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tagesschau.de

zentrales Online-Nachrichtenportal der ARD
tagesschau.de
www.tagesschau.de
Beschreibung Nachrichten-Website
Sprachen Deutsch
Eigentümer ARD
Erschienen 1996

tagesschau.de ist das zentrale Nachrichtenwebportal der ARD. Während die im August 1996 veröffentlichte[1] Website früher vorwiegend programmbegleitende Hintergrundinformationen zu den Fernsehsendungen von ARD-aktuell – etwa Tagesschau und Tagesthemen – bot, ist sie mittlerweile als eigenständiges Telemedienangebot zu betrachten und steht in Konkurrenz mit Seiten wie z. B. Spiegel Online oder faz.net. Über 20 Redakteure sind für die Inhalte tätig, Redaktionsleiterin ist seit Juli 2018 Juliane Leopold.

Inhaltsverzeichnis

KonzeptBearbeiten

tagesschau.de gehört zu ARD-aktuell, der zentralen Nachrichtenredaktion der ARD. ARD-aktuell ist eine ARD-Gemeinschaftseinrichtung mit Sitz beim Norddeutschen Rundfunk in Hamburg. Dort entstehen auch die Tagesschau, die Tagesthemen, das Nachtmagazin und das Informationsprogramm Tagesschau24. Die Seite liefert rund um die Uhr einen Überblick über die aktuelle Nachrichtenlage, ergänzt um Hintergrundinformationen. Die Redaktion stützt sich dabei auf das umfangreiche ARD-Korrespondentennetz, so dass das Angebot neben Texten auch Fernseh- und Hörfunkbeiträge umfasst. Einige der ARD-Auslandsstudios haben eigene Videoblogs auf tagesschau.de, in denen die Korrespondenten Besonderheiten der einzelnen Gebiete vorstellen, in denen die Studios ihren Sitz haben. Daneben gibt es ein umfangreiches Archiv mit der Möglichkeit, vergangene Fernsehausstrahlungen von Tagesschau, Tagesthemen und anderen ARD-Nachrichtensendungen herunterzuladen.

Seit Ende 2010 werden die Inhalte auch über die Tagesschau-App für Smartphones angeboten. Weitere Verbreitungswege sind u. a. der Tagesschau-YouTube-Channel, Facebook, Twitter und ein On-Demand-Angebot für internetfähige Fernseher.

Beschränkung der InhalteBearbeiten

Die Website ist von den Anforderungen des Rundfunkstaatsvertrages betroffen, die eine Entfernung von Inhalten vorsieht, damit der Dienst einem zeitlich begrenzten Informationsangebot – ähnlich dem Rundfunk – gleichgestellt werden kann. Die Angebotsbeschreibung des ARD-Nachrichtenangebotes tagesschau.de beispielsweise sieht im Drei-Stufen-Test folgende Verweildauern für ihre Beiträge vor:

„Sendungen von ARD-aktuell werden in der Regel nach sieben Tagen depubliziert, Sendungsbeiträge und andere audiovisuelle Inhalte können zwölf Monate auf tagesschau.de verbleiben (davon ausgenommen sind die Chroniken der 20-Uhr-Ausgabe der ‚Tagesschau‘, der ‚Tagesthemen‘ und des ARD-Jahresrückblicks, die unbegrenzt im Archiv verbleiben […]). Vorhandene Sendungen, Sendungsbeiträge und andere audiovisuelle Inhalte werden wieder eingestellt, wenn es in Verbindung mit einem Ereignis oder einer Berichterstattung bzw. der Wiederholung im linearen Programm dafür einen redaktionellen Bedarf gibt.“[2]

Gemäß dieser Fassung der Angebotsbeschreibung, die der zuständige NDR-Rundfunkrat im Drei-Stufen-Test beschloss, nachdem zuvor auf „Empfehlung der Ausschüsse […] Änderungen der Konzepte tagesschau.de und eins-extra.de vorgenommen“[3] worden waren, depublizierte die tagesschau.de-Redaktion diejenigen Bestandteile des Online-Angebots, die ihre veranschlagten Verweildauern überschritten hatten. Bereits zum 1. Juni 2009 waren die ersten ARD-Online-Angebote aus dem Internet entfernt worden, da diese den zu diesem Termin in Kraft getretenen Kriterien des 12. RÄStV widersprachen.[4]

Onlineportal faktenfinderBearbeiten

Die ARD gründete im Frühjahr 2017 das Onlineportal faktenfinder zur Aufklärung und Eindämmung von Fake News. Es ging Anfang April online.[5] Das Onlineportal soll nach eigenen Angaben dazu dienen, Phänomene wie politische Propaganda, Gerüchte, Lügen und Halbwahrheiten im Internet zu sammeln und richtigzustellen. Die Redaktion um Projektleiter Patrick Gensing gehe dabei aktiv auf die Suche, untersuche auffällige Websites, Blogs und Foren und sammle Informationen. So entdeckte Fake News würden mit entsprechenden Warnhinweisen versehen.[6]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Tagesschau.de. In: tageschhau.de. ARD, abgerufen am 5. Oktober 2018: „Seit 1996 bietet Tagesschau.de Nachrichten zu jeder Zeit, aktuell und hintergründig – in Text und Bild, Audio und Video.“
  2. ARD (Hrsg.): Telemedienkonzepte des Norddeutschen Rundfunks. Angebotsbeschreibung für tagesschau.de und eins-extra.de. 25. Juni 2010, S. 47 (Online [PDF; 648 kB; abgerufen am 5. Oktober 2018]).
  3. ARD (Hrsg.): Telemedienkonzepte des Norddeutschen Rundfunks. Angebotsbeschreibung für tagesschau.de und eins-extra.de. 25. Juni 2010, S. 37 (Online [PDF; 648 kB; abgerufen am 5. Oktober 2018]).
  4. Umfangreiche Löschungen in den Telemedienangeboten der ARD. ARD Pressemeldung. In: ard.de. ARD, 21. April 2010, archiviert vom Original am 20. Januar 2012; abgerufen am 21. April 2010: „Bereits vor Beginn der Dreistufentest-Verfahren hatte die ARD zum 1. Juni 2009 zahlreiche Auflagen und Verbote für die Telemedien-Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks umgesetzt und Inhalte aus dem Netz genommen.“
  5. FAKTENFINDER. Nachrichten und Themen. In: tagesschau.de. ARD, abgerufen am 5. Oktober 2018.
  6. Catharina Schick: Fake News aufspüren und aufklären. ARD gründet „faktenfinder“. In: tagesspiegel.de. Der Tagesspiegel, 3. April 2017, abgerufen am 5. Oktober 2018 (Zeitungsartikel).