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Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen

Frauenfußballturnier für Nationalmannschaften
Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen
FIFA-LogoVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Logoformat
Voller Name FIFA Women's World Cup
Abkürzung Frauen-WM
Verband FIFA
Erstaustragung 1991
Mannschaften 24 (seit 2015)
Spielmodus Rundenturnier (6 Gruppen à 4 Teams)
K.-o.-System (ab Achtelfinale)
Titelträger Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
Rekordsieger Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA (3 Titel)
Rekordspieler US-AmerikanerinUS-Amerikanerin Kristine Lilly (30 Spiele)
Rekordtorschütze BrasilienBrasilien Marta (15 Tore)
Website www.fifa.com
Weltmeister
Frauen-Fußballnationalmannschaft der Vereinigten StaatenJapanische Fußballnationalmannschaft der FrauenDeutsche Fußballnationalmannschaft der FrauenNorwegische Fußballnationalmannschaft der Frauen

Die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen, offiziell FIFA Women's World Cup oder FIFA Frauen-Weltmeisterschaft, ist ein Frauenfußballturnier für Nationalmannschaften, das seit 1991 im vierjährigen Turnus immer ein Jahr nach dem Turnier der Männer stattfindet und vom Weltfußballverband FIFA organisiert wird.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Bevor 1991 die erste offizielle Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen in der VR China ausgetragen wurde, fanden bereits einige internationale, meist inoffizielle Turniere für Frauen-Nationalmannschaften statt.[1] Die ersten zwei Turniere hatte die Fédération Internationale et Européenne de Football Féminin (FIEFF) organisiert: Vom 7. bis 16. Juli 1970 in Italien die Coppa del Mondo mit sieben Teilnehmern (in Bario, Genua, Bologna und Salerno mit 2:0-Finalsieg von Dänemark gegen Italien; andere Teilnehmer waren Mexico, England, Schweiz und Österreich sowie die Bundesrepublik Deutschland, für die allerdings SC Bad Neuenahr spielte) und 1971 in Mexiko die Mundial mit sechs Mannschaften.

Zwischen 1978 und 1987 fanden auf Taiwan vier Turniere namens Women’s World Invitation Tournament mit bis zu 14 Mannschaften statt, an dem neben Teams aus Asien, Ozeanien und Nordamerika auch der mehrfache deutsche Frauenmeister SSG 09 Bergisch Gladbach teilnahm und 1981 und 1984 gewann.

Zwischen 1982 und 1988 wurden in Italien fünf als Women’s Mundialitos bezeichnete Turniere mit vier beziehungsweise sechs Mannschaften ausgetragen. Bei diesen Turnieren nahm 1984 erstmals die BR Deutschland teil und musste sich nach zwei Siegen in der Gruppenphase erst im Finale den Italienerinnen geschlagen geben.

1988, drei Jahre vor der ersten WM, fand in der VR China, nun schon unter Obhut der FIFA, das sogenannte FIFA-Frauen-Einladungsturnier 1988 (Women’s FIFA Invitational Tournament) mit zwölf Nationalmannschaften aus allen sechs Fußballkontinenten statt, welches vom späteren Weltmeister Norwegen gewonnen wurde.[2] Eine deutsche Mannschaft war hier nicht am Start.

RegelwerkBearbeiten

QualifikationBearbeiten

Um an der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen teilnehmen zu dürfen, müssen sich die Nationalmannschaften qualifizieren. Während bei den meisten Konföderationen die jeweilige Kontinentalmeisterschaft gleichzeitig die Qualifikation ist, führt die UEFA seit 1999 eine separate Qualifikation durch. Bei den Weltmeisterschaften 1991 und 1995 dienten noch die jeweiligen Europameisterschaften als Qualifikation. Das Gastgeberland ist automatisch für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Den einzelnen Kontinentalverbänden stehen abhängig von der Spielstärke unterschiedlich viele Startplätze zu. Europa stellte zuletzt mit 4,5 Qualifikanten und dem Gastgeber das größte Kontingent. Es folgte Asien mit drei Plätzen und Nordamerika mit 2,5 Plätzen. Die drittplatzierte Mannschaft der Nordamerikameisterschaft und der Fünfte der Europa-Qualifikation ermittelten in Hin- und Rückspiel einen Teilnehmer. Südamerika und Afrika standen je zwei Plätze zu, während Ozeanien eine Mannschaft stellte.

EndrundeBearbeiten

Die qualifizierten Mannschaften spielen mit dem vorher bestimmten Gastgeberland in einem ca. drei Wochen dauernden Turnier um den Titel des Weltmeisters. In der ersten Turnierphase, der Gruppenphase, sind die Mannschaften nach dem Zufallsprinzip in sechs Gruppen mit jeweils vier Mannschaften unterteilt, wobei einige Mannschaften nach gewissen Kriterien (Gastgeber, Weltmeister, FIFA-Rangliste) gesetzt und die anderen Mannschaften aus vorwiegend regional orientierten Lostöpfen (Europa, Südamerika, Afrika, Asien) gezogen werden. Damit soll verhindert werden, dass zwei Mannschaften aus einem Kontinent in der Vorrunde aufeinandertreffen. Eine Ausnahme bildet Europa, da es sich bei mehr europäischen Teilnehmern als Gruppen nicht verhindern lässt, dass zwei europäische Nationalmannschaften in der Vorrunde aufeinandertreffen.

Jede Mannschaft spielt in der Vorrunde je einmal gegen jede andere Mannschaft. Ein Sieg wird mit drei Punkten, ein Unentschieden mit einem Punkt bewertet. Die Gruppenersten und -zweiten erreichen das Viertelfinale, während die Gruppendritten und -vierten ausscheiden. Sollten zwei oder mehrere Mannschaften punktgleich sein, gibt es mehrere Kriterien, die eine Entscheidung herbeiführen. Zunächst zählt das bessere Torverhältnis. Sollte dieses ebenfalls gleich sein, zählt die Anzahl der geschossenen Tore. Ab 2015 wurde die Anzahl der Teilnehmer von 16 auf 24 erhöht. Dies hat zur Folge, dass nun wie bei den Männern zwischen 1986 und 1994 die vier besten dritten ihrer jeweiligen Gruppe ebenfalls in die nächste Runde einziehen. Es wird nun zusätzlich ein Achtelfinale ausgetragen.

Ab dem Viertelfinale bzw. ab 2015 dem Achtelfinale geht es im K.-o.-System weiter. Das bedeutet, dass nur der Sieger in die nächste Runde einzieht, während der Verlierer ausscheidet. Steht es nach den regulären 90 Minuten unentschieden, geht das Spiel in die Verlängerung. Bei den Weltmeisterschaften 1999 und 2003 wurde die Verlängerung nach der Golden-Goal-Regel gespielt, d. h. die Mannschaft, die in der Verlängerung das erste Tor erzielt, gewinnt das Spiel. Durch ein solches Golden Goal von Nia Künzer wurde die deutsche Mannschaft 2003 Weltmeister. Diese Regel wurde jedoch wieder abgeschafft, so dass seit 2007 wieder eine komplette Verlängerung gespielt wird. Sollte nach der Verlängerung immer noch kein Sieger feststehen, wird das Spiel im Elfmeterschießen entschieden.

Im Viertelfinale trafen bis 2011 die Gruppenersten auf einen Gruppenzweiten einer anderen Vorrundengruppe. Frühestens im Finale oder im Spiel um Platz 3 könnten zwei Mannschaften aus der gleichen Vorrundengruppe erneut aufeinandertreffen. Die Verlierer des Halbfinales spielen im sogenannten „kleinen Finale“ um den dritten Platz. Die Gewinner des Halbfinales spielen im Finale um den Weltmeistertitel. Der Weltmeister erhält einen Pokal und darf den Titel bis zur nächsten Weltmeisterschaft tragen.

2007 erhielten die Teilnehmer erstmals Preisgelder. 2011 wurde der Betrag erhöht, der Weltmeister erhielt in Preisgeld von 1.000.000 $, der Vizeweltmeister 800.000 $.[3]

Die von der FIFA 2007 erwogene Erweiterung des Teilnehmerfeldes von 16 auf 24 Mannschaften bei der Weltmeisterschaft 2011 wurde zunächst wieder verworfen. Erst seit der Weltmeisterschaft 2015 wird mit 24 Mannschaften ausgespielt, dabei findet zudem erstmals eine Achtelfinalrunde statt.[4]

Für die WM 2019 wurde das Bewerbungsverfahren im März 2014 eröffnet.[5] Wie die Veranstalter der beiden Turniere 2011 und 2015 soll der 2019-Ausrichter im Jahr davor nach Möglichkeit auch die U-20-Weltmeisterschaft ausrichten, die wie der FIFA-Konföderationen-Pokal bei den Männern als Generalprobe für die WM-Endrunde angesehen wird.

Frühere ReglementsBearbeiten

Bei den ersten beiden Weltmeisterschaften nahmen nur 12 Nationalmannschaften am Turnier teil. Die Mannschaften wurden in drei Gruppen zu je vier Mannschaften aufgeteilt. Neben den Gruppensiegern und -zweiten erreichten die zwei besten Gruppendritten das Viertelfinale.

Zur Weltmeisterschaft 1999 wurde das Teilnehmerfeld von 12 auf 16 Mannschaften vergrößert. Zudem galt die so genannte Golden-Goal-Regel, die aber 2004 wieder abgeschafft wurde.

1991 betrug die Spielzeit 2 × 40 Minuten; ggf. um 2 × 10 Minuten verlängert, wie bei zwei Spielen im Viertelfinale. Seit 1995 gelten die bei Männern üblichen Regeln mit Spielzeiten von 2 × 45 Minuten und 2 × 15 Minuten in der Verlängerung.

1991 bestanden die Kader aus 18 Spielerinnen, von 1995 bis 2003 waren es 20, von 2007 bis 2011 waren es 21 Spielerinnen und seit 2015 sind es 23 Spielerinnen. 1991, 1999 und 2003 standen zwei Torhüterinnen im Kader, 1995 und wieder ab 2007 drei.

ErstteilnahmenBearbeiten

Bei den sieben bislang ausgetragenen Fußballweltmeisterschaftsendrunden gab es insgesamt 32 unterschiedliche Teilnehmer. Brasilien, Deutschland, Japan, Nigeria, Norwegen, Schweden und die USA haben bisher bei allen Turnieren teilgenommen. Die nachfolgende Übersicht zeigt, bei welcher Endrunde welches Land erstmals teilnahm.

Jahr Erstteilnehmer
1991 Brasilien 1968  Brasilien China Volksrepublik  VR China Danemark  Dänemark Deutschland  Deutschland
Italien  Italien Japan  Japan Neuseeland  Neuseeland Nigeria  Nigeria
Norwegen  Norwegen Schweden  Schweden Chinesisch Taipeh  Chinesisch Taipeh Vereinigte Staaten  USA
1995 Australien  Australien England  England Kanada  Kanada
1999 Ghana  Ghana Mexiko  Mexiko Korea Nord  Nordkorea Russland  Russland
2003 Argentinien  Argentinien Frankreich  Frankreich Korea Sud  Südkorea
2007 keiner
2011 Äquatorialguinea  Äquatorialguinea Kolumbien  Kolumbien
2015 Schweiz  Schweiz Thailand  Thailand Spanien  Spanien Kamerun  Kamerun
Costa Rica  Costa Rica Elfenbeinküste  Elfenbeinküste Niederlande  Niederlande Ecuador  Ecuador
2019 Chile  Chile Jamaika  Jamaika Schottland  Schottland Sudafrika  Südafrika

Die Turniere im ÜberblickBearbeiten

Jahr Gastgeber Finale Spiel um Platz drei
Sieger Ergebnis 2. Platz 3. Platz Ergebnis 4. Platz
1991
Details
VR China Vereinigte Staaten 
USA
2:1 Norwegen 
Norwegen
Schweden 
Schweden
4:0 Deutschland 
Deutschland
1995
Details
Schweden Norwegen 
Norwegen
2:0 Deutschland 
Deutschland
Vereinigte Staaten 
USA
2:0 China Volksrepublik 
VR China
1999
Details
USA Vereinigte Staaten 
USA
0:0 n. V.
5:4 i. E.
China Volksrepublik 
VR China
Brasilien 
Brasilien
0:0 n. V.
5:4 i. E.
Norwegen 
Norwegen
2003
Details
USA Deutschland 
Deutschland
2:1
n. GG.
Schweden 
Schweden
Vereinigte Staaten 
USA
3:1 Kanada 
Kanada
2007
Details
VR China Deutschland 
Deutschland
2:0
Brasilien 
Brasilien
Vereinigte Staaten 
USA
4:1 Norwegen 
Norwegen
2011
Details
Deutschland Japan 
Japan
2:2 n. V.
3:1 i. E.
Vereinigte Staaten 
USA
Schweden 
Schweden
2:1 Frankreich 
Frankreich
2015
Details
Kanada Vereinigte Staaten 
USA
5:2 Japan 
Japan
England 
England
1:0 n. V. Deutschland 
Deutschland
2019
Details
Frankreich

RanglistenBearbeiten

nach Ländern
Rang Land Titel Jahr(e) 2. 3. 4.
1 Vereinigte Staaten  USA 3 1991, 1999, 2015 1 3
2 Deutschland  Deutschland 2 2003, 2007 1 2
3 Norwegen  Norwegen 1 1995 1 2
4 Japan  Japan 1 2011 1
5 Schweden  Schweden 1 2
6 Brasilien  Brasilien 1 1
7 China Volksrepublik  VR China 1 1
8 England  England 1
9 Kanada  Kanada 1
Frankreich  Frankreich 1
nach Konföderationen
Rang Konföderation Titel 2. 3. 4.
1   UEFA 3 3 3 5
2   CONCACAF 3 1 3 1
3   AFC 1 2 1
4   CONMEBOL 1 1
5   CAF
  OFC

RekordspielerinnenBearbeiten

 
Homare Sawa (2015): Erste Spielerin, die bei sechs WM-Endrunden eingesetzt wurde.
 
Birgit Prinz (2008): 14 Tore für Deutschland in 24 Spielen bei 5 Endrunden
 
Nadine Angerer (2013)
Endrunden-Teilnahmen
Rang Spielerin Teiln. Turniere
1 Japan  Homare Sawa 6 1995, 1999, 2003, 2007, 2011, 2015
Brasilien  Formiga 1995, 1999, 2003, 2007, 2011, 2015
3 Vereinigte Staaten  Kristine Lilly 5 1991, 1995, 1999, 2003, 2007
Norwegen  Bente Nordby 1991*, 1995, 1999, 2003, 2007
Deutschland  Birgit Prinz 1995, 1999, 2003, 2007, 2011
Deutschland  Nadine Angerer 1999*, 2003*, 2007, 2011, 2015
Vereinigte Staaten  Christie Rampone 1999, 2003, 2007, 2011, 2015
Kanada  Karina LeBlanc 1999*, 2003, 2007*, 2011, 2015*
9 Vereinigte Staaten  Joy Fawcett 4 1991, 1995, 1999, 2003
Vereinigte Staaten  Julie Foudy 1991, 1995, 1999, 2003
Vereinigte Staaten  Mia Hamm 1991, 1995, 1999, 2003
Norwegen  Hege Riise 1991, 1995, 1999, 2003
China Volksrepublik  Sun Wen 1991, 1995, 1999, 2003
Deutschland  Bettina Wiegmann 1991, 1995, 1999, 2003
Brasilien  Pretinha 1991, 1995, 1999, 2007
Brasilien  Kátia 1995*, 1999, 2003, 2007
Brasilien  Tânia 1995, 1999, 2003, 2007
Deutschland  Sandra Minnert 1995, 1999, 2003, 2007
Deutschland  Sandra Smisek 1995, 1999, 2003, 2007
Nigeria  Maureen Mmadu 1995, 1999*, 2003, 2007
Kanada  Andrea Neil 1995, 1999, 2003, 2007
Australien  Cheryl Salisbury 1995, 1999, 2003, 2007
Vereinigte Staaten  Briana Scurry 1995, 1999, 2003, 2007
Brasilien  Andréia 1999*, 2003, 2007, 2011
Deutschland  Ariane Hingst 1999, 2003, 2007, 2011
Kanada  Erin McLeod 2003*, 2007, 2011, 2015
Kanada  Christine Sinclair 2003, 2007, 2011, 2015
Norwegen  Solveig Gulbrandsen 1999, 2003, 2007, 2015
Norwegen  Trine Rønning 2003, 2007, 2011, 2015
Nigeria  Precious Dede 2003*, 2007, 2011, 2015
Nigeria  Onome Ebi 2003, 2007, 2011, 2015
Schweden  Therese Sjögran 2003, 2007, 2011, 2015
Australien  Melissa Barbieri 2003, 2007, 2011, 2015
Vereinigte Staaten  Abby Wambach 2003, 2007, 2011, 2015
Japan  Kozue Andō 1999, 2007, 2011, 2015
Japan  Aya Miyama 2003, 2007, 2011, 2015
Brasilien  Marta 2003, 2007, 2011, 2015
Brasilien  Cristiane 2003, 2007, 2011, 2015
Nigeria  Perpetua Nkwocha 2003, 2007, 2011, 2015
Kanada  Rhian Wilkinson 2003, 2007, 2011, 2015
Vereinigte Staaten  Shannon Boxx 2003, 2007, 2011, 2015
Brasilien  Rosana 2003, 2007, 2011, 2015
Kanada  Diana Matheson 2003, 2007, 2011, 2015

* kursiv ohne Einsatz

 
Kristine Lilly (2010): Spielerin mit den meisten WM-Einsätzen
Endrunden-Spiele
Rang Spielerin Spiele Turniere
1 Vereinigte Staaten  Kristine Lilly 30 1991, 1995, 1999, 2003, 2007
2 Vereinigte Staaten  Abby Wambach 25 2003, 2007, 2011, 2015
3 Brasilien  Formiga 24 1995, 1999, 2003, 2007, 2011, 2015
Vereinigte Staaten  Julie Foudy 1991, 1995, 1999, 2003
Deutschland  Birgit Prinz 1995, 1999, 2003, 2007, 2011
Japan  Homare Sawa 1995, 1999, 2003, 2007, 2011, 2015
7 Vereinigte Staaten  Joy Fawcett 23 1991, 1995, 1999, 2003
Vereinigte Staaten  Mia Hamm 1991, 1995, 1999, 2003
9 Norwegen  Bente Nordby 22 1995, 1999, 2003, 2007
Norwegen  Hege Riise 1991, 1995, 1999, 2003
Deutschland  Bettina Wiegmann 1991, 1995, 1999, 2003
12 China Volksrepublik  Sun Wen 20 1991, 1995, 1999, 2003

Mehr als 30 Spiele waren bis einschließlich 2007 nicht möglich.

 
Marta (2010) schoss die meisten WM-Tore.
Endrunden-Tore
Rang Spielerin Tore Turniere
1 Brasilien  Marta 15 2003, 2007, 2011, 2015
2 Deutschland  Birgit Prinz 14 1995, 1999, 2003, 2007
Vereinigte Staaten  Abby Wambach 2003, 2007, 2011, 2015
4 Vereinigte Staaten  Michelle Akers 12 1991, 1999
5 China Volksrepublik  Sun Wen 11 1991, 1995, 1999, 2003
Deutschland  Bettina Wiegmann 1991, 1995, 1999, 2003
7 Norwegen  Ann Kristin Aarønes 10 1995, 1999
Deutschland  Heidi Mohr 1991, 1995

AuszeichnungenBearbeiten

 
Silke Rottenberg (2008): Beste Torhüterin 2003

Seit 1999 erhält der Weltmeister im Frauenfußball den FIFA Women’s World Cup, einen 46,5 cm hohen Pokal. Außerdem dürfen die Nationalmannschaften für jede gewonnene Weltmeisterschaft einen Meisterstern auf dem Trikot tragen. Die deutsche Nationalmannschaft trägt seit der WM 2007 zwei Sterne, bis zu ihrem ersten Titelgewinn 2003 trug sie über dem Logo des DFB die drei Sterne der Herrenmannschaft. Die deutschen Spielerinnen trugen zudem von 2009 bis 2011 auf dem Trikot auf der rechten Seite das FIFA-Trophy-Badge für den aktuellen Weltmeister.

Am Ende jeder Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen werden Auszeichnungen an die besten Spielerinnen und an das fairste Team verliehen. Aktuell gibt es fünf verschiedene Auszeichnungen:

  • adidas Goldener Ball für die beste Spielerin
  • adidas Goldener Schuh für die erfolgreichste Torschützin
  • adidas Goldener Handschuh für die beste Torhüterin
  • Hyundai "Beste junge Spielerin" für die beste Spielerin unter 20 Jahren
  • FIFA Fairplay-Award für das fairste Team
Jahr Goldener Ball Goldener Schuh (Tore) Goldener Handschuh Beste junge Spielerin FIFA Fair Play Award
1991 Vereinigte Staaten  Carin Jennings Vereinigte Staaten  Michelle Akers (10) nicht vergeben nicht vergeben Deutschland  Deutschland
1995 Norwegen  Hege Riise Norwegen  Ann Kristin Aarønes (6) Schweden  Schweden
1999 China Volksrepublik  Sun Wen Brasilien  Sissi / China Volksrepublik  Sun Wen (7) China Volksrepublik  VR China / Neuseeland  Neuseeland
2003 Deutschland  Birgit Prinz Deutschland  Birgit Prinz (7) Deutschland  Silke Rottenberg 1 [6] China Volksrepublik  VR China
2007 Brasilien  Marta Brasilien  Marta (7) Deutschland  Nadine Angerer Norwegen  Norwegen
2011 Japan  Homare Sawa Japan  Homare Sawa (5) Vereinigte Staaten  Hope Solo Australien  Caitlin Foord Japan  Japan
2015 Vereinigte Staaten  Carli Lloyd Deutschland  Célia Šašić (6) Vereinigte Staaten  Hope Solo Kanada  Kadeisha Buchanan Frankreich  Frankreich
1 Auszeichnung nicht bei der FIFA erwähnt, aber auf dfb.de gemeldet.

RekordeBearbeiten

  • Längste Serie ohne Niederlage: Deutschland 15 Spiele (2003, 2007 und 2011)
  • Längste Serie ohne Gegentor: Deutschland 6 Spiele (2007)
  • Längste Siegesserie: Norwegen 10 Spiele (1995 bis 1999)
  • Meiste Tore: USA - 112 Tore
  • Einzige Mannschaft, die immer das Halbfinale erreichte: USA
  • Meiste Endspielteilnahmen: USA (1991, 1999, 2011 und 2015)
  • Spielerin mit den meisten Endspielteilnahmen: Birgit Prinz (1995, 2003, 2007)
  • Erste Spielerin, die 3 Tore in einem Spiel erzielte: Carolina Morace am 17. November 1991 beim 5:0 von Italien gegen Chinese-Taipeh.
  • Einzige Spielerin, die 3 Tore in einem Finale erzielte: Carli Lloyd (2015)
  • Einzige Spielerin, die 5 Tore in einem Spiel erzielte: Michelle Akers am 24. November 1991 im Viertelfinale USA gegen Chinese-Taipeh (Endstand 7:0), darunter ein Hattrick.
  • Schnellste Tore: Lena Videkull (Schweden) am 19. November 1991 gegen Japan (Endstand 8:0) nach 30 Sekunden, Marie-Laure Delie (Frankreich) am 17. Juni 2015 gegen Mexiko nach 34 Sekunden, Melissa Tancredi (Kanada) am 20. September 2007 gegen Australien (Endstand 2:2) nach 37 Sekunden und Lori Chalupny (USA) am 18. September 2007 gegen Nigeria zum 1:0-Endstand in der 54. Sekunde.[7]
  • Schnellstes Eigentor: Ifeanyi Chiejine (Nigeria) am 24. Juni 1999 im Spiel gegen die USA in der 2. Minute (Endstand 1:7) und Daiane (Brasilien) am 10. Juli 2011 im Spiel gegen die USA in der 2. Minute (Endstand 3:5 i.E.)
  • Ifeanyi Chiejine (* 17. Mai 1983) ist auch die jüngste Spielerin, die zum Einsatz kam. Mit 16 Jahren und 34 Tagen kam sie am 20. Juni 1999 im Spiel gegen Nordkorea zum Einsatz.[8]
  • Älteste Spielerin in einem WM-Spiel war die amerikanische Abwehrspielerin Christie Rampone, die im Finale am 5. Juli 2015 (5:2) gegen Japan 11 Tage nach ihrem 40. Geburtstag eingewechselt wurde. Die langjährige Spielführerin bekam die Kapitänsbinde von Carli Lloyd und reckte gemeinsam mit Abby Wambach den WM-Pokal in die Höhe.

VariaBearbeiten

Jahr Orte Stadien Meldungen1 Teams Spiele     Zuschauer Zuschauer            
1991 4 6 049 12 26 099 3,81 .0000000000510000.0000000000510.000 000000000019615.000000000019.615 032 1,23 0 0,00 1 0,04
1995 5 5 055 12 26 099 3,81 .0000000000112213.0000000000112.213 0000000000004316.00000000004.316 070 2,69 2 0,08 2 0,08
1999 8 8 088 16 32 123 3,84 000000001214209.00000000001.214.209 000000000037944.000000000037.944 077 2,41 1 0,03 4 0,13
2003 6 6 098 16 32 107 3,34 .0000000000679664.0000000000679.664 000000000021240.000000000021.240 065 2,03 0 0,00 1 0,03
2007 5 5 119 16 32 111 3,47 000000001190971.00000000001.190.971 000000000037218.000000000037.218 081 2,35 2 0,06 0 0,00
2011 9 9 126 16 32 086 2,69 .0000000000845711.0000000000845.711 000000000026428.000000000026.428 063 1,97 0 0,00 4 0,13
2015 6 6 136 24 52 146 2,81 000000001353506.00000000001.353.506 000000000026029.000000000026.029 112 2,15 1 0,02 2 0,04
2019 9 9 148 24 52
Jeweilige Rekordmarke
1 Gezählt werden die fristgerecht abgegebenen Meldungen unabhängig davon, ob ggfs. vor Beginn der Qualifikation zurückgezogen bzw. nicht angetreten wurde; einschließlich Titelverteidiger und Gastgeber.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Karel Stokkermans: Women's World Cup - Infos zu den Vorläufern. In: rsssf.com. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation, 4. November 2011, abgerufen am 28. Juli 2013 (englisch).
  2. Countdown: Nur noch 88 Tage. In: fifa.com. FIFA, 10. März 2015, abgerufen am 10. März 2015.
  3. FIFA Women's World Cup Germany 2011™ History & Numbers Statistical Kit 2. (PDF; 949 kB) In: fifa.com. FIFA, abgerufen am 29. Juli 2013 (englisch).
  4. Blatter: Frauenfussball entwickelt sich überall. In: fifa.com. FIFA, 31. Juli 2010, abgerufen am 29. Juli 2013.
  5. Bewerbungsverfahren für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2019™ und sieben weitere Wettbewerbe eröffnet. In: fifa.com. FIFA, 6. März 2014, abgerufen am 6. März 2014.
  6. Bilderserie Große Ehrung für Silke Rottenberg: FIFA-Präsident Joseph Blatter zeichnet sie als beste Torhüterin der WM 2003 aus. Sie hatte maßgeblichen Anteil am Titelgewinn, den die Mannschaft 2007 wiederholte. (Quelle: dpa) in der ZDFmediathek, abgerufen am 26. Januar 2014
  7. 50 Fakten zur FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™. (PDF; 327 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) In: fifa.com. FIFA, 23. März 2011, archiviert vom Original am 26. August 2012; abgerufen am 4. April 2014.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/de.fifa.com
  8. Die FIFA nennt in ihrer Statistik als ihr erstes Spiel das Spiel gegen Dänemark am 27. Juni 1999 Archivlink (Memento des Originals vom 26. August 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/de.fifa.com (PDF; 335 kB), in einer anderen FIFA-Statistik steht sie aber schon in der Aufstellung des Spiels gegen Nordkorea am 20. Juni 1999 [1]