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Stefano Pioli

italienischer Fußballspieler und -trainer

Stefano Pioli (* 19. Oktober 1965 in Parma, Italien) ist ein italienischer Fußballtrainer und ehemaliger -spieler. Seit Oktober 2019 ist er Cheftrainer beim AC Mailand.

Stefano Pioli
Dnepr-Lazio (10).jpg
Stefano Pioli (2015)
Personalia
Geburtstag 19. Oktober 1965
Geburtsort ParmaItalien
Größe 183 cm
Position Abwehr
Junioren
Jahre Station
1979–1982 AC Parma
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1982–1984 AC Parma 42 (1)
1984–1987 Juventus Turin 35 (0)
1987–1989 Hellas Verona 42 (0)
1989–1995 AC Florenz 154 (1)
1995–1996 Calcio Padova 4 (0)
1996–1997 US Pistoiese 14 (1)
1997–1998 US Fiorenzuola 21 (0)
1998–1999 Colorno Calcio
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1985–1986 Italien U-21 5 (0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1999–2002 FC Bologna (Jugend)
2002–2003 Chievo Verona (Jugend)
2003–2004 Salernitana Calcio
2004–2006 FC Modena
2006–2007 FC Parma
2007–2008 US Grosseto
2008–2009 Piacenza Calcio
2009–2010 US Sassuolo Calcio
2010–2011 Chievo Verona
2011 US Palermo
2011–2014 FC Bologna
2014–2016 Lazio Rom
2016–2017 Inter Mailand
2017–2019 AC Florenz
2019– AC Mailand
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

BiografieBearbeiten

SpielerkarriereBearbeiten

Pioli begann seine Fußballkarriere in seiner Heimatstadt Parma und spielte schon seit der Jugend für den dort ansässigen AC Parma. 1982 wurde er in die Profimannschaft berufen, die zurzeit in der Serie C spielte. Dort spielte er bis 1984 und konnte in seiner letzten Saison sogar den Aufstieg in die Serie B feiern. Danach unterschrieb er beim italienischen Meister Juventus Turin. Die erste Saison mit Juventus verlief sehr erfolgreich, zwar wurde das Team nur Sechster in der Serie A, konnte aber den Europapokal der Landesmeister gewinnen. In der darauf folgenden Saison gelang es ihm schließlich mit Juventus Meister zu werden und des Weiteren denn Weltpokal zu gewinnen. Nach einer weiteren Saison verließ er Juventus und schloss sich den Hellas Verona an, für die er zwei Jahre in der Serie A spielte. Von dort aus wechselte er zur Saison 1989/90 zum AC Florenz. In Florenz verbrachte er eine erfolgreiche Zeit und erreichte in der ersten Saison sogar das UEFA-Cup-Finale, welches gegen seine ehemaligen Verein, Juventus Turin, verloren wurde. In den nächsten Jahren versank Florenz im Mittelmaß und stieg zwischenzeitlich sogar in die Serie B ab, konnte aber direkt wiederaufsteigen. 1995 ging er aus Florenz weg und wechselte zum Aufsteiger aus Padova, den er nach nur einem Jahr und dem Wiederabstieg in die Serie B verließ. Statt in der Serie B zu spielen wechselte Pioli in die Serie C und spielte dort bei zwei verschiedenen Vereinen, ehe er seine aktive Karriere 1998 beendete.

TrainerkarriereBearbeiten

Ein Jahr nachdem Pioli seine Spielerkarriere beendet hatte, wurde er Jugendtrainer beim FC Bologna. Von dort wechselte er nach drei Jahren zu AC Chievo Verona, wo er ein Jahr lang ebenfalls als Jugendtrainer arbeitete. 2003 ging er als Trainer in die Serie B und trainierte dort Salernitana Calcio. Nach einer schwachen Saison in Salernitana ging er zum FC Modena, der ebenfalls in der Serie B spielte. In Modena blieb er zwei Jahre, aber schaffte nicht den erhofften Wiederaufstieg in die Serie A. Pioli selber gelang aber der Sprung in die Serie A, da er zur Saison 2006/07 bei seinem Jugendverein, dem AC Parma, anheuerte. Im UEFA-Pokal gelang ihm mit Parma zwar der Spring in die Runde der letzten 32, doch in der Serie blieb er erfolglos und wurde nach einer 0:3-Niederlage gegen den AS Rom durch Claudio Ranieri ersetzt.[1]

Nachdem er in Parma entlassen wurde, ging er zur Saison 2007/08 in die Serie B zum US Grosseto. Dort blieb er für eine Saison, ehe er innerhalb der Liga zu Piacenza Calcio wechselte. Nachdem er Piacenza auf den zehnten Platz geführt hatte wechselte er erneut innerhalb der Liga zu US Sassuolo Calcio. Diese führte er sogar bis auf den vierten Platz und verpasste mit nur drei Punkten Rückstand auf Brescia Calcio den Aufstieg knapp. Am 10. Juni 2010 wurde er zum Cheftrainer des AC Chievo Verona ernannt.[2]

In Verona hielt es Pioli aber nur eine Saison und bereits im Juni 2011 wurde er als Trainer der US Palermo der Saison 2011/12 vorgestellt. Bei den Sizilianern unterschrieb Pioli einen Zweijahresvertrag mit Option auf ein drittes Jahr.[3] Nachdem Pioli mit Palermo bereits in der 3. Qualifikationsrunde für die Europa League am FC Thun gescheitert war, wurde er am 1. September 2011 – noch vor dem ersten Ligaspiel – entlassen.[4]

Im Oktober 2011 kehrte er zum FC Bologna zurück, bei dem er bereits von 1999 bis 2002 als Jugendtrainer gearbeitet hat. Am 7. Januar 2014 wurde er nach einer 2:0 Niederlage gegen Catania entlassen.

Im Juni 2014 übernahm Pioli den Cheftrainer-Posten bei Lazio Rom. Er wurde am 3. April 2016 nach dem mit 1:4 verlorenen Derby gegen die AS Rom freigestellt.

Im November 2016 wurde Pioli als Nachfolger Frank de Boers bei Inter Mailand vorgestellt. Er führte die zuvor ins Mittelfeld der Tabelle abgesunkene Mannschaft anschließend wieder in die Europokalplätze. Nachdem der Anschluss an diese in der Rückrunde der Spielzeit 2016/17 verpasst wurde, stellte Inter Mailand Pioli im Mai 2017 frei.[5]

Vom 6. Juni 2017 bis zum 9. April 2019, dem Tag seines Rücktritts, war Pioli Cheftrainer der AC Florenz, für die er die meisten Spiele als Aktiver absolviert hatte.[6]

Nachdem Marco Giampaolo am 8. Oktober 2019 beim AC Mailand von seinen Aufgaben entbunden wurde, wurde Pioli dessen Nachfolger.[7] Er unterschrieb einen Vertrag bis 2021.

ErfolgeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Stefano Pioli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ranieri soll Parma retten. kicker.de, abgerufen am 4. April 2011.
  2. Chievo engagiert Pioli. kicker.de, abgerufen am 4. April 2011.
  3. Offiziell: Stefano Pioli wird neuer Trainer in Palermo. goal.de, abgerufen am 24. August 2011.
  4. Noch vor dem Start: Palermo entlässt Pioli. kicker.de, abgerufen am 5. September 2011.
  5. F.C. Internazionale solleva dal proprio incarico l’allenatore Stefano Pioli. In: inter.it. Football Club Internazionale Milano S.p.A., 9. Mai 2017, abgerufen am 11. Mai 2017 (italienisch).
  6. Comunicato ACF: ricevute le dimissioni di Pioli. Squadra in campo con Murelli, fiorentina.it, abgerufen am 9. April 2019 (italienisch)
  7. STEFANO PIOLI APPOINTED AS AC MILAN NEW COACH. Abgerufen am 9. Oktober 2019.