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Der Hellas Verona Football Club ist ein italienischer Fußballverein aus der venetischen Stadt Verona. Der größte Erfolg der Mannschaft war der Gewinn der italienischen Meisterschaft in der Saison 1984/85.

Hellas Verona
Vereinslogo
Basisdaten
Name Hellas Verona Football Club S.p.A.
Sitz Verona, Italien
Gründung 1903
Farben gelb-blau
Präsident Maurizio Setti
Website hellasverona.it
Erste Mannschaft
Cheftrainer Ivan Jurić
Spielstätte Stadio Marcantonio Bentegodi
Plätze 39.211
Liga Serie A
2018/19 5. Platz (Serie B)
Heim
Auswärts
Alternativ

GeschichteBearbeiten

Der Verein, der 1903 von Schülern des Gymnasiums Liceo Maffei in Verona gegründet wurde, hat an insgesamt 24 Serie-A- und an 50 der Serie-B-Meisterschaften teilgenommen. Heimspiele bestreitet die Mannschaft im Stadion „Marcantonio Bentegodi“, das 39.211 Personen fasst. Das Stadion wurde erst anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 1990 auf diese Größe erweitert. Die Vereinsfarben sind gelb und blau; daher rührt auch sein in Italien gebräuchlichster Spitzname: „i gialloblù“. Der Verein wurde auf Bitten eines Professors der gründenden Studenten Hellas benannt. Dies ist das griechische Wort für „Griechenland“, bedeutet in diesem Zusammenhang aber „Heimat“. Das Vereinswappen zeigt eine Leiter, Symbol der Scaligeri, der alten Stadtherren von Verona. Über die Grenzen Italiens hinaus bekannt wurde der Klub nach der Saison 2000/01, als der britische Autor Tim Parks sein Buch „Eine Saison mit Verona“ verfasste. Parks, der seit etwa 20 Jahren mit seiner Familie in Verona lebt und selber Anhänger des Vereins ist, begleitete die Fans der „Brigate Gialloblù“ eine Saison lang zu jedem Heim – und Auswärtsspiel in der Serie A. Die damals bekanntesten Spieler waren Alberto Gilardino, Mauro Camoranesi, Martin Laursen und Adrian Mutu. Fanfreundschaften der Brigate, ein sogenannter Gemellaggio, bestehen zu den Tifosi von SS Lazio Roma und dem ACF Fiorentina. Als größte Rivalen sieht man L.R.Vicenza, Napoli und Milan, der Stadtteilklub Chievo Verona wird weitestgehend ignoriert.

Goldene JahreBearbeiten

Seine erfolgreichste Zeit hatte der Verein in den 1980er Jahren, als man namhafte Spieler wie Thomas Berthold, Hans-Peter Briegel oder Preben Elkjær Larsen verpflichtet hatte und 1985 italienischer Meister wurde.

In der Saison 1983/84 spielte Hellas zum ersten Mal im UEFA-Pokal und schied in der zweiten Runde gegen den SK Sturm Graz aus. 1985 wurde Hellas Verona vom Serie A Konkurrenten Juventus Turin aus dem Europapokal der Landesmeister eliminiert. 1987/88 erreichte Hellas den international größten Erfolg, indem sie das Viertelfinale des UEFA-Cups erreichten und dort an Werder Bremen scheiterten.

Das neue JahrtausendBearbeiten

Nach dem Abstieg 2001/02 spielte Verona wieder in der Serie B. Nachdem in der Saison 2005/06 der Abstieg in die Serie C nach einem dramatischen Saisonende (Platz 15, 49 Punkte) gerade noch abgewendet werden konnte, wurde er in der Saison 2006/07 Tatsache. Hellas spielte die ganze Saison gegen den Abstieg, und auch der 4:2-Sieg am letzten Spieltag gegen die AS Bari half nichts. Verona musste in die Play-Out Spiele gegen Spezia Calcio. Obwohl man in beiden Spielen deutlich besser war, musste man den Gang in die Serie C antreten. Das Hinspiel in La Spezia wurde trotz Führung noch 2:1 verloren. In der 92. Minute wurde Hellas von Schiedsrichter Roberto Rosetti ein Elfmeter verweigert. Es gelang im Rückspiel vor heimischem Publikum trotz erneuter Überlegenheit nicht mehr, das Spiel zu drehen. Die Partie endete 0:0. Spezia hielt (trotz schlechterer Platzierung in der Abschlusstabelle) die Klasse, und Hellas Verona stieg ab.

Serie C und Lega ProBearbeiten

Die erste Saison in der Serie C endete beinahe mit einem neuerlichen Abstieg. Hellas beendete die Spielzeit 2007/08 als Vorletzter, das Play-Out Hinspiel gegen Aurora Pro Patria konnte mit 1:0 gewonnen werden. Beim Rückspiel lag Pro Patria bis zur 90. Minute mit 1:0 in Führung, was aufgrund der schlechteren Platzierung in der Tabelle den Abstieg von Hellas Verona bedeutet hätte, ehe ein Treffer von Ilyas Zetulayev doch noch den Klassenerhalt sicherte.

In der Folgesaison wurde der Kader ausgemistet und von teuren Altlasten befreit. Die Kaderrevolution wurde von jungen Leihspielern geprägt. Unter anderem leitete Marco Parolo die Geschicke im Mittelfeld. Es war eine durchwachsene Saison, in der Verona am Schluss knapp die Playoffs verpasste.

Giovanni Martinelli, der mittlerweile den Verein übernommen hatte, verpflichtete zur Saison 2008/09 Nereo Bonato als Sportchef und stellte ihm ligauntypisch viele Mittel zur Verfügung. Er stellte auch einen starken Kader zusammen, mit dem Hellas Verona fast die gesamte Saison dominierte. Teilweise hatte man 8 Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Doch am allerletzten Spieltag wurde man noch vom 1. auf den 3. Platz verdrängt. Portogruaro schaffte den Direktaufstieg und Pescara wurde Zweiter. Letztere waren es auch, die Verona im Playoff-Finale schlugen und somit zu einer weiteren Saison in der Lega Pro Prima Divisione verdonnerten.

Martinelli und MandorliniBearbeiten

Nach vier Jahren in der dritthöchsten Liga schaffte es Hellas wieder zurück in Italiens fussballerische Bedeutsamkeit. Trotz verpatzten Saisonstarts stieg Hellas Verona zum Ende der Saison 2010/11, nach dem Gewinn der Aufstiegsplayoffs der Prima Divisione gegen Salernitana, wieder in die Serie B auf. Andrea Mandorlini lehnte sämtliche Jobangebote anderer Clubs ab und wurde von Präsident Martinelli als Trainer für die neue Saison bestätigt. Das Ziel für die nächste Saison war ein ungefährdeter Klassenerhalt. Mittel- bis langfristig wollte man den Verein wieder zurück in die Serie A bringen und dort festigen.

Maurizio Setti und die Rückkehr in die Serie ABearbeiten

Gesundheitliche Probleme machten es für Giovanni Martinelli vermehrt schwierig, das Präsidentenamt von Hellas Verona auszuführen. Nach langer Suche nach einem Abnehmer seiner Anteile am Club wurde er im Sommer 2012 fündig. Maurizio Setti erstand sie und brachte Sean Sogliano als neuen Sportdirektor mit nach Verona. In der darauf folgenden Transferphase wurden bestehende Stammkräfte bestätigt und neue verstärkende Elemente dem Kader von Andrea Mandorlini beigefügt. Obwohl nie explizit ausgesprochen, war es klar, welches Saisonziel Setti für seinen Club ersah. Und nach einer langen Saison mit Höhen und Tiefen konnte Hellas Verona als Tabellenzweiter nach 12 Jahren Abwesenheit die Rückkehr in die Serie A feiern.

Aktueller Kader 2019/20Bearbeiten

Stand: 2. September 2019

Nr. Position Name
1 Italien  TW Marco Silvestri
3 Italien  AB Luigi Vitale
4 Portugal  MF Miguel Veloso
5 Italien  AB Davide Faraoni
7 Ghana  MF Emmanuel Agyemang-Badu
8 Schottland  MF Liam Henderson
9 Polen  ST Mariusz Stepinski
10 Italien  ST Samuel Di Carmine
11 Italien  ST Giampaolo Pazzini
12 Brasilien  MF Daniel Bessa
13 Kosovo  AB Amir Rrahmani
14 Italien  MF Valerio Verre
15 Italien  AB Salvatore Bocchetti
17 Italien  AB Alessandro Crescenzi
19 Slowakei  ST Ľubomír Tupta
20 Italien  MF Mattia Zaccagni
Nr. Position Name
21 Deutschland  AB Koray Günter
22 Italien  TW Alessandro Berardi
23 Italien  ST Antonio Di Gaudio
24 Albanien  AB Marash Kumbulla
25 Italien  MF Andrea Danzi
27 Polen  AB Paweł Dawidowicz
29 Italien  ST Eddie Salcedo
30 Brasilien  AB Wesley de Oliveira Andrade
32 Italien  MF Matteo Pessina
33 Brasilien  AB Alan Empereur
34 Algerien  MF Sofyan Amrabat
66 Italien  ST Gennaro Tutino
88 Serbien  MF Darko Lazović
96 Serbien  TW Boris Radunovic
98 Italien  AB Claud Adjapong

Ehemalige SpielerBearbeiten

TrainerBearbeiten

VereinsrekordeBearbeiten

  • Serie A
    • Höchster Sieg: 5:1 Hellas Verona – FC Bologna in der Saison 1968/69.
    • Höchste Niederlage: 6:0 SSC Neapel – Hellas Verona in der Saison 1956/57.
    • Rekordspieler: Emiliano Mascetti mit 232 Einsätzen
    • Rekordtorschütze: Luca Toni mit 48 Toren
    • Meiste Tore in einer Saison: mit 22 Toren Luca Toni in der Saison 2014/15.

Mastino del BentegodiBearbeiten

Seit der Saison 1999/00 wird alljährlich ein Preis für den wertvollsten Spieler der abgelaufenen Saison vergeben. Diese Auszeichnung ist deshalb so wertvoll, da die Entscheidung den Fans in die Hände gelegt wird.

Die bisherigen Sieger

LiteraturBearbeiten

  • Tim Parks: Eine Saison mit Verona – Eine Reise durch Italien auf der Suche nach Träumen, Fußball und dem Herzen des Landes. Goldmann, München 2003. ISBN 3-442-45374-7

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hellas Verona – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien