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Lionel Messi

argentinischer Fußballspieler

Lionel „Leo“ Andrés Messi Cuccittini [ljoˈnel anˈdɾes ˈmesi] (* 24. Juni 1987 in Rosario) ist ein argentinischer Fußballspieler, der auch die spanische Staatsangehörigkeit besitzt.

Lionel Messi
Lionel Messi 20180626.jpg
Lionel Messi bei der WM 2018
Personalia
Name Lionel Andrés Messi Cuccittini
Geburtstag 24. Juni 1987
Geburtsort RosarioArgentinien
Größe 170 cm[1]
Position Flügel, Sturm
Junioren
Jahre Station
1992–1995 Grandoli FC
1995–2000 Newell’s Old Boys
2000–2004 FC Barcelona
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2003–2004 FC Barcelona C 10 00(5)
2003–2005 FC Barcelona B 22 00(6)
2004– FC Barcelona 452 (419)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2004–2005 Argentinien U20 16 0(12)
2008 Argentinien Olympia 5 00(2)
2005– Argentinien 132 0(68)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: Saisonende 2018/19

2 Stand: 20. Juni 2019

Messi spielt seit seinem 14. Lebensjahr für den FC Barcelona. Mit 24 Jahren wurde er Rekordtorschütze des FC Barcelona, mit 25 der jüngste Spieler in der Geschichte der Primera División, der 200 Tore erzielte. Messi hat nach Ende der Saison 2018/19 inzwischen 600 Pflichtspieltore in 685 Spielen für seinen Club erzielt und ist mit 419 Ligatoren bester Torschütze der ersten spanischen Liga. Er wurde sechs Mal Torschützenkönig der spanischen Liga (Rekord gemeinsam mit Zarra)[2] und er ist als sechsfacher Gewinner des Goldenen Schuhs Rekordtorschütze in Europa.[3]

Er wurde von 2009 bis 2012 viermal in Folge zum Weltfußballer des Jahres gewählt,[4] 2015 wurde ihm diese Auszeichnung erneut verliehen.[5] Mit dem FC Barcelona gewann er unter anderem vier Champions-League-Titel, zehn Mal die spanische Meisterschaft und sechs Mal den spanischen Pokalwettbewerb. Er ist Kapitän und mit 68 Toren Rekordtorschütze der argentinischen Nationalmannschaft.

Inhaltsverzeichnis

Jugend

Mit fünf Jahren trat Messi in den Fußballverein Grandoli FC ein. Nach drei Jahren wechselte er 1995 zu den Newell’s Old Boys. Als er 13 Jahre alt war, wanderten seine Eltern mit ihm und drei Geschwistern nach Barcelona aus, um der argentinischen Wirtschaftskrise zu entkommen und die weitere Behandlung seiner Hormonstörung zu ermöglichen, deren Kosten sich auf etwa 900 US-Dollar pro Monat beliefen. Messi litt an einer durch Somatropinmangel bedingten Wachstumsstörung, sodass er mit 13 Jahren kaum 1,40 m groß war. Nachdem er wegen seiner geringen Körpergröße und den für lokale Verhältnisse hohen Behandlungskosten in bekannten argentinischen Mannschaften nicht aufgenommen worden war, wandten sich seine Eltern an den FC Barcelona. Bei einem Probetraining war der Jugendtrainer des FC Barcelona so begeistert vom Talent Messis, dass er diesen sofort einen Vertrag auf einer Serviette unterschreiben ließ. Der FC Barcelona zahlte ein Einstiegsgehalt von 600 Euro und übernahm die Therapiekosten.[6] Er wurde ab 2000 in der Jugendmannschaft des FC Barcelona eingesetzt. In seinem ersten Spiel schoss er fünf Tore, in seiner ersten Saison erzielte er in 30 Spielen 35 Treffer.

Profikarriere

FC Barcelona

Ligadebüt in der Saison 2004/05

Seit der Saison 2004/05 steht er im Aufgebot der ersten Mannschaft des FC Barcelona, am 16. Oktober 2004 gab er als Einwechselspieler gegen Espanyol Barcelona sein Ligadebüt.[7] Zur gewonnenen Meisterschaft Barças steuerte Messi am 1. Mai 2005 gegen Albacete Balompié als bis dato jüngster Ligatorschütze in der Vereinsgeschichte des FC Barcelona nach Vorlage von Ronaldinho einen Treffer bei (mittlerweile hält Bojan Krkić diesen Rekord).[7][8] Insgesamt kam er in seiner ersten Saison in der Primera División auf sieben Einsätze.

Saison 2005/06

Im September 2005 verlängerte er seinen Vertrag, erhielt die spanische Staatsbürgerschaft und fiel damit nicht mehr unter die Ausländerregelung. Er wurde nach guten Leistungen wie u. a. in der Champions League beim 2:0 gegen Werder Bremen zum weltbesten Nachwuchsspieler 2005 ausgezeichnet.[7] In dieser Saison 2005/06 gewann er mit dem FC Barcelona seine zweite Meisterschaft und zum ersten Mal in seiner Karriere die Champions League, kam aber seit Anfang März aufgrund einer beim Spiel gegen FC Chelsea erlittenen Verletzung nicht mehr zum Einsatz und verblieb bei sechs Einsätzen und einem Tor.

 
Messi kurz vor seinem Tor im Pokalspiel gegen den FC Getafe am 18. April 2007

Saison 2006/07

Erste größere internationale Aufmerksamkeit erlangte Messi, nachdem er am 10. März 2007 im El Clásico gegen Real Madrid im Alter von nur 19 Jahren alle drei Tore für den FC Barcelona erzielt hatte und den seit Ende der ersten Halbzeit in Unterzahl spielenden Katalanen so vor allem mit dem Ausgleichstor in der Nachspielzeit zum Unentschieden verhalf.

Sein Tor zum 2:0 für den FC Barcelona im Pokalspiel gegen den FC Getafe am 18. April 2007, bei dem er innerhalb von zwölf Sekunden über das halbe Spielfeld sprintete und dabei vier Feldspieler und den Torwart überspielte[9], wurde mit dem WM-Tor des Jahrhunderts von Diego Maradona am 22. Juni 1986 im WM-Viertelfinalspiel zwischen Argentinien gegen England verglichen. Maradona erzielte in der genannten WM-Partie mit Hilfe der von ihm so bezeichneten Hand Gottes einen weiteren Treffer. Messi schoss ein vergleichbares Tor am 9. Juni 2007 im Spiel gegen den Stadtrivalen Espanyol Barcelona. Das Spiel endete 2:2, wobei Messi beide Tore für den FC Barcelona erzielte. Die Schiedsrichter konnten das Handspiel nicht erkennen, jedoch zeigten spätere Pressebilder klar, wie zuletzt Messis Hand den Ball berührt hatte.[10] Die Medien benutzen die Bezeichnung „Hand Gottes“ ohne Vorbehalte, Messi dagegen kommentierte den Treffer, anders als Maradona 1986, nicht. Messi galt zu dieser Zeit als eines der größten Talente des argentinischen Fußballs und wurde auch aufgrund dieser Parallelen als Nachfolger von Maradona gesehen. Maradona selbst gab gegenüber der Presse an, Messi würde ein besserer Fußballer werden als er selbst es je gewesen war.[11]

Saison 2008/09

Im März 2009 lehnte er ein Angebot von Manchester City mit einer Ablösesumme von 112,5 Millionen Euro ab.[12][13] Ein verbessertes Angebot von Manchester City im Mai 2009 mit einer Ablösesumme von 150 Millionen Euro und einem Netto-Jahresgehalt von über 12 Millionen Euro (ohne Werbegelder) lehnte er ebenfalls ab.[14] Am 27. Mai 2009 gewann er im Stadio Olimpico in Rom mit dem FC Barcelona das Finale der Champions League gegen Manchester United, traf selbst per Kopf zum 2:0-Endstand.[7] Mit neun Toren wurde er außerdem Torschützenkönig in diesem Wettbewerb. Nachdem er zuvor schon mit Barcelona die Spanische Meisterschaft sowie die Copa del Rey hatte gewinnen können, verhalf er seinem Team mit dem Sieg der Champions League zum ersten Triple der Vereinsgeschichte.

Saison 2009/10

Im September 2009 verlängerte Messi seinen Vertrag bei Barcelona bis 2016, dabei wurde das Gehalt auf 12,5 Millionen Euro im Jahr und die Ablösesumme auf 250 Millionen Euro festgesetzt. Für Messi war es bereits die sechste Gehaltserhöhung bei Barça innerhalb von fünf Jahren, wodurch er inzwischen der bestbezahlte Spieler im Kader war.[15][16][17] Mit einem Jahresgesamteinkommen von knapp 33 Millionen Euro war er der Topverdiener unter den Fußballprofis.[18]

Ende 2009 wurde Messi mit dem größten Vorsprung in der 54-jährigen Geschichte der prestigeträchtigen Auszeichnung zu Europas Fußballer des Jahres gekürt. Messi erreichte demnach 240 Punkte mehr als der Zweitplatzierte Cristiano Ronaldo, er erhielt 473 von 480 maximal möglichen Punkten. Im gleichen Jahr wurde Messi in den Medien wiederholt als bester Spieler der Welt gehandelt.[19][20][21][22] Bereits 2008 hatte die brasilianische Stürmerlegende Pelé ihn als solchen bezeichnet.[23] Messi selbst waren solche Superlative in der Vergangenheit eher unangenehm.[24] 2010 forderte Maradona nach acht Toren und zwei Hattricks von Messi innerhalb einer Woche, die er am 21. März 2010 mit einem 4:2 gegen Real Saragossa abschloss, ein „Studienfach Messi“.[25][7]

Am 6. April 2010 erzielte Messi beim 4:1-Sieg im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen den FC Arsenal alle vier Treffer, darunter einen Hattrick in der ersten Halbzeit. Er ist damit der erste Spieler, der vier Tore in einem Champions-League-Spiel außerhalb der Gruppenphase erzielte. In Gruppenspielen war dies zuvor fünf anderen Spielern gelungen.[26] Arsène Wenger nannte Messi nach dem Spiel den besten Fußballer der Welt und bezeichnete ihn als „unaufhaltbar“ und „wie aus der Playstation“.[27] In der Saison 2009/10 erzielte er in 53 Pflichtspielen 47 Tore und war damit der beste Schütze seiner Mannschaft.[28] Ebenfalls wurde er mit 34 Treffern in der Liga Torschützenkönig. Damit stellte er beide Male den Vereinsrekord von Ronaldo ein, der in der Saison 1996/97 ebenfalls 47 Pflichtspieltore und davon 34 Ligatore erzielt hatte.[29] Laut Studien war er damals der wertvollste Spieler der Welt.[30]

 
Messi im Trikot des FC Barcelona 2011

Saison 2010/11

Beim Ligaspiel am 23. April 2011 erzielte er gegen CA Osasuna sein 50. Saisontor im 49. Pflichtspiel und stellte damit den Torrekord pro Saison von Ferenc Puskás ein.[7] Durch sein Tor zum zwischenzeitlichen 2:1 im Champions-League-Finale im Wembley Stadion gegen Manchester United (Endstand: 3:1) erhöhte er seine Ausbeute auf 53 Pflichtspieltore in 55 Spielen. Es war in der laufenden Champions-League-Saison sein 12. Treffer, damit stellte er den Rekord von Ruud van Nistelrooy ein.[31] Beim Finalsieg 2011 wurde er zum Man of the Match gewählt und gewann seinen dritten Champions-League-Titel.[32] Am Ende der Saison erhielt er zum dritten Mal in Folge die Alfredo-Di-Stéfano-Trophäe für den besten Spieler der spanischen Liga.[33] Ebenfalls wurde er von der UEFA zum Besten Spieler in Europa ernannt. Er ist der erste Titelträger der neuen Auszeichnung.

Saison 2011/12

Im Januar 2012 wurde er zudem als erster Spieler zum dritten Mal in Folge zum Weltfußballer des Jahres gewählt.[34] Am 19. Februar 2012 absolvierte er sein 200. Ligaspiel für den FC Barcelona, dabei erzielte er vier der fünf Tore seiner Mannschaft.[35] Am 7. März 2012 schoss er beim 7:1-Heimspielerfolg im Achtelfinal-Rückspiel gegen Bayer 04 Leverkusen als erster Spieler fünf Tore in einem Spiel der Champions League.[7] Für den damaligen Leverkusener Sportmanager und ehemaligen deutschen Spieler Rudi Völler war Messi „auf einer Stufe mit Cruyff, Maradona und Pelé“ und Leverkusens Trainer Robin Dutt sprach von einem „Außerirdischem“.[25] Ebenfalls im März erreichte Messi als jüngster Spieler in der Ligageschichte die 150-Tore-Marke und überholte mit 234 Pflichtspieltoren César als erfolgreichsten Pflichtspiel-Torjäger in der Vereinsgeschichte des FC Barcelona (den Rekord als Torjäger in Pflicht- und Freundschaftsspielen hält Paulino Alcántara mit 369 Toren).[36] In der Champions League war er zum vierten Mal in Folge bester Torschütze, was vor ihm noch niemand geschafft hatte. In dieser Saison übertraf er zudem den Rekord von Gerd Müller, der in der Saison 1972/73 67 Pflichtspieltreffer erzielt hatte.[37]

Saison 2012/13

Im Kalenderjahr 2012 erzielte er 91 Tore in 69 Pflichtspielen[38] und überholte damit Gerd Müller, der 1972 85 Tore in 60 Pflichtspielen[39] schoss. Anfang 2013 erhielt er als erster Spieler zum vierten Mal die Auszeichnung zum Weltfußballer des Jahres.[40] Einen Monat später verlängerte Messi seinen Vertrag um zwei weitere Jahre und ist damit bis 2018 vertraglich an den FC Barcelona gebunden.[41] Sein Jahresgehalt soll 13 Millionen Euro betragen haben. Inklusive Werbeeinnahmen kam er auf 35 Millionen Euro netto pro Jahr, damit war er zu diesem Zeitpunkt nach David Beckham der bestverdienende Fußballprofi weltweit.[42]

 
Messi bejubelt ein Tor gegen Granada CF im Oktober 2014.

Saison 2014/15

Am 22. November 2014 erzielte Messi beim 5:1-Sieg gegen den FC Sevilla sein 251. bis 253. Ligator und überholte somit Zarra, der den Rekord mit 251 Toren seit 1955 innehatte, als Rekordtorschütze der Primera División.[43] Am darauffolgenden Champions-League-Spieltag am 25. November 2014 brach Messi beim 4:0-Sieg bei APOEL Nikosia den 71-Tore-Rekord von Raúl mit seinen Treffern 72 bis 74.[44] Seither liefert er sich mit Cristiano Ronaldo ein Kopf-an-Kopf-Rennen um diesen Rekord, der erstmals am ersten Gruppenspieltag der Champions-League-Saison 2015/16 mit 80 Treffern die alleinige Führung übernahm. Nach der Saison 2016/17 liegt Ronaldo mit 106 zu 94 Treffern vorne, der Messi auch mit sechs Spielzeiten als Torschützenkönig in der Champions League überholte.

Am Ende der Saison 2014/15 feierte Messi mit Barcelona das zweite Triple der Vereinsgeschichte, nachdem man Juventus Turin im Finale der Champions League mit 3:1 bezwang. Zudem gewann man in dieser Saison auch den UEFA Supercup und die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2015. Da Messi außerdem auch beim Spanischen Supercup gegen Bilbao und bei der Copa America 2015 traf, war er der erste Spieler, der innerhalb eines Kalenderjahres in sieben verschiedenen Wettbewerben mindestens einen Treffer erzielen konnte.

Saison 2015/16

In der Spielzeit 2015/16 verteidigte Barcelona das Double aus Liga und Pokal erfolgreich. Messi gewann damit bereits seine achte nationale Meisterschaft. Er wurde Dritter mit 26 Toren bei der Auszeichnung für den besten Torschützen der Spielzeit (Pichichi-Trophäe) nach dem zweitplatzierten Cristiano Ronaldo (35 Tore) und dem Sieger Luis Suárez (40 Tore).

Saison 2016/17

Am 23. April 2017, dem 33. Spieltag der Primera-División-Saison 2016/17, schoss er beim 3:2-Auswärtssieg gegen Real Madrid im 174. Clásico der spanischen Ligageschichte mit dem Siegtreffer in der Nachspielzeit der zweiten Hälfte sein 500. Pflichtspieltor für den FC Barcelona.[45] Die Saison beendete Barcelona mit dem dritten Copa del Rey-Gewinn in Folge. Das Jahr 2017 beendete Messi mit insgesamt 54 Toren für Klub und Nationalmannschaft[46], wobei er im letzten Spiel im Jahr gegen Real Madrid mit seinem 526. Pflichtspieltor für den FC Barcelona Gerd Müllers Rekord für die meisten Tore für einen Verein aus den europäischen Topligen überholte.[47]

Saison 2017/18

In der Saison 2017/18 gewann Messi mit dem FC Barcelona seine neunte Meisterschaft. Mit seinen 34 Ligatoren sicherte er sich zudem seinen jeweils fünften Pichichi als bester Torschütze in La Liga und Goldenen Schuh als bester Torschütze in Europas Fußballligen. Mit dem vierten Gewinn der Copa del Rey in Folge erreichte er mit seinem Verein, neben zwei Gewinnen des Triples, bereits das dritte Double in seiner Karriere.

Saison 2018/19

Zur Saison 2018/19 wurde Messi neuer Mannschaftskapitän als Nachfolger von Andrés Iniesta.[48] Messi gewann seine 33. Trophäe mit dem FC Barcelona am 12. August 2018 bei der Supercopa de España 2018 (Spanischen Supercup) gegen den FC Sevilla mit 2:1 und erreichte damit als Rekordspieler (18 Spiele) sowie Rekordtorschütze (13 Treffer) mit 8 Titeln auch die meisten Erfolge in diesem Wettbewerb.[49][50]

Am 18. August 2018 schoss er beim 3:0-Sieg gegen Deportivo Alavés das 6000. Erstligator des FC Barcelona. Am 13. Januar 2019 verbesserte Messi beim 3:0 gegen SD Eibar seinen Torrekord in der spanischen Liga mit dem 400. Tor in 435 Spielen, womit er durchschnittlich fast ein Tor pro Spiel (Torquote 0,92) seit seinem Debüt erzielte.[51]

Im Rückspiel der Copa del Rey gegen den FC Sevilla schoss Messi seinen 50. Treffer in 70 Spielen und steht in der Liste der zehn erfolgreichsten Torschützen als einziger noch aktiver Spieler damit auf dem 6. Platz vor Ferenc Puskás und László Kubala.[52]

Messi erzielte am 22. Februar 2019 zwei Treffer beim 2:2 gegen den FC Valencia und sicherte damit dem FC Barcelona nicht nur einen Punkt, sondern erreichte so mit 21 Ligatoren in 20 Spielen auch in seiner elften Spielzeit in der Liga in Serie mindestens 20 Tore, was vor ihm bisher noch kein Spieler in einer der fünf europäischen Top-Ligen schaffte.[53][54][55] Am 23. Februar 2019 drehte Messi beim 4:2 gegen den FC Sevilla das Spiel und erzielte neben einer Torvorlage seinen dritten Hattrick in der Saison (Champions League, LaLiga), den 33. Hattrick in der Liga,[56] den 44. mit Barcelona und den 36. Treffer in 37 Spielen gegen den FC Sevilla.[57] Er erreichte damit auch das 50. Spiel in seiner Karriere mit drei oder mehr Toren (sechs davon mit der Nationalmannschaft Argentiniens).[57]

Am 31. März 2019 schoss Messi beim 2:0 (0:0) im katalanischen Derby gegen Espanyol Barcelona seine Treffer 30 und 31 in der spanischen Liga und erzielte zusammen mit den Toren in der Champions League (8) sowie dem spanischen Pokal (2) damit in den vergangenen zehn Jahren in jeder Saison mehr als 40 Pflichtspieltore.[58][59] Er traf am 6. April 2019 zum 2:0 im Spiel gegen den Tabellenzweiten Atletico Madrid und sicherte sich mit dem Sieg seines Teams den Rekord des Spielers mit den meisten Siegen (335) in LaLiga.[60][58][59]

In der Primera División gewann Messi mit dem FC Barcelona seine zehnte Meisterschaft. Mit 36 Ligatoren sicherte er sich den sechsten Pichichi (Rekord) als bester Torschütze in La Liga[61] sowie zum sechsten Mal den Goldenen Schuh als Torschützenkönig Europas.[3] Mit 12 Toren wurde Messi zum insgesamt sechsten Mal Torschützenkönig der UEFA Champions League.[62]

Messis Vertrag beim FC Barcelona läuft bis 2021.[63]

Nationalmannschaft

 
Messi im Halbfinale der Olympischen Spiele 2008 gegen Brasilien
 
Messi in der argentinischen Nationalelf am 29. Februar 2012

U-20-Weltmeisterschaft 2005

Bei der U-20-Weltmeisterschaft 2005 schoss Messi sechs Tore und wurde damit Torschützenkönig. Außerdem wurde er zum besten Spieler des Turniers gewählt. Seine entscheidenden Tore im Achtel- und Viertelfinale sowie im Halbfinale gegen den Favoriten Brasilien (2:1) sicherten den Einzug Argentiniens ins Finale. Dort verwandelte er beim 2:1-Sieg gegen Nigeria zwei Elfmeter.

Debüt in der Nationalmannschaft 2005

Am 17. August 2005 feierte Lionel Messi sein Debüt gegen Ungarn in der Albiceleste, der argentinischen A-Nationalmannschaft. Allerdings sah er bereits wenige Sekunden nach seiner Einwechslung wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte. Dies war bis heute der einzige Platzverweis in Messis Karriere. Am 9. Oktober 2005 stand er in seinem dritten Länderspiel gegen Peru erstmals in der Startelf Argentiniens. In seinem sechsten Länderspiel gelang Messi am 1. März 2006 gegen Kroatien sein erstes Tor für die Albiceleste.

Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland

Bei der Weltmeisterschaft 2006 war Messi im Kader Argentiniens und kam in drei Spielen zum Einsatz. Am 16. Juni 2006 gelang ihm im Vorrundenspiel gegen Serbien und Montenegro mit 18 Jahren und 357 Tagen sein erstes WM-Tor. Er ist damit nach Pelé, Manuel Rosas und Michael Owen der viertjüngste Torschütze bei einer Weltmeisterschaft. Argentinien schied im Viertelfinale gegen Deutschland aus; Messi kam in jenem Spiel nicht zum Einsatz.

Copa América 2007 in Venezuela und Olympisches Gold 2008 in China

Im Sommer 2007 nahm Messi mit Argentinien an der Copa América teil und belegte den zweiten Platz. Sein Treffer im Halbfinalspiel am 11. Juli 2007, bei dem er mit einem Heber aus dem Fußgelenk Mexikos Torhüter Oswaldo Sánchez aus ca. 15 Metern überlistete, sorgte für großes Aufsehen bei den Zuschauern. „So etwas machen nur Genies“, sagte Trainer Alfio Basile nach dem Abpfiff.[64] Messi kam während des Turniers in allen sechs Spielen zum Einsatz und erzielte insgesamt zwei Treffer.

Messi war im Kader der argentinischen Auswahl, die im August 2008 beim Olympischen Fußballturnier in China die Goldmedaille gewann.

Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika und Copa América 2011 in Argentinien

Bei der Weltmeisterschaft 2010 trug er zum ersten Mal bei einem großen Turnier die Nummer 10. Nach zunächst guten Vorstellungen unterlag sein Team mit 0:4 erneut im Viertelfinale der deutschen Auswahl. Messi blieb bei dem Turnier unter den Erwartungen, zumal ihm kein eigener Torerfolg gelang.

Auch bei der Copa América 2011 im eigenen Land erfüllte Messi die in ihn gesteckten Erwartungen nicht. Er blieb ohne Torerfolg und scheiterte mit seiner Mannschaft im Viertelfinale gegen Uruguay.

Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien

Bei der WM 2014 gewann die argentinische Nationalelf das erste Gruppenspiel mit 2:1 gegen Bosnien und Herzegowina, wobei Messi das zweite Tor erzielte. Gegen den Iran schoss er in der Nachspielzeit den 1:0-Siegtreffer und gegen Nigeria steuerte er zum 3:2-Erfolg zwei Tore in der ersten Halbzeit bei. Die Presse schrieb vielfach, dass er Argentinien quasi „im Alleingang“ in das Achtelfinale gebracht hätte.[65] In der K.-o.-Phase erzielte er keinen Treffer mehr (außer im Elfmeterschießen gegen die Niederlande). Insgesamt kam er auf vier Tore (drittbester Torschütze) und eine Vorlage. Seine Treffer gegen Nigeria und Bosnien-Herzigowina wurden für das schönste Tor des Turniers nominiert.[66] Das argentinische Team musste sich schließlich im Endspiel gegen Deutschland mit 0:1 n. V. geschlagen geben. Nach dem Finale wurde Messi von der FIFA als bester Spieler des Turniers mit dem Goldenen Ball ausgezeichnet.[67] Dies wurde im Anschluss von Fußballexperten und Medien gleichermaßen kritisiert.[68]

Copa América 2015 in Chile und Copa América Centenario 2016 in USA

 
Messi vor dem entscheidenden Qualifikationsspiel für die WM 2018 gegen Ecuador (2017)

Bei der Copa América 2015 machte er im letzten Gruppenspiel gegen Jamaika als jüngster Südamerikaner sein 100. Länderspiel.[69] Im Finale gegen Gastgeber Chile verlor er dann nach torlosen 120 Minuten im Elfmeterschießen mit 1:4, wobei Messi als einziger Argentinier traf.[70]

Am 29. März 2016 erzielte er in Córdoba beim 2:0 im WM-Qualifikationsspiel gegen Bolivien per Elfmeter sein 50. Länderspieltor.[71] Am 26. Juni 2016 gab Messi seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekannt, nachdem Argentinien das Endspiel der Copa América Centenario erneut gegen Chile im Elfmeterschießen verloren und Messi dabei einen Elfmeter verschossen hatte.[72] Es war das erste Mal, dass Messi mit Argentinien bei einem großen Turnier derart spielerisch überzeugen konnte, im Finale blieb das Team aber erneut unter seinen Möglichkeiten. Am 12. August 2016 gab Messi seinen Rücktritt vom Rücktritt bekannt.[73] Mit seinem 56. Länderspieltreffer, den er am 1. September 2016 im WM-Qualifikationsspiel gegen Uruguay erzielte, wurde Messi zum Rekordschützen der argentinischen Nationalmannschaft. Gabriel Batistuta benötigte für diese Anzahl 78, Messi 114 Spiele.

WM-Qualifikation 2017 und Weltmeisterschaft 2018 in Russland

Am 10. Oktober 2017 erzielte Messi in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2018 alle drei Tore zum 3:1-Sieg in Ecuador und sicherte Argentinien damit die WM-Teilnahme am letzten Spieltag.[74]

Als Kapitän stand Messi im Kader der Nationalmannschaft Argentiniens bei der WM in Russland. Im ersten Gruppenspiel beim 1:1 gegen Island verschoss er einen Elfmeter. Im letzten Gruppenspiel, dem 2:1 gegen Nigeria, legte Messi mit seinem Treffer zum 1:0 den Grundstein für den Einzug ins Achtelfinale[75] und wurde zum Man of the Match gewählt. Das zweite Tor schoss schließlich Marcos Rojo, nachdem die nigerianische Nationalmannschaft zuvor per Elfmeter ausgeglichen hatte. Im Achtelfinalspiel gegen Frankreich bereitete Messi zwei Tore vor, wobei das Spiel 4:3 für Frankreich endete und Argentinien ausschied. Bei den darauffolgenden Freundschaftsspielen nach der Weltmeisterschaft stand Messi nicht im argentinischen Kader.[76]

Vorbereitungspiele mit der Nationalmannschaft 2019

Für den Juni 2019, im Vorfeld der Copa América 2019 in Brasilien, wurden Lionel Messi zusammen mit Ángel di María von Paris Saint-Germain für Vorbereitungsspiele ab März 2019 in die Nationalmannschaft Argentiniens nominiert.[77]

Spielweise

 
Messi im Finale der WM 2014

Dribblings, Geschwindigkeit und Technik

Messi gilt als hervorragender Dribbler, der auch bei hohem Tempo den Ball problemlos steuern kann. Zudem wird ihm eine hohe Spielintelligenz und Übersicht auf dem Spielfeld zugesprochen. Messi sei in der Lage, sich auch in aussichtslos erscheinenden Situationen gegen mehrere Spieler durchzusetzen. Real Saragossas Trainer José Aurelio Gay bezeichnete seinen Spielstil mit „Es war, als würde man Maradona wieder spielen sehen. Nur dass er diesmal beweglicher und deutlich schneller war.“[78]

Seine spektakulären schnellen Einzelläufe haben ihn zu einem der gefürchtetsten Spieler der Primera División gemacht.

Als große Stärke gilt neben seinen Dribblings und seiner Geschwindigkeit vor allem seine außergewöhnlich gute Technik.[79]

Flügelspieler und Mittelstürmer, Spielmacher und klassischer Stoßstürmer

Bis Ende der Saison 2009/10 spielte er überwiegend rechts als inverser Flügelspieler. Seine Vielseitigkeit erlaubte ein taktisches Wechselspiel mit einem Mitspieler im Angriffszentrum, das für Verwirrung in der gegnerischen Abwehrformation sorgen kann.

Seitdem wurde er häufig als Mittelstürmer eingesetzt, und seine Flexibilität kommt auf andere Weise zum Tragen. Messi spielt eine Mischung aus einem „Zehner“ und einem „Neuner“, also eine Kreuzung zwischen einem Spielmacher und einem klassischen Stoßstürmer. Dabei wartet er nicht an der Strafraumgrenze auf eine Torschussvorlage, sondern lässt sich fallen, um von einer tieferen Position aus Tempodribblings zu starten oder auch aus der Zentrale die nach innen rückenden Außenstürmer mit Pässen zum gegnerischen Tor zu „schicken“.

Torgefährlichkeit in verschiedenen Systemen

Pep Guardiolas System mit der „falschen Neun“

Mit der Aufstellungsvariante als „falsche Neun“[80] wurde Messis Torgefährlichkeit noch verstärkt. So erzielte er 2011/12 – der ersten Saison, in der er vollständig als Mittelstürmer eingesetzt wurde – 50 Ligatore in 37 Spielen. In der Vorsaison 2010/11 waren ihm „nur“ 31 gelungen. Das System mit der falschen Neun erreichte erstmals bei der Europameisterschaft 2012, als die Spanier aufgrund des Ausfalls des Stürmers David Villa die Spielweise des FC Barcelona adaptierten, allgemeine Aufmerksamkeit und fand seitdem bei immer mehr Mannschaften Einzug.

Luis Enriques System mit Suarez, Neymar und Messi

Mit der Ankunft von Luis Enrique als neuer Trainer Barcelonas und der gleichzeitigen Verpflichtung des uruguayischen Mittelstürmers Luis Suárez im Jahr 2014 spielte Messi wieder vermehrt auf dem rechten Flügel. Gemeinsam mit dem Brasilianer Neymar bildeten die drei Südamerikaner das stärkste Sturmtrio der Geschichte Barcelonas und der Geschichte des Spanischen Fussballs.[81][82][83] Sie schossen nicht nur mehr als die insgesamt 100 Tore des Sturmtrios Lionel Messi (38), Samuel Eto'o (36) und Thierry Henry (26), sondern übertrafen zudem den Rekord von 118 Toren des Sturmtrios von Real Madrid (Cristiano Ronaldo, Karim Benzema, Gonzalo Higuaín) in der Saison 2012/13.[81][82][83] Suarez (40), Neymar (24) und Messi (26) erzielten insgesamt 90 Tore in einer Saison sowie wettbewerbsübergreifend mit 131 Treffern (2015/16; bis 22. Mai 2016) die meisten Tore eines Sturmtrios in der Geschichte der Spanischen Liga.[81][82][83] In den ersten drei Saisonrunden lag die Torausbeute der drei Stürmer wettbewerbsübergreifend insgesamt stets bei über 100 Treffern pro Saison.

Messi agierte in diesem System extrem flexibel. Er spielte häufig etwas zurückgezogen als Spielmacher, ohne, dass er an Torgefährlichkeit einbüßte. Auffällig waren außerdem seine Diagonalpässe vom rechten Mittelfeld auf die links vorne vorstoßenden Jordi Alba oder Neymar, wodurch viele Freiräume und Tormöglichkeiten entstehen, da Messi meist mehrere gegnerische Spieler auf sich zieht. In diesem System zeigte Messi, dass er einer der komplettesten Spieler ist, der auf fast jeder Position Einfluss auf das Spiel nehmen und seine Mitspieler perfekt in Szene setzen kann.

Ernesto Valverdes System mit Suarez, Dembelé, Coutinho und Messi

Nach dem Weggang von Neymar im Sommer 2017 zum französischen Club Paris Saint-Germain musste Messi in der Offensive mit Suarez und den Neuzugängen Philippe Coutinho vom FC Liverpool und Ousmane Dembélé von Borussia Dortmund ein neues Zusammenspiel mit neuem Stil unter dem neuen Trainer Ernesto Valverde entwickeln, der sie letztendlich zum Gewinn der spanischen Meisterschaft 2017/18 (La Liga) sowie dem spanischen Pokal (Copa del Rey) führen konnte. Messi zeigte auch unter den veränderten Bedingungen ein komplettes Spielverhalten mit vielen Vorlagen (12) und Toren (34) in der Liga, mit denen er sich in der Liga die Pichichi-Trophäe und in Europa den Goldenen Schuh sicherte.

Erfolge/Titel

Nationalmannschaft

Verein

Persönliche Auszeichnungen

Torschützenkönig

Rekorde

Internationale Wettbewerbe
  • einer von zwei Spielern (zusammen mit Luiz Adriano) mit fünf Toren in einem Champions-League-Spiel (beim 7:1 im Achtelfinal-Rückspiel am 7. März 2012 gegen Bayer Leverkusen) (Stand: 1. April 2019)
Primera Division / Spanien
  • Rekordtorschütze der Primera División (419 Tore in 452 Spielen) (Stand: Ende der Saison 2018/2019)
  • meiste Tore in einer Liga-Saison (50, 2011/12) (Stand: Ende der Saison 2018/2019)
  • meiste Siege in der Primera División (335) (Stand: 6. April 2019)
  • meiste Pichichi-Trophäen in der Primera División (6) (geteilt mit Zarra) (Stand: Ende der Saison 2018/2019)
  • jüngster Spieler, der 150 (24 Jahre, 270 Tage) und 200 Tore (25 Jahre, 217 Tage) erzielt hat (Stand: Ende der Saison 2018/2019)
  • einziger Spieler, der gegen alle 19 Liga-Gegner in Folge traf (2012/13) (Stand: Ende der Saison 2018/2019)
  • Rekordspieler des Spanischen Supercups (17 Spiele) (Stand: 12. August 2018)
  • Rekordtorschütze des Spanischen Supercups (13 Tore) (Stand: 12. August 2018)
FC Barcelona
  • Rekordtorschütze (600 Tore in 685 Pflichtspielen) (Stand: 19. Mai 2019)
  • Rekordtorschütze in internationalen Wettbewerben (108) (Stand: 14. März 2018)
Nationalmannschaft
  • Rekordtorschütze (67 Tore in 130 Spielen) (Stand: 8. Juni 2019)
Sonstiges
  • Rekordgewinner des Ballon d’Or (2009, 2010, 2011, 2012, 2015, geteilt mit Cristiano Ronaldo) (Stand: 19. Mai 2019)
  • meiste Tore (73) in einer Saison (wettbewerbsübergreifend) (2011/12) (Stand: Ende der Saison 2018/2019)
  • meiste Tore (91) in einem Kalenderjahr (2012; in 69 Pflichtspielen) (Stand: 19. Mai 2019)
  • Rekordtorschütze des El Clásico (26 Tore in 41 Spielen) (Stand: 19. Mai 2019)
  • einziger Spieler, der innerhalb eines Kalenderjahres in sieben verschiedenen Wettbewerben mindestens einen Treffer erzielt hat (2015)
  • Rang 7 auf der Liste der Fußballer mit 500 oder mehr Toren mit bisher 687 Toren in 861 offiziellen Spielen in Nationalmannschaft und Verein (Stand: 6. April 2019)[84]

Privates

Familie

Messis Vater Jorge Horácio Messi war Fabrikarbeiter, seine Mutter Celia María Cuccittini Putzfrau. Seine Eltern sind beide italienischstämmig, wobei die Familie väterlicherseits aus der italienischen Stadt Ancona stammt und 1883 nach Argentinien auswanderte.[85] Messi hat zwei Brüder – Matías und Rodrigo – sowie eine Schwester – María Sol. Seine Cousins Emanuel Biancucchi und Maxi Biancucchi sind ebenfalls Profifußballer.

Am 30. Juni 2017 heiratete Messi seine Freundin Antonella Roccuzzo in seiner Geburtsstadt Rosario.[86] Zusammen haben sie drei Söhne (* 2012, 2015 und 2018).[87][88][89]

Soziales Engagement

Im Jahr 2007 gründete Messi die Leo Messi Fundation, eine Organisation zur Förderung des Zugangs zu Bildung und Gesundheitsversorgung für schutzbedürftige Kinder.[90] Im März 2010 wurde Messi als Botschafter für die UNICEF ernannt.[91] Im März 2013 spendete er einem Kinderkrankenhaus in seiner Heimatstadt Rosario 600.000 Euro.

Der Creu-de-Sant-Jordi wurde ihm im Mai 2019 als höchste Ehrung der Generalitat de Catalunya vergeben, weil er sich um die katalanische Kultur verdient gemacht hat.[92] Er ist damit der zweite Fußballer nach Johan Cruyff 2006, der diese Ehrung erhalten hat.

Medien

Messi wurde auf mehreren Titelseiten der Videospielreihe Pro Evolution Soccer gezeigt und war auch in anderen Werbekampagnen dieser Spielereihe aktiv. Im November 2011 wurde er als neues Gesicht der FIFA-Reihe bestätigt. PES verpflichtete daraufhin Cristiano Ronaldo als neue Werbefigur. Für PES 2020 hat Konami aber wieder Messi als Werbefigur zurückgeholt.[93]

Messi wurde 2011 und 2012 vom Magazin Time zu den „100 einflussreichsten Persönlichkeiten“ gezählt.

Er ist 2019 mit rund 127 Millionen Dollar Einkommen der bestbezahlte Athlet der Welt.[94][95]

Innerhalb weniger Stunden nach dem Start seiner Facebook-Seite im April 2011 hatte Messi mehr als 6 Millionen Anhänger. Inzwischen gehört seine Seite mit über 83 Millionen Likes zu den beliebtesten Fanpages.[96]

Verurteilung wegen Steuerhinterziehung

Am 12. Juni 2013 meldete die spanische Nachrichtenagentur EFE, es bestehe der Verdacht, dass Lionel Messi und sein Vater Jorge, der als sein Spielerberater fungiert, Steuern in Höhe von vier Millionen Euro hinterzogen haben und dass die Staatsanwaltschaft ein Klagegesuch eingereicht habe.[97] Bei einem Vernehmungstermin am 27. September 2013 erklärte Messi vor einem spanischen Gericht, mit der Justiz kooperieren zu wollen. Sein Vater hatte in einem Schreiben an das Gericht die Verantwortung übernommen, zudem einen früheren Geschäftspartner belastet. Nach Einleitung der Ermittlungen hatte Messi 15 Millionen Euro Steuern nachbezahlt.[98]

Im Oktober 2015 entschied ein Ermittlungsrichter, dass Lionel Messi und sein Vater wegen Steuerhinterziehung angeklagt werden. Die Staatsanwaltschaft hatte für Messi die Einstellung des Verfahrens beantragt. Für die Jahre 2007 bis 2009 sollen die beiden 4,1 Millionen an Steuern nicht abgeführt haben, die für Einnahmen aus Bildrechten angefallen waren. Dazu sollen sie Briefkastenfirmen in den Steueroasen Belize und Uruguay eingerichtet haben.[99] Das Strafverfahren endete im Juli 2016 mit einer Verurteilung Messis zu 21 Monaten Haft auf Bewährung sowie einer Geldstrafe in Höhe von 3,7 Millionen Euro.[100] Im Mai 2017 wurde dieses Urteil vom obersten spanischen Gerichtshof bestätigt.[101]

Im April 2016 war im Zuge der Veröffentlichung der „Panama Papers“ bekannt geworden, dass Lionel Messi zu den Personen gehört, die über eine panamaische Kanzlei Briefkastenfirmen gegründet haben sollen.

Sonstiges

  • Aufgrund seiner geringen Körpergröße und seiner Schnelligkeit erhielt er in der Kindheit den Spitznamen La Pulga (spanisch für: ‚Der Floh‘), den er bis heute trägt.
  • Lionel Messi war einer der Fußballer, die 2010 einen Auftritt im Musikvideo zur WM-Hymne Waka Waka (This Time for Africa) von Shakira hatten.
  • Der Dokumentarfilm Messi des spanischen Regisseurs Álex de la Iglesia von 2014 beschäftigt sich mit Lionel Messis Lebensgeschichte.[102]

Literatur

Weblinks

  Commons: Lionel Messi – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Scheda. fcbarcelona.
  2. Pichichi LaLiga Santander 2018-2019 - Ránking de goleadores Primera división. 4. September 2017, abgerufen am 19. Mai 2019 (spanisch).
  3. a b Messi conquista su sexta Bota de Oro. 24. Mai 2019, abgerufen am 24. Mai 2019 (spanisch).
  4. Messi ist „Weltfußballer des Jahres“. In: Süddeutsche.de. 11. Januar 2011, abgerufen am 11. Januar 2016.
  5. Spieler des Jahres. In: FIFA.com. Abgerufen am 11. Januar 2016.
  6. Süddeutsche Zeitung vom 10. April 2009, Profil
  7. a b c d e f g DerWesten- derwesten.de: Zehn Jahre Profi - Lionel Messi hat den Fußball verändert. 16. Oktober 2014, abgerufen am 29. Januar 2019.
  8. YouTube-Video:El primer gol de Messi (01/05/2005)(abgerufen am 29. Januar 2019). Zu sehen ist auch, dass bereits kurz zuvor ein reguläres Tor wegen einer falschen Abseitsentscheidung nicht anerkannt worden war.
  9. multisuperfanwwe: GOL DE MESSI CONTRA EL GETAFE(HISTORICO). Abgerufen am 29. Januar 2019.
  10. Fußball: "Hand Messi(a)s" reicht nicht zum Sieg. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 29. Januar 2019]).
  11. FOCUS Online: Maradona: „Lionel wird besser als ich es je war!“. Abgerufen am 29. Januar 2019.
  12. sport1.de:Messi nach England?
  13. boerse-express:Lionel Messi erteilt Manchester City eine Absage
  14. Sport-tonline.de: Messi lehnt erneut Scheich angebot ab.
  15. Sport1.de: Pellegrini: „Immerhin Ronaldo trifft“
  16. Sport1.de: Messi verlängert – Aquilani zu den Reds
  17. fussball.com: Messi nun bestbezahlter Barça-Profi, Zugriff 15. Jan. 2013
  18. Messi löst Beckham als bestbezahlter Kicker ab
  19. Sport1.de: Fußball / International. Abgerufen am 29. Januar 2019.
  20. Messi: Warum er der beste Spieler der Welt ist. Abgerufen am 29. Januar 2019.
  21. Sven Flohr: Champions-League-Sieger: Lionel Messi – "Der beste Spieler, den es gibt". 28. Mai 2009 (welt.de [abgerufen am 29. Januar 2019]).
  22. Momentan wohl bester Spieler der Welt (Memento des Originals vom 16. Mai 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.n24.de
  23. Pele: „Messi ist der beste Spieler der Welt“
  24. FIFA.com: Willkommen bei den aktuellen Nachrichten von FIFA.com - Lionel Messi: "Ich bin nicht der beste Spieler der Welt" - FIFA.com. Abgerufen am 29. Januar 2019 (deutsch).
  25. a b Rafael Buschmann: Messis Tor-Gala: Gott zerstört Leverkusen. In: Spiegel Online. 8. März 2012 (spiegel.de [abgerufen am 29. Januar 2019]).
  26. Lionel Messi verzaubert den FC Barcelona. Welt online, 7. April 2010
  27. BBC Sport:Arsene Wenger hails Lionel Messi as world's best player
  28. goal.com: Spanish Inquisition: Barcelona And Their 99-Point La Liga Season, 17. Mai 2010
  29. FCBarcelona.cat: A record breaking season (Memento des Originals vom 20. Mai 2010 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fcbarcelona.com, 17. Mai 2010
  30. sport1.de: Messi ist der wertvollste Kicker
  31. kicker.de: Barcas vierter Streich, Messi stellt van Nistelrooys Torrekord ein
  32. bbc.co.uk: Barcelona's Lionel Messi awarded his third Ballon d'Or
  33. sport1.de: Messi auch in Spanien Bester
  34. Lionel Messi zum „Weltfußballer des Jahres“ gewählt bei focus.de, 9. Januar 2012 (abgerufen am 9. Januar 2012).
  35. FC Barcelona: Messi scores 4 goals to celebrate his 200th game
  36. as.com: Leo Messi ya es el máximo goleador del Barcelona, 20. März 2012
  37. Messi bricht Rekord von Gerd Müller. Spiegel Online, 2. Mai 2012.
  38. Messi beendet Jahr mit 91 Toren ORF: 23. Dezember 2012, abgerufen am 23. Dezember 2012
  39. Messi bricht Gerd Müllers Torrekord. Spiegel Online, 9. Dezember 2012. Abgerufen am 23. Dezember 2012,
  40. faz.net: Immer wieder Messi.
  41. FC Barcelona: Messi extends contract through 2018
  42. Daily Telegraph: David Beckham is football's highest earner beating Lionel Messi into second place
  43. FC Barcelona: Leo Messi is now the all-time La Liga scoring leader, 22. November 2014, abgerufen am 25. November 2014.
  44. UEFA: Messi bricht Raúls Rekord in der Champions League, 22. November 2014, abgerufen am 25. November 2014.
  45. Christoph Laskowski: 90.+3: Messis 500. Tor ist der Siegtreffer im Clasico! In: kicker.de. 23. April 2017, abgerufen am 24. April 2017.
  46. Harry Kane beats Lionel Messi and Cristiano Ronaldo to major record. Metro, 26. Dezember 2017, abgerufen am 27. Dezember 2017.
  47. Messi demütigt Real Madrid und überholt Torjäger Gerd Müller. Hamburger Abendblatt, abgerufen am 27. Dezember 2017.
  48. Four captains from La Masia. In: fcbarcelona.com. 10. August 2018, abgerufen am 10. August 2018.
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  53. Messi: Für Geniestreiche immer zu haben. Abgerufen am 3. Februar 2019.
  54. Messi rettet Barca das 2:2 gegen Valencia und verletzt sich. Abgerufen am 3. Februar 2019.
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  69. fifa.com/SID: „Argentinien nach Sieg im 100. Messi-Spiel im Viertelfinale“
  70. Chile - Argentinien 4:1 i. E.
  71. fifa.com: Eine Durststrecke endet – Stars aus aller Welt begeistern
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  96. Offizielle Facebook-Seite, abgerufen am 14. Februar 2016
  97. Messi soll vier Millionen Euro hinterzogen haben Die Welt online, 12. Juni 2013, abgerufen am 12. Juni 2013
  98. Messi will mit Justiz kooperieren Süddeutsche.de, 27. September 2013, abgerufen am 17. Januar 2014.
  99. Verdacht der Steuerhinterziehung: Messi muss auf die Anklagebank Spiegel Online, 8. Oktober 2015, abgerufen am 8. Oktober 2015.
  100. Messi zu 21-monatiger Haftstrafe verurteilt. Welt Online, 6. Juli 2016, abgerufen am 6. Juli 2016.
  101. Oberster Gerichtshof bestätigt Urteil gegen Messi Spiegel Online, 24. Mai 2017, abgerufen am 26. Mai 2017.
  102. WM 2014: Erster Trailer zum Film über Superstar Lionel Messi von Kultregisseur Álex de la Iglesia Filmstarts.de, 27. Juni 2014, abgerufen am 15. August 2014.