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Fiat Chrysler Automobiles

Automobilhersteller
Fiat Chrysler Automobiles N.V.

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Rechtsform Naamloze vennootschap
ISIN NL0010877643
Gründung 12. Oktober 2014
Sitz Amsterdam, NiederlandeNiederlande Niederlande
Leitung
  • Mike Manley, CEO
Mitarbeiterzahl 198.545[2]
Umsatz 110,41 Mrd. EUR[2]
Branche Automobilindustrie, Finanzdienstleistungen
Website www.fcagroup.com
Stand: 31. Dezember 2018

Pressekonferenz von FCA auf dem Genfer Auto-Salon 2019

Die Fiat Chrysler Automobiles N.V. (FCA) ist ein Automobilhersteller mit rechtlichem Sitz in Amsterdam und operativer Hauptzentrale in London,[3] der aus der Fusion der italienischen Fiat S.p.A. und US-amerikanischen Chrysler Group LLC entstand. Die Aktie des Unternehmens ist an der Mailänder Börse im FTSE MIB sowie an der New York Stock Exchange gelistet. Das Unternehmen wurde infolge der kompletten Übernahme von Chrysler durch Fiat im Januar 2014 gegründet. In Deutschland gibt es seitdem die FCA Germany AG und die FCA Bank Deutschland GmbH. Zur Gruppe gehören auch Comau Robotics, Magneti Marelli und der Metallverarbeiter Teksid.

Mit einem Umsatz von 128,8 Mrd. US-Dollar, bei einem Gewinn von 4,5 Mrd. USD, steht Fiat Chrysler laut den Forbes Global 2000 auf Platz 128 der weltgrößten Unternehmen (Stand: Geschäftsjahr 2017). Das Unternehmen kam Mitte 2018 auf eine Marktkapitalisierung von ca. 35 Mrd. USD.[4]

GeschichteBearbeiten

Am 29. Januar 2014 entschied der Verwaltungsrat, dass Fiat seinen rechtlichen Sitz in die Niederlande verlegen wird und neben seiner bisherigen Notierung an der Mailänder Börse ab 1. Oktober 2014 noch an der New Yorker Börse gehandelt werden soll. Hierzu wurde die Fiat Chrysler Automobiles N.V. (FCA) gegründet, auf die die Fiat S.p.A. zu einem späteren Zeitpunkt verschmolzen wurde. Zusätzlich zum Sitz in den Niederlanden hat Fiat Chrysler Automobiles, aus Steuergründen, noch einen Hauptsitz in London (Großbritannien)[5]. Fiat Chrysler unterhält in den Niederlanden Büros, steuert aber noch die zentralen Geschäfte wie Forschung, Entwicklung und Finanzen weiterhin von den bisherigen Sitzen in Turin und Auburn Hills.[6] Als Motiv für den Sitz in den Niederlanden gelten steuerliche Vorteile.[7][8]

Ende 2014 wurde bekannt, dass Fiat Chrysler Automobiles seine 90-prozentige Tochtergesellschaft Ferrari Mitte 2015 an die Börse bringen will. Dabei sollen 10 Prozent der Anteile an der Börse platziert und der Rest an die FCA-Aktionäre verteilt werden. Zehn Prozent an Ferrari hält unverändert Piero Ferrari, der Sohn des Gründers.[9]

Die Wettbewerbskommission der Europäischen Union kam im Oktober 2015 in einer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass Steuerdeals zwischen Fiat und dem luxemburgischen Staat illegal sind. Fiat rechnet mit Hilfe sogenannter tax rulings seine Steuerzahlungen herunter. Der Autokonzern muss bis zu 30 Millionen Euro Steuern nachzahlen. Das illegale Steuerabkommen zwischen Fiat und Luxemburg wurde im Zuge der sogenannten Luxemburg-Leaks öffentlich.[10]

Am 21. Juli 2018 wurde der langjährige CEO Sergio Marchionne aus gesundheitlichen Gründen durch Mike Manley ersetzt. Sergio Marchionne starb wenige Tage später am 25. Juli 2018 in Zürich.

MarkenBearbeiten

Zeitleiste der FCA-Fahrzeugmarken von 1895 bis heute
Marke 1890er 1900er 1910er 1920er 1930er 1940er 1950er 1960er 1970er 1980er 1990er 2000er 2010er Firma
             
Fiat FCA Italy
Autobianchi
Lancia
Alfa Romeo
Innocenti
Maserati
Ferrari Ferrari
(90 % Fiat)
Dino
Chrysler Maxwell Chrysler FCA US LLC
(100 % Fiat)
Dodge
Ram Trucks
Jeep Willys Jeep
GEM
OM OM OM Fiat Linde Kion
OM Iveco Iveco
(100 % Fiat Industrial)
Unic UNIC Iveco
Iveco
Iveco Magirus Magirus Klöckner-Deutz Magirus-Deutz Iveco-Magirus
Astra
Irisbus
FiatAgri Fiat FiatAgri New Holland CNH Global
(90 % Fiat Industrial)
Fiat-Allis Fiat-Allis New Holland
Fordson Fordson Ford Ford New Holland
New Holland
Case IH+CE
Steyr
  •  Marke einer eigenständigen Firma vor Übernahme durch Fiat, ggf. vorher schon in anderen Bereichen tätig
  •  Marke einer Firma, die mehrheitlich zu Fiat gehört
  •  Marke von Fiat
  •  Marke, Sparte oder Mehrheit verkauft oder abgespalten
  • Die italienische und die US-amerikanische Seite von FCA haben zusätzlich noch je Ihre Automobiltuner:

    Fiat-Chrysler weltweiter Absatz 2017[11]
    (in Tsd.)
    Rang Land Absatz-
    zahlen
    Markt-
    anteil (in %)
    1 Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 2.049 11,7 %
    -- Europaische Union  Europäische Union 1.035 6,6 %
    2 Italien  Italien 558 28,3 %
    3 Brasilien  Brasilien 380 17,5 %
    4 Kanada  Kanada 267 13,0 %
    5 China Volksrepublik  Volksrepublik China 215 0,9 %
    6 Argentinien  Argentinien 105 12,2 %
    7 Deutschland  Deutschland 104 3,0 %
    8 Frankreich  Frankreich 88 4,2 %
    9 Mexiko  Mexiko 86 5,5 %
    10 Spanien  Spanien 67 5,4 %

    Aktuelle Modelle des KonzernsBearbeiten

    Baureihe Märkte Bild

    KleinstwagenBearbeiten

    Fiat 500 Europa, Amerika, Asien  
    Fiat Panda Europa, Asien  
    Fiat Uno Südamerika  
    Fiat Mobi Südamerika  
    Lancia Ypsilon Europa  

    KleinwagenBearbeiten

    Alfa Romeo MiTo Europa, Amerika, Asien  
    Fiat Punto Europa, Amerika, Asien  
    Fiat Argo Südamerika  

    KompaktklasseBearbeiten

    Alfa Romeo Giulietta Europa, Amerika, Asien  
    Fiat Tipo / Dodge Neon Europa, Afrika, Asien,

    Amerika

     

    MittelklasseBearbeiten

    Alfa Romeo Giulia Europa, Amerika  
    Chrysler 200 Amerika  

    Obere MittelklasseBearbeiten

    Chrysler 300 Amerika  
    Dodge Charger Amerika  
    Maserati Ghibli Europa, Amerika  

    OberklasseBearbeiten

    Maserati Quattroporte Europa, Amerika  

    VanBearbeiten

    Fiat 500L Europa, Amerika  
    Dodge Grand Caravan Amerika  
    Chrysler Pacifica Amerika  

    UtilitiesBearbeiten

    Dodge Ram Amerika  
    Fiat Fullback Europa  
    Fiat Toro Südamerika  
    Fiat Doblò Europa, Amerika  
    Fiat Ducato Europa, Amerika  
    Fiat Fiorino Europa, Amerika  
    Fiat Talento Europa  

    SUVBearbeiten

    Alfa Romeo Stelvio Europa, Amerika  
    Dodge Durango Amerika  
    Dodge Journey Amerika  
    Fiat 500X Europa, Amerika  
    Jeep Cherokee Europa, Amerika  
    Jeep Grand Cherokee Europa, Amerika  
    Jeep Compass Europa, Amerika  
    Jeep Renegade Europa, Amerika  
    Jeep Wrangler Europa, Amerika  
    Maserati Levante Europa, Amerika  

    SportwagenBearbeiten

    Alfa Romeo 4C Europa, Amerika, Asien  
    Dodge Challenger Amerika  
    Fiat 124 Spider Europa, Amerika, Asien  
    Maserati GranCabrio Europa, Amerika  
    Maserati GranTurismo Europa, Amerika  

    WeblinksBearbeiten

      Commons: Fiat Chrysler Automobiles – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

    EinzelnachweiseBearbeiten

    1. fcagroup.com - Board of Directors
    2. a b Annual Report 2018. (pdf) Fiat Chrysler Automobiles N.V., abgerufen am 31. März 2019.
    3. fcagroup.com - Contacts
    4. Fiat Chrysler Automobiles on Forbes Lists. In: Forbes. (forbes.com [abgerufen am 18. Juli 2018]).
    5. Financial Times: Fiat Chrysler breaks with Italy in New York listing. 29. Januar 2014, abgerufen am 29. Januar 2014.
    6. USA Today: Fiat Chrysler Automobiles' is new name, stock on NYSE. 29. Januar 2014, abgerufen am 29. Januar 2014.
    7. Format.at: Fiat/Chrysler gründet neue Konzernzentrale in Holland. 29. Januar 2014, abgerufen am 29. Januar 2014.
    8. FAZ.net 8. Februar 2014: Fiat geht weg – und keinen interessiert’s (viele italienische Unternehmen haben sich längst in aller Stille gegen ihr Land entschieden)
    9. http://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/aktien/ipo/ferrari-boersengang-fiat-will-luxusmarke-mitte-2015-an-den-markt-bringen/10967020.html
    10. Die Zeit, Steuervorteile für Starbucks und Fiat sind illegal, 21. Oktober 2015
    11. Annual Report 2017. (pdf) Fiat Chrysler Automobiles N.V., abgerufen am 18. Juli 2018.