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FC Metz

französischer Fußballverein aus Metz

Der Football Club de Metz ist ein französischer Fußballverein aus der lothringischen Stadt Metz.

FC Metz
Logo des FC Metz
Basisdaten
Name Football Club de Metz
Sitz Metz, Frankreich
Gründung 2. Februar 1912
(als SpVgg 1912 Metz)
1. Januar 1919
(Neugründung als CA Messin Metz)
Präsident Bernard Serin
Website fcmetz.com
Erste Mannschaft
Trainer Philippe Hinschberger
Spielstätte Stade Saint-Symphorien
Plätze 25.636
Liga Ligue 1
2017/18 20. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ

In Anspielung auf den kastanienroten Ton in den Vereinsfarben lautet der Spitzname des Teams „Les Grenats“ (die Granatroten). Im Wappen ist der Drache Graoully abgebildet.

Der Präsident des Clubs ist Bernard Serin. Die Profimannschaft wird von Philippe Hinschberger trainiert.[1]

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Die Ursprünge des Vereins gehen auf die Fusion der damals deutschen Vereine Metzer SpVgg, FC Metis Metz und FC Alte Herren Metz zur SpVgg 1912 Metz am 2. Februar 1912 zurück. Nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg trat das Deutsche Reich die Provinz Elsaß-Lothringen an Frankreich ab. Infolgedessen wurden alle deutschen Vereine und somit auch die SpVgg 1912 aufgelöst. Mehrere ehemalige Mitglieder gründeten daraufhin am 1. Januar 1919 die CA Messin Metz. Durch die Fusion mit AS Metz zum FC Metz am 15. April 1932 wurde die Grundlage zur Teilnahme am neugeschaffenen professionellen Spielbetrieb in Frankreich (Division 1) geschaffen.

Zwischen 1934 und 1936 hieß der Verein kurzzeitig Club des Sports Metz. Zur Zeit der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg wurde der Verein 1940 in FV Metz umbenannt und spielte ab 1941 in der deutschen Gauliga Westmark, in der er dreimal in Folge Vizemeister wurde. Nach der Befreiung Frankreichs 1944 nahm der Verein wieder den Namen FC Metz an.

Von 1967 bis 2002 gehörte der FC Metz der höchsten französischen Spielklasse, der Division 1, an. Danach pendelte der Verein zwischen erster und zweiter Liga (Abstiege 2002, 2006 und 2008); 2011 entging er nur knapp dem Abstieg in die Drittklassigkeit. Am Ende der Folgesaison trat er als Tabellen-18. zum ersten Mal seit Einführung des professionellen Fußballs in Frankreich (1932/33) den Gang in die dritte Liga an. Hier stieg man als Tabellenzweiter direkt wieder in die Ligue 2 und ein Jahr später in die Ligue 1 auf. Wieder ein Jahr später stieg man erneut in die Ligue 2 ab, um ein Jahr später wieder aufzusteigen.

Sportliche ErfolgeBearbeiten

MeisterschaftBearbeiten

Der Club hat bisher keine Meisterschaft gewonnen. 1997/98 wurde er aufgrund der schlechteren Tordifferenz Vizemeister hinter dem RC Lens.

PokalBearbeiten

Der FC Metz gewann zweimal den französischen Pokal und stand 1938 im Finale:

1996 kam der Gewinn des Ligapokals durch ein 5:4 im Elfmeterschießen gegen Olympique Lyon dazu.

EuropapokalbilanzBearbeiten

Seinen größten internationalen Erfolg erreichte der FC Metz in der Saison 1984/85. In der ersten Runde des Europapokals der Pokalsieger traf der FCM auf den FC Barcelona. Nachdem das Hinspiel vor heimischer Kulisse mit 2:4 verloren worden war, besiegte der FC Metz die Mannschaft um Bernd Schuster im Stadion Camp Nou mit 4:1 und zog in die nächste Runde ein. Dort schied man gegen Dynamo Dresden aus. Im Hinspiel in Dresden unterlag man 1:3, das Rückspiel in Metz endete 0:0.

Als Vizemeister spielte man 1998 in der Qualifikation zur UEFA Champions League 1998/99. Dort scheiterte man am finnischen Club HJK Helsinki und spielte in der ersten Runde des UEFA-Pokals weiter. Dort schied man gegen den jugoslawischen Vertreter Roter Stern Belgrad aus.

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1968/69 Messestädte-Pokal 1. Runde Deutschland Bundesrepublik  Hamburger SV 3:7 1:4 (H) 2:3 (A)
1969/70 Messestädte-Pokal 1. Runde Italien  SSC Neapel 2:3 1:1 (H) 1:2 (A)
1984/85 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Spanien  FC Barcelona 6:5 2:4 (H) 4:1 (A)
2. Runde Deutschland Demokratische Republik 1949  Dynamo Dresden 1:3 1:3 (A) 0:0 (H)
1985/86 UEFA-Pokal 1. Runde Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Hajduk Split 3:7 1:5 (A) 2:2 (H)
1988/89 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Belgien  RSC Anderlecht 1:5 1:3 (H) 0:2 (A)
1995 UEFA Intertoto Cup Gruppenphase Island  Keflavík ÍF 2:1 2:1 (A)
Schottland  Partick Thistle 2:1 2:1 (H)
Kroatien  NK Zagreb 1:0 1:0 (A)
Osterreich  LASK Linz 1:0 1:0 (H)
Achtelfinale Rumänien  Ceahlăul Piatra Neamț 0:2 0:2 (A)
Viertelfinale Frankreich  Racing Straßburg 2:0 2:0 (A)
1996/97 UEFA-Pokal 1. Runde Osterreich  FC Tirol Innsbruck 1:0 0:0 (A) 1:0 (H)
2. Runde Portugal  Sporting Lissabon 3:2 2:0 (H) 1:2 (A)
3. Runde England  Newcastle United 1:3 1:1 (H) 0:2 (A)
1997/98 UEFA-Pokal 1. Runde Belgien  Excelsior Mouscron 6:1 2:0 (A) 4:1 (H)
2. Runde Deutschland  Karlsruher SC 1:3 0:2 (H) 1:1 (A)
1998/99 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde Finnland  HJK Helsinki 1:2 0:1 (A) 1:1 (H)
1998/99 UEFA-Pokal 1. Runde Jugoslawien Bundesrepublik 1992  Roter Stern Belgrad 3:3
(3:4 i. E.)
1:2 (A) 2:1 n. V. (H)
1999 UEFA Intertoto Cup 2. Runde Slowakei  MŠK Žilina 4:2 1:2 (A) 3:0 (H)
3. Runde Belgien  SC Lokeren (a)2:2(a) 2:1 (A) 0:1 (H)
Halbfinale Polen  Polonia Warschau 6:2 5:1 (H) 1:1 (A)
Finale England  West Ham United 2:3 1:0 (A) 1:3 (H)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 40 Spiele, 15 Siege, 8 Unentschieden, 17 Niederlagen, 53:56 Tore (Tordifferenz −3)

Kader 2016/17Bearbeiten

Stand: 28. September 2016[2]

Nr. Position Name
1 Frankreich  TW Thomas Didillon
3 Frankreich  AB Jonathan Rivierez
4 Serbien  AB Milan Biševac
5 Argentinien  AB Guido Milán
6 Frankreich  AB Simon Falette
7 Frankreich  ST Gauthier Hein
8 Frankreich  MF Yann Jouffre
9 Turkei  ST Mevlüt Erdinç
10 Elfenbeinküste  MF Cheick Doukouré
11 Frankreich  ST Opa Nguette
12 Frankreich  AB Matthieu Udol
13 Frankreich  AB Franck Signorino
14 Kamerun  MF Georges Mandjeck
16 Japan  TW Eiji Kawashima
Nr. Position Name
17 Senegal  ST Habib Diallo
18 Frankreich  ST Thibaut Vion
19 Frankreich  MF Florent Mollet
20 Frankreich  MF Alexis Larriere
21 Luxemburg  AB Vahid Selimovic
22 Frankreich  MF Kévin Lejeune
23 Luxemburg  AB Chris Philipps
24 Frankreich  MF Renaud Cohade
25 Spanien  AB Iván Balliu
26 Senegal  ST Ismaïla Sarr
27 Lettland  MF Jānis Ikaunieks
28 Nigeria  MF Popoola Saliu
29 Luxemburg  ST Vincent Thill
30 Frankreich  TW David Oberhauser
32 Kamerun  AB Benoît Assou-Ekotto

TrainerBearbeiten

SpielerBearbeiten

StadionBearbeiten

 
Das Stadion des FC Metz

Der FC Metz trägt seine Heimspiele im 1923 eröffneten und 26.700 Zuschauer fassenden Stade Saint-Symphorien aus. Diese befindet sich im Vorort Longeville-lès-Metz.

FrauenfußballBearbeiten

Der FC Metz besaß frühzeitig auch eine Frauenfußballabteilung. Nach dessen Legalisierung (1970) und der Einführung einer französischen Landesmeisterschaft (1974) nahm die Frauschaft bis 1989 nahezu ununterbrochen an den zunächst im Turniermodus ausgetragenen Endrunden teil, fehlte darin lediglich in der Saison 1978/79. Unter die vier besten Teams kam sie dabei allerdings kein einziges Mal. Ihre dominante Stellung im Nordosten Frankreichs verlor sie zu Beginn der 1990er Jahre insbesondere an die ASPTT Strasbourg, den FC Vendenheim und die lothringischen Konkurrentinnen von der AS Nancy. So konnte sich der FC Metz auch nicht für die 1992 neu geschaffene höchste Frauenliga (Championnat National 1 A) qualifizieren. Ebenso wenig erreichten Metzer Fußballspielerinnen die frankreichweiten Hauptrunden im 2001 eingeführten Pokalwettbewerb.

Erst in der Saison 2014/15 spielen Metz’ Frauen wieder auf höchstem nationalen Niveau, inzwischen in Division 1 Féminine umbenannt. Diesen Umstand verdankte der Verein allerdings nicht eigenen sportlichen Leistungen, sondern lediglich der Tatsache, dass die Frauenfußballabteilung der nordlothringischen AS Algrange sich nach ihrem Aufstieg dem FC Metz anschloss, weil sie sich dort eine bessere finanzielle Ausstattung erhoffte. Ihre Heimspiele trägt Metz’ Frauschaft weiterhin im Stade du Batzenthal von Algrange aus. Nach einem Jahr wieder zweitklassig, spielten Metz' Frauen 2016/17 erneut in der ersten Liga, nur um nach dieser Saison wiederum abzusteigen.

LiteraturBearbeiten

  • Thierry Berthou/Collectif: Dictionnaire historique des clubs de football français. Pages de Foot, Créteil 1999 – Band 1 (A-Mo) ISBN 2-913146-01-5, Band 2 (Mu-W) ISBN 2-913146-02-3

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten