Fußball-Europameisterschaft

von der UEFA ausgerichteter Wettbewerb zur Ermittlung des europaischen Meisters im Fußball
Dieser Artikel beschreibt die Europameisterschaft der Männer. Zur Europameisterschaft der Frauen siehe Fußball-Europameisterschaft der Frauen. Zu weiteren Fußball-Europameisterschaften siehe Fußball-Europameisterschaft (Begriffsklärung).
Fußball-Europameisterschaft
Logo
Voller Name UEFA-Fußball-Europameisterschaft
Abkürzung EM, Euro
Verband UEFA
Erstaustragung 1960
Mannschaften 24
Spielmodus Rundenturnier (6 Gruppen)0000000
K.-o.-System (ab Achtelfinale)
Titelträger PortugalPortugal Portugal (1. Titel)
Rekordsieger DeutschlandDeutschland Deutschland
SpanienSpanien Spanien (je 3 Titel)
Rekordspieler PortugalPortugal Cristiano Ronaldo (21 Spiele)
Rekordtorschütze FranzoseFranzose Michel Platini
PortugalPortugal Cristiano Ronaldo (je 9 Tore)
Website www.uefa.comVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Webseite
Qualifikation für FIFA-Konföderationen-Pokal
Der Pokal für den Gewinn der UEFA Fußball-Europameisterschaft

Die UEFA-Fußball-Europameisterschaft (engl.: UEFA European Football Championship), kurz EM, ist das alle vier Jahre vom europäischen Fußballverband UEFA organisierte Fußballturnier zur Ermittlung des kontinentalen Meisters auf Nationalmannschaftsebene. Die ersten beiden Turniere 1960 und 1964 wurden noch unter dem Namen Europapokal der Nationen ausgetragen. 1966 erklärte die UEFA den Wettbewerb offiziell zur Fußball-Europameisterschaft. Vorläufer des Europapokals der Nationen war der Europapokal der Fußball-Nationalmannschaften. Der Europameister qualifiziert sich jeweils für den FIFA-Konföderationen-Pokal. Amtierender Fußball-Europameister ist Portugal.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Bereits 1911 richtete die Union Internationale Amateure de Football Association (UIAFA), die kurzzeitig als Konkurrenz zur FIFA existierte, in Roubaix eine Europameisterschaft aus. Das Turnier wurde vom aus politischen Gründen aus der FIFA ausgeschlossenen Böhmen gewonnen. Weitere Teilnehmer waren Frankreich und die englischen Amateure.[1][2]

Die Sozialistische Arbeitersport-Internationale richtete von 1932 bis 1934 eine Arbeiterfußball-Europameisterschaft aus, die in Gruppen mit Hin- und Rückspielen ausgetragen wurde.[3][4] Aufgrund der Machtübernahmen der Nationalsozialisten in Deutschland und der Austrofaschisten in Österreich, die zur Zerschlagung der beiden größten nationalen Arbeitersportverbände führten, konnte der Wettbewerb nur unvollständig zu Ende geführt werden. Eine im Anschluss geplante zweite europäische oder westeuropäische Meisterschaft im Arbeiterfußball kam nicht zustande.

Die Idee einer Europameisterschaft im Rahmen der FIFA wurde von Henri Delaunay, dem Generalsekretär des französischen Fußballverbands Fédération Française de Football, bereits 1927 vorgeschlagen und zunächst im Europapokal der Fußball-Nationalmannschaften umgesetzt. Kurz nach Gründung der UEFA wurde unter dem Namen Europapokal der Nationen ein Nachfolgeturnier ins Leben gerufen.[5] Dieses Turnier wurde von der UEFA 1966 zur Fußball-Europameisterschaft erklärt. Die Qualifikation zum ersten Europapokal der Nationen in Frankreich begann im Jahr 1958. Delaunay zu Ehren trägt der Siegerpokal des Turniers bis heute den Namen Coupe Henri-Delaunay.[6]

Die Details im Ablauf wurden im Laufe der Zeit mehrmals geändert und für eine größere Teilnehmerzahl angepasst. Reichten der Sowjetunion 1960 vier Spiele, um Europapokalsieger zu werden, so sind nun – außer für die Veranstalter – insgesamt bis zu 18 Spiele notwendig.

Der amtierende Europameister muss sich für das darauf folgende Turnier neu qualifizieren, was Spanien 1968, Italien 1972 und Frankreich 1988 nicht gelungen ist. Bis einschließlich 1992 war es aufgrund der seinerzeit geringeren Teilnehmerzahl schwieriger, sich für die Europameisterschaft als für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren.

Seit 1992 ist der Sieger der Fußball-Europameisterschaft für den nächsten FIFA-Konföderationen-Pokal qualifiziert.

RegelwerkBearbeiten

Der Wettbewerb ist in eine vorgeschaltete Qualifikation und ein finales Turnier im Gastgeberland aufgeteilt.

Aktueller ModusBearbeiten

Seit 1996 nahmen jeweils 16 Mannschaften an der Endrunde einer Europameisterschaft teil, die zuvor in der EM-Qualifikationsrunde erfolgreich waren. Sie wurden in vier Gruppen mit je vier Mannschaften gelost. Die ersten beiden Teams aus jeder Gruppe zogen in das Viertelfinale ein.

Ab der Europameisterschaft 2016 treten 24 Mannschaften in der ersten Runde in nun sechs Gruppen an. Jede Mannschaft absolviert drei Spiele, da innerhalb einer Gruppe jede Mannschaft einmal gegen jede spielt. Die zweite Runde ist das neu geschaffene Achtelfinale, für das sich neben den Gruppenersten und -zweiten aus jeder Gruppe (12 Mannschaften) auch die vier besten Gruppendritten qualifizieren. Ab dem Achtelfinale gilt das K.-o.-System, der Verlierer jedes Spiels scheidet aus. Ein kleines Finale um den Dritten Platz zwischen den Verlierern der Halbfinalspiele wurde das letzte Mal 1980 ausgetragen.

Nations LeagueBearbeiten

Im März 2014 beschloss die UEFA die Einführung der UEFA Nations League. Nach der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland werden alle Freundschaftsspiele der Nationalmannschaften in der Nations League ausgetragen. In vier Divisionen A–D mit jeweils vier Untergruppen treten drei bis vier Mannschaften in der Zeit von September bis November 2018 gegeneinander an. 2019 spielen die vier Divisionssieger in einem „Final-Four-Turnier“ um den Titel des Nations League Champion. Zudem wird auch um Auf- und Abstieg innerhalb der Nations League gespielt. Für die EM 2020 qualifizieren sich 20 Mannschaften direkt, vier nichtqualifizierte Mannschaften aus der Nations League erhalten die Chance auf die Play-off-Teilnahme im März 2020, so dass pro Division eine weitere Nation an der Fußball-Europameisterschaft 2020 teilnehmen kann.[7]

Varianten des K.-o.-SystemsBearbeiten

Bis 1968 gab es in den Halbfinalspielen bei einem Unentschieden nach Verlängerung den Losentscheid (1968 einmal angewandt, als Italien Losglück gegen die Sowjetunion hatte), Finalspiele wurden bei einem Unentschieden nach Verlängerung wiederholt. 1976 wurde das Elfmeterschießen eingeführt, das im Finale desselben Jahres auch sofort angewandt werden musste. 1996 und 2000 galt die Golden-Goal-Regel, durch die jeweils auch die Finalspiele entschieden wurden. 2004 galt die Silver-Goal-Regel, die nur einmal, im Halbfinale zwischen Griechenland und Tschechien, zur Anwendung kam und nach dem Turnier sofort wieder abgeschafft wurde. Seit 2008 werden Endrundenpartien wieder mit garantierten zweimal 15 Minuten Verlängerung und ggf. anschließendem Elfmeterschießen entschieden.

ErstteilnahmenBearbeiten

Bisher (Stand EM 2016) gab es immer mindestens eine Fußballnationalmannschaft, die zum ersten Mal an einer Fußballeuropameisterschafts-Endrunde teilnahm. Nachfolgend eine Liste der 30 Erstteilnehmer, jeweils mit den damals gültigen Flaggen und Namen. Zusätzlich sind sechs Länder in Klammern aufgeführt, die erstmals nur unter neuem Namen bei einer EM teilnahmen. Trotzdem werden diese Länder in den Medien manchmal als Neulinge genannt. Diese „Neulinge“ übernahmen jedoch in der Statistik der UEFA vollständig die Ergebnisse und Titel ihrer Vorgänger – und dementsprechend auch deren Debütdatum. Ein Sonderfall sind Tschechien und die Slowakei, die bei der UEFA beide als Nachfolger der Tschechoslowakei gelten und beide jeweils deren Titel übernahmen. Daher zählt die UEFA in ihrer Statistik 26 Länder (genauer „Verbände“), die bereits mindestens einmal an einer EM-Endrunde teilnahmen. Insgesamt sind in der UEFA 54 Nationale Fußballverbände vertreten.

  • Fett geschriebene Mannschaften wurden bei ihrer ersten Teilnahme an einer Endrunde Turniersieger.
  • Kursiv geschriebene Mannschaften waren bei ihrer ersten Teilnahme an einer Endrunde Ausrichter, bis 1976 wurde der Ausrichter aber erst nach erfolgreicher Qualifikation bestimmt.
Jahr Erstteilnehmer
1960 Frankreich  Frankreich Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Jugoslawien[B 1] Sowjetunion 1955  Sowjetunion[B 2] Tschechoslowakei  Tschechoslowakei[B 3]
1964 Danemark  Dänemark Spanien  Spanien Ungarn 1957  Ungarn
1968 England  England Italien  Italien
1972 Belgien  Belgien Deutschland Bundesrepublik  BR Deutschland[B 4]
1976 Niederlande  Niederlande
1980 Griechenland  Griechenland
1984 Portugal  Portugal Rumänien 1965  Rumänien
1988 Irland  Irland
1992 (GUS  GUS)[B 2] Schweden  Schweden Schottland  Schottland
1996 Bulgarien  Bulgarien Kroatien  Kroatien[B 5] (Russland  Russland)[B 2] Turkei  Türkei Schweiz  Schweiz (Tschechien  Tschechien)[B 3]
2000 (Serbien und Montenegro  BR Jugoslawien)[B 1] Norwegen  Norwegen Slowenien  Slowenien[B 6]
2004 Lettland  Lettland[B 7]
2008 Osterreich  Österreich Polen  Polen
2012 Ukraine  Ukraine[B 8]
2016 Albanien  Albanien Island  Island Nordirland  Nordirland (Slowakei  Slowakei)[B 3] Wales  Wales
  1. a b Serbien wird von der UEFA als Nachfolger von folgenden „drei Ländern“ gewertet: 1.) Jugoslawien (Debüt 1960), 2.) Bundesrepublik Jugoslawien oder Rest-Jugoslawien („Debüt“ 2000 unter dem Namen Jugoslawien) und 3.) Serbien und Montenegro (Name der Bundesrepublik Jugoslawien ab Februar 2003) (erfolgloses „Debüt“ in der Qualifikation 2004 unter dem Namen Serbien und Montenegro). Die Ergebnisse all dieser Mannschaften werden in der UEFA-Statistik Serbien zugeordnet. Als Debüt Serbiens gilt somit das Jahr 1960. Unter eigenem Namen tritt Serbien seit 2006 auf, konnte sich aber noch nicht für eine EM qualifizieren.
  2. a b c Russland gilt bei der FIFA als Nachfolger der Sowjetunion (Debüt 1960). Die Ergebnisse der Sowjetunion gehen in die Statistik Russlands ein. Als Debüt Russlands bei einer EM gilt daher das Jahr 1960. 1992 wurde die Mannschaft GUS genannt. Unter eigenem Namen trat Russland erstmals 1996 bei einer EM auf.
  3. a b c Sowohl Tschechien („Debüt“ unter diesem Namen 1996) als auch die Slowakei gelten bei der UEFA beide als Nachfolger der Tschechoslowakei (Debüt 1960). Dies führt dazu, dass die Ergebnisse der Tschechoslowakei sowohl Tschechien als auch der Slowakei zugerechnet werden. Daher gilt für beide Länder das Jahr 1960 als Debüt bei einer EM.
  4. 1968 nahm die Bundesrepublik Deutschland erstmals an den Vorausscheidungen der Europameisterschaft teil, scheiterte aber in der Qualifikation. Nach der deutschen Wiedervereinigung vereinigten sich auch die nationalen Fussballverbände und liefen ab 1992 wieder unter dem Namen „Deutschland“ bei der UEFA.
  5. Kroatien war bis 1991 Teil Jugoslawiens und kroatische Spieler nahmen in der jugoslawischen Mannschaft an den Turnieren 1960, 1976 und 1984 teil. Die Erfolge der jugoslawischen Mannschaft wurden aber zunächst der Bundesrepublik Jugoslawien, dann Serbien und Montenegro und nun Serbien zugerechnet. Kroatien nahm erstmals an der Qualifikation für die EM 1996 teil.
  6. Slowenien war bis 1991 Teil Jugoslawiens, 1976 und 1984 nahmen slowenische Spieler für Jugoslawien an der EM teil. Nach dem Zerfall Jugoslawiens nahm Slowenien erstmals an der Qualifikation zur EM 1996 teil.
  7. Lettland nahm nach dem Austritt aus der Sowjetunion erstmals an der Qualifikation zur EM 1996 teil. Da der lettische Fußball in der Sowjetunion keine große Rolle spielte, kamen auch in der Fußballnationalmannschaft der UdSSR keine lettischen Spieler zum Einsatz.
  8. Die Ukraine nahm als Teil der UdSSR bzw. der GUS an den Turnieren 1960 bis 1992 teil. In der 1960er Siegermannschaft stand ein ukrainischer und ein in der Ukraine spielender Spieler. In den Mannschaften der Vizeeuropameister 1972 und 1988 stammten viele Spieler aus der Ukraine und/oder spielten in der Ukraine. Nach der Auflösung der Sowjetunion in mehrere selbständige Staaten nahm die Ukraine erstmals an der Qualifikation zur EM 1996 teil, konnte sich aber erst 2012 als Gastgeber bzw. 2016 qualifizieren. 1996 standen zwei in der Ukraine geborene Spieler in der russischen Mannschaft, die in der Vorrunde ausschied. Das letzte Tor für die GUS erzielte 1992 ein ukrainischer Spieler.

Die Turniere im ÜberblickBearbeiten

Jahr Gastgeber Finale Spiel um Platz drei bzw. Halbfinalisten1
Sieger Ergebnis 2. Platz 3. Platz Ergebnis 4. Platz
1960
Details
Frankreich Sowjetunion 1955 
Sowjetunion
2:1 n. V. Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik 
Jugoslawien
Tschechoslowakei 
Tschechoslowakei
2:0 Frankreich 
Frankreich
1964
Details
Spanien Spanien 1945 
Spanien
2:1 Sowjetunion 1955 
Sowjetunion
Ungarn 1957 
Ungarn
3:1 n. V. Danemark 
Dänemark
1968
Details
Italien Italien 
Italien
1:1 n. V.
2:0
Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik 
Jugoslawien
England 
England
2:0 Sowjetunion 1955 
Sowjetunion
1972
Details
Belgien Deutschland Bundesrepublik 
BR Deutschland
3:0 Sowjetunion 1955 
Sowjetunion
Belgien 
Belgien
2:1 Ungarn 1957 
Ungarn
1976
Details
Jugoslawien Tschechoslowakei 
Tschechoslowakei
2:2 n. V.
5:3 i. E.
Deutschland Bundesrepublik 
BR Deutschland
Niederlande 
Niederlande
3:2 n. V. Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik 
Jugoslawien
1980
Details
Italien Deutschland Bundesrepublik 
BR Deutschland
2:1 Belgien 
Belgien
Tschechoslowakei 
Tschechoslowakei
1:1
9:8 i. E.
Italien 
Italien
1984
Details
Frankreich Frankreich 
Frankreich
2:0 Spanien 
Spanien
Portugal 
Portugal
Danemark 
Dänemark
1988
Details
BR Deutschland Niederlande 
Niederlande
2:0 Sowjetunion 
Sowjetunion
Deutschland Bundesrepublik 
BR Deutschland
Italien 
Italien
1992
Details
Schweden Danemark 
Dänemark
2:0 Deutschland 
Deutschland
Niederlande 
Niederlande
Schweden 
Schweden
1996
Details
England Deutschland 
Deutschland
2:1 n. GG Tschechien 
Tschechien
England 
England
Frankreich 
Frankreich
2000
Details
Belgien / Niederlande Frankreich 
Frankreich
2:1 n. GG Italien 
Italien
Portugal 
Portugal
Niederlande 
Niederlande
2004
Details
Portugal Griechenland 
Griechenland
1:0 Portugal 
Portugal
Tschechien 
Tschechien
Niederlande 
Niederlande
2008
Details
Österreich / Schweiz Spanien 
Spanien
1:0 Deutschland 
Deutschland
Russland 
Russland
Turkei 
Türkei
2012
Details
Polen / Ukraine Spanien 
Spanien
4:0 Italien 
Italien
Portugal 
Portugal
Deutschland 
Deutschland
2016
Details
Frankreich Portugal 
Portugal
1:0 n. V. Frankreich 
Frankreich
Wales 
Wales
Deutschland 
Deutschland
2020
Details
europaweit
2024
Details
1 Seit 1984 wird kein Spiel um Platz 3 mehr ausgetragen.[8] Bei den aufgeführten Halbfinalisten unterlag der erstgenannte dem späteren Europameister, der zweitgenannte dem anderen Finalisten.

RanglisteBearbeiten

Rang Land Titel Jahr(e) 2. Platz Finale Halbfinale
1 Deutschland  Deutschland 3 1972, 1980, 1996 3 6 9
2 Spanien  Spanien 3 1964, 2008, 2012 1 4 4
3 Frankreich  Frankreich 2 1984, 2000 1 3 5
4 Sowjetunion 1955  Sowjetunion
Russland  Russland
1 1960 3 4 6
5 Italien  Italien 1 1968 2 3 5
6 Portugal  Portugal 1 2016 1 2 5
Tschechoslowakei  Tschechoslowakei
Tschechien  Tschechien
1 1976 1 2 5
8 Niederlande  Niederlande 1 1988 1 5
9 Danemark  Dänemark 1 1992 1 3
10 Griechenland  Griechenland 1 2004 1 1
11 Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Jugoslawien 2 2 3
12 Belgien  Belgien 1 1 2
13 England  England 2
Ungarn 1957  Ungarn 2
15 Schweden  Schweden 1
Turkei  Türkei 1
Wales  Wales 1
Jeweilige Rekordmarke

RekordspielerBearbeiten

Noch in der Nationalmannschaft aktive Spieler sind fett gedruckt.

 
Iker Casillas, einziger Spieler mit fünf EM-Teilnahmen
Endrunden-Teilnahmen
Rang Spieler Teilnahmen
(mit Einsatz)
Turniere
1 Spanien  Iker Casillas 5 (3) 2000, 2004, 2008, 2012, 2016
2 Italien  Gianluigi Buffon 4 (4) 2004, 2008, 2012, 2016
Italien  Alessandro Del Piero 1996, 2000, 2004, 2008
Tschechien  Petr Čech 2004, 2008, 2012, 2016
Tschechien  Jaroslav Plašil 2004, 2008, 2012, 2016
Tschechien  Tomáš Rosický 2000, 2004, 2012, 2016
Schweden  Zlatan Ibrahimović 2004, 2008, 2012, 2016
Schweden  Andreas Isaksson 2004, 2008, 2012, 2016
Schweden  Kim Källström 2004, 2008, 2012, 2016
Schweden  Olof Mellberg 2000, 2004, 2008, 2012
Deutschland  Lothar Matthäus 1980, 1984, 1988, 2000
Deutschland  Lukas Podolski 2004, 2008, 2012, 2016
Deutschland  Bastian Schweinsteiger 2004, 2008, 2012, 2016
Portugal  Cristiano Ronaldo 2004, 2008, 2012, 2016
Danemark  Peter Schmeichel 1988, 1992, 1996, 2000
Kroatien  Darijo Srna 2004, 2008, 2012, 2016
Frankreich  Lilian Thuram 1996, 2000, 2004, 2008
Niederlande  Edwin van der Sar 1996, 2000, 2004, 2008
19 Niederlande  Aron Winter 4 (3) 1988, 1992, 1996, 2000
20 Russland  Igor Akinfejew 4 (2) 2004, 2008, 2012, 2016

Kursiv gesetzte Jahreszahlen bezeichnen die Turniere ohne Spieleinsatz.

 
Cristiano Ronaldo – Rekordspieler, Rekordtorschütze und erster Torschütze bei vier Endrunden
 
Bastian Schweinsteiger – Deutscher EM-Rekordspieler
Endrunden-Spiele
Rang Spieler Spiele Turniere (Spiele)
1 Portugal  Cristiano Ronaldo 21 2004 (6), 2008 (3), 2012 (5), 2016 (7)
2 Deutschland  Bastian Schweinsteiger 18 2004 (3), 2008 (5), 2012 (5), 2016 (5)
3 Italien  Gianluigi Buffon 17 2004 (3), 2008 (4), 2012 (6), 2016 (4)
4 Spanien  Cesc Fàbregas 16 2008 (6), 2012 (6), 2016 (4)
Spanien  Andrés Iniesta 2008 (6), 2012 (6), 2016 (4)
Frankreich  Lilian Thuram 1996 (5), 2000 (5), 2004 (4), 2008 (2)
Niederlande  Edwin van der Sar 1996 (4), 2000 (4), 2004 (5), 2008 (3)
8 Portugal  João Moutinho 15 2008 (4), 2012 (5), 2016 (6)
Portugal  Nani 2008 (3), 2012 (5), 2016 (7)
Portugal  Pepe 2008 (4), 2012 (5), 2016 (6)
Spanien  Sergio Ramos 2008 (5), 2012 (6), 2016 (4)
Spanien  David Silva 2008 (5), 2012 (6), 2016 (4)
 
Michel Platini, Rekordtorschütze neben Ronaldo
 
Mario Gómez – erfolgreichster deutscher Torschütze…
 
… zusammen mit Jürgen Klinsmann
Endrunden-Tore
Rang Spieler Tore Turniere (Tore)
1 Frankreich  Michel Platini 9 1984 (9)
Portugal  Cristiano Ronaldo 2004 (2), 2008 (1), 2012 (3), 2016 (3)
3 England  Alan Shearer 7 1996 (5), 2000 (2)
4 Portugal  Nuno Gomes 6 2000 (4), 2004 (1), 2008 (1)
Frankreich  Antoine Griezmann 2016 (6)
Frankreich  Thierry Henry 2000 (3), 2004 (2), 2008 (1)
Schweden  Zlatan Ibrahimović 2004 (2), 2008 (2), 2012 (2)
Niederlande  Patrick Kluivert 1996 (1), 2000 (5)
Niederlande  Ruud van Nistelrooy 2004 (4), 2008 (2)
England  Wayne Rooney 2004 (4), 2012 (1), 2016 (1)

EndrundenplatzierungenBearbeiten

Land 1960 1964 1968 1972 1976 1980 1984 1988 1992 1996 2000 2004 2008 2012 2016
Albanien  Albanien VR
Belgien  Belgien 3. 2. VR VR VF
Bulgarien  Bulgarien VR VR
Danemark  Dänemark 4. HF VR 1. VR VR VF VR
Deutschland  Deutschland 1. 2. 1. VR HF 2. 1. VR VR 2. HF HF
England  England 3. VR VR VR HF VR VF VF AF
Frankreich  Frankreich 4. 1. VR HF 1. VF VR VF 2.
Griechenland  Griechenland VR 1. VR VF
Irland  Irland VR VR AF
Island  Island VF
Italien  Italien 1. 4. HF VR 2. VR VF 2. VF
Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Jugoslawien
Bundesrepublik Jugoslawien  BR Jugoslawien
2.
 
2.
 
4.
 
VR
 
 
VF
Kroatien  Kroatien VF VR VF VR AF
Lettland  Lettland VR
Niederlande  Niederlande 3. VR 1. HF VF HF HF VF VR
Nordirland  Nordirland AF
Norwegen  Norwegen VR
Osterreich  Österreich VR VR
Polen  Polen VR VR VF
Portugal  Portugal HF VF HF 2. VF HF 1.
Rumänien  Rumänien VR VR VF VR VR
Sowjetunion  Sowjetunion
GUS  GUS
Russland  Russland
1.
 
 
2.
 
 
4.
 
 
2.
 
 
2.
 
 
 
VR
 
 
 
VR
 
 
VR
 
 
HF
 
 
VR
 
 
VR
Schottland  Schottland VR VR
Schweden  Schweden HF VR VF VR VR VR
Schweiz  Schweiz VR VR VR AF
Slowakei  Slowakei AF
Slowenien  Slowenien VR
Spanien  Spanien 1. VR 2. VR VF VF VR 1. 1. AF
Tschechoslowakei  Tschechoslowakei
Tschechien  Tschechien
3.
 
1.
 
3.
 
 
2.
 
VR
 
HF
 
VR
 
VF
 
VR
Turkei  Türkei VR VF HF VR
Ukraine  Ukraine VR VR
Ungarn  Ungarn 3. 4. AF
Wales  Wales HF
Teilnehmer 4 4 4 4 4 8 8 8 8 16 16 16 16 16 24
Farblegende: Europameister Vize-Europameister Dritter / Halbfinale

Erklärung:

VR = Aus in der Vorrunde, AF = Aus im Achtelfinale, VF = Aus im Viertelfinale, HF = Aus im Halbfinale (kein Spiel um Platz 3)
Turnierausrichter

Ewige Endrunden-TabelleBearbeiten

Rang Land Teiln. Spiele Siege Remis Niedl. Tore Punkte Pro
1 Deutschland  Deutschland 12 49 26 12 11 72:48 90 1,84
2 Frankreich  Frankreich 09 39 20 09 10 62:44 69 1,77
3 Spanien  Spanien 10 40 19 11 10 55:36 68 1,70
4 Italien  Italien 09 38 16 16 06 39:27 64 1,68
5 Portugal  Portugal 07 35 18 09 08 49:31 63 1,80
6 Niederlande  Niederlande 09 35 17 08 10 57:37 59 1,69
7 Tschechoslowakei  Tschechoslowakei
Tschechien  Tschechien
09 32 13 06 13 42:43 45 1,41
8 Sowjetunion  Sowjetunion
GUS  GUS
Russland  Russland
11 33 12 07 14 38:45 43 1,30
9 England  England 09 31 10 11 10 40:35 41 1,32
10 Kroatien  Kroatien 05 18 08 05 05 23:20 29 1,61
11 Danemark  Dänemark 08 27 07 06 14 30:43 27 1,00
12 Belgien  Belgien 05 17 07 02 08 22:25 23 1,35
13 Schweden  Schweden 06 20 05 06 09 25:24 21 1,05
14 Griechenland  Griechenland 04 16 05 03 08 14:20 18 1,13
15 Turkei  Türkei 04 15 04 02 09 13:22 14 0,93
16 Wales  Wales 01 06 04 00 02 10:06 12 2,00
17 Polen  Polen 03 11 02 06 03 07:09 12 1,09
18 Schweiz  Schweiz 04 13 02 05 06 08:15 11 0,85
19 Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Jugoslawien
Bundesrepublik Jugoslawien  BR Jugoslawien
05 14 03 02 09 22:39 11 0,79
20 Island  Island 01 05 02 02 01 08:09 08 1,60
21 Ungarn  Ungarn 03 08 02 02 04 11:14 08 1,00
22 Rumänien  Rumänien 05 16 01 05 10 10:21 08 0,50
23 Irland  Irland 03 10 02 02 06 06:17 08 0,80
24 Schottland  Schottland 02 06 02 01 03 04:05 07 1,17
25 Norwegen  Norwegen 01 03 01 01 01 01:01 04 1,33
26 Slowakei  Slowakei 01 04 01 01 02 03:06 04 1,00
27 Bulgarien  Bulgarien 02 06 01 01 04 04:13 04 0,67
28 Nordirland  Nordirland 01 04 01 00 03 02:03 03 0,75
29 Albanien  Albanien 01 03 01 00 02 01:03 03 1,00
30 Ukraine  Ukraine 02 06 01 00 05 02:09 03 0,50
31 Slowenien  Slowenien 01 03 00 02 01 04:05 02 0,67
32 Osterreich  Österreich 02 06 00 02 04 02:07 02 0,33
33 Lettland  Lettland 01 03 00 01 02 01:05 01 0,33

Stand: 10. Juli 2016 (nach Finale der EM 2016)

Die Rangfolge ist nach der Drei-Punkte-Regel errechnet. Spiele, die im Elfmeterschießen entschieden wurden, werden als Unentschieden gewertet.

VariaBearbeiten

Turnier Orte Stadien Meldungen2 Teams Spiele     Zuschauer Zuschauer            
1960 2 2 17 4 4 17 4,25 0.078.958 19.740 0 0,00
1964 2 2 29 4 4 13 3,25 0.156.263 39.066 0 0,00
1968 3 3 31 4 5 7 1,40 0.299.233 59.847 1 0,20
1972 4 4 32 4 4 10 2,50 0.121.880 30.470 9 2,25 0 0,00
1976 2 2 32 4 4 19 4,75 0.106.087 26.522 6 1,50 3 0,75
1980 4 4 32 8 14 27 1,93 0.350.655 25.047 24 1,71 0 0,00
1984 7 7 33 8 15 41 2,73 0.601.404 40.094 32 2,13 3 0,20
1988 8 8 33 8 15 34 2,27 0.935.680 62.379 32 2,13 0 0,00
1992 4 4 34 8 15 32 2,13 0.430.111 28.674 50 3,33 0 0,00 0 0,00
1996 8 8 48 16 31 64 2,06 1.276.137 41.166 155 5,00 4 0,13 3 0,10
2000 8 8 51 16 31 85 2,74 1.122.833 36.220 122 3,94 5 0,16 4 0,13
2004 8 10 51 16 31 77 2,48 1.156.473 37.306 150 4,84 5 0,16 1 0,03
2008 8 8 52 16 31 77 2,48 1.143.355 36.882 122 3,94 0 0,00 3 0,10
2012 8 8 53 16 31 76 2,46 1.440.896 44.716 119 3,84 2 0,06 1 0,03
2016 10 10 54 24 51 108 2,12 2.427.303 47.594 201 3,94 2 0,04 1 0,02
2020 13 13 24 51
Jeweilige Rekordmarke
2 Gezählt werden die fristgerecht abgegebenen Meldungen unabhängig davon ob ggf. vor Beginn der Qualifikation zurückgezogen bzw. nicht angetreten wurde; einschließlich Titelverteidiger und Gastgeber.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Hardy Grüne: Fußball EM Enzyklopädie 1960–2008. Agon Sportverlag, Kassel 2004, ISBN 3-89784-241-6.
  • IFFHS (Hrsg.): 11 – Zeitschrift für internationale Fußball-Geschichte und Statistik – N° 2. Interball-Verlag, Düsseldorf 1986.

WeblinksBearbeiten

  Wiktionary: Fußball-Europameisterschaft – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Christian Koller: Transnationalität: Netzwerke, Wettbewerbe, Migration, in: ders. und Fabian Brändle (Hg.): Fussball zwischen den Kriegen: Europa 1918–1939 (= Geschichte des Fussballs, Bd. 5). Münster/Wien: Lit-Verlag 2010. S. 38, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  2. L. Jeřábek: Český a československý fotbal – lexikon osobností a klubů. Grada Publishing a.s., 2007, ISBN 978-80-247-1656-5, S. 12. eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  3. Christian Koller: Transnationalität: Netzwerke, Wettbewerbe, Migration, in: ders. und Fabian Brändle (Hg.): Fussball zwischen den Kriegen: Europa 1918–1939 (= Geschichte des Fussballs, Bd. 5). Münster/Wien: Lit-Verlag 2010. S. 51. eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  4. Eduard Hoffmann und Jürgen Nendza: Die erste Fußball-Europameisterschaft fand bereits 1932 statt. In: deutschlandradiokultur.de. Deutschlandradio Kultur, abgerufen am 27. April 2016 (PDF).
  5. Peter Gödeke: Tor!: 100 Jahre Fußball. 1998, ISBN 978-3-7766-2072-6 (google.de).
  6. Enrico Barz: Der Lohn aller Mühen am Ziel aller Träume. In: fussball-em-total.de. FUSSBALL-EM-total, abgerufen am 20. August 2013.
  7. Nationenliga statt Freundschaftsspiele. In: sueddeutsche.de. Süddeutsche Zeitung, 27. März 2014, abgerufen am 30. März 2014.
  8. Fußball-EM: Warum gibt es kein Spiel um Platz drei? In: spiegel.de. Spiegel Online, 8. Juli 2016, abgerufen am 12. Juli 2016.