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Fake News

manipulativ verbreitete Nachrichten

Als Fake News (auch Fake-News oder Fakenews;[1] englisch: fake news [ˈfɛɪ̯kˌnjuːz]) werden manipulativ verbreitete, vorgetäuschte Nachrichten[2] bezeichnet, die sich überwiegend im Internet, insbesondere in sozialen Netzwerken und anderen sozialen Medien zum Teil viral verbreiten. Zunehmend wurde Fake News auch zu einem politischen Schlagwort und Kampfbegriff. Der Rechtschreibduden, der den Begriff 2017 in die 27. Ausgabe aufnahm,[3] definiert ihn als „umgangssprachlich für in den Medien und im Internet, besonders in den Social Media, in manipulativer Absicht verbreitete Falschmeldungen[4].

Inhaltsverzeichnis

Einordnung und BegriffBearbeiten

Für die ZEIT-Journalistin Karoline Kuhla sind Fake News „[i]m Stil an echte Nachrichten angelehnte, gezielt in die Welt gesetzte Unwahrheiten, die sich meist über soziale Medien verbreiten.“ In einer zweiten Bedeutung werde die Bezeichnung hingegen als „beleidigender Ausdruck für unliebsame Berichterstattung oder Medien, ähnlich dem deutschen Ruf Lügenpresse verwendet.[5] Kuhla erklärte: „Die meisten Schöpfer und Verbreiter von Fake News verfolgen politische Ziele. Sie haben erkannt, dass sich Themen, die sehr emotional diskutiert werden, besonders gut dafür eignen, Stimmung zu erzeugen.“ Sie bezog sich dabei auf Artikel aus der Süddeutschen Zeitung[6] sowie aus der ZEIT.[7]

Fake News sind laut netzpolitik.org „bewusst falsch dargestellte Nachrichten mit dem Ziel, die Öffentlichkeit für bestimmte politische und/oder kommerzielle Ziele zu manipulieren“, auch ein „Aktionsmuster der Kommunikations- und Medienguerilla“, mit dem Journalisten gezielt zu falscher Berichterstattung verleitet werden sollen. Ein Beispiel sei der „Dow-Chemical-Hack“ von The Yes Men im Jahr 2004. Den Autoren der Seite geht es aber auch um „autoritäre Systeme“ die „die Debatte um Fake-News nutzen, um ihr nicht genehme Nachrichten zu unterdrücken. Die Debatte birgt große Gefahren für die Meinungs- und Pressefreiheit und kann zu Zensur führen.“[8]

Laut der britischen Zeitung The Guardian bezeichnen Fake News im engsten Sinne solche Falschmeldungen, die glaubwürdigem Journalismus ähneln, jedoch komplett frei erfunden sind, um ihre Leser zu täuschen und um damit für Aufmerksamkeit, Weiterverbreitung und Werbeeinnahmen für ihre Urheber zu sorgen. Im weiteren Sinne lade besonders das Internet dazu ein, Scheinwahrheiten zu verbreiten, die nicht komplett falsch, aber verdreht und aus dem Zusammenhang gerissen sind; dazu gehöre auch Clickbaiting. Die Autorin rät deshalb zur Skepsis und zur Konzentration auf zuverlässige Informationsquellen. Selbst satirisch gemeinte Postings, wie von The Onion, würden von manchen Lesern als wahr angenommen und könnten in diesem Sinne ebenfalls als eine Art Fake News aufgefasst werden.[9]

Die Stiftung Neue Verantwortung, die das Phänomen im Bundestagswahlkampf 2017 in Deutschland untersucht hat, versteht Fake News vor allem als Desinformation, „als Verbreitung von falschen oder irreführenden Informationen in der Absicht, einer Person, einer Organisation oder einer Institution zu schaden.“ Die Stiftung unterscheidet dabei zwischen ausgedachten, manipulierten und missinterpretierten Inhalten; Satire, journalistische Fehler und der Missbrauch von Fake News als politischer Kampfbegriff fallen nicht darunter. „Mit einer viel geringeren Bedeutung von Social Media als Quelle von Nachrichten, einer weitaus weniger polarisierten politischen Landschaft und viel höherem Vertrauen in klassische Medienangebote scheint Deutschland weniger anfällig als die USA.“[10]

Das bestätigt auch die Langzeitstudie Medienvertrauen am Institut für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Januar 2018.[11] Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die „Lügenpresse-Hysterie“ in Deutschland abebbt: „Nach wie vor genießen der öffentlich-rechtliche Rundfunk und die Tagespresse das Vertrauen von etwa zwei Dritteln der Bevölkerung. Nur jeweils fünf Prozent sind ihnen gegenüber grundsätzlich misstrauisch. Einen regelrechten Vertrauenssturz hat dagegen das Internet erlebt: Nur noch zehn Prozent der Bürger halten Internet-Angebote im Allgemeinen für vertrauenswürdig – das ist ein Rückgang um 14 Prozentpunkte. Der Mehrheit ist offenbar bewusst, dass im Internet, das als Hybridmedium ganz unterschiedliche Angebote vereint, besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit geboten ist, ob eine Quelle seriös ist. Nur etwa zwei bis drei Prozent halten Nachrichten in den Sozialen Netzwerken für vertrauenswürdig.“ Grund für Letzteres sei, dass große Mehrheiten von zwei Dritteln bis drei Vierteln der Deutschen Fake News und Hasskommentare als eine echte Gefahr für die Gesellschaft sehen würden.

Andre Wolf, Gründer des österreichischen Vereins zur Aufklärung über Internetmissbrauch Mimikama, sieht in einem Interview mit n-tv „Fake News als Webseiten, die wie normale Nachrichtenseiten daherkommen, aber ihre Geschichten aus kommerziellem Antrieb frei erfinden“. Im amerikanischen Wahlkampf 2016 ging es den Autoren „hauptsächlich um Geld“, also darum, Werbeeinnahmen über Facebook und Google Adsense zu generieren; der politische Effekt, der dadurch entsteht, „dass die erfundene Nachricht reale Ängste oder eine tatsächlich vorhandene Wut aufgreift“, war ihnen „völlig egal“. Im deutschsprachigen Bereich gebe es „häufiger ideologisch geprägte Meldungen, die eine Kernwahrheit enthalten, die aber manipulativ oder nicht korrekt sind“. „Das Internet und die sozialen Netzwerke haben … dafür gesorgt, dass Fake News eine stärkere Verbreitung bekommen haben. Und damit sind sie natürlich auch gefährlicher geworden“.[12]

Die Wendung Fake News steht eng in Nachbarschaft zu Begriffen wie Hoax oder Scam.[13] Die Sicherheitsabteilung von Facebook legte im April 2017 ein Arbeitspapier[14] vor, das unter dem Stichwort Fake News vier verschiedene Formen des Informationsmissbrauchs unterscheidet:

  • Information (or Influence) Operations: Aktivitäten von Regierungen oder nicht-staatlichen Organisationen mit dem Ziel, in- oder ausländische politische Stimmungen zu steuern.
  • False News: Nachrichten, die vorgeben, korrekt zu sein, aber absichtliche Fehlinformationen transportieren, um Emotionen hervorzurufen, Aufmerksamkeit zu gewinnen oder zu täuschen.
  • False Amplifiers: die koordinierte Aktivität von ge- und verfälschten Onlinekonten, mit der Absicht, politische Diskussionen zu manipulieren
  • Desinformation: Fehlerhafte oder manipulierte Informationen und/oder Inhalte, die absichtlich verbreitet werden. Das kann falsche Nachrichten umfassen oder subtilere Methoden einschließen, wie Operationen unter falscher Flagge, das Einschleusen falscher Zitate oder Narrative bei unwissenden Verbreitern oder die absichtliche Verstärkung von irreführenden Informationen.[15]

Anfang 2017 wurde die Wendung Fake News von der „Jury der Aktion Anglizismus des Jahres“ zum Anglizismus des Jahres 2016 gewählt mit der Begründung:

„Das Wort Fake News bezeichnete im Englischen schon Ende des 19. Jahrhunderts gelegentlich bewusste Falschmeldungen in Zeitungen. Zu einem stehenden Ausdruck wurde es aber erst ab dem Jahr 2000, vor allem zur Benennung satirischer Nachrichtenmagazine wie The Daily Show oder The Onion. Mit der zunehmenden Rolle der sozialen Medien wurde das Wort zur Bezeichnung für erfundene Nachrichten (etwa Todesanzeigen von Prominenten), mit denen Menschen auf bestimmte Webseiten gelockt oder zu Unterhaltungszwecken in die Irre geführt werden sollten. In dieser Verwendung wurde es ab 2014 ins Deutsche entlehnt, konnte sich aber zunächst nicht gegen etablierte Wörter wie Hoax(-Meldung) behaupten. Der Durchbruch in den allgemeinen Sprachgebrauch erfolgte erst ab November 2016 im Zusammenhang mit einer Bedeutungsverschiebung hin zu politisch motivierten Falschmeldungen, die – angeblich – dem Kandidaten Donald Trump den Sieg im Präsidentschaftswahlkampf in den USA bescherten. [...] Überzeugt hat die Jury an Fake News neben seiner überwältigenden und anhaltenden öffentlichen Präsenz vor allem, dass es eine Lücke im deutschen Wortschatz füllt, die ohne das Wort fake nicht ganz einfach zu schließen ist. [...] Anders als falsch (oder das englische false) bezeichnet das Adjektiv fake bewusste, in Täuschungsabsicht hergestellte Nachbildungen von Dingen[...].“

Jury der Aktion Anglizismus des Jahres[16]

HerkunftBearbeiten

 
Ausschnitt aus F.B. Opper: The fin de siècle newspaper proprietor, Karikatur, Puck Magazin, 7. März 1894: Eifrige Reporter tragen „Humbug news, Fake news, Cheap sensation“ zu.

Den Herausgebern des Webster’s Dictionary zufolge gehen die Anfänge der Bezeichnung Fake News mindestens auf das Jahr 1890 zurück. Auf der Website des Verlags[17] wird als Beispiel hierfür die Schlagzeile „Secretary Brunnell Declares Fake News About His People is Being Telegraphed Over the Country“ genannt.[18][19]

Verbreitung und UrsachenBearbeiten

Ende April 2017 veröffentlichte Facebook Inc. ein „Whitepaper“, in dem sie feststellt, dass ihre Plattform für gezielte Desinformationskampagnen benutzt wurde, z. B. im US-Präsidentschaftswahlkampf 2015/16 oder im Wahlkampf zur Präsidentschaftswahl in Frankreich 2017.[20]

Nach einer Mitte Juni 2017 von der Internet-Sicherheitsfirma Trend Micro veröffentlichten Studie[21][22] können die öffentliche Meinung beeinflussende Fake-News-Kampagnen, die geeignet sind, das Vertrauen in Institutionen zu zerstören, bei „Dienstleistern“ im „Darknet“ bestellt werden: Eine Wahlbeeinflussung kostete nach Beispielen von chinesischen, englischsprachigen oder russischen Anbietern bis zu 400.000 US-Dollar, die Provokation von Protesten bis zu 200.000, die Diskreditierung einer Journalistin beispielsweise bis zu 50.000.[23]

Im Falle der russischen Propaganda ist es das politische Ziel Russlands im liberalen Ausland, „das Vertrauen der Bürger in die Sicherheit des Landes“ zu erschüttern (Gerassimow-Doktrin) und damit „die Demokratie zu schwächen“.[24] Nach Meinung in der NZZ konzentrierten sich „die russischen Trolls (vor den US-Midterms 2018) offenbar nicht mehr auf die Herstellung von Fake-News, sondern zusehends darauf, Inhalte von rechts- oder linksextremistischen Seiten möglichst weit zu verbreiten – mit der Absicht, die gesellschaftliche Polarisierung zu verstärken.“[25]

Social BotsBearbeiten

Social Bots“, Computerprogramme, die in den letzten Jahren vermehrt in sozialen Netzwerken eingesetzt werden, sind ein entscheidendes Hilfsmittel bei der Verbreitung von Fake-News.[26]

Bis jetzt existiert lediglich eine begrenzte Anzahl an Beispielen für den Erfolg bzw. Einfluss von Social Bots in der wissenschaftlichen Literatur und der Presse. Es gibt dennoch prominente Beispiele, bei denen sie Einfluss auf die Meinung im Internet hatten: die Protestbewegung in der Ukraine 2013/014, der Verlauf der Brexit-Abstimmung in Großbritannien 2016 sowie der Einfluss auf die US-Präsidentschaftswahl 2016. Es konnte bewiesen werden, dass 20 % der Tweets auf der Plattform Twitter während des US-Präsidentschaftswahlkampfs durch Social Bots erstellt wurden. Beim Ukraine-Beispiel wurden durchschnittlich durch 15.000 Bots ca. 60.000 Tweets täglich geteilt.[27]

Soziale Medien als politische InformationsquellenBearbeiten

In den sozialen Netzwerken verbreiten sich Fake News besonders gut, da sich erstere in der digitalen Welt zu einer bevorzugten politischen Informationsquelle entwickelt haben. Das liegt zunächst an niedrigeren Kosten, da der Produzent der Fake News hierfür keine eigenen Server betreiben muss. Der für den Gebrauch von „Newsfeeds“ auf Smartphones und Tablets sehr begrenzt verfügbare Speicherplatz erhöht einerseits die Lesbarkeit und damit die Attraktivität der angebotenen Texte, die griffig formuliert sein müssen und auf die praktisch jederzeit zugegriffen werden kann. Zum anderen verhindert diese Tatsache aber auch die Weitergabe von oft notwendigem Hintergrundwissen und damit die Überprüfung ihres Wahrheitsgehalts.[28] In einer 2018 in Science veröffentlichten Studie wurden mehr als 4,5 Mill. von Twitter zur Verfügung gestellte Tweets von ca. 3 Mill. Usern zu rund 126 Tsd. verschiedenen Nachrichten aus den 7 Themenbereichen Politik, moderne Sagen, Wirtschaft, Terrorismus, Wissenschaft, Unterhaltung und Naturkatastrophen über einen Zeitraum von 11 Jahren ausgewertet. Die Wissenschaftler kommen zu der Erkenntnis, dass sich falsche, vorwiegend politische Informationen auf Twitter mit wesentlich größerer Reichweite und Geschwindigkeit verbreiten als wahre Informationen. Bei der Weitergabe spielen bots offenbar keine signifikante Rolle, sondern eher unerfahrene, von der Neuigkeit der Falschmeldungen beeindruckte User.[29]

Verhaltensökonomische ErklärungBearbeiten

Die zunehmende Verbreitung von Fake News speziell in den sozialen Netzwerken folgt verhaltensökonomischen Mustern: Mit heuristischen Methoden werden die Fake News bei vorwiegend ungebildeten[30] Personen im Gedächtnis verankert, die in isolierten Gruppen Gleichgesinnter, denen sie vertrauen, unterwegs sind.[31] Die Person sucht dann gezielt nach Informationen oder Meinungen, welche die wahrgenommene und gespeicherte (falsche) Hypothese unterstützen; dieser Vorgang, bei dem Individuen dazu neigen, ausschließlich bestätigende Informationen anzunehmen, ist auch als „Bestätigungsfehler“ oder „Verzerrung“ bekannt.[32] Die Verfügbarkeitsheuristik beschreibt, wie Menschen eine These beurteilen, ohne sich genügend Zeit für deren Überprüfung zu nehmen. Fake News werden außerdem eher als wahr erachtet, wenn sie frisch im Gedächtnis verankert wurden.[33] In diesem Zusammenhang stellte die Universität Passau Untersuchungen im Hinblick auf den Third-Person-Effekt an.[34]

Bei Fake News liegen asymmetrische Informationen vor,[35] da ihr Produzent besser informiert ist als ihr Empfänger (Prinzipal-Agent-Problematik). Der Empfänger ist sich oft der schlechten Qualität der Fake News nicht bewusst, der Produzent schon. „Echte“ Nachrichten sind in ihrer Produktion und Vermittlung außerdem aufwendiger als Fake News, letztere sind eher in einer einfachen Sprache verfasst.[36][37]

Sozialer SchadenBearbeiten

Falschmeldungen in Indien über Kindesentführungen führten zu mehreren Lynchmorden.[25]

Wirtschaftlicher Schaden durch Fake NewsBearbeiten

Ein Beispiel ist der Absturz der Baukonzern-Aktie Vinci 2016: die französische Firma verlor kurzzeitig 18 % ihres Werts. Grund war die gefälschte Pressemitteilung, dass der Konzern seine Bilanzen für die Jahre 2015 und 2016 überarbeiten müsse und daraufhin der Finanzchef entlassen worden sei. Diese Mitteilung stellte sich im Nachhinein als falsch heraus und führte dazu, dass die Börsenaufsicht Autorité des marchés financiers (AMF) ermittelte.[38]

Ein weiteres Beispiel ist der rasante Anstieg der Aktie des Unternehmens Cynk 2014: Mithilfe sozialer Netzwerke und Bots konnte der Aktienkurs in die Höhe getrieben werden; ein weiterer Grund waren die Trading-Algorithmen, welche die Gerüchte rund um das Unternehmen als relevant erachteten und daraufhin dessen Aktie kauften. Die Aktie erreichte das 200-Fache ihres Ursprungswerts, was dazu führte, dass das Unternehmen innerhalb kürzester Zeit sechs Mrd. Dollar wert war, bis der Verkauf der Aktie ausgesetzt wurde, was wiederum zu Verlusten bei den Anlegern führte.[39]

Ein falscher Tweet über eine angebliche Explosion, bei der Barack Obama zu Schaden gekommen sein sollte, verursachte 2013 einen Börsenverlust von ca. 130 Milliarden US-Dollar.[40]

GegenmaßnahmenBearbeiten

Die Europäische Union hat als Ergebnis der im September 2015 eingerichteten East StratCom Task Force, einer EU-Kommissions-Arbeitsgruppe zur Verfolgung und Analyse von aus Russland nach Europa strömenden Desinformationen, die Disinformation Revue erstellt[41] und eine entsprechende Homepage geschaltet.[42] Die East StratCom Task Force identifizierte in 20 Monaten 3.200 Falschmeldungen.[23]

Am 12. März 2018 legte die im Januar des Jahres von der EU eingesetzte unabhängige "Expertengruppe für Fake News und Desinformation", der 29 Medien- und Hochschul-Vertreter angehören, der zuständigen EU-Kommissarin Marija Gabriel einen ersten Bericht vor. Die Vorsitzende Madeleine de Cock Buning stellte fest, dass man aufgrund mangelnder Trennschärfe nicht mehr den Begriff "Fake News" verwenden wolle, es gehe um bewusst gestreute Falschnachrichten und nicht um Satire oder Fehler, auch nicht um Zensur. Insgesamt solle eine entsprechende Manipulation der Europawahl 2019 verhindert werden.[43]

"Snopes"[44] ist mit der Gründung 1994 das älteste US-Online-Angebot zur Aufdeckung von Falschnachrichten. Es beurteilt mittlerweile den Begriff "Fake News" unter anderem aufgrund des inflationären Gebrauchs durch Donald Trump als nutzlos.[45]

Internetportale wie mimikama.at oder politifact.com überprüfen auf Anfrage oder in eigener Recherche entsprechende Aussagen bzw. Meldungen auf ihren Wahrheitsgehalt und unterziehen sie „Faktenchecks“. In Deutschland startete Anfang April 2017 die ARD mit einem eigenen Portal namens faktenfinder unter der Federführung von Patrick Gensing auf der Domain von tagesschau.de.[46] SPIEGEL ONLINE stellt zwei Checklisten zur Erkennung der Produkte von Social Bots und Fake News zur Verfügung.[47]

Zur Korrektur von Gerüchten und Falschmeldungen, die von Schleusern in der Absicht verbreitet werden, Migranten nach Deutschland zu locken (z. B. „Deutschland schenkt jedem Flüchtling ein Haus“), betreibt die Bundesregierung seit dem 23. Oktober 2017 die Internetseite RumoursAboutGermany.info in Arabisch, Französisch und Englisch.[48][49]

Soziale NetzwerkeBearbeiten

Es gibt Bestrebungen, Fake News in sozialen Netzwerken zu verhindern oder zu kennzeichnen; in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Recherche und dem journalistischen Portal Correctiv will z. B. Facebook in einem Testlauf entsprechende Meldungen auch in Deutschland kennzeichnen.

Erkennung von Fake News auf FacebookBearbeiten

Da das Unternehmen selbst den Wahrheitsgehalt von Inhalten („Postings“) nicht prüfen könne oder wolle, arbeitet es in den Vereinigten Staaten mit Firmen und Organisationen zusammen, die den Poynters International Fact-Checking Code of Principles (dt. „Poynters Kodex über internationale Fakten-Check-Prinzipien“) unterzeichnet haben, z. B. Snopes, Politifact, FactCheck.org und ABC News.[50]

Am 6. April 2017 hat Facebook eine Pressemitteilung Unser Einsatz gegen Fehlinformationen und Falschmeldungen veröffentlicht, welche sich auf das Thema Fake News bezieht; es werden konkrete Vorschlägen genannt, wie man Fake News auf der Plattform erkennen könne, Facebook wolle wie die (meisten) Nutzer nur verlässliche Inhalte sehen. Sie heben drei Aspekte heraus, worauf ihr Einsatz gegen Fake News gründe:[51]

  1. „Wir bekämpfen wirtschaftliche Anreize, da die meisten Falschmeldungen finanziell motiviert sind.“
  2. „Wir entwickeln neue Produkte, um die Verbreitung von Falschmeldungen einzudämmen.“
  3. „Wir unterstützen Menschen dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen, wenn sie auf Falschmeldungen stoßen.“

Staatliche Regulierung in Deutschland und anderen europäischen LändernBearbeiten

Über die Regulierung von Fake News wird im Moment viel diskutiert. Der Spielraum der Gesetzgeber ist ziemlich weitläufig. Die momentane Regelung sieht vor, dass ein zivilrechtliches Verfahren nur dann möglich ist, wenn individuelle Personen betroffen sind. Diese Tatsache zeigt, dass es aktuell große Lücken in der Rechtverfolgung gibt. Allerdings ist die Art und Weise einer Regulierung sehr schwierig, da darauf zu achten ist, dass es nicht zu einer Zensur kommt. Die Meinungsfreiheit muss auf jeden Fall geschützt sein.[52]

DeutschlandBearbeiten

Die Bundesregierung hat im Frühjahr 2017 mit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) einen Gesetzentwurf erarbeitet, welcher sich mit der Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken befasst.[53]

Verbände, Verlage und Politiker kritisieren das Gesetz gegen Hate Speech und Fake News. So bemängelten etwa der Bundesverband Bitkom und der Deutsche Journalisten-Verband, die Ursachen strafbarer Hetze würden außer Acht gelassen und die Meinungsfreiheit eingeschränkt. Politiker stellten fest, dass Facebook nicht qualifiziert sei, zu beurteilen, ob ein strittiger Beitrag rechtswidrig sei.[54]

Eine Strafbarkeit kann sich de lege lata sowohl aus dem Erstellen, als auch der bloßen Weiterverbreitung von Fake News ergeben. In Betracht kommen insbesondere Ehrschutzdelikte, Staatsschutzdelikte und Straftaten gegen die öffentliche Ordnung.[55]

Tschechische RepublikBearbeiten

Die Tschechische Republik hat am 1. Januar 2017 ein neues Abwehrzentrum gegen Fake News eingesetzt. Das neue Zentrum gegen Terrorismus und hybride Gefahren, kurz CTHH, hat rund 20 Mitarbeiter. Dieses Zentrum ist Teil des Innenministeriums und soll nicht als Geheimdienst angesehen oder für die Vollstreckung von Gesetzen genutzt werden. Es dient nicht zur Verbreitung von Propaganda und soll gezielt über Fake News informieren.[56]

FrankreichBearbeiten

Die Verbreitung von Fake News kann in Frankreich bestraft werden, worauf die staatliche Commission Nationale de Contrôle de la Campagne électorale vor den Präsidentschaftswahlen 2017 hinwies.[57]

BeispieleBearbeiten

RusslandBearbeiten

Die angebliche Kreuzigung eines Jungen durch ukrainische Militärs[58]; Instrumentalisierung fremdenfeindlicher Stimmungen im Fall Lisa; "alternative Theorien" rund um den Abschuss von MH17.

Vereinigte Staaten von AmerikaBearbeiten

Auf rassistischen Internetforen gefundene gefälschte FBI-Statistiken über angeblich von Schwarzen an weißen Frauen verübte Vergewaltigungen veranlassten den 21-jährigen Dylann Roof im Juni 2015 zu einem rassistisch motivierten Massaker an afroamerikanischen Kirchgängern in Charleston/South Carolina.[59][60] „Politisch folgenreicher waren die fake news die Donald Trump produzierte, als er sich zum ersten Mal in die Politik wagte: Als Anführer der sogenannten Birther-Bewegung behauptete er, Barack Obama sei nicht in den USA geboren und folglich nicht berechtigt, US-Präsident zu sein.....(damit) trug die Birther-Bewegung dazu bei, dass ein Teil der Nation Obama immer noch als unamerikanisch und illegitim abschrieb – und alles dafür tat, dass er möglichst wenig politisch umsetzen konnte.“[61]

In den USA wird insbesondere das Breitbart-News-Netzwerk mit Fake News in Verbindung gebracht. Bekannte Fälle waren etwa 2009 die sogenannte „ACORN-Demontage“, 2013 die sogenannte „Friends of Hamas“-Kampagne.

Im Vorfeld der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2016 hielten einige Kommentatoren es für problematisch, dass zahlreiche frei erfundene Falschmeldungen auf Facebook unter den Nutzern verbreitet wurden.[62] Über die demokratische Kandidatin Clinton wurden zahlreiche Fake News verbreitet, die sie mit Satanismus, Pädophilie, Morden und anderen Themen in Verbindung bringen sollten.[63] So war ein Pizzarestaurant in Washington unter dem Stichwort Pizzagate zum Gegenstand einer Verschwörungstheorie gegen Hillary Clinton und ihr Wahlkampfteam geworden.[64] Daraufhin überfiel ein 28-jähriger, mit Kampfgewehren bewaffneter Mann dieses Restaurant, um von einem angeblichen Kinderpornoring Clintons dort festgehaltene Kinder zu befreien. Nach einer Studie des Pew Research Centers nutzen 44 % der erwachsenen amerikanischen Bevölkerung Facebook als Nachrichtenquelle.[65] Die Nutzerkonten von angeblichen Nachrichtenredaktionen teilten ihren Lesern auf Facebook etwa mit, dass beispielsweise Papst Franziskus[62] oder die Amischen Gemeinden der USA den Kandidaten und späteren Präsidenten Donald Trump unterstützen würden.[66]

Möglich war das, weil das Unternehmen Facebook zwar den Nachrichtenfluss zwischen seinen Nutzern überwacht, aber die Inhalte keiner redaktionellen Kontrolle unterzieht. Verschärfend kam hinzu, dass spektakuläre Falschmeldungen mehr Leser anziehen, was von Facebook automatisch registriert wurde und den Stellenwert der Falschmeldung bei den Nachrichtenvorschlägen für andere Nutzer künstlich erhöhte.[67]

Durch die Ausschüttungen von Werbeeinnahmen an die Urheber populärer Falschmeldungen durch die Netzwerke scheint ein Teil des Phänomens auf solche Meldungen zurückzuführen zu sein, die von Personen ohne politisches Interesse, allein mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, verfasst wurden. So erlangte die Stadt Veles in Mazedonien 2016 internationale Bekanntheit, weil Bürger dieser Stadt das Betreiben von Webseiten mit Fake News beim US-Wahlkampf zu einem Geschäft gemacht hatten.[68][69][70][63] Ähnliche Probleme zeigten sich beim Internetkonzern Google, bei dem Falschmeldungen mit Wahlkampfbezug als empfohlene Nachrichteninhalte angezeigt wurden.[71]

So erfand etwa ein US-Amerikaner in der Endphase des Wahlkampfes im September 2016 eine Meldung, nach der zehntausende zugunsten der Kandidatin Clinton vorausgefüllte Wahlzettel, nebst Wahlurnen, in einem Lagerhaus in Ohio gefunden wurden. Er platzierte die Meldung auf einer eigenen Internetpräsenz, die er zu dem Zweck angemietet und im Stil einer Nachrichtenseite gestaltet hatte, und versah die Meldung mit einem Archivfoto, das er über eine Suchmaschine im Internet gefunden hatte. Er erreichte so, dass seine Meldung von rund sechs Millionen Nutzerkonten in Sozialen Netzwerken geteilt wurde, was in kurzer Zeit etwa 5.000 US-Dollar an Werbeeinnahmen generierte.[72]

DeutschlandBearbeiten

Anfang 2016 sorgte insbesondere der „Fall Lisa“ für diplomatische Verstimmungen zwischen Deutschland und Russland sowie ein ähnlich gelagerter, erfundener Vorwurf in Litauen gegenüber Bundeswehrsoldaten im Februar 2017.[73] Ein gefälschtes Zitat von Renate Künast unter falscher Quellenangabe führte zu juristischen Auseinandersetzungen.[74] Im Kontext der Flüchtlingskrise in Deutschland ab 2015 stand auch die Anfang 2016 von einem Helfer erfundene Meldung über einen Flüchtling, der in Folge der langen Wartezeiten und Umstände am Berliner LAGESO verstorben sei.[75] Der syrische Flüchtling Anas M., der durch ein Selfie mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel öffentlich bekannt wurde, erwirkte eine Klage gegen Facebook vor dem Landgericht Würzburg, nachdem er dort unter anderem als „Terrorist“ verunglimpft worden war.[76] Ein Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen Facebook wurde zurückgewiesen.[77] Zu Silvester 2016 wurde von Breitbart die Meldung verbreitet, eine Kirche in Dortmund sei von tausend Männern, die „Allahu Akbar!“ gerufen hätten, in Brand gesteckt worden.[78]

Nach den Enthüllungen zur möglichen Rolle von Falschmeldungen im Zusammenhang mit Donald Trumps Präsidentschaftswahlkampf 2015/16 zur Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2016 forderten verschiedene Politiker Konsequenzen sowohl für die Verfasser von Falschmeldungen als auch für die sozialen Netzwerke, die für ihre Verbreitung sorgten. Deutschlands Justizminister Maas wies darauf hin, dass bei übler Nachrede und Verleumdung einer Person des öffentlichen Lebens bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe drohen. Martin Schulz, damaliger Präsident des Europäischen Parlamentes, drohte mit einer entsprechenden europäischen Gesetzgebung, sollten die Konzerne die Verbreitung von Falschmeldungen nicht von sich aus stoppen.[79] Das Bundesinnenministerium unter Thomas de Maizière plante laut Spiegel ein „Abwehrzentrum gegen Desinformationskampagnen“: „Da der Schwerpunkt bei der Öffentlichkeitsarbeit liegt, sollte die Federführung für diese zu schaffende Bündelungseinheit beim Bundeskanzleramt (Bundespresseamt) angesiedelt werden“. Als besonders anfällige Bevölkerungsgruppen werden „Russlanddeutsche“ sowie „türkischstämmige Menschen“ ausgemacht, bei denen laut dem Vorschlag eine „Intensivierung der politischen Bildungsarbeit“ erfolgen solle. Zudem lege das Bundesinnenministerium den Parteien nahe, sich noch vor den nächsten Landtagswahlen auf Grundregeln des Wahlkampfes und gegen den Einsatz von Social Bots und Fake News zu einigen: „Die Akzeptanz eines postfaktischen Zeitalters käme einer politischen Kapitulation gleich“.[80]

Nach der Ende März 2018 veröffentlichten Studie „Fakten statt Fakes“ der Stiftung Neue Verantwortung hatten Falschnachrichten im Zusammenhang mit dem Bundestagswahlkampf 2017 im Vergleich zur Reichweite von Nachrichten klassischer Medien eine geringere Wirkung als teilweise angenommen. Die Studie zeigte jedoch, dass „Rechtspopulismus“ die „Echokammern“ „sozialer Medien“ strategisch nutze und die Verbreitung falscher Inhalte gezielt betreibe.[81]

ÖsterreichBearbeiten

In Österreich hat der Journalist Florian Klenk im März 2017 Klage gegen die niederösterreichische Landesorganisation der Österreichischen Volkspartei und ihren Geschäftsführer eingereicht, da diese seine Berichterstattung über die Dr. Erwin Pröll Privatstiftung als „Fake News“ verunglimpfte. Er erhofft sich vom Gericht eine Klärung der Frage, was Fake News sind.[82]

ItalienBearbeiten

Beide Partner der Regierungskoalition von Cinque Stelle und Lega warfen den Medien vor, eine Hetzkampagne gegen sie zu führen und Volksfeinde zu sein; ausgerechnet als Minister für Wirtschaft und Arbeit feierte Luigi di Maio den vermeintlichen Tod der Printmedien, während seine Partei selber "Spitzenreiter im Bereich der Fake News" (NZZ) sei: Ihre Nachrichtenportale verbreiteten auch Informationen von fragwürdigen russischen Webseiten und die Basis beider populistischer Parteien sei anfällig für Verschwörungstheorien. Mit Falschmeldungen torpediere die Lega gemäß NZZ derweil demokratische Prozesse, dies in Kontakt mit rechtsnationalen Kreisen in den USA.[83]

WeiteresBearbeiten

Papst Franziskus setzt den 2018 am 13. Mai (in Deutschland am 9. September) alljährlich stattfindenden Welttag der sozialen Kommunikationsmittel unter das Motto „Die Wahrheit wird Euch befreien - Fake News und Journalismus für den Frieden“: „Gezielte Falschnachrichten erzeugten und nährten eine Polarisierung der öffentlichen Meinung“.[84]

Im Oktober 2017 behauptete US-Präsident Donald Trump in einem Interview mit dem Fernsehsender Christian TV, dass er den Begriff Fake im Zusammenhang mit den Medien geprägt habe („I think one of the greatest of all terms I've come up with is 'fake'.“).[19] Dem widersprechen seriöse Kommentatoren (siehe Herkunft). Die von Trump erdachten Fake News Awards wurden am 17. Januar 2018 vergeben. Sie können als eine Fortsetzung seines „Feldzug[s] gegen unliebsame Medien“ verstanden werden.[85][86]

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Gerd Antos: Fake News. Warum wir auf sie reinfallen. Oder: »Ich mache euch die Welt, so wie sie mir gefällt«. In: Der Sprachdienst, Heft 1, 2017, S. 3–22
  • Lars-Broder Keil, Sven Felix Kellerhoff: Fake News machen Geschichte. Gerüchte und Falschmeldungen im 20. und 21. Jahrhundert.[87] Ch. Links Verlag, 2017, ISBN 978-3-86153-961-2
  • Wolfgang Schweiger: Der (des)informierte Bürger im Netz. Wie soziale Medien die Meinungsbildung verändern. Springer Verlag, Wiesbaden, 2017, ISBN 978-3-658-16057-9.
  • Roßnagel, Alexander, u. a., Fake News. Policy Paper, Forum Privatheit und selbstbestimmtes Leben in der digitalen Welt, 2017.
  • Stephan Ruß-Mohl: Die informierte Gesellschaft und ihre Feinde. Warum die Digitalisierung unsere Demokratie gefährdet.[88] 2017, Herbert von Halem Verlag, ISBN 978-3-86962-274-3
  • Karoline Kuhla: Fake News, Carlsen Klartext, Carlsen Verlag, Hamburg 2017, ISBN 978-3-551-31731-5
  • Soroush Vosoughi, Deb Roy, Sinan Aral: The Spread of True and False News Online. In: Science, Band 359, Heft 6380, S. 1146–1151. doi:10.1126/science.aap9559
  • Alexander Sängerlaub, Feuerwehr ohne Wasser? Möglichkeiten und Grenzen des Fact-Checkings als Mittel gegen Desinformation[89], Stiftung Neue Verantwortung, Juli 2018.
  • Volker Barth / Michael Homberg: Fake News. Geschichte und Theorie falscher Nachrichten. In: Geschichte und Gesellschaft, Jg. 44, 2018, Heft 4, S. 619–642.

WeblinksBearbeiten

  Wiktionary: Fake News – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  1. Teil: Ein Gespenst geht um, nicht nur in Europa (1. März 2017)
  2. Teil: Was sind eigentlich "Fake News"? (3. März 2017)
  3. Teil: Haben Internet und soziale Medien "Fake News" groß gemacht?" (6. März 2017)
  4. Teil: Hat Donald Trump denn wirklich immer Unrecht? (14. März 2017)

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. siehe Regelwerk: § 37 (E4), § 55 (3), § 45 (E1) im DWDS, online, abgerufen am 16. Februar 2017
  2. Gerd Antos: Fake News. Warum wir auf sie reinfallen. Oder: »Ich mache euch die Welt, so wie sie mir gefällt«. In: Der Sprachdienst, Heft 1, 2017, Seite 3
  3. "Fake News", "postfaktisch" und "Lügenpresse" landen im Duden manager magazin vom 8. August 2017, abgerufen am 31. August 2017
  4. Fake News, Fake-News, Fakenews, die, duden.de, abgerufen am 31. August 2017
  5. Karoline Kuhla: „Fake News“, Carlsen Klartext, S. 67ff., Carlsen Verlag, Hamburg 2017, ISBN 978-3-551-31731-5
  6. Jannis Brühl, Der Facebook-Faktor: Eine Erschütterung der Demokratie, wie wir sie kennen in Süddeutsche Zeitung vom 2. Mai 2017, abgerufen am 2. Februar 2018
  7. Patrick Beuth, Marc Brost, Peter Dausend, Steffen Dobbert und Götz Hamann: Krieg ohne Blut, in ZEIT-ONLINE vom 26. Februar 2017
  8. Markus Reuter: Fake-News, Bots und Sockenpuppen – eine Begriffsklärung; netzpolitik.org vom 29. November 2016
  9. Elle Hunt: What is fake news? How to spot it and what you can do to stop it. In: The Guardian. 17. Dezember 2016, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 7. Mai 2017]).
  10. Alexander Sängerlaub: Deutschland vor der Bundestagswahl: Überall Fake News? 23. August 2017 (stiftung-nv.de [abgerufen am 9. November 2017]).
  11. Lügenpresse-Hysterie ebbt ab, Medienvertrauen steigt, Institut für Publizistik der Johannes Gutenberg Universität Mainz, abgerufen am 12. April 2018
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