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المملكة الأردنّيّة الهاشميّة
al-Mamlaka al-Urdunniyya al-Hāschimiyya
Haschemitisches Königreich Jordanien
Flagge Jordaniens
Wappen Jordaniens
Flagge Wappen
Amtssprache Arabisch
Hauptstadt Amman
Staatsform Erbmonarchie
Regierungssystem konstitutionelle Monarchie
Staatsoberhaupt König
Abdullah II.
Regierungschef Ministerpräsident
Hani al-Mulki[1]
Fläche 89.342 km²
Einwohnerzahl 9.531.712 (2015)
Bevölkerungsdichte 107 Einwohner pro km²
Bevölkerungs­entwicklung +0,86 %[2] (2016)
Bruttoinlandsprodukt
  • Total (nominal)
  • Total (KKP)
  • BIP/Einw. (nominal)
  • BIP/Einw. (KKP)
2016[3]
  • 38,74 Mrd. $ (90.)
  • 85,64 Mrd. $ (87.)
  • 5.554 $ (91.)
  • 12.278 $ (95.)
Index der menschlichen Entwicklung 0,741 (86.) (2016)[4]
Währung Jordanischer Dinar (JOD)
Unabhängigkeit 25. Mai 1946
(vom Vereinigten Königreich)
Nationalhymne as-Salam al-Maliki al-Urdunni
Zeitzone UTC+2
Kfz-Kennzeichen JOR
ISO 3166 JO, JOR, 400
Internet-TLD .jo und .الاردن
Telefonvorwahl +962
ÄgyptenTunesienLibyenAlgerienMarokkoMauretanienSenegalGambiaGuinea-BissauGuineaSierra LeoneLiberiaElfenbeinküsteGhanaTogoBeninNigeriaÄquatorialguineaKamerunGabunRepublik KongoAngolaDemokratische Republik KongoNamibiaSüdafrikaLesothoSwasilandMosambikTansaniaKeniaSomaliaDschibutiEritreaSudanRuandaUgandaBurundiSambiaMalawiSimbabweBotswanaÄthiopienSüdsudanZentralafrikanische RepublikTschadNigerMaliBurkina FasoJemenOmanVereinigte Arabische EmirateSaudi-ArabienIrakIranKuwaitKatarBahrainIsraelSyrienLibanonJordanienZypernTürkeiAfghanistanTurkmenistanPakistanGriechenlandItalienMaltaFrankreichPortugalSpanienKanarenKap VerdeMauritiusRéunionMayotteKomorenSeychellenMadagaskarSão Tomé und PríncipeSri LankaIndienIndonesienBangladeschVolksrepublik ChinaNepalBhutanMyanmarKanadaDänemark (Grönland)IslandMongoleiNorwegenSchwedenFinnlandIrlandVereinigtes KönigreichNiederlandeBelgienDänemarkSchweizÖsterreichDeutschlandSlowenienKroatienTschechische RepublikSlowakeiUngarnPolenRusslandLitauenLettlandEstlandWeißrusslandMoldawienUkraineMazedonienAlbanienMontenegroBosnien und HerzegowinaSerbienBulgarienRumänienGeorgienAserbaidschanArmenienKasachstanUsbekistanTadschikistanKirgisistanRusslandVereinigte StaatenMaledivenJapanNordkoreaSüdkoreaRepublik China (Taiwan)SingapurAustralienMalaysiaBruneiPhilippinenThailandVietnamLaosKambodschaIndienJordan on the globe (Afro-Eurasia centered).svg
Über dieses Bild
Jo-map (German).png

Das Haschemitische Königreich Jordanien (arabisch الأُرْدُنّ al-Urdunn) ist ein arabischer Staat in Vorderasien. Es grenzt an Israel, den im Westjordanland gelegenen Teil der Palästinensischen Autonomiegebiete, wobei die Grenze unter israelischer Kontrolle steht, Syrien, Irak, Saudi-Arabien und an das Rote Meer am Golf von Akaba, an dem es eine Seegrenze zu Ägypten hat. Jordanien zählt zu den so genannten Maschrek-Staaten.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Jordanien ist ein Land mit hohem Wüstenanteil und lässt sich von West nach Ost in drei Großlandschaften gliedern: Der von Norden nach Süden verlaufende Jordangraben erreicht am Toten Meer den tiefsten trockenen Punkt der Erdoberfläche (425 m unter dem Meeresspiegel). Der Große Afrikanische Grabenbruch setzt sich südlich über den Golf von Akaba ins Rote Meer fort. Das ostjordanische Bergland steigt in einer schroffen, zerklüfteten Steilwand über dem Jordangraben auf. Dieses Faltengebirge erreicht im Dschabal Ram 1754 Meter (zweithöchster Berg des Landes nach dem Jabal Umm ad Dāmī bei Aqaba) und gliedert sich durch mehrere Hochebenen. Den nördlichen Teil bildet das Gilead-Gebirge, auf dessen Hochflächen die Städte Amman, Zarqa und Irbid liegen. Die im Osten an das Bergland anschließenden Wüstentafelländer nehmen etwa zwei Drittel Jordaniens ein.

KlimaBearbeiten

Der Nordwesten des Landes hat Mittelmeerklima mit heißen trockenen Sommern und kühlen feuchten Wintern sowie einer jährlichen Niederschlagsmenge von rund 800 mm. Im Osten und Süden gibt es weniger Niederschläge (100 mm). Im weitaus größten Teil Jordaniens herrscht kontinentales Wüstenklima. Die mittleren Sommer- beziehungsweise Wintertemperaturen liegen in Amman bei 31 bis 38 °C beziehungsweise 13 bis 19 °C.

Flora und FaunaBearbeiten

Aufgrund der unterschiedlichen Klimaverhältnisse variiert auch die Vegetation. Die großen Trockengebiete und das Bergland sind nur spärlich mit Dornstrauchvegetation wie Tamarisken und Schirmakazien bewachsen. In den Steppen finden sich auch weitläufige Grasflächen. Ursprünglich war das Land stark bewaldet; nördlich von Amman zeigt die Aufforstung erste Erfolge, es gibt größere und kleinere Waldflächen mit Zypressen, Eichen, Akazien und überwiegend Kiefern.

Die heimische Tierwelt ist trotz der kargen Vegetation recht vielfältig: Geier, Hamster und Steinadler finden sich ebenso wie Hyänen, Wildkatzen, Enten, Wölfe, Gazellen, Steinböcke und Wildziegen. Es gibt verschiedene Eidechsenarten, Schmetterlinge und Skorpione. In Jordanien kommen 24 Fledermaus-Arten vor.[5]

BevölkerungBearbeiten

 
Bevölkerungspyramide Jordanien 2016

Die Amtssprache ist Arabisch. Ferner werden regional verschiedene Beduinendialekte sowie die jeweiligen Sprachen von ethnischen Minderheiten gesprochen.

Das Bevölkerungswachstum liegt bei 0,9 Prozent; gut 35 Prozent der Jordanier sind unter 15 Jahre. Infolge starker Landflucht leben etwa 79 Prozent der Einwohner in den Städten, vor allem im Nordwesten des Landes. Die Lebenserwartung der Menschen lag im Zeitraum von 2010 bis 2015 durchschnittlich bei 73,8 Jahren (Frauen: 75,5 Jahre, Männer: 72,2 Jahre).[6]

Die Bevölkerung ist in Durchschnitt 22,3 Jahre alt, eine Frau bekommt im Laufe ihres Lebens im Schnitt 3,18 Kinder.[2]

Aufrund der hohen Geburtenrate und der millionenfachen Anzahl von Flüchtlingen aus Palästina und Syrien im Land, ist die Bevölkerungszahl heute knapp 20 mal so hoch wie noch 1950.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohnerzahl
1950 481.000
1960 932.000
1970 1.719.000
1980 2.374.000
1990 3.561.000
2000 5.103.000
2010 7.182.000
2017 9.702.000

Quelle: UN[7]

EthnienBearbeiten

Die Mehrheit der Bevölkerung von 5.970.000 Einwohnern bestand nach den Ergebnissen von 2011 zu 98 Prozent aus Arabern, einschließlich der 1.835.704 registrierten arabischen Palästinenser und der etwa 700.000 Flüchtlinge aus dem benachbarten Irak. Gezählt wurden daneben 102.000 Tscherkessen, 18.000 Drusen, 6300 „Zigeuner“ (gypsies), 6300 Turkmenen, 5400 Aserbaidschaner, 5000 Tschetschenen, 5600 Philippiner, 4700 Kurden, 1300 Griechen sowie kleinere ethnische Gruppen.[8]

Über 50 Prozent der arabischen Bevölkerung[9][10][11] stammen von den etwa 800.000 zugewanderten Palästinensern ab, die nach dem Palästinakrieg und dem Sechstagekrieg nach Jordanien geflohen waren.

Die beiden größten Städte Jordaniens, Amman und Zarqa, haben palästinensische Bevölkerungsmehrheiten von 90 bis 99 Prozent.[12] Etwa 337.000 oder 17 Prozent der 1,9 Millionen im Land registrierten Flüchtlinge, denen Jordanien als einziges arabisches Land die Staatsbürgerschaft gewährt hat, leben nach wie vor in zehn Flüchtlingslagern.[13] In der Folge des Irak-Konflikts und der Vertreibung der Palästinenser aus Kuwait 1991 nahm Jordanien erneut Flüchtlinge aus beiden Ländern auf. Der andauernde Bürgerkrieg in Syrien führte ebenfalls zu einem Flüchtlingsstrom nach Jordanien.

ReligionBearbeiten

 
Freitagsgebet vor der Husseinmoschee in Amman. Da die Moschee überfüllt ist, wird die Straße gesperrt

93 Prozent der Jordanier bekennen sich zum sunnitischen Islam. Der Islam ist in Jordanien Staatsreligion. Verschiedene christliche Konfessionen stellen etwa fünf Prozent der Bevölkerung.[14] Zwei Prozent entfallen auf sonstige Religionen.[10]

Bildung und SozialesBearbeiten

Schulpflicht besteht für 6- bis 15-Jährige; die Analphabetenrate liegt bei Frauen bei 14 Prozent und bei Männern bei 4 Prozent. Jordanien hat damit eine der höchsten Alphabetisierungsraten in der Arabischen Welt. Im Land existieren acht staatliche und zwölf private Universitäten.

1983 trat ein noch lückenhaftes Sozialversicherungsgesetz in Kraft. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 14,5 Prozent; die Inflation bei 3,4 Prozent. Das Gesundheitswesen ist in den Städten gut ausgebaut, auf dem Land aber noch unzureichend.

GeschichteBearbeiten

 
Herculestempel auf dem Zitadellenhügel in Amman
 
Der Hadriansbogen in Gerasa
Hauptartikel: Geschichte Jordaniens

Das heute zwischen Israel und den Palästinensern umstrittene Westjordanland war einst der Kernraum des biblischen Israel mit Bethlehem, Hebron und Jerusalem. Die etwa 1200 v. Chr. ins Land gekommenen Ammoniter gehörten der biblischen Überlieferung zufolge später dem Königreich Israel unter König David und Salomo um 1000 bis 926 v. Chr. an, doch ist die Historizität dieser Angabe umstritten. Seit etwa dem 4. Jahrhundert v. Chr. siedelten beiderseits des Jordans die von der Arabischen Halbinsel stammenden Nabatäer. Unter Kaiser Trajan gliederten die Römer das Gebiet 106 n. Chr. ihrem Imperium als Provinz Arabia an. In der Spätantike diente das heutige Westjordanien dem Römischen Reich als eine Art überwachter Militärgrenze gegen die Beduinen. Mit dem Sieg der Muslime über das Oströmische Reich in der Schlacht am Jarmuk 636 geriet das Gebiet des heutigen Jordanien unter fast ununterbrochene islamische Herrschaft, mit Ausnahme der Jahre 1115 bis 1187, als der Westteil in das Königreich Jerusalem, einen der Kreuzfahrerstaaten, eingegliedert war. Von 1250 bis 1516 gehörte das Gebiet als Teil der Provinz Syrien zum Reich der Mamluken und anschließend bis 1918 zum Osmanischen Reich.

Im Ersten Weltkrieg beteiligten sich jordanische Stämme zwischen 1916 und 1918 am Araberaufstand gegen die Osmanen und schlossen sich nach Kriegsende dem in Damaskus unter dem Emir Faisal aus dem Hause der Haschimiten gegründeten Königreich Syrien an. Großbritannien setzte auf der Konferenz von San Remo 1920 die Angliederung Jordaniens an das britische Mandatsgebiet Palästina durch. 1923 entstand dann durch Abtrennung der Gebiete östlich des Jordans das unter britischem Protektorat stehende Emirat Transjordanien mit Abdallah ibn Husain als Staatsoberhaupt. Ihm zur Seite stand der britische General John Bagot Glubb (Glubb Pascha), der 1939 die Arabische Legion als Schutzgarde des Königshauses aufbaute. Während des Zweiten Weltkriegs kämpften arabisch-jordanische Kontingente in der Arabischen Legion an der Seite der Briten gegen die Wehrmacht.[15] Am 25. Mai 1946, dem heutigen Nationalfeiertag, erlosch das britische Mandat und Transjordanien erhielt seine volle Unabhängigkeit. Abdallah I. nahm den Königstitel an.

Nach Ausrufung des souveränen Staates Israel besetzte die Arabische Legion im ersten israelisch-arabischen Krieg die östlichen Teile Palästinas und die Altstadt von Jerusalem. Das Waffenstillstandsabkommen von 1949 mit Israel empfanden die Jordanier als Niederlage, zumal es für Jordanien einen ungünstigeren Grenzverlauf festlegte, als im UN-Teilungsplan von 1947 bei wirtschaftlicher Einheit und Internationalisierung Jerusalems vorgesehen war. 1950 wurde der Staat in Haschemitisches Königreich Jordanien umbenannt. Die dabei erfolgte offizielle Eingliederung der palästinensischen Gebiete lehnten andere arabische Staaten aber ab. König Abdallah I. fiel am 20. Juli 1951 in Jerusalem dem Attentat eines palästinensischen Nationalisten zum Opfer. Nachdem sein Sohn und Nachfolger Talal wegen Krankheit 1952 abtreten musste, wurde 1953 dessen Sohn Hussein als Hussein I. König von Jordanien, der wiederum 1957 die Reformregierung Sulaimān an-Nābulusī zum Rücktritt zwang.

 
Der jordanisch-saudi-arabische Grenzvertrag von 1965:
von Jordanien an Saudi-Arabien
von Saudi-Arabien an Jordanien
 
Jordanien nach der Annexion des Westjordanlandes bis 1967 in den Grenzen nach dem jordanisch-saudi-arabischen Grenzvertrag von 1965

Ein 10. August 1965 unterzeichneter bilateraler Vertrag regelte die Grenze mit dem benachbarten Saudi-Arabien, die bis dahin umstritten war. Jordanien, das nur über einen schmalen Landstreifen Zugang zum Meer hatte, ging es dabei hauptsächlich um zusätzliche Küstenlinie am Golf von Akaba. Durch den Vertrag gewann es etwa 12 Kilometer zusätzliche Küstenlinie zu einer Gesamtküstenlänge etwa 19 Kilometern sowie 6000 Quadratkilometer Territorium und trat im Gegenzug etwa 7000 Quadratkilometer seines Territoriums an Saudi-Arabien ab. Bei den ausgetauschten Gebieten handelte es sich größtenteils um Wüstengebiete.[16]

In den 1950er und 1960er Jahren kam es zum Konflikt um das Jordanwasser. Im Sechstagekrieg zwischen Israel und den arabischen Staaten 1967 verlor Jordanien seine gesamten Gebiete westlich des Jordans an Israel. Weitere 400.000 Menschen, vor allem aus dem Westjordanland, kamen zusätzlich ins Land, nachdem Jordanien bereits 1949 400.000 Flüchtlinge hatte aufnehmen müssen. Die Herausforderung durch die Palästinensische Befreiungsorganisation, die in den Flüchtlingslagern eine Art „Staat im Staate“ bildete und die Monarchie bedrohte, führte 1970/71 zum offenen Bürgerkrieg, in dem König Hussein im „Schwarzen September“ die militärischen Einheiten der von Syrien unterstützten PLO zerschlug. Aus dem israelisch-arabischen Jom-Kippur-Krieg 1973 hielt sich Jordanien weitgehend heraus. Eine jordanische Brigade wurde nach Syrien geschickt, um auf syrischem Gebiet gegen israelische Truppen zu kämpfen. Nach ersten Signalen 1974 gab König Hussein 1988 endgültig alle Ansprüche auf das Westjordanland zugunsten der PLO auf. Die eindeutige Parteinahme Jordaniens für den Irak im Zweiten Golfkrieg 1991 führte zu Spannungen mit Syrien und den arabischen Golfstaaten. Dennoch gelang König Hussein 1994 der Abschluss des Friedensvertrages mit Israel.

Als er 1999 nach langer schwerer Krankheit starb, trat sein Sohn als Abdullah II. die Nachfolge an. Dieser schloss 2001 ein Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Staaten, 2002 ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union und verfolgte insgesamt eine prowestliche Außenpolitik.

Am 10. November 2005 wurden bei einem Terroranschlag auf Hotels in Amman 56 Menschen getötet. Im Irak kam es zu antijordanischen Protesten, da Jordanien von schiitischer Seite nachhaltige Unterstützung für die Sunniten vorgeworfen wird. Vor der Regierungsumbildung am 7. April 2005 haben die USA innenpolitische Reformen im Königreich angemahnt.

PolitikBearbeiten

Politisches SystemBearbeiten

Nach der Verfassung von 1952 ist Jordanien eine konstitutionelle Monarchie der haschemitischen Dynastie. Der König ist Staatsoberhaupt, Oberbefehlshaber der Streitkräfte und ernennt den Ministerpräsidenten sowie den Ministerrat. Das Parlament besteht aus dem Abgeordnetenhaus mit 110 für vier Jahre gewählten Mitgliedern, davon sind 9 Sitze für Christen, 3 für Tscherkessen und 6 für Frauen reserviert; und dem Senat mit 40 Mitgliedern, die für acht Jahre vom König ernannt werden. Frauen und Männer haben ab 18 das Wahlrecht.

Bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus vom 17. Juni 2003 erreichte der jordanische Zweig der Muslimbruderschaft, die Islamische Aktionsfront, 10,3 Prozent der Stimmen. Die Wahlen 2003 brachten königstreuen Stammesführern 62 der 110 Sitze. Bei den Wahlen 2010, die von Muslimbrüdern wegen angeblicher Benachteiligung durch eine Reform des Wahlrechts boykottiert wurden, errangen königstreue Kandidaten aus den ländlichen Regionen die Mehrheit. Zugleich wurden nur 34 Abgeordnete des alten Parlaments in das neue gewählt.

Nach der Verfassung ist der Islam Staatsreligion, weitere Religionsgemeinschaften können sich anerkennen lassen. Im Rechtswesen, das nach britischem Vorbild aufgebaut ist, gibt es neben den Zivilgerichten auch Schariagerichte, die bei privatrechtlichen Auseinandersetzungen unter Muslimen angerufen werden können und das islamische Recht anwenden.[17]

Außen- und SicherheitspolitikBearbeiten

Jordanien ist Mitglied der Vereinten Nationen, der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) und der Arabischen Liga.

Jordaniens Außenpolitik ist seit Jahrzehnten zum Westen orientiert. Das Königreich ist eng mit den Vereinigten Staaten verbündet und gehört zu deren offizieller Kategorie der Wichtigsten Verbündeten außerhalb der NATO. Jordanien verfügt außerdem über ein Assoziierungsabkommen mit der EU. Insbesondere der jordanische Auslandsgeheimdienst genießt einen ausgezeichneten Ruf.

Die Beziehung zu den USA nahm nur vorübergehend Schaden, als Jordanien seine Neutralität im Zweiten Golfkrieg bewahrte. Im Jahre 1994 unterzeichneten Jordanien und sein Nachbar Israel einen Friedensvertrag, der als Meilenstein im Nahostkonflikt gilt. Jordanien steht im Konflikt mit den beiden vorherrschenden Palästinenserorganisationen. Die PLO wurde 1971 im Schwarzen September aus Jordanien vertrieben, die von Syrien und dem Iran unterstützte Hamas wurde in Jordanien 1999 verboten, wird jedoch seit 2011 wieder geduldet. Die Regierung bezeichnete das Verbot rückblickend als Fehler.

MenschenrechteBearbeiten

Der UN-Sonderberichterstatter über Folter dokumentierte 2006 den Einsatz von Folter durch den jordanischen Nachrichtendienst GID, Polizei und Justiz. Auch Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch berichten immer wieder von schweren Missachtungen der Menschenrechte in Jordanien.[18][19][20][21]

Internationaler VergleichBearbeiten

Auf der Rangliste der Pressefreiheit nahm Jordanien 2015 den 143. Platz von 193 Staaten ein. Beim Demokratieindex lag es im Jahr 2016 auf Platz 117 mit einem Wert von 3,96 und ist somit als autoritäres Regime definiert. Der Wert im Demokratieindex stieg die Jahre zuvor an und lag nur noch knapp unter dem Grenzwert von 4, ab dem ein Staat als Hybridregime eingestuft wird.

Deutlich besser schneidet das Land beim Korruptionswahrnehmungsindex ab. Dort lag es 2016 mit dem 57. Platz gleichauf mit Ungarn und noch vor Italien und Griechenland und gilt somit als nicht sehr korrupt.

Verwaltungsgliederung und StädteBearbeiten

VerwaltungsgliederungBearbeiten

ÄgyptenSaudi-ArabienIrakSyrienLibanonde-facto Israel (die Golanhöhen werden von Syrien beansprucht)Syrien (von der UN überwachte demilitarisierte Zone auf dem Golan)Israel (demilitarisierte Zone)de-facto von Israel abhängig - das Westjordanland wird von der Palästinensischen Autonomiebehörde beanspruchtde-facto Israel - das Westjordanland wird von der Palästinensischen Autonomiebehörde beansspruchtde-facto Israel - das Westjordanland wird von der Palästinensischen Autonomiebehörde beanspruchtIsraelGouvernement AdschlunGouvernement DscharaschGouvernement MadabaGouvernement al-BalqaGouvernement IrbidGouvernement ZarqaGouvernement al-MafraqGouvernement AmmanGouvernement al-KarakGouvernement at-TafilaGouvernement AqabaGouvernement Ma'an 
Die einzelnen Gouvernements Jordaniens

Jordanien gliedert sich in zwölf Gouvernements (arabisch محافظة / muḥāfaẓa). Diese sind:

Die darunter liegenden Ebenen der Lokalverwaltung sind der Distrikt (arabisch لواء / Liwāʾ) und der Subdistrikt (arabisch قضاء / Qaḍāʾ).

StädteBearbeiten

Die größten Städte sind 2005: Amman mit 1,22 Millionen Einwohnern, Zarqa mit 890.000 Einwohnern, Irbid mit 751.000 Einwohnern, Ar-Rusaifa mit 262.000 Einwohnern, Wadi as-Sir mit 194.000 Einwohnern, Akaba mit 102.000 Einwohnern, Madaba mit 82.000 Einwohnern und Al-Baqa mit 80.000 Einwohnern. Seit 2013 gilt das Flüchtlingslager Zaatari als fünftgrößte „Stadt“ des Landes.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

AllgemeinBearbeiten

Die ohnehin seit Jahren in einer schweren Krise befindliche jordanische Wirtschaft mit chronisch defizitärer Handelsbilanz, steigender Arbeitslosigkeit und fortschreitender Konkurswelle leidet besonders unter den politischen Krisen in der Region. Mitte der 1990er Jahre befanden sich etwa 80 Prozent der jordanischen Volkswirtschaft in den Händen von Palästinensern.[22] Der Handelssektor war schwer von den UN-Sanktionen über den Irak getroffen, da der Irak vor dem Golfkrieg 40 Prozent der gesamten Handelsübersicht Jordaniens ausmachte. Im Jahre 1997 unterzeichneten Jordanien und die Europäische Union eine Teilhaberschaftsvereinbarung, die den Weg für eine Freihandelszone bis zum Jahr 2010 ermöglichte. Dieses Abkommen, das Anfang 1999 in Kraft trat, soll auch die Vermittlungen für den Beitritt Jordaniens zur Welthandelsorganisation beschleunigen. Im Jahre 1996 schlossen Jordanien und Ägypten eine Teilhaberschaftsvereinbarung, welche die bilateralen ökonomischen Mitarbeitsverträge regelte und beabsichtigte, den Handel zu liberalisieren, indem sie eine Freihandelszone etablierten. Zahlreiche Geschäftsprotokolle und Vereinbarungen sind mit dem Libanon, Syrien, dem Irak, dem Jemen, Saudi-Arabien, Bahrain, Tunesien, Ägypten, Marokko, Libyen und dem Sudan zustande gekommen.

WirtschaftssektorenBearbeiten

5 Prozent der Fläche Jordaniens sind landwirtschaftlich nutzbar. Der Anbau von Getreide, Obst und Gemüse ist stark bewässerungsabhängig. Die Landwirtschaft macht 2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus, in ihr sind 3,9 Prozent der Beschäftigten tätig. Wichtigster Wirtschaftszweig ist der Phosphatabbau mit anschließender Verarbeitung zu Düngemitteln. Es gibt zwei große Düngemittelfabriken im Land, eine jordanisch-indische sowie eine jordanisch-japanische. Auch Kupfererze, Ölschiefer und Kalisalze werden gefördert. Neben einer Erdölraffinerie, die Rohöl aus Saudi-Arabien importiert, gibt es Zement- und chemische Industrie. Es überwiegen Klein- und Mittelbetriebe. 26 Prozent des Bruttoinlandsproduktes entfällt auf die Industrie, in der 21,5 Prozent der Beschäftigten arbeiten.

Jordanien importiert vor allem Maschinen, Transportausrüstungen, Nahrungsmittel und Erdöl zu 11 Prozent aus Saudi-Arabien, 8 Prozent Deutschland, 8 Prozent Volksrepublik China, 7 Prozent USA, 7 Prozent Irak, 4 Prozent Italien und zu 4 Prozent aus Japan. Es exportiert vor allem Textilien, chemische Erzeugnisse und Rohstoffe wie Phosphat und Pottasche, zu 22 Prozent in die USA, 18 Prozent Irak, 7 Prozent Indien, 7 Prozent Schweiz und 5 Prozent Saudi-Arabien.

Die Stromerzeugung setzte sich 2007 zusammen aus 66 Prozent Erdöl, 28 Prozent Erdgas und 1 Prozent erneuerbare Energie[23]. 5 Prozent des Strombedarfs wird durch Importe gedeckt.[24] Da es keine nennenswerten Ölvorkommen gibt, muss auch dieses importiert werden.

NuklearwirtschaftBearbeiten

Jordanien besitzt ca. 3 Prozent der Uranvorräte in der Welt, welche im Zuge des Atomeinstieges abgebaut werden sollen. Die Jordan Atomic Energy Commission (JAEC) und die Jordan Energy Resources Inc. schlossen sich mit Areva zu den Unternehmen Nabatean Energy beziehungsweise der Jordan French Uranium Mining Company (JFUMC) zusammen. Der Abbau in der Zentralregion bei Swaqa, Chan Azzabib, Wadi Maghar und Attarat soll ab 2013 beginnen. Areva sicherte sich dazu die exklusiven Uranabbaurechte für die nächsten 25 Jahre. Die JAEC unterzeichnete im Dezember 2009 einen Vertrag mit dem Korean Atomic Energy Research Institute (KAERI) und Daewoo, um bis 2015 einen 5-Megawatt-Forschungsreaktor an der Jordanischen Universität für Forschung und Technologie zu errichten. Seit 2009 befindet sich das erste Kernkraftwerk des Landes in der Ausschreibung: Im Rennen sind der Atmea-1 von Areva-MHI, der Enhanced Candu-6 von Atomic Energy of Canada Limited sowie das AES-92 von Atomstroiexport. Die Entscheidung für ein Modell soll 2012 getroffen werden. Vier weitere Kernkraftwerke befinden sich in der Planungsphase, um den Atomstromanteil auf 30 Prozent ansteigen zu lassen.[25]

TourismusBearbeiten

 
Kreuzfahrerfestung Kerak

Der Tourismus macht etwa ein Zehntel des Bruttoinlandsproduktes aus (Dienstleistungen insgesamt 72 Prozent, darin erwerbstätig sind 74,7 Prozent) und ist die zweitwichtigste Devisenquelle. Obwohl in Jordanien selbst seit über 30 Jahren Frieden herrscht, reagieren die Touristenströme sehr empfindlich auf die politischen Entwicklungen im Nahen Osten. So blieb die von der jordanischen Regierung nach dem Friedensschluss mit Israel erhoffte „Friedensdividende“ aus dem Tourismus bisher weitgehend aus.

Das Land hat zum Teil einzigartige, allerdings nur wenige bekannte touristische Attraktionen zu bieten:

  • Antike Stätten und archäologische Ausgrabungen, vor allem
  • Landschaften und Naturdenkmäler
    • die Wüstenlandschaft von Wadi Rum
    • das Tote Meer am tiefsten Punkt der Erde
    • das Taucherparadies bei Akaba am Roten Meer

InfrastrukturBearbeiten

Die Verkehrsverbindungen sind gut ausgebaut, es gibt ein Eisenbahnnetz von 618 Kilometern, das ausschließlich für Gütertransport und touristischen Verkehr genutzt wird. Das Netz entstand aus der ehemaligen Hedschasbahn. Das Straßennetz hat eine Länge von 5200 Kilometern, der Anschluss an den Seeverkehr erfolgt über den Hafen von Akaba.

2008 verfügten 42 Prozent der jordanischen Haushalte über einen Festnetzanschluss, 94 Prozent über mindestens ein Mobiltelefon. Der Durchschnittsumsatz betrug 2008 rud 12 Euro.[26] 2016 nutzten 45,7 Prozent der Bevölkerung das Internet.

Die FAO klassifiziert ein Land als wasserarm, wenn die pro Einwohner zur Verfügung stehende Wassermenge unter 1000 Kubikmeter pro Jahr liegt. In Jordanien verfügt nach einer Schätzung von 2014 jeder Einwohner über 120 Kubikmeter pro Jahr. Prognosen zufolge könnte diese Menge bis 2025 weiter auf nur noch 90 Kubikmeter pro Jahr absinken. Der Jordan als die wesentliche Wasserversorgung des Landes führt heute lediglich rund zehn Prozent der Wassermenge der 1960er Jahre.[27] Das Wasser des Jordan wird hauptsächlich von Israel zur Trinkwasserversorgung abgeleitet. Aufgrund der politischen Spannungen und militärischen Konflikte gibt es keine Absprachen über die Verwendung des Jordanwassers zwischen den Anrainerländern. Einst war der Jordan der Hauptzufluss des Toten Meeres, heute erreicht er es als Rinnsal. Deshalb wird mit einer weiteren Austrocknung des Toten Meeres bis zu einem Teich innerhalb der nächsten Jahrzehnte gerechnet.[28]

Die Nationale Fluglinie Jordaniens ist Royal Jordanian.

StaatshaushaltBearbeiten

Der Staatshaushalt umfasste 2016 Ausgaben von umgerechnet 11,2 Milliarden US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 8,6 Milliarden US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 6,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.[2] Die Staatsverschuldung betrug 2016 36,18 Milliarden US-Dollar oder 93,4 Prozent des BIP.[29]

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben in Prozent des BIP folgender Bereiche:

KulturBearbeiten

Der Nationalfeiertag ist der 25. Mai, der Jahrestag der Unabhängigkeit und Annahme des Königstitels durch Abdullah I. 1946.

Bekannt ist auch das Jerash Festival jeden Sommer, bei dem Musiker aus vielen arabischen Staaten auftreten.

LiteraturBearbeiten

  • Peter Hünseler: Jordaniens Stellung im Nahost-Konflikt (= Arbeitspapiere zur internationalen Politik. 29). Europa-Union-Verlag, Bonn 1984, ISBN 3-7713-0212-9.
  • Olaf Köndgen: Jordanien. München 1999, Beck´sche Reihe Länder, Band 865. ISBN 3-406-39865-0.
  • Olaf Köndgen, Markus Bouillon: Jordaniens Friedensdividende 1994–1998: Eine Bestandsaufnahme. KAS-Auslandsinformationen 09/1998.
  • Jarir Maani: Field Guide to Jordan. 2008. ISBN 978-9957-8623-0-5.
  • Frank Rainer Scheck: Jordanien. Völker und Kulturen zwischen Jordan und Rotem Meer. 6. Aufl., DuMont-Reiseverlag, Ostfildern 2011, ISBN 978-3-7701-3979-8.
  • Mary C. Wilson: King Abdullah, Britain, and the making of Jordan. Cambridge University Press. Cambridge, New York, ISBN 978-0-521-39987-6.
  • Naseer H. Aruri: Jordan. A Study in Political Development (1923–1965). Springer, Den Haag 1972, ISBN 978-90-247-1217-5.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hani al-Mulki. weltalmanach.de
  2. a b c d e The World Factbook – Jordan. Central Intelligence Agency, abgerufen am 20. Juli 2017 (englisch).
  3. Report for Selected Countries and Subjects: Jordan. (engl.) Internationaler Währungsfonds.
  4. 2016 Human Development Report. (engl.) Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen.
  5. Zuhair Sami Amr, Mohammad Adnan Abu Baker, Mazin Botros Qumsiyeh: Bat Diversity and Conservation in Jordan. (PDF-Datei; 66 kB) Turk J Zool 30 (2006), S. 235-244.
  6. World Population Prospects - Population Division. Vereinte Nationen, abgerufen am 17. Juli 2017 (englisch).
  7. World Population Prospects - Population Division - United Nations. Abgerufen am 28. Juli 2017.
  8. Ulle Rannut: Maintenance of the Circassian Language in Jordan. Self-identification, attitudes, policies and practices as indicators of linguistic vitality. PhD, Amman 2011, S. 7.
  9. Philippe Lemarchand, Lamia Radi: Israel und Palästina morgen – ein geopolitischer Abriß. S. 16. Westermann, Braunschweig 1997.
  10. a b Auswärtiges Amt: Länderinfo Jordanien.
  11. BBC news: Jordan country profile.
  12. Philippe Lemarchand, Lamia Radi: Israel und Palästina morgen – ein geopolitischer Abriß. S. 62f. Westermann, Braunschweig 1997.
  13. UNRWA: Website zu den Flüchtlingscamps (engl.)
  14. Otmar Oehring: Zur gegenwärtigen Situation der Christen im Nahen Osten. KAS-Auslandsinformationen, 4/2010 (PDF-Datei)
  15. ESuq: Geschichte Jordaniens.
  16. International Boundary Study No. 60, Jordan – Saudi Arabia Boundary. College of Law, Florida State University, 30. Dezember 1965, abgerufen am 15. November 2015 (PDF-Datei, englisch).
  17. Verfassung Jordaniens von 1952 (offline)
  18. Human Rights Watch: Jordanien: Folter in Gefängnissen alltäglich und weitverbreitet.
  19. Universität Wien: Atlas of Torture: Jordan. (engl.)
  20. Manfred Nowak: Jordanien: Der Geheimdienst als Hort der Folter. In: Folter - die Alltäglichkeit des Unfassbaren. Kremayr & Scheriau, Wien 2012, ISBN 978-3-218-00833-4 S. 107-112.
  21. Herbert Lackner: In den Vorzimmern der Hölle. Profil, 29. Februar 2012, abgerufen am 24. Juli 2017.
  22. Philippe Lemarchand, Lamia Radi: Israel und Palästina morgen – ein geopolitischer Abriß. Westermann, Braunschweig 1997. S. 66.
  23. Der 2015 errichtete Windpark Tafila ist der erste Windpark des Landes.
  24. Jordan Atomic Energy Commission: Jordan: Why nuclear? (PDF-Datei; 3,1 MB; engl.)
  25. World Nuclear Association: Emerging Nuclear Energy Countries: Jordan.
  26. Daniel Sokolov: Jordanisches Parlament beschließt Viehsteuer auf Telefonie. Heise online, 8. Januar 2009, abgerufen am 24. Juli 2017.
  27. Thomas Gebhard: Jordanien – Wasserarmut in einer instabilen Region. (PDF-Datei) Hanns-Seidel-Stiftung 2015. S. 12.
  28. Trockengelegt – Konfliktherd Totes Meer. Dokumentaion von Arte, 2013 (Online bei Youtube verfügbar).
  29. Report for Selected Countries and Subjects. Internationaler Währungsfonds, abgerufen am 17. Juli 2017 (englisch).
  30. Der Fischer Weltalmanach 2010: Zahlen Daten Fakten. Fischer, Frankfurt 2009, ISBN 978-3-596-72910-4.

Koordinaten: 31° N, 37° O