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Oceania Football Confederation

Ozeanischer Fußballverband
Oceania Football Confederation
Das Logo des OFC

Der ozeanische Kontinentalverband OFC

Gegründet 1966
Verbandssitz Auckland, NeuseelandNeuseeland Neuseeland
Präsident VanuatuVanuatu Lambert Maltock
Generalsekretär CookinselnCookinseln Tai Nicholas
Mitglieder 14 Nationalverbände
(davon 3 assoziiert)
Homepage oceaniafootball.com

Die Oceania Football Confederation (kurz OFC, deutsch: Ozeanische Fußball-Konföderation) ist eine der sechs Kontinental-Konföderationen des Weltfußballverbands FIFA. Er wurde 1966 von den Fußballverbänden aus Australien, Neuseeland, Fidschi und Papua-Neuguinea gegründet. Derzeit gehören der OFC elf Verbände an. Sitz des Verbandes ist Auckland, Neuseeland. Die OFC ist Ausrichter der Fußball-Ozeanienmeisterschaft.

Inhaltsverzeichnis

MitgliedsverbändeBearbeiten

Der OFC gehören derzeit 14 Landesverbände an, davon 3 lediglich assoziiert und nicht als Mitglied der FIFA.

Land / Gebiet Verband Beitritt
Amerikanisch-Samoa  Amerikanisch-Samoa Football Federation American Samoa (FFAS) 1998
Cookinseln  Cookinseln Cook Islands Football Association (CIFA) 1994
Fidschi  Fidschi Fiji Football Association (FFA) 1966
Kiribati  Kiribati* Kiribati Islands Football Association (KIFA) 2007
Neukaledonien  Neukaledonien Fédération Calédonienne de Football (FCF) 1969
Neuseeland  Neuseeland New Zealand Football (NZF) 1966
Niue  Niue* Niue Island Soccer Association (NISA) 2006
Papua-Neuguinea  Papua-Neuguinea Papua New Guinea Football Association (PNGFA) 1966
Salomonen  Salomonen Solomon Islands Football Federation (SIFF) 1988
Samoa  Samoa Football Federation Samoa (FFS) 1984
Tahiti  Tahiti Fédération Tahitienne de Football (FTF) 1990
Tonga  Tonga Tonga Football Association (TFA) 1994
Tuvalu  Tuvalu* Tuvalu National Football Association (TNFA) 2006
Vanuatu  Vanuatu Vanuatu Football Federation (VFF) 1988

* Keine Mitglieder der FIFA, jedoch assoziierte Mitglieder der OFC.

Nicht anerkannt sind u. a. die Nationalmannschaften bzw. Landesauswahlen der Marshallinseln, von Mikronesien, Nauru, Palau und Wallis und Futuna.

Am 1. Januar 2006 verlor der OFC mit Australien sein größtes Mitglied, das sich der Asian Football Confederation (AFC), dem Kontinentalverband Asiens anschloss. Auch die ozeanischen Länder Guam und die Nördlichen Marianen gehören dem asiatischen Verband an.

Ehemalige MitgliedsverbändeBearbeiten

Land / Gebiet Verband Beitritt Austritt
Australien  Australien Football Federation Australia (FFA) 1966
1978
1972
2006
Chinesisch Taipeh  Chinesisch Taipeh Chinese Taipei Football Association (CTFA) 1976
1982
1978
1989
Marianen Nordliche  Nördliche Marianen* Northern Mariana Islands Football Association (NMIFA) 1983 2009

* Kein Mitglied der FIFA, jedoch ehemals assoziiertes Mitglied der OFC.

GeschichteBearbeiten

Die FIFA erkannte die OFC als eigenständige Konföderation erst 1996 voll an.[1] Verhandlungspunkt ist seither die Teilnahme ozeanischer Mannschaften an der Fußball-WM. Derzeit steht Ozeanien nur ein halber Startplatz zu. So muss der WM-Anwärter der OFC gegen eine Nationalmannschaft einer anderen Konföderation zwei Play-Off-Spiele austragen. Für die Weltmeisterschaft 2010 schaffte Neuseeland überraschend die Qualifikation gegen die Auswahl aus Bahrain. Bei der Weltmeisterschaft 2026 wird die OFC erstmals einen fixen Startplatz erhalten.[2]

Im Laufe der Geschichte nahmen auch die Mannschaften aus Taiwan und Israel an WM-Qualifikationsturnieren der OFC teil. Dies erfolgte meist aus politischen Gründen, da man vermeiden wollte, dass sich andere Teilnehmer weigern, gegen ihren Gegner anzutreten (arabische Mannschaften und Iran gegen Israel; Volksrepublik China gegen Taiwan). Die in Ozeanien Asyl findenden Teams konnten sich jedoch nie für eine WM-Endrunde qualifizieren.

2006 schloss sich Australien dem asiatischen Kontinentalverband AFC an und schied somit aus dem OFC aus. Seitdem nimmt Australien an Qualifikationsgruppen zu Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen sowie an der Fußball-Asienmeisterschaft im Rahmen der Pflichtspiele innerhalb der AFC teil und kann sich somit mit gleichwertigeren Gegnern messen.[3]

WM-Endrunden-TeilnehmerBearbeiten

MännerBearbeiten

  • 1974Australien  Australien
  • 1982Neuseeland  Neuseeland
  • 2006Australien  Australien
  • 2010Neuseeland  Neuseeland (Australien qualifizierte sich ebenfalls – über die Asian Football Confederation – für diese WM)
  • 2014 – (Australien qualifizierte sich – über die Asian Football Confederation – für diese WM)
  • 2018 – (Australien qualifizierte sich – über die Asian Football Confederation – für diese WM)

Bei allen anderen WM-Endrunden konnte sich keine Mannschaft aus Ozeanien qualifizieren.

FrauenBearbeiten

Bisher nahm an allen Weltmeisterschaften der Frauen ein Vertreter des OFC teil, sie schieden jedoch alle in der Vorrunde aus. 2007 erreichte Australien als Vertreter Asiens das Viertelfinale und schied dort gegen den späteren Vizeweltmeister Brasilien aus.

  • 1991Neuseeland  Neuseeland
  • 1995Australien  Australien
  • 1999Australien  Australien
  • 2003Australien  Australien
  • 2007Neuseeland  Neuseeland (Australien qualifizierte sich ebenfalls – über die Asian Football Confederation – für diese WM)
  • 2011Neuseeland  Neuseeland (Australien qualifizierte sich ebenfalls – über die Asian Football Confederation – für diese WM)
  • 2015Neuseeland  Neuseeland (Australien qualifizierte sich ebenfalls – über die Asian Football Confederation – für diese WM)
  • 2019 – (Australien qualifizierte sich – über die Asian Football Confederation – für diese WM)

WettbewerbeBearbeiten

NationalmannschaftenBearbeiten

MännerBearbeiten

FrauenBearbeiten

VereinsmannschaftenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Wiktionary: OFC – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. The last jubilee: 50th FIFA Congress in Zurich in 1996. In: fifa.com. FIFA, abgerufen am 24. Januar 2015.
  2. Mehr WM-Startplätze für Europa. In: LAOLA1.at. 9. Mai 2017, abgerufen am 2. März 2019.
  3. FIFA-Tätigkeitsbericht 2006. (PDF; 17,8 MB) In: fifa.com. FIFA, S. 17, abgerufen am 30. Oktober 2013.