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Ungarische Fußballnationalmannschaft

ungarische Fußballnationalmannschaft der Männer
Dieser Artikel befasst sich mit der ungarischen Fußballnationalmannschaft der Herren. Für das Team der Frauen, siehe Ungarische Fußballnationalmannschaft der Frauen.
Ungarn
Magyarország
Hungarian Football Federation.svg
Verband Magyar Labdarúgó Szövetség
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor adidas
Trainer BelgienBelgien Georges Leekens
Co-Trainer DeutschlandDeutschland Andreas Möller
DeutschlandDeutschland Holger Gehrke
Kapitän Balázs Dzsudzsák
Rekordtorschütze Ferenc Puskás (84)
Rekordspieler Gábor Király (107)
Heimstadion Groupama Aréna
FIFA-Code HUN
FIFA-Rang 53. (642 Punkte)
(Stand: 16. Oktober 2017)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Bilanz
931 Spiele
438 Siege
204 Unentschieden
289 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
Osterreich KaisertumKaisertum Österreich Österreich 5:0 Ungarn Ungarn 1867Ungarn
(Wien, Österreich; 12. Oktober 1902)
Höchste Siege
Russisches Kaiserreich 1883Russisches Kaiserreich Russland 0:12 Ungarn Ungarn 1867Ungarn
(Moskau, Russland; 14. Juli 1912)
Ungarn 1918Ungarn Ungarn 13:1 Frankreich FrankreichFrankreich
(Budapest, Ungarn; 12. Juni 1926)
Albanien 1946Sozialistische Volksrepublik Albanien Albanien 0:12 Ungarn Ungarn 1949Ungarn
(Tirana, Albanien; 24. September 1950)
Höchste Niederlage
NiederlandeNiederlande Niederlande 8:1 Ungarn UngarnUngarn
(Amsterdam, Niederlande; 11. Oktober 2013)
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 9 (Erste: 1934)
Beste Ergebnisse Zweiter Platz 1938, 1954
Europameisterschaft
Endrundenteilnahmen 3 (Erste: 1964)
Beste Ergebnisse Dritter Platz 1964
Olympische Spiele
0Gold0 1952
0Bronze0 1960
0Gold0 1964
0Gold0 1968
0Silber0 1972
(Stand: 26. Juni 2016)

Die ungarische Fußballnationalmannschaft wird organisatorisch vom ungarischen Fußballverband (ungarisch Magyar Labdarúgó Szövetség) betreut. Sie stand 1938 und 1954 im Weltmeisterschafts-Finale.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

 
Kumulierte Siegquote der Ungarischen Nationalmannschaft

AnfängeBearbeiten

Das Spiel gegen Österreich in Wien am 12. Oktober 1902 war das erste Länderspiel, das zwischen zwei nicht-britischen europäischen Gegnern ausgetragen wurde. Dieses Duell fand bisher über 100 Neuauflagen, lediglich das Duell Argentinien-Uruguay fand öfter statt.

Durch eine sehr frühe Professionalisierung der ungarischen Fußballliga bereits in den 1920er Jahren als eines der ersten Länder Kontinentaleuropas errang der ungarische Fußball in Europa eine führende Stellung in der Zeit zwischen den 30er und 60er Jahren. Dies zeigte sich bereits bei der Weltmeisterschaft 1938 in Frankreich, als man sich spielerisch leicht mit 13:1 Toren ins Finale spielte, dort jedoch dem amtierenden Weltmeister Italien mit 2:4 unterlag.

Goldene ElfBearbeiten

Nach dem Zweiten Weltkrieg dominierte die ungarische Elf, die sogenannte goldene Elf (Aranycsapat) den Weltfußball. 1949 war Gusztáv Sebes zum Nationaltrainer Ungarns ernannt worden. Um Kapitän Ferenc Puskás formte er die Nationalmannschaft zur besten ungarischen Mannschaft, die es je gab. Die Aufstellung des Teams war in Fach- und Fankreisen ganz Europas bekannt: Grosics, Buzánszky, Lóránt, Lantos, Bozsik, Zakariás, Budai, Kocsis, Hidegkuti, Puskás, Czibor. Ungarn war so u. a. auch die erste nicht-britische Nationalmannschaft, die England auf englischem Boden bezwang. Dies geschah am 25. November 1953 in Wembley mit einem so nicht erwarteten 6:3. Dieses Spiel wird in Ungarn auch heute noch als „Jahrhundertspiel“ angesehen. Im Folgejahr wurde England erneut bezwungen, diesmal 7:1 in Budapest. Dies ist bis dato Englands höchste Niederlage. Vom 14. Mai 1950 bis 4. Juli 1954 blieb die ungarische Nationalmannschaft in 31 offiziellen Länderspielen in Folge ungeschlagen, bis sie im WM-Endspiel Deutschland unterlag. Dieser Rekord wurde erst fast vierzig Jahre später von Argentinien eingestellt, dem 1991 bis 1993 auch eine Serie von 31 ungeschlagenen Länderspielen gelang. Auch nach der Niederlage 1954 blieb Ungarn zwei Jahre lang ungeschlagen.

Ausgelöst durch den Volksaufstand von 1956 gegen die sowjetische Dominanz in Ungarn und die sich anschließende Flucht vieler Stars des ungarischen Fußballs ins Ausland wurde ein spürbarer Verfall ausgelöst. Der ungarische Fußball erholte sich nie wieder von diesem Ereignis.

Nach 1956Bearbeiten

Bei den Weltmeisterschaften 1962 in Chile und 1966 in England konnte eine den Stars der Goldenen Mannschaft der 50er Jahre nacheifernde junge ungarische Fußballergeneration mit teilweise herausragenden Leistungen noch zweimal das Viertelfinale der WM und einen dritten Platz bei den Europameisterschaften 1964 erreichen. So schaltete man beispielsweise 1966 bei der WM in England den ansonsten zwischen 1958 und 1970 mit drei WM-Titeln dominierenden Gegner Brasilien trotz so herausragender gegnerischer Spieler wie Garrincha, Tostão, Gilmar, Djalma Santos oder Jairzinho mit einem 3:1-Sieg aus. Ungarn gewann in dieser Zeit bei den in den kommunistischen Ländern sehr bedeutsamen olympischen Fußballturnieren 1952, 1964, und 1968 olympisches Gold. Ein letzter größerer Erfolg konnte mit einem vierten Platz bei der Europameisterschaft 1972 gefeiert werden. Seither versucht die ungarische Fußballnationalmannschaft jedoch vergeblich, an die vergangenen Erfolge anzuknüpfen.

Heute ist Ungarn ein weniger gefürchteter Gegner, der seit 1986 keine WM-Endrunde mehr erreichen konnte, sowie von 1972 bis 2012 keine EM-Endrunde. So verloren sie 2006 beispielsweise während der Qualifikation zur EM 2008 1:2 gegen Malta. Am 22. August 2007 besiegte die Mannschaft jedoch überraschend Weltmeister Italien 3:1 in einem Freundschaftsspiel im Ferenc-Puskas-Stadion in Budapest.

Das Ziel Ungarns bei den Qualifikationsspielen zur WM 2010 war, sich erstmals seit der WM 1986 in Mexiko wieder für eine WM zu qualifizieren. Um dieses Ziel auch zu erreichen, hatte Ungarn Erwin Koeman als Nationaltrainer verpflichtet. Ungarn wurden jedoch mit Portugal, Schweden und Dänemark drei starke Gegner zugelost, gegen die sie sich letztlich nicht durchsetzen konnten.

Nach der verpassten Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2014 unter Sándor Egervári wurde Attila Pintér im Dezember 2013 neuer Nationaltrainer. Er sollte die Mannschaft in die Qualifikation zur Europameisterschaft 2016 führen.[2] Nach der 1:2-Auftaktniederlage gegen Nordirland wurde Pintér aber bereits entlassen. Interimsnachfolger war Pál Dárdai.[3] Im Dezember 2014 wurde bekannt, dass Dárdai – neben seiner Tätigkeit als Cheftrainer der U-15 von Hertha BSC – sein Engagement als ungarischer Nationaltrainer bis November 2015 ausweitet und somit die komplette restliche EM-Qualifikation die ungarische Fußballnationalmannschaft betreuen wird.[4] Indes wurde er auch zum Trainer der Profimannschaft der Berliner Hertha bestellt und arbeitete damit in Doppelfunktion. Im Sommer 2015 gab er seinen Posten als Nationaltrainer auf. Sein Nachfolger wurde der deutsche Verbandssportdirektor des ungarischen Fußballverbandes, Bernd Storck, der ebenfalls eine Doppelfunktion ausübte (Sportdirektor und Nationaltrainer). Unter Storck belegte Ungarn den dritten Tabellenplatz hinter Nordirland und dem Erzrivalen Rumänien und nachdem das letzte Spiel gegen den Gruppenletzten Griechenland mit 3:4 verloren wurde, blieb man noch bester Gruppendritter, jedoch gewann zwei Tage später die Türkei in der Gruppe A mit 1:0 gegen Island während zeitgleich Lettland mit 0:1 gegen Kasachstan verlor und somit Gruppenletzter wurde, wodurch Ungarn durch die Türken als bester Gruppendritter abgelöst wurde und somit in die Play-offs musste. Dort setzten sich die Magyagen gegen Norwegen durch und qualifizierten sich somit für die EM-Endrunde 2016 in Frankreich; die erste Teilnahme an einer EM-Endrunde seit 1972 und allgemein die erste Teilnahme an einer Endrunde seit der WM-Teilnahme 1986.

Im April 2016 erreichte Ungarn mit Platz 18 die bisher beste Platzierung in der FIFA-Weltrangliste.[5]

Aktueller Kader der ungarischen FußballnationalmannschaftBearbeiten

Folgende Spieler stehen im Kader für die Europameisterschaft 2016 in Frankreich.[6]

Trikot-
Nr.
Name Verein Geburts-
datum
Länderspiel-
einsätze[7]
Länderspiel-
tore[7]
Debüt
Torhüter
12 Dénes Dibusz Ungarn  Ferencváros Budapest 16. November 1990 000000000000004.00000000004 000000000000000.00000000000 gg. Faroer  Färöer, 14. Oktober 2014
22 Péter Gulácsi Deutschland  RB Leipzig 6. Mai 1990 000000000000003.00000000003 000000000000000.00000000000 gg. Danemark  Dänemark, 22. Mai 2014
1 Gábor Király Ungarn  Haladás Szombathely 1. April 1976 000000000000107.0000000000107 000000000000000.00000000000 gg. Osterreich  Österreich, 25. März 1998
Abwehr
21 Barnabás Bese Frankreich  Le Havre AC 6. Mai 1994 000000000000002.00000000002 000000000000000.00000000000 gg. Deutschland  Deutschland, 4. Juni 2016
5 Attila Fiola Ungarn  Videoton FC 17. Februar 1990 000000000000016.000000000016 000000000000000.00000000000 gg. Faroer  Färöer, 14. Oktober 2014
20 Richárd Guzmics China Volksrepublik  Yanbian Funde F.C. 16. April 1987 000000000000018.000000000018 000000000000001.00000000001 gg. Norwegen  Norwegen, 14. November 2012
23 Roland Juhász Ungarn  Videoton FC 1. Juli 1983 000000000000094.000000000094 000000000000006.00000000006 gg. Japan  Japan, 25. April 2004
4 Tamás Kádár Ukraine  Dynamo Kiew 14. März 1990 000000000000033.000000000033 000000000000000.00000000000 gg. Litauen  Litauen, 17. November 2010
3 Mihály Korhut Israel  Hapoel Be’er Scheva 1. Dezember 1988 000000000000006.00000000006 000000000000000.00000000000 gg. Danemark  Dänemark, 22. Mai 2014
2 Ádám Lang Frankreich  FCO Dijon 17. Januar 1993 000000000000015.000000000015 000000000000000.00000000000 gg. Danemark  Dänemark, 22. Mai 2014
16 Ádám Pintér Deutschland  SpVgg Greuther Fürth 12. Juni 1988 000000000000024.000000000024 000000000000000.00000000000 gg. Finnland  Finnland, 12. Oktober 2010
Mittelfeld
6 Ákos Elek Kasachstan  FK Qairat Almaty 21. Juli 1988 000000000000040.000000000040 000000000000001.00000000001 gg. Niederlande  Niederlande, 5. Juni 2010
15 László Kleinheisler Kasachstan  FK Astana 8. April 1994 000000000000007.00000000007 000000000000001.00000000001 gg. Norwegen  Norwegen, 12. November 2015
14 Gergő Lovrencsics Ungarn  Ferencváros Budapest 1. September 1988 000000000000014.000000000014 000000000000001.00000000001 gg. Kuwait  Kuwait, 6. Juni 2013
8 Ádám Nagy Italien  FC Bologna 17. Juni 1995 000000000000011.000000000011 000000000000000.00000000000 gg. Nordirland  Nordirland, 7. September 2015
18 Zoltán Stieber Vereinigte Staaten  D.C. United 16. Oktober 1988 000000000000015.000000000015 000000000000003.00000000003 gg. Schweden  Schweden, 2. September 2011
Angriff
13 Dániel Böde Ungarn  Ferencváros Budapest 24. Oktober 1986 000000000000014.000000000014 000000000000004.00000000004 gg. Weissrussland  Weißrussland, 6. Februar 2013
7 Balázs Dzsudzsák Vereinigte Arabische Emirate  Al-Wahda (Abu Dhabi) 23. Dezember 1986 000000000000082.000000000082 000000000000020.000000000020 gg. Griechenland  Griechenland, 2. Juni 2007
10 Zoltán Gera Ungarn  Ferencváros Budapest 22. April 1979 000000000000093.000000000093 000000000000025.000000000025 gg. Schweiz  Schweiz, 13. Februar 2002
11 Krisztián Németh Vereinigte Staaten  New England Revolution 5. Januar 1989 000000000000026.000000000026 000000000000003.00000000003 gg. Deutschland  Deutschland, 29. Mai 2010
17 Nemanja Nikolics Vereinigte Staaten  Chicago Fire 31. Dezember 1987 000000000000020.000000000020 000000000000003.00000000003 gg. Niederlande  Niederlande, 11. Oktober 2013
19 Tamás Priskin Ungarn  Ferencváros Budapest 27. September 1986 000000000000058.000000000058 000000000000017.000000000017 gg. Argentinien  Argentinien, 17. August 2005
9 Ádám Szalai Deutschland  TSG 1899 Hoffenheim 9. Dezember 1987 000000000000036.000000000036 000000000000009.00000000009 gg. Israel  Israel, 11. Februar 2009

ErfolgeBearbeiten

Teilnahme Ungarns an der Fußball-WeltmeisterschaftBearbeiten

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis[8] Trainer Bemerkungen und Besonderheiten
1930 Uruguay nicht teilgenommen
1934 Italien Viertelfinale Österreich 6. Ödön Nádas
1938 Frankreich Finale Italien Vizeweltmeister Alfréd Schaffer
1950 Brasilien nicht teilgenommen
1954 Schweiz Finale Deutschland Vizeweltmeister Gusztáv Sebes Wunder von Bern
Sándor Kocsis Torschützenkönig
1958 Schweden Vorrunde Schweden, Wales, Mexiko 10 Lajos Baróti Im Entscheidungsspiel an Wales gescheitert
1962 Chile Viertelfinale Tschechoslowakei 5 Lajos Baróti Flórián Albert erzielt ebenso wie 5 andere Spieler die meisten Tore (je 4)
1966 England Viertelfinale UdSSR 6 Lajos Baróti
1970 Mexiko nicht qualifiziert In der Qualifikation an der Tschechoslowakei gescheitert
1974 BR Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation an Schweden gescheitert
1978 Argentinien Vorrunde Argentinien, Italien, Frankreich 15 Lajos Baróti
1982 Spanien Vorrunde El Salvador, Argentinien, Belgien 14 Kálmán Mészöly Das 10:1 gegen El Salvador ist der höchste Sieg bei einer Männer-WM
1986 Mexiko Vorrunde UdSSR, Kanada, Frankreich 18 György Mezey
1990 Italien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Spanien und Irland gescheitert
1994 USA nicht qualifiziert In der Qualifikation an Griechenland und Russland gescheitert
1998 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation an Norwegen und in der Relegation an Jugoslawien gescheitert
2002 Südkorea/Japan nicht qualifiziert In der Qualifikation an Italien und Rumänien gescheitert
2006 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation an Schweden und Kroatien gescheitert
2010 Südafrika nicht qualifiziert In der Qualifikation an Dänemark und Portugal gescheitert
2014 Brasilien nicht qualifiziert In der Qualifikation an den Niederlanden und Rumänien gescheitert.
2018 Russland nicht qualifiziert Nach einer Heimniederlage am drittletzten Spieltag der Qualifikation hat Ungarn keine Chance mehr sich für die Endrunde zu qualifizieren. Gegner in der Qualifikation waren Portugal, die Schweiz, die Färöer, Lettland und Andorra.

Teilnahme Ungarns am Europapokal der Fußball-NationalmannschaftenBearbeiten

Teilnahme Ungarns an der Fußball-EuropameisterschaftBearbeiten

Ungarn erreichte zweimal die Endrunde mit vier Teilnehmern, konnte sich nie für eine Endrunde mit acht oder 16 Teilnehmern qualifizieren. 2015 gelang dann die Qualifikation für die 2016 mit 24 Teilnehmern stattfindende Endrunde.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten
1960 Frankreich nicht qualifiziert Im Achtelfinale am späteren Europameister UdSSR gescheitert.
1964 Spanien Spiel um Platz 3 Dänemark Dritter Im Halbfinale verlor Ungarn erst in der Verlängerung gegen den Gastgeber und späteren Europameister Spanien
1968 Italien nicht qualifiziert Im Viertelfinale am späteren Vierten UdSSR gescheitert.
1972 Belgien Spiel um Platz 3 Belgien Vierter Im Halbfinale scheiterte Ungarn erneut an der UdSSR
1976 Jugoslawien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Wales gescheitert, das sich auch nicht für die Endrunde qualifizieren konnte.
1980 Italien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Griechenland gescheitert
1984 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation an Dänemark gescheitert
1988 BR Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation am späteren Europameister Niederlande gescheitert
1992 Schweden nicht qualifiziert In der Qualifikation an der UdSSR gescheitert.
1996 England nicht qualifiziert In der Qualifikation an der Schweiz und der Türkei gescheitert.
2000 Niederlande und Belgien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Rumänien und Portugal gescheitert.
2004 Portugal nicht qualifiziert In der Qualifikation an Schweden und Lettland gescheitert.
2008 Österreich und Schweiz nicht qualifiziert In der Qualifikation an Griechenland und der Türkei gescheitert.
2012 Polen und Ukraine nicht qualifiziert In der Qualifikation an den Niederlanden und Schweden gescheitert.
2016 Frankreich Achtelfinale Belgien 0:4 In der Qualifikation Sieg in den Playoffs der Gruppendritten gegen Norwegen. Gruppenphase der Endrunde als Gruppensieger abgeschlossen.

Teilnahme an den Olympischen SommerspielenBearbeiten

1908 in London zurückgezogen
1912 in Stockholm Viertelfinale, Sieger der Trostrunde
1920 in Antwerpen nicht teilgenommen
1924 in Paris Achtelfinale
1928 in Amsterdam nicht teilgenommen
1936 in Berlin Achtelfinale
1948 in London nicht teilgenommen
1952 in Helsinki Olympiasieger
1956 in Melbourne nach Qualifikation abgesagt
1960 in Rom Dritter
1964 in Tokio Olympiasieger
1968 in Mexiko-Stadt Olympiasieger
1972 in München Zweiter
1976 in Montreal nicht qualifiziert
1980 in Moskau nicht qualifiziert

Rekorde und berühmte SpieleBearbeiten

  • 4 Jahre ungeschlagen (1950–1954). Beim „Wunder von Bern“ (WM-Finale 1954) war Deutschland die erste Mannschaft, die Ungarn seit 1950 schlagen konnte.
  • Höchster WM-Sieg aller Zeiten beim 10:1 gegen El Salvador bei der WM 1982 (höchste Niederlage für El Salvador)
  • 25. November 1953: Ungarn gelingt als erster nichtbritischen Mannschaft in England ein Sieg gegen England (6:3).
  • 23. Mai 1954: Mit 1:7 verliert England in Budapest gegen Ungarn, bis dato die höchste Niederlage Englands.
  • Ferner haben folgende Länder ihre höchsten Niederlagen gegen Ungarn erlitten:

RekordspielerBearbeiten

Ferenc Puskás und sein Vorgänger Imre Schlosser waren mit 81 bis 85 bzw. 42 bis 68 Länderspielen nicht nur ungarische Rekordnationalspieler, sondern auch Weltrekordhalter.

Rang Name Einsätze Tore Position Zeitraum WM-Spiele OL-Spiele EM-Spiele Rekord-
nationalspieler
01. Gábor Király 107 0 Tor 1998–0000 4 seit 20. Mai 2016
02. József Bozsik 101[9] 11 Mittelfeld 1947–1962 8 5 22. Dezember 1957 bis 20. Mai 2016
03. László Fazekas 92 24 Angriff 1968–1983 4
Roland Juhász 94 6 Abwehr 2004–0000 3
05. Zoltán Gera 93 25 Mittelfeld 2002–0000 4
06 Gyula Grosics 86[9] 0 Tor 1947–1962 11 5
07. Ferenc Puskás 85[9] 84 Angriff 1945–1956 3 5 29. Mai 1955 bis 22. Dezember 1957
08. Balázs Dzsudzsák 82 20 Mittelfeld 2007–0000 4
Imre Garaba 82 3 Abwehr 1980–1991 6
10. Sándor Mátrai 81 0 Abwehr 1956–1967 12 1

RekordtorschützenBearbeiten

Ungarn besitzt zusammen mit Brasilien die meisten Spieler, die mindestens 50 Länderspieltore erzielt haben. Nur Ali Daei (109) erzielte mehr Länderspieltore als Ferenc Puskás, der am 25. November 1953 beim 6:3-Sieg der Goldenen Elf gegen England Imre Schlosser als ungarischer Rekordtorschütze und damit bester Torschütze der Welt ablöste. Erst am 28. November 2003 überbot Ali Daei Puskás' Rekord. Beste aktive Torschützen sind Zoltán Gera mit 24 sowie Balázs Dzsudzsák und Tamás Priskin mit je 17 Toren.

Rang Name Tore Einsätze Quote Zeitraum WM-Tore OL-Tore
01. Ferenc Puskás 84 85[9] 0,98 1945–1956 4 4
02. Sándor Kocsis 75 68[9] 1,10 1948–1956 11 6
03. Imre Schlosser 59 68 0,87 1906–1927 4
04. Lajos Tichy 51 72 0,71 1955–1971 7
05. György Sárosi 42 62 0,68 1931–1943 6
06. Nándor Hidegkuti 39 69[10] 0,57 1945–1958 4 1
07. Ferenc Bene 36 76 0,47 1962–1979 4
08. Gyula Zsengellér 32 39 0,82 1936–1947 5
Tibor Nyilasi 32 70 0,46 1975–1985 2
10. Flórián Albert 31 75 0,41 1966–1972 4

Weitere bekannte SpielerBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Ungarische Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com, 16. Oktober 2017, abgerufen am 16. Oktober 2017
  2. EM 2016: Pinter übernimmt das Ruder in Ungarn, Pankratjevas in Litauen. em2016-frankreich.net, 3. Januar 2014. Abgerufen am 3. Januar 2014.
  3. kicker.de: Pinter entlassen – Dardai wird Ungarns Interimstrainer (18. September 2014)
  4. Pal Dardai bleibt Trainer der ungarischen Nationalelf, Offizielle Internetpräsenz von Hertha BSC, abgerufen und veröffentlicht am 9. Dezember 2014
  5. Die Entwicklung von Ungarn in der FIFA-Weltrangliste
  6. UEFA EURO 2016: Alle 24 Kader im Überblick. In: uefa.de. UEFA, abgerufen am 4. Juni 2016.
  7. a b Stand: 26. Juni 2016
  8. Die Platzierungen ab Platz 5 wurden von der FIFA festgelegt, ohne dass es dafür Platzierungsspiele gab. Siehe: All-time FIFA World Cup Ranking 1930–2010 (PDF; 200 kB)
  9. a b c d e Von der FIFA werden die fünf Spiele bei den Olympischen Spielen 1952 nicht als A-Länderspiele gezählt, der ungarische Verband zählt sie dagegen als A-Länderspiele. Drei davon fanden gegen A-Nationalmannschaften (Jugoslawien, Rumänien und Schweden) statt, die beiden anderen gegen Amateurmannschaften (Italien und Türkei)
  10. Von der FIFA werden die vier Spiele bei den Olympischen Spielen 1952 nicht als A-Länderspiele gezählt, der ungarische Verband zählt sie dagegen als A-Länderspiele. Drei davon fanden gegen A-Nationalmannschaften (Jugoslawien, Rumänien und Schweden) statt, das andere gegen eine Amateurmannschaft (Italien)