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Turkmenistan

Staat in Zentralasien
Türkmenistan
Turkmenistan
Flagge Turkmenistans
Wappen Turkmenistans
Flagge Emblem
Amtssprache Turkmenisch
Hauptstadt Aşgabat
Staatsform Republik
Regierungssystem Präsidialsystem
Staatsoberhaupt, zugleich Regierungschef Staatspräsident
Gurbanguly Berdimuhamedow
Fläche 488.100 km²
Einwohnerzahl 5.758.075 (2017)[1]
Bevölkerungsdichte 13,7 Einwohner pro km²
Bevölkerungs­entwicklung +1,13 %[2] pro Jahr
Bruttoinlandsprodukt
  • Total (nominal)
  • Total (KKP)
  • BIP/Einw. (nominal)
  • BIP/Einw. (KKP)
2016 (Schätzung)[3]
  • 35.398 Mio. US$ (88.)
  • 93.271 Mio. USD (92.)
  • 6.479 USD (80.)
  • 17.072 USD (94.)
Index der menschlichen Entwicklung 0,691 (111.) (2016)[4]
Währung Manat (TMT)
Unabhängigkeit 27. Oktober 1991
(von der Sowjetunion)
Nationalhymne Garaşsız, Bitarap, Türkmenistanıň döwlet gimni
Zeitzone UTC+5
Kfz-Kennzeichen TM
ISO 3166 TM, TKM, 795
Internet-TLD .tm
Telefonvorwahl +993
ÄgyptenTunesienLibyenAlgerienMarokkoMauretanienSenegalGambiaGuinea-BissauGuineaSierra LeoneLiberiaElfenbeinküsteGhanaTogoBeninNigeriaÄquatorialguineaKamerunGabunRepublik KongoAngolaDemokratische Republik KongoNamibiaSüdafrikaLesothoSwasilandMosambikTansaniaKeniaSomaliaDschibutiEritreaSudanRuandaUgandaBurundiSambiaMalawiSimbabweBotswanaÄthiopienSüdsudanZentralafrikanische RepublikTschadNigerMaliBurkina FasoJemenOmanVereinigte Arabische EmirateSaudi-ArabienIrakIranKuwaitKatarBahrainIsraelSyrienLibanonJordanienZypernTürkeiAfghanistanTurkmenistanPakistanGriechenlandItalienMaltaFrankreichPortugalSpanienKanarenKap VerdeMauritiusRéunionMayotteKomorenSeychellenMadagaskarSão Tomé und PríncipeSri LankaIndienIndonesienBangladeschVolksrepublik ChinaNepalBhutanMyanmarKanadaDänemark (Grönland)IslandMongoleiNorwegenSchwedenFinnlandIrlandVereinigtes KönigreichNiederlandeBelgienDänemarkSchweizÖsterreichDeutschlandSlowenienKroatienTschechische RepublikSlowakeiUngarnPolenRusslandLitauenLettlandEstlandWeißrusslandMoldawienUkraineMazedonienAlbanienMontenegroBosnien und HerzegowinaSerbienBulgarienRumänienGeorgienAserbaidschanArmenienKasachstanUsbekistanTadschikistanKirgisistanRusslandVereinigte StaatenMaledivenJapanNordkoreaSüdkoreaRepublik China (Taiwan)SingapurAustralienMalaysiaBruneiPhilippinenThailandVietnamLaosKambodschaIndienTurkmenistan on the globe (Afro-Eurasia centered).svg
Über dieses Bild

Turkmenistan (turkmenisch Türkmenistan; als veraltet gilt die Bezeichnung Turkmenien, mit der die Sowjetrepublik bezeichnet wurde) ist ein Binnenstaat in Zentralasien am Kaspischen Meer. Nachbarländer sind Iran, Afghanistan, Usbekistan und Kasachstan. Turkmenistan hat 5,7 Millionen Einwohner.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Turkmenistan grenzt an Kasachstan, Usbekistan, Afghanistan, den Iran und das Kaspische Meer.

Nahezu 95 % der Landfläche werden von der Wüste Karakum eingenommen, die sowohl aus Sand- als auch Geröllwüstengebieten besteht. Im Westen erstrecken sich die Hochebene von Türkmenbaşy und der Große Balkan (1880 m). Dieser fällt in Richtung Süden zum Karakumkanal (Turkmenischer Hauptkanal) ab, auf dessen anderer Seite die Landschaft in das Kopet-Dag-Gebirge übergeht, das sich größtenteils im Iran befindet, in Turkmenistan im Berg Reza 2942 m und im Iran 3191 m Höhe erreicht. Während Richtung Südosten nach Afghanistan noch einige Ausläufer des Gissargebirges aufragen, befindet sich der höchste Berg des Landes, der Aýrybaba (3139 m), an der östlichen Grenze zu Usbekistan.

KlimaBearbeiten

Es herrscht überall kontinentales Klima mit extrem heißen und trockenen Sommern und kalten Wintern.

Als südlichste Region der ehemaligen Sowjetunion hat Turkmenistan die mit Abstand höchsten Temperaturen in Zentral-Asien, doch da selbst im Sommer die Luftfeuchtigkeit niedrig ist, ist die Hitze erträglicher. Im Süden ist das Klima etwas weniger kontinental als im Norden, und die Temperaturen fallen selten unter −5 °C. Die nördlichen Bereiche an der Grenze zu Usbekistan können im Winter bis zu −20 °C kalt werden.

Das ausgeprägte Kontinentalklima in Turkmenistan weist hohe Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht und auch von Jahreszeit zu Jahreszeit auf.

Der NordenBearbeiten

  • Die durchschnittliche Maximal-Temperatur beträgt zwischen 2 °C im Januar und 34 °C im Juli.
  • Die durchschnittliche Tiefst-Temperatur beträgt zwischen −4 °C im Januar und 22 °C im Juli.
  • Die durchschnittliche relative Luftfeuchte beträgt zwischen 35 % im Juli und 78 % im Januar.
  • Die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt oft ganzjährig unter 5 mm.
  • Die meisten Tage mit Niederschlag hat der Monat Januar mit durchschnittlich 11 mm.
  • Die wenigsten Tage mit Niederschlag hat der Monat August mit durchschnittlich 2 mm.

Der SüdenBearbeiten

  • Die durchschnittliche Maximal-Temperatur beträgt zwischen 11 °C im Januar und 38 °C im Juli.
  • Die durchschnittliche Tiefst-Temperatur beträgt zwischen 0 °C im Januar und 24 °C im Juli.
  • Die durchschnittliche relative Luftfeuchte beträgt zwischen 23 % im August und 70 % im Dezember.
  • Die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt oft ganzjährig unter 3 mm.
  • Die meisten Tage mit Niederschlag hat der Monat Januar mit durchschnittlich 5 mm.
  • Die wenigsten Tage mit Niederschlag haben die Monate Juni bis Oktober mit durchschnittlich 0 mm.

Das ZentrallandBearbeiten

  • Die durchschnittliche Maximal-Temperatur beträgt zwischen 8 °C im Januar und 37 °C im Juli.
  • Die durchschnittliche Tiefst-Temperatur beträgt zwischen 1 °C im Januar und 23 °C im Juli.
  • Die durchschnittliche relative Luftfeuchte beträgt zwischen 29 % im Juli und 79 % im Dezember.
  • Die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt zwischen 1–2 mm im August und 38 mm im April.
  • Die meisten Tage mit Niederschlag hat der Monat Dezember mit durchschnittlich 10 mm.
  • Die wenigsten Tage mit Niederschlag hat der Monat August mit durchschnittlich 2 mm.

NaturBearbeiten

Turkmenistan wird in weiten Teilen von Trockengebieten dominiert und beherbergt immer noch zahlreiche größere Tierarten, die für Steppengebiete charakteristisch sind. Dazu zählen Halbesel und Kropfgazellen, vorwiegend die bergigen Regionen im Süden werden auch von Urials und Wildziegen sowie von wenigen hundert Exemplaren des Persischen Leoparden als größtem Raubtier bewohnt. Ein bedeutendes Schutzgebiet Turkmenistans ist das Badkhyz-Naturreservat im Süden des Landes, das einst die letzte Zuflucht des Turkmenischen Halbesels war und zugleich eines der bedeutendsten Refugien für die Kropfgazelle in Turkmenistan darstellt.

BevölkerungBearbeiten

 
Bevölkerungspyramide Turkmenistan 2016
 
Turkmenin in Nationaltracht

Den Hauptteil der Bevölkerung bilden die Turkmenen mit rund 77 %; die größten Minderheiten sind Usbeken (9 %), Russen (7 %), Kasachen (2 %), Tataren (1,1 %), Aserbaidschaner (0,8 %), Belutschen (0,8 %), Armenier (0,8 %), Ukrainer (0,5 %), daneben auch Koreaner und Tadschiken.[5]

Entwicklung der BevölkerungBearbeiten

Jahr Einwohnerzahl
1950 1.210.000
1960 1.603.000
1970 2.195.000
1980 2.876.000
1990 3.683.000
2000 4.516.000
2010 5.087.000
2017 5.758.000

Quelle: UN[6]

VerteilungBearbeiten

Die höchsten Besiedlungsdichten weisen die Oasen im Vorland des Kopet-Dag, die Regionen am Unterlauf von Tedschen und Murgab, das Tal des Amudarja und die am Karakumkanal gelegenen Gebiete auf. 46 % der Bewohner leben in Städten.[7]

Die größten Städte sind (Stand 2013):[8] Aşgabat (860.221 Einwohner), Türkmenabat (234.765 Einwohner), Daşoguz (285.872 Einwohner), Mary (126.141 Einwohner), Serdar (93.692 Einwohner) und Baýramaly (91.713 Einwohner)

ReligionenBearbeiten

Etwa 90 % der Bevölkerung sind Muslime (Sunniten der hanafitischen Rechtsschule und Schiiten mit etwa 120.000 Anhängern). 9 % gehören der Russisch-Orthodoxen Kirche an.[9] Als weitere bedeutende religiöse Minderheiten sind folgende Gemeinschaften vertreten: Jüdische Religion, Römisch-katholische Kirche, Baptisten, Siebenten-Tags-Adventisten, Neuapostolische Kirche und Bahai.

Die jüdische Religion ist in Turkmenistan nicht anerkannt. Die Ausübung der Religion wird allerdings toleriert.[10] Es gibt jedoch keine Synagogen. Etwa 1000 Juden leben in Turkmenistan. Die meisten von ihnen hatten sich während des Zweiten Weltkriegs hier niedergelassen. Sie waren Flüchtlinge aus der Ukraine. Eine andere Gruppe sind die alteingesessenen bucharischen Juden. Viele turkmenische Juden sind im Zuge des Zerfalls der Sowjetunion nach Deutschland oder Israel ausgewandert.

SprachenBearbeiten

Russisch war zu Sowjetzeiten Amtssprache neben dem Turkmenischen, das als oghusische Sprache mit Aserbaidschanisch und Türkisch näher verwandt ist. Es wurde auch auf dem Land gesprochen und wird noch heute von 12 % der Einwohner als Muttersprache beherrscht, was ein Vielfaches des Anteils der russischen Minderheit im Land ist (nur 72 % der Einwohner sprechen Turkmenisch als Muttersprache) - da die ethnischen Minderheiten Russisch erlernen. Oft werden von den ethnischen Minderheiten vor allem in den Städten drei Sprachen gesprochen.[11]

Jedoch ist durch die neue Sprachpolitik des diktatorischen Regimes seit 1990 eine starke Bevorzugung des Turkmenischen zu beobachten, weshalb die Kenntnis des Russischen bei jüngeren Menschen immer weiter abnimmt und auf dem Land kaum noch vorhanden ist. Das Erlernen des Turkmenischen an Schulen ist allerdings aufgrund begrenzter Lernzeit, schlecht erarbeiterter Sprachprogramme sowie Textbücher problematisch. Aufgrund des Vorhandenseins multinationaler Erdöl- und Erdgasfirmen sind Kenntnisse von Malaiisch, Türkisch, Französisch und Englisch wichtig. Türkisch und Englisch werden auch als Fremdsprache an den Schulen gelehrt, jedoch kann es nur ein kleiner Teil der Einwohner sprechen.[11]

BildungBearbeiten

Es besteht eine zehnjährige, allgemeine Schulpflicht ab dem 7. Lebensjahr. Das Schulsystem gliedert sich in folgende Stufen: die vierjährige Grundschule und die sechsjährige (Klassen 5–10) Mittelschule. Das Hochschulwesen umfasst die Turkmenische Staatsuniversität (gegründet 1950) in Aşgabat sowie acht Hochschulen und Fachhochschulen. Die unter Nyýazow eingeführten Änderungen im Bildungssystem (neun- statt zehnjährige Schulpflicht, zweijähriges Berufspraktikum vor der Zulassung zum Hochschulstudium, eingeschränkte Wahl der Studienfächer, Pflichtlektüre der Ruhnama in allen Lehrplänen) wurden größtenteils zurückgenommen. Allerdings ist bisher unklar, wie erfolgreich die von Berdimuhamedow begonnenen Reformen tatsächlich sind.[12]

GeschichteBearbeiten

FrühgeschichteBearbeiten

Dazu gehört die Oasenkultur, das Dscheitun und der Namasga Tepe.

Von der Antike bis zur NeuzeitBearbeiten

Alexander der Große eroberte das Gebiet im 4. Jahrhundert v. Chr. auf seinem Weg nach Indien. 150 Jahre später errichtete das Partherreich seine Hauptstadt in Nisa, einem Gebiet um das heutige Aşgabat. Im 7. Jahrhundert n. Chr. nahmen die Araber die Region ein, wodurch die Bevölkerung mit dem Islam und der Kultur des Nahen Ostens in Berührung kam. Um diese Zeit entwickelte sich die Seidenstraße zu einem wichtigen Handelsweg zwischen Asien und Europa. Schon bald wurde das Gebiet des heutigen Turkmenistan als Chorasan bekannt, als der Kalif der Abbasiden, al-Ma'mūn, Merw zu seiner Hauptstadt erhob. Mitte des 11. Jahrhunderts versuchten die Seldschuken über Turkmenistan in Afghanistan einzufallen. Das Seldschukenreich zerfiel im späten 12. Jahrhundert und die Turkmenen verloren ihre Unabhängigkeit, als Dschingis Khan auf seinem Zug nach Europa die Kontrolle über die Regionen östlich des Kaspischen Meeres erlangte. Die nächsten sieben Jahrhunderte lang lebten die Turkmenen unter verschiedenen Herrschern und führten Stammeskriege untereinander. Über die turkmenische Geschichte vor der Besetzung durch Russland im 19. Jahrhundert ist wenig bekannt. Als die Turkmenen aus dem Gebiet der Mangyschlak-Halbinsel in das heutige Kasachstan bis an die Grenzen des Iran und in das Becken des Amudarja wanderten, festigten sich die Stammestraditionen und entwickelten sich weiter, wodurch sie die ersten Ansätze des heutigen turkmenischen Nationalbewusstseins bilden.

Russisch-Sowjetische EpocheBearbeiten

Bis 1894 hatte das Russische Reich die Herrschaft über Turkmenistan erlangt. Die Oktoberrevolution von 1917 in Russland führte zu einer Phase der Instabilität. Nach einer britischen Militärintervention in den Jahren 1918/1919 folgte die Eingliederung Turkmenistans in die Turkestanische ASSR.[13] Die Ausrufung der Turkmenischen Sozialistischen Sowjetrepublik als eine der Republiken der Sowjetunion erfolgte im Jahre 1925.[14] Zu dieser Zeit wurden die heutigen Staatsgrenzen Turkmenistans gezogen. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Orden Held der Sowjetunion auch an mehrere turkmenische Soldaten verliehen. Zwei berühmte dieser Soldaten, Klytschnijas Asalow und Tatschmamed Nijasmamedow, fanden ihren Tod im Sommer 1945, als ukrainische Aufständische der OUN-UPA sie auf der Heimreise erschossen.[15]

Mit dem Zerfall der Sowjetunion im Jahre 1991 wurde Turkmenistan ein eigenständiger Staat.

UnabhängigkeitBearbeiten

Ära NyýazowBearbeiten

 
Der Personenkult Saparmyrat Nyýazows zeigt sich auch auf einer Banknote von Turkmenistan 10.000 Manat, 1996. Auf deren Rückseite in der Mitte ist das Staatswappen von Turkmenistan abgebildet.

Der frühere Vorsitzende der Kommunistischen Partei, Saparmyrat Nyýazow, führte den Staat bis zu seinem Tod im Dezember 2006 als Staats- und Regierungschef mit Hilfe des Militärs und eines sehr starken Geheimdienstes äußerst rigoros und etablierte dabei einen allgegenwärtigen Personenkult.[16]

Ende 1999 ließ sich Nyýazow durch das Parlament zum Präsidenten auf Lebenszeit ernennen. Die Opposition wurde zunehmend unterdrückt, besonders nach einem inszenierten Attentat auf Nyýazow am 25. November 2002. Im Jahr 2003 ließ er sich von seinem Ministerkabinett zum Propheten ausrufen.[17]

Nyýazow ließ auch Theater und Oper verbieten, ebenso das Rauchen in der Öffentlichkeit und die freie Wahl von Studienfächern. Eines seiner Bücher – die Ruhnama – bestimmte er zur offiziellen Pflichtlektüre für sein Volk. Überall wurden Statuen von ihm, seinem Vater und seiner Mutter aufgestellt. In der Hauptstadt entstanden luxuriöse Repräsentationsbauten und großzügige Plätze.

Gleichzeitig reduzierte der Türkmenbaşy („Führer der Turkmenen“), wie sich Nyýazow nennen ließ, die Sozialausgaben des Staates. 2004 wurden 15.000 Hospitalangestellte entlassen und durch Wehrpflichtige ersetzt. Nyýazow plante alle Krankenhäuser im Land zu schließen, bis auf eines in der Hauptstadt.[18] Anfang 2006 wurden auch die Renten und Behindertenzuschüsse drastisch gekürzt.[19] Am Ende von Nyýazows Herrschaft waren sämtliche Oppositionsparteien verboten, die meisten Oppositionspolitiker ins Ausland geflohen.

Die letzte Parlamentswahl unter seiner Herrschaft fand am 19. Dezember 2004 statt. Es waren nur Kandidaten der Regierungspartei, der Demokratischen Partei Turkmenistans, zugelassen.

Jüngere GeschichteBearbeiten

Als Nyýazow am 21. Dezember 2006 starb, ernannte der Sicherheitsrat den Vizeministerpräsidenten Gurbanguly Berdimuhamedow zum Übergangspräsidenten. Gemäß der Verfassung hätte eigentlich der Parlamentspräsident Öwezgeldi Ataýew die Amtsgeschäfte übernehmen sollen. Unmittelbar nach dem Tod des „Türkmenbaşy“ eröffnete aber die Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren gegen Ataýew, um ihn sogleich zu verhaften.[20]

In den Präsidentschaftswahlen vom 11. Februar 2007 gingen laut offiziellem Ergebnis 89,23 % der abgegebenen Stimmen an Berdimuhamedow, bei einer Wahlbeteiligung von fast 99 %.[21] Neben Berdimuhamedow hatten sich fünf weitere Kandidaten um das Präsidentenamt beworben, allesamt Mitglieder der Regierungspartei. Die Opposition und internationale Organisationen sprachen deshalb von inszenierten bzw. unfairen Wahlen.[22]

Im Vorfeld der Wahlen und anlässlich der Amtseinführung am 14. Februar 2007 kündigte Berdimuhamedow Reformen an. Er versprach, allen Bürgern Zugang zum Internet zu verschaffen und die Bildungsangebote, die medizinische Versorgung und den Wohnungsbau auszuweiten. Er fügte aber hinzu, den von Nyýazow vorgegebenen Kurs beibehalten zu wollen, namentlich in der Außenpolitik sowie bei den Vergünstigungen für die Bevölkerung (Gas, Wasser, Strom und Salz sind gratis, Brot und Benzin sehr billig).[23]

PolitikBearbeiten

Turkmenistan ist gemäß der Verfassung von 1992 eine Präsidialrepublik.

RegierungBearbeiten

Der Inhaber des Staatspräsidentenamtes ist zugleich Staats- sowie Regierungschef und ist mit weitreichenden, nahezu diktatorischen Vollmachten ausgestattet. Laut Verfassung wird er auf fünf Jahre direkt vom Volk gewählt. Er bestimmt die Richtlinien der Politik, verfügt über ein uneingeschränktes Verordnungsrecht und ernennt die Mitglieder der Regierung. Ferner ist das Amt eines stellvertretenden Ministerpräsidenten vorgesehen.

Der Präsident des Landes ist kraft seines Amtes auch Vorsitzender beider Parlamentskammern, jedoch wird für jede Parlamentskammer ein Vizepräsident bestimmt, der die Vorsitzendenfunktion faktisch ausübt. Diese Ämter, ebenso der Posten des Vize-Ministerpräsidenten bis 2001, erlebten in den Jahren vor Nyýazows Tod einen häufigen Personalwechsel.

Der gegenwärtige Präsident ist Gurbanguly Berdimuhamedow, der im Dezember 2006 nach dem Tod Nyýazows die Macht übernahm. Er wurde im Februar 2007 ins Amt gewählt und im Februar 2012 wie auch im Februar 2017 als Präsident bestätigt.

LegislativeBearbeiten

Die Legislative besteht aus zwei Parlamentskammern:

  • Die Versammlung (Mejlis) stellt das eigentliche Parlament dar, deren 125 Mitglieder für eine Legislaturperiode von fünf Jahren gewählt werden. Erstmals seit Einführung einer neuen Verfassung haben am 14. Dezember 2008 Parlamentswahlen stattgefunden. Bei Verkündigung der Resultate am 22. Dezember 2008 wurde über die Parteizugehörigkeit der Gewählten nichts bekannt.[24] Indes gehörten fast alle zugelassenen Kandidaten der Regierungspartei von Präsident Berdimuhamedow an.
  • Der Volksrat (Halk Maslahaty) besteht aus 2507 Mitgliedern, deren größter Teil anhand eines Proporzschlüssels, der die regionale Herkunft des Abgeordneten berücksichtigt, ernannt wurde. Ein kleiner Anteil der Mitglieder wurde am 7. April 2003 gewählt. Seit der Verfassungsreform vom 26. September 2008 kommt dem Halk Maslahaty nur noch beratendende Funktion zu.[25]

ParteienBearbeiten

Das Land hat ein Präsidentielles Regierungssystem mit einer herrschenden Einheitspartei, der Demokratischen Partei Turkmenistans. Die neue Verfassung aus dem Jahr 2008 erlaubt jedoch Parteigründungen.

Seit 2012 gibt es eine erlaubte (scheinbare) Oppositionspartei, die Bäuerliche Gerechtigkeitspartei (auch Bauern-Gerechtigkeitspartei genannt).

MenschenrechteBearbeiten

Die Lage der Menschenrechte in Turkmenistan ist nach Ansicht zahlreicher Menschenrechtsorganisationen unbefriedigend.[26] Zwar ist die Todesstrafe seit dem 1. Januar 2000 abgeschafft, doch werden bürgerliche Freiheiten – insbesondere die Medienfreiheit und die Religionsfreiheit – oft missachtet. So ist nach Einschätzung von Human Rights Watch die Gewalt gegen Menschenrechtler so groß, dass im Land keine Menschenrechtsbewegung existieren kann.[27]

Turkmenistan zählt zu den Ländern mit den repressivsten Mediengesetzen. In der „Rangliste der Pressefreiheit 2007“ von Reporter ohne Grenzen rangiert Turkmenistan auf dem drittletzten Platz, vor Nordkorea und Eritrea.[28] Auch im Jahr 2016 hat sich dies nicht geändert und das Land belegt immer noch Platz 178.[29]

Alle inländischen Medien sind staatlich gelenkt und unterstehen der Zensur.[30] Kritische Journalisten müssen mit Verhaftung oder Folter rechnen.[18]

Im August 2011 wurde der Besitz aller Satellitenschüsseln für den Fernsehempfang verboten. Offizielle Begründung des Präsidenten lautet, durch die Satellitenschüssel werde die Außenseite/Fassade von Gebäuden "verschandelt". Als Ersatz wird der Bevölkerung der Umstieg zum Kabelfernsehen angeboten. Menschenrechtler befürchten, dass durch das Verbot für Satellitenschüsseln die Bevölkerung nunmehr vollständig von der Außenwelt abgeschnitten wird. Denn auch das Abonnement/Bezug ausländischer Zeitungen und Magazine ist in Turkmenistan verboten.[31]

Zwar ist die Religionsfreiheit in der Verfassung festgeschrieben, doch waren lange nur der sunnitische Islam und die Russisch-Orthodoxe Kirche offiziell anerkannt.[32] Missionierungsversuche von Nicht-Muslimen werden häufig unterbunden. Im Frühjahr 2004 wurden aufgrund internationalen Drucks, insbesondere der USA, die Bestimmungen für die Zulassung von religiösen Minderheiten gelockert. Aufgrund des internationalen Drucks sind mittlerweile folgende weitere Religionsgemeinschaften zugelassen: Baptisten, Sieben-Tage-Adventisten, Bahai, Hare Krishna, Greater Christchurch, Church of Christ, Light of the East, Full Gospel Christian, Neuapostolische Kirche und Source of Light. Die Religionsfreiheit entspricht aber immer noch nicht den in westlichen Ländern üblichen Standards.[10] Schiitische Muslime, katholische Christen, Juden und Jehovas Zeugen sind in Turkmenistan weiterhin nicht registriert.[33]

Das Recht auf Kriegsdienstverweigerung ist Teil des Rechts auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit nach Artikel 18 des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte, den Turkmenistan 1997 ratifiziert hat. Außerdem findet sich dieses Recht ebenso in den Verpflichtungen zur menschlichen Dimension der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), wo Turkmenistan am 30. Januar 1992 beigetreten ist. Dennoch musste der UN-Menschenrechtsausschuss am 15. und 16. März 2012 in den Abschließenden Beobachtungen (Concluding Observations) der 104. Sitzung nach einer Diskussion über die Menschenrechtslage in Turkmenistan erklären:

„Der Vertragsstaat sollte alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Gesetzgebung so zu ändern, dass eine Alternative zum Militärdienst besteht. Er sollte auch sicherstellen, dass die Gesetze klar definieren, dass Personen das Recht zur Kriegsdienstverweigerung haben. Des Weiteren sollte er jedwede Verfolgung von Personen einstellen, die die Ableistung des Militärdienstes aus Gewissensgründen verweigern und diejenigen Personen freilassen, die derzeit inhaftiert sind.“[34]

Diese Rüge fußt auf der Feststellung des Ausschusses, dass 'eine Reihe von Personen, die den Zeugen Jehovas angehören immer wieder verfolgt und inhaftiert werden, weil sie den Wehrdienst verweigern' (vgl. Diskriminierung und Verfolgung der Zeugen Jehovas)[34]

AußenpolitikBearbeiten

Turkmenistan ist Mitglied der UNO, der ECO, der OIC, des OATCT sowie der OSZE und ist mit der GUS assoziiert. Es hat sich außenpolitisch für neutral erklärt. Unter anderem bedingt durch seine Regierungsform befindet sich Turkmenistan politisch in einer relativen internationalen Isolation. Die Neutralität soll dem Land in einer geopolitisch konfliktreichen Region einerseits alle Optionen zum Export seiner Energieressourcen offenhalten, andererseits erfordert die Isolation westlichen Beobachtern zufolge fortwährende, teils gravierende staatliche Eingriffe in individuelle Freiheitsrechte und behindert die Modernisierung der Wirtschaft.[35] Als besonders gut gelten die Beziehungen zur Volksrepublik China, zu Russland, zum Iran und zur Türkei.[36] Es bestehen diplomatische Beziehungen zum Vatikan, obwohl die römisch-katholische Kirche in Turkmenistan nicht anerkannt und zugelassen ist. Konfliktfelder gibt es allerdings auch mit den Nachbarstaaten.

VerbraucherschutzBearbeiten

Turkmenistan ist das Land mit der weltweit geringsten Zahl an Rauchern. Durch verschiedene Verbraucherschutzmaßnahmen hat Turkmenistan die Quote der Raucher im Jahr 1990 mit 27 % auf etwa 8 % im Jahr 2015 senken können.[37]

VerwaltungsgliederungBearbeiten

AsgabatBalkan welaýatyDaşoguz welaýatyLebap welaýatyMary welaýatyAhal welaýatyKasachstanKasachstanUsbekistanAfghanistanIran 
Die Provinzen Turkmenistans

Turkmenistan ist in fünf Provinzen (welaýatlar, Singular welaýat) mit über 50 Distrikten sowie den Hauptstadtdistrikt Aşgabat şäheri unterteilt.[38]

Nr. Provinz ISO-Code Hauptstadt Fläche (km2) Einwohner (2005[39])
1 Ahal welaýaty TM-A Änew 97.160 939.700
2 Balkan welaýaty TM-B Balkanabat 139.270 553.500
3 Daşoguz welaýaty TM-D Daşoguz 73.430 1.370.400
4 Lebap welaýaty TM-L Türkmenabat 93.730 1.334.500
5 Mary welaýaty TM-M Mary 87.150 1.480.400
Aşgabat şäheri (Hauptstadtdistrikt) TM-S Aşgabat 470 871.500

MilitärBearbeiten

 
Mi-8 der turkmenischen Luftwaffe anlässlich der Parade zum Unabhängigkeitstag
Hauptartikel: Turkmenische Streitkräfte

WirtschaftBearbeiten

Wirtschaftliche SituationBearbeiten

Wirtschaftlich arbeitet Turkmenistan mit zahlreichen Ländern zusammen, die Interesse an den reichen Erdgas- und Erdölvorkommen Turkmenistans haben, unter anderem mit Russland, der Türkei und den USA. Als deutsche Konzerne profitieren vor allem die Deutsche Bank, Siemens und die Daimler AG von Aufträgen des Landes (z. B. Telefonnetz, Staatskarossen, High Tech). Landwirtschaftlich wird Turkmenistan vor allem durch den Anbau von Baumwolle genutzt, was überwiegend im Norden und Süden der Fall ist, wo gleichzeitig Bewässerungsland vorhanden ist.

Die Industrie des Landes besteht überwiegend aus Textil- und Chemieindustrie sowie Erdölraffinerien und anderen petrochemischen Anlagen. Durch die extrem hohen Erdgasreserven und eine begrenzte Bevölkerungszahl sind in Turkmenistan Gas, Elektrizität, Wasser und Salz für die Bevölkerung zum privaten Verbrauch seit 1993 kostenlos.[40]

Die Aufhebung der Preise erfolgte trotz weit verbreiteten politischen Widerstandes. Direkt bei der Bekanntgabe am 4. Januar 1993 sagte der Präsident "Eine solche Maßnahme steigere das Realeinkommen des Volkes besser als Banknoten, die mit Lichtgeschwindigkeit entwertet würden".[40] Die Befürchtung der Geldentwertung bestand, da im Januar 1993 Turkmenistan erst seit 14 Monaten ein unabhängiger Staat war und die Preise für Erdgas auf einem sehr niedrigem Niveau lagen, Erdgas kostete 1993 weniger als noch 1982 unter der Sowjetunion. Erst ab 2000 fand eine massive Erhöhung der Erdgaspreise statt.[41]

Bis da hin jedoch versank die Bevölkerung in der Ära Nyýazow zunehmend in der Armut, während die Korruption grassierte und der Staat sich einen bizarren Personenkult um den Präsidenten leistete. Immerhin hat der Nachfolger Nyýazows im Präsidentenamt vorsichtige politische, wirtschaftliche und soziale Reformen begonnen.[42]

BodenschätzeBearbeiten

Turkmenistan verfügt über erhebliche Erdöl- und Erdgasvorkommen. Testiert sind 44,5 Milliarden Tonnen Öläquivalent. Schätzungen gehen aber davon aus, dass bis zu 250 Milliarden Tonnen vorhanden sein könnten. 2007 und 2008 investierten ausländische Firmen 0,8 und 2,2 Milliarden Dollar im Öl- und Gassektor. 2009 sollen es etwa 3,8 Milliarden Dollar sein.[43]

Für die Erschließung, Ausbeutung und Verarbeitung sind die staatlichen Konzerne TurkmenGeologiya (TG), TurkmenNeft (TN), TurkmenGas (TG) und TurkmenNefteGazStroy (TNGS) zuständig. Sie gehen dabei Joint Ventures (JVs) und Production-sharing agreements (PSAs) mit ausländischen Konzernen ein, wobei die turkmenische Seite immer einen Anteil von größer 50 % hält.

Am 20. August 2008 unterzeichnete Präsident Berdimuhamedow das neue Erdölgesetz.

Das erste nach einem internationalen Klassifizierungssystem erstellte Gutachten zu den turkmenischen Gasvorkommen wurde im Oktober 2008 von der britischen Agentur Gaffney Cline and Associates veröffentlicht. Der Vertreter der britischen Energiezertifizierungsagentur betonte dabei, dass die Gasreserven Turkmenistans erheblich größer sind als bisher angenommen. Demzufolge besitzt Turkmenistan eines der größten Erdgasfelder der Welt. Das South Yolotan-Osman Field in der Nähe der afghanischen Grenze enthält förderbare Reserven von 4 bis 14 Billionen Kubikmeter Erdgas (umgerechnet 140 bis 495 Tcf). Mit 4 Billionen Kubikmetern wäre es eines der zehn größten Felder und mit 14 Billionen Kubikmetern das größte an Land befindliche Gasfeld der Welt. Mit 6 Billionen Kubikmetern würde es das ergiebigste turkmenische Gasvorkommen Dowletabad um das Fünffache übertreffen.[44]

 
2008 Bohrplattform "Iran Khazar" bei Bohrungen für Dragon Oil vor der Küste Turkmenistans

Turkmenistan exportiert das Öl und Gas über Russland, Kasachstan, Iran, Aserbaidschan und die Türkei auf die Weltmärkte. Öl wird auch per Schiff nach Baku (Aserbaidschan) und Neka (Iran) transportiert.

2008 wurden aus über 40 Feldern Öl und Gas gefördert.

Ausländische Produzenten:

  • Dragon Oil (Irland; 51 % der Anteile hält das Emirat Dubai)
  • Eni (Italien)
  • Petronas (Malaysia)
  • Maersk Oil (Dänemark) + Wintershall (Deutschland) + ONGC (Indien)

TourismusBearbeiten

Nach anfänglicher Öffnung des Landes für den internationalen Tourismus zu Beginn der 1990er Jahre ist das Land heute Ausländern gegenüber eher abweisend. Zwar gibt es eine in Teilen vergleichsweise gute Infrastruktur aus Verkehrsmitteln, Hotels und Restaurants für Touristen, doch kaum noch Besucher. Turkmenen selbst reisen wenig und besuchen dabei vorwiegend die eigene Verwandtschaft. Turkmenistan ist ein an antiken Stätten reiches Land, insbesondere die verlassenen Oasen Merw und Nisa sowie die Stadt Köneürgenç (mit dem höchsten Minarett Zentralasiens). Doch auch die bizarre Wüstenlandschaft bietet Touristen einzigartige Erlebnisse. Naturwunder sind die brennenden Gaskrater bei Derweze, der thermale Höhlensee Kov-Ata bei Baharly (ehem. Bakharden/Bäherden) und der weltgrößte Salzwasserfall am Zufluss der Garabogazköl-Bucht. Deutsche, Schweizer und Österreicher können ein Touristenvisum mit einer Aufenthaltsdauer von bis zu 30 Tagen bei den zuständigen turkmenischen Konsulaten beantragen. Dafür ist jedoch vor Beantragung des Visums die Buchung von Leistungen bei einem turkmenischen Reiseveranstalter notwendig (Voucher). Einfacher und flexibler ist ein Transitvisum mit einer Aufenthaltsdauer bis zu sieben Tagen.

StaatshaushaltBearbeiten

Der Staatshaushalt umfasste 2016 Ausgaben von umgerechnet 4,7 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 3,7 Mrd. US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 0,9 % des BIP.[45]

Die Staatsverschuldung betrug 2016 23,8 % des BIP.

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

InfrastrukturBearbeiten

 
Infrastruktur Turkmenistans

Das Land ist ein Wüstenstaat. Die Verkehrsströme verlaufen gebündelt entlang der ehemaligen Seidenstraße in Ost-West-Richtung von Samarkand (Usbekistan) über Aşgabat nach Türkmenbaşy am Kaspischen Meer.

Zudem begann die turkmenische Regierung im Jahr 2000 mit der Anlage eines künstlichen Sees in der Karakumwüste. Die Fertigstellung des Ein-Milliarden-US-Dollar-Projektes wird für das Jahr 2020Vorlage:Zukunft/In 3 Jahren erwartet, das erste Wasser floss im Juli 2009 hinein.[47] Das Großprojekt in der 120 Kilometer langen Karashor-Senke, das der Entsalzung der Anbauflächen dienen soll, ist umwelt- und geopolitisch umstritten.[48]

Die einzige internationale Fluggesellschaft des Landes ist Turkmenistan Airlines, der einzige internationale Flughafen ist in Aşgabat.

KulturBearbeiten

LiteraturBearbeiten

Seit dem 11. Jahrhundert schrieben turkmenische Poeten vorwiegend in Farsi, aber auch in türkischer Sprache, von der sich eine eigene turkmenische Schriftsprache erst allmählich abhob. Einige turkmenische Dialekte sind auch durch den Übergang zu den Turksprachen gekennzeichnet. Die ältesten Literaturdenkmäler in turkmenischer Sprache (14. bis 15. Jahrhundert) tragen religiös-didaktischen Charakter und sind der Sufi-Tradition verpflichtet. Verschiedene Dichter wie Azadi (1700–1760) schrieben auch auf Tschagataisch.[49]

Klassische turkmenische Dichtung

Im 18. Jahrhundert entstanden umfangreiche epische Werke der romantischen Destan-Dichtung in einer Versform, die dem türkischen Koşma ähnelt. Sie behandelt Geschichten von Liebenden, Heldentaten und traurigen Ereignissen, die in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts einen zunehmend patriotischen Anstrich erhielt und sich der Volkssprache annäherte. Von Kurbanali Magrupi (ca. 1735–1805) stammen die in Zentralasien weitverbreitete Heldenerzählung Iusup i Akhmed (russische Ausgabe 1944; dt. „Jussup und Achmed“) sowie Gedichte. Die Verbindung von Volks- und Kunstdichtung vollzog der bedeutendste klassische Dichter der Turkmenen, Mahtumkulu Firaki (turkmenisch Magtymguly Pyragy, 1733–1813?).[49] Diese Tradition wurde von dem Lehrer und Juwelier Mollanepes (* etwa 1810, ✝ 1862) fortentwickelt, der neben Liebeslyrik auch zeitkritischen Schriften verfasste. Er schrieb das volkstümliche Epos Zochre und Tachir.[50]

 
Magtymguly auf einer turkmenischen 10-Manat-Banknote
Sowjetzeit

Die moderne turkmenische Schriftsprache entstand in den 1920er Jahren. Sie wurde zuerst in arabischer, 1928–40 in lateinischer, anschließend in kyrillischer Schrift und seit 1993 schrittweise wieder in lateinischer Schrift geschrieben. Einer der Begründer der turkmenischen Sowjetliteratur war Berdy Kerbabajew mit seinem Roman über den Bürgerkrieg in Turkmenien nach 1917 (Der entscheidende Schritt, Berlin 1952) und anderen, allerdings von sozialistischen Klischees durchdrungenen Werken. Als bedeutende Autoren der sowjetischen Periode gelten u. a. der Lyriker Aman Kekilow (1912–1974) sowie die Prosaschriftsteller Agakhan Durdyýew (1904–1947) (Die Schönheit in den Klauen des Drachen und andere Kurzgeschichten) und Beki Seitäkow (* 1914). Zu den traditionellen Volkssängern, die die Tradition des Epengesangs fortsetzen (siehe unten unter Musik), zählte Durdy Gylytsch (1886–1950).[49]

Im Buchhandel sind mangels Neuerscheinungen immer noch Bücher aus der sowjetischen Periode erhältlich.

Seit 1991

Nach der Unabhängigkeit 1991 wurden zunächst einige klassische Werke in lateinischer Schrift herausgegeben, doch orientierten sich die Inhalte der in Turkmenistan erhältlichen Bücher immer stärker an ideologischen Vorgaben. Die Regierung kontrolliert den Druck sämtlicher Bücher. Der Import ausländischer Bücher unterliegt strengen Regeln. Rakhim Esenov (* 1927) wurde für die angebliche historische Ungenauigkeit seines Romans Ventsenosny Skitalets („Der gekrönte Wanderer“), der in der Mogulzeit spielt, 1997 mit einem Schreibverbot belegt und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Er hatte die Hauptfigur seiner Romantrilogie, den Politiker, Feldherrn und Dichter Bayram Khan, mit der Schia in Verbindung gebracht, obwohl er offiziell als Sunnit gilt.[51]

MusikBearbeiten

Die Musik Turkmenistans ist im Wesentlichen die Musik der Turkmenen, die auch von den turkmenischen Minderheiten in den Nachbarländern Afghanistan und Iran gepflegt wird. Eigenheiten ihrer Melodiebildung basieren auf bis in vorislamische Zeit zurückreichenden iranischen Traditionen, die sich mit den Gesangstechniken der vom 10. bis 13. Jahrhundert eingewanderten Turkvölker vermischt haben. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war die turkmenische Gesellschaft ohne zentrale Autorität und in Stämme gegliedert, die kulturelle Eigenheiten besaßen. Die einschneidenden politischen und gesellschaftlichen Veränderungen durch die sowjetische Führung Anfang der 1920er Jahre betrafen die anderen zentralasiatischen Staaten, deren Feudalherrscher die Bolschewiki zerschlagen mussten, jedoch kaum das Gebiet von Turkmenistan. Hier konnte die Volksmusik ihren alten Charakter beibehalten und wurde nicht unter staatlicher Leitung zu einem Konzertwesen nach westlichem Muster umfunktioniert.[52]

Die turkmenische Musik ist zunächst vokal und gliedert sich in den Bereich der von Amateuren (Musikliebhabern) gesungenen Volkslieder und des umfangreichen Liedguts der Berufsmusiker (bachschi, bachšy), den Sängern epischer Lieder. Es gibt insgesamt nur wenige turkmenische Musikinstrumente: Am weitesten verbreitet sind die gezupfte Langhalslaute dutar und danach die dreisaitige Spießgeige ghichak. Wenn auch seltener, gehört die längsgeblasene Rohrflöte tüidük ebenfalls zu den drei am meisten wertgeschätzten und von professionellen Musikern verwendeten Instrumenten. Hinzu kommen im Bereich der Amateurmusik das kleine, von Hirten gespielte Einfachrohrblattinstrument dilli tüýdük und die Bügelmaultrommel kopys, die zur Musik der Frauen und Kinder gehört. Vor Einführung der zweisaitigen dutar begleiteten sich die früheren Epensänger (ozan, entsprechend dem türkischen aşık) auf der gestrichenen Schalenhalslaute kobys oder auf der ebenfalls kobys genannten Langhalslaute komuz. In der Musik der Turkmenen fehlen Trommeln wie etwa die in Zentralasien verbreitete Rahmentrommel daira. Trommeln kommen nur im Osten des Landes in Gebieten vor, in denen Usbeken leben.[53]

Der professionelle Epensänger bachschi genießt noch heute eine besondere Wertschätzung, weil er das kulturelle Erbe des zentralasiatischen Schamanen übernommen hat und als Bewahrer des kulturellen Gedächtnisses gilt. Wenige professionelle Sängerinnen bewegen sich seit Ende des 20. Jahrhunderts in der Männerdomäne des bachschi, der in der Nachfolge eines Meisters steht, von dem er seine Kunst erlernt hat. Zentrum der Epentradition ist die Nordprovinz Daşoguz welaýaty (Taschaus). Die dortigen Epen handeln vom Helden Görogly, unter dessen Führung sich die turkmenischen Stämme vereinten. Der bachschi begleitet seinen Gesang allein auf der dutar, gelegentlich wird er von einer zweiten dutar und einer ghichak unterstützt. Die tüidük bachschi singen im Wechsel mit der Flöte. Ein oder mehrere bachschi treten bei Familienfeiern (Hochzeit, Geburt, Beschneidung) oder bei Einladungen zum Abendessen (saz söchbet), die bis zum frühen Morgen dauern können, in Privathäusern auf. Familienfeiern (töj) sind in Turkmenistan die Hauptanlässe für die Aufführung von Musik. Das Repertoire ist musikalisch und inhaltlich über die ganze Dauer der Aufführung nach bestimmten Regeln strukturiert. In diesem Konzept bewegt sich der bachschi musikalisch auf der „richtigen“ Reise (jol, „Weg“, bedeutet „Ordnung“, „Regel“) bis zu einem mit Spannung erwarteten expressiven Höhepunkt.[54] Der Melodieverlauf orientiert sich an dem verwendeten mukam, einem melodischen Grundgerüst, das dem Namen nach, jedoch nur entfernt in der Struktur mit dem orientalischen maqam verwandt ist. Ein bachschi kennt einige dieser mukam-Kompositionen und improvisiert daraus die übrigen Melodien. Der Rhythmus basiert auf komplexen Metren, der Text wird in Strophen vorgetragen. Der epische Vortrag steht mit entsprechenden Gesangsformen der usbekischen und tadschikischen Musik in Verbindung.

Zu den Volksliedern, die auf der tüidük, aber nicht auf der dutar begleitet werden, gehören Arbeitslieder, Wiegenlieder (läle chüvdi) und Hochzeitslieder (jar jar). Anstelle des bachschi wird heute häufig zu Hochzeitsfeiern eine populäre Unterhaltungsmusikband eingeladen. Frauen tanzen bei Familienfeiern, aber ansonsten selten.[55]

Aus der sowjetischen Zeit stammt die von Weli Muhadow komponierte Melodie der Nationalhymne Turkmenistans. Muhadow war einer der am Moskauer Konservatorium ausgebildeten Komponisten, die für einen von Pathos geprägten, westlich-klassischen Musikstil im Dienst des Staates standen. Die erste turkmenische Nationaloper mit dem Titel Sudba Bachschi („Das Schicksal des bachschi“) wurde 1941 im neueröffneten Opern- und Balletttheater aufgeführt. Sinfonische Musik und die übrigen westlichen Kunstformen fielen dem Nationalismus nach der Unabhängigkeit 1991 zum Opfer, sie wurden seitdem nicht mehr gefördert und 2001 verboten.[56]

Eine über die Landesgrenzen hinaus in der Weltmusikszene bekannte Band, die neben Hochzeiten auch bei öffentlichen Ereignissen auftritt, heißt Ashkhabad. Der Sänger und dutar-Spieler Atabay Tsharykuliev wird – typisch für einen neuen populären Stil – von Mitmusikern begleitet, die traditionelle Melodien mit einer Klarinette anstelle der tüidük und einer Violine anstelle der ghichak spielen, ergänzt durch Akkordeon und Synthesizer.[57]

MedienBearbeiten

In Turkmenistan erscheinen drei national verbreitete Tageszeitungen. Verbreitet sind etwa Türkmenistan (turkmenischsprachig) und Nejtralnyj Turkmenistan (russisch). 1,4 % der Bevölkerung nutzten 2016 14,5 % das Internet; die Breitbandverbreitungsquote lag 2002 unter 0,01 %.[58] Einzige Internet-Anbieterin ist die staatliche Monopolgesellschaft Turkmentelekom.[59]

LiteraturBearbeiten

  • Markus Wehner: Im Reich des großen Führers: Turkmenistan – eine zentralasiatische Despotie. In: Osteuropa. 2001, Heft 2, S. 127–134.
  • Ein Volk. Ein Reich. Ein Turkmenbaschi. In: GEO. Heft 11/2005, S. 152–176.
  • Peter Böhm: Der graueste Flecken auf Erden. Die Weltwoche; 11. August 2005, Nr. 32, S. 34
  • Heinz-Dieter Schilling (Hrsg.): Sowjetunion – Die südlichen Republiken. 2. überarbeitete Ausgabe. VSA-Verlag, Hamburg 1990.
  • Bally Jaskulijew: Die sozialistischen Sowjetrepubliken – Turkmenien. APN, Moskau 1987.
  • Ikar Passewjew: Aschchabad – Reiseführer. Progress, Moskau 1982.
  • T. Rasina, N. Tscherkassowa, A. Kanzedikas: Die Volkskunst in der Sowjetunion. Mit ausführlichen Darstellungen der einzelnen Republiken. DuMont Buchverlag, Köln 1990.
  • Mittelasien – Architekturdenkmäler 9.–19. Jahrhundert. Planeta, Moskau 1987, Bildband
  • Ludwig Hrabowski: Ruinen und Städte im Sandmeer. Mittelasien im Wandel der Zeiten. Brockhaus, Leipzig 1980.
  • L. I. Albaum, Burchard Brentjes: Herren der Steppe. Zur Geschichte und Kultur mittelasiatischer Völker in islamischer Zeit. VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1978
  • Volksmärchen aus Turkmenien. Raduga, Moskau 1987. 413 Seiten, mit durchgehenden farbigen Illustrationen.
  • Vierzig Lügen. Turkmenische Volksmärchen. Zusammengestellt und bearbeitet von Oleg Erberg. Alfred Holz, Berlin 1973, 144 Seiten und zahlreiche Illustrationen.
  • W. N. Kunin: Bezwinger der Wüste. Abenteuer und Forschung in der Karakum. Verlag für fremdsprachige Literatur, Moskau 1952; 227 Seiten, mit durchgehenden Foto-Abbildungen auf Bildtafeln und Faltkarte.
  • Jean-Baptiste Jeangène Vilmer: Turkménistan. éditions Non Lieu, Paris 2009, ISBN 978-2-35270-068-5.

WeblinksBearbeiten

  Wiktionary: Turkmenistan – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  Commons: Turkmenistan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikimedia-Atlas: Turkmenistan – geographische und historische Karten
  Wikivoyage: Turkmenistan – Reiseführer

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. [1]
  2. [2]
  3. International Monetary Fund, Report for Selected Countries and Subjects, April 2016
  4. [3] United Nations Development Programme (UNDP),
  5. Bevölkerung in Turkmenistan
  6. World Population Prospects - Population Division - United Nations. Abgerufen am 5. August 2017.
  7. Turkmenistan in: Microsoft Encarta (Verteilung der Bevölkerung in Städten)
  8. Städte Turkmenistans mit Einwohnerzahlen.
  9. Religionen/Kirchen Turkmenistans auf der Website des Auswärtigen Amtes
  10. a b Zugelassene Religionsgemeinschaften in Turkmenistan auf der Website des Auswärtigen Amtes
  11. a b K. Aminov, V. Jensen, S. Juraev, I. Overland, D. Tyan, Y. Uulu: Language Use and Language Policy in Central Asia. Abgerufen am 29. September 2017.
  12. Turkmenistan: Doors Opening, Doors Slamming, Transitions Online, 30. September 2008
  13. David X. Noack: Die militärischen und wirtschaftlichen Planungen des Auswärtigen Amtes und der Nachrichtenstelle für den Orient für Russisch-/Sowjetisch- und Chinesisch-Turkestan 1914–1933, Masterarbeit, Potsdam 2013.
  14. Adrienne Lynn Edgar: Tribal nation: The making of Soviet Turkmenistan, Princeton University Press 2004.
  15. Jumadurdy Annaorazov 1: Turkmenistan during the Second World War. In: The Journal of Slavic Military Studies. Band 25, Nr. 1, 2012, S. 53–64, doi:10.1080/13518046.2012.648548.
  16. http://www.tagesschau.de/schlusslicht/turkmenistan2.html (Memento vom 8. Dezember 2008 im Internet Archive) In: tagesschau.de, 24. April 2008.
  17. Johannes Voswinkel: Allmächtiger! Die Zeit, Ausgabe 01, 2006
  18. a b Turkmenistan: Nijasows Gefängnis in der Zeitschrift GEO vom Oktober 2005
  19. Radikale Rentenkürzungen in Turkmenistan auf dw-world.de, 2. Februar 2006
  20. Turkmenistans Diktator ist tot auf news.orf.at, 21. Dezember 2006
  21. http://www.tagesschau.de/ausland/meldung60090.html (Memento vom 8. Dezember 2008 im Internet Archive) auf tagesschau.de, 11. Februar 2007
  22. Turkmenistan: Neuer Präsident gewählt auf diepresse.com, 14. Februar 2007
  23. Ein neuer „Vater aller Turkmenen“? auf abendblatt.de, 16. Februar 2007
  24. Turkmenistan publishes list of election winners Reuters India, 22. Dezember 2008
  25. Verfassungsgesetz (russisch)
  26. Länderinformation zu Turkmenistan auf der Webseite des Auswärtigen Amtes
  27. Pressemitteilung von Human Rights Watch zum World Report 2010
  28. Rangliste der Pressefreiheit 2006 (Memento vom 6. Dezember 2008 im Internet Archive) von Reporter ohne Grenzen
  29. Rangliste der Pressefreiheit 2016
  30. Turkmenistan frees RFE/RL radio reporter, Reuters, 8. Juli 2008
  31. Turkmenistan verbietet TV-Empfang per Satellit. 18. August 2011, abgerufen am 21. August 2011.
  32. Jahresbericht 2007 von Amnesty International
  33. apd.info (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive)
  34. a b Consideration of reports submitted by States parties under article 40 of the Covenant -Concluding observations of the Human Rights Committee – Turkmenistan. United Nations Human Rights Office of the high Commissioner – International Covenant on Civil and Political Rights, 19. April 2012, abgerufen am 6. März 2016.
  35. Hendrik Meurs: Zwischen notwendiger Öffnung und größtmöglicher Isolation – Die Führung Turkmenistans und ihr Verhältnis zum Ausland Zentralasien-Analysen, Ausgabe 70, 2013
  36. Auswärtiges Amt: Außenpolitik Turkmenistans
  37. Präsident im Gesundheitswahn, Turkmenistan – Land der Nichtraucher. 21. Juli 2015, abgerufen am 22. Juli 2015.
  38. Liste der Distrikte Turkmenistans (englisch)
  39. Britannica Book of the Year 2013
  40. a b Zeitungsartikel vom 4. Januar 1993 über die Aufhebung der Strom-, Gas- und Wasserpreise durch Präsident Nyýazow
  41. Natural Gas Price History Chart
  42. Zentralasien-Analysen, Nr. 12/08 (PDF; 920 kB), Seiten 2–6.
  43. en.rian.ru
  44. http://www.rferl.org/content/Independent_Audit_Shows_Turkmen_Gas_Field_WorldClass_/1329822.html Abrufdatum 12. Mai 2015
  45. a b c The World Factbook
  46. Der Fischer Weltalmanach 2010: Zahlen Daten Fakten, Fischer, Frankfurt, 8. September 2009, ISBN 978-3-596-72910-4
  47. Nazar Dovletli: Man-made lake appears in Karakum Desert (Memento vom 13. Dezember 2013 im Internet Archive), CentralAsiaOnline.com, 28. Juli 2009, Zugriff am 4. Februar 2011.
  48. Ein See mitten in der Wüste Die Presse vom 11. Juni 2008, abgerufen am 31. Mai 2017.
  49. a b c Artikel Turkmenische Sozialistische Sowjetrepublik in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)http://vorlage_gse.test/1%3D112966~2a%3DTurkmenische%20Sozialistische%20Sowjetrepublik~2b%3DTurkmenische%20Sozialistische%20Sowjetrepublik
  50. Artikel Mollanepes, Kadyrberdy ogly in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)http://vorlage_gse.test/1%3D112966~2a%3DMollanepes%2C%20Kadyrberdy%20ogly~2b%3DMollanepes%2C%20Kadyrberdy%20ogly
  51. Rakhim Esenov, Website der englischen P.E.N.-Organisation, 17. Oktober 2005.
  52. Vgl. zu Kasachstan: Asiya Ibadullaevna Muhambetova: The Traditional Musical Culture of Kazakhs in the Social Context of the 20th Century. In: The World of Music. 37(3), 1995, S. 66–83
  53. Sƚawomira Żerańska-Kominek: The Classification of Repertoire in Turkmen Traditional Music. In: Asian Music. Vol. 21, Nr. 2, Frühjahr–Sommer 1990, S. 90–109, hier S. 94
  54. Sławomira Żerańska-Kominek: The Concept of Journey (Ұol) in Turkmen Music Tradition. In: Ethnomusicology, Vol. 42, No. 2, Frühjahr–Sommer 1998, S. 265–282, hier S. 272
  55. Jean During, Razia Sultanova: Zentralasien. V. Turkmenen. In: Ludwig Finscher (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Sachteil 9, Bärenreiter, Kassel 1998, Sp. 2362–2368
  56. U. Schamiloglu: Turkmenistan. Music and Performing Arts In: World and its Peoples: Middle East, Western Asia, and Northern Africa. Marshall Cavendish, 2006, S. 682, ISBN 978-0-7614-7628-3
  57. Razia Sultanova, Simon Broughton: Central Asian Republics: bards of the golden road. In: Simon Broughton, Mark Ellingham, James McConnachie, Orla Duane (Hrsg.): World Music: Latin and North America, Caribbean, India, Asia and Pacific. Band 2, Rough Guides, London 2000, S. 29
  58. itu.int
  59. Totale Kontrolle über Internet-Zugang in Turkmenistan, vifaost.de, 2. Dezember 2005

Koordinaten: 39° N, 60° O