AS Monaco

monegassischer Fußballverein

Die Association Sportive de Monaco Football Club,[1] allgemein bekannt als AS Monaco, ist ein Fußballverein aus dem Fürstentum Monaco. Sie spielt im französischen Ligabetrieb mit und ist Mitglied im Französischen Fußballverband FFF.

AS Monaco
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Fußballunternehmen
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Name Association Sportive de Monaco
Football Club S.A.M.
Sitz Monaco
Gründung 1. August 1919
Aktionäre 66,67 %: Jekaterina Rybolowlewa
33,33 %: Familie Grimaldi
Präsident Dmitri Rybolowlew
Website asmonaco.com
Erste Mannschaft
Cheftrainer Niko Kovač
Spielstätte Stade Louis II
Plätze 18.520
Liga Ligue 1
2019/20 9. Platz (Quotientenregelung)
Heim
Auswärts

Zwei Drittel der Anteile an der Société Anonyme Monégasque werden von Jekaterina Rybolowlewa, Tochter des russischen Unternehmers und Klubpräsidenten Dmitri Rybolowlew, gehalten. Das übrige Drittel gehört der Familie Grimaldi.[2]

GeschichteBearbeiten

Die AS Monaco wurde am 1. August 1919[3] gegründet, seit 1948 wandelte sie sich zum professionellen Klub. Heimspielort ist das Stade Louis II, ein reines Sitzplatzstadion mit 18.520 Plätzen im Bezirk Fontvieille in Monaco. Vereinspräsident ist seit Ende 2011 Dmitri Rybolowlew.

Mit acht Meistertiteln in der Ligue 1 und fünf Pokalerfolgen gehört Monaco zu den erfolgreichsten Vereinen der französischen Liga. Auf europäischer Ebene erreichte die ASM einmal (1992) das Finale im Europapokal der Pokalsieger, verlor aber mit 0:2 gegen Werder Bremen. Am 26. Mai 2004 verlor Monaco zudem das Finale der UEFA Champions League in Gelsenkirchen mit 0:3 gegen den FC Porto.

Nach 34 Jahren durchgehender Zugehörigkeit zur Ligue 1 spielte die ASM nach Platz 18 und dem Abstieg von 2011 bis 2013 nur noch in der Ligue 2. Der sportlich wie finanziell angeschlagene Verein fand im Dezember 2011 einen neuen Investor: Der russische Milliardär Rybolowlew übernahm über eine seiner Firmen 66,67 Prozent der Anteile der für den Profibereich zuständigen Kapitalgesellschaft (Société Anonyme Sportive Professionnelle)[4] und das Präsidentenamt. Das restliche Drittel verbleibt beim Gesamtverein, um „die Interessen des Fürstentums [zu] repräsentieren“.[5] 2013 erreichte der Verein Platz eins der Ligue 2 und damit den Wiederaufstieg.

 
Logo bis 2013

Zur Erstligasaison 2013/14 verpflichtete der Verein João Moutinho, James Rodríguez (beide vom FC Porto) und Falcao von Atlético Madrid für zusammen geschätzte 120 bis 130 Millionen Euro[6] – eine Größenordnung, die der Verein allerdings dementiert hat.[7]

Weil die Kapitalgesellschaft dem monegassischen Steuerrecht unterliegt und damit einen erheblichen Wettbewerbsvorteil besitzt, beschloss der Profiligaverband FFF im März 2013, dass ab der Saison 2014/15 alle französischen Erst- und Zweitligavereine – also auch die AS Monaco – ihren steuerlichen Sitz in Frankreich haben müssen.[8] Nachdem der Verein Widerspruch beim FFF-Exekutivkomitee eingelegt hatte,[9] schloss er mit dem Ligaverband einen Vergleich, wonach er seinen Sitz im Fürstentum behält und eine Kompensation von 50 Millionen Euro zahlt, die auf die anderen Klubs verteilt werden.[10] Diese Vereinbarung ist aber noch nicht endgültig, weil sieben Erstligisten (Bordeaux, Caen, Lille, Lorient, Marseille, Montpellier und Paris) die Summe für unangemessen niedrig halten und zudem der FFF das Recht bestreiten, eine solche überhaupt abzuschließen.[11]

In der Saison 2016/17 gewannen die Monegassen nach 17 Jahren wieder die französische Meisterschaft[12] und standen im Halbfinale der Champions League.[13]

Am 11. Oktober 2018 trennte sich der Klub auf Tabellenplatz 18 von Trainer Leonardo Jardim.[14] Sein Nachfolger wurde Thierry HenryWeltmeister 1998, Europameister 2000 und früherer AS-Spieler. Er erhielt einen Vertrag bis 2021.[15]

Auch Mitglieder der monegassischen Fürstenfamilie sind bei Heimspielen oft anwesend; Fürst Albert II. ist Anhänger des Vereins.

LigazugehörigkeitBearbeiten

Profistatus hat die ASM 1933/34 sowie ab 1948 besessen; der Division 1 bzw. Ligue 1 (seit 2002) gehörte Monaco 1953–1969, 1971/72, 1973–1976 und 1977–2011 an und spielt dort aktuell wieder seit 2013.

ErfolgeBearbeiten

NationalBearbeiten

InternationalBearbeiten

Für den Verein wichtige ehemalige SpielerBearbeiten

Frankreich  Frankreich

Doppelstaatsbürger

Argentinien  Argentinien

Belgien  Belgien

Bosnien und Herzegowina  Bosnien und Herzegovina

Brasilien  Brasilien

Kamerun  Kamerun

Togo  Togo

Tschad  Tschad

Kroatien  Kroatien

Kolumbien  Kolumbien

Kongo Demokratische Republik  Demokratische Republik Kongo

Danemark  Dänemark

Deutschland  Deutschland

England  England

Italien  Italien

Liberia  Liberia

Mexiko  Mexiko

Nigeria  Nigeria

Norwegen  Norwegen

Portugal  Portugal

Rumänien  Rumänien

Schottland  Schottland

Schweiz  Schweiz

Senegal  Senegal

Spanien  Spanien

Korea Sud  Südkorea

Uruguay  Uruguay

Trainer (seit 1948)Bearbeiten

Aktueller Kader 2020/21Bearbeiten

Stand: 21. November 2020[16]

Nr. Nat. Name Geburtstag im Verein seit Vertrag bis
Tor
40 Frankreich  Benjamin Lecomte 26.04.1991 2019 2024
1 Polen  Radoslaw Majecki 16.11.1999 2020 2024
30 Italien  Vito Mannone 02.03.1988 2020 2022
Abwehr
02 Frankreich  Fodé Ballo-Touré 03.01.1997 2019 2023
03 Chile  Guillermo Maripán 06.05.1994 2019 2024
12 Brasilien  Caio Henrique 31.07.1997 2020 2024
20 Frankreich  Axel Disasi 11.03.1998 2020 2025
21 Serbien  Strahinja Pavlović 24.05.2001 2020 2024
26 Frankreich  Ruben Aguilar 26.04.1993 2019 2023
29 Frankreich  Djibril Sidibé 29.07.1992 2020 2022
32 Frankreich  Benoît Badiashile 26.03.2001 2018 2024
34 Frankreich  Chrislain Matsima 15.05.2002 2020 2022
Mittelfeld
07 Nigeria  Henry Onyekuru 05.06.1997 2019 2024
08 Frankreich  Aurélien Tchouaméni 27.01.2000 2020 2024
011 Portugal  Gelson Martins 11.05.1995 2019 2024
17 Russland  Alexander Golowin 30.05.1996 2018 2023
22 Frankreich  Youssouf Fofana 10.01.1999 2020 2024
35 Portugal  Florentino Luís 19.08.1999 2020 2021
36 Belgien  Eliot Matazo 15.02.2002 2020
37 Frankreich  Sofiane Diop 09.06.2000 2020 2023
38 Frankreich  Enzo Millot 17.07.2002 2020
Sturm
09 Frankreich  Wissam Ben Yedder (C)  12.08.1990 2019 2024
10 Montenegro  Stevan Jovetic 02.11.1989 2017 2021
13 Frankreich  Willem Geubbels 16.08.2001 2018 2023
19 Italien  Pietro Pellegri 17.03.2001 2018 2022
31 Deutschland  Kevin Volland 30.07.1992 2020 2024

BasketballBearbeiten

Die Basketballmannschaft des Vereins spielte 17 Jahre in der LNB Pro A und wurde 1950 französischer Vizemeister.

LiteraturBearbeiten

  • Thierry Berthou/Collectif: Dictionnaire historique des clubs de football français. Pages de Foot, Créteil 1999 – Band 1 (A-Mo) ISBN 2-913146-01-5, Band 2 (Mu-W) ISBN 2-913146-02-3.
  • Jean Cornu: Les grandes équipes françaises de football. Famot, Genève 1978.

WeblinksBearbeiten

Commons: AS Monaco – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: AS Monaco – in den Nachrichten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Das Unternehmen im Journal de Monaco, abgerufen am 11. September 2017.
  2. Monaco have plenty of money and ambition but not many supporters, 20. September 2013, abgerufen am 11. September 2017.
  3. Status. (Nicht mehr online verfügbar.) AS Monaco Football Club, archiviert vom Original am 26. Dezember 2015; abgerufen am 26. Dezember 2015 (französisch).
  4. Russischer Investor kauft Krisenklub Monaco. (Memento vom 28. November 2012 im Internet Archive) In: Zeit Online
  5. Meldung. In: France Football, 24. Dezember 2011
  6. 50 Millionen Euro Ablöse: AS Monaco macht Falcao-Deal perfekt. In: Spiegel Online. 1. Juni 2013, abgerufen am 1. Juni 2013.
  7. France Football, 4. Juni 2013, S. 11
  8. Monaco reagiert auf die Entscheidung der LFP. In: francefootball.fr, 22. März 2013
  9. France Football, 2. April 2013, S. 13
  10. Siehe den Monaco va bien payer 50 millions d’euros à la LFP. In: francefootball.fr, 24. Januar 2014
  11. Mystères Rybolovlev. In: France Football, 8. Juli 2014, S. 50
  12. Frankreich liegt dem AS Monaco zu Füßen. n-tv.de, 18. Mai 2017, abgerufen am 21. Mai 2017.
  13. Champions League Halbfinale Juventus Turin besiegt AS Monaco. sport1.de, 9. Mai 2017, abgerufen am 21. Mai 2017.
  14. BVB-Gegner Monaco feuert seinen Trainer Jardim. In: waz.de. Funke Mediengruppe, 12. Oktober 2018, abgerufen am 12. Oktober 2018.
  15. Thierry Henry wird neuer Trainer in Monaco. In: focus.de. SID, 13. Oktober 2018, abgerufen am 13. Oktober 2018.
  16. https://www.transfermarkt.de/as-monaco/kader/verein/162