Hauptmenü öffnen
Regionalliga West
Gebiet der NRW-LigaVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Logoformat
Verband WFLV
Erstaustragung 1985
Hierarchie 3. Liga
Mannschaften 14
Meister Arminia Bielefeld
Rekordmeister SpVgg Oberaußem-Fortuna
TSV Siegen (je 4)
Website www.wflv.de
Region Nordrhein-WestfalenVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Kartenformat
2. Bundesliga (II)
Verbandsliga (IV)

Die Fußball-Regionalliga West der Frauen ist in Nordrhein-Westfalen die dritthöchste Spielklasse im Frauenfußball. Die Liga untersteht dem westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverband.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Die Regionalliga West wurde 1985 gegründet und war damals die erste verbandsübergreifende Liga im deutschen Frauenfußball. In den ersten Jahren dominierten die damals zu den deutschen Spitzenvereinen zählenden Clubs wie der TSV Siegen, die SSG 09 Bergisch Gladbach und der KBC Duisburg. Die jeweils bestplatzierte Mannschaft der drei Verbände Westfalen, Niederrhein und Mittelrhein zogen in die Endrunde um die deutsche Meisterschaft ein. Zwischen 1986 und 1990 war jedes Mal eine Mannschaft aus der Regionalliga West deutscher Meister. 1988 und 1990 stellte die Regionalliga West auch den deutschen Vizemeister. Die Saison 1989/90 stand ganz im Zeichen der Qualifikation für die neu eingeführte Bundesliga. Vier Plätze waren zu vergeben, die von den drei Eingangs erwähnten Topclubs sowie dem VfB Rheine eingenommen wurden. Rheine schaffte damals als Aufsteiger überraschend den zweiten Platz. Die Dominanz der Westvereine spiegelte sich in der ersten Bundesligasaison wider, in der das Westquartett die Plätze eins, zwei, drei und fünf der Nordgruppe einnahmen. Lediglich der Schmalfelder SV konnte in die Phalanx einbrechen.

Nach der Einführung der Bundesliga war die Regionalliga West nur noch die zweithöchste Spielklasse. Der Regionalligameister (in einigen Jahren auch der Vizemeister) musste sich mit den Meistern der Regionalligen Nord und Nordost in einer Aufstiegsrunde um zwei Aufstiegsplätze messen. Zwischen 1990 und 2004 schaffte acht Mal eine Mannschaft der Regionalliga West den Aufstieg ins Oberhaus. Allerdings scheiterten mehr Vereine in ebendiesen Aufstiegsrunden. 1991 schaffte der SV Grün-Weiß Brauweiler als erste Mannschaft den Aufstieg und erreichte auf Anhieb das Finale. Bis heute sind die Brauweilerinnen der beste Bundesligaaufsteiger aller Zeiten. Die erfolgreichsten Vereine der 1990er Jahre waren die SpVgg Oberaußem-Fortuna mit vier bzw. die SG Wattenscheid 09 mit drei Meisterschaften. Als letzter Regionalligameister stieg die SG Essen-Schönebeck 2004 in die Bundesliga auf.

Im Sommer 2004 wurde die zweigleisige 2. Bundesliga aus der Taufe gehoben. Aus der Regionalliga qualifizierten sich Wattenscheid 09, der FC Gütersloh 2000, die SpVgg Oberaußem-Fortuna und die SG Lütgendortmund. Der TuS Köln rrh. war sportlich qualifiziert, verzichtete jedoch auf die Teilnahme. Ebenso verzichtete die zweite Mannschaft des FCR 2001 Duisburg aufs Nachrücken. Somit ist die Regionalliga West nur noch die dritthöchste Spielklasse.

ModusBearbeiten

Die Regionalliga West besteht aus vierzehn (bis zur Saison 2007/08 zwölf) Mannschaften, die im Ligasystem gegeneinander antreten. Ein Sieg wird mit drei, ein Unentschieden mit einem Punkt belohnt. Bis 2017 war die punktbeste Mannschaft Meister und steigt in die 2. Bundesliga auf. Ab 2019 die fünf Regionalligameister und ein Regionalligavizemeister ermitteln in drei gelosten Paarungen mit Hin- und Rückspiel die Aufsteiger in die 2. Bundesliga. Der teilnehmende Regionalligavizemeister wird anhand einer Leistungstabelle der Regionalverbände ermittelt, in die das Abschneiden der Vereine in den letzten drei Spielzeiten in der ersten und zweiten Bundesliga eingeht. Verzichtet der Meister der Aufstiegsspiele auf sein Aufstiegsrecht bzw. wird dem Meister der Aufstieg vom DFB verwehrt, rückt der Verlierer nach. Wird auch dem Verlierer der Aufstieg verwehrt, steigt keine Mannschaft auf. Im Gegensatz zum Männerfußball dürfen auch zweite Mannschaften in die 2. Bundesliga aufsteigen. Bis jetzt ist es, im Gegensatz zu den Regionalligen Nord und Südwest, dazu aber noch nicht gekommen.

Auf der anderen Seite der Tabelle steigen die zwei bis sechs letztplatzierten Mannschaften ab (je nach Zahl Absteiger aus der 2. Bundesliga). Die drei Meister der Verbandsligen Westfalen, Niederrhein und Mittelrhein steigen entsprechend auf. Zieht ein Verein vor dem Beginn der Saison bzw. während der Saison seine Mannschaft zurück, so wird diese automatisch an das Tabellenende gesetzt und gilt als erster Absteiger.

Aktuelle TeilnehmerBearbeiten

Bisherige MeisterBearbeiten

RekordmeisterBearbeiten

Titel Verein Saisons
4 SpVgg Oberaußem-Fortuna 1995, 1999, 2001, 2002
4 TSV Siegen 1986, 1987, 1989, 1990
3 SG Wattenscheid 09 1994, 1996, 1997
2 Arminia Bielefeld 2016, 2019
2 FFC Brauweiler Pulheim A 1991, 2009
2 Borussia Mönchengladbach 2011, 2015
2 1. FFC Recklinghausen 2010, 2012
1 SSG 09 Bergisch Gladbach 1988
1 Borussia Bocholt 2018
1 VfL Bochum 2013
1 FCR 2001 Duisburg II 2007
1 SG Essen-Schönebeck 2004
1 SG Essen-Schönebeck II 2008
1 FC Gütersloh 2000 2003
1 Herforder SV 2006
1 Rot-Weiß Hillen 1998
1 1. FC Köln II 2017
1 TuS Köln rrh. 2005
1 STV Lövenich 1992
1 FFC Heike Rheine 2000
1 FC Rumeln-Kaldenhausen 1993
A 1991 als Grün-Weiß Brauweiler.

Alle Teilnehmer der Regionalliga WestBearbeiten

Die folgenden Vereine haben bislang in der Regionalliga West gespielt, die fett gedruckten Vereine spielen auch in der Saison 2018/19 in der Regionalliga West.

Verein Zeitraum Bemerkung
Alemannia Aachen 2009–2014, 2016– Meister 2014
SpVg Berghofen 2017–
SSG 09 Bergisch Gladbach 1985–1990, 1994–1996 Meister 1988, ab 1996 TuS Köln rrh.
Rot-Weiß Berrendorf 1985–1988
Arminia Bielefeld 2015–2016, 2018–2019 Meister 2016, 2019
Borussia Bocholt 2011– Meister 2018
VfL Bochum 2010–2013, 2015– Meister 2013
VfL Bochum II 2013–2015
SV Bökendorf 2018–
Preußen Borghorst 1995–1996, 1997–1998, 1999–2003
FC Bottrop-Batenbrock 1986–1987, 1988–1989
SV Brackel 06 1986–2000
FFC Brauweiler Pulheim 2008–2009 Meister 2009
FFC Brauweiler Pulheim II 2000–2001
Grün-Weiß Brauweiler 1985–1986, 1987–1991 Meister 1991
Grün-Weiß Brauweiler II 1998–2000 ab 2000 FFC Brauweiler Pulheim II
SV Brünen 1997–1998, 2001–2002
SV Budberg 2015–2016, 2018–
DJK Eintracht Coesfeld 2007–2010
TuRa Dieringhausen 1999–2000, 2004–2005
DJK Fortuna Dilkrath 1993–1997, 2007–2008, 2010–2011 Rückzug 2011
KBC Duisburg 1985–1990
MSV Duisburg II 2013–2017
FCR 2001 Duisburg II 2003–2007, 2012–2013
Düsseldorfer CfR links 2014–2015, 2017–2018
Rheinfranken Düsseldorf 1991–1996
SG Essen-Schönebeck 2000–2004 Meister 2004
SG Essen-Schönebeck II 2006–2011, 2012– Meister 2008, ab 2009 SGS Essen
Garather SV 1995–1996, 2000–2001, 2004–2006
Concordia Goch 1987–1990, 1992–1993
FC Gütersloh 2000 2001–2004 Meister 2003
FC Gütersloh 2000 II 2006–2009 ab 2009 FSV Gütersloh 2009
FSV Gütersloh 2009 II 2011–2012
TuS Harpen 2008–2010 ab 2010 VfL Bochum
Germania Hauenhorst 2013–2014, 2016–2019
Herforder SV 1985–1986, 1993–1995, 1996–2006, 2018– Rückzug 1986, Meister 2006
Rot-Weiß Hillen 1992–1995, 1996–1999 Meister 1998
DJK Arminia Ibbenbüren 1998–2000, 2004–2014
Arminia Kapellen-Hamb 1994–1995
1. FC Köln II 2011–2012, 2013–2017, 2018– Meister 2017
SC Fortuna Köln 2007–2010, 2012–2013, 2014–2019
Gebäudereiniger Köln 1992–1994
TuS Köln rrh. 1997–1999, 2000–2005 Meister 2005
Vorwärts Spoho Köln 2015–2017, 2018–
VfL Kommern 2008–2013 Rückzug 2013
Bayer 04 Leverkusen II 2010–2018
Lohausener SV 1998–2002
STV Lövenich 1985–1992, 1993–1997, 2001–2004 Meister 1992, Rückzug 2004
SV Menden 2017–2018, 2019–
Rot-Weiß Merl 1997–1998, 2004–2005, 2006–2010
Borussia Mönchengladbach 2009–2011, 2012–2015 Meister 2011, 2015
Borussia Mönchengladbach II 2016–
FSC Mönchengladbach 2002–2007, 2008–2009
GSV Moers 1985–2018
BSV Müssen 1990–1999
FC Oeding 2000–2002, 2005–2006
TuS Rahm 1985–1986
Ratingen 04/19 2005–2007 Rückzug 2007
1. FFC Recklinghausen 2009–2010, 2011–2012, 2013–2014 Meister 2010, 2012
FFC Heike Rheine 1999–2000, 2008–2015 Meister 2000
VfB Rheine 1989–1990 ab 1994: FC Eintracht Rheine
ab 1998 FFC Heike Rheine
FC Rumeln-Kaldenhausen 1990–1993 Meister 1993
FC Schalke 04 1985–1987 Rückzug 1987
Grün-Weiß Schönebeck 1996–1997, 1999–2000 ab 2000 SG Essen-Schönebeck
Sportfreunde Siegen 2001–2003, 2004–2009, 2010–2016
TSV Siegen 1985–1990 Meister 1986, 1987, 1989, 1990
TSV Siegen II 1991–1992
SV Eintracht Solingen 2013–2016
FC Sankt Augustin 1986–1987, 1988–1991, 1993–1994, 1995–1997, 2003–2004, 2009–2011
VfB Uerdingen 1985–1988, 1989–1992 Rückzug 1992
Sportfreunde Uevekoven 2016–2018
Rot-Weiß Waldenrath-Straeten 1990–1991
Warendorfer SU 2014–2019
SG Wattenscheid 09 1985–1986, 1988–1989, 1990–2004 Meister 1994, 1996, 1997,
ab 2010 VfL Bochum
FC Teutonia Weiden 1989–1994, 1996–1999, 2002–2003, 2005–2009 ab 2009: Alemannia Aachen
Sportfreunde Werne-West 1987–1989

RekordeBearbeiten

  • Meiste Siege: Borussia Mönchengladbach gewann in der Saison 2014/15 24 von 26 Spielen.
  • Wenigste Siege: Der Düsseldorfer CfR Links (2017/18), der FFC Brauweiler Pulheim II (2000/01), der FC St. Augustin (1990/91) und Teutonia Weiden (1989/90) kamen jeweils zu keinem Saisonsieg. Weiden schaffte dabei das Kunststück, nicht Letzter zu werden.
  • Meiste Unentschieden: Der TuS Köln rrh. (1998/99) und der GSV Moers (2008/09) spielten jeweils elf Mal in einer Saison unentschieden.
  • Wenigste Unentschieden: Fünf Vereine blieben in einer Saison ohne Unentschieden. Als erstes schaffte dies der FC Bottrop-Batenbrock (1986/87), zuletzt die DJK Eintracht Coesfeld (2009/10).
  • Meiste Niederlagen: Der Düsseldorfer CfR links in der Saison 2017/18 verlor 25 Saisonspiele.
  • Wenigste Niederlagen: Sechsmal blieb eine Mannschaft in einer Saison ungeschlagen. Der TSV Siegen schaffte dies zweimal (1985/86 und 1989/90), Grün-Weiß Brauweiler (1990/91), der FFC Heike Rheine (1999/2000), Borussia Mönchengladbach (2014/15) und Arminia Bielefeld (2015/16) jeweils einmal.
  • Meiste Tore geschossen: Torhungrigste Mannschaft der Ligageschichte war Arminia Bielefeld, der in der Saison 2015/16 124 Mal ins gegnerische Tor traf.
  • Wenigste Tore geschossen: Der Garather SV erzielte in der Saison 2005/06 nur zehn Tore.
  • Meiste Tore kassiert: In der Saison 2017/18 musste Düsseldorfer CfR Links exakt 117 Gegentore hinnehmen.
  • Wenigste Tore kassiert: Die SSG 09 Bergisch Gladbach (1987/88) und Grün-Weiß Brauweiler (1990/91) kassierten jeweils nur sechs Gegentore in einer Saison.

LiteraturBearbeiten

  • Carsten Töller (Hrsg.): Frauen-Fußball in Deutschland. Eigenverlag, Mettmann 2010, S. 35/36.

WeblinksBearbeiten