2. Fußball-Bundesliga

zweithöchste Spielklasse im deutschen Männerfußball

Die 2. Bundesliga bildet die zweithöchste Spielklasse im deutschen Fußball. Sie wurde 1974, elf Jahre nach Gründung der Fußball-Bundesliga, als neue zweithöchste Spielklasse für Profifußball geschaffen, um die große wirtschaftliche Kluft von Profi- und Amateurbereich zu überwinden, die damals zwischen Bundesliga und den gleichalten, bis dahin als zweite Liga fungierenden fünf Fußball-Regionalligen entstanden war.

2. Bundesliga
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Verband DFL Deutsche Fußball Liga
Erstaustragung 2. August 1974
Hierarchie 2. Liga
Mannschaften 18
Aktueller Meister FC St. Pauli (2. Titel)
Rekordsieger 1. FC Nürnberg, SC Freiburg,
1. FC Köln, Arminia Bielefeld, VfL Bochum (je 4 Titel)
Rekordspieler Deutschland Willi Landgraf (508)
Rekordtorschütze Deutschland Simon Terodde (177)
Aktuelle Saison 2023/24
Website bundesliga.de
Qualifikation für Bundesliga
Bundesliga (I)
3. Liga (III)

Spielmodus Bearbeiten

Modus der 2. Bundesliga seit 1974
Spielzeiten Staffeln Teams Spieltage Aufsteiger in die Bundesliga Absteiger in die Drittklassigkeit
1974/75 bis 1978/79 2 (Nord + Süd) 40 (jeweils 20) jeweils 38 2 (jeweilige Staffelsieger)

+ 1 Relegationsgewinner

(Duell der Vizemeister)

8 (jeweils 4)
1979/80 41 (Nord: 20 / Süd: 21) Nord: 38 / Süd: 40
1980/81 42 (Nord: 22 / Süd: 20) Nord: 42 / Süd: 38 22 (Nord: 12 / Süd: 10)
1981/82 bis 1990/91 1 20 38 2

+ 1 möglicher Relegationsgewinner (3. gegen 16. der Bundesliga)

4
1991/92 2 (Nord + Süd) 24 (jeweils 12) jeweils 32

(22 + 10 Spiele in Auf- und Abstiegsrunden)

2 (jeweilige Staffelsieger) 4 (jeweils 2)

+ 1 oder 2 Relegationsverlierer

(Triell zwischen den beiden 10. und dem 3. der Oberliga Nord)

1992/93 1 24 46 3 7
1993/94 20 38 5
1994/95 bis 2007/08 18 34 4
2008/09 bis heute 2 + 1 möglicher Relegationsgewinner

(3. gegen 16. der Bundesliga)

2 + 1 möglicher Relegationsverlierer

(16. gegen 3. der 3. Liga)

Der Spielmodus der 2. Bundesliga wechselte mehrfach. Zunächst wurde sie in 2. Bundesliga Nord und 2. Bundesliga Süd unterteilt. Die jeweiligen Ligaersten stiegen direkt in die Bundesliga auf, die beiden Zweiten ermittelten den dritten Aufsteiger in Hin- und Rückspiel (falls erforderlich, gab es ein Entscheidungsspiel). Dieser Modus hatte bis zur Saison 1980/81 Bestand. Mit einer kurzen, durch die Wiedervereinigung Deutschlands bedingten Unterbrechung (Saison 91/92 mit diversen Sonderregelungen), wurde von nun an in einer eingleisigen Liga gespielt. Direkte Aufsteiger waren der Erst- und der Zweitplatzierte. Der Tabellendritte hatte die Möglichkeit, sich über zwei Relegationsspiele gegen den Tabellensechzehnten der Bundesliga für die Bundesliga zu qualifizieren. Aus Gründen der Planungssicherheit gab es von der Saison 1992/93 bis 2007/08 drei direkte Aufsteiger. Seit der Spielzeit 2008/09 wird wieder der alte Aufstiegsmodus aus den Jahren 1981 bis 1991 mit zwei sicheren und einem möglichen dritten Aufsteiger angewandt.

Auch die Anzahl der Absteiger aus der 2. Bundesliga variierte, da auch die Anzahl der Teilnehmer nicht immer gleich war. Bis 2008 gab es in der Regel vier Absteiger. Ausnahmen hierbei sind unter anderem die Saison 1980/81, in der um die Qualifikation zur eingleisigen 2. Bundesliga gespielt wurde, sowie die wegen der deutschen Wiedervereinigung zweigleisige Saison 1991/92. Seit der Gründung der 3. Liga im Jahr 2008 steigen der Tabellensiebzehnte und der -achtzehnte direkt ab, während der Tabellensechzehnte gegen den Tabellendritten der 3. Liga in zwei Relegationsspielen um den Klassenerhalt bzw. Aufstieg spielt.

Alle Teilnehmer der 2. Bundesliga einschließlich der Absteiger der Vorsaison nehmen auch am DFB-Pokal teil.

Vereine Bearbeiten

Bis zur Saison 2023/24 haben insgesamt 128 Vereine in der 2. Fußball-Bundesliga gespielt. Mit dem MTV Ingolstadt und dem ESV Ingolstadt spielten zwei Vorgängervereine des FC Ingolstadt 04 selbst zeitweilig in der 2. Liga und auch der SC Paderborn 07 hat mit dem TuS Schloß Neuhaus einen Vorgängerverein mit Zweitligavergangenheit.

Mit Ausnahme des FC Bayern München, der drei Spielzeiten in der Zweitklassigkeit verbrachte, jedoch lange vor Gründung der 2. Bundesliga (nämlich 1955/56 und von 1963 bis 1965) und dem SC Tasmania 1900 Berlin, der 1973 – ein Jahr vor der ersten Austragung – aufgelöst wurde, haben alle bisherigen Bundesligisten eine oder mehrere Spielzeiten in der 2. Bundesliga verbracht und die Liga mitgeprägt. Spätere Nationalspieler wie Jürgen Klinsmann, Rudi Völler, Andreas Brehme, Olaf Thon und viele andere machten in der 2. Liga erstmals auf sich aufmerksam.

Den Titel des Rekordmeisters der 2. Fußball-Bundesliga teilen sich fünf Mannschaften: Der 1. FC Köln, der SC Freiburg und der VfL Bochum errangen jeweils vier Titel in der „eingleisigen“ 2. Liga, also nach Zusammenlegung der Staffeln Nord und Süd. Der 1. FC Nürnberg kommt ebenfalls auf vier Meisterschaften, von denen eine in der Staffel Süd erreicht wurde. Arminia Bielefeld sicherte sich zwei der insgesamt ebenfalls vier Titel in der Staffel Nord.

Durch die steigende Resonanz beim Publikum gegenüber den Formierungsjahren und die höheren Einnahmen aus TV und Sponsoring stehen die meisten Zweitligisten wirtschaftlich auf gesunden Füßen. In der Saison 2016/17 lag die Zuschauerzahl erstmals über 6 Millionen. Den höchsten Zuschauerschnitt eines Vereins erreichte der Hamburger SV in der Saison 2022/23 mit durchschnittlich 53.529 Zuschauern je Heimspiel. In der gleichen Saison wurde mit insgesamt knapp 6,8 Millionen Zuschauern bei allen 306 Spielen der 2. Fußball-Bundesliga ein neuer Höchstwert erreicht.

In der Ewigen Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga liegt die SpVgg Greuther Fürth mit insgesamt 1.708 Punkte (Stand: Saisonende 2022/2023) vorne. Die meisten Punkte je Spiel erreichte Werder Bremen, die in zwei Spielzeiten mit durchschnittlich 2,12 Punkten je Spiel jeweils den direkten Wiederaufstieg schafften.

Siehe auch: Liste der Vereine der 2. Fußball-Bundesliga

Geschichte Bearbeiten

 
Karte
Saison Zweitliga-Meister
1974/75 Hannover 96 (Nord)
Karlsruher SC (Süd)
1975/76 Tennis Borussia Berlin (Nord)
1. FC Saarbrücken (Süd)
1976/77 FC St. Pauli (Nord)
VfB Stuttgart (Süd)
1977/78 Arminia Bielefeld (Nord)
SV Darmstadt 98 (Süd)
1978/79 Bayer 04 Leverkusen (Nord)
TSV 1860 München (Süd)
1979/80 Arminia Bielefeld (Nord)
1. FC Nürnberg (Süd)
1980/81 Werder Bremen (Nord)
SV Darmstadt 98 (Süd)
1981/82 FC Schalke 04
1982/83 SV Waldhof Mannheim
1983/84 Karlsruher SC
1984/85 1. FC Nürnberg
1985/86 FC 08 Homburg
1986/87 Hannover 96
1987/88 Stuttgarter Kickers
1988/89 Fortuna Düsseldorf
1989/90 Hertha BSC
1990/91 FC Schalke 04
1991/92 Bayer 05 Uerdingen (Nord)
1. FC Saarbrücken (Süd)
1992/93 SC Freiburg
1993/94 VfL Bochum
1994/95 FC Hansa Rostock
1995/96 VfL Bochum
1996/97 1. FC Kaiserslautern
1997/98 Eintracht Frankfurt
1998/99 Arminia Bielefeld
1999/00 1. FC Köln
2000/01 1. FC Nürnberg
2001/02 Hannover 96
2002/03 SC Freiburg
2003/04 1. FC Nürnberg
2004/05 1. FC Köln
2005/06 VfL Bochum
2006/07 Karlsruher SC
2007/08 Borussia Mönchengladbach
2008/09 SC Freiburg
2009/10 1. FC Kaiserslautern
2010/11 Hertha BSC
2011/12 SpVgg Greuther Fürth
2012/13 Hertha BSC
2013/14 1. FC Köln
2014/15 FC Ingolstadt 04
2015/16 SC Freiburg
2016/17 VfB Stuttgart
2017/18 Fortuna Düsseldorf
2018/19 1. FC Köln
2019/20 Arminia Bielefeld
2020/21 VfL Bochum
2021/22 FC Schalke 04
2022/23 1. FC Heidenheim
2023/24 FC St. Pauli

Vorgeschichte Bearbeiten

Mit Einführung der Bundesliga im Jahr 1963 wurden gleichzeitig fünf Regionalligen (Süd, Südwest, West, Nord und Berlin) als zweithöchste bundesdeutsche Spielklasse geschaffen, deren beide jeweils erstplatzierten Mannschaften am Ende der Saison in zwei Gruppen die beiden Bundesligaaufsteiger ausspielten. Mit dem Übergang von den früheren Oberligen zur neuen Bundes- bzw. Regionalliga zeigte sich jedoch, dass der Unterbau der Bundesliga sowohl sportlich als auch wirtschaftlich problematisch war und ein Abstieg einen Verein schnell wirtschaftlich ruinieren konnte.

Diese Situation war mitverantwortlich für den Bundesliga-Skandal 1971, in dem es wegen manipulierter Punktspiele im Abstiegskampf Rot-Weiß Oberhausen und Arminia Bielefeld gelungen war, in der Bundesliga zu verbleiben. Als eine Konsequenz beschloss der DFB-Bundestag in Frankfurt am 30. Juni 1973 die Einführung der in Nord- und Südstaffel geteilten 2. Bundesliga zur Saison 1974/75, wodurch die Kluft zwischen Profi- und Amateurbereich geschlossen werden sollte.[1]

Qualifikationssystem Bearbeiten

Die Kriterien für die Qualifikation[2] besagten, dass zwei Gruppen mit je 20 Vereinen gebildet werden. Die Nordgruppe mit Regionalliga-Vereinen aus den Regionalverbänden West, Nord und Berlin und die Südgruppe, die aus den Vereinen der Regionalligen Süd und Südwest besteht. Diskutiert wurde, allein den finalen Tabellenstand der Saison 1973/74 als Maßstab für die Qualifikation heranzuziehen. Letztlich setzte sich aber der Gegenvorschlag der DFB-Kommission durch, insgesamt fünf Spieljahre als Bewertungsmaßstab zu nehmen. Die Platzbewertungszahlen aus der Regionalliga oder 25 Punkte pro absolvierter Spielzeit in der 1. Bundesliga nach den Endtabellen 1970 und 71 wurden einfach, 1972 und 73 doppelt, 1974 aber dreifach gezählt. Wie in den Vorjahren sollte es in den fünf Regionalligen je zwei Berechtigte für die Aufstiegsrunde zur 1. Bundesliga geben und Absteiger in die Amateurligen, obwohl diese ja eigentlich bei der neuen Klasseneinteilung nicht erforderlich wären; mit dem Abstieg aus der Regionalliga verloren sie jegliches Qualifikationsrecht. Die Regionalverbände Süd sollten 13 Vereine, der aus West elf Vereine, der Norden und Südwesten je sieben Vereine und Berlin zwei Vereine stellen. In diesen Zahlen sollten auch die Bundesligaabsteiger der Saison 1973/74 enthalten sein. Bei Punktgleichheit sollte das letzte Jahr den Ausschlag geben.

Dies alles hatte zur Folge, dass es zunächst nur zwei sichere Teilnehmer der 2. Bundesliga gab, nämlich die beiden Absteiger aus Liga Eins zum Saisonende 1973/74. Als Schwachstelle wurde ausgemacht, dass die Regionalliga-Neulinge 1973/74 keine realistische Chance hatten, in die neue 2. Bundesliga aufzurücken. Diese konnten zwar in die 1. Bundesliga aufsteigen, nicht aber in die zweite. Umgekehrt durften sich langjährige Regionalligisten oder Ex-Bundesligisten dank bereits erworbener Qualifikationspunkte aus den Vorjahren schlechte Ergebnisse in der Saison 1973/74 erlauben – solange sie nicht abstiegen.

Wirtschaftliche und strukturelle Voraussetzungen wurden beim DFB-Bundestag am 30. Juni 1973 zunächst nicht festgelegt, jedoch ein Jahr später zu relevanten Faktoren deklariert.

Nach Ende der Saison 1973/74 erwies es sich als gravierend, dass übersehen worden war, dass sich die zehn an der jährlichen Aufstiegsrunde zur Bundesliga teilnehmenden Regionalligisten durch ihre Platzierung in der Saison 1973/74 nicht von vornherein für die neue 2. Bundesliga qualifiziert hatten. Im Fall des 1. FC Saarbrücken führte dies dazu, dass der Klub nach dem Scheitern in der Aufstiegsrunde durch Anordnung des DFB trotz nicht vorhandener Erfüllung der Kriterien in die 2. Bundesliga Süd aufgenommen wurde und den Platz des SV Alsenborn einnahm, der ebenfalls aus der Regionalliga Südwest stammte. Dieser von Fritz Walter geförderte „Dorfklub“ war 1968, 1969 und 1970 dreimal in der Bundesliga-Aufstiegsrunde gescheitert und hatte sich deutlich für die neue Spielklasse qualifiziert. Der DFB befand nun, dass in Alsenborn keine zweitligatauglichen Zustände vorhanden seien und diese auch nicht in absehbarer Zeit erreicht werden könnten und stufte den SV in die dann drittklassige Amateurliga Südwest zurück, obwohl der Klub bei erfolgreicher Teilnahme an einer der drei Aufstiegsrunden zur Bundesliga mit einer Sondergenehmigung sogar in der höchsten Spielklasse hätte spielen dürfen (dann nicht im heimischen Stadion, sondern in Kaiserslautern oder Ludwigshafen).

Zweigleisige 2. Bundesliga (1974–1981) Bearbeiten

1974 wurde die 2. Bundesliga als „Unterhaus“ der Bundesliga eingeführt. 40 Fußballvereine, in zwei Staffeln (Nord und Süd) aufgeteilt, spielten erstmals gemeinsam um den Aufstieg in das Fußball-Oberhaus. Es wurde festgelegt, dass die jeweiligen Staffelsieger in die Bundesliga aufrücken, während die beiden Tabellenzweiten in Hin- und Rückspiel einen dritten Aufsteiger ausspielten. Aus der Bundesliga stiegen die drei Tabellenletzten ab und wurden je nach regionaler Zugehörigkeit in die 2. Bundesliga Nord oder 2. Bundesliga Süd eingeordnet. Da sich bei diesem Verfahren die Zahl der Auf- und Absteiger innerhalb der einzelnen Staffeln nicht immer die Waage hielt, musste in manchen Spielzeiten mit 21 oder gar 22 Vereinen in einer Gruppe gespielt werden.

Mit der am 2. August 1974 angepfiffenen Freitagabendpartie zwischen dem 1. FC Saarbrücken und Darmstadt 98 begann die erste Saison der 2. Bundesliga. Das erste Tor erzielte der Saarbrücker Nikolaus Semlitsch in der 18. Minute. Das 1:0 war zugleich das Endergebnis des ersten Zweitligaspiels. Die ersten Tabellenführer der neuen Liga waren der SC Fortuna Köln (Nord) und der VfR Heilbronn (Süd).

Die neu geschaffene 2. Liga gewann gegenüber den vorherigen Regionalligen an Attraktivität. Nicht nur immer mehr Zuschauer ließen sich durch die steigende Qualität der Mannschaften in die Stadien der Zweitligisten locken; auch große Trainernamen konnte man bald in der Liga finden. So heuerte Helmuth Johannsen, der einstige Meistertrainer von Eintracht Braunschweig, beim saarländischen Verein Röchling Völklingen an, Hans Tilkowski trainierte den 1. FC Nürnberg, Max Merkel TSV 1860 München und Otto Knefler Borussia Dortmund. Zu den Stars der neuen Liga zählten Helmut Haller beim FC Augsburg, Lothar Emmerich bei Schweinfurt 05, Hans Walitza beim 1. FC Nürnberg oder auch Klaus-Dieter Sieloff bei Alemannia Aachen. Zudem blieben mit dem Argentinier Carlos Babington (SG Wattenscheid 09) und Haitis Torhüter Henri Françillon (TSV 1860 München) zwei Stars der Weltmeisterschaft 1974 im Land.

Zur zuvor vor allem bei manchen Berliner Vereinen, aber auch in Mannheim oder Gütersloh für die Einführung der 2. Bundesliga erwarteten Fusionswelle kam es hingegen zunächst nicht.

Eingleisige 2. Bundesliga (1981–1991) Bearbeiten

1981 wurde die eingleisige 2. Bundesliga mit 20 Vereinen eingeführt. Für die Qualifikation zur neuen Spielklasse gab es erneut ein ausgeklügeltes System. Zunächst mussten die Vereine technische Qualifikationskriterien erfüllen. Diese sahen vor, dass die Stadien mindestens 15.000 Zuschauer fassen und innerhalb einer bestimmten Frist auch über eine Flutlichtanlage verfügen mussten. Wurden diese Voraussetzungen erfüllt, kamen sportliche Kriterien zum Tragen. Die jeweils vier erstplatzierten Mannschaften der Nord- und Süd-Staffel sowie die Bundesligaabsteiger waren automatisch qualifiziert. Die anderen Teilnehmer wurden über eine sogenannte „Platzziffer“ ermittelt. Diese errechnete sich aus den erreichten Tabellenplätzen der letzten drei Jahre. Je niedriger diese ermittelte Platzziffer war, desto besser war der Verein platziert. In der Saison 1978/79 wurde der Tabellenplatz mit eins, 1979/80 mit zwei und 1980/81 mit drei multipliziert. Mit Null wurden Jahre der Bundesligazugehörigkeit gewertet. Für Oberligajahre, in denen der Aufstieg nicht geschafft wurde, gab es 20 Punkte, für die Spielzeiten mit Aufstieg 16.

Nach Einführung der eingleisigen 2. Bundesliga zur Saison 1981/82 galt, dass die Mannschaften auf den ersten beiden Tabellenplätzen am Ende der Saison direkt in die Bundesliga aufstiegen und der Tabellendritte zwei sogenannte Relegationsspiele mit dem Drittletzten der abgelaufenen Erstligarunde um den Aufstieg bzw. den Verbleib in der Bundesliga auszutragen hatte.

Nach der Wiedervereinigung (1991–1996) Bearbeiten

Nach der Saison 1990/91 sollte die Liga auf 18 Vereine reduziert werden – es gab 4 Absteiger und nur 2 Aufsteiger aus den Oberligen. Da ab 1991 aber auch Klubs des NOFV (Vereine der ehemaligen DDR) mitspielten, musste die Liga aufgestockt werden. In der Saison 1991/92 wurden zunächst sechs NOFV-Klubs in die Liga aufgenommen, so dass sich die Teilnehmerzahl auf 24 erhöhte. Um die Anzahl der Spieltage gering zu halten, kehrte man zum Staffelsystem zurück und spielte in zwei Staffeln à 12 Mannschaften. Zwar stiegen in dieser Saison fünf Mannschaften in die Oberliga ab und nur drei aus der Oberliga auf, da jedoch auch aus der Bundesliga vier Vereine ab- und nur zwei dorthin aufstiegen, nahmen auch in der Folgesaison wieder 24 Klubs am Spielbetrieb teil.

Auf Wunsch der Vereine kehrte man zur eingleisigen Liga zurück, sodass es in der Saison 1992/93 zu einer Mammut-Saison mit 46 Spieltagen kam. Zum Ende der Saison stiegen sieben Vereine aus der 2. Bundesliga ab und drei aus den Oberligen auf, so dass die Saison 1993/94 mit 20 Teilnehmern gespielt wurde. Erst zur Folgesaison 1994/95 wurde die auch heute noch geltende Zahl von 18 Mannschaften erreicht.

Zuschauerboom (seit 1996) Bearbeiten

 
Die Schale der 2. Liga

Durch den Abstieg von Traditionsvereinen wie beispielsweise Eintracht Frankfurt, dem 1. FC Kaiserslautern (beide erstmals 1996), dem 1. FC Köln (erstmals 1998) oder Borussia Mönchengladbach (erstmals 1999) erfuhr die 2. Liga einen enormen Zuschauerboom. Der Effekt wurde verstärkt durch die zunehmende Kapazität und die ausgebaute Qualität der Stadien. Inzwischen werden die Spiele im Durchschnitt von über 21.000 Zuschauern pro Partie verfolgt (Saison 2016/17). Die zweite Fußball-Bundesliga hat damit ähnliche Zuschauerschnitte wie die ersten Ligen in den Niederlanden (Eredivisie), Frankreich (Ligue 1) und Italien (Serie A), und ist gemeinsam mit der englischen Football League Championship die zuschauerstärkste 2.-Fußballliga.[3] In der Saison 1996/97 sahen 75.000 Zuschauer im Berliner Olympiastadion das Spiel von Hertha BSC gegen den 1. FC Kaiserslautern. In der Saison 2010/11 wurde an derselben Spielstätte eine Zusatztribüne errichtet, und so konnten 77.116 Zuschauer beim Spiel der Berliner Hertha gegen den FC Augsburg einen Zweitliga-Rekord aufstellen.

Durch die Live-Übertragung von Spielen (unter anderem das regelmäßige Montagsspiel auf Sport1, früher DSF) erlangte die Liga vermehrt öffentliche Aufmerksamkeit.

In der Saison 2004/05 wurden im Rahmen des Wettskandals mehrere Spiele der 2. Bundesliga und der Regionalliga vom damaligen Fußballschiedsrichter Robert Hoyzer manipuliert. Die Partie zwischen LR Ahlen und Wacker Burghausen aus der 2. Bundesliga musste deshalb am 27. April 2005 wiederholt werden.

Seit der Saison 2008/09 erhält der Sieger einer Saison eine eigene Trophäe. Zur Begründung sagte DFL-Geschäftsführer Tom Bender: „Die Meisterschale ist das wichtigste Symbol des sportlichen Wettbewerbs in der Bundesliga. Mit einem eigenen Pokal für den Meister der 2. Bundesliga möchten wir nun auch diese besondere Leistung würdigen.“[4] Die Meisterschale besteht aus Silber und wiegt achteinhalb Kilogramm. Sie hat einen Durchmesser von einem halben Meter und ist mit 30.000 Euro versichert. Der SC Freiburg als Meister der Saison 2008/09 durfte am 24. Mai 2009 als erster Verein diese Trophäe entgegennehmen. In die Schale sind alle Zweitliga-Meister seit Einführung der eingleisigen 2. Liga 1981/82 eingraviert.

Durch den Abstieg mehrerer „Traditionsvereine“ in die 2. Bundesliga (u. a. HSV, Schalke 04 und Hannover 96) wurden in der Saison 2023/24 am 22. Spieltag der 2. Bundesliga erstmals mehr Zuschauer in den Stadien verzeichnet als am gleichen Spieltag in der 1. Bundesliga.[5]

Saisonbilanzen Bearbeiten

Auf- und Absteiger der 2. Bundesliga Bearbeiten

Saison Aufsteiger in die Bundesliga Absteiger in die Regional-/bzw. Oberligen bzw. 3. Liga
1974/75 Hannover 96, Bayer 05 Uerdingen (Nord)
Karlsruher SC (Süd)
Olympia Wilhelmshaven, Rot-Weiß Oberhausen, VfL Wolfsburg, HSV Barmbek-Uhlenhorst (Nord)
VfR Heilbronn, Borussia Neunkirchen, VfR Wormatia Worms, VfR Mannheim (Süd)
1975/76 Tennis Borussia Berlin, Borussia Dortmund (Nord)
1. FC Saarbrücken (Süd)
1. FC Mülheim, SpVgg Erkenschwick, DJK Gütersloh, Spandauer SV (Nord)
1. FSV Mainz 05, FC Schweinfurt 05, Eintracht Bad Kreuznach, SSV Reutlingen (Süd)
1976/77 FC St. Pauli (Nord)
VfB Stuttgart, TSV 1860 München (Süd)
Bonner SC, Göttingen 05, Wacker 04 Berlin, VfL Wolfsburg (Nord)
Röchling Völklingen, Jahn Regensburg, BSV 07 Schwenningen (Süd)
1977/78 Arminia Bielefeld (Nord)
SV Darmstadt 98, 1. FC Nürnberg (Süd)
1. FC Bocholt, OSC Bremerhaven, Schwarz-Weiß Essen (Nord)
FC Bayern Hof, VfR 1910 Bürstadt, Kickers Würzburg, FK Pirmasens (Süd)
1978/79 Bayer 04 Leverkusen, Bayer 05 Uerdingen (Nord)
TSV 1860 München (Süd)
Westfalia Herne, FC St. Pauli, Wacker 04 Berlin (Nord)
FC Hanau 93, FC Augsburg, KSV Baunatal, Borussia Neunkirchen (Süd)
1979/80 Arminia Bielefeld (Nord)
1. FC Nürnberg, Karlsruher SC (Süd)
DSC Wanne-Eickel, OSC Bremerhaven, Arminia Hannover, Wuppertaler SV (Nord)
MTV 1881 Ingolstadt, Röchling Völklingen, FV Würzburg 04 (Süd)
1980/81 Werder Bremen, Eintracht Braunschweig (Nord)
SV Darmstadt 98 (Süd)
Aufgrund der Zusammenlegung von Nord- und Südstaffel stiegen insgesamt 22 Mannschaften ab. Für eine vollständige Auflistung siehe hier.
1981/82 FC Schalke 04, Hertha BSC TSV 1860 München, VfR Wormatia Worms, Freiburger FC, SpVgg Bayreuth
1982/83 SV Waldhof Mannheim, Kickers Offenbach, Bayer 05 Uerdingen FC Augsburg, SpVgg Fürth, FSV Frankfurt, TuS Schloß Neuhaus
1983/84 Karlsruher SC, FC Schalke 04 Rot-Weiss Essen, SC Charlottenburg, VfL Osnabrück, BV 08 Lüttringhausen
1984/85 1. FC Nürnberg, Hannover 96, 1. FC Saarbrücken FC St. Pauli, VfR 1910 Bürstadt, Kickers Offenbach, SSV Ulm 1846
1985/86 FC 08 Homburg, Blau-Weiß 90 Berlin Hertha BSC, SpVgg Bayreuth, Tennis Borussia Berlin, MSV Duisburg
1986/87 Hannover 96, Karlsruher SC Eintracht Braunschweig, Viktoria Aschaffenburg, KSV Hessen Kassel, FSV Salmrohr
1987/88 Stuttgarter Kickers, FC St. Pauli Rot-Weiß Oberhausen, BVL 08 Remscheid, SSV Ulm 1846, Arminia Bielefeld
1988/89 Fortuna Düsseldorf, FC 08 Homburg Kickers Offenbach, Viktoria Aschaffenburg, 1. FSV Mainz 05, Union Solingen
1989/90 Hertha BSC, SG Wattenscheid 09 KSV Hessen Kassel, SpVgg Bayreuth, Alemannia Aachen, SpVgg Unterhaching
1990/91 FC Schalke 04, MSV Duisburg, Stuttgarter Kickers Rot-Weiss Essen, Preußen Münster, TSV Havelse, Schweinfurt 05
1991/92 Bayer 05 Uerdingen (Nord)
1. FC Saarbrücken (Süd)
Blau-Weiß 90 Berlin, BSV Stahl Brandenburg (Nord)
TSV 1860 München, Hallescher FC, FC Rot-Weiß Erfurt (Süd)
1992/93 SC Freiburg, MSV Duisburg, VfB Leipzig SpVgg Unterhaching, Eintracht Braunschweig, VfL Osnabrück, Fortuna Düsseldorf, VfB Oldenburg, SV Darmstadt 98, FC Remscheid
1993/94 VfL Bochum, Bayer 05 Uerdingen, TSV 1860 München Stuttgarter Kickers, FC Carl Zeiss Jena, Wuppertaler SV, Rot-Weiss Essen, Tennis Borussia Berlin
1994/95 Hansa Rostock, FC St. Pauli, Fortuna Düsseldorf 1. FC Saarbrücken, FC 08 Homburg, FSV Frankfurt
1995/96 VfL Bochum, Arminia Bielefeld, MSV Duisburg Chemnitzer FC, Hannover 96, 1. FC Nürnberg, SG Wattenscheid 09
1996/97 1. FC Kaiserslautern, VfL Wolfsburg, Hertha BSC SV Waldhof Mannheim, VfB Lübeck, Rot-Weiss Essen, VfB Oldenburg
1997/98 Eintracht Frankfurt, SC Freiburg, 1. FC Nürnberg VfB Leipzig, FC Carl Zeiss Jena, FSV Zwickau, SV Meppen
1998/99 Arminia Bielefeld, SpVgg Unterhaching, SSV Ulm 1846 FC Gütersloh, KFC Uerdingen 05, SG Wattenscheid 09, Fortuna Düsseldorf
1999/00 1. FC Köln, VfL Bochum, Energie Cottbus Tennis Borussia Berlin, Fortuna Köln, Kickers Offenbach, Karlsruher SC
2000/01 1. FC Nürnberg, Borussia Mönchengladbach, FC St. Pauli VfL Osnabrück, SSV Ulm 1846, Stuttgarter Kickers, Chemnitzer FC
2001/02 Hannover 96, Arminia Bielefeld, VfL Bochum SpVgg Unterhaching, 1. FC Saarbrücken, Schweinfurt 05, SV Babelsberg 03
2002/03 SC Freiburg, 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt Eintracht Braunschweig, SSV Reutlingen 05, FC St. Pauli, SV Waldhof Mannheim
2003/04 1. FC Nürnberg, Arminia Bielefeld, 1. FSV Mainz 05 VfB Lübeck, Jahn Regensburg, 1. FC Union Berlin, VfL Osnabrück
2004/05 1. FC Köln, MSV Duisburg, Eintracht Frankfurt Eintracht Trier, Rot-Weiß Oberhausen, Rot-Weiss Essen, FC Rot-Weiß Erfurt
2005/06 VfL Bochum, Alemannia Aachen, Energie Cottbus Dynamo Dresden, 1. FC Saarbrücken, LR Ahlen, Sportfreunde Siegen
2006/07 Karlsruher SC, Hansa Rostock, MSV Duisburg Rot-Weiss Essen, SpVgg Unterhaching, SV Wacker Burghausen, Eintracht Braunschweig
2007/08 Borussia Mönchengladbach, TSG 1899 Hoffenheim, 1. FC Köln Kickers Offenbach, FC Erzgebirge Aue, SC Paderborn 07, FC Carl Zeiss Jena
2008/09 SC Freiburg, 1. FSV Mainz 05, 1. FC Nürnberg VfL Osnabrück, FC Ingolstadt 04, SV Wehen Wiesbaden
2009/10 1. FC Kaiserslautern, FC St. Pauli Hansa Rostock, TuS Koblenz, Rot Weiss Ahlen
2010/11 Hertha BSC, FC Augsburg VfL Osnabrück, Rot-Weiß Oberhausen, Arminia Bielefeld
2011/12 SpVgg Greuther Fürth, Eintracht Frankfurt, Fortuna Düsseldorf Hansa Rostock, Alemannia Aachen, Karlsruher SC
2012/13 Hertha BSC, Eintracht Braunschweig MSV Duisburg1, SSV Jahn Regensburg
2013/14 1. FC Köln, SC Paderborn 07 Energie Cottbus, Dynamo Dresden, Arminia Bielefeld
2014/15 FC Ingolstadt 04, SV Darmstadt 98 VfR Aalen, FC Erzgebirge Aue
2015/16 SC Freiburg, RB Leipzig SC Paderborn 07, FSV Frankfurt, MSV Duisburg
2016/17 VfB Stuttgart, Hannover 96 Karlsruher SC, Würzburger Kickers, TSV 1860 München
2017/18 Fortuna Düsseldorf, 1. FC Nürnberg Eintracht Braunschweig, 1. FC Kaiserslautern
2018/19 1. FC Köln, SC Paderborn 07, 1. FC Union Berlin 1. FC Magdeburg, MSV Duisburg, FC Ingolstadt 04
2019/20 Arminia Bielefeld, VfB Stuttgart SV Wehen Wiesbaden, Dynamo Dresden
2020/21 VfL Bochum, SpVgg Greuther Fürth Eintracht Braunschweig, Würzburger Kickers, VfL Osnabrück
2021/22 FC Schalke 04, Werder Bremen FC Erzgebirge Aue, FC Ingolstadt 04, Dynamo Dresden
2022/23 1. FC Heidenheim, SV Darmstadt 98 Arminia Bielefeld, SSV Jahn Regensburg, SV Sandhausen
2023/24 FC St. Pauli, Holstein Kiel Hansa Rostock, VfL Osnabrück
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Sportlich war der SV Sandhausen abgestiegen, jedoch wurde dem MSV Duisburg am 29. Mai 2013 die Lizenz für die kommende Spielzeit verweigert. Mit Bestätigung dieser Entscheidung durch das Ständige Schiedsgericht am 19. Juni waren der Zwangsabstieg des MSV und der Klassenerhalt des SV Sandhausen besiegelt.

Siehe auch: Aufstieg zur Fußball-Bundesliga

Aufsteiger in die 2. Bundesliga Bearbeiten

Die Aufsteiger wurden von 1974 bis 1994 in Aufstiegsrunden ausgespielt. Danach gab es bis 2008 vier Aufsteiger aus den Regionalligen. Seit 2009 steigen zwei Vereine aus der 3. Liga direkt auf, der letzte Teilnehmer wird in zwei Relegationsspielen gegen den Tabellensechzehnten der 2. Bundesliga ermittelt.

(Süd): FSV Frankfurt, SSV Jahn Regensburg, Eintracht Bad Kreuznach, SSV Reutlingen 05
(S): KSV Baunatal, FV Würzburg 04, Eintracht Trier, BSV 07 Schwenningen
(S): VfR Bürstadt, Kickers Würzburg, Wormatia Worms, Freiburger FC
(S): FC Hanau 93, MTV Ingolstadt, Borussia Neunkirchen, SC Freiburg
(S): VfR Bürstadt, ESV Ingolstadt-Ringsee, Röchling Völklingen, SSV Ulm 1846
(S): KSV Hessen Kassel, FC Augsburg, Borussia Neunkirchen, VfB Eppingen

Siehe auch: Aufstieg zur 2. Fußball-Bundesliga

Rekorde Bearbeiten

Verschiedenes Bearbeiten

Vereine nach Meisterschaften
Rang Verein Siege Jahr(e)
1 1. FC Nürnberg 4 1980/S, 1985, 2001, 2004
SC Freiburg 1993, 2003, 2009, 2016
1. FC Köln 2000, 2005, 2014, 2019
Arminia Bielefeld 1978/N, 1980/N, 1999, 2020
VfL Bochum 1994, 1996, 2006, 2021
6 Hannover 96 3 1975/N, 1987, 2002
Karlsruher SC 1975/S, 1984, 2007
Hertha BSC 1990, 2011, 2013
FC Schalke 04 1982, 1991, 2022
10 SV Darmstadt 98 2 1978/S, 1981/S
1. FC Saarbrücken 1976/S, 1992/S
1. FC Kaiserslautern 1997, 2010
VfB Stuttgart 1977/S, 2017
Fortuna Düsseldorf 1989, 2018
FC St. Pauli 1977/N, 2024
16 Tennis Borussia Berlin 1 1976/N
Bayer 04 Leverkusen 1979/N
TSV 1860 München 1979/S
Werder Bremen 1981/N
SV Waldhof Mannheim 1983
FC 08 Homburg 1986
Stuttgarter Kickers 1988
Bayer 05 Uerdingen 1992/N
FC Hansa Rostock 1995
Eintracht Frankfurt 1998
Borussia Mönchengladbach 2008
SpVgg Greuther Fürth 2012
FC Ingolstadt 04 2015
1. FC Heidenheim 2023

Rekordspieler Bearbeiten

Rekordspieler der 2. Bundesliga (Top 10)[11]
Rang Spieler Verein(e) Spiele
01 Willi Landgraf Alemannia Aachen (188), Rot-Weiss Essen (119), FC 08 Homburg (107), FC Gütersloh (94) 508
02 Joaquín Montañés2 Alemannia Aachen 477
03 Karl-Heinz Schulz SC Freiburg (287), Freiburger FC (176) 463
04 Hans Wulf KSV Hessen Kassel (231), Schwarz-Weiß Essen (118), Wormatia Worms (59), Hannover 96 (32) 440
05 Wolfgang Krüger Union Solingen 427
06 Hans-Jürgen Gede Fortuna Köln (345), Preußen Münster (72) 417
07 Andreas Helmer SV Meppen (242), VfL Osnabrück (167) 409
08 Gerd Paulus Kickers Offenbach (302), Röchling Völklingen (103) 405
09 Oliver Posniak SV Darmstadt 98 (290), FSV Frankfurt (113) 403
10 Dirk Hupe Fortuna Köln (212), Union Solingen (189) 399
Stand: Stand: Saisonende 2022/23

Rekordtorschützen Bearbeiten

Rekord-Torjäger der 2. Bundesliga (Top 10)[12]
Rang Spieler Verein(e) Tore
1 Simon Terodde VfL Bochum (41), FC Schalke 04 (35), 1. FC Köln (29), VfB Stuttgart (25), Hamburger SV (24), 1. FC Union Berlin (23) 177
2 Dieter Schatzschneider Hannover 96 (131), Fortuna Köln (22) 153
3 Karl-Heinz Mödrath Fortuna Köln (144), Alemannia Aachen (7) 151
4 Theo Gries Hertha BSC (67), Alemannia Aachen (47), Hannover 96 (8) 123
5 Sven Demandt 1. FSV Mainz 05 (55)3, Fortuna Düsseldorf (49), Hertha BSC (17) 121[13][14][15]
6 Walter Krause Kickers Offenbach (97), SG Wattenscheid 09 (13), Rot-Weiß Oberhausen (9) 119
7 Daniel Jurgeleit Union Solingen (59), FC 08 Homburg (34), VfB Lübeck (24) 117
Franz Gerber FC St. Pauli (42), ESV Ingolstadt (23), TSV 1860 München (20), Wuppertaler SV (19), Hannover 96 (13)
9 Gerd-Volker Schock VfL Osnabrück (95), Arminia Bielefeld (21) 116
10 Paul Linz VfL Osnabrück (52), Freiburger FC (36), Waldhof Mannheim (16), OSC Bremerhaven (11) 115
Stand: Saisonende 2023/24
2 
Außerdem 63 Spiele in der Regionalliga West von 1972 bis 1974. Damit kommt Montañés auf 542 Einsätze in der 2. Liga für Aachen.
3 
Laut Angaben des DFB erzielte Demandt 54 Tore für den 1. FSV Mainz 05 und somit insgesamt 120.

Zuschauer-Entwicklung Bearbeiten

Die Tabelle gibt einen Überblick über die Entwicklung der Zuschauerzahlen seit der Saison 1994/95.[16] Die jeweilige Rekordzahl ist fett dargestellt.

Saison Schnitt Spiele Gesamt Höchster Zuschauerschnitt
1994/95 07.315 306 2.238.271 17.211 FC St. Pauli
1995/96 07.518 306 2.300.480 16.465 1. FC Nürnberg
1996/97 08.952 306 2.739.431 36.680 1. FC Kaiserslautern
1997/98 09.291 306 2.843.170 24.759 1. FC Nürnberg
1998/99 08.613 306 2.635.431 19.229 Hannover 96
1999/00 12.208 306 3.735.624 28.853 1. FC Köln
2000/01 10.519 306 3.218.861 23.458 Borussia M’gladbach
2001/02 09.022 306 2.760.839 20.562 Hannover 96
2002/03 11.124 306 3.403.895 26.459 1. FC Köln
2003/04 09.515 306 2.911.458 16.152 1. FC Nürnberg
2004/05 13.513 306 4.135.108 38.482 1. FC Köln
2005/06 13.153 306 4.024.776 41.932 TSV 1860 München
2006/07 16.706 306 5.112.072 42.194 1. FC Köln
2007/08 18.142 306 5.551.586 43.763 1. FC Köln
2008/09 15.734 306 4.814.737 34.409 1. FC Kaiserslautern
2009/10 15.085 306 4.616.048 35.398 1. FC Kaiserslautern
2010/11 14.794 306 4.526.857 46.131 Hertha BSC
2011/12 17.234 306 5.273.605 37.641 Eintracht Frankfurt
2012/13 17.234 306 5.273.549 40.688 1. FC Köln
2013/14 17.891 306 5.474.669 46.235 1. FC Köln
2014/15 17.669 306 5.406.708 33.013 1. FC Kaiserslautern
2015/16 19.176 306 5.868.008 30.724 1. FC Nürnberg
2016/17 21.732 306 6.650.083 50.515 VfB Stuttgart
2017/18 17.584 306 5.380.757 30.558 1. FC Nürnberg
2018/19 19.128 306 5.853.246 49.547 1. FC Köln
02019/203 14.798 306 4.528.076 39.503 VfB Stuttgart
02020/213 00331 306 0101.422 00982 Hannover 96
02021/223 0013.676[17] 306 4.184.899 33.528 FC Schalke 04
2022/23 22.183 306 6.788.072 53.529 Hamburger SV
3 
Aufgrund der COVID-19-Pandemie durften ab dem 26. Spieltag der Saison 2019/20 keine Zuschauer mehr in den Stadien anwesend sein, was für verringerte Werte sorgte. In der Saison 2020/21 galt diese Regelung ab dem 7. Spieltag, einzig der Hamburger SV durfte in seinem letzten Heimspiel noch einmal 250 Zuschauer empfangen. Darüber hinaus liegen den Werten die Daten des DFB zugrunde.

Zweitligisten im Europapokal Bearbeiten

Bisher nahmen sechsmal Vereine der 2. Bundesliga am Europapokal teil:

  • Nach Eingliederung des ostdeutschen DFV in den nun gesamtdeutschen DFB 1991 nahmen die in die 2. Bundesliga eingegliederten vormaligen DDR-Oberligisten FC Rot-Weiß Erfurt und Hallescher FC 1991/92 am UEFA-Pokal teil. Während Halle in der ersten Runde gegen Torpedo Moskau ausschied, unterlag Erfurt in der zweiten Runde Ajax Amsterdam.
  • 1992/93 nahm Hannover 96 als DFB-Pokalsieger am Europapokal der Pokalsieger teil. In der ersten Runde schied 96 trotz eines 2:1 im Rückspiel zu Hause gegen den Titelverteidiger Werder Bremen aufgrund einer 1:3-Hinspielniederlage knapp aus dem Wettbewerb aus.
  • 1996/97 nahm der DFB-Pokalsieger 1. FC Kaiserslautern nach seinem Abstieg in die 2. Bundesliga am Europapokal der Pokalsieger teil, schied aber nach einem 1:0 und 0:4 n. V. gegen Roter Stern Belgrad ebenfalls in der 1. Runde aus.
  • 2001/02 qualifizierte sich der Zweitligist 1. FC Union Berlin für den UEFA-Pokal, da die Mannschaft (noch als Drittligist) im Pokalfinale der Mannschaft von Schalke 04 unterlegen war, diese aber durch ihre Vizemeisterschaft an der Champions League teilnahm. Nach einem Sieg gegen Haka Valkeakoski aus Finnland schieden die Berliner in der zweiten Runde gegen die bulgarische Mannschaft Litex Lowetsch aus.
  • 2004/05 durfte Alemannia Aachen ebenfalls als unterlegener Pokalfinalist am UEFA-Pokal teilnehmen, da der Pokalsieger Werder Bremen als Meister an der Champions League teilnahm. Aachen erreichte gegen die isländische Mannschaft FH Hafnarfjörður die Gruppenphase und dort durch Siege gegen OSC Lille und AEK Athen sogar die Runde der letzten 32 Mannschaften (Sechzehntelfinale), schied hier aber nach einem 0:0 und 1:2 gegen AZ Alkmaar aus.

Seit dem DFB-Pokal 2014/15 berechtigt nur noch ein Sieg im Pokalfinale zur Teilnahme an der Europa League.

Siehe auch Bearbeiten

Weblinks Bearbeiten

Commons: 2. Fußball-Bundesliga (Germany) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur Bearbeiten

Anmerkungen und Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Die Gründung der 2. Bundesliga Nord und Süd. In: heldenmagazin.de. Verlag Block Eins, abgerufen am 20. Juni 2010.
  2. Werner Schilling: Rennen um die 2. Liga: Alles mal drei ! In: Kicker-Sportmagazin (Hrsg.): Magazin zur Fußball-Bundesliga 1973/74. Olympia-Verlag, Nürnberg Juli 1973, S. 119.
  3. Edgar Lopez: Fußball: Von wegen Zweite Liga. In: Die Zeit Online. 28. Juli 2017 ([1] [abgerufen am 27. August 2018]).
  4. DFL ehrt den Zweitliga-Meister mit eigenem Pokal. In: Focus. 1. Juli 2008, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 19. Dezember 2019; abgerufen am 20. Juni 2010.
  5. Mehr Zuschauer in der 2. Bundesliga, Sport1.de, abgerufen am 19. Februar 2024.
  6. 2. Bundesliga Saison 1980/1981. In: fussballdaten.de. Abgerufen am 30. Juli 2013.
  7. Spektakel zum Zweitliga-Auftakt: Sat. 1 erzielt Top-Quote. In: sportbuzzer.de. 29. Juli 2023, abgerufen am 30. Juli 2023.
  8. Hammerquote! So viele Fans sahen die 3:5-Niederlage beim HSV. In: reviersport.de. 29. Juli 2023, abgerufen am 30. Juli 2023.
  9. ARD-Sportschau und Sky-Konferenz mit steigendem Marktanteil – Reichweitenzuwächse in der 2. Bundesliga. In: dfl.de. 6. Oktober 2021, abgerufen am 30. Juli 2023.
  10. Späteste Tore der Zweitligageschichte machen Rostock zum Tabellenführer. In: spiegel.de. 5. August 2023, abgerufen am 9. August 2023.
  11. Rekordspieler der 2. Bundesliga. Deutscher weltfussball.de, abgerufen am 10. August 2023.
  12. Rekordtorjäger der 2. Bundesliga. Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 11. Dezember 2023.
  13. Teroddes Vorfreude auf den Partykeller - mit "Bierchen", kicker.de, 28. September 2020, abgerufen am 29. September 2020.
  14. Profil auf Weltfußball.de
  15. Profil auf fussballdaten.de.
  16. 2. Bundesliga 2018/2019 - Zuschauer. Abgerufen am 20. Mai 2019.
  17. Weltfussball.de: 2. Bundesliga 2020/2021, Zuschauertabelle bei Heimspielen abgerufen am 17. Oktober 2022