Ungarische Fußballnationalmannschaft

ungarische Fußballnationalmannschaft der Männer
Ungarn
Magyarország
Hungarian Football Federation.svg
Verband Magyar Labdarúgó Szövetség
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor Adidas
Cheftrainer ItalienItalien Marco Rossi (seit 2018)
Kapitän Balázs Dzsudzsák
Rekordtorschütze Ferenc Puskás (84)
Rekordspieler Balázs Dzsudzsák und Gábor Király (je 108)
Heimstadion Puskás Aréna
FIFA-Code HUN
FIFA-Rang 40. (1460 Punkte)
(Stand: 18. Februar 2021)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Bilanz
973 Spiele
455 Siege
209 Unentschieden
309 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
Osterreich KaisertumKaisertum Österreich Österreich 5:0 Ungarn Ungarn 1867Ungarn
(Wien, Österreich; 12. Oktober 1902)
Höchste Siege
Russisches Kaiserreich 1883Russisches Kaiserreich Russland 0:12 Ungarn Ungarn 1867Ungarn
(Moskau, Russland; 14. Juli 1912)
Ungarn 1918Ungarn Ungarn 13:1 Frankreich FrankreichFrankreich
(Budapest, Ungarn; 12. Juni 1926)
Albanien 1946Sozialistische Volksrepublik Albanien Albanien 0:12 Ungarn Ungarn 1949Ungarn
(Tirana, Albanien; 24. September 1950)
Höchste Niederlage
NiederlandeNiederlande Niederlande 8:1 Ungarn UngarnUngarn
(Amsterdam, Niederlande; 11. Oktober 2013)
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 9 (Erste: 1934)
Beste Ergebnisse Zweiter Platz 1938, 1954
Europameisterschaft
Endrundenteilnahmen 3 (Erste: 1964)
Beste Ergebnisse Dritter Platz 1964
Olympische Spiele
Gold 1952
Bronze 1960
Gold 1964
Gold 1968
Silber 1972
(Stand: 18. November 2020)

Die ungarische Fußballnationalmannschaft wird organisatorisch vom ungarischen Fußballverband (ungarisch Magyar Labdarúgó Szövetség) betreut. Sie stand 1938 und 1954 im Weltmeisterschafts-Finale.

GeschichteBearbeiten

 
Kumulierte Siegquote der Ungarischen Nationalmannschaft

AnfängeBearbeiten

Das Spiel gegen Österreich in Wien am 12. Oktober 1902 war das erste Länderspiel, das zwischen zwei nicht-britischen europäischen Gegnern ausgetragen wurde. Dieses Duell fand bisher über 100 Neuauflagen, lediglich das Duell Argentinien-Uruguay fand öfter statt.

Durch eine sehr frühe Professionalisierung der ungarischen Fußballliga bereits in den 1920er Jahren als eines der ersten Länder Kontinentaleuropas errang der ungarische Fußball in Europa eine führende Stellung in der Zeit zwischen den 30er und 60er Jahren. Dies zeigte sich bereits bei der Weltmeisterschaft 1938 in Frankreich, als man sich unter dem Trainer Károly Dietz spielerisch leicht mit 5:1 Toren ins Finale spielte, dort jedoch dem amtierenden Weltmeister Italien mit 2:4 unterlag.[2]

Goldene ElfBearbeiten

Nach dem Zweiten Weltkrieg dominierte die ungarische Elf, die sogenannte goldene Elf (Aranycsapat) den Weltfußball. 1949 war Gusztáv Sebes zum Nationaltrainer Ungarns ernannt worden. Um Kapitän Ferenc Puskás formte er die Nationalmannschaft zur besten ungarischen Mannschaft, die es je gab. Die Aufstellung des Teams war in Fach- und Fankreisen ganz Europas bekannt: Grosics, Buzánszky, Lóránt, Lantos, Bozsik, Zakariás, Budai, Kocsis, Hidegkuti, Puskás, Czibor. Ungarn war so u. a. auch die erste nicht-britische Nationalmannschaft, die England auf englischem Boden bezwang. Dies geschah am 25. November 1953 in Wembley mit einem so nicht erwarteten 6:3. Dieses Spiel wird in Ungarn auch heute noch als „Jahrhundertspiel“ angesehen. Im Folgejahr wurde England erneut bezwungen, diesmal 7:1 in Budapest. Dies ist bis dato Englands höchste Niederlage. Vom 14. Mai 1950 bis 4. Juli 1954 blieb die ungarische Nationalmannschaft in 31 offiziellen Länderspielen in Folge ungeschlagen, bis sie im WM-Endspiel Deutschland unterlag. Dieser Rekord wurde erst fast vierzig Jahre später von Argentinien eingestellt, dem 1991 bis 1993 auch eine Serie von 31 ungeschlagenen Länderspielen gelang. Auch nach der Niederlage 1954 blieb Ungarn zwei Jahre lang ungeschlagen.

Ausgelöst durch den Volksaufstand von 1956 gegen die sowjetische Dominanz in Ungarn und die sich anschließende Flucht vieler Stars des ungarischen Fußballs ins Ausland wurde ein spürbarer Verfall ausgelöst. Der ungarische Fußball erholte sich nie wieder von diesem Ereignis.

Nach 1956Bearbeiten

In den 1960er-Jahren konnte eine den Stars der Goldenen Mannschaft der 50er Jahre nacheifernde junge ungarische Fußballergeneration mit teilweise herausragenden Leistungen 1962 in Chile und 1966 in England noch zweimal das Viertelfinale der WM erreichen und bei der Europameisterschaft 1964 einen dritten Platz belegen. So schaltete man beispielsweise 1966 bei der WM in England den ansonsten zwischen 1958 und 1970 mit drei WM-Titeln dominierenden Gegner Brasilien trotz so herausragender gegnerischer Spieler wie Garrincha, Tostão, Gilmar, Djalma Santos oder Jairzinho mit einem 3:1-Sieg aus. Ungarn gewann in dieser Zeit bei den in den kommunistischen Ländern sehr bedeutsamen olympischen Fußballturnieren 1952, 1964, und 1968 olympisches Gold. Ein letzter größerer Erfolg konnte mit einem vierten Platz bei der Europameisterschaft 1972 gefeiert werden. Seither versucht die ungarische Fußballnationalmannschaft jedoch vergeblich, an die vergangenen Erfolge anzuknüpfen.

Heute ist Ungarn ein weniger gefürchteter Gegner, der seit 1986 keine WM-Endrunde mehr erreichen konnte, sowie von 1972 bis 2012 keine EM-Endrunde. So verloren sie 2006 beispielsweise während der Qualifikation zur EM 2008 1:2 gegen Malta. Am 22. August 2007 besiegte die Mannschaft jedoch überraschend Weltmeister Italien 3:1 in einem Freundschaftsspiel im Ferenc-Puskas-Stadion in Budapest.

Das Ziel Ungarns bei den Qualifikationsspielen zur WM 2010 war, sich erstmals seit der WM 1986 in Mexiko wieder für eine WM zu qualifizieren. Um dieses Ziel auch zu erreichen, hatte Ungarn Erwin Koeman als Nationaltrainer verpflichtet. Ungarn wurden jedoch mit Portugal, Schweden und Dänemark drei starke Gegner zugelost, gegen die sie sich letztlich nicht durchsetzen konnten.

Nach der verpassten Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2014 unter Sándor Egervári wurde Attila Pintér im Dezember 2013 neuer Nationaltrainer. Er sollte die Mannschaft in die Qualifikation zur Europameisterschaft 2016 führen.[3] Nach der 1:2-Auftaktniederlage gegen Nordirland wurde Pintér aber bereits entlassen. Interimsnachfolger war Pál Dárdai.[4] Im Dezember 2014 wurde bekannt, dass Dárdai – neben seiner Tätigkeit als Cheftrainer der U-15 von Hertha BSC – sein Engagement als ungarischer Nationaltrainer bis November 2015 ausweitet und somit die komplette restliche EM-Qualifikation die ungarische Fußballnationalmannschaft betreuen wird.[5] Indes wurde er auch zum Trainer der Profimannschaft der Berliner Hertha bestellt und arbeitete damit in Doppelfunktion. Im Sommer 2015 gab er seinen Posten als Nationaltrainer auf. Sein Nachfolger wurde der deutsche Verbandssportdirektor des ungarischen Fußballverbandes, Bernd Storck, der ebenfalls eine Doppelfunktion ausübte (Sportdirektor und Nationaltrainer). Unter Storck belegte Ungarn den dritten Tabellenplatz hinter Nordirland und dem Erzrivalen Rumänien. Die ungarische Nationalelf blieb zunächst der beste Gruppendritte, ehe die Türkei durch einen 1:0-Sieg gegen Island und der zeitgleichen Niederlage Lettlands gegen den Tabellenletzten Kasachstan den direkten Startplatz streitig machte. Seit 44 Jahren war dies den Magyaren nicht mehr gelungen.

Im April 2016 erreichte Ungarn mit Platz 18 die bisher beste Platzierung in der FIFA-Weltrangliste,[6] wenig später wurde Torwart Gábor Király mit 102 Einsätzen zum alleinigen Rekordnationalspieler des Landes. Im März 2019 rückte dann auch Mittelfeldspieler Balázs Dzsudzsák in den „Hunderterklub“ auf. Die EM-Gruppenphase in Frankreich beendete die Mannschaft als ungeschlagener Sieger, noch vor Island sowie den drittplatzierten Portugiesen, scheiterte aber dann im Achtelfinale an Belgien. Während Ungarn im Jahr 2018 auch im achten Anlauf seit 1986 die Qualifikation zu einer Weltmeisterschaft verpasste, wurde im Herbst 2020 zum zweiten Mal in Folge das Ticket für eine Europameisterschaft gezogen; den entscheidenden Treffer in den Play-offs gegen Island erzielte dabei Dominik Szoboszlai. Nachdem Ungarn in der UEFA Nations League 2018/19 in die Liga B aufgestiegen ist, erreichten sie in der UEFA Nations League 2020/21 direkt den nächsten Aufstieg in die Liga A.

Aktueller KaderBearbeiten

Folgende Spieler standen im Kader für die Spiele gegen Island am 12., Serbien am 15. und gegen die Türkei am 18. November 2020.[7]

Nr. Name Verein Geburtsdatum Einsätze[8] Tore[8] Debüt Letzter Einsatz
Torhüter
Dénes Dibusz Ungarn  Ferencváros Budapest 16. Nov. 1990 12 00 gg. Russland  Russland, 18. November 2014 gg. Turkei  Türkei, 18. November 2020
Péter Gulácsi Deutschland  RB Leipzig 6. Mai 1990 36 00 gg. Danemark  Dänemark, 22. Mai 2014 gg. Island  Island, 12. November 2020
Lajos Hegedűs Ungarn  Paksi FC 19. Dez. 1987 00 00
Abwehr
Barnabás Bese Belgien  Oud-Heverlee Löwen 6. Mai 1994 23 00 gg. Deutschland  Deutschland, 4. Juni 2016 gg. Serbien  Serbien, 15. November 2020
Endre Botka Ungarn  Ferencváros Budapest 25. Aug. 1994 08 00 gg. Schweden  Schweden, 15. November 2016 gg. Turkei  Türkei, 18. November 2020
Attila Fiola Ungarn  Fehérvár FC 25. Aug. 1994 32 00 gg. Russland  Russland, 18. November 2014 gg. Turkei  Türkei, 18. November 2020
Szilveszter Hangya Ungarn  Fehérvár FC 2. Jan. 1994 08 00 gg. Schweden  Schweden, 15. November 2016 gg. Turkei  Türkei, 18. November 2020
Ákos Kecskés Schweiz  FC Lugano 4. Jan. 1996 01 00 gg. Serbien  Serbien, 15. November 2020 gg. Serbien  Serbien, 15. November 2020
Ádám Lang Zypern Republik  Omonia Nikosia 17. Jan. 1993 35 01 gg. Danemark  Dänemark, 22. Mai 2014 gg. Turkei  Türkei, 18. November 2020
Gergő Lovrencsics Ungarn  Ferencváros Budapest 1. Sep. 1988 37 01 gg. Kuwait  Kuwait, 6. Juni 2013 gg. Island  Island, 12. November 2020
Loïc Nego Ungarn  Fehérvár FC 15. Jan. 1991 06 01 gg. Bulgarien  Bulgarien, 8. Oktober 2020 gg. Turkei  Türkei, 18. November 2020
Willi Orban Deutschland  RB Leipzig 3. Nov. 1992 18 04 gg. Griechenland  Griechenland, 12. Oktober 2018 gg. Island  Island, 12. November 2020
Attila Szalai Zypern Republik  Apollon Limassol 20. Jan. 1998 08 00 gg. Uruguay  Uruguay, 15. November 2019 gg. Turkei  Türkei, 18. November 2020
Mittelfeld
Tamás Cseri Ungarn  Mezőkövesd-Zsóry SE 15. Jan. 1988 02 00 gg. Russland  Russland, 6. September 2020 gg. Turkei  Türkei, 18. November 2020
Zsolt Kalmár Slowakei  DAC Dunajská Streda 9. Juni 1995 23 02 gg. Danemark  Dänemark, 22. Mai 2014 gg. Turkei  Türkei, 18. November 2020
Ádám Nagy England  Bristol City 17. Juni 1995 44 01 gg. Kroatien  Kroatien, 26. März 2016 gg. Turkei  Türkei, 18. November 2020
András Schäfer Slowakei  DAC Dunajská Streda 13. Apr. 1999 04 00 gg. Turkei  Türkei, 3. September 2020 gg. Serbien  Serbien, 15. November 2020
Dávid Sigér Ungarn  Ferencváros Budapest 30. Nov. 1990 09 01 gg. Montenegro  Montenegro, 5. September 2019 gg. Turkei  Türkei, 18. November 2020
Dominik Szoboszlai Deutschland  RB Leipzig 25. Okt. 2000 12 03 gg. Kroatien  Kroatien, 24. März 2019 gg. Serbien  Serbien, 15. November 2020
Angriff
Ádám Gyurcsó Kroatien  Hajduk Split 6. März 1991 20 03 gg. Tschechien  Tschechien, 1. Juni 2012 gg. Turkei  Türkei, 18. November 2020
Filip Holender Serbien  FK Partizan Belgrad 27. Juli 1994 14 01 gg. Finnland  Finnland, 18. November 2018 gg. Turkei  Türkei, 18. November 2020
Norbert Könyves Ungarn  Zalaegerszegi TE FC 10. Juni 1989 05 01 gg. Serbien  Serbien, 11. Oktober 2020 gg. Turkei  Türkei, 18. November 2020
Nemanja Nikolics Ungarn  Fehérvár FC 31. Dez. 1987 35 07 gg. Andorra  Andorra, 15. Oktober 2013 gg. Turkei  Türkei, 18. November 2020
Roland Sallai Deutschland  SC Freiburg 22. Mai 1997 20 02 gg. Elfenbeinküste  Elfenbeinküste, 20. Mai 2016 gg. Island  Island, 12. November 2020
Ádám Szalai Deutschland  1. FSV Mainz 05 9. Dez. 1987 67 21 gg. Russland  Russland, 3. März 2010 gg. Island  Island, 12. November 2020
Kevin Varga Turkei  Kasımpaşa Istanbul 30. Juni 1996 03 01 gg. Australien  Australien, 9. Juni 2018 gg. Turkei  Türkei, 18. November 2020

ErfolgeBearbeiten

Teilnahme Ungarns an der Fußball-WeltmeisterschaftBearbeiten

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis[9] Trainer Bemerkungen und Besonderheiten
1930 Uruguay nicht teilgenommen
1934 Italien Viertelfinale Österreich 6. Ödön Nádas
1938 Frankreich Finale Italien Vizeweltmeister Alfréd Schaffer
1950 Brasilien nicht teilgenommen
1954 Schweiz Finale Deutschland Vizeweltmeister Gusztáv Sebes Wunder von Bern
Sándor Kocsis Torschützenkönig
1958 Schweden Vorrunde Schweden, Wales, Mexiko 10 Lajos Baróti Im Entscheidungsspiel an Wales gescheitert
1962 Chile Viertelfinale Tschechoslowakei 5 Lajos Baróti Flórián Albert erzielt ebenso wie 5 andere Spieler die meisten Tore (je 4)
1966 England Viertelfinale UdSSR 6 Lajos Baróti
1970 Mexiko nicht qualifiziert In der Qualifikation an der Tschechoslowakei gescheitert
1974 BR Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation an Schweden gescheitert
1978 Argentinien Vorrunde Argentinien, Italien, Frankreich 15 Lajos Baróti
1982 Spanien Vorrunde El Salvador, Argentinien, Belgien 14 Kálmán Mészöly Das 10:1 gegen El Salvador ist der höchste Sieg bei einer Männer-WM
1986 Mexiko Vorrunde UdSSR, Kanada, Frankreich 18 György Mezey
1990 Italien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Spanien und Irland gescheitert
1994 USA nicht qualifiziert In der Qualifikation an Griechenland und Russland gescheitert
1998 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation an Norwegen und in der Relegation an Jugoslawien gescheitert
2002 Südkorea/Japan nicht qualifiziert In der Qualifikation an Italien und Rumänien gescheitert
2006 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation an Schweden und Kroatien gescheitert
2010 Südafrika nicht qualifiziert In der Qualifikation an Dänemark und Portugal gescheitert
2014 Brasilien nicht qualifiziert In der Qualifikation an den Niederlanden und Rumänien gescheitert.
2018 Russland nicht qualifiziert In der Qualifikation an Portugal und der Schweiz gescheitert.

Teilnahme Ungarns am Europapokal der Fußball-NationalmannschaftenBearbeiten

Teilnahme Ungarns an der Fußball-EuropameisterschaftBearbeiten

Ungarn erreichte zweimal die Endrunde mit vier Teilnehmern, konnte sich nie für eine Endrunde mit acht oder 16 Teilnehmern qualifizieren. 2015 gelang dann die Qualifikation für die 2016 mit 24 Teilnehmern stattfindende Endrunde.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten
1960 Frankreich nicht qualifiziert Im Achtelfinale am späteren Europameister UdSSR gescheitert.
1964 Spanien Spiel um Platz 3 Dänemark Dritter Im Halbfinale verlor Ungarn erst in der Verlängerung gegen den Gastgeber und späteren Europameister Spanien
1968 Italien nicht qualifiziert Im Viertelfinale am späteren Vierten UdSSR gescheitert.
1972 Belgien Spiel um Platz 3 Belgien Vierter Im Halbfinale scheiterte Ungarn erneut an der UdSSR
1976 Jugoslawien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Wales gescheitert, das sich auch nicht für die Endrunde qualifizieren konnte.
1980 Italien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Griechenland gescheitert
1984 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation an Dänemark gescheitert
1988 BR Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation am späteren Europameister Niederlande gescheitert
1992 Schweden nicht qualifiziert In der Qualifikation an der UdSSR gescheitert.
1996 England nicht qualifiziert In der Qualifikation an der Schweiz und der Türkei gescheitert.
2000 Niederlande und Belgien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Rumänien und Portugal gescheitert.
2004 Portugal nicht qualifiziert In der Qualifikation an Schweden und Lettland gescheitert.
2008 Österreich und Schweiz nicht qualifiziert In der Qualifikation an Griechenland und der Türkei gescheitert.
2012 Polen und Ukraine nicht qualifiziert In der Qualifikation an den Niederlanden und Schweden gescheitert.
2016 Frankreich Achtelfinale Belgien 0:4 In der Qualifikation Sieg in den Playoffs der Gruppendritten gegen Norwegen. Gruppenphase der Endrunde als Gruppensieger abgeschlossen.
2021 Europa qualifiziert Portugal, Frankreich, Deutschland Über die Nations League für die Play-offs qualifiziert und darüber die Teilnahme an der EM nach einem Sieg im Halbfinale gegen Bulgarien sowie im Finale gegen Island gesichert.

Teilnahme an den Olympischen SommerspielenBearbeiten

1908 in London zurückgezogen
1912 in Stockholm Viertelfinale, Sieger der Trostrunde
1920 in Antwerpen nicht teilgenommen
1924 in Paris Achtelfinale
1928 in Amsterdam nicht teilgenommen
1936 in Berlin Achtelfinale
1948 in London nicht teilgenommen
1952 in Helsinki Olympiasieger
1956 in Melbourne nach Qualifikation abgesagt
1960 in Rom Dritter
1964 in Tokio Olympiasieger
1968 in Mexiko-Stadt Olympiasieger
1972 in München Zweiter
1976 in Montreal nicht qualifiziert
1980 in Moskau nicht qualifiziert

Rekorde und berühmte SpieleBearbeiten

  • 4 Jahre ungeschlagen (1950–1954). Beim „Wunder von Bern“ (WM-Finale 1954) war Deutschland die erste Mannschaft, die Ungarn seit 1950 schlagen konnte.
  • Höchster WM-Sieg aller Zeiten beim 10:1 gegen El Salvador bei der WM 1982 (höchste Niederlage für El Salvador)
    • Ferner haben folgende Länder ihre höchste WM-Niederlage gegen Ungarn erlitten:
  • 25. November 1953: Ungarn gelingt als erster nichtbritischen Mannschaft in England ein Sieg gegen England (6:3).
  • 23. Mai 1954: Mit 1:7 verliert England in Budapest gegen Ungarn, bis dato die höchste Niederlage Englands.
  • Ferner haben folgende Länder ihre höchsten Niederlagen gegen Ungarn erlitten:

RekordspielerBearbeiten

Ferenc Puskás und sein Vorgänger Imre Schlosser waren mit 81 bis 85 bzw. 42 bis 68 Länderspielen nicht nur ungarische Rekordnationalspieler, sondern auch Weltrekordhalter.

  • Stand: 18. November 2020
Rang Name Einsätze Tore Position Zeitraum WM-Spiele OL-Spiele EM-Spiele Rekord-
nationalspieler
01. Balázs Dzsudzsák 108 21 Mittelfeld 2007–0000 4 seit 19. November 2019
Gábor Király 108 0 Tor 1998–2016 4 seit 20. Mai 2016
03. József Bozsik 101[10] 11 Mittelfeld 1947–1962 8 5 22. Dezember 1957 bis 20. Mai 2016
04. Zoltán Gera 97 26 Mittelfeld 2002–2017 4
05. Roland Juhász 95 6 Abwehr 2004–2016 3
06. László Fazekas 92 24 Angriff 1968–1983 4
07 Gyula Grosics 86[10] 0 Tor 1947–1962 11 5
08. Ferenc Puskás 85[10] 84 Angriff 1945–1956 3 5 29. Mai 1955 bis 22. Dezember 1957
09. Imre Garaba 82 3 Abwehr 1980–1991 6
10. Sándor Mátrai 81 0 Abwehr 1956–1967 12 1

RekordtorschützenBearbeiten

Ungarn besitzt zusammen mit Brasilien die meisten Spieler, die mindestens 50 Länderspieltore erzielt haben. Nur Ali Daei (109) und Cristiano Ronaldo (85) erzielten mehr Länderspieltore als Ferenc Puskás, der am 25. November 1953 beim 6:3-Sieg der Goldenen Elf gegen England Imre Schlosser als ungarischer Rekordtorschütze und damit bester Torschütze der Welt ablöste. Erst am 28. November 2003 überbot Ali Daei Puskás’ Rekord. Beste aktive Torschützen sind Zoltán Gera mit 26 sowie Balázs Dzsudzsák mit 20 Toren.

Rang Name Tore Einsätze Quote Zeitraum WM-Tore OL-Tore
01. Ferenc Puskás 84 85[10] 0,98 1945–1956 4 4
02. Sándor Kocsis 75 68[10] 1,10 1948–1956 11 6
03. Imre Schlosser 59 68 0,87 1906–1927 4
04. Lajos Tichy 51 72 0,71 1955–1971 7
05. György Sárosi 42 62 0,68 1931–1943 6
06. Nándor Hidegkuti 39 69[11] 0,57 1945–1958 4 1
07. Ferenc Bene 36 76 0,47 1962–1979 4
08. Gyula Zsengellér 32 39 0,82 1936–1947 5
Tibor Nyilasi 32 70 0,46 1975–1985 2
10. Flórián Albert 31 75 0,41 1966–1972 4

Bekannte SpielerBearbeiten

Trainer (Auswahl)Bearbeiten

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Ungarische Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com. 18. Februar 2021, abgerufen am 19. Februar 2021.
  2. Dietz, Károly. In: Tom Dunmore, Andrew Donaldson: Encyclopedia of the FIFA World Cup. Rowman & Littlefield, Lanham 2015, S. 199 (Digitalisat).
  3. EM 2016: Pinter übernimmt das Ruder in Ungarn, Pankratjevas in Litauen. em2016-frankreich.net, 3. Januar 2014. Abgerufen am 3. Januar 2014.
  4. kicker.de: Pinter entlassen – Dardai wird Ungarns Interimstrainer (18. September 2014)
  5. Pal Dardai bleibt Trainer der ungarischen Nationalelf, Offizielle Internetpräsenz von Hertha BSC, abgerufen und veröffentlicht am 9. Dezember 2014
  6. Die Entwicklung von Ungarn in der FIFA-Weltrangliste
  7. Válogatott: Ha a Salzburg nem engedi el Szoboszlait, gyalog jön – Rossi, nemzetisporthu, abgerufen am 9. November 2020 (ungarisch)
  8. a b Stand: 18. November 2020
  9. Die Platzierungen ab Platz 5 wurden von der FIFA festgelegt, ohne dass es dafür Platzierungsspiele gab. Siehe: All-time FIFA World Cup Ranking 1930–2010 (PDF; 200 kB)
  10. a b c d e Von der FIFA werden die fünf Spiele bei den Olympischen Spielen 1952 nicht als A-Länderspiele gezählt, der ungarische Verband zählt sie dagegen als A-Länderspiele. Drei davon fanden gegen A-Nationalmannschaften (Jugoslawien, Rumänien und Schweden) statt, die beiden anderen gegen Amateurmannschaften (Italien und Türkei)
  11. Von der FIFA werden die vier Spiele bei den Olympischen Spielen 1952 nicht als A-Länderspiele gezählt, der ungarische Verband zählt sie dagegen als A-Länderspiele. Drei davon fanden gegen A-Nationalmannschaften (Jugoslawien, Rumänien und Schweden) statt, das andere gegen eine Amateurmannschaft (Italien)
  12. Dietz, Károly. In: Tom Dunmore, Andrew Donaldson: Encyclopedia of the FIFA World Cup. Rowman & Littlefield, Lanham 2015, S. 199.