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Álvaro Borja Morata Martín (* 23. Oktober 1992 in Madrid) ist ein spanischer Fußballspieler. Der Stürmer steht seit Januar 2019 bei Atlético Madrid unter Vertrag.

Álvaro Morata
Álvaro Morata.jpg
Álvaro Morata (2017)
Personalia
Name Álvaro Borja Morata Martín
Geburtstag 23. Oktober 1992
Geburtsort MadridSpanien
Größe 189 cm
Position Sturm
Junioren
Jahre Station
2005–2007 Atlético Madrid
2007–2008 FC Getafe
2008–2010 Real Madrid
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2010–2013 Real Madrid Castilla 83 (44)
2010–2014 Real Madrid 37 (10)
2014–2016 Juventus Turin 63 (15)
2016–2017 Real Madrid 26 (15)
2017–2019 FC Chelsea 47 (16)
2019– Atlético Madrid 15 0(6)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2009 Spanien U17 6 0(2)
2010 Spanien U18 2 0(3)
2010–2011 Spanien U19 13 (11)
2013–2014 Spanien U21 13 (13)
2014– Spanien 23 (13)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 6. Juli 2019

2 Stand: 14. November 2017

Inhaltsverzeichnis

KarriereBearbeiten

Im VereinBearbeiten

Álvaro Moratas erste bedeutende Station als Junior war Atlético Madrid, in dessen Nachwuchsmannschaften er von 2005 bis 2007 aktiv war. Nach einem Jahr beim Madrider Vorortklub FC Getafe wechselte der damals 15-Jährige schließlich im Sommer 2008 in die Jugend von Real Madrid. Nach einer Saison in der Altersklasse Juvenil C (U-17) stieg er in der Spielzeit 2009/10 zuerst zu Juvenil A (U-19) und dann zur Drittmannschaft Real Madrid C auf. In diesem Jahr gewann er die Copa de Campeones, die spanische U-19-Vereinsmeisterschaft.

Im Sommer 2010 wurde Morata Teil des Kaders von Real Madrid Castilla, der Zweitmannschaft des Klubs. Sein erstes Spiel in der Segunda División B bestritt er am 29. August 2010 gegen Coruxo FC. Sein Debüt in der ersten Mannschaft folgte am 12. Dezember 2010 in einer Ligabegegnung gegen Real Saragossa, als er in der 88. Spielminute für Ángel Di María eingewechselt wurde.[1] Auch am Pokalsieg der „Königlichen“ war er mit einem Einsatz im Achtelfinale beim 8:0 gegen UD Levante beteiligt. In der Saison 2011/12 kam er erneut zu einem Spiel im Profikader. In der Zweitmannschaft Real Madrid Castilla agierte Morata in diesem Jahr vornehmlich als linker Außenstürmer, während sein Teamkollege Joselu das Angriffszentrum übernahm. Seiner Mannschaft gelang der Aufstieg in die Segunda División sowie der Meistertitel in der Segunda B, wobei er selbst 15 Tore in der Gruppenphase und drei weitere im Aufstiegsplayoff beisteuerte.

Zur Saison 2012/13 wurde Morata in den Kader der Profimannschaft aufgenommen. Am 11. November 2012 schoss er sein erstes Tor in der Primera División, als er nach seiner Einwechslung per Kopf zum 2:1-Sieg gegen UD Levante traf.

Zur Saison 2014/15 wechselte Morata zum italienischen Rekordmeister Juventus Turin. In der Serie A wurde er mit der von Massimiliano Allegri betreuten Mannschaft auf Anhieb italienischer Meister. In der Champions League derselben Saison erreichte Morata mit seinem Team das Finale in Berlin. Im Halbfinale gegen seinen Ex-Klub Real Madrid erzielte er beim 2:1-Heimsieg im Hinspiel und beim 1:1-Unentschieden im Rückspiel in Madrid jeweils einen Treffer. Im Finale gegen den FC Barcelona erzielte der den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1. Die Partie endete mit 3:1 für Barcelona.

Zur Saison 2016/17 kehrte Morata per Rückkaufoption zu Real Madrid zurück.[2] Am Ende der Spielzeit gewann er mit den Königlichen die Meisterschaft und nach 2014 erneut die UEFA Champions League. Er kam dabei jedoch selten über die Rolle des Einwechselspielers hinaus, da Trainer Zinédine Zidane im Sturm weiterhin auf Karim Benzema setzte. Ungeachtet dessen erzielte Morata in 26 Ligaspielen 15 Tore und war damit nach Cristiano Ronaldo der zweitbeste Ligaschütze der Madrilenen. Bereits in der Rückrunde 2016/17 sprach Morata öffentlich seinen Unmut über die zu geringen Einsatzzeiten aus.[3]

Zur Saison 2017/18 wechselte Morata zum FC Chelsea in die Premier League.[4]

Im Januar 2019 kehrte Morata für zunächst eineinhalb Jahre auf Leihbasis zu seinem Jugendverein Atlético Madrid zurück.[5] Bis zum Ende der Saison 2018/19 kam er unter Diego Simeone zu 15 Ligaeinsätzen (13-mal von Beginn), in denen er 6 Tore erzielte. Bereits zur Saison 2019/20 einigte sich Atlético mit dem FC Chelsea auf einen Erwerb der Transferrechte nach dem Ablauf der Leihe.[6]

In der NationalmannschaftBearbeiten

Morata bestritt mit Spanien die U17-Weltmeisterschaft 2009, bei der er in vier Spielen zwei Tore erzielen und mit seiner Mannschaft die Bronzemedaille gewinnen konnte. Bei der U19-EM 2011 holte er mit Spanien den Titel durch ein 3:2 im Finale gegen Tschechien und war darüber hinaus mit sechs Treffern bester Torschütze des Turniers. Sein Debüt in der U21 feierte er im Zuge der Endrunde der EM 2013. Morata bestritt ein überzeugendes Turnier, kam in allen fünf Begegnungen zum Einsatz und wurde mit vier Treffern bester Torschütze des Bewerbes. Die Spanier setzten sich im Endspiel mit 4:2 gegen Italien durch und holten zum vierten Mal den Europameistertitel in dieser Altersklasse.

Bei der Europameisterschaft 2016 in Frankreich wurde er in das Aufgebot Spaniens aufgenommen. In allen Partien stand er in der Startaufstellung und mit drei Treffern war er der erfolgreichste Torschütze der Spanier. Im zweiten Gruppenspiel, dem 3:0-Sieg gegen die Türkei, erzielte er zwei Tore. Gegen Kroatien, im letzten Gruppenspiel bei der 1:2-Niederlage, brachte er sein Team mit 1:0 in Führung. Auch das anschließende Achtelfinale verlor das Team gegen Italien und schied aus.

Am 21. Mai 2018 wurde bekannt gegeben, dass Morata bei der WM-Endrunde in Russland nicht zum spanischen Aufgebot gehören wird.[7] Spaniens Nationaltrainer Julen Lopetegui erklärte: "Wir wollten nicht vier Spieler für ein und dieselbe Position mitnehmen. Ich muss mich entscheiden, es tut weh, aber ich habe nun die Entscheidung getroffen".[8] Mit Diego Costa, Rodrigo Moreno und Iago Aspas hatte Morata zu viel Konkurrenz.

ErfolgeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Álvaro Morata – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Primera División 2010/11, 15. Spieltag: Aufstellung Real Saragossa - Real Madrid, in: weltfussball.de, abgerufen am 12. Dezember 2010
  2. Siehe die offizielle Bestätigung von Real Madrid, 21. Juni 2016, abgerufen am 28. Juni 2016.
  3. Ungeduldig, uneinsichtig: Morata begräbt seinen Real-Traum selbst - REAL TOTAL. Abgerufen am 20. Juli 2017.
  4. Siehe die offizielle Bestätigung von Real Madrid, 19. Juli 2017, abgerufen am 19. Juli 2017.
  5. Welcome, Morata!, en.atleticomadrid.com, abgerufen am 28. Januar 2019
  6. Agreement with Chelsea FC over the transfer of Morata, atleticodemadrid.com, 6. Juli 2019, abgerufen am 6. Juli 2019.
  7. Spanien bei der WM 2018: Kader, Spielplan, Ergebnisse, Highlights | Goal.com. (goal.com [abgerufen am 7. September 2018]).
  8. Alvaro Morata: Spanien-Coach begründet Nicht-Berücksichtigung für die WM. In: 90min.de. 21. Mai 2018 (90min.de [abgerufen am 7. September 2018]).