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FC Porto

portugiesischer Fußballverein

Der Futebol Clube do Porto, kurz FC Porto oder Porto ist ein Sportverein, dessen Profi-Fußballmannschaft in der ersten portugiesischen Fußballliga spielt. Er wurde am 28. September 1893 von António Nicolau d’Almeida gegründet und ist in der Hafenstadt Porto in Portugal beheimatet. Das Heimstadion heißt Estádio do Dragão und wurde 2003 als Austragungsort für die Fußball-Europameisterschaft 2004 erbaut. Mit je zwei Siegen im Landesmeisterpokal bzw. der UEFA Champions League und im UEFA-Pokal bzw. in der UEFA Europa League gehört der Verein zu den erfolgreichsten Fußballmannschaften Europas.

FC Porto
Emblem des FC Porto
Basisdaten
Name Futebol Clube do Porto
Sitz Porto, Portugal
Gründung 28. September 1893
Farben blau-weiß
Mitglieder 138.000 (März 2016)[1]
Präsident Jorge Pinto da Costa
Website fcporto.pt
Erste Mannschaft
Cheftrainer Sérgio Conceição
Spielstätte Estádio do Dragão
Plätze 50.033
Liga Primeira Liga
2017/18 1. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ

Neben Fußball betreibt der Verein die weiteren Sportabteilungen Leichtathletik, Basketball, Billard, Boxen, Camping, Schach, Angeln, Handball, Karate, Motorsport, Rollhockey, Behindertensport, Schwimmen und Gewichtheben.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

AnfängeBearbeiten

 
António Nicolau d’Almeida

Gegründet wurde der Verein am 28. September 1893 als Football Club do Porto. Maßgeblich an der Gründung beteiligt war António Nicolau d’Almeida, ein Weinhändler aus Porto, der diesen Sport bei seinen Reisen nach England kennengelernt hatte. Der neue Verein war sofort in Rivalität zu dem zuvor gegründeten Verein aus Lissabon, der vom damaligen portugiesischen König Dom Carlos gefördert und protegiert wurde. Das erste Spiel beider Vereine fand am 2. März 1894 bereits unter regem Medieninteresse in Porto statt. Das Spiel endete 0:1 aus Sicht von Porto und war der Anfangspunkt einer späteren regen Derby-Geschichte. Als Anekdote zu der Anfangszeit sollte noch erwähnt werden, dass d’Almeida sein Engagement für den Verein kurz darauf zurückschraubte, da seine Verlobte und zukünftige Frau ihn darum bat. Ihrer Meinung nach war der Sport zu grob und gewalttätig. Aufgrund des Weggangs d’Almeidas wurde es zunächst ruhig um den Verein.

Erst zwölf Jahre später, 1906, wurde durch José Monteiro da Costa und seine Helfer der Verein weiterentwickelt. Im August 1906 wurde der Verein in FC Porto umbenannt, zusätzlich aber um etliche Sportarten wie Leichtathletik, Cricket, Boxen und Schwimmen erweitert. Durch den Einsatz von Monteiro de Campo etablierte sich der FC Porto zu einer festen Größe in Portugal. Bereits im Jahr 1906 wurde das Spielfeld Campo da Rua da Rainha eingeweiht, der erste Rasenplatz in Portugal. Im Jahr 1907 wurde das erste Spiel gegen eine ausländische Mannschaft, den spanischen Verein Real Fortuna de Vigo, in Porto ausgetragen, und 1908 spielte der FC Porto sein erstes Spiel im Ausland, ebenso in Vigo. Der erste offizielle Titel als nordportugiesischer Meister wurde dann 1912 errungen. Eine nationale Liga existierte bis dato noch nicht.

Erste ErfolgeBearbeiten

Im Jahr 1912 zog der Verein in das Stadion Campo da Constituição um, was eine wesentliche Verbesserung der Trainingsbedingungen mit sich brachte. Als Konsequenz stieg auch das sportliche Niveau des Vereins. Diese Entwicklung gipfelte im Gewinn der ersten ausgetragenen portugiesischen Meisterschaft im Jahr 1934. Im gleichen Jahr entwarf der Spieler Augusto Baptista Ferreira (genannt Simplício), der hauptberuflich Grafiker war, das ursprüngliche Vereinswappen. Dieses wurde seitdem im Wesentlichen nicht mehr verändert.

Parallel zum Fußball wurden aber auch andere Sportarten gefördert und neue Abteilungen gegründet, so 1910 Gymnastik, 1926 Basketball und Hockey, 1928 Rugby, 1932 Handball, 1932 Tischtennis, 1940 Billard und Sportangeln, 1943 Volleyball, 1945 Radrennsport, 1951 Klettern und 1955 Eishockey.

Der FC Porto hatte 1945 etwa 8000 zahlende Mitglieder, eine zu der damaligen Zeit für portugiesische Verhältnisse große Zahl. Die Anzahl der Mitglieder und Sportler stieg immer weiter an, und die Platzmöglichkeiten wurden immer knapper. Deswegen wurde mit der Planung eines neuen Stadions begonnen, das jedoch erst 15 Jahre später realisiert werden konnte. Deswegen wurde auf alternative Sportstätten befreundeter Verein wie Sport Progresso in Amial oder Académico FC (Estádio do Lima) ausgewichen. Das neue Stadion wurde 1952 als „Estádio do Futebol Clube do Porto“ eingeweiht, aber bekannt geworden ist es als Estádio das Antas. Ursprünglich als reines Fußballstadion gebaut, entwickelte sich die Spielstätte zu einer echten Sportstätte, die auch von anderen Sportarten genutzt werden konnte.

Phase der StagnationBearbeiten

Im Fußball lag die letzte (und einzige) Meisterschaft bereits einige Zeit zurück. Wesentlich erfolgreicher waren die Abteilungen Handball und Radrennsport, die reihenweise die nationalen Meisterschaften gewannen. Diese relative Trockenzeit wurde 1956 beendet, in dem neben der Meisterschaft auch der Pokal gewonnen wurde (und somit das erste Double erreicht wurde). Die Meisterschaft wurde erneut im Jahre 1959 gewonnen, an der sich jedoch 18 erfolglose Spielzeiten anschlossen. Wieder waren es die Abteilungen Handball und Radrennsport, die die Liste der gewonnenen Titel erweiterten. Im Jahr 1960 wurde die Abteilung Motorsport und 1967 Schach gegründet.

Im Jahr 1978 konnte endlich wieder eine Meisterschaft gewonnen werden. Dieser Erfolg ist eng mit zwei Namen verknüpft: zum einen der Trainer José Maria Pedroto (der „Meister“), der moderne Trainingsmethoden im portugiesischen Fußball einführte, und zum anderen Jorge Nuno Pinto da Costa, damaliger Vorstand der Fußballabteilung. Letztgenannter machte später noch von sich zu reden.

Das Jahr 1979 brachte einige Rückschritte mit sich: Nachdem die Abteilungen Tischtennis und Rugby aufgelöst worden waren, musste auch die Abteilung Handball schließen. In 40 Spielzeiten waren dieser Mannschaft 28 Meisterschaften gelungen, ein bis in die Gegenwart unübertroffener Rekord in Portugal.

Aufbruch zu neuen UfernBearbeiten

Der Antritt von Jorge Nuno Pinto da Costa als Vereinspräsident beim FC Porto kann als Wendepunkt in der Vereinsgeschichte angesehen werden. Dies machte sich aber erst langsam bemerkbar. Im gleichen Jahr wurde der erste internationale Titel (Europapokal) im Hockey gewonnen. Dies wurde 1986 und 1990 wiederholt. Ebenso entwickelte sich die Leichtathletikabteilung (siehe Aurora Cunha oder Rosa Mota). Die Fußballmannschaft erreichte 1984 das Finale im Europapokal der Pokalsieger, musste sich aber Juventus Turin geschlagen geben. Drei Jahre darauf wurde der Europapokal der Landesmeister gegen den FC Bayern München in einem dramatischen Spiel gewonnen. Nachdem der FC Porto schon 0:1 zurückgelegen hatte, glich Rabah Madjer durch einen Hackentrick aus, bevor Juary Filho den Siegtreffer erzielte. Das Spiel um den Weltpokal wurde gegen Peñarol Montevideo gewonnen. Abgerundet wurde die Saison mit dem Gewinn des UEFA Super Cups gegen den niederländischen Verein Ajax Amsterdam. Auf nationaler Ebene begann eine Zeit der Dominanz, die bis dato anhält. In den 1990ern wurde z. B. die Meisterschaft achtmal gewonnen, dabei fünfmal in Folge. Mitverantwortlich hierfür war unter anderem Bobby Robson, der von 1993 bis 1996 als Coach angestellt war.

Auf internationaler Ebene konnte der Erfolg jedoch lange nicht wiederholt werden. Wie so oft später auch, wurden gute Spieler von finanzkräftigeren Vereinen abgeworben und mussten durch unerfahrene Spieler ersetzt werden. So wechselte der Kapitän Paulo Futre bereits 1987 zu Atlético Madrid und ebenso Rabah Madjer zum FC Valencia. Andere namhafte Spieler wie Mário Jardel, Benni McCarthy oder Alenitschew wurden beim FC Porto während der 1990er einem größeren Publikum bekannt.

Erst mit Trainer José Mourinho konnte man sich wieder in der europäischen Oberklasse etablieren.

Ära Mourinho bis heuteBearbeiten

Mourinho begann sein Engagement als Trainer im Januar 2002, indem er radikale Neuerungen einführte. Er baute die damals unbekannten Spieler Deco und Ricardo Carvalho sowie den vom FC Barcelona zurückgekehrten Vítor Baía in die Mannschaft ein und formte so ein erfolgreiches Team, das 2003 neben der nationalen Meisterschaft den UEFA-Pokal gegen Celtic Glasgow gewann. Ein Jahr später wurde dies mit dem Sieg im Champions-League-Endspiel gegen die AS Monaco in Gelsenkirchen mit 3:0 übertroffen. Die Mannschaft überzeugte und gewann im gleichen Jahr die portugiesische Meisterschaft und den portugiesischen Supercup. Gekrönt wurde die Saison mit dem Gewinn des Weltpokals gegen den kolumbianischen Verein Once Caldas (8:7 n. E.).

Während dieser erfolgreichen Zeit wurde mitten in der Stadt ein neues Stadion, das Estádio do Dragão, gebaut. Eingeweiht wurde es am 16. November 2003 bei einem Spiel gegen den FC Barcelona, das mit 2:0 gewonnen wurde. Das Stadion wurde auch Austragungsort der Eröffnungsfeier zur Fußball-Europameisterschaft 2004 und wird neben den Heimspielen des FC Porto auch für Spiele der portugiesischen Fußballnationalmannschaft oder andere Großveranstaltungen genutzt. Das alte Estádio das Antas wurde 2004 abgerissen.

 
Das Estádio do Dragão bei Nacht.

Nach seinem Wechsel zum FC Chelsea konnte der Platz von Mourinho nicht gleichwertig besetzt werden. Auch die Abgänge von Schlüsselspielern wie Deco, Ricardo Carvalho und Ferreira konnten nicht aufgefangen werden. Mourinhos Nachfolger Luigi Delneri musste schon nach 22 Tagen wieder gehen, dessen Nachfolger Víctor Fernández konnte die hohen Erwartungen nur bedingt erfüllen und wurde am 19. Spieltag entlassen. Anschließend arbeitete José Couceiro bis zum Saisonende, konnte aber im Jahr nach dem Champions-League-Sieg weder diesen noch die Meisterschaft verteidigen. Im Mai 2005 wurde Co Adriaanse für die Saison 2005/06 als Trainer verpflichtet. Dieser verließ bereits nach einem Jahr den Verein, nachdem er das portugiesische Double gewonnen hatte. Als Nachfolger wurde Jesualdo Ferreira angestellt, der vom Stadtrivalen Boavista Porto im August 2006 abgeworben wurde. Diesem gelang es in drei aufeinanderfolgenden Spielzeiten, die Meisterschaft zu verteidigen, womit der FC Porto auch im neuen Jahrtausend die bestimmende Mannschaft in der Liga war (sechs Meisterschaften zwischen 2000 und 2010). Der Verein war als einzige portugiesische Mannschaft immer auch in der Champions League vertreten, über das Viertelfinale kam der FC Porto jedoch nicht hinaus. Als Folge des Schiedsrichterskandals 2003/04 wurde der Verein gemäß UEFA-Statuten für die Saison 2008/09 aus der Champions League ausgeschlossen. Zusätzlich wurden der Vereinspräsident Pinto da Costa von allen seinen Ämtern für mindestens zwei Jahre ausgeschlossen und eine Geldstrafe von 150.000 Euro verhängt.[2] In einem Berufungsverfahren wurde der Ausschluss aus der Champions League 2008/09 zuerst vorläufig[3] und später dann endgültig[4] revidiert. Die anderen Strafen bleiben jedoch bestehen. Die Zulassung zur Champions League 2009/10 wurde ebenso erteilt.[5]

 
Mannschaft des FC Portos und des FC Arsenals vor einem Champions League-Vorrundenspiel in der Saison 2008/09

Am 26. Mai 2010 entließ der Verein Jesualdo Ferreira,[6] der den FC Porto zu drei Meisterschaften und zwei Pokalsiegen geführt hatte. In der Saison 2009/10 verfehlte der FC Porto den zweiten Platz in der Liga, der die Qualifikation für die Champions League bedeutet hätte. Somit war der Verein das erste Mal seit 2003 nicht mehr in der finanziell lukrativen Endrunde vertreten. Als neuer Trainer wurde André Villas-Boas verpflichtet, der als Co-Trainer unter José Mourinho bereits im Verein tätig gewesen war. Mit Villas-Boas gewann der FC Porto die Meisterschaft mit 21 Punkten Vorsprung auf den Erzrivalen Benfica, ohne dabei ein Spiel zu verlieren (zuletzt 1973 Benfica Lissabon), den Supercup und den Pokal mit einem 6:2 im Finale gegen Vitória Guimarães. Dazu gewann der FC Porto die Europa League am 18. Mai 2011 im ersten rein portugiesischen Finale. Gegner in Dublin war Sporting Braga, das mit 1:0 besiegt wurde. Trotz der erfolgreichen Saison trat Villas-Boas am 21. Juni 2011 zurück, um zum FC Chelsea wechseln zu können.[7] Noch am gleichen Tag wurde Vítor Pereira, der zuvor Co-Trainer unter Villas-Boas gewesen war, neuer Cheftrainer.[8] Der FC Porto war in der Liga saisonübergreifend 55 Spielen in Folge nicht mehr geschlagen worden und es fehlte nur noch ein Spiel zum Einstellung des Rekordes von Benfica. Die Serie endete nach 700 Tagen mit einem 1:3 beim Auswärtsspiel beim Gil Vicente FC am 29. Januar 2012. Die vorletzte Niederlage bescherte am 28. Februar 2010 Sporting Lissabon mit einem 3:0. Indes belegte der FC Porto in der Champions League in einer Gruppe mit Schachtar Donezk, Zenit St. Petersburg und APOEL Nikosia den dritten Tabellenplatz und spielte lediglich in der Europa League weiter. Dort schied der Titelverteidiger gegen Manchester City aus. Am Ende der Spielzeit verteidigte der FCP den portugiesischen Meistertitel. In der Champions League 2013/14 belegte der FC Porto in einer Gruppe mit Dinamo Zagreb, Paris Saint-Germain und Dynamo Kiew den zweiten Tabellenplatz. Im Achtelfinale schied man gegen den FC Málaga aus. In der Liga war der FC Porto bis zum vorletzten Spieltag Zweiter und wurde durch einen Sieg am letzten Spieltag zum dritten Mal nacheinander portugiesischer Meister. In der neuen Spielzeit wurde der FC Porto in der Gruppenphase der Champions League mit FK Austria Wien, Atlético Madrid und Zenit St. Petersburg Dritter und spielte in der Europa League weiter. Im Sechzehntelfinal setzte sich die Mannschaft gegen Eintracht Frankfurt durch und scheiterte im Achtelfinal am späteren Titelträger FC Sevilla. In der Meisterschaft musste man Benfica Lissabon den Vortritt lassen.

VereinswappenBearbeiten

Das Vereinswappen des FC Porto bestand zu Beginn aus nur einem Ball mit dem Schriftzug FCP. Im Oktober 1922 fügte der damalige Spieler des Vereines Augusto Baptista Ferreira (auch bekannt als Simplício) das damalige Stadtwappen der Stadt Porto hinzu.[9] Das neue Emblem besteht aus einem viergeteilten Schild und zeigt im oberen linken und im unteren rechten Viertel das ehemalige königliche Wappen der portugiesischen Monarchie und im oberen rechten und im unteren linken Viertel das ehemalige Wappen der Stadt. Im Mittelpunkt des viergeteilten Schildes befindet sich ein Herz, als Symbol für das Herz von Peter IV. symbolisiert, welches in einer Urne in der Igreja da Lapa liegt. Der Schild wird vom Großkreuz des Turm- und Schwertordens umgeben. Über dem Schild befindet sich die königliche Krone mit einem Drachen, der einen Band um den Hals trägt, auf dem das Wort Invicta steht. Der Titel Invicta wurde der Stadt durch Königin Maria II. verliehen. Im Jahr 2005 wurde das Logo etwas modernisiert.

Platzierung seit Gründung der LigaBearbeiten

 

Aktueller KaderBearbeiten

Stand: 11. Januar 2019[10]

Nr. Nat. Name Geburtstag im Verein seit Vertrag bis
Tor
01 Spanien  Iker Casillas 20.05.1981 2015 2019
26 Brasilien  Vaná Alves 25.04.1991 2017 2022
40 Brasilien  Fabiano Ribeiro 29.02.1988 2012 2019
Abwehr
02 Uruguay  Maxi Pereira 08.06.1984 2015 2019
03 Brasilien  Éder Militão 18.01.1998 2018 2023
04 Portugal  Diogo Leite 23.01.1999 2018 2023
05 Nigeria  Chidozie Awaziem 01.01.1997 2018 2020
13 Brasilien  Alex Telles 15.12.1992 2016 2021
18 Brasilien  Jorge 28.03.1996 2018 2019
19 Kongo Demokratische Republik  Chancel Mbemba 08.08.1994 2018 2022
23 Brasilien  João Pedro 15.11.1996 2018 2023
28 Brasilien  Felipe 16.05.1989 2016 2021
33 Portugal  Pepe 26.02.1983 2019 2021
Mittelfeld
06 Portugal  Bruno Costa 19.04.1997 2018 2022
07 Portugal  Hernâni 20.08.1991 2015 2019
10 Spanien  Óliver Torres 10.11.1994 2017 2021
16 Mexiko  Héctor Herrera (C)  19.04.1990 2013 2019
21 Portugal  André Pereira 05.05.1995 2018 2021
22 Portugal  Danilo Pereira 09.09.1991 2015 2022
25 Portugal  Otávio 09.02.1995 2014 2021
27 Portugal  Sérgio Oliveira 02.06.1992 2015 2020
- Kolumbien  Juan Quintero 18.01.1993 2013 2021
Sturm
08 Algerien  Yacine Brahimi 08.02.1990 2014 2019
09 Kamerun  Vincent Aboubakar 22.01.1992 2014 2018
11 Mali  Moussa Marega 14.04.1991 2016 2020
14 Tschad  Marius Mouandilmadji 22.01.1998 2018 2022
17 Mexiko  Jesús Corona 06.01.1993 2015 2020
20 Spanien  Adrián López 08.01.1988 2014 2019
29 Brasilien  Tiquinho Soares 17.01.1991 2017 2021
37 Brasilien  Fernando Andrade 08.01.1993 2019 2023

Daten und FaktenBearbeiten

PräsidentenhistorieBearbeiten

Zeitraum Präsident
1893 António Nicolau d’Almeida
1907–1910 José Monteiro da Costa
1911 Guilherme Carmos Pacheco
1912–1913 Joaquim Pereira da Silva
1914–1915 António Borges D’Avelar
1916 António Martins Ribeiro
1917–1919 Henrique Mesquita
1920–1921 António Pinto Faria
1922 Eurico Brites
1923–1925 Domingos Almeida Soares
1926 Afonso Freire Themudo
1927 Sebastião Ferreira Mendes
1928 Urgel Horta
Zeitraum Präsident
1929 Tenente Augusto Sequeira
1930 Eduardo Drumont Villares
1931 António Augusto Figueiredo
1932–1933 Sebastião Ferreira Mendes
1934–1935 Eduardo Drumont Villares
1936–1937 Carlos Teixeira Costa Júnior
1938–1939 Ângelo César
1940 Augusto Pires de Lima
1941–1942 José Sousa Barcellos
1943 Luís Ferreira Alves
1944–1947 Cesário Bonito
1948 Júlio Ribeiro Campos
1949 Miguel Pereira
Zeitraum Präsident
1950 Júlio Ribeiro Campos
1951–1953 Urgel Horta
1954 José Carvalho Moreira de Sousa
1955–1956 Cesário Bonito
1957–1958 Paulo Pombo
1959–1960 Luís Ferreira Alves
1961–1964 Nascimento Cordeiro
1965–1966 Cesário Bonito
1967–1971 Afonso Pinto Magalhães
1972–1982 Américo Gomes de Sá
seit 1982 Jorge Nuno Pinto da Costa

Liste der TrainerBearbeiten

Zeitraum Trainer
1906–1907 Italiener  Catullo Gadda
1907–1924 Belgier  Adolf Cassaigne
1925–1927 Ungar  Akos Tezler
1927–1928 Portugiese  Alexandre Cal
1928–1935 Ungar  József Szabó
1935–1936 Ungar  Ferenc Magyar
1936–1937 Österreicher  Franz Gutkas
1937–1942 Ungar  Mihaly Siska
1942–1945 Ungar  Lippo Hertzka
1945–1947 Ungar  József Szabó
1947–1948 Portugiese  Carlos Nunes
1947–1948 Argentinier  Eladio Vaschetto
1948–1949 Argentinier  Alejandro Scopelli
1949–1950 Portugiese  Augusto Silva
1949–1950 Portugiese  Artur de Sousa Pinga
1949–1950 Argentinier  Francisco Reboredo
1950–1951 Ungar  Anton Vogel
1950–1951 Ungar  Gencsi
1951–1952 Argentinier  Eladio Vaschetto
1951–1952 Spanier  Luis Pasarín
1952–1953 Italiener  Lino Taioli
1952–1953 Portugiese  Fernando Vaz
1952–1953 Portugiese  Cândido de Oliveira
1954–1955 Portugiese  Fernando Vaz
1955–1956 Brasilianer  Yustrich
1956–1957 Brasilianer  Flávio Costa
1957–1958 Brasilianer  Yustrich
Zeitraum Trainer
1957–1958 Argentinier  José Vale
1957–1958 Brasilianer  Otto Bumbel
1958–1959 Ungar  Béla Guttmann
1959–1960 Uruguay  Italien  Ettore Puricelli
1959–1960 Tschechoslowake  Ferdinand Daučík
1961–1962 Ungar  György Orth
1961–1962 Argentinier  Francisco Reboredo
1962–1963 Ungar  Jenő Kalmár
1963–1964 Portugiese  Artur Baeta
1964–1965 Brasilianer  Otto Glória
1965–1966 Brasilianer  Flávio Costa
1966–1969 Portugiese  José Maria Pedroto
1969–1970 Rumäne  Elek Schwartz
1969–1970 Portugiese  Vileirinha
1970–1971 Schotte  Tommy Docherty
1970–1971 Portugiese  António Teixeira
1970–1971 Portugiese  Artur Baeta
1970–1971 Portugiese  António Feliciano
1970–1971 Portugiese  António Morais
1971–1972 Brasilianer  Paulo Amaral
1972–1973 Chilene  Fernando Riera
1972–1973 Portugiese  António Feliciano
1973–1974 Ungar  Béla Guttmann
1974–1975 Brasilianer  Aymoré Moreira
1974–1975 Portugiese  Monteiro da Costa
1975–1976 Jugoslawe  Branko Stanković
1975–1976 Portugiese  Monteiro da Costa
Zeitraum Trainer
1976–1980 Portugiese  José Maria Pedroto
1980–1982 Österreicher  Hermann Stessl
1982–1984 Portugiese  José Maria Pedroto
1984–1987 Portugiese  Artur Jorge
1987–1988 Jugoslawe  Tomislav Ivić
1988–1989 Portugiese  Quinito
1989–1991 Portugiese  Artur Jorge
1991–1993 Brasilianer  Carlos Alberto Silva
1993–1994 Jugoslawe  Tomislav Ivić
1994–1996 Engländer  Bobby Robson
1996–1998 Portugiese  António Oliveira
1998–2001 Portugiese  Fernando Santos
2001–2002 Portugiese  Octávio Machado
2002–2004 Portugiese  José Mourinho
2004 Italiener  Luigi Delneri
2004–2005 Spanier  Víctor Fernández
2005 Portugiese  José Couceiro
2005–2006 Niederländer  Co Adriaanse
2006–2010 Portugiese  Jesualdo Ferreira
2010–2011 Portugiese  André Villas-Boas
2011–2013 Portugiese  Vítor Pereira
2013–2014 Portugiese  Paulo Fonseca
201400000 Portugiese  Luís Castro
2014–2016 Spanier  Julen Lopetegui
201600000 Portugiese  José Peseiro
2016–2017 Portugiese  Nuno Espírito Santo
2017- Portugiese  Sérgio Conceição

Bekannte ehemalige SpielerBearbeiten

Torhüter

Abwehrspieler

Mittelfeldspieler

Stürmer

ErfolgeBearbeiten

  • Portugiesischer Super-Cup: 21
    • 1980; 1982; 1983; 1985; 1989; 1990; 1992; 1993; 1995; 1997; 1998; 2000; 2002; 2003; 2005; 2009; 2010; 2011; 2012; 2013; 2018
  • Portugiesischer Liga-Intercalar: 1
    • 2009
  • Portugiesischer Super-Cup von Porto: 14 1915/1916, 1916/1917, 1947/1948, 1956/1957, 1957/1958, 1959/1960, 1960/1961, 1961/1962, 1962/1963, 1963/1964, 1964/1965, 1965/1966, 1980/1981, 1983/1984
  • Portugiesischer Pokal von Porto: 30 1914/1915, 1915/1916, 1916/1917, 1918/1919, 1919/1920, 1920/1921, 1921/1922, 1922/1923, 1923/1924, 1924/1925, 1925/1926, 1926/1927, 1927/1928, 1928/1929, 1929/1930, 1930/1931, 1931/1932, 1932/1933, 1933/1934, 1934/1935, 1935/1936, 1936/1937, 1937/1938, 1938/1939, 1940/1941, 1942/1943, 1943/1944, 1944/1945, 1945/1946, 1946/1947
  • Portugiesischer Pokal von Porto (Reserve): 32 1932/1933, 1933/1934, 1934/1935, 1935/1936, 1929/1938, 1939/1940, 1942/1943, 1944/1945, 1945/1946, 1946/1947, 1953/1954, 1954/1955, 1956/1957, 1959/1960, 1960/1961, 1961/1962, 1963/1964, 1964/1965, 1965/1966, 1968/1969, 1969/1970, 1970/1971, 1971/1972, 1972/1973, 1973/1974, 1989/1990, 1990/1991, 1991/1992, 1992/1993, 1993/1994

Andere TrophäenBearbeiten

  • Luis Otero Cup, Pontevedra, Spanien
    • 1962, 1964
  • La Coppa Mundialito de Cubes, Mailand
    • 1981
  • Turnier de Bergamo, Genova
    • 2006
  • Turnier Paris, Paris
    • 2002
  • Turnier International Toronto, Canada
    • 1985
  • Turnier Centenario Atalanta, Atlanta
    • 2007
  • Cup Thomas Cook, Manchester
    • 2006
  • Turnier international Braga, Portugal
    • 2008
  • Turnier Peru, Lima, Peru
    • 1975
  • Turnier Port of Rotterdam, Rotterdam
    • 2008
  • Turnier Luanda, Angola
    • 1969
  • Turnier Martini, Mailand
    • 1956
  • Seculo Cup, Portugal
    • 1939
  • Vitoria Cup, Portugal
    • 1913
  • Juan Acuna Cup, La Corunha
    • 2003
  • Estadio Luz Cup, Lissabon
    • 1954
  • Estadio Sporting Clube Braga, Braga
    • 1950
  • Turnier 3 Cidades, Vigo
    • 1913
  • Turnier Albufeira Anima, Portugal
    • 2010

FansBearbeiten

Es gibt zwei offiziell anerkannte Ultragruppierungen, die den FC Porto unterstützen.

Super DragõesBearbeiten

Die größere der beiden Gruppierungen wurde am 30. November 1986 in Porto gegründet. Sie umfasst heute etwa 10.000 Mitglieder, aufgeteilt in 110 Zentren. Zahlenmäßig gehört sie also zu den weltweit größten organisierten Fangruppen. Momentaner Präsident ist Fernando Madureira (genannt „Macaco“). Die „Super Dragões“ sind nicht nur in zahlreichen portugiesischen Städten anzutreffen, sondern haben sich auch in europäischen Städten wie Zürich, Brüssel, Paris oder Luxemburg niedergelassen.

Colectivo Ultras 95Bearbeiten

Diese Gruppe bildete sich am 6. Juni 1995 aus einem Zusammenschluss der Fans, die sich regelmäßig in der Nordkurve des Estádio das Antas trafen. Sie grenzen sich gegenüber der erstgenannten Gruppierung durch einen alternativeren Führungsstil ab. So verzichten sie z. B. auf einen Präsidenten, und es gibt eigene Frauengruppen (sog. Girls). Momentan bestehen diese Ultras aus 1000 Mitgliedern, verteilt in 21 Untergruppen. Wie auch bei den „Super Dragões“ findet man diese in mehreren europäischen Städten wie Luxemburg oder Paris.

TransferpolitikBearbeiten

Der FC Porto gilt seine Transferpolitik angehend als einer der wirtschaftlichsten Fußballvereine überhaupt, so stehen seit 2007 bis 2012 Transferausgaben in Höhe von 198 Millionen Euro Transfereinnahmen in Höhe von 379 Millionen Euro gegenüber. Seit 2003 gab der Verein 284 Millionen Euro für die Verpflichtung von 205 Spielern aus und verbuchten in dem gleichen Zeitraum Transfererlöse in Höhe von 555 Millionen Euro.[11]

Der Verein ist für „sein hervorragendes Scouting-System in Südamerika bekannt“.[12] Junge Talente werden mit der hervorragenden Nachwuchsarbeit und den guten sportlichen Aussichten des FC Porto im portugiesischen Fußball angelockt. Jungen Brasilianern kommt darüber hinaus entgegen, dass in ihrer Heimat die gleiche Sprache gesprochen wird wie im für sie neuen Land.[13][14]

RollhockeyBearbeiten

Der FC Porto ist auch ein Spitzenverein des in Portugal relativ beliebten und professionell betriebenen Rollhockey. Der Verein hat zahlreiche nationale und internationale Titel und Trophäen errungen. Höhepunkte sind hier die beiden Erfolge von 1986 und 1990 in der als CERH European League firmierenden Europäischen Champions League, zwei Titel beim UEFA-Pokal Äquivalent CERS Cup in den 1990er Jahren, und zwei Europapokale der Pokalsieger in den 1980er Jahren. Die Rollhockey Abteilung des FC Porto wurde 1955 ins Leben gerufen. Einer der Pioniere war dabei Acúrsio Carrelo, der während seiner Zeit beim Verein sowohl im Rollhockey als auch im Fußball in die Nationalmannschaft Portugals berufen wurde.

Erfolge

  • Europaliga: 1986, 1990.
  • Europapokal der Pokalsieger: 1982, 1983
  • CERS Cup: 1994, 1996.
  • Meisterschaft von Portugal: 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1989, 1990, 1991, 1999, 2000, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011.
  • Pokal von Portugal: 1983, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989, 1996, 1998, 1999, 2005, 2006, 2008, 2009.

HandballBearbeiten

Der FC Porto ist portugiesischer Handballrekordmeister sowohl im Hallen- als auch im Feldhandball sowie mehrfacher Pokalsieger in der Halle. International konnte der Verein zweimal das Viertelfinale des Europapokals der Pokalsieger (2000/01, 2001/02) erreichen.

Erfolge im Hallenhandball

  • 20 ×Portugiesischer Meister 1954, 1957, 1958, 1959, 1960, 1963, 1964, 1965, 1968, 1998, 2002, 2003, 2004, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015
  • 7 × Portugiesischer Pokalsieger 1976, 1977, 1979, 1980, 1994, 2006, 2007

Erfolge im Feldhandball

  • 29 × Portugiesischer Meister 1939, 1940, 1941, 1942, 1943, 1944, 1945, 1947, 1949, 1950, 1951, 1952, 1953, 1954, 1955, 1956, 1957, 1958, 1959, 1960, 1967, 1968, 1969, 1970, 1971, 1972, 1973, 1974, 1975

Billard (Dreiband)Bearbeiten

Nachdem der Verein schon 2016 Gastgeber des Coupe d’Europe war und die Silbermedaille hinter dem türkischen Verein Gaziantepspor errang, konnten die Spieler Daniel Sánchez (ESP), Torbjörn Blomdahl (SWE), Rui Manuel Costa (PRT) und João Pedro Ferreira (PRT) 2017 mit den Türken die Rolle tauschen und erstmals die Goldmedaille und damit die Krone der europäischen Dreiband-Liga gewinnen. Vereinspräsident Jorge Alipio jubelte mit seiner Mannschaft über diesen historischen Sieg.[15] Portugal war schon mehrfach Ausrichter des Dreiband-Weltcup. Anfang Juli 2017 fungierte der FC Porto erstmals als Ausrichter dieser Turnierserie und empfing neben den 14 Weltbesten Spielern der Weltrangliste insgesamt 149 Queue-Artisten.[16] Ende Juni hatte der Verein ebenfalls den nationalen Titel gewonnen. Die Austragung des Europapokals fand in den eigenen Räumlichkeiten der Billardabteilung statt, wohingegen der Weltcup im Pavilion Dragão Caixa ausgetragen wurde. Dieser befindet sich direkt auf dem Gelände des Fußballstadions.[17]

WeblinksBearbeiten

  Commons: FC Porto – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Record.pt: Sporting ultrapassa os 160 mil socios
  2. Porto bekommt Punktabzug. Archiviert vom Original am 15. April 2009; abgerufen am 15. Juni 2017.
  3. Porto darf wohl mitspielen. Abgerufen am 15. Juni 2017.
  4. http://de.uefa.com/uefa/keytopics/kind=512/newsid=732463.html (Memento vom 15. April 2009 im Internet Archive)
  5. Tor zur Königsklasse für Porto offen. Abgerufen am 15. Juni 2017.
  6. Porto schasst Ferreira. Abgerufen am 15. Juni 2017.
  7. publico.pt: FC Porto confirma que André Villas-Boas pediu a rescisão 21. Juni 2011 (portugiesisch)
  8. desporto.sapo.pt: Vítor Pereira é o novo treinador do FC Porto 21. Juni 2011 (portugiesisch)
  9. Geschichte des Emblems (portugiesisch) (Memento vom 13. November 2013 im Internet Archive)
  10. https://www.weltfussball.de/teams/fc-porto/2019/2/
  11. tn.de: Bilanz FC Porto
  12. News-Beitrag auf goal.com, abgerufen am 29. Juni 2014
  13. Martina Farmbauer: FC Porto – Wirtschaftswunder gibt es immer wieder, FAZ.net, abgerufen am 29. Juni 2014.
  14. Nuno Tavares, Michael Harrold: Porto produziert am Fließband, UEFA.com, abgerufen am 29. Juni 2014.
  15. Markus Schönhoff: Jubel und Freudentränen nach Porto Triumph. Kozoom, 12. Juni 2017, abgerufen am 15. Juni 2017.
  16. Markus Schönhoff: Weltcup Porto: Spieler, Zeitplan und Gruppen. Kozoom, 14. Juni 2017, abgerufen am 28. Juni 2017.
  17. Markus Schönhoff: Weltcup in Porto. Kozoom, 1. Juli 2017, abgerufen am 3. Juli 2017.