanni Trapattoni
    1986–1988 Italien  Rino Marchesi
    Cheftrainer
    Amtszeit Name
    1988–1990 Italien  Dino Zoff
    1990–1991 Italien  Luigi Maifredi
    1991–1994 Italien  Giovanni Trapattoni
    1994–1999 Italien  Marcello Lippi
    1999–2001 Italien  Carlo Ancelotti
    2001–2004 Italien  Marcello Lippi
    2004–2006 Italien  Fabio Capello
    2006–2007 Frankreich  Didier Deschamps
    2007 Italien  Giancarlo Corradini
    2007–2009 Italien  Claudio Ranieri
    2009–2010 Italien  Ciro Ferrara
    2010 Italien  Alberto Zaccheroni
    2010–2011 Italien  Luigi Delneri
    2011–2014 Italien  Antonio Conte
    2014– Italien  Massimiliano Allegri

    PräsidentenhistorieBearbeiten

     
    Giovanni Agnelli (1986)
    Präsidenten[28]
    Amtszeit Name
    1897–1898 Italien 1861  Eugenio Canfari
    1898–1901 Italien 1861  Enrico Canfari
    1901–1902 Italien 1861  Carlo Favale
    1903–1904 Italien 1861  Giacomo Parvopassu
    1905–1906 Schweizer  Alfredo Dick
    1907–1910 Italien 1861  Carlo Vittorio Varetti
    1911–1912 Italien 1861  Attilio Ubertalli
    1913–1915 Schweiz  Heinrich Josef Hess
    1915–1918 Italien 1861  Gioacchino Armano
    Italien 1861  Fernando Nizza
    Italien 1861  Sandro Zambelli
    1918–1920 Italien 1861  Corrado Corradini
    1920–1923 Italien 1861  Gino Olivetti
    1923–1935 Italien 1861  Edoardo Agnelli
    1935–1936 Italien 1861  Enrico Craveri
    Italien 1861  Giovanni Mazzonis
    Präsidenten
    Amtszeit Name
    1936–1941 Italien 1861  Emilio de la Forest de Divonne
    1941–1947 Italien  Piero Dusio
    1947–1954 Italien  Giovanni Agnelli
    1954–1955 Italien  Enrico Craveri
    Italien  Nino Cravetto
    Italien  Marcello Giustiniani
    1955–1962 Italien  Umberto Agnelli
    1962–1971 Italien  Vittore Catella
    1971–1990 Italien  Giampiero Boniperti
    1990–2003 Italien  Vittorio Caissotti di Chiusano
    2003–2006 Italien  Franzo Grande Stevens
    2006–2009 Italien  Giovanni Cobolli Gigli
    2009–2010 Frankreich  Jean-Claude Blanc
    2010– Italien  Andrea Agnelli

    AuszeichnungenBearbeiten

    Die italienische Sportzeitung Gazzetta dello Sport wählte den Fußballklub in den Jahren 1985, 1996, 2013, 2015 und 2017 zu „Italiens Mannschaft des Jahres“, 1985 außerdem zur „Weltmannschaft des Jahres“.

    LiteraturBearbeiten

    • Adam Digby: Juventus: A History in Black and White. Ockley Books Ltd, 2015, ISBN 978-0957141087.
    • Marco La Villa: The Juventus Story: Black and White Stripes. Rizzoli International Publications, 2016, ISBN 978-0847849574.
    • Paolo Forcolin: Juventus: il volo. Così la squadra più amata è tornata a vincere. Ediz. illustrata. Kenness Publishing, 2012, ISBN 978-8890653940.
    • Giampiero Mughini: Sempre una gran Signora. Lettera d'amore alla nuova Juventus. Mondadori, 2017, ISBN 978-8804674979.
    • Aa. Vv.: La leggenda della grande Juventus nelle pagine di Tuttosport. Ediz. illustrata. Mondadori Electa, 2017, ISBN 978-8891813336.
    • Marco La Villa: Bianconeri. Juventus story. Ediz. illustrata. Rizzoli International Publications, 2016, ISBN 978-8817086547.
    • Roman Mandelc: 111 Gründe, Juventus Turin zu lieben – eine Liebeserklärung an den großartigsten Fußballverein der Welt. Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2014, ISBN 978-3-86265-425-3

    WeblinksBearbeiten

    EinzelnachweiseBearbeiten

    1. Internazionale vs Juventus – "Derby d'Italia" teilt das ganze Land. In: FIFA.com. Archiviert vom Original am 9. März 2011; abgerufen am 8. März 2018.
    2. Sentenza n. 21234 Corte di Cassazione, pp. 40-42, 30. März 2007 (italienisch)
    3. Corriere della Sera: Calciopoli: Giraudo condannato a 3 anni, 14. Dezember 2009 (italienisch)
    4. Juventus clinch Serie A title after disputed penalty against Palermo, Artikel des Guardian vom 5. Mai 2013
    5. 4:2 nach 0:2! FCB mit Dramatik ins Viertelfinale, Spielanalyse auf kicker.de, abgerufen am 10. September 2016
    6. gazzetta.it – L’immobiliare Juve: dopo lo stadio ecco la Continassa (italienisch)
    7. Die Zeit: Vertrauter Ratzingers und Fußballfan, 15. April 2005 (deutsch)
    8. repubblica.it – Juve e Milan, la sfida infinita storia di rivalità e di campioni
    9. goal.com – Juventus-Milan è la sfida dei grandi numeri
    10. Siehe die Anteilseigner auf der Website von Juventus Turin, abgerufen am 10. April 2017.
    11. deloitte.com – Deloitte Football Money League
    12. handelsblatt.com – Adidas zahlt 190 Millionen Euro für Juve (Memento des Originals vom 22. Februar 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.handelsblatt.com
    13. juventus.com – Partner
    14. jeep.com – Jeep Brand Sponsors Juventus Football Club
    15. juventus.com – Juventus Soccer Schools
    16. jssgermany.de – Juventus Soccer Schools International Germany
    17. Kader Juventus Turin. In: transfermarkt.de. Transfermarkt GmbH & Co. KG, abgerufen am 2. März 2018.
    18. La Prima Squadra. In: juventus.com. Juventus Football Club S.p.A., abgerufen am 2. März 2018 (italienisch).
    19. juventus.com – Staff Tecnico (italienisch)
    20. juventus.com – Board of Directors and Control Bodies (englisch)
    21. juventus.com – Management (englisch)
    22. transfermarkt.de – Juventus Turin – Management (deutsch)
    23. myjuve.it – Presenze Giocatori
    24. myjuve.it – Reti Segnate Giocatori
    25. a b c d myjuve.it – Elenco Stagioni Allenatori (italienisch)
    26. myjuve.it – All Elenco Allenatori Competizioni (italienisch)
    27. myjuve.it – Palmarés Allenatori (italienisch)
    28. myjuve.it – Elenco Presidenti (italienisch)