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Thomas Kunze

deutscher Historiker, Publizist
Thomas Kunze (2014)

Thomas Kunze (* 23. Februar 1963 in Leipzig) ist ein deutscher Zeithistoriker und Autor.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Kunze studierte in Jena und Leipzig Geschichte, Germanistik und Pädagogik. Er wurde 1991 zum Dr. phil. promoviert.

Nach der friedlichen Revolution in der DDR war Thomas Kunze von 1990 bis 1995 Leiter des Ausländeramtes sowie des Amtes für Kommunalaufsicht im Kreis Leipzig. Von 1995 bis 2001 arbeitete er als Gastlehrer in Rumänien. Kunze ist seit 2002 für die Konrad-Adenauer-Stiftung als Osteuropa-, Russland- und Zentralasienexperte tätig. Er leitete von 2005 bis 2007 das Moskauer Büro der Stiftung, von 2007 bis 2010 die Europa/Nordamerika-Abteilung der Stiftungszentrale und ist seit 2010 zum zweiten Mal Bevollmächtigter Vertreter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Zentralasien (Sitz in Taschkent, Usbekistan). Seit 2004 hat er Ehrenprofessuren an der Präsidialakademie in Taschkent und der Staatlichen Al-Chorezmi-Universität in Urganch (Usbekistan) inne. Er gilt als Befürworter einer stärkeren deutsch-russischen Kooperation. Kunze gehört der CDU an.

Kunze publizierte eine Vielzahl von Büchern und Beiträgen zur Entwicklung der Staaten Osteuropas, des Kaukasus und Mittelasiens. Er ist der Autor der ersten Biographie über den rumänischen Staats- und Parteichef Nicolae Ceaușescu, die u. a. ins Rumänische und Polnische übersetzt wurde[1] und als Standardwerk zur Geschichte des Kommunismus in Rumänien gilt.[2] 2001 erschien die Biographie Staatschef a.D.: Die letzten Jahre des Erich Honecker.[3] (Leipziger Volkszeitung): „ein Glanzstück jüngster deutscher Geschichtsschreibung“. 2008 erschien die Monographie „Russlands Unterwelten“. 2010 erschien der Band „Ostalgie international“ (Hg. gemeinsam mit Thomas Vogel). Im Sammelband „Einundzwanzig. Jahrhundertgefahren-Jahrhundertchancen“ lud er bekannte Autoren aus verschiedenen Weltregionen dazu ein, unter verschiedenen Gesichtspunkten wie Sicherheit, Energie, Demografie und Geopolitik über die möglichen Entwicklungen im 21. Jahrhundert nachzudenken.[4] 2013 veröffentlichte er ein Buch zum Thema „Personenkult im 20. und 21. Jahrhundert“. In dem in mehreren aktualisierten Auflagen erschienenen Buch "Das Ende des Imperiums. Was aus den früheren Sowjetrepubliken wurde" verfolgt und beschreibt Thomas Kunze (gemeinsam mit Thomas Vogel) die Entwicklungen der ehemaligen Sowjetrepubliken seit deren Unabhängigkeit in den 1990er Jahren bis in die jetzige Zeit.

AuszeichnungenBearbeiten

WerkeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten