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Südkoreanische Fußballnationalmannschaft

Geschichte und Teilnahmen der Mannschaft aus Südkorea
Republik Korea
Daehan Minguk
Spitzname(n) Taegeuk Warriors
Tigers of Asia,
Red Devils
Verband Korea Football Association
Konföderation AFC
Technischer Sponsor Nike
Cheftrainer PortugalPortugal Paulo Bento (seit 2018)
Kapitän Ki Sung-yong
Rekordtorschütze Cha Bum-kun (55)
Rekordspieler Hong Myung-bo (136)
FIFA-Code KOR
FIFA-Rang 37. (1467 Punkte)
(Stand: 14. Juni 2019)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Statistik
Erstes Länderspiel
Korea KaiserreichKorea Südkorea 5:3 Mexiko Mexiko 1934Mexiko
(London, England; 2. August 1948)
Höchster Sieg
Korea SudSüdkorea Südkorea 16:0 Nepal NepalNepal
(Incheon, Südkorea; 29. September 2003)
Höchste Niederlage
SchwedenSchweden Schweden 12:0 Südkorea Korea KaiserreichKorea
(London, England; 5. August 1948)
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 10 (Erste: 1954)
Beste Ergebnisse 4. Platz 2002
Asienmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 13 (Erste: 1956)
Beste Ergebnisse Sieger 1956, 1960
Konföderationen-Pokal
Endrundenteilnahmen 1 (Erste: 2001)
Beste Ergebnisse Vorrunde 2001
Nord- und Zentralamerikameisterschaft
Endrundenteilnahmen 2
Beste Ergebnisse Vierter 2002
(Stand: 5. September 2014)

Die südkoreanische Fußballnationalmannschaft ist die Fußballauswahl der Korea Football Association aus der ostasiatischen Republik Korea. Sie ist eine der erfolgreichsten asiatischen Mannschaften seit ihrem internationalen Debüt bei den Olympischen Sommerspielen 1948.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Korea hatte in früherer Zeit ein Ballspiel mit dem Namen chuk-gu, das dem damaligen Fußball sehr ähnlich war. Zum ersten Mal sahen die Koreaner 1882 eine Version des Fußballs, als britische Schiffsmitglieder im Hafen von Incheon spielten.

Im Jahre 1921 wurde das erste koreanische Fußballturnier ausgetragen und 1928 wurde der Koreanische Fußball-Bund gegründet um die Grundlage für die Verbreitung und Entwicklung des Fußballs in Korea zu schaffen. Während der Jahrzehnte der kolonialen Herrschaft unter den Japanern, stellte Fußball eine Möglichkeit dar, um Frustrationen abzubauen und die Hoffnung auf Unabhängigkeit zu verstärken.

Der Koreanische Fußball-Bund wurde 1948 in Südkorea wiedergegründet. 1948 trat der KFB der FIFA bei, 1954 wurde man zudem Mitglied des AFC.

Seit den 1960ern entwickelte sich Südkorea zu einer asiatischen Fußballmacht und gewann mehrere Turniere in Asien, unter anderem zweimal die Asienmeisterschaft. Die südkoreanische Nationalmannschaft nahm bislang an neun WM-Endrunden teil, seit 1986 ununterbrochen. Eine professionelle Fußballliga wurde 1983 als erste ihrer Art im asiatischen Raum gegründet. Sie half dabei den südkoreanischen Fußball nochmals zu stärken.

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2002 ist ein Zeichen für den rasanten Fortschritt, den der südkoreanische Fußball zu verzeichnen hat. Die Ausrichtung des Turniers zusammen mit Japan ist das Ergebnis der Begeisterung und Interesses der südkoreanischen Menschen, aber auch ein Indikator für die wirtschaftlichen Wachstumsmöglichkeiten, die der Fußball im asiatischen Raum noch bietet. Unter Führung des holländischen Trainers Guus Hiddink gelang es dem Nationalteam erstmals die Gruppenrunde zu überstehen. Durch Siege über Italien und Spanien erreichte zum ersten Mal in der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft eine asiatische Mannschaft das Halbfinale. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 stand Südkorea mit Frankreich, Schweiz und Togo in der Gruppe G, doch die südkoreanische Fußballnationalmannschaft schied in der Vorrunde aus. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 verlor Südkorea 1:2 gegen Uruguay im Achtelfinale und schied damit aus dem Turnier. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 schied Südkorea in Vorrunde mit einem Punkt aus. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 war Südkorea in der Gruppe mit Schweden, Mexiko und Deutschland, im letzten Spiel der Vorrunde gewann Südkorea das einzige Spiel gegen Deutschland mit 2:0 aber verpasste das Achtelfinale.

2003, 2008 und 2015 gewann Südkorea die Ostasienmeisterschaft.

Teilnahme Südkoreas an den Olympischen SpielenBearbeiten

Das erste Länderspiel Südkoreas fand 1948 bei den Olympischen Spielen in London statt.

1948 in London Viertelfinale
1952 in Helsinki nicht teilgenommen
1956 in Melbourne nicht qualifiziert (Losentscheid)
1960 in Rom nicht qualifiziert
1964 in Tokio Vorrunde
1968 in Mexiko Stadt nicht qualifiziert
1972 in München nicht qualifiziert
1976 in Montreal nicht qualifiziert
1980 in Moskau nicht qualifiziert
1984 in Los Angeles nicht qualifiziert
1988 in Seoul Vorrunde

Seit 1992 nahm die A-Nationalmannschaft nicht mehr an den Olympischen Spielen bzw. Qualifikationsspielen dazu teil.

Teilnahme Südkoreas an der FußballweltmeisterschaftBearbeiten

Südkorea nahm am häufigsten von allen asiatischen Mannschaften an Fußballweltmeisterschaften teil. Seit 1986 ist Südkorea Stammgast bei den WM-Endrunden.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis[2] Trainer Bemerkungen und Besonderheiten
1930 Uruguay nicht teilgenommen 1. Länderspiel erst 1948; Korea noch Teil Japans
1934 Italien nicht teilgenommen 1. Länderspiel erst 1948; Korea noch Teil Japans
1938 Frankreich nicht teilgenommen 1. Länderspiel erst 1948; Korea noch Teil Japans
1950 Brasilien nicht teilgenommen
1954 Schweiz Vorrunde Ungarn, Türkei 000000000000016.000000000016. Kim Young-sik Nach zwei Niederlagen (0:9 gegen Ungarn und 0:7 gegen die Türkei) ausgeschieden. Das 0:9 war bis 1982, als ebenfalls Ungarn mit 10:1 gegen El Salvador gewann, die höchste Niederlage bei einer WM
1958 Schweden Anmeldung durch die FIFA abgelehnt[3]
1962 Chile nicht qualifiziert In der Qualifikation in den Play-offs Europa/Ostasien an Jugoslawien gescheitert.
1966 England zurückgezogen Südkorea zog sich ebenso wie alle 15 gemeldeten afrikanischen Mannschaften aus der Qualifikation zurück, da die FIFA den Mannschaften aus Afrika, Asien und Ozeanien nur einen Endrundenplatz zugestand.
1970 Mexiko nicht qualifiziert In der Qualifikation an Australien gescheitert, das sich aber ebenfalls nicht qualifizieren konnte.
1974 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation in den Entscheidungsspielen an Australien gescheitert.
1978 Argentinien nicht qualifiziert In der Qualifikation am Iran gescheitert.
1982 Spanien nicht qualifiziert In der Qualifikation in der 1. Runde an Kuwait gescheitert.
1986 Mexiko Vorrunde Argentinien, Bulgarien, Italien 000000000000020.000000000020. Kim Jung-nam Als Gruppenletzter ausgeschieden.
1990 Italien Vorrunde Belgien, Spanien, Uruguay 000000000000022.000000000022. Lee Hoe-taik Ohne Punkt als Gruppenletzter ausgeschieden.
1994 USA Vorrunde Spanien, Bolivien, Deutschland 000000000000020.000000000020. Kim Ho Als Gruppendritter nach zwei Remis gegen Spanien und Bolivien, sowie einer Niederlage gegen Deutschland ausgeschieden.
1998 Frankreich Vorrunde Mexiko, Niederlande, Belgien 000000000000030.000000000030. Cha Bum-kun Als Gruppenletzter ausgeschieden.
2002 Südkorea/Japan Spiel um Platz Drei Türkei Vierter Guus Hiddink Im Spiel um Platz 3 erzielte Hakan Şükür gegen Südkorea das schnellste Tor der WM-Geschichte, als er nach 11 Sekunden zum 1:0 traf.
2006 Deutschland Vorrunde Togo, Frankreich, Schweiz 000000000000017.000000000017. Dick Advocaat Als Gruppendritter ausgeschieden
2010 Südafrika Achtelfinale Uruguay 000000000000015.000000000015. Huh Jung-moo Nach einem Sieg gegen Griechenland, einer Niederlage gegen Argentinien und einem Unentschieden gegen Nigeria schied Südkorea im Achtelfinale gegen Uruguay aus.
2014 Brasilien Vorrunde Russland, Algerien, Belgien 27. Hong Myung-bo Als Gruppenletzter ausgeschieden.
2018 Russland Vorrunde Schweden, Mexiko, Deutschland Shin Tae-yong In der dritten Runde der Qualifikation der Asiatischen Fussballkonföderation (AFC) traf das Team auf den Iran, Usbekistan, China, Katar und Syrien und qualifizierte sich als Gruppenzweiter direkt für die Weltmeisterschaftsendrunde.
2022 Katar

Teilnahme Südkoreas an der AsienmeisterschaftBearbeiten

  • 1956Asienmeister
  • 1960Asienmeister
  • 1964 – Dritter
  • 1968Nicht qualifiziert
  • 1972 – Vizemeister
  • 1976Nicht qualifiziert
  • 1980 – Vizemeister
  • 1984 – Vorrunde
  • 1988 – Vizemeister
  • 1992Nicht qualifiziert
  • 1996 – Viertelfinale
  • 2000 – Dritter
  • 2004 – Viertelfinale
  • 2007 – Dritter
  • 2011 – Dritter
  • 2015 – Vizemeister
  • 2019Viertelfinale

Teilnahme Südkoreas an der OstasienmeisterschaftBearbeiten

  • 2003Ostasienmeister
  • 2005 – Vierter
  • 2008Ostasienmeister
  • 2010 – Zweiter
  • 2013 – Dritter
  • 2015Ostasienmeister
  • 2017Ostasienmeister

Als inoffizielles Vorläuferturnier gilt der Dynasty Cup:

  • 1990 – Gewinner
  • 1992 – Zweiter
  • 1995 – Zweiter
  • 1998 – Dritter

RekordspielerBearbeiten

(Stand: 24. März 2018)[4]

Spiele Spieler Zeitraum Tore
136 Hong Myung-bo 1990–2002 10
133 Lee Woon-jae 1994–2010 0
127 Lee Young-pyo 1999–2011 5
123 Yoo Sang-chul 1994–2005 18
121[5] Cha Bum-kun 1972–1986 55[6]
105 Lee Dong-gook 1998–2014 33
104 Kim Tae-young 1992–2004 3
103 Hwang Seon-hong 1993–2002 50
100 Ki Sung-yong 2008– 10
100 Park Ji-sung 2000–2011 13
98 Kim Nam-il 2000–2013 2
95 Choi Soon-ho 1980–1991 30
95 Ha Seok-ju 1991–2001 23

RekordtorschützenBearbeiten

Erfolgreichster 2017 und 2018 eingesetzter Torschütze ist Son Heung-min mit derzeit 20 Toren.

Tore Spieler Zeitraum Spiele
55 Cha Bum-kun 1972–1986 121
50 Hwang Seon-hong 1993–2002 103
33 Lee Dong-gook 1998–2014 103
30 Choi Soon-ho 1980–1991 95
29 Huh Jung-moo 1974–1986 84
29 Kim Do-hoon 1994–2003 72
27 Choi Yong-soo 1995–2003 67
27 Lee Tae-ho 1980–1991 72
27 Park Chu-Young 2005–2014 71
24 Lee Young-moo 1974–1982 70
24 Park Sung-hwa 1974–1984 92
23 Ha Seok-ju 1991–2001 95

Bekannte TrainerBearbeiten

MannschaftssymboleBearbeiten

Auf der Brust der Trikots der südkoreanischen Fußballnationalmannschaft ist ein Tiger abgebildet. Der Tiger steht für Stolz und Status. Auf dem Rücken ist der Spruch „Tu-Hon“ aufgedruckt. „Tu-Hon“ bedeutet „Kampfgeist“.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Südkoreanische Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com. 14. Juni 2019, abgerufen am 22. Juni 2019.
  2. Die Platzierungen ab Platz 5 wurden von der FIFA festgelegt, ohne dass es dafür Platzierungsspiele gab. Siehe: All-time FIFA World Cup Ranking 1930-2014 (PDF; 200 kB).
  3. fifa.com: History of the FIFA World Cup Preliminary Competition (by year) (PDF; 325 kB), S. 12
  4. rsssf.com: South Korea – Record International Players
  5. Zudem 6 Spiele in der Qualifikation für die Olympischen Spiele 1976 und 7 Spiele bei den Asienspielen 1978
  6. Zudem 2 Tore in der Qualifikation für die Olympischen Spiele 1976 und 1 Tor bei den Asienspielen 1978
  7. Kicker: Cho Kwang Rae beerbt Huh erschienen am 21. Juli 2010
  8. Choi neuer Trainer der „Taeguk Warriors“. FIFA.com
  9. Südkorea trennt sich von Trainer. Meldung auf sport1.de, 19. Juni 2013. Abgerufen am 19. Juni 2013.
  10. Enrico Barz: Neuer Trainer für Südkorea. In: fussball-wm-total.de. FUSSBALL-WM-total, 24. Juni 2013, abgerufen am 20. August 2013.