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Pál Dárdai

ungarischer Fußballspieler und -trainer

Pál Dárdai[1] [ˈpaːl ˈdaːrdɒ.i] (* 16. März 1976 in Pécs) ist ein ehemaliger ungarischer Fußballspieler und heutiger Fußballtrainer. Er war zuletzt ab dem 5. Februar 2015 bis zum Saisonende 2018/19 Cheftrainer von Hertha BSC.

Pál Dárdai
Pál Dárdai.jpg
Pál Dárdai, 2017
Personalia
Geburtstag 16. März 1976
Geburtsort PécsUngarn
Größe 179 cm
Position Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
Pécsi MSC
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1991–1996 Pécsi MSC 68 (11)
1996–1997 Budapesti VSC 7 0(0)
1997–2011 Hertha BSC 297 (17)
2004–2012 Hertha BSC II 23 0(0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1998–2010 Ungarn 61 0(5)
Stationen als Trainer
Jahre Station
Seeburger SV (Jugend)
2012–2013 Hertha BSC U17 (Co-Trainer)
2013–2015 Hertha BSC U15
2014–2015 Ungarn
2015–2019 Hertha BSC
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Inhaltsverzeichnis

Karriere als SpielerBearbeiten

 
Dárdai im Trikot von Hertha BSC (2009)

Dárdai begann seine Laufbahn beim MFC Pécs und wechselte im Januar 1996 zu BVSC Budapest. Noch vor dem Bundesligaaufstieg verpflichtete Hertha BSC den damals 20-Jährigen im Januar 1997. Während seiner Zeit in Berlin wurde er auch zum ungarischen Nationalspieler. Im Jahr 1999 wurde Dárdai zu Ungarns Fußballer des Jahres gewählt.

Am 13. März 2010 bestritt Dárdai bei der 1:2-Heimniederlage gegen den 1. FC Nürnberg sein 281. Bundesligaspiel für die Hertha und löste damit Michael Sziedat als Rekordbundesligaspieler der Berliner ab. Insgesamt kam er auf 286 Spiele in der ersten und 11 Spiele in der zweiten Bundesliga.

Im Juni 2010 verlängerte Hertha BSC den Vertrag mit Dárdai um ein Jahr.[2] Die Rückrunde verbrachte er allerdings in der Reservemannschaft. Nachdem sein Profivertrag zum Ende der Saison 2011/12 ausgelaufen war, unterzeichnete Dárdai einen neuen Amateurvertrag bei den Berlinern. Nebenbei machte er seinen Trainerschein.[3] Mit Ende der Saison 2011/12 beendete er seine Laufbahn als Fußballspieler.

Erfolge

Karriere als TrainerBearbeiten

 
Pál Dárdai bei einer Pressekonferenz nach einem Bundesligaspiel (2019)

Dárdai begann seine Trainerkarriere beim Seeburger SV, als er in Seeburg lebte. Dort trainierte er u. a. die F-Jugend.[4][5] Von Februar 2012 bis Ende Juni 2013 er war Co-Trainer von Andreas Thom bei der B-Jugend (U17) von Hertha BSC.[6] Zur Saison 2013/14 übernahm er die C-Jugend (U15) als Cheftrainer.[7] Am 18. September 2014 wurde er Trainer der ungarischen Nationalmannschaft. Er sollte die Mannschaft in den verbliebenen Spielen im Jahre 2014 trainieren.[8] Ab Dezember 2014 plante er, seine Tätigkeit als Nationaltrainer – neben seiner Tätigkeit als Cheftrainer der U15 von Hertha BSC – bis November 2015 auszuweiten.[9]

Am 5. Februar 2015 übernahm Dárdai die auf dem 17. Tabellenplatz stehende Profimannschaft von Hertha BSC vom entlassenen Jos Luhukay.[10] Die Saison wurde auf dem 15. Platz mit dem Klassenerhalt beendet. Vor der Saison 2015/16 gab Dárdai seine Aufgabe als ungarischer Nationaltrainer auf.[11] Nach einer starken Hinrunde, die man mit 32 Punkten auf dem 3. Tabellenplatz abschloss, wurde man am Saisonende mit 50 Punkten Siebter, wodurch man sich für die 3. Qualifikationsrunde der UEFA Europa League qualifizierte. Zum Beginn der Saison 2016/17 schied man in jener Qualifikation gegen den dänischen Vertreter Brøndby IF aus. Auch in dieser Saison konnte die Hertha eine gute Hinrunde nicht bestätigen. Nach Platz fünf mit 30 Punkten nach 17 Spieltagen schloss die Mannschaft die Saison mit 49 Punkten auf dem 6. Platz ab, wodurch man sich für die Gruppenphase der UEFA Europa League qualifizierte. Die Saison 2017/18 beendete Hertha BSC im Mittelfeld mit 43 Punkten auf dem 10. Platz. In der Europa League schied man hinter Athletic Bilbao, dem Östersunds FK und Sorja Luhansk in der Gruppenphase aus. Die Hinrunde der Saison 2018/19 beendete Hertha BSC mit 24 Punkten auf dem 8. Platz. Auch in diesem Jahr lief die Rückrunde deutlich schlechter als die Hinrunde. Nach fünf Niederlagen in Folge einigten sich Dárdai und der Verein Mitte April 2019 darauf, dass er den Posten des Cheftrainers nach viereinhalb Jahren zum Saisonende abgeben werde. Zu diesem Zeitpunkt war nur der Trainer des SC Freiburg, Christian Streich (seit Anfang 2012), länger als Cheftrainer eines aktuellen Bundesligisten im Amt.[12] Das generelle Vertragsverhältnis bleibe bestehen, sodass er zur Saison 2020/21 wieder als Nachwuchstrainer einsteigen werde.[13] Die Spielzeit schloss Hertha BSC schließlich mit 43 Punkten auf dem 11. Platz ab.

PrivatesBearbeiten

Pál Dárdai ist mit der ehemaligen ungarischen Handball-Nationalspielerin Mónika Dárdai[14], geb. Szemmelróth[15], verheiratet und hat mit ihr drei Söhne.[16] Sein ältester Sohn Palkó (* 1999) ist Bestandteil der Profimannschaft von Hertha BSC. Die beiden jüngeren Söhne Márton (* 2002[17]) und Bence (* 2006[18]) sind in der Jugend der Berliner aktiv. Márton spielt auch für die deutsche U-17-Nationalmannschaft.[19] Sein gleichnamiger Vater (1951–2017) war ebenfalls Fußballspieler.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Pál Dárdai – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. https://www.rbb-online.de/sport/beitrag/2015/12/Pal-Dardai-Vater-Interview-rbb-Sportplatz.html
  2. Dárdai bleibt in Berlin
  3. Köln holt Japaner, Bayern verabschieden Argentinier abgerufen am 4. November 2017
  4. Dardai will Matthäus-Job, abgerufen am 6. Mai 2017.
  5. Seeburger Idylle mit Kratzern, maz-online.de, 17. April 2016, abgerufen am 6. Mai 2017.
  6. Pal Dardai ab Sommer nicht mehr Cheftrainer von Hertha BSC, rbb24.de, 16. April 2019, abgerufen am 16. April 2019.
  7. http://www.herthabsc.de/de/nachwuchs/u15-ziegert/page/2705--52-52--52.html
  8. http://de.uefa.com/uefaeuro/qualifiers/news/newsid=2149829.html
  9. Pal Dardai bleibt Trainer der ungarischen Nationalelf, Offizielle Internetpräsenz von Hertha BSC, abgerufen und veröffentlicht am 9. Dezember 2014
  10. Hertha BSC: Trennung von Trainer Jos Luhukay, 5. Februar 2015, abgerufen am 5. Februar 2015.
  11. Hertha-Trainer Dardai nicht mehr Ungarn-Coach, bz-berlin.de, 20. Juli 2015, abgerufen am 16. April 2019.
  12. Hertha bestätigt: Dardai hört im Sommer auf, kicker.de, 16. April 2019, abgerufen am 16. April 2019.
  13. Trainerwechsel im Sommer, herthabsc.de, 16. April 2019, abgerufen am 16. April 2019.
  14. B.Z.: Herthas neue First Lady erklärt uns ihren Pal, 10. Februar 2015, abgerufen am 6. Mai 2017.
  15. Siehe etwa diesen Artikel auf blikk.hu, abgerufen am 6. Mai 2017.
  16. Zur Person Pal Dardai, gesichtet am 5. August 2010
  17. Siehe das Profil von Márton Dárdai auf der Website von Hertha BSC, abgerufen am 6. Mai 2017.
  18. Hertha BSC: Nach frühem Rückstand: U12 dreht auf, 22. Februar 2017, abgerufen am 6. Mai 2017.
  19. dfb.de: U 17-Junioren