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Betis Sevilla

Fußballverein aus der südspanischen Stadt Sevilla

Real Betis Balompié, im deutschsprachigen Raum bekannt als Betis Sevilla, ist ein Fußballverein in der südspanischen Stadt Sevilla. Betis spielt in der Primera División. Die Vereinsfarben sind Grün-Weiß.

Betis Sevilla
Logo
Basisdaten
Name Real Betis Balompié
Sitz Sevilla, Spanien
Gründung 12. September 1907
Farben Grün und Weiss
Präsident Ángel Haro
Website realbetisbalompie.es
Erste Mannschaft
Trainer Quique Setién
Spielstätte Estadio Benito Villamarín
Plätze 56.500
Liga Primera División
2017/18 6. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ

Die grün-weißen Klubfarben von Real Betis Balompié sind an die Provinzfarben der Region Andalusien angelehnt. Die Fans und Spieler von Betis nennt man „béticos“. Das Estadio Benito Villamarín (56.500 Plätze, gehört Betis und liegt im Stadtteil Heliópolis) findet man im südlichen Teil der Stadt. Im Vereinswappen von Betis findet man zwei große „B“-Buchstaben – diese stehen für Betis Balompié. Der Begriff Balompié ist mit fútbol, also Fußball, im Spanischen gleichzusetzen. Über den zwei „B“ thront eine Krone im Emblem, die den letzten Zusatz im Vereinsnamen (Real = königlich) erklärt. Als Erzrivale von Real Betis gilt der Stadtrivale FC Sevilla und ihr direktes Aufeinandertreffen wird als Derbi sevillano bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Geschichte bis 2009Bearbeiten

Der Verein wurde 1907 von Studenten der technischen Schule als Sevilla Balompié gegründet. 1914 fusionierte dieser Klub mit dem Real Betis FC, der als Abspaltung aus dem FC Sevilla hervorgegangen war. Der Name Betis (lateinisch: Baetis) ist ein Überbleibsel aus der Römerzeit. Der durch die Stadt Sevilla fließende Fluss Guadalquivir wurde früher „Betis“ genannt. Neben dem Fußballklub Real Betis Balompié wird dieser alte Name auch durch eine Straße, die Calle Betis, in Sevilla geehrt. Die Calle Betis liegt direkt am Guadalquivir und gehört vor allem abends zu den lebhaftesten Vergnügungsstraßen der 720.000 Einwohner-Stadt in Andalusien.

Nachdem Betis in der Saison 2005/06 bis zum vorletzten Spieltag im Abstiegskampf steckte und der Präsident Manuel Ruiz de Lopera sich ständig den Anfeindungen der eigenen Fans gegenübersah, kündigte er seinen Rücktritt zum 30. Juni 2006 an. „Don Manuel“ wurde von den Fans, obwohl er den Verein 1992 vor dem Ruin bewahrte, nicht akzeptiert. Die Fans warfen ihm eine Reihe von Kritikpunkten vor. Ihnen missfiel seine „Alleinherrschaft“ und seine despotische Art. Vor allem die Tatsache, dass er nach der schlechten Saison 2005/06 den bei den Fans beliebten Trainer Llorenç Serra Ferrer entließ, brachte die Fans gegen Ruiz de Lopera auf. Serra Ferrer war der erfolgreichste Betis-Trainer der Geschichte. Zudem hatte man trotz der Verletzungen zahlreicher wichtiger Spieler in der Champions League (Dritter in der Vorrunde) und im UEFA-Cup (im Achtelfinale gescheitert) gespielt. Ein weiteres Problem war, dass der Präsident, der seinerzeit Denílson für ca. 31,5 Mio. Euro kaufte, in den letzten Spielzeiten auf günstige Transfers setzte, die den Anforderungen von Betis nicht gerecht wurden. Ab diesem Zeitpunkt ist eine deutliche Wende in der Clubpolitik festzustellen, obwohl etwa 55 Millionen Euro Schulden noch nicht abbezahlt werden konnten.[1] Im Jahre 2011 war Betis Sevilla mit der Zahlung von 22 Millionen Euro an Spielgergehältern im Verzug. Bereits ein Jahr zuvor meldete der Verein Konkurs an und befindet sich seitdem in einem Konkursverfahren.[2] Zeitungsberichten zufolge hatte Betis im Jahre 2012 noch zusätzlich Steuerschulden in Höhe von 34 Millionen Euro.[3]

Real Betis (seit 2009)Bearbeiten

Nach dem 1:1-Unentschieden im Heimspiel des letzten Spieltags der Saison 2008/09 gegen Real Valladolid am 31. Mai 2009 musste das Team nach acht Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit zur Primera División zum elften Mal den Weg in die Zweitklassigkeit antreten.[4][5] In der Folge kam es zu einer Reihe von Demonstrationen gegen Club- und Fußballverbands-Verantwortliche, auch im Zusammenhang mit Manipulationsverdächtigungen gegenüber Hércules Alicante.[6]

Am Ende der Saison 2010/11 konnte nach Reorganisationen im Verein Platz eins und somit der Wiederaufstieg in die Primera División gefeiert werden. Nachdem man sich dort in der Spielzeit 2011/12 im gesicherten Mittelfeld aufgehalten hatte, gelang eine Saison darauf ein sehr gutes Ergebnis, als Betis als Siebtplatzierter sich für die UEFA Europa League qualifizierte. In der Saison 2013/14 schaffte Betis es dort bis ins Achtelfinale, in dem man unglücklich gegen den Stadtrivalen FC Sevilla nach Elfmeterschießen ausschied. In der heimischen Primera División stieg Betis aber als Tabellenletzter ab. Nach einer Saison in der Segunda División stieg Betis als Tabellenerster direkt wieder in die Primera División auf.

Erstmals seit fünf Jahren konnte sich Betis Sevilla wieder für die UEFA Europa League qualifizieren. Vorausgegangen war der 6. Platz der abgelaufenen Saison 2017/18 in der Primera Division.

Kader der Saison 2017/18Bearbeiten

Stand: 1. September 2017[7]

Nr. Nat. Name Geburtstag im Verein seit Vertrag bis
Tor
01 Spanien  Dani Giménez 30.07.1983 2014 2018
13 Spanien  Antonio Adán 13.05.1987 2014 2019
Abwehr
02 Spanien  Rafa Navarro 23.02.1994 2016 2020
04 Marokko  Zouhair Feddal 23.12.1989 2017 2021
05 Spanien  Jordi Amat 21.03.1992 2017 2018
14 Danemark  Riza Durmisi 08.01.1994 2016 2021
19 Spanien  Antonio Barragán 12.06.1987 2017 2018
21 Rumänien  Alin Toșca 14.03.1992 2017 2021
33 Algerien  Aïssa Mandi 22.10.1991 2016 2021
Mittelfeld
03 Spanien  Javi García 08.02.1987 2017 2020
06 Spanien  Fabián 03.04.1996 2016 2020
08 Spanien  Víctor Camarasa 28.05.1994 2017 2022
10 Algerien  Ryad Boudebouz 19.02.1990 2017 2021
17 Spanien  Joaquín (C)  21.07.1981 2015 2018
18 Mexiko  Andrés Guardado 28.09.1986 2017 2020
29 Kolumbien  Juanjo Narváez 12.02.1995 2017 2021
Sturm
07 Spanien  Sergio León 06.01.1989 2017 2021
09 Paraguay  Antonio Sanabria 04.03.1996 2016 2021
11 Spanien  Nahuel 22.11.1996 2016 2018
12 Costa Rica  Joel Campbell 26.06.1992 2017 2018
20 Spanien  Cristian Tello 11.08.1991 2017 2022

ErfolgeBearbeiten

TrainerBearbeiten

SpielerBearbeiten

PräsidentenBearbeiten

Sevilla Balompié
1907 Alfonso del Castillo Ochoa
1909 Juan del Castillo Ochoa
Betis F.C.
1909 Eladio García de la Borbolla
1912 Guillermo Comesaña Arahal
1913 Pedro Rodriguez de la Borbolla

Nach Fusion der beiden Vereine:

Real Betis Balompié
1914 Harry Jones
1916 Carlos Alarcón de la Lastra
1920 Jerónimo Dominguez
1921 Gil Gómez Bajuelo
1924 Juan del Castillo Ochoa
1924 Antonio Polo Roma
1925 Ramón Navarro Cáceres
1928 Antonio Laguardia
1929 Camilo Romero Sánchez
1929 Daniel Mezquita
1930 Ignacio Sánchez Mejías
1932 Jose Ignacio Mantecón Novasa
1933–1936 Antonio Moreno Sevillano
1936–1940 Valentín Pérez Martínez
1940–1942 Ramón Poll Carbonell
1942–1943 Alfonso Alarcón de Lastra
1943–1944 Francisco Cantalapiedra
1944–1945 Eduardo Benjumena Vázquez
1945–1946 Manuel Romero Puerto
1946–1947 Filomeno de Aspe Martínez
1947–1950 Pascual Aparicio García
1950–1952 Francisco de la Cerda Carmona
1952–1955 Manuel Ruiz Rodríguez
1955–1965 Benito Villamarín Prieto
1965–1966 Avelino Villamarín Prieto
1966 Andrés Gaviño
1966 José Mª Domenech (Provisional)
1967–1968 Julio de la Puerta Castro
1969 José León Gómez
1969–1978 José Núñez Naranjo
1979–1983 Juan Manuel Mauduit Caller
1983–1989 Gerardo Martínez Retamero
1989–1992 Hugo Galera Davidson
1992–1996 José León Gómez
1996–2006 Manuel Ruiz de Lopera
2006–2010 Pepe León
2010–2011 Rafael Gordillo
2011–2014 Miguel Guillén
2014–2015 Juan Carlos Ollero
2015-Heute Ángel Haro

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten