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Öwezgeldi Ataýew (russisch Овезгельды Атаев/Owesgeldy Atajew; * 1951) ist ein turkmenischer Politiker und war bis Dezember 2006 Präsident des Parlaments seines Landes.

Als PolitikerBearbeiten

Nach dem Tod von Präsident Saparmyrat Nyýazow am 21. Dezember 2006 hätte der Verfassung nach Ataýew die Amtsgeschäfte kommissarisch übernehmen sollen. Der Sicherheitsrat bestimmte allerdings den Vize-Ministerpräsidenten Gurbanguly Berdimuhamedow zum Übergangspräsidenten. Der Sicherheitsrat des Landes habe Ataýews Kandidatur abgelehnt, weil die Staatsanwaltschaft gegen ihn ermittele. Die russische Tageszeitung Kommersant meldete am Folgetag, dass er nach dem Tod Nyýazows verhaftet wurde.[1] Ataýew wurde am 22. Dezember durch Berdimuhammedow aus dem Amt des Parlamentspräsidenten entlassen. Seine Nachfolgerin als Parlamentspräsidentin wurde Akja Täjiýewna Nurberdiýewa.

Einigen turkmenischen Politikern zufolge hingen die von Berdimuhamedov angeordneten Repressalien gegen Ataýew damit zusammen, dass der turkmenische Präsident seinen wichtigsten Opponenten wegen dessen Absicht, demokratische Wahlen in Turkmenistan abhalten und den Bürgerinnen und Bürgern verfassungsmaßige Freiheitsrechte gewährleisten zu wollen, bestrafen wollte.[2]

Am 16. März 2012 behauptete der stellvertretende Außenminister Turkmenistans Wepa Hajyýew bei einer Anhörung im UN-Menschenrechtsausschuss, Ataýew sei aus der Haft entlassen worden.[3] Doch Ataýews Verwandte dementierten diese Meldung. Ihnen zufolge sei Ataýew wie die anderen Oppositionsführer wie etwa Boris Orazowiç Şyhmyradow nicht mehr am Leben.[4]

QuellenBearbeiten

  1. Archivlink (Memento vom 16. Februar 2007 im Internet Archive)
  2. Стоматолог-покровитель. In: Rbc.ru. 31. Januar 2013, abgerufen am 1. Juli 2019 (russisch).
  3. Таинственное освобождение туркменского политзаключенного Атаева. In: Deutsche Welle. 22. März 2012, abgerufen am 1. Juli 2019 (russisch).
  4. Екатерина Скобицкая: Властные эмигранты: судьба политических лидеров, бежавших за рубеж от революции. 24. Februar 2014, abgerufen am 1. Juli 2019 (russisch).