Walisische Fußballnationalmannschaft

Sportmannschaft, die Wales repräsentiert
Wales
Cymru
Spitzname(n) The Dragons (Die Drachen)
Verband Football Association of Wales
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor Adidas
Cheftrainer WalesFlag of Wales (1959–present).svg Ryan Giggs (seit 2018)
Kapitän Ashley Williams
Rekordtorschütze Gareth Bale (33)
Rekordspieler Chris Gunter (99)
Heimstadion Millennium Stadium
FIFA-Code WAL
FIFA-Rang 18. (1562 Punkte)
(Stand: 10. Dezember 2020)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Bilanz
667 Spiele
212 Siege
145 Unentschieden
310 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
SchottlandSchottland Schottland 4:0 Wales Wales 1807Wales
(Glasgow, Schottland; 25. März 1876)
Höchster Sieg
Wales 1807Wales Wales 11:0 Irland Irland 1783Irland
(Wrexham, Wales; 3. März 1888)
Höchste Niederlage
SchottlandSchottland Schottland 9:0 Wales Wales 1807Wales
(Glasgow, Schottland; 23. März 1878)
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 1 (Erste: 1958)
Beste Ergebnisse Viertelfinale 1958
Europameisterschaft
Endrundenteilnahmen 1 (Erste: 2016)
Beste Ergebnisse Halbfinale (2016)
(Stand: 18. November 2020)

Die walisische Fußballnationalmannschaft ist die Auswahl der besten Fußballspieler aus Wales. Sie erreichte ihren größten Erfolg bei der bisher einzigen Teilnahme an einer Fußball-Weltmeisterschaft, der WM 1958, als das Team erst im Viertelfinale gegen Brasilien mit 0:1 scheiterte.

Die Mannschaft qualifizierte sich 2016 erstmals für die Endrunde einer Europameisterschaft und konnte bis ins Halbfinale vordringen, welches die Auswahl mit 0:2 gegen den späteren Europameister Portugal verlor. 1976 scheiterte Wales im damals zur Qualifikation zählenden Viertelfinale.

Im Juli 2015 erreichte Wales zum ersten Mal in der Geschichte einen Platz in den Top Ten der FIFA-Weltrangliste.

Der Wappenspruch der walisischen Nationalmannschaft lautet Gorau Chwarae Cyd Chwarae (ˈɡɔrai ˈχwarai kiːd ˈχwarai) – walisisch für Am besten spielen – zusammenspielen.

Mitte Januar 2018 übernahm Ryan Giggs das Traineramt bei den Walisern. Der Vertrag läuft bis zur Fußball-Weltmeisterschaft 2022.[2]

WeltmeisterschaftBearbeiten

Die Ergebnisse sind aus walisischer Sicht aufgeführt.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnisse[3] Trainer Bemerkungen und Besonderheiten
1930 Uruguay nicht teilgenommen
1934 Italien nicht teilgenommen
1938 Frankreich nicht teilgenommen
1950 Brasilien nicht qualifiziert In der Qualifikation an England und Schottland gescheitert. Die Qualifikation wurde auch als British Home Championship gewertet.
1954 Schweiz nicht qualifiziert In der Qualifikation an England und Schottland gescheitert. Die Qualifikation wurde auch als British Home Championship gewertet.
1958 Schweden Viertelfinale Brasilien 6. Jimmy Murphy Wales war zunächst in der Qualifikation an der Tschechoslowakei gescheitert, wurde dann Israel zugelost und konnte sich nach zwei Siegen zum bisher einzigen Mal für die WM qualifizieren, wo auch zum bisher einzigen Mal alle vier britischen Verbände teilnahmen, von denen neben Wales nur Nordirland das Viertelfinale erreichte. Beide kamen nur durch Entscheidungsspiele um den 2. Platz ins Viertelfinale.
1962 Chile nicht qualifiziert In der Qualifikation an Spanien gescheitert.
1966 England nicht qualifiziert In der Qualifikation an der Sowjetunion gescheitert
1970 Mexiko nicht qualifiziert In der Qualifikation an Europameister Italien gescheitert.
1974 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation zusammen mit England an Polen gescheitert
1978 Argentinien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Schottland gescheitert
1982 Spanien nicht qualifiziert In der Qualifikation an der Sowjetunion und der Tschechoslowakei gescheitert
1986 Mexiko nicht qualifiziert In der Qualifikation an Spanien und Schottland gescheitert
1990 Italien nicht qualifiziert In der Qualifikation an den Niederlanden und dem späteren Weltmeister Deutschland gescheitert
1994 USA nicht qualifiziert In der Qualifikation an Rumänien und Belgien gescheitert
1998 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation an den Niederlanden und Belgien gescheitert
2002 Südkorea/Japan nicht qualifiziert In der Qualifikation an Polen und der Ukraine gescheitert, die in den Play-offs an Deutschland scheiterte
2006 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation an England und Polen gescheitert
2010 Südafrika nicht qualifiziert In der Qualifikation an Deutschland und Russland gescheitert, das in den Play-offs ebenfalls scheiterte.
2014 Brasilien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Belgien und Kroatien gescheitert
2018 Russland nicht qualifiziert In der Qualifikation an Serbien und Irland gescheitert, das in den Playoffs an Dänemark scheiterte.

EuropameisterschaftBearbeiten

Wales qualifizierte sich 2016 erstmals für die Teilnahme an einer Endrunde. Das beste Ergebnis bis dahin war das Erreichen des Viertelfinales 1976, das noch vor der eigentlichen Endrunde ausgetragen wurde. In der Fußball-Europameisterschaft 2016 schoss Gareth Bale gegen die Slowakei das erste Tor von Wales in einer Europameisterschaft.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten
1960 Frankreich nicht teilgenommen
1964 Spanien nicht qualifiziert In der Vorrunde an Ungarn gescheitert.
1968 Italien nicht qualifiziert In der Qualifikation, die gleichzeitig als British Home Championship ausgetragen wurde, am späteren Dritten England gescheitert.
1972 Belgien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Rumänien gescheitert, das sich ebenfalls nicht für die Endrunde qualifizieren konnte.
1976 Jugoslawien nicht qualifiziert Im Viertelfinale am Gastgeber und späteren Vierten gescheitert.
1980 Italien nicht qualifiziert In der Qualifikation am späteren Europameister Deutschland gescheitert
1984 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation an Jugoslawien gescheitert
1988 BR Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation an Dänemark gescheitert.
1992 Schweden nicht qualifiziert In der Qualifikation an Weltmeister Deutschland gescheitert.
1996 England nicht qualifiziert In der Qualifikation am späteren Europameister Deutschland und Bulgarien gescheitert.
2000 Niederlande und Belgien nicht qualifiziert In der Qualifikation an Italien und Dänemark gescheitert.
2004 Portugal nicht qualifiziert In der Qualifikation an Italien und in der Relegation an Russland gescheitert.
2008 Österreich und Schweiz nicht qualifiziert In der Qualifikation an Tschechien und Deutschland gescheitert.
2012 Polen und Ukraine nicht qualifiziert In der Qualifikation an England und Montenegro gescheitert.
2016 Frankreich Halbfinale Portugal 0:2 (0:0) In der Qualifikation setzte sich Wales gemeinsam mit Belgien durch. Die Vorrunde wurde mit dem Gruppensieg vor England, der Slowakei und Russland gekrönt. Nach Siegen über Nordirland und die hoch favorisierten Belgier wurde Wales erst im Halbfinale von Portugal gestoppt.
2021 Europa qualifiziert Wales hatte sich mit dem Millennium Stadium in Cardiff auch für die Austragung von Endrundenspielen beworben, wurde aber nicht berücksichtigt.

Aktueller KaderBearbeiten

Kader für das Freundschaftsspiel gegen die USA am 12. und die Spiele in der UEFA Nations League 2020/21/Liga B gegen Irland am 15. und Finnland am 18. November 2020.[4]

Nr. Name Geburtstag Spiele Tore Verein Debüt Letztes Spiel
Torwart
12 Thomas King 9. März 1995 0 0 England  Newport County
01 Danny Ward 22. Juni 1993 10 0 England  Leicester City 2016 18. November 2020
21 Owain Fôn Williams 17. März 1987 1 0 Schottland  Dunfermline Athletic FC 2015 13. November 2015
Abwehr
0 Ben Cabango 30. Mai 2000 2 0 Wales  Swansea City 2020 8. Oktober 2020
0 Ben Davies 24. April 1993 58 0 England  Tottenham Hotspur 2012 15. November 2020
02 Chris Gunter 21. Juli 1989 99 0 England  Charlton Athletic 2007 18. November 2020
18 James Lawrence 22. Februar 1992 7 0 Deutschland  FC St. Pauli 2018 18. November 2020
05 Tom Lockyer 30. Dezember 1994 13 0 England  Luton Town FC 2017 12. November 2020
04 Chris Mepham 5. November 1997 14 0 England  AFC Bournemouth 2018 18. November 2020
17 Rhys Norrington-Davies 22. April 1999 3 0 England  Luton Town 2020 18. November 2020
06 Joe Rodon 22. Oktober 1997 10 0 Wales  Swansea City 2019 18. November 2020
03 Neco Williams 13. April 2001 6 1 England  FC Liverpool 2020 15. November 2020
Mittelfeld
15 Ethan Ampadu 14. September 2000 20 0 England  Sheffield United 2017 18. November 2020
07 David Brooks 8. Juli 1997 16 2 England  AFC Bournemouth 2017 18. November 2020
20 Daniel James 10. November 1997 17 3 England  Manchester United 2018 18. November 2020
Brennan Johnson 23. Mai 2001 1 0 England  Lincoln City 2020 12. November 2020
Dylan Levitt 17. November 2000 5 0 England  Manchester United 2020 12. November 2020
16 Joe Morrell 3. Januar 1997 12 0 England  Bristol City 2019 18. November 2020
14 Connor Roberts 23. September 1995 22 1 Wales  Swansea City 2018 18. November 2020
22 Josh Sheehan 30. März 1995 1 0 England  Newport County 2020 12. November 2020
19 Matthew Smith 22. November 1999 12 0 England  Charlton Athletic 2018 12. November 2020
08 Jonny Williams 9. Oktober 1993 25 1 England  Charlton Athletic 2013 14. Oktober 2020
10 Harry Wilson 22. März 1997 22 4 England  FC Liverpool 2013 14. Oktober 2020
Sturm
11 Gareth Bale (C)  16. Juli 1989 87 33 England  Tottenham Hotspur 2006 18. November 2020
23 Tom Lawrence 13. Januar 1994 22 3 England  Derby County 2015 18. November 2020
Rabbi Matondo 9. September 2000 7 0 Deutschland  FC Schalke 04 2018 12. November 2020
13 Kieffer Moore 8. August 1992 12 4 Wales  Cardiff City 2019 18. November 2020
09 Tyler Roberts 12. Januar 1999 11 0 England  Leeds United 2018 18. November 2020

TrainerBearbeiten

RekordspielerBearbeiten

(Stand: 18. November 2020)

Am 20. November 2018 löste Chris Gunter den langjährigen Rekordnationalspieler Neville Southall als Rekordhalter ab.[5]

Rekordspieler[6][7]
Spiele Spieler Zeitraum Tore
99 Chris Gunter 2007–aktiv 0
94 Wayne Hennessey 2007–aktiv 0
92 Neville Southall 1982–1997 0
87 Gareth Bale 2006–aktiv 33
86 Ashley Williams 2008–aktiv 2
85 Gary Speed 1990–2004 7
78 Craig Bellamy 1998–2013 19
77 Joe Ledley 2005–2018 4
75 Dean Saunders 1986–2001 22
73 Peter Nicholas 1979–1992 2
73 Ian Rush 1980–1996 28
72 Mark Hughes 1984–1999 16
72 Joey Jones 1976–1986 1
68 Ivor Allchurch 1951–1966 23
66 Brian Flynn 1975–1984 7
65 Andy Melville 1989–2004 3
64 Ryan Giggs 1991–2007 12
64 Sam Vokes 2008–aktiv 11

Gareth Bale löste am 22. März 2018 durch drei Tore beim 6:0 gegen China Ian Rush als walisischen Rekordtorschützen ab.[8]

Rekordschützen[6][9]
Tore Spieler Zeitraum Spiele
33 Gareth Bale 2006–aktiv 87
28 Ian Rush 1980–1996 73
23 Ivor Allchurch 1951–1966 68
23 Trevor Ford 1947–1957 38
22 Dean Saunders 1986–2001 75
19 Craig Bellamy 1998–2013 78
16 Robert Earnshaw 2002–2012 59
16 Mark Hughes 1984–1999 72
16 Cliff Jones 1954–1970 59
16 Aaron Ramsey 2008–aktiv 61
15 John Charles 1950–1965 38
14 John Hartson 1997–2005 51
13 John Toshack 1969–1980 58

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Walisische Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com. 10. Dezember 2020, abgerufen am 18. Dezember 2020.
  2. spiegel.de: Neuer Job für ManUnited-Legende – Giggs wird Nationalcoach von Wales Artikel vom 15. Januar 2018
  3. Die Platzierungen ab Platz 5 wurden von der FIFA festgelegt, ohne dass es dafür Platzierungsspiele gab. Siehe: All-time FIFA World Cup Ranking 1930-2010 (PDF-Datei; 195 kB)
  4. faw.cymru: CYMRU SQUAD ANNOUNCED FOR NOVEMBER MATCHES
  5. faw.cymru: Gunter the fitting record-breaker
  6. a b rsssf.com: Wales – Record International Players (Stand: 14. Februar 2019)
  7. PLAYERS → played for Wales national team /(Stand: 13. Oktober 2019)
  8. weltfussball.de: Bale nach Dreierpack neuer Rekordtorschütze von Wales
  9. PLAYERS → Wales national football team goal scorers (Stand: 20. November 2018)