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HSC Montpellier

französischer Fußballverein

Der Montpellier Hérault Sport Club ist ein französischer Fußballverein aus der Stadt Montpellier im südfranzösischen Département Hérault.

Montpellier HSC
HSC Montpellier Logo.svg
Basisdaten
Name Montpellier Hérault Sport Club
Sitz Montpellier, Frankreich
Gründung 1919
Präsident Laurent Nicollin
Website mhscfoot.com
Erste Mannschaft
Cheftrainer Michel Der Zakarian
Spielstätte Stade de la Mosson
Plätze 32.500
Liga Ligue 1
2017/18 10. Platz
Heim
Auswärts

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

 
Mannschaft von Stade Olympique Montpelliérain 1919

Gegründet wurde der Verein 1919 unter dem Namen Stade Olympique Montpelliérain. Diesen Namen trug er bis 1926, dann wieder 1937–1941 sowie 1945–1969. Dazwischen hieß er Sports Olympiques Montpelliérains bzw. US Olympique de Montpellier. 1969 wurde der Verein aufgelöst. Die anschließende Neugründung hieß Montpellier-Littoral FC, ab 1974 infolge einer Fusion Montpellier La Paillade SC; seit 1989 trägt der Verein seinen derzeitigen Namen. Die heutigen Vereinsfarben sind Dunkelblau und Orange; die Ligamannschaft spielt im Stade de la Mosson, das 32.500 Zuschauern Platz bietet.

2009 übernahm der ehemalige französische Jugendnationaltrainer René Girard den Erstligaaufsteiger und er führte den MHSC prompt auf einen Europa League-Qualifikationsplatz. Dort scheiterte das Team jedoch bereits in der dritten Qualifikationsrunde nach Elfmeterschießen an Győri ETO FC. Nachdem der Klub 2010/11 nur knapp dem Abstieg entgangen war, wuchs die Elf 2011/12 um Spieler wie Giroud, Belhanda und Yanga-Mbiwa weiter zusammen und spielte von Beginn an um die Tabellenspitze mit, woraus sich ein Zweikampf mit den finanzstarken „Kataris“ von Paris Saint-Germain entwickelte. Am 29. Spieltag übernahm Montpellier die Führung und gab diese bis zum Saisonende nicht mehr ab, beendete auch sein wegen Zuschauerausschreitungen mehrfach unterbrochenes letztes Spiel bei der AJ Auxerre siegreich und gewann so den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte.[1] Die Männer hatten 1929 und 1990 bereits zweimal den Landespokal gewonnen. Für den Kolumnisten Jean-Michel Larqué war dies insbesondere der Arbeit von Trainer Girard zu verdanken, für den dies zudem eine „späte Revanche“ für seinen „Hinauswurf“ 2008 durch den französischen Verband darstellte.[2]

Vereinspräsident war seit 1974 Louis Nicollin, dessen Unternehmen der Verein gehört, und der das Amt 2017, kurz vor seinem Tod, an seinen Sohn Laurent weiterreichte. Die erste Mannschaft wird seit Juli 2017 von Michel Der Zakarian trainiert, der Frédéric Hantz ablöste.

LigazugehörigkeitBearbeiten

Erstklassig (Division 1, seit 2002 in Ligue 1 umbenannt) spielte der Klub 1932–1935, 1939–1943, 1944/45, 1946–1950, 1952/53, 1961–1963, 1981/82, 1987–2000, 2001–2004 und wieder ab 2009.

LogohistorieBearbeiten

Kader 2018/19Bearbeiten

Stand: 24. September 2018

Nr. Position Name
2 Frankreich  AB Ruben Aguilar
3 Frankreich  AB Daniel Congré
4 Brasilien  AB Vitorino Hilton ((C) )
5 Portugal  AB Pedro Mendes
6 Frankreich  MF Junior Sambia
7 Frankreich  MF Paul Lasne
8 Kamerun  AB Ambroise Oyongo
9 Elfenbeinküste  ST Giovanni Sio
10 Frankreich  ST Gaëtan Laborde
11 Frankreich  ST Andy Delort
12 Frankreich  ST Bilal Boutobba
13 Tunesien  MF Ellyes Skhiri
14 Frankreich  AB Damien Le Tallec
15 Frankreich  AB Bryan Passi
16 Frankreich  TW Dimitry Bertaud
Nr. Position Name
17 Frankreich  ST Jérémie Porsan-Clemente
18 Frankreich  ST Yanis Ammour
19 Senegal  ST Souleymane Camara
20 Sudafrika  ST Keagan Dolly
21 Frankreich  MF Kylian Kaiboue
22 Frankreich  MF Killian Sanson
23 Uruguay  MF Facundo Píriz
25 Frankreich  MF Florent Mollet
26 Frankreich  AB Morgan Poaty
27 Frankreich  AB Clément Vidal
29 Frankreich  MF Amir Adouyev
30 Frankreich  TW Jonathan Ligali
31 Frankreich  AB Nicolas Cozza
32 Serbien  ST Petar Škuletić
40 Frankreich  TW Benjamin Lecomte

ErfolgeBearbeiten

EuropapokalbilanzBearbeiten

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1988/89 UEFA-Pokal 1. Runde Portugal  Benfica Lissabon 1:6 0:3 (H) 1:3 (A)
1990/91 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Niederlande  PSV Eindhoven 1:0 1:0 (H) 0:0 (A)
2. Runde Rumänien  Steaua Bukarest 8:0 5:0 (H) 3:0 (A)
Viertelfinale England  Manchester United 1:3 1:1 (A) 0:2 (H)
1996/97 UEFA-Pokal 1. Runde Portugal  Sporting Lissabon 1:2 1:1 (H) 0:1 (A)
1997 UEFA Intertoto Cup Gruppenphase Rumänien  Gloria Bistrița 2:1 2:1 (A)  
Jugoslawien Bundesrepublik 1992  FK Čukarički 3:1 3:1 (H)  
Bulgarien  Spartak Warna 1:1 1:1 (A)  
Niederlande  FC Groningen 3:0 3:0 (H)  
Halbfinale Deutschland  1. FC Köln (a)2:2(a) 1:2 (A) 1:0 (H)
Finale Frankreich  Olympique Lyon 2:4 0:1 (H) 2:3 (A)
1999 UEFA Intertoto Cup 2. Runde Aserbaidschan  FK Qarabağ Ağdam 9:0 3:0 (A) 6:0 (H)
3. Runde Spanien  Espanyol Barcelona 4:1 2:0 (A) 2:1 (H)
Halbfinale Deutschland  MSV Duisburg 4:1 1:1 (A) 3:0 (H)
Finale Deutschland  Hamburger SV 2:2
(3:0 i. E.)
1:1 (H) 1:1 n. V. (A)
1999/2000 UEFA-Pokal 1. Runde Jugoslawien Bundesrepublik 1992  Roter Stern Belgrad 3:2 1:0 (A) 2:2 (H)
2. Runde Spanien  Deportivo La Coruña 1:5 1:0 (A) 2:2 (H)
2010/11 UEFA Europa League 3. Runde Ungarn  Győri ETO FC 1:1
(3:4 i. E.)
1:0 (A) 0:1 n. V. (H)
2012/13 UEFA Champions League Gruppenphase England  FC Arsenal 1:4 1:2 (H) 0:2 (A)
Deutschland  FC Schalke 04 3:3 2:2 (A) 1:1 (H)
Griechenland  Olympiakos Piräus 2:5 1:2 (H) 1:3 (A)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 38 Spiele, 14 Siege, 10 Unentschieden, 14 Niederlagen, 55:44 Tore (Tordifferenz +11)

Bekannte Spieler in der VergangenheitBearbeiten

FrauenfußballBearbeiten

Die Frauenabteilung des MHSC entstand erst 2001, als sich die Spielerinnen des Erstligisten Entente Montpellier Le Crès dem Verein anschlossen. Bereits 2004 und erneut 2005 gewannen sie die französische Fußballmeisterschaft und spielen auch 2013/14 in der höchsten nationalen Liga. 2006 erreichten sie das Halbfinale im europäischen Meisterwettbewerb. Auch im französischen Landespokal waren Montpelliers Frauen mit drei Titeln und vier weiteren Endspielteilnahmen sehr erfolgreich.

Aus den Reihen des Klubs gingen zahlreiche Nationalspielerinnen hervor; die Titelgewinne sind aber insbesondere mit vier Namen verbunden: Hoda Lattaf spielte von 2001 bis 2006 und erneut seit Anfang 2009 für das Ligateam des MHSC, Élodie Ramos und Ludivine Diguelman sogar durchgehend seit 2002 beziehungsweise 2003; alle drei blieben dort bis zum Sommer 2014. Sarah M’Barek wirkte von 2001 bis 2005 als Spielerin und anschließend – als Nachfolgerin von Patrice Lair – bis 2013 als Cheftrainerin bei Montpellier.

ErfolgeBearbeiten

  • Französischer Meister: 2004, 2005
  • Französischer Pokalsieger: 2006, 2007, 2009 (und Finalistinnen 2003, 2010, 2011, 2012, 2015)

LiteraturBearbeiten

  • Thierry Berthou/Collectif: Dictionnaire historique des clubs de football français. Pages de Foot, Créteil 1999 – Band 1 (A-Mo) ISBN 2-913146-01-5, Band 2 (Mu-W) ISBN 2-913146-02-3.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. faz.net Montpellier Meister nach Chaos-Spiel
  2. France Football vom 15. Mai 2012, S. 11

WeblinksBearbeiten

  Commons: HSC Montpellier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien