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Adi Hütter

österreichischer Fußballspieler und -trainer

Adolf „Adi“ Hütter (* 11. Februar 1970 in Hohenems) ist ein österreichischer Fußballtrainer und ehemaliger -spieler. Seit 2018 ist er Cheftrainer von Eintracht Frankfurt.

Adi Hütter
Adi Hütter 2017.jpg
Adi Hütter (2017)
Personalia
Name Adolf Hütter
Geburtstag 11. Februar 1970
Geburtsort HohenemsÖsterreich
Größe 184 cm
Position Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
bis 1988 SCR Altach
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1988–1989 Grazer AK 3 0(0)
1989–1991 LASK 52 0(2)
1991–1992 SCR Altach 34 0(6)
1992–1993 Grazer AK 33 (10)
1993–2000 SV Austria Salzburg 201 (17)
2000–2002 Grazer AK 29 0(2)
2002–2005 Kapfenberger SV 91 (17)
2005–2007 Red Bull Juniors 40 0(4)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1994–1997 Österreich 14 0(3)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2007–2008 Red Bull Juniors (Co-Trainer)
2008–2009 Red Bull Juniors
2009–2012 SCR Altach
2012–2014 SV Grödig
2014–2015 FC Red Bull Salzburg
2015–2018 BSC Young Boys
2018– Eintracht Frankfurt
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

LaufbahnBearbeiten

SpielerkarriereBearbeiten

Adi Hütter spielte in der Jugend Fußball beim SCR Altach. 1992 wechselte der Mittelfeldspieler zu dem Grazer AK und später zum SV Austria Salzburg. Mit der Mannschaft wurde er dreimal österreichischer Meister und gewann den Supercup.

In der Saison 1993/94 zog er mit Salzburg in das UEFA-Cup-Finale ein und unterlag dort Inter Mailand zweimal mit 0:1. Dabei war Hütter sowohl in dieser UEFA-Cup-Saison als auch in den folgenden Champions-League- und Meisterschaftsspielen ein Leistungsfaktor der Salzburger Mannschaft. Mit seinen Toren, oftmals resultierend aus Weitschüssen, spielte er sich auch in die österreichische Fußballnationalmannschaft, für die er insgesamt in 14 Länderspielen auflief und drei Tore erzielte.

Im Jahr 2000 wechselte Hütter zum Grazer AK. Nach zwei Jahren spielte der Vorarlberger für den Kapfenberger SV in der ersten Liga, um zu Beginn der Saison 2005/06 in die Amateurmannschaft des FC Red Bull Salzburg zu wechseln. Hier war er Führungsspieler und gewann mit der Mannschaft 2006/07 die Meisterschaft der Regionalliga West, was gleichzeitig den Aufstieg in die Erste Liga bedeutete.

TrainerkarriereBearbeiten

 
Adi Hütter (2014)

Wegen einer hartnäckigen Entzündung an der Achillessehne beendete Hütter am 20. August 2007 seine aktive Karriere. Er entschied sich, fortan als Trainer zu arbeiten. Er übernahm bei den Red Bull Juniors zusammen mit Gerald Baumgartner das Co-Training neben Lars Søndergaard und war für das Spezialtraining zuständig. Ab der Saison 2008/09 war er Cheftrainer der Red Bull Juniors.

Im Juni 2009 wurde Hütter als Trainer des aus der Bundesliga abgestiegenen SCR Altach vorgestellt. Im April 2012 wurde er freigestellt, da er im mittlerweile dritten Anlauf den vom Verein geforderten Aufstieg in die höchste Liga nicht erreichte. Er wechselte zum Ligakonkurrenten SV Grödig, mit dem er in der Saison 2012/13 in die Bundesliga aufstieg. In seiner ersten Saison als Bundesligatrainer erreichte er den dritten Platz, was zur Qualifikation in der Europa League berechtigte. Anschließend verlängerte er seinen Vertrag nicht.

Im Mai 2014 wurde Hütter als neuer Trainer des FC Red Bull Salzburg vorgestellt, als Nachfolger von Roger Schmidt, der nach Leverkusen wechselte. Hütter gewann mit der Mannschaft in seiner ersten Saison die Meisterschaft und den Cup; trotz dieser Erfolge vereinbarten Hütter und Sportdirektor Ralf Rangnick eine einvernehmliche Trennung. Hütter kritisierte, dass die Mannschaft für die nächste Saison an Qualität verlieren würde, da wichtige Spieler verkauft wurden.[1][2]

Im September 2015 wurde Adi Hütter als neuer Trainer des BSC Young Boys aus Bern vorgestellt.[3] Nachdem er mit YB zweimal Vizemeister geworden war, führte er die Berner in der Saison 2017/18 zur ersten Meisterschaft seit 32 Jahren; er durchbrach dadurch die Siegesserie des FC Basel, der zuvor acht Meistertitel in Serie gewann.

Zur Spielzeit 2018/19 wurde Hütter als Nachfolger von Niko Kovač Trainer beim Bundesligisten Eintracht Frankfurt, der Vertrag gilt bis zum 30. Juni 2021.[4][5] Der Start verlief zunächst holprig. Hütter verlor mit der Eintracht am 12. August 2018 sein erstes Pflichtspiel im DFL-Supercup gegen den FC Bayern München mit 0:5 und in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals schied seine Mannschaft gegen den Viertligisten SSV Ulm 1846 aus. Nach einigen Spielen fing sich jedoch die Eintracht. Von September bis November 2018 war die Mannschaft in elf Pflichtspielen ungeschlagen, eine ähnliche Serie gelang in der zweiten Saisonhälfte.[6] Als erste deutsche Mannschaft gewann Frankfurt alle Gruppenspiele in der Europa League.[7] Seine Mannschaft spielte sich bis in das Halbfinale, in dem sie im Elfmeterschießen gegen den FC Chelsea unterlag.[8] Am Saisonende 2018/19 schloss die Eintracht die Bundesliga mit 54 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz ab und erreichte damit die Europa-League-Qualifikationsrunde. Hütter wurde bei der jährlichen Leserumfrage der Bild zum Trainer des Jahres gewählt, Frankfurt zur Mannschaft des Jahres.

ErfolgeBearbeiten

Als SpielerBearbeiten

Als TrainerBearbeiten

PersönlichesBearbeiten

Hütter ist verheiratet und Vater einer Tochter.[9] Seinen Vornamen erhielt er in Gedenken an seinen mit 27 Jahren früh verstorbenen Onkel, der bei einer Steinlawine ums Leben kam. Hütters Großmutter überredete damals die Eltern, ihren Sohn Adolf zu nennen. Allerdings wird er immer schon mit der Kurzform ,,Adi" gerufen.[10]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Adi Hütter – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Adi Hütter nach Double weg von Salzburg. In: Wiener Zeitung, 16. Juni 2019.
  2. Darum verließ Adi Hütter Red Bull Salzburg In: Kleine Zeitung, 16. Juni 2015.
  3. Adi Hütter wird neuer YB-Trainer. In: BSC Young Boys, 3. September 2015, abgerufen am 3. September 2015.
  4. Adi Hütter wird der neue Trainer von Eintracht Frankfurt. In: eintracht.de, 16. Mai 2018, abgerufen am 16. Mai 2018.
  5. Adi Hütter wechselt zu Eintracht Frankfurt. In: BSC Young Boys. Abgerufen am 16. Mai 2018.
  6. Peppi Schmitt: Eintracht Frankfurt: Jetzt kennt jeder Adi Hütter. In: Gelnhäuser Tageblatt, 29. Dezember 2019.
  7. Rekord geknackt! Eintracht gewinnt auch in Rom. In: hessenschau, 13. Dezember 2018.
  8. Frankfurt scheitert denkbar knapp – Kepa wird zum Blues-Helden. In: kicker, 9. Mai 2019.
  9. Einfach „ghörig“ – so tickt der neue Eintracht-Trainer Adi Hütter (Memento vom 3. September 2018 im Internet Archive), hessenschau.de, abgerufen am 8. März 2019.
  10. Adi Hütter bei FFH: So kam ich zu meinem Namen. Abgerufen am 30. November 2019.