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Vereinsgeschichte von 1947 bis 2001 fehlt, insbesondere die Entwicklung vom Stadtteilclub zur Marke (und zum Kultobjekt) Ende der 1980er Jahre, die jedoch bereits Überschrift des Abschnitts 2.1.3 ist
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Der Fußball-Club St. Pauli von 1910 e.V., kurz FC St. Pauli, ist ein Sportverein aus dem Hamburger Stadtteil St. Pauli. Als Gründungsdatum gilt der 15. Mai 1910; die Vereinsfarben sind Braun und Weiß.

FC St. Pauli
Vereinsemblem des FC St. Pauli
Basisdaten
Name Fußball-Club St. Pauli
von 1910 e.V.
Sitz Hamburg
Gründung 15. Mai 1910
Farben Braun-Weiß
Mitglieder 29.000 (März 2019)[1]
Präsident Oke Göttlich
Geschäftsleitung Andreas Bornemann (Sport)
Thomas Michael (Amateursport)
Website fcstpauli.com
Erste Mannschaft
Cheftrainer Jos Luhukay
Spielstätte Millerntor-Stadion
Plätze 29.546
Liga 2. Bundesliga
2018/19 9. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ
Südlicher Eingangsbereich des Millerntor-Stadions mit steinernem Vereinswappen vor dem Umbau 2007/08
Südlicher Eingangsbereich des Millerntor-Stadions nach dem Neubau der Südkurve 2009

Der Verein hat 19 Abteilungen in unterschiedlichen Disziplinen des Leistungs- und Breitensports. Die bekannteste und mitgliederstärkste aktive Abteilung ist die Fußballabteilung, deren erste Herrenmannschaft in der 2. Bundesliga spielt. Ihre Spielstätte ist das Millerntor-Stadion auf dem Heiligengeistfeld in der Nähe der Reeperbahn, weshalb die Spieler auch als „Kiezkicker“ bezeichnet werden.

Inhaltsverzeichnis

Abteilungen des VereinsBearbeiten

Insgesamt hat der FC St. Pauli 29.000 Vereinsmitglieder (Stand März 2019),[1] er gehört damit zu den 20 größten Sportvereinen Deutschlands. Alle Sportabteilungen[25] mit Ausnahme der Profifußballer und der AFM (nur passive Mitglieder) besitzen als gemeinsames satzungsmäßiges Organ den Amateurvorstand, der insbesondere innerhalb des Vereins den Interessen der aktiven Amateure aller Altersgruppen Gehör verschaffen soll.

FußballBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Der FC St. Pauli war bis ins Jahr 1924 die Fußballabteilung (Spiel- und Sportabteilung) des Hamburg-St. Pauli Turnverein 1862 (gegründet am 1. Mai 1862 durch eine Fusion des MTV in Hamburg – Gründungsdatum 7. September 1852 – mit dem TV in St. Pauli und vor dem Dammthore – Gründungsdatum 7. September 1860). Offiziell gegründet wurde der FC St. Pauli am 15. Mai 1910, aber erst 1924 im Zuge der reinlichen Scheidung zwischen Turn- und Sportvereinen als selbständiger Klub in das Vereinsregister eingetragen. Seine Vereinsfarben sind Braun und Weiß. Die Mitgliederzahl liegt heute bei etwa 29.000.[1]

Die AnfängeBearbeiten

Lange vor der Gründung der Spiel-Abteilung des Hamburg-St. Pauli TV wurde „auf“ St. Pauli bereits Fußball gespielt. Ab der ersten Saison 1895/96 wurden auf dem Heiligengeistfeld regelmäßig Punktspiele des Hamburg-Altonaer Fußball-Bundes ausgetragen, da der einzige andere zur Verfügung stehende Platz auf der kleinen Exerzierweide in Altona meist nicht ausreichte. 1900 trug der FC Victoria 1895 dort seine Heimspiele aus. Auch der FC Alemannia 1896 spielte auf dem Heiligengeistfeld und nahm für einige Jahre den Zusatz „St. Pauli“ in seinen Vereinsnamen auf. Durch den Bau eigener Plätze wurde das Heiligengeistfeld Anfang des 20. Jahrhunderts nicht mehr für Punktspiele benötigt.

Im Jahr 1900 wurde der nur wenige Jahre bestehende FC St. Pauli 1900 gegründet, der einem unabhängigen Verband angehörte.

Im November 1906 wurden die Mitglieder des Hamburg St. Pauli TV 1862 zur Gründung einer Spielabteilung, in der insbesondere das Fußballspiel betrieben werden sollte, aufgerufen. Erst im Frühjahr 1907 meldeten sich genug Mitglieder, um auch eine Mannschaft bilden zu können. Bis zum Sommer des Jahres wurden, soweit bekannt, nur zwei Freundschaftsspiele ausgetragen.

In der Saison 1907/08 fanden elf Freundschaftsspiele statt, überwiegend gegen Nichtverbandsvereine oder Reservemannschaften innerhalb der Hamburger Stadtgrenzen. Von den elf Treffen konnten sieben gewonnen werden. Die folgende Saison 1908/09 sah die Bildung einer zweiten Mannschaft vor, auch die Reservemannschaft bestritt wie die erste Mannschaft nur Freundschaftsspiele. Insgesamt sollen beide Mannschaften rund ein Dutzend Begegnungen ausgetragen haben, wobei die Bilanz ausgeglichener ausfällt.

Die Saison 1909/10 begann mit Gesellschaftsspielen, bis im Herbst 1909 die Spiel-Abteilung des Hamburg-St. Pauli TV in den Norddeutschen Fußball-Verband (NFV) aufgenommen wurde. Die erste Mannschaft wurde für die Rückrunde der 3a-Klasse im Bezirk III (Hamburg/Altona) zugeteilt, in der sich fast ausschließlich die dritten Teams der Klubs aus der höchsten Spielklasse befanden. Die Teilnahme erfolgte außer Konkurrenz, so wie es für später gemeldete Mannschaften üblich war. Der Punktspielauftakt am 30. Januar 1910 gegen die dritte Mannschaft des SC Germania 1887 endete mit einem 2:0-Sieg, obwohl der TV nur mit zehn Spielern angetreten war. Weniger glücklich verlief die Punktspielpremiere für die zweite Mannschaft, die der 3b-Klasse zugeteilt war; die erste Partie bei der IV. Mannschaft des Eimsbütteler TV am 6. Februar 1910 endete mit einer 1:12-Niederlage.

Erstmals verließ der TV in dieser Saison auch die Hamburger Stadtgrenzen. Er trug dabei Freundschaftsspiele in Cuxhaven und in Dänemark aus, die allesamt mit Niederlagen endeten. Am 22. April 1910, nach dreijährigem Bestehen der Abteilung und 18 Tage vor dem offiziellen Gründungsdatum, verfügte der Hamburg-St. Pauli TV bereits über vier Mannschaften und die fünfte wurde gebildet. Insgesamt wurden 28 Spiele ausgetragen, wobei sechs Siegen 20 Niederlagen gegenüberstanden.

LigabetriebBearbeiten

Für die Saison 1910/11 wurde die erste Mannschaft der 1c-Klasse – also der 3. Liga – zugeteilt, in der sich keine Reservemannschaften befanden. Neben der zweiten Mannschaft nahmen auch erstmals die dritte und vierte Garnitur an den Meisterschaftsspielen teil. Das angestrebte Ziel, der Aufstieg in die höchste Spielklasse, gelang nicht. Die Leistungen stagnierten und ein Abwärtstrend setzte ein. Gute Spieler verließen den Verein und schlossen sich anderen Klubs an. Extrem groß war der Verlust Ende Dezember 1912, als von den knapp 230 gemeldeten Spielern 57 den Verein am selben Tag verließen. Vor dem Ersten Weltkrieg entstand mit der St. Pauli SpVgg eine lokale Konkurrenz, die ungefähr zum gleichen Zeitpunkt ihren Spielbetrieb wie der Hamburg-St. Pauli TV aufnahm.

Der Beginn des Ersten Weltkrieges verhalf dem TV zum Sprung in die zweite Spielklasse. Da andere Klubs sich wegen Spielermangels von Meisterschaftsspielen zurückziehen mussten, konnten die Turner dank der Vizemeisterschaft in der 1c-Klasse aufrücken. 1915/16 wurde der Hamburg-St. Pauli TV Meister seiner Staffel. Für die Teilnahme an der Relegationsrunde wurde für den 7. Mai 1916 ein Entscheidungsspiel auf dem Victoria-Sportplatz an der Hoheluft gegen den SC Concordia 1907 angesetzt. Die Concorden hatten die Meisterschaft ihrer Staffel gewonnen; alle 20 Punktspiele wurden siegreich beendet mit einem Torsaldo von 155:13. Zur Pause führte der TV überraschend mit 1:0, musste sich am Ende mit 1:4 beugen.

1919 gelang der angestrebte Aufstieg in die höchste Spielklasse, die 1a-Klasse hieß (und in der Presse meist schlicht „A-Klasse“ genannt wurde); sie umfasste nun 13 Vereine, da sich einige Spielgemeinschaften nach dem Kriegsende wieder aufgelöst hatten. In einer einfachen Runde endeten die Turner auf dem letzten Platz. Nur der Vorletzte, die SpVgg 1903 Blankenese, konnte mit 2:1 geschlagen werden; die restlichen elf Begegnungen gingen verloren. Die höchste Niederlage wurde mit 0:9 gegen den SC Victoria registriert, im allerersten Punktduell beider Klubs. Nach Beendigung der Einfachrunde wurde die Tabelle geteilt. Der TV spielte in der vermeintlichen Abstiegsrunde, belegte bei sieben teilnehmenden Mannschaften den sechsten Platz und wäre somit gleich wieder abgestiegen; wegen einer Spielklassenreform wurde das gegenstandslos, denn die A-Klasse wurde nun als 2. Liga – unterhalb der wieder eingeführten regionalen Liga des NFV – fortgesetzt.

An (nominell) lokaler Konkurrenz erstarkte der St. Pauli SV 1901, im Volksmund St. Pauli Sport genannt.[26] Gegründet wurde dieser Verein als FC Britannia, nach Kriegsbeginn erst in FC Blücher, später nach einer Fusion in St. Pauli SV umbenannt und für Jahre erfolgreicher als der FC. Heute heißt er, nach weiteren Zusammenschlüssen, Grün-Weiß Eimsbüttel. In den Jahren bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs entwickelte sich der FC St. Pauli zu einer so genannten „Fahrstuhlmannschaft“, die ständig zwischen der ersten und zweiten Spielklasse hin- und her pendelte. Da kein Trainer eingestellt wurde, konnte auch das oft vorhandene spielerische Potential nicht weiterentwickelt werden.

Vom Stadtteilklub zur MarkeBearbeiten

Nach 1945 gelang es einem „Wunderteam“, wie es rückblickend oft genannt wird, sich für Jahre unter den norddeutschen Spitzenmannschaften zu etablieren. Zentrale Figur war Karl Miller, der seit seiner Zeit beim Dresdner SC mit Spielern wie Walter Dzur, Heinz Hempel und Heiner Schaffer bekannt war. Sie und weitere Dresdner kamen nach Kriegsende zum FC und wurden zu Leitfiguren, Hempel später auch zum langjährigen Trainer. Gelegentlich gastierte Helmut Schön im Team, aus Berlin kamen Hans Appel und der Torwart Willi Thiele, 1946 als Trainer Hans Sauerwein dazu. In jenen Jahren verstärkte sich die – nun auch sportliche – Rivalität mit dem HSV aus dem „feinen“ Stadtteil Rothenbaum, dem man 1946/47 erstmals den Meistertitel in Hamburg abnahm. In der Oberliga Nord waren beide Klubs in den Anfangsjahren auf Augenhöhe. 1947 allerdings hatte den FC die Nichtteilnahme an der Zonenmeisterschaft Sympathien und einen möglichen großen Erfolg gekostet. Berühmt sind heute Fotos vom Sommer 1948, als sich die Mannschaft während der Berlin-Blockade zu Fuß mit Handwagen den Weg zum Meisterschaftsspiel gegen Union Oberschöneweide bahnen musste. Im folgenden Jahr wurde der FC Vertragsspielerverein.

2001 bis 2003 – Absturz in die Regionalliga und Fast-InsolvenzBearbeiten

Saison Liga Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
2001/02 1. Bundesliga 18 37:70 22 22.301
2002/03 2. Bundesliga 17 48:67 31 19.102
Rot unterlegt: Abstieg in untere Liga

Nach dem vierten Aufstieg in die Bundesliga folgte schnell die Ernüchterung. Erst am 10. Spieltag konnte man gegen Energie Cottbus den ersten Saisonsieg feiern. Am Ende der Saison stand man mit nur 22 Punkten auf dem letzten Platz und musste nach nur einem Jahr wieder in die 2. Bundesliga. Einziges Highlight war der 2-1 Heimsieg am 21. Spieltag gegen den damaligen Champions League-Sieger FC Bayern München. Daraufhin fertigte der Club T-Shirts mit dem Aufdruck „Weltpokalsiegerbesieger“ auf der Vorderseite und den Namen der Spieler auf der Rückseite an. Hintergrund war, dass der FC Bayern wenige Wochen zuvor den Weltpokal gewonnen hatte. Im DFB Pokal unterlag man in Runde 1 gegen den SV Darmstadt 98 mit 0-1.[27]

Nach dem Abstieg verließen viele Leistungsträger wie Thomas Meggle, Zlatan Bajramovic und Marcel Rath den Verein und konnten nicht adäquat ersetzt werden. Nachdem man die ersten beiden Saisonspiele mit 0-4 gegen Eintracht Frankfurt und 1-4 gegen LR Ahlen verlor, musste Trainer Dietmar Demuth seinen Hut nehmen. Nachfolger wurde Joachim Philipkowski, der vorher als Co-Trainer fungiert hatte. Nach diversen weiteren Rückschlägen wurde Philipkowski bereits im Dezember wieder entlassen und Franz Gerber trat seine Nachfolge an. Die Saison ging allerdings genau so weiter, sodass man am Ende mit 31 Punkten auf Platz 17 stand, was einen erneuten Abstieg bedeutete. Im DFB Pokal verlor man in Runde 2 mit 0-3 gegen den Werder Bremen.[28]

Am Ende dieser Saison wies der Verein eine Liquiditätslücke von ca. 1,9 Mio. € auf. Um die Lizenz für die Regionalliga doch noch zu bekommen und nicht in die Oberliga strafversetzt zu werden musste der Verein bis zum 11. Juni 2003 dem DFB eine Liquiditätsreserve von 1,95 Mio. € vorweisen. Um den Absturz zu entgehen wurden zwei Maßnahmen getroffen. Zum einen wurde das Jugendleistungszentrum am Brummerskamp für 720.000 € an die Stadt Hamburg verkauft und zum anderen wurde die „Retter-Kampagne“ ins Leben gerufen. Diese beiden Aktionen wurden von der HSH Nordbank zum 11. Juni mit 1,95 Mio. € verbürgt um somit die Erfüllung der Zulassungsbedingungen des DFB fristgerecht zu ermöglichen. Die „Retter-Kampagne“ bestand aus dem Verkauf der Retter T-Shirts, einem Benefizspiel gegen Bayern München, aus Spenden, der Kiez-Kneipenaktion "Saufen für St. Pauli" und Kulturveranstaltungen am Millerntor. Durch den unermüdlichen Einsatz von Verein, Fans, Sponsoren und anderen Helfern konnte man den Absturz in die Oberliga gerade noch abwenden.[29]

2003 bis 2006 – Triste Jahre in der Regionalliga und PokalsensationBearbeiten

Saison Liga Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
2003/04 Regionalliga-Nord 8 44:40 44 17.392
2004/05 Regionalliga-Nord 7 43:39 52 16.121
2005/06 Regionalliga-Nord 6 53:38 61 17.231

Nachdem man knapp der Insolvenz entkommen war, versuchte man einen Neuanfang. Vor der Saison wurden insgesamt 11.700 Dauerkarten verkauft, was einen neuen Rekord für die Regionalliga bedeutete. Fast die komplette Mannschaft wurde ausgetauscht und Trainer Franz Gerber sollte die junge Mannschaft formen. Allerdings lief die Saison nicht nach Plan und so befand man sich im Frühjahr 2004 schon wieder in Nähe der Abstiegsplätze. Franz Gerber wurde daraufhin entlassen und Andreas Bergmann wurde neuer Trainer. Am Ende der Saison sprang ein eher enttäuschender Platz 8 heraus. Im DFB Pokal schied man in der 2. Runde gegen den VfB Lübeck aus.[30]

Im Juni 2004 wurde ein drohender Zwangsabstieg durch den Verkauf von lebenslangen Dauerkarten verhindert. Der Unternehmer Frank Otto gab eine Bürgschaft für die Einnahmen aus dem Dauerkartenverkauf ab und sicherte dem Verein damit die Lizenz.[31] Die zweite Regionalligasaison verlief auch nicht wie gewünscht. Man konnte vor der Saison zwar Spieler wie Florian Lechner, Michél Mazingu-Dinzey oder Marcel Eger verpflichten, diese sollten aber erst in den nächsten Jahren zu einer festen Größe werden. Am Ende stand man mit 52 Punkten auf Platz 7, womit ganze 18 Punkte zum Aufstieg fehlten. An Trainer Andreas Bergmann hielt man trotzdem weiter fest. Im DFB Pokal verlor man in der 1. Runde gegen Energie Cottbus.[32]

Für die neue Saison holte man Thomas Meggle aus Rostock zurück ans Millerntor und schürrte damit die Erwartungen. Letztendlich schaffte man es, sich die gesamte Saison über konstant im oberen Tabellendrittel zu halten, beendet die Saison aber trotzdem nur auf Platz 6. Weitaus erfreulicher war dagegen die Saison im DFB Pokal. Dort schaffte man das beste Ergebnis seiner Vereinsgeschichte und zog bis ins Halbfinale ein. Auf dem Weg dahin wurden Wacker Burghausen (3-2 n. V.), VfL Bochum (4-0), Hertha BSC (4-3 n. V.) und der SV Werder Bremen (3-1) geschlagen. Erst gegen den FC Bayern München war nach einem 0-3 zu Hause Schluss. Diese Pokalsaison ging als "B-Serie" in die Geschichte ein, da man nur gegen Gegner spielte, die mit dem Buchstaben B beginnen (Burghausen, Bochum, Berlin, Bremen, Bayern).[33]

2006 bis 2011 – Ära Stanislawski: Von der Regionalliga in die BundesligaBearbeiten

Saison Liga Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
2006/07 Regionalliga Nord 01 52:32 63 16.776
2007/08 2. Bundesliga 09 47:53 42 18.543
2008/09 2. Bundesliga 08 52:59 48 22.366
2009/10 2. Bundesliga 02 72:37 64 20.870
2010/11 1. Bundesliga 18 35:68 29 24.314
Grün unterlegt: Aufstieg in höhere Liga

Trotz der starken Pokalsaison im Vorjahr, tat sich der Club zunächst schwer. Nach 17 Spieltagen stand man nur auf Platz 12 und es drohte der Anschluss an die beiden Aufstiegsplätze verloren zu werden. Nach der Beurlaubung des Cheftrainers Andreas Bergmann übernahm Holger Stanislawski zusammen mit Co-Trainer André Trulsen zum 20. November 2006 kommissarisch die Trainingsleitung. Trulsen war schon seit 2004 unter Bergmann Co-Trainer gewesen, Stanislawski hatte parallel noch die Position des sportlichen Leiters inne. Nachdem sich gleich in der ersten Saison der Aufstieg in die 2. Bundesliga andeutete, verlängerte man den Vertrag der beiden vorläufig bis zum 30. Juni 2009. Da Stanislawski zu dem Zeitpunkt nicht über die erforderliche Trainerlizenz verfügte, musste zur Saison 2007/08 zunächst Trulsen den Posten übernehmen – Stanislawski übernahm die Rolle des Teamchefs. Im DFB Pokal schied man bereits in der 1. Runde gegen den FC Bayern München mit 1-2 nach Verlängerung aus.[34]

Am 13. Juli 2006 verkündeten der damalige Hamburger Bürgermeister Ole von Beust und Vereinspräsident Corny Littmann den Plan eines „neuen“ Millerntors. Schrittweise sollte das Stadion modernisiert und ausgebaut werden, um 27.000 Zuschauern Platz zu bieten. Im Dezember 2006 starteten die ersten Arbeiten, die letztendlich zum Juli 2015 abgeschlossen waren. Seitdem fasst das Millerntorstadion 29.546 Zuschauer.[29]

Vor der Saison 2007/08 waren unter anderem Alexander Ludwig aus Dresden und Filip Trojan aus Bochum nach Hamburg gewechselt. Außerdem kehrte Ralph Gunesch nach einem Jahr aus Mainz zurück, nachdem er vorher bereits 3 Jahre für St. Pauli gespielt hatte. Die erste Saison nach dem Aufstieg (2007/08) begann mit einer Überraschung, als der Erstligist Bayer 04 Leverkusen in der 1. Runde des DFB Pokals mit 1-0 geschlagen wurde. In der 2. Runde verlor die Mannschaft gegen die Amateure vom SV Werder Bremen mit 2:4 nach Elfmeterschießen. Nach der Hinrunde der Saison stand die Mannschaft in der Liga auf einem 9. Platz, den man auch zum Ende der Saison belegte. Im Laufe der Saison 2007/08 belegte Trainer Stanislawski die Kurse für die B- und A-Lizenz der DFB-Trainer und wurde zur Saison 2008/09 wieder offiziell Cheftrainer des Clubs. Das Amt des sportlichen Leiters übernahm Helmut Schulte am 1. März 2008.[35]

Zur Saison 2008/09 wechselten unter anderem Marius Ebbers, Mathias Hain und Rouwen Hennings zum Verein. Außerdem kam der damals 18-jährige Junior Hoilett auf Leihbasis von den Blackburn Rovers, sowie Dennis Daube aus der eigenen Jugend. Die Hinrunde wurde auf Platz 7 abgeschlossen, im DFB Pokal schied man in der ersten Runde gegen Erzgebirge Aue mit 4:5 nach Elfmeterschießen aus. Nach einer durchwachsenden Rückrunde schloss man die 2. Bundesliga mit Platz Acht ab.[36]

Die Saison 2009/10 sollte eine sehr erfolgreiche werden. Mit Filip Trojan, Benjamin Weigelt und Alexander Ludwig verließen einige Leistungsträger den Club. Mit Max Kruse, Matthias Lehmann, Deniz Naki und Markus Thorandt wechselten einige vielversprechende talentierte Spieler zum FC St. Pauli, die maßgeblichen Anteil am Aufstieg haben sollten. Mit Bastian Oczipka wechselte im Winter zudem ein damaliger U-20-Nationalspieler auf Leihbasis für 1 1/2 Jahre von Bayer 04 Leverkusen nach Hamburg. Mit diesem Team war St. Pauli sowohl in der Hinrunde als auch in der Rückrunde das jeweils zweitbeste Team der Liga. Es stieg damit nach 2001 wieder in die 1. Bundesliga auf. Nachdem man am vorletzten Spieltag gegen Greuther Fürth noch zur Pause mit 0-1 im Rückstand lag, drehte man das Spiel in der 2. Halbzeit und sicherte sich mit einem 4:1 Sieg Platz 2. Marius Ebbers belegte zudem mit 20 Toren den zweiten Platz der Torjägerliste. Im DFB Pokal schlug man in der ersten Runde den FC 08 Villingen, scheiterte dann mit 1:2 auswärts am Erstligisten Werder Bremen.[37]

Die Bundesligasaison 2010/11 verlief weniger erfreulich. Vor der Saison verstärkte man sich mit dem Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah, Fin Bartels, Carlos Zambrano und Thomas Kessler. Die Saison begann mit einem 3:1-Auswärtssieg beim SC Freiburg. Am 19. September 2010 kam es zum ersten Mal seit acht Jahren wieder zum Hamburger Stadtderby. Während man sich im Hinspiel am Millerntor mit 1:1 getrennt hatte, gelang St. Pauli im Rückspiel im Volksparkstadion die Überraschung: Nach einem Eckball köpfte Gerald Asamoah in der 59. Minute den Ball zum 0:1-Endstand in die Tormaschen. Dies war damit der erste Derbysieg für St. Pauli seit 1977. Zwar stand der Klub nach Ende der Hinrunde noch auf Platz 15, doch stieg die Mannschaft zum Saisonende als Tabellenletzter ab.

Im DFB Pokal schied man in der ersten Runde knapp mit 0:1 beim Chemnitzer FC aus. Außerdem deutete sich ein Umbruch an, da Holger Stanislawski bereits am 13. April 2011 bekannt gab, den Verein am Ende der Saison Richtung Hoffenheim zu verlassen.[38]

2011 bis 2014 – Viele Trainer, schwankende LeistungenBearbeiten

Saison Liga Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
2011/12 2. Bundesliga 04 59:34 62 23.220
2012/13 2. Bundesliga 10 44:47 43 24.142
2013/14 2. Bundesliga 08 44:49 48 28.731

Nachdem Holger Stanislawski seinen Rücktritt schon vor Saisonende bekannt gegeben hatte, suchte man nach einem geeigneten Nachfolger. Letztendlich entschied man sich für André Schubert, der vorher zwei Jahre lang für den SC Paderborn 07 als Trainer tätig war. Neben Stanislawski verließen zur neuen Saison 2011/12 auch Co-Trainer André Trulsen, Florian Lechner und Matthias Lehmann den Verein. Die ausgeliehenen Spieler Bastian Oczipka und Thomas Kessler kehrten zu ihren Teams zurück, Mathias Hain beendete seine Karriere und übernahm den Posten des Torwarttrainers. Als Neuzugänge wurden unter anderem Philipp Tschauner, Sebastian Schachten, Mahir Saglik und Kevin Schindler verpflichtet, Patrick Funk und Lasse Sobiech wurden ausgeliehen. Nach der Hin- und Rückrunde stand man am Ende jeweils auf Platz 4 und verpasste damit knapp den sofortigen Wiederaufstieg. Punktgleich mit Fortuna Düsseldorf war am Ende die Tordifferenz ausschlaggebend. Im DFB Pokal schied man erneut in der 1. Runde aus, dieses Mal gegen den damaligen Viertligisten Eintracht Trier. Ralph Gunesch, der insgesamt fast acht Jahre für St Pauli gespielt hatte, verließ die Braun-Weißen in der Winterpause Richtung Ingolstadt.[39]

Vor der Saison 2012/13 musste man diverse Abgänge hinnehmen. Die Spieler Max Kruse, Deniz Naki, Fabio Morena und Moritz Volz verließen den Verein und auch die ausgeliehenen Lasse Sobiech und Philipp Heerwagen kehrten zu ihren Klubs zurück. Die Kiezkicker reagierten unter anderem mit den Verpflichtungen von Sören Gonther, Christopher Buchtmann, Florian Kringe und Lennart Thy. Außerdem wurde der Stürmer und U-Nationalspieler Daniel Ginczek vom VfB Stuttgart ausgeliehen. Ebenso gab es in Rachid Azzouzi einen neuen Sportdirektor.[40] Nachdem der Klub nur sechs Punkte aus den ersten sieben Spielen holen konnte, wurde André Schubert am 26. September 2012 freigestellt. Seine Nachfolge trat Michael Frontzeck an, der kurze Zeit später am 3. Oktober offiziell vorgestellt wurde. Mit ihm schaffte die Mannschaft den Klassenerhalt und landete am Ende auf Platz 10. Daniel Ginczek traf in der Saison 18-mal und landete mit einem Treffer weniger als der Braunschweiger Domi Kumbela auf Platz Zwei der Torschützenliste. Im DFB Pokal überstand der Verein die erste Runde gegen den Offenburger FV, in Runde 2 verlor man beim Erstligisten VfB Stuttgart mit 0:3.[41]

Zur Saison 2013/14 wurde der Kader erneut grundlegend verändert. Zur Verstärkung kamen Christopher Nöthe, John Verhoek, Bernd Nehrig, Marc Rzatkowski, Phillipp Ziereis, Sebastian Maier und Marcel Halstenberg, während Florian Bruns, Benedikt Pliquett und Daniel Ginczek den Verein verließen. Nach einer starken Hinrunde stand man auf Platz 4, Trainer Michael Frontzeck wurde trotzdem am 6. November 2013 beurlaubt, da er und die Vereinsführung unterschiedliche Vorstellungen über den Zeitpunkt seiner Vertragsverlängerung hatten.[42] Der zur Saison neu verpflichtete Co-Trainer Roland Vrabec sollte zunächst nur vorläufig die Teamleitung übernehmen, bekam aber nach vier Siegen aus den ersten sechs Spielen einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015. Zwischenzeitlich befand man sich in Reichweite zum 3. Platz und träumte von einem möglichen Relegationsspiel gegen den Stadtrivalen Hamburger SV. Nach einem schwachen Saisonendspurt erreichte die Mannschaft am Ende nur Platz 8. Insbesondere die Heimschwäche mit nur fünf Siegen am Millerntor hatte dazu beigetragen; in der Auswärtstabelle belegte die Mannschaft dagegen Platz 3. Im DFB Pokal schied man, wie in den meisten Jahren zuvor, erneut in der 1. Runde aus. Gegner war der damalige Drittligist Preußen Münster.[43]

Nachdem man mit nur 4 Punkten aus den ersten 4 Spielen in die Saison 2014/15 gestartet war, wurde Cheftrainer Roland Vrabec am 3. September 2014 beurlaubt, auch Sportchef Rachid Azzouzi wurde freigestellt. Der vorher bereits zum Trainerteam gehörende Thomas Meggle übernahm zunächst als Interimstrainer, bis Ewald Lienen am 16. Dezember 2014 als neuer Trainer des FC St. Pauli vorgestellt wurde. Meggle wurde zum Sportdirektor ernannt.

2014 bis 2017 – Konstanz mit Ewald LienenBearbeiten

Saison Liga Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt Kader
2014/15 2. Bundesliga 15 40:51 37 24.718
2015/16 2. Bundesliga 04 45:39 51 29.534
2016/17 2. Bundesliga 07 39:35 45 29.401
2017/18 2. Bundesliga 12 35:48 43 29.394
2018/19 2. Bundesliga 09 36:53 49 29.546 Kader

Mit Ewald Lienen, der die Mannschaft auf einem Abstiegsplatz übernahm, erreichte der Club Platz 15 und sicherte sich damit den Klassenerhalt. Im DFB Pokal setzte man sich gegen den FSV Optik Rathenow durch, scheiterte dann zuhause in der zweiten Runde mit 0:3 an Borussia Dortmund.[44]

Die Saison 2015/16 sollte wieder erfolgreicher werden. Anders als in den Vorjahren blieb der Kern der Mannschaft zusammen, sie wurde nur punktuell verstärkt. Unter anderem wurden Ryo Miyaichi von Arsenal London sowie Jeremy Dudziak und Marc Hornschuh von Borussia Dortmund verpflichtet. Miyaichi verletzte sich in der Vorbereitung schwer und verpasste fast die gesamte Saison. Mit Philipp Tschauner und Marcel Halstenberg verließen zwei Leistungsträger den Verein. Halstenberg wurde für ca. 3 Millionen Euro an RB Leipzig verkauft, was eine Rekordablöse für den St. Pauli darstellt. Der Klub startete stark in die neue Spielzeit und befand sich nach der Hinrunde auf Platz 4. Diese Position wurde bis zum Ende verteidigt, mit 12 Punkten Abstand auf den Relegationsplatz. Im DFB Pokal schied man in der 1. Runde mit 1:4 gegen Borussia Mönchengladbach aus.[45]

In der bereits dritten Saison unter Lienen tat sich St. Pauli zunächst wieder schwerer. Vor der Saison verließen unter anderem Enis Alushi, Marc Rzatkowski, Lennart Thy und John Verhoek das Team, sie wurden durch Christopher Avevor, Aziz Bouhaddouz, Cenk Şahin, Mats Møller Dæhli und Johannes Flum ersetzt. Nach der Hinrunde stand man mit nur 11 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Trotz vermehrter Kritik hielt die Vereinsführung am bei den Anhängern enorm beliebten Ewald Lienen fest, und der Mannschaft gelang eine enorme Leistungssteigerung; mit der besten Rückrunde der Vereinsgeschichte – 34 Punkte und 28:11 Tore – schloss man die Saison am Ende auf dem 7. Platz ab. Im DFB Pokal traf man in der ersten Runde auf den VfB Lübeck, den man auswärts mit 3:0 schlagen konnte. In der zweiten Runde verlor man dann gegen den Bundesligisten Hertha BSC zu Hause mit 0:2.[46]

Seit 2017Bearbeiten

Kurz nach Saisonende gab der Verein bekannt, dass Ewald Lienen den neu geschaffenen Posten des Technischen Direktors übernimmt. Sein Vertrag wurde zudem bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Zum neuen Übungsleiter für die Spielzeit 2017/18 wurde der bisheriger Co-Trainer Olaf Janßen befördert.[47] In der Sommertransferperiode verließen mit Sören Gonther und Lennart Thy lediglich zwei Stammspieler das Team. Als Neuzugänge wurden Clemens Schoppenhauer, Luca Zander und der Erstliga erfahrene Sami Allagui vorgestellt. Im Winter stießen zudem noch Dimitris Diamantakos und Thibaud Verlinden zum Team.[48] Am 7. Dezember musste Olaf Janßen nach sieben sieglosen Spielen in Folge – zuletzt zwei Auswärtsniederlagen mit 0:4 bei der SpVgg Greuther Fürth und das 0:5 bei Arminia Bielefeld – den Trainerposten räumen. Der zweitligaerfahrene Markus Kauczinski übernahm die auf Rang 14 befindliche Mannschaft zum 17. Spieltag.[49] Am 33. Spieltag konnte man sich vorläufig den Klassenerhalt sichern und beendete die Saison auf Platz 12. Im DFB-Pokal verlor man in der ersten Runde mit 1:2 gegen den SC Paderborn.[50]

Auch im DFB-Pokal 2018/19 war in der ersten Runde Schluss, die Mannschaft scheiterte nach Verlängerung am Drittligisten SV Wehen Wiesbaden mit 2:3. Nachdem der Verein am 28. Spieltag nach vier Spielen ohne Sieg nur Platz 6 belegte, trennte sich der Verein am 9. April 2019 vom bisherigen Trainer Markus Kauczinski. Als neuer Trainer wurde Jos Luhukay verpflichtet.[51]

Bereits im Juli 2017 ging der FC St. Pauli als erster deutscher Profiverein eine langfristige Kooperation mit einem englischen Premier-League-Klub ein. Die Zusammenarbeit mit Stoke City erstreckt sich auf die Bereiche Sport (Trainercoaching, Nachwuchsförderung, Scouting), Vermarktung, Merchandising und Medien.[52]

Erfolge und bemerkenswerte EreignisseBearbeiten

  • 1947: Hamburger Meister
  • 1948: Norddeutscher Vizemeister, Vizemeister der Britischen Besatzungszone und Teilnahme am Halbfinale um die deutsche Meisterschaft
  • 1949: Norddeutscher Vizemeister und Endrundenteilnehmer um die deutsche Meisterschaft (Viertelfinale)
  • 1950: Norddeutscher Vizemeister und Endrundenteilnehmer um die deutsche Meisterschaft (Viertelfinale)
  • 1951: Norddeutscher Vizemeister und Endrundenteilnehmer um die deutsche Meisterschaft (Gruppenspiele)
  • 1952: Niederlage im ersten Fußballspiel, das im Fernsehen übertragen wurde, dem DFB-Pokal-(Heim)Spiel gegen Hamborn 07 (3:4)
  • 1954: Norddeutscher Vizemeister
  • 1964: 1. Platz in der Regionalliga Nord
  • 1966: 1. Platz in der Regionalliga Nord
  • 1972: 1. Platz in der Regionalliga Nord
  • 1973: 1. Platz in der Regionalliga Nord
  • 1977: 1. Platz in der 2. Bundesliga Nord und erster Aufstieg in die Bundesliga
  • 1981: 1. Platz in der Amateur-Oberliga Nord, deutscher Amateurvizemeister nach 0:2-Finalniederlage bei den Amateuren des 1. FC Köln
  • 1983: 1. Platz in der Amateur-Oberliga Nord
  • 1984: 2. Platz in der Amateur-Oberliga Nord und Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga
  • 1986: 1. Platz in der Amateur-Oberliga Nord und Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga
  • 1988: 2. Platz in der 2. Bundesliga und zweiter Aufstieg in die Bundesliga
  • 1989: 10. Platz in der Abschlusstabelle der Fußball-Bundesliga 1988/89, bisher höchste Platzierung am Saisonende seit Gründung der Fußball-Bundesliga
  • 1995: 2. Platz in der 2. Bundesliga und dritter Aufstieg in die Bundesliga
  • 1995: 1. Platz in der Gruppe Nord der DFB-Nachwuchsrunde
  • 1995: Tabellenführer der Bundesliga nach dem 1. Spieltag der neuen Saison durch 4:2-Heimsieg gegen TSV 1860 München
  • 2001: 3. Platz in der 2. Bundesliga und vierter Aufstieg in die Bundesliga
  • 2002: 2:1-Heimsieg des Tabellenletzten FC St. Pauli gegen den FC Bayern München, der Begriff des Weltpokalsiegerbesiegers wird geprägt
  • 2006: Einzug als Regionalligist ins Halbfinale des DFB-Pokals gegen den FC Bayern München, das mit 0:3 verloren wurde
  • 2007: Meister der Regionalliga Nord und Aufstieg in die 2. Bundesliga
  • 2010: 2. Platz in der 2. Bundesliga und fünfter Aufstieg in die Bundesliga
  • 2011: 1:0-Auswärtssieg des Aufsteigers FC St. Pauli beim Hamburger SV, erster Sieg im Hamburger Stadtderby seit 1977
  • 2011: 1:8-Heimniederlage des Aufsteigers FC St. Pauli gegen den FC Bayern München, die höchste Bundesliga-Heimniederlage der Vereinsgeschichte

Ewige TabellenBearbeiten

LigazugehörigkeitBearbeiten

Ab Ende Januar 1910 wurden die ersten Punktspiele ausgetragen, und der Verein pendelte zunächst innerhalb der Hamburger Ligen, da es bis 1933 (mit Ausnahme der Saison 1913/14, in der die NFV-Verbandsliga eingeführt wurde) keine überregionalen Ligen gab. 1919 gelang der Aufstieg in die Hamburger A-Klasse, die höchste Hamburger Liga – somit war der Verein damals zum ersten Mal „erstklassig“.

1934/35, 1936–1940 sowie 1942–1945 spielte der FC St. Pauli in der neu gegründeten erstklassigen Gauliga Nordmark und von 1942 bis Kriegsende in der Gauliga Hamburg. Nach dem Krieg trat der FC zunächst in der (erstklassigen) Stadtliga Hamburg an und gehörte von ihrer Gründung 1947 bis zu ihrer Auflösung 1963 zur Oberliga Nord, die ebenfalls die höchste Spielklasse war.

Als 1963 die Bundesliga ihren Spielbetrieb aufnahm, spielte St. Pauli in der zweitklassigen Regionalliga Nord, und zwar bis zu deren Auflösung 1974. Seitdem spielte der Verein überwiegend in der 2. Bundesliga, acht Jahre in der Bundesliga und auch einige Jahre drittklassig.

 

Besondere ehemalige SpielerBearbeiten

Deutsche A-NationalspielerBearbeiten

 
Ehemalige Spieler als Teil der Traditionself des FC St. Pauli anlässlich des hundertsten Jubiläums im Mai 2010 (3:3 gegen den FC United of Manchester)
Stehend v. l. n. r.: Demuth, Box, Thomforde, Adrion, Dammann, Driller, Sturz, Gronau, Dahms?, Springer, Rahn, Kocian, Trulsen, Schulte
Hockend v. l. n. r.: Ippig, Golke, Bargfrede, Ottens, Zander, Hollerbach, Knäbel, Stanislawski, Klasnić, Mazingu-Dinzey, Sievers, Gunesch

Ausländische NationalspielerBearbeiten

Weitere bekannte SpielerBearbeiten

Weitere bekannte Spieler, die entweder lange für den FC St. Pauli spielten oder aufgrund persönlicher Leistung erwähnenswert sind:

  • Guy Acolatse kam vor der Saison 1963/64 aus Togo ans Millerntor. Acolatse war einer der ersten Spieler schwarzer Hautfarbe aus Afrika im bezahlten deutschen Fußball.
  • Dirk Dammann – die Zuverlässigkeit in Person. Wirkte aufgrund seiner Größe immer etwas staksig, machte dies jedoch durch unbändige Einsatzkraft wett.
  • Martin Driller, erfolgreicher Stürmer und Ex-Freund von Regina Halmich. Hatte seinen wohl besten Auftritt im St. Pauli-Dress beim 4:4 gegen Schalke 04.
  • Walter Frosch, ein raubeiniger Abwehrspieler, spielte von 1976 bis 1982 bei St. Pauli. Bis heute gilt er weltweit als der Profifußballer mit den meisten gelben Karten in einer Saison.
  • Franz Gerber, „Schlangen-Franz“, bester St. Pauli-Torschütze seit Gründung der Bundesliga, Vater von Fabian Gerber. Mit 115 Treffern an achter Position in der Liste der Zweitliga-Rekordtorjäger.
  • André Golke, bis heute Bundesliga-Rekordtorschütze des FC St. Pauli.
  • Jürgen Gronau spielte nie für einen anderen Verein als den FC St. Pauli und ist heute in der Jugendabteilung tätig, in der auch sein Sohn aktiv ist.
  • Horst Haecks gehörte Ende der 1950er und Anfang der 1960er zu den ganz großen Torjägern des FC St. Pauli. In der Saison 1963/64 traf er in 34 Spielen gleich 36 Mal ins gegnerische Tor. 1966 musste Haecks seine Karriere verletzungsbedingt beenden.
  • Bernd Hollerbach, ehemaliger Metzger aus Franken, war ein Publikumsliebling, bis er durch den Wechsel zum Hamburger SV seinen Kredit bei den Fans der Millerntor-Elf gänzlich verspielte: aus deren Schlachtruf „Ho-ho-Hollerbach“ wurde „Ho-ho-Hochverrat“.
  • Volker Ippig, Torhüter, Stammtorhüter von 1986 bis September 1991 beim FC St.Pauli; lebte einige Zeit in den besetzten Häusern in der Hafenstraße; beendete nach 100 Pflichtspielen für den FC St. Pauli wegen einer Rückenverletzung im September 1991 seine aktive Karriere.
  • Thomas Meggle, Mittelfeldspieler, wechselte zur Saison 2005/06 zum dritten Mal ans Millerntor. Torschütze beim legendären 2:1 gegen Bayern München. Er war zwischen dem 3. September 2014 und dem 16. Dezember 2014 als Trainer der Zweitligamannschaft beim FC St. Pauli tätig.
  • Dieter Schlindwein, genannt „Eisen-Dieter“, Vorstopper, der seine Karriere beim SV Waldhof Mannheim 07 begann und Anfang der 1990er Jahre Abwehrspieler bei St. Pauli war – allerdings ob einer verbalen Entgleisung gegenüber Leo Manzi bei den Fans umstritten.
  • Helmut Schön, 16 A-Länderspiele (1937–1941), 17 Treffer. Absolvierte seine Länderspiele zu einer Zeit, als er Vereinsspieler des Dresdner SC war. In der Spielzeit 1947/48 bestritt der spätere Bundestrainer, der 1972 Europa- und 1974 Weltmeister wurde, einige Pflichtspiele im Dress des FC St. Pauli.
  • Otmar Sommerfeld, Rekordspieler der alten Oberliga Nord mit 362 Spielen, davon 227 zwischen 1951 und 1959 für St. Pauli, meist als Mittelläufer.
  • Holger Stanislawski, bis 30. Mai 2004 einziger noch aktiver St. Pauli-Stammspieler aus Bundesliga-Aufstiegszeiten. Ende Mai 2004 beendete er seine aktive Karriere, wurde danach Vizepräsident des Vereins und später Manager für den sportlichen Bereich. Nach der Beurlaubung Andreas Bergmanns war er als Manager und Trainer in Personalunion tätig, bis er die Position des Managers an Helmut Schulte abgab (der wiederum im Mai 2012 seinen Hut als Sportchef nehmen musste). Bis zum Saisonende 2010/11 übte Holger Stanislawski das Traineramt aus.
  • Harald Stender – einmal St. Paulianer, immer St. Paulianer; der Außenläufer war von 1945 bis 1960 aktiv und ist der Spieler mit den meisten Einsätzen für den FC in der erstklassigen Oberliga. Als besondere Ehrung wurde 2013 die südliche Stadionvorfläche in Harald-Stender-Platz umbenannt.
  • Klaus Thomforde, das „Tier im Tor“. Letzter Einsatz am 6. Oktober 2001 (Abschiedsspiel „Klaus' letzte Parade“ als Sportinvalide). Anschließend wirkte der gelernte Steuerfachangestellte noch als Torwarttrainer sowie in der Vermarktung des Vereins mit (in der Saison 2006/07 für kurze Zeit Interimstrainer bei Holstein Kiel).
  • André Trulsen, Abwehr, spielte in den Jahren 1986–1991 sowie zwischen 1994 und 2002 für den Verein. Dazwischen Stationen beim 1. FC Köln und vor der Zeit bei St. Pauli in der Oberliga beim SV Lurup (Hamburg). Wurde in der Regionalliga-Saison 2004/05 als Spieler für einige Einsätze in Liga- und Pokalspielen reaktiviert. Mit 177 Einsätzen Rekordspieler des FC St. Pauli in der Bundesliga.

Die „Jahrhundert-Elf“Bearbeiten

Anlässlich des hundertjährigen Vereinsjubiläums wählten die Fans 2010 per Onlineabstimmung folgende Spieler:[53]

Vereinsoffizielle über die JahreBearbeiten

 
Kartencenter und Fanshop am Millerntor vor dem Umbau 2007/08

Die PräsidentenBearbeiten

Das Präsidium des FC St. Pauli setzt sich satzungsgemäß aus dem Präsidenten und seinen bis zu vier Stellvertretern zusammen. Gewählt werden der Präsident auf Vorschlag des Aufsichtsrats und die Vizepräsidenten auf Vorschlag des Präsidentschaftskandidaten durch die Jahreshauptversammlung des Vereins. Ob Präsidiumsmitglieder haupt- oder ehrenamtlich tätig sind, entscheidet der Aufsichtsrat fallweise (derzeit ehrenamtlich[54]).

Zum Präsidenten wurde der Musik-Unternehmer Oke Göttlich vorgeschlagen[55] und am 16. November 2014 gewählt.[56] Dem Präsidium gehören weiterhin an: Christiane Hollander, Carsten Höltkemeyer, Joachim Pawlik und Jochen Winand.

  • 1924–1931 Henry Rehder
  • 1931–1945 Wilhelm Koch
  • 1945–1947 Hans Friedrichsen
  • 1947–1948 Max Pestorf
  • 1948–1969 Wilhelm Koch
  • 1970–1979 Ernst Schacht
  • 1979–1982 Wolfgang Kreikenbohm

Die GeschäftsleitungBearbeiten

Die hauptamtliche Geschäftsleitung wird vom Präsidium bestellt und entlassen. Die Geschäftsleitung besteht aktuell aus:

  • Kaufmännischer Geschäftsleiter: Andreas Rettig (Organisation und Koordination des operativen Geschäftsbetriebs des Vereins, Vermarktung, Stadion, Strategieentwicklung, Etat/Lizenz, Vertretung des Vereins intern und extern)[57]
  • Geschäftsleiter Sport: vakant
  • Geschäftsleiter Amateursport: Thomas Michael

Die TrainerBearbeiten

ProfimannschaftBearbeiten

Stand: 8. November 2019[58][59]

Aktueller Kader 2019/20Bearbeiten

Nr. Nat. Name Geburtstag Im Verein seit Vertrag bis
Tor
30 Deutschland  Robin Himmelmann 5. Februar 1989 11.07.2012 30.06.2021
33 Deutschland  Svend Brodersen 22. März 1997 01.07.2015 30.06.2021
40 Deutschland  Korbinian Müller 6. Februar 1991 08.10.2019 30.06.2020
Abwehr
02 Polen  Jakub Bednarczyk 2. Januar 1999 22.01.2019 30.06.2021
03 Norwegen  Leo Østigård 28. November 1999 18.07.2019 30.06.2020
04 Deutschland  Philipp Ziereis 14. März 1993 01.07.2013 30.06.2022
05 Deutschland  Marvin Knoll 5. Dezember 1990 01.07.2018 30.06.2022
06 Deutschland  Christopher Avevor (C)  11. Februar 1992 01.07.2016 30.06.2023
08 Deutschland  Marc Hornschuh 2. März 1991 31.08.2015 30.06.2020
13 Deutschland  Niklas HoffmannII 9. April 1997 31.01.2019 30.06.2020
15 Deutschland  Daniel Buballa 11. Mai 1990 01.07.2014 30.06.2021
17 England  Matt Penney 11. Februar 1998 22.08.2019 30.06.2020
19 Deutschland  Luca Zander 9. August 1995 01.07.2017 30.06.2023
20 Korea Sud  Yi-Young Park 29. Juni 1994 01.07.2017 30.06.2022
21 Wales  James Lawrence 22. August 1992 22.08.2019 30.06.2020
27 Deutschland  Jan-Philipp Kalla 6. August 1986 01.07.2007 30.06.2020
38 Deutschland  Florian Carstens 8. November 1998 19.10.2018 30.06.2022
42 Deutschland  Marvin SengerII 6. Januar 2000 01.07.2016 30.06.2021
43 Schweden  Sebastian Ohlsson 26. Mai 1993 30.08.2019 30.06.2021
Mittelfeld
07 Deutschland  Kevin Lankford 16. November 1998 29.01.2019 30.06.2022
10 Deutschland  Christopher Buchtmann 25. April 1992 30.08.2012 30.06.2022
12 Japan  Ryō Miyaichi 14. Dezember 1992 01.07.2015 30.06.2021
14 Norwegen  Mats Møller Dæhli 2. März 1995 01.07.2018 30.06.2021
23 Deutschland  Johannes Flum 14. Dezember 1987 06.01.2017 30.06.2020
26 Deutschland  Rico Benatelli 17. März 1992 01.07.2019 30.06.2022
28 Polen  Waldemar Sobota 19. Mai 1987 01.07.2016 30.06.2020
31 Deutschland  Ersin Zehir 15. Januar 1998 01.07.2018 30.06.2023
32 Deutschland  Christian Conteh 27. August 1999 01.07.2017 30.06.2020
35 Deutschland  Aurel LoubongoU19 19. Juni 2001 30.06.2022
36 Deutschland  Luis Coordes 2. Januar 1999 01.07.2018 30.06.2021
37 Deutschland  Finn Ole Becker 8. Juni 2000 01.07.2011 30.06.2022
44 Mali  Youba Diarra 24. März 1998 29.08.2019 30.06.2020
Sturm
09 Schweden  Viktor Gyökeres 4. Juni 1998 25.07.2019 30.06.2020
18 Griechenland  Dimitris Diamantakos 5. März 1993 25.01.2018 30.06.2020
24 Ukraine  Borys Taschtschy 26. Juli 1993 01.07.2019 30.06.2022
25 Niederlande  Henk Veerman 26. Februar 1991 09.08.2018 30.06.2021
29 Deutschland  Serkan DursunU19 30. Januar 2001 01.07.2017 30.06.2020

Transfers der Saison 2019/20Bearbeiten

Zugänge Abgänge
Sommer 2019
nach Saisonbeginn
  • Korbinian Müller (Rückkehr nach Karriereende)

Aktueller Trainer- und BetreuerstabBearbeiten

 
Der Niederländer Jos Luhukay ist seit dem 11. April 2019 Cheftrainer der Profis
Name Funktion seit
Trainerstab
Jos Luhukay Cheftrainer 2019
Markus Gellhaus Co-Trainer 2017
Hans Schrijver Co-Trainer 2019
André Trulsen Co-Trainer 2018
Mathias Hain Torwart-Trainer 2011
Janosch Emonts Athletiktrainer 2015
Christoph Hainc Athletiktrainer 2018
Medizinische Abteilung
Volker Carrero Mannschaftsarzt 2017
Sebastian Schneider Mannschaftsarzt 2017
Alexander Blase Physiotherapeut 2018
Dominik Körner Physiotherapeut 2017
Mike Muretic Physiotherapeut 2018
Ronald Wollmann Physiotherapeut 1986
Betreuer
Siegmar Krahl Zeugwart 2009
Andreas Kreft Zeugwart 2004
Thorge Blöcker Zeugwart 2016

Zweite MannschaftBearbeiten

Stand: 8. Februar 2019[61]

Tor Abwehr Mittelfeld Sturm Trainer
12 Jesper Heim Deutschland 
21 Leon Schmidt Deutschland 
33 David Jendrzej Deutschland 
02 Jannes Wiekhoff Deutschland 
03 Niklas Hoffmann Deutschland 
04 Hugo Teixeira Deutschland 
05 Niklas Golke Deutschland 
17 Finn Schütt Deutschland 
22 Marvin Senger Deutschland 
26 Moritz Frahm Deutschland 
30 Mert Kuyucu Deutschland 
06 Jakob Münzner Deutschland 
07 Christian Conteh Deutschland 
10 Seung-Won Lee Korea Sud 
11 Tom Protzek Deutschland 
16 Niclas Nadj Deutschland 
20 Theodor Bräuning Deutschland 
23 Christian Viet Deutschland 
Cemal Sezer Deutschland 
09 Robin Meißner Deutschland 
19 Christian Stark Deutschland 
27 Veli Sulejmani Albanien 
Chef-Trainer Joachim Philipkowski Deutschland 
Co-Trainer Ferydoon Zandi Deutschland 
Leiter NLZ Roger Stilz Deutschland 

Das Hilfsprojekt Viva con Agua de Sankt PauliBearbeiten

Politisches und soziales Engagement ist nicht nur innerhalb der Fan-Szene zu beobachten: seit dem Frühjahr 2005 engagiert sich der Spieler Benjamin Adrion in einem gemeinsam vom Verein und der deutschen Welthungerhilfe getragenen Hilfsprojekt namens Viva con Agua de Sankt Pauli zur Sicherung der Trinkwasserversorgung an etwa 100 Kindergärten in Havanna (Kuba). Nach Kuba engagierte sich die Initiative in zahlreichen weiteren Ländern, vor allem in Ostafrika.

Bekanntheit des VereinsBearbeiten

Eine Studie des Sportvermarkters UFA Sports, der auch den FC St. Pauli betreut, hat deutschlandweit elf Millionen St. Pauli-Sympathisanten ermittelt.[62] Auch im Ausland besitzt der FC St. Pauli einen ausgezeichneten Ruf, etwa in Frankreich.[63]

Dieses Interesse äußert sich auch im Zuschauerzuspruch bei den Heim- und Auswärtsspielen: St. Pauli hatte in der Saison 2003/04 als Regionalligist mit 17.374 Zuschauern[64] einen höheren Schnitt als jeder Zweitligaverein[65] und übertraf bei der Zahl der verkauften Dauerkarten mehrere Erstligisten (St. Pauli: 11.700;[66] Bundesliga: VfL Wolfsburg 7.500, VfL Bochum 6.000, Hansa Rostock 4.550.[67])

Zur Saison 2010/11 brachte die Firma Panini erstmals ein Sammelalbum im Namen des FC St. Pauli als dritter Bundesligist (neben dem FC Bayern München und dem VfB Stuttgart) heraus. Neben den Porträtbildern aller Spieler und Trainer enthielt das Album u. a. die Historie des Klubs, die verschiedenen Facetten der Fanszene und des Stadtteils.[68]

„Weltpokalsiegerbesieger“Bearbeiten

Am 6. Februar 2002 gewann der FC St. Pauli überraschend als Tabellenletzter der 1. Bundesliga mit 2:1 gegen den FC Bayern München im Millerntor-Stadion, woraufhin vom FC St. Pauli T-Shirts mit dem Aufdruck „Weltpokalsiegerbesieger“ auf der Vorderseite und den Namen der Spieler auf der Rückseite angefertigt wurden. Hintergrund war, dass der FC Bayern wenige Wochen zuvor den Weltpokal gewonnen hatte. Die Torschützen für St. Pauli waren Nico Patschinski und Thomas Meggle. Erst in der 87. Minute konnte Willy Sagnol für Bayern auf 1:2 verkürzen.[69]

Die RetterkampagneBearbeiten

Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga am Ende der Saison 2002/03 drohte der Verein noch eine weitere Liga tiefer in die Oberliga Nord abzusteigen, weil sich zum Saisonende eine Liquiditätslücke in Höhe von 1,95 Millionen Euro abzeichnete, deren Deckung gleichzeitig die entscheidende Lizenzierungsauflage des DFB im Zulassungsverfahren zur Regionalliga darstellte. Durch mehrere bundesweit Aufsehen erregende Spendenaktionen gelang es dem Verein zwischen Anfang Juni und Ende August 2,367 Millionen Euro aufzutreiben.[70] Die HSH Nordbank gab zuvor am 11. Juni 2003 eine Bürgschaft für die geforderten 1,95 Millionen Euro ab und sicherte dem Verein damit die Lizenz für die Regionalliga Nord.[71]

Einige Beispiele der durchgeführten Aktionen, welche allesamt unter dem Motto „Rettet den FC St. Pauli“ standen:

  • Verkauf von 102.948 „Retter“-T-Shirts (Nettoerlös: 896.830 Euro)
  • Verkauf des Jugendleistungszentrums am Brummerskamp an die Stadt Hamburg für 720.000 Euro
  • ein Benefizspiel unter dem Motto „Weltpokalsiegerbesieger gegen Weltpokalsieger“ gegen den FC Bayern München, der auf Gage und Kostenerstattung verzichtete, im Millerntor-Stadion (271.112 Euro)
  • Bargeldspenden von rund 200.000 Euro
  • Bieraktionen „Astra trinken – St. Pauli retten“ (1 Euro pro Astrakasten, rund 120.000 Euro) und „Saufen für St. Pauli“ (50 Cent Soliaufschlag pro Bier bei teilnehmenden Kneipen, rund 50.000 Euro)
  • Im Millerntor-Stadion durchgeführte Kulturveranstaltungen: Jazzfestival, DJ-Soundclash, drei Freiluftkinoabende, „Finales Retterkonzert“
  • Verkauf von 11.700 Dauerkarten für die kommende Saison

Strukturen in der FanszeneBearbeiten

 
Totenkopffahne

Ein nennenswerter Teil der Fanszene am Millerntor versteht sich im Vergleich zu den Fanstrukturen anderer Fußballvereine ausdrücklich als politisch. Schon in den 1990ern setzten Fangruppen sich für eigene und die Interessen der direkten Anwohner ein, als ein Stadionneubauprojekt mit angeschlossener Randbebauung (Sport-Dome) des Präsidenten Heinz Weisener – bzw. von dessen Architekturbüros – in Angriff genommen werden sollte. Durch mehrere Demonstrationen sowie einen mehrminütigen Schweigeprotest bei einem Heimspiel wurde dieses Projekt schließlich gekippt. Fortan wurden immer wieder Neubaupläne vorgelegt, seit Juli 2006 stand fest, dass bis 2014 ein neues Stadion fertiggestellt sein sollte.

Auch in der Arbeit gegen Stadionverbote zeigt sich die Fangruppierung Pro Fans recht aktiv im St.-Pauli-Umfeld. Einen weiteren politischen Schwerpunkt bildet das aktive Einschreiten gegen sexistische oder rassistische Äußerungen im Stadion: St. Pauli war der erste Verein, welcher entsprechende Verbote in seine Stadionordnung einfügte – heute ist es eher die Regel, dass sich entsprechende Passagen in den Stadionordnungen der Bundesligavereine finden. So musste beispielsweise ein Sponsor, der Herausgeber der Männerzeitschrift Maxim, nach heftigen Protesten seine Stadionreklame überarbeiten, da diese von Fanseite als zu sexistisch eingestuft wurde.

 
Offizielle Fanflagge des FC St. Pauli

Ausdruck einer Fankultur der anderen Art ist auch der Totenkopf, der in der Tradition Jahrhunderte alter Piraterie als Symbol „Arm gegen Reich“ von den Fans verwendet wird, da der FC St. Pauli obgleich geringer finanzieller Budgets achtbare Erfolge in den verschiedenen Ligen und Wettbewerben zu verzeichnen hat. So drückt die Fanszene sinnbildlich die Rolle des Underdogs aus, der gegen übermächtige, reiche Klubs kämpft.[29] Der Bezug des Vereins zu dem Motiv hat sich 2015 durch den Rückkauf der Markenrechte verfestigt, wodurch das Motiv offizieller Teil des Marketings geworden ist.[72] Das Flaggenmotiv wird auch außerhalb des Bezirks St. Pauli in ganz Deutschland neben der Unterstützung des Vereins als Ausdruck politischer Unangepasstheit verwendet.[73][74][75][76]

Im Jahr 2009 schrieb die italienische Ska Combat-Folk Punk Band Talco aus Marghera den Song „St Pauli“. Seitdem wurde der Song häufig als Hymne benutzt und die Band hat bereits einige Konzerte im Millerntorstadion gespielt.

Der Verein hat 514 offiziell registrierte Fanklubs (Stand: Dezember 2017)[77], die sich mit dem Fanclub-Sprecherrat ein eigenes Vertretungsgremium geschaffen haben, das inzwischen bei grundsätzlichen Fragen auch vom Vereinspräsidium angehört wird. Zentrale Einrichtung für organisierte wie einzelne Fans ist der aus einer Faninitiative hervorgegangene Fanladen St. Pauli. Eine besonders enge Zusammenarbeit besteht mit Fanclubs des schottischen Premier-League-Vereins Celtic Glasgow.

Von den St. Pauli-Fans wird zudem das Antira-Turnier organisiert, ein Einladungsturnier für antirassistische Fangruppierungen, das früher jährlich, nun alle zwei Jahre (alternierend mit anderen Austragungsorten), auf dem St. Pauli-Trainingsgelände stattfindet.[78] Fans und Verein engagierten sich ebenfalls im politischen Kampf für die Gruppe Lampedusa in Hamburg und halfen mit, den Fußballclub FC Lampedusa aufzubauen.[79]

Der Verein rief auch die Initiative Kiezhelden ins Leben. Die Plattform unterstützt soziale und kulturelle Projekte auf dem „Kiez“ als auch den sportlichen Nachwuchs.[80]

RivalitätenBearbeiten

Traditioneller Hauptrivale der Paulianer ist der Hamburger SV (HSV). Im Duell mit den „Rothosen“ wird ermittelt, wer aktuell „die Nr. 1“ der Stadt ist. Unterschiedliche Ligazugehörigkeiten in der Vergangenheit hatten das Hamburger Stadtderby jedoch seltener werden lassen. 2018 stieg der HSV zum ersten Mal aus der Bundesliga ab, so dass es in der Saison 2018/19 erstmals zu zwei Stadtderbys in der 2. Bundesliga kam. Seit dem 13. März 1993, als es rund um die Begegnung bei Hansa Rostock angesichts der politisch motivierten Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen ein Jahr zuvor zu schweren Krawallen zwischen rechtsgerichteten Rostockern sowie politisch links stehenden St. Pauli-Anhängern kam, gilt zudem das Verhältnis zu den Mecklenburgern als verfeindet; Begegnungen beider Teams werden daher stets als Risikospiel eingestuft. Insbesondere diverse Vorfälle in jüngerer Zeit begründen außerdem eine ausgeprägte Antipathie gegenüber dem VfB Lübeck, der wiederum dem HSV nahesteht.

Sponsoren und Ausrüster (seit 2000)Bearbeiten

Zeitraum Sponsor Branche
2000–2001 World of Internet/Astra Internet/Brauerei
2001–2002 Securvita Gesundheit
2002–2003 Securvita/Astra Gesundheit/Brauerei
2003–2006 Mobilcom Telekommunikation
2006–2009 Congster/Congstar Telekommunikation
2009–2010 Dacia Automobilhersteller
2010–2013 Deutsche Fernsehlotterie Lotterie
2013–2014 Relentless Energy-Drink
2014– Congstar[81] Telekommunikation
Zeitraum Ausrüster
2000–2003 Kappa
2003–2005 Stanno
2005–2014 Do You Football
2014–2016 Hummel
2016– Under Armour

Weitere AbteilungenBearbeiten

Abteilung Fördernde MitgliederBearbeiten

Die Abteilung Fördernde Mitglieder (AFM) ist eine nicht sporttreibende Abteilung, deren Mitglieder sich der Förderung der Jugendabteilungen (mit Schwerpunkt auf dem Fußball-Jugendleistungsbereich) des Vereins verpflichtet sehen. Mit ihren zurzeit über 13.500[82] Mitgliedern ist sie zudem die quantitativ stärkste Abteilung des Vereins.

Gemeinsam mit dem Präsidium und der sportlichen Leitung werden Konzepte entwickelt, die für den FC St. Pauli eine Chance darstellen können, auf Dauer mit den finanzstarken Spitzenclubs zu konkurrieren. Die Finanzierung dieser Konzepte erfolgt anteilig durch die AFM und die Profiabteilung.

Aktuelle Projekte der AFM sind neben dem „AFM-Radio“, welches ursprünglich aus einer Spielbeschreibung für Sehgeschädigte am Millerntor entstanden ist und mittlerweile kostenlos Live-Reportagen aller Spiele der ersten Mannschaft per Internet-Stream bietet, die AFM-Ausbildungsbörse „You'll never work alone“, welche in Zusammenarbeit mit Unternehmen und der Agentur für Arbeit Ausbildungsplätze an Nachwuchsspieler vermittelt, um diese an den Verein zu binden. Des Weiteren unterhält die AFM das Jugendtalenthaus, in welchem bis zu sechs Nachwuchsspieler betreut in einer Wohngemeinschaft leben.

Darüber hinaus haben AFM-Mitglieder noch einige ganz konkrete Vorteile. So gibt es neben den Ermäßigungen und Rabatten auf Fanartikel, die auch für die Mitglieder der anderen Abteilungen gelten, für vom St. Pauli Fanladen organisierte Auswärtsfahrten einen speziellen AFM-Rabatt. Auch bei Heimspielen der U23-Mannschaft und bei der Teilnahme an Stadionführungen ist der Eintritt für AFM-Mitglieder ermäßigt.

American FootballBearbeiten

Seit dem Jahr 2002 verfügte der FC St. Pauli mit den St. Pauli Buccaneers über ein American-Football-Team im Jugendbereich. Unter der Leitung von Coach Campino Milligan, der zu seiner aktiven Zeit als Spieler sowohl den German Bowl als auch den Eurobowl gewinnen konnte, traten die Buccaneers in der German Football League Juniors (GFLJ) an.[83] Seit der Saison 2011 existierte auch eine Herrenmannschaft, welche nach dem sofortigen Aufstieg in der ersten Saison in der Oberliga HH/SH spielte.[84] Ebenfalls seit 2011 wurde bei den Buccaneers zudem noch Herren Flag Football gespielt, die Semikontakt Variante des Originals. Im Jahre 2009 erhielt das Team den Hamburger Bürgerpreis der CDU Hamburg.[85]

Im November 2013 wurde diese Sparte aufgelöst, nachdem zunächst kein für den Herrenbetrieb erforderliches Jugendteam mehr gestellt werden konnte und sich nach einem Rücktritt auch kein neuer Abteilungsvorstand gefunden hatte.[86] Dies wurde den Vereinsmitgliedern auf der Jahreshauptversammlung Ende 2013 mitgeteilt.[86]

BeachvolleyballBearbeiten

In der Sportart Beachvolleyball existiert seit Februar 2018 eine eigenständige Abteilung. Der größte sportliche Erfolg wurde bereits 2013 erreicht, als Mischa Urbatzka mit seinem Partner Markus Böckermann Deutscher Meister für den FC St. Pauli wurden.[3]

BlindenfußballBearbeiten

Der FC St. Pauli verfügt über eine Blindenfußballabteilung. Der Verein spielt seit der ersten Saison in der Blindenfußball-Bundesliga. Während der Saison 2012 bildete man mit dem ISC Dortmund eine Spielgemeinschaft.

BoxenBearbeiten

Die Boxabteilung des FC St. Pauli wurde 2007 unter dem Namen „BC Barracuda“ gegründet, legte diesen Beinamen aber 2014 ab. Sie wuchs zum größten Boxverein Hamburgs heran (Stand 2017: über 300 Mitglieder) und ist über dem Hamburger Amateurboxverband dem Deutschen Boxsportverband angeschlossen, der das Boxen in der olympischen Spielart organisiert.

FrauenfußballBearbeiten

Die Frauenmannschaft des FC St. Pauli wurde im Jahre 2016 Meister der Verbandsliga Hamburg. In der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord setzte sich die Mannschaft gegen TuRa Meldorf und den TuS Schwachhausen durch und stieg auf. Gleich in der Aufstiegssaison 2016/17 erreichte die Mannschaft Platz drei.

FutsalBearbeiten

Seit 2011 verfügt der FC St. Pauli über eine Futsalabteilung,[87] die unter dem Namen FC St. Pauli Sala antritt. Im Jahre 2016 wurde die Mannschaft nach einem 3:1-Finalsieg über die Hamburg Panthers Norddeutscher Meister und qualifizierte sich für die deutsche Futsal-Meisterschaft 2016. Dort scheiterte die Mannschaft im Viertelfinale am TSV Weilimdorf. Zwei Jahre später stiegen die St. Paulianer in die erstklassige Regionalliga Nord auf und wurde auf Anhieb Vizemeister hinter den HSV-Panthers. Damit qualifizierte sich die Mannschaft für die Deutsche Futsal-Meisterschaft 2019.

MarathonBearbeiten

Seit November 2011 gibt es eine Marathonabteilung mit breitensportlicher Ausrichtung. Die erste öffentliche Aktion der Abteilung war ein Volkslauf „St. Pauli läuft gegen rechts“ um die Außenalster mit 1400 Teilnehmern am 2. Juni 2012.[88]

Pipes & DrumsBearbeiten

Seit Dezember 2017 ist die FC St. Pauli Pipes & Drums eine Amateursportabteilung des FC St. Pauli von 1910 e.V. In der Abteilung werden sowohl Pipes (Great Highland Bagpipe) als auch Scottish Drums (Snare, Tenor- und Bass-Drum) unterrichtet. Ziel der Abteilung ist der Aufbau einer Pipe Band nach schottischem Vorbild bzw. den Regeln der Royal Scottish Pipe Band Association (RSPBA) und die Teilnahme an nationalen und internationalen Wettkämpfen wie den World Pipe Band Championchips in Glasgow Green, Schottland (Stand 2018)

RadsportBearbeiten

Die Radsportler gibt es seit Sommer 2004 unter dem Namen „Fahrrad-Club St. Pauli“ im Verein; vier Jahre später umfasste die Abteilung bereits rund 130 Mitglieder, von denen gut 20 BDR-Lizenzinhaber (Elite A bis C) waren. Im Frühjahr 2007 gewann ein Rennfahrer des Fahrrad-Clubs die Hamburger Straßenmeisterschaft, belegte beim Einzelzeitfahren Rang Drei und war für die Deutsche Straßenmeisterschaft der Amateure qualifiziert. Daneben betreibt eine größere Anzahl Mitglieder „ambitionierten Freizeitsport“ (Teilnahme an BDR-Super Cup und Radmarathons, Radtourenfahrten (RTF) u. ä.). Im September 2011 veranstaltete der Fahrrad-Club zum ersten Mal eine eigene RTF.

RugbyBearbeiten

 
Das Rugby-Team vom FC St. Pauli im Jahr 2011 gegen den TSV Victoria Linden

Die 1933 gegründete Rugby-Abteilung ist untergliedert in drei Herrenmannschaften (2. Bundesliga, Regionalliga und Verbandsliga), Frauen sowie Jugend/Schüler. Ihre größte Aufmerksamkeit erzielte diese Abteilung durch die mehrfach erlangte deutsche Meisterschaft im Frauenrugby: Zum achten Mal nach 1995, 2000, 2001, 2003, 2005, 2006 und 2007 holten die Frauen 2008, im Endspiel gegen den SC Neuenheim, die deutsche Rugby-Meisterschaft. In diesen Jahren stellten sie auch etliche Nationalspielerinnen. Damit haben sie die Rugbyabteilung zur erfolgreichsten innerhalb des FC St. Pauli gemacht.

Die Rugby-Männer standen 1964 im Finale um die deutsche Meisterschaft und waren 1971 Gründungsmitglied der Bundesliga. 1991 und 2002 gewannen sie den deutschen Liga-Pokal, 1993 und 1994 nahmen sie am Finale dieses Wettbewerbs teil. 2018/19 treten sie in der ersten Bundesliga an.

SegelnBearbeiten

Am 10. Januar 2018 gründete sich im FC St. Pauli eine Segelabteilung mit anfangs über 100 Mitgliedern.[89] Ihr Schwerpunkt liegt auf dem Fahrten- und Regattasegeln, wobei die Ausbildung von Jugendlichen im Fokus steht. Die St. Paulianer haben sich das Ziel gesetzt, das teilweise noch recht elitäre und konservative Image des Segelsports zu erneuern und die politischen und sozialen Werte des Vereins stärker zu etablieren.[90]

TorballBearbeiten

Die Torballabteilung des FC St. Pauli trat in der Saison 2012/13 bereits zum zweiten Mal in einer Spielgemeinschaft zusammen mit der BSG Langenhagen an und wurde Deutscher Meister. Damit sind sie für den Eurocup in Belgien qualifiziert.[91]

TriathlonBearbeiten

Seit Januar 2009 hat der FC St. Pauli eine Triathlonabteilung, die nach einem Jahr bereits mehr als 140 Mitglieder aufwies. Die Ausrichtung ist breitensportlich. Bereits im Gründungsjahr nahm ein gemischtes Team im Rahmen der Sport Augath Tour an den Wettkämpfen der Landesliga Niedersachsen teil und schloss diese auf dem 26. Platz ab. Ab 2010 startet der FC St. Pauli Triathlon in der neu gegründeten Landesliga Hamburg.

Mediale AuseinandersetzungBearbeiten

SpielfilmeBearbeiten

1993 produzierte der Norddeutsche Rundfunk (NDR) unter der Regie von Bernd Schadewald den Spielfilm Schicksalsspiel.[92] Der Fernsehfilm erzählt eine tragische Liebesgeschichte mit Parallelen zu Romeo und Julia[93] vor dem Hintergrund der Fan-Rivalität zwischen dem FC St. Pauli und Hansa Rostock.[94] Das Erste zeigte den Film, in dem unter anderem Benno Fürmann und Jürgen Vogel mitspielen, erstmals am 31. August 2004.

2011 drehte der Regisseur Tarek Ehlail den Low-Budget-Film[95] Gegengerade – 20359 St. Pauli, dessen Handlung im Umfeld des Vereins und des Stadtteils spielt und der Themen wie Gegenkultur und Gentrifizierung thematisiert.[96]

In der seit 2002 produzierten Tatort-Fernsehserie aus Münster verkörpert die Figur Frank Thiel einen aus Hamburg stammenden Kommissar, der in St. Pauli aufgewachsen und leidenschaftlicher Fan des Stadtteilvereins ist und dessen Fankollektion bevorzugt trägt.[97]

DokumentationenBearbeiten

Der Verein und dessen aktive Fanszene war darüber hinaus wiederholt Gegenstand von Dokumentarfilmen. Die Firma „01film“ produzierte mit maßgeblicher Hilfe des Fanladens unter der Regie von Michael Müller[98] zur Aufstiegssaison 2000/01 eine 92-minütige Dokumentation mit dem Namen Wir waren Absteiger Nummer 1.[99] Über die unmittelbar anschließende Abstiegssaison 2001/02 drehten die Regisseure Julia Föhn und Dirk Laabs ebenfalls eine Dokumentation mit dem Titel Irgendwo da unten.[100]

In der am 1. August 2008 veröffentlichten Dokumentation Sankt Pauli! – Rausgehen – Warmmachen – Weghauen thematisiert der Regisseur Joachim Bornemann die Vorbereitungen auf das letzte Heimspiel in der Regionalligasaison 2006/07 gegen Dynamo Dresden, in dem nach vier Jahren der Spielklassenwechsel in die 2. Bundesliga geschafft wurde, sowie den Abriss und Neubau der Südtribüne des Millerntor-Stadions und die Geschehnisse und Entwicklungen in den angrenzenden Stadtquartieren St. Pauli, Karolinen- und Schanzenviertel.[101] 2011 drehte der Hamburger Dokumentarfilmer Felix Grimm den Film Das ganze Stadion, der statt Spielszenen die Fans auf den Tribünen zeigt. Der Spielverlauf erschließt sich ausschließlich aus den Kommentaren und Reaktionen der Fans auf das Spielgeschehen.[102]

SportfernsehenBearbeiten

Laut Marco Carini in der taz begründet sich der „bundesweite Hype“ des Vereins in „einem Wandel in der Sportberichterstattung“.[103] Mit Beginn der Bundesliga-Saison 1988/89 ging die „Fußballshow“ Anpfiff des Privatsenders RTL plus auf Sendung und trat in direkte Konkurrenz zur Sportschau mit deren nachrichtlichem Konzept, „kurze, rein auf das sportliche Geschehen bezogener Spielberichte“ zu produzieren. Nach Aussage des früheren RTL-Sportchefs und Moderators Ulli Potofski wurde „die Berichterstattung um das Drumherum einer Partie größer und ausgiebiger“ und der FC St. Pauli und seine unkonventionellen Fans „zum bunten Farbtupfer“ der Berichterstattung: „Während wir bei anderen Vereinen nach Kuriosem und Skurillem mühsam suchen mussten, trat das am Hamburger Kiez geballt auf.“ Das Privatfernsehen transportierte ein Bild des FC St. Pauli mittels griffiger Etiketten und Slogans, die zumeist eine mediale Erfindung waren.[103] Nach Stefan Reinke in dem Online-Magazin DerWesten war der Hamburger Verein ein „Glück für den Tutti-Frutti-Kanal: Der FC St. Pauli spielte zu jener Zeit in der Fußball-Bundesliga und so konnte RTL nach Belieben Schmuddel-Image und Fußball-Show miteinander verknüpfen. Es war eben die Zeit, als Fernseh-Deutschland sich ausprobierte. So fand Sex-Beraterin und Bett-Problemlöserin Erika Berger ebenso den Weg in die Fußball-Show wie St. Paulis Huren-Ikone Domenica. Was das mit Fußball zu tun hatte? Wenig.“[104] Der Autor und Chronist Christoph Nagel bezeichnet im Interview die übertriebene Darstellung „ewig feiernder Fans“ und Slogans wie „Freudenhaus der Liga“ als reines Klischee und stellt fest, dass die weitgehend inhaltslose Vokabel „Kult“ bei vielen Fans „inzwischen auf dem Index gelandet“ sei.[105]

RezeptionBearbeiten

Nach Meinung von Tim Jürgens kennzeichne den Verein „die Stadtteilverhaftung, das pure Fußballempfinden, die historische und sehr sensibel modernisierte Spielstätte, das Grundgefühl, ein Außenseiter zu sein, der den Etablierten von Zeit zu Zeit ein Schnippchen schlägt“.[106] Der Wertekanon des Vereins beinhalte „Solidarität, Demokratie, Nachhaltigkeit und die Gleichstellung aller Denk- und Lebensformen“. Kilian Trotoir schreibt in der Zeit: „Kein anderer Proficlub erfüllt die Sehnsüchte und Ansprüche unserer Zeit so gut wie der FC St. Pauli. Denn welchen Kriterien müsste ein idealer Fußballverein heute entsprechen? Der Verein müsste demokratisch sein, also seine Mitglieder ernst nehmen und nicht das Wohl einiger weniger Investoren. Er müsste politisch sein, also sich für das interessieren, was in der Welt geschieht. Er müsste lokal verankert sein, also seinem Stadtteil eine Identität verschaffen. Er müsste zusammenhalten, sollte also nicht alles rücksichtslos auf den sportlichen Erfolg der Profimannschaft ausrichten. So ein Verein ist der FC St. Pauli.“[107]

„Die Schnurre enthält alle Ingredienzen, die dem Kiezklub eine Sonderstellung im Profifußball eingebracht haben: Freundschaft und Empathie, Solidarität und Nahbarkeit, Humor und Chaos. Zudem zeugt sie von der schmalen Grenze zwischen Triumph und Leid, die St. Pauli und seine Gefolgschaft über Jahre zu einer Wertegemeinschaft verschmolzen und dafür gesorgt haben, dass der Klub heute einen Lebensstil verkörpert, mit dem sich viele identifizieren. Der Kern der Philosophie ist etwas, das der Gesellschaft zunehmend abhanden zu kommen scheint: Die ständige Frage, ob man mit seinen Mitmenschen richtig umgeht. Das macht den FC St. Pauli für viele zu einer Heimat, in der es um deutlich mehr geht als Fußball. Der FC St. Pauli ist der Gegenentwurf zum Konservatismus, zum Establishment.“

Tim Jürgens, Philipp Köster: 11 Freunde[108]

“From a distance, St Pauli must indeed seem cool to anyone who sees football as more than just a game. The club says the right things, does the right things, and wears the right clothes. It’s a welcome antidote for people who have become disillusioned with the greed, the hype, and the emptiness of modern football, and the perfect alternative for those who find following a big, rich and successful club like Bayern Munich too easy, too slick.”

„Aus der Ferne muss St. Pauli in der Tat für all jene cool erscheinen, für die Fußball mehr als nur ein Spiel ist. Der Klub sagt die richtigen Dinge, tut die richtigen Dinge und trägt die richtigen Klamotten. Er ist ein willkommener Gegenentwurf für Menschen, die von der Gier, dem Hype und der Leere des modernen Fußballs desillusioniert sind, und die perfekte Alternative für jene, denen das „Fansein“ von großen, finanzkräftigen und erfolgreichen Vereinen wie Bayern München zu einfach und glatt ist.“

Uli Hesse: The Guardian[109]

TriviaBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • 1910 – Museum für den FC St. Pauli e.V. (Hrsg.): F*ck You Freudenhaus! Das Millerntor. Werden und Bleiben eines Stadions: Katalog zur Ausstellung. Edition 1910, Hamburg 2014, ISBN 978-3-945576-00-7.
  • FC St. Pauli von 1910 e.V. (Hrsg.): 75 Jahre FC St. Pauli. Hamburg 1985 (Verantwortlich für den Inhalt: Werner Bartels, Hein Wolter).
  • Gregor Backes: „Mit deutschem Sportgruss, Heil Hitler“. Der FC St. Pauli im Nationalsozialismus. Hoffmann und Campe, Hamburg 2010, ISBN 978-3-455-31999-6.[110]
  • Fabian Balicki: Więcej niż piłka nożna? St. Pauli jest tą możliwością. Poligraf, 2015, ISBN 978-83-7856-321-1.
  • Bernd Carstensen: Hundert Jahre Fahrstuhlfahrt. Die Chronik des FC St. Pauli … alle Spiele aller Toren. Monsenstein und Vannerdat, Münster 2006, ISBN 3-86582-382-3.
  • Nick Davidson: Pirates, Punks & Politics. FC St. Pauli: Falling in Love with a Radical Football Club. Sportsbooks Ltd, York 2014, ISBN 978-1-907524-41-7.
  • Uwe Dulias, Michael Schickel: 1 : 0 am Millerntor. Der FC St. Pauli. Die Fans und ihre Mannschaft. 1989, ISBN 3-925387-54-4.
  • Fanclubsprecherrat des FC St. Pauli (Hrsg.): Wir sind Sankt Pauli – Das Fanclubbuch. Selbstverlag, Hamburg 2010.
  • Fanladen St. Pauli (Hrsg.): 15 Jahre Fanladen St. Pauli. 20 Jahre Politik im Stadion. 2. Auflage, Hamburg 2005, ISBN 3-00-016101-5.
  • Ronny Galczynski, Bernd Carstensen: FC St. Pauli Vereinsenzyklopädie. Die Werkstatt, Göttingen 2009, ISBN 978-3-89533-613-3.
  • Mike Glindmeier, Folke Havekost, Sven Klein: St. Pauli ist die einzige Möglichkeit. Papyrossa, Köln 2009, ISBN 978-3-89438-417-3.
  • Marc Halupczok: 111 Gründe, St.-Pauli-Fan zu sein. Eine Liebeserklärung unterm Totenkopf. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2016, ISBN 978-3-86265-617-2.
  • Werner Langmaack: FC St. Pauli – Glaube, Liebe, Hoffnung. Georg Simader, Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-927515-29-9.
  • René Martens: Wunder gibt es immer wieder. Die Werkstatt, Göttingen 2002, ISBN 3-89533-375-1.
  • Christoph Nagel, 1910 e.V. (Hrsg.): FC St. Pauli Album. Die Werkstatt, Göttingen 2016, ISBN 978-3-7307-0202-4.
  • Christoph Nagel, Michael Pahl: FC St. Pauli. Das Buch. Der Verein und sein Viertel. Hoffmann und Campe, Hamburg 2009, ISBN 3-455-50098-6 (Unter Mitarbeit von Jörn Kreuzer und Janine Schemmer. Herausgegeben vom FC St. Pauli von 1910 e. V.).
  • Christoph Nagel, Michael Pahl: FC St. Pauli. Alles drin. Hoffmann und Campe, Hamburg 2010, ISBN 978-3-455-50179-7.
  • Christoph Ruf: Die Untoten vom Millerntor. Der Selbstmord des FC St. Pauli und dessen lebendige Fans. 3. Auflage, PapyRossa, Köln 2005, ISBN 3-89438-310-0.
  • Brigitta Schmidt-Lauber (Hrsg.): FC St. Pauli. Zur Ethnographie eines Vereins. Lit, Münster 2003, ISBN 3-8258-7006-5.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: FC St. Pauli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Mitgliederzahl FC Sankt Pauli. In: fcstpauli.com. FC St. Pauli v. 1910 e. V., abgerufen am 3. November 2019.
  2. Abteilung Fördernde Mitglieder. In: fcstpauli.com. FC St. Pauli v. 1910 e. V., abgerufen am 3. November 2019.
  3. a b FC St. Pauli Beachvolleyall. In: fcstpauli-beachvolleyball.de. FC St. Pauli v. 1910 e. V. – Abteilung Beachvolleyball, abgerufen am 4. November 2019.
  4. FC Sankt Pauli von 1910 e.V. Blindenfussball. FC St. Pauli v. 1910 e. V. – Abteilung Blindenfußball, abgerufen am 4. November 2019.
  5. Abteilung Bowling. In: fcstpauli.com. FC St. Pauli v. 1910 e. V., 8. Januar 2019, abgerufen am 10. April 2019.
  6. Boxabteilung des FC St. Pauli – Boxen. In: st-pauli-boxen.de. FC St. Pauli v. 1910 e.V. – Boxabteilung, abgerufen am 4. November 2019.
  7. Dart-Piraten. In: dart-piraten.de. FC St. Pauli v. 1910 e.V. – Dart-Abteilung, abgerufen am 10. März 2013.
  8. FC St. Pauli Frauen- und Mädchenfußball. In: fcstpauli-frauenfussball.de. FC St. Pauli v. 1910 e. V. – Frauen- und Mädchenfußballabteilung, abgerufen am 4. November 2019.
  9. Der FC Lampedusa ist die offizielle Geflüchteten-Mannschaft des FC St.Pauli. In: fcstpauli.com. FC St. Pauli v. 1910 e. V., abgerufen am 3. November 2019.
  10. FC St. Pauli – Futsal. In: fcstpauli.com. FC St. Pauli v. 1910 e. V., abgerufen am 10. April 2019.
  11. FC St. Pauli Handball. In: fcstpauli-handball.de. Fußball-Club St. Pauli v. 1910 e. V. – Abteilung: Handball, abgerufen am 4. November 2019.
  12. Kegeln. In: fcstpauli.com. FC St. Pauli v. 1910 e. V., abgerufen am 10. April 2019.
  13. FC St. Pauli Marathon. In: fcstpauli-marathon.de. Fußball-Club St. Pauli v. 1910 e. V. – Marathon-Abteilung, abgerufen am 4. November 2019.
  14. Pipes & Drums. In: fcstpauli.com. Fußball-Club St. Pauli v. 1910 e. V., abgerufen am 4. November 2019.
  15. St. Pauli Radsport. In: fcstpauli-radsport.de. Abgerufen am 4. November 2019.FC St. Pauli von 1910 e. V. – Abteilung Radsport
  16. Roller Derby – „Frauenpower trifft Pogo“. In: fcstpauli.com. FC St. Pauli v. 1910 e. V., abgerufen am 3. November 2019.
  17. FC St. Pauli Rugby. In: fcstpaulirugby.de. FC St. Pauli v. 1910 e. V. – Rugbyabteilung, abgerufen am 6. Oktober 2012.
  18. FC St. Pauli Schach. In: fcstpauli-schach.net. FC St. Pauli v. 1910 e. V. – Schachabteilung, abgerufen am 10. April 2019.
  19. Schiedsrichter. In: fcstpauli.com. FC St. Pauli v. 1910 e. V., abgerufen am 10. April 2019.
  20. FC St. Pauli Segeln. In: fcstpauli-segeln.de. Fußball-Club St. Pauli v. 1910 e. V. – Abteilung Segeln, abgerufen am 22. Januar 2018.
  21. Tischfußball. In: fcstpauli-tischfussball.de. FC St. Pauli v. 1910 e. V. – Tischfußballabteilung, abgerufen am 4. November 2019.
  22. FC St. Pauli Tischtennis. In: fcstpauli-tischtennis.de. Fußball-Club St. Pauli v. 1910 e. V. – Tischtennisabteilung, abgerufen am 10. März 2013.
  23. Tor- und Goalball. In: fcstpauli.com. FC St. Pauli v. 1910 e. V., abgerufen am 10. April 2019.
  24. FC St. Pauli Triathlon. In: fcstpauli-triathlon.de. Fußball-Club St. Pauli v. 1910 e. V. – Abteilung Triathlon, abgerufen am 4. November 2019.
  25. alle Abteilungen. In: fcstpauli.com. FC St. Pauli v. 1910 e. V., abgerufen am 10. April 2019.
  26. Spielort war „Tiefenstaaken“ im damals zu Altona gehörigen Stellingen, insofern handelte es sich nicht um lokale Konkurrenz. Seinen Namen hatte der Verein durch die Fusion des FC Blücher (vormals Britannia) mit zwei anderen Klubs erhalten, unter denen sich die oben genannte St. Pauli SpVgg. befand
  27. Bundesliga 2001/2002 » 34. Spieltag. In: weltfussball.de. Abgerufen am 4. November 2019.
  28. 2. Bundesliga 2002/2003 » 34. Spieltag. In: weltfussball.de. Abgerufen am 4. November 2019.
  29. a b c Vereinshistorie. In: fcstpauli.com. FC St. Pauli v. 1910 e. V., abgerufen am 3. November 2019.
  30. Regionalliga Nord 2003/2004 » 34. Spieltag. In: weltfussball.de. Abgerufen am 4. November 2019.
  31. Die wahre Geschichte der zweiten St. Pauli-Rettung mopo.de, 4. März 2017
  32. Regionalliga Nord 2004/2005 » 38. Spieltag. In: weltfussball.de. Abgerufen am 4. November 2019.
  33. Regionalliga Nord 2005/2006 » 38. Spieltag. In: weltfussball.de. Abgerufen am 4. November 2019.
  34. DFB-Pokal 2006/2007 » 1. Runde. In: weltfussball.de. Abgerufen am 4. November 2019.
  35. 2. Bundesliga 2007/2008 » 34. Spieltag. In: weltfussball.de. Abgerufen am 4. November 2019.
  36. 2. Bundesliga 2008/2009 » 34. Spieltag. In: weltfussball.de. Abgerufen am 4. November 2019.
  37. 2. Bundesliga 2009/2010 » 34. Spieltag. In: weltfussball.de. Abgerufen am 4. November 2019.
  38. Bundesliga 2010/2011 » Spielplan. In: weltfussball.de. Abgerufen am 4. November 2019.
  39. 2. Bundesliga 2011/2012 » 34. Spieltag. In: weltfussball.de. Abgerufen am 4. November 2019.
  40. Greuther-Fürth.de: Rachid Azzouzi verlässt die SpVgg Greuther Fürth (Memento vom 18. Dezember 2016 im Internet Archive)
  41. 2. Bundesliga 2012/2013 » 34. Spieltag. In: weltfussball.de. Abgerufen am 4. November 2019.
  42. FC St. Pauli beurlaubt Michael Frontzeck. In: fcstpauli.com. FC St. Pauli v. 1910 e. V., 6. November 2013, abgerufen am 3. November 2019.
  43. 2. Bundesliga 2013/2014 » 34. Spieltag. In: weltfussball.de. Abgerufen am 4. November 2019.
  44. 2. Bundesliga 2014/2015 » 34. Spieltag. In: weltfussball.de. Abgerufen am 4. November 2019.
  45. 2. Bundesliga 2015/2016 » 34. Spieltag. In: weltfussball.de. Abgerufen am 4. November 2019.
  46. 2. Bundesliga 2016/2017 » 34. Spieltag. In: weltfussball.de. Abgerufen am 4. November 2019.
  47. Ewald Lienen wird Technischer Direktor beim FC St. Pauli – Olaf Janßen neuer Cheftrainer. In: fcstpauli.com. FC St. Pauli v. 1910 e. V., 24. Mai 2017, abgerufen am 3. November 2019.
  48. FC St. Pauli » Transfers 2017/2018. In: weltfussball.de. Abgerufen am 4. November 2019.
  49. St. Pauli ersetzt Trainer Janßen durch Kauczinski. In: Spiegel Online. 7. Dezember 2017, abgerufen am 4. November 2019.
  50. 2. Bundesliga 2017/2018 » 34. Spieltag. In: weltfussball.de. Abgerufen am 4. November 2019.
  51. Der FC St. Pauli stellt Uwe Stöver und Markus Kauczinski mit sofortiger Wirkung frei. In: fcstpauli.com. FC St. Pauli v. 1910 e. V., 10. April 2019, abgerufen am 10. April 2019.
  52. Langfristige Kooperation mit Stoke City. In: fcstpauli.com. FC St. Pauli v. 1910 e. V., 12. Juli 2017, abgerufen am 12. Juli 2017.
  53. FC St. Pauli Jahr100Elf steht offiziell fest. (Memento vom 3. Oktober 2011 im Internet Archive). In: fcstpauli.com, 23. März 2010.
  54. FC St. Pauli Präsidium. In: fcstpauli.com. FC St. Pauli v. 1910 e. V., abgerufen am 3. November 2019.
  55. FC St. Pauli – Oke Göttlich als neuer Präsident vorgeschlagen. In: fcstpauli.com. FC St. Pauli v. 1910 e. V., 2. Juli 2014, abgerufen am 3. November 2019.
  56. Oke Göttlich neuer St.-Pauli-Präsident. In: NDR. 16. November 2014.
  57. Geschäftsleitung. In: fcstpauli.com. FC St. Pauli v. 1910 e. V., abgerufen am 2. März 2018.
  58. Profis. In: fcstpauli.com. FC St. Pauli v. 1910 e. V., abgerufen am 3. November 2019.
  59. FC St. Pauli in der Datenbank von transfermarkt.de. Abgerufen am 4. November 2019.
  60. Der FC St. Pauli stellt Cenk Sahin frei. In: fcstpauli.com. FC St. Pauli v. 1910 e. V., 14. Oktober 2019, abgerufen am 14. Oktober 2019.
  61. Regionalliga-Kader. In: fcstpauli.com. FC St. Pauli v. 1910 e. V., abgerufen am 3. November 2019.
  62. Thomas Hiller: „Erfolgreiche Markenführung – am Beispiel FC St. Pauli (Memento vom 4. Dezember 2011 im Internet Archive)“, Webseite der concept m – morphologische marktforschung vom 12. August 2009, gesichtet am 29. April 2011.
  63. Alexis Menuge: Le drapeau noir flotte sur la Bundesliga („Die schwarze Fahne weht über der Bundesliga“), Artikel aus L’Équipe vom 4. Mai 2010, S. 8. (französisch)
  64. Regionalliga Nord (2000-2008) Zuschauer 2003/04 34. Spieltag in der Datenbank von kicker.de. Abgerufen am 3. November 2019.
  65. 2. Bundesliga Zuschauer 2003/04 34. Spieltag in der Datenbank von kicker.de. Abgerufen am 3. November 2019.
  66. 2003/2004 – Der Neuanfang in der Regionalliga (Memento vom 16. Januar 2010 im Internet Archive), Website des FC St. Pauli, gesichtet am 29. April 2011.
  67. Fans rennen Bundesliga-Clubs die Bude ein. In: Spiegel Online. 24. Juli 2003, abgerufen am 4. November 2019.
  68. St. Pauli sammeln! (Memento vom 20. August 2011 im Internet Archive), Beschreibung des Albums auf der Panini-Online-Webseite, gesichtet am 29. April 2011.
  69. St. Pauli ganz nostalgisch – „Jeden guten Tag mehr genießen“ (Memento vom 9. August 2014 im Internet Archive)
  70. Littmann zieht Bilanz: Rettungsaktion des FC St. Pauli brachte fast 2,4 Millionen Euro ein welt.de, 19. September 2003.
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  110. Markwart Herzog: Fußball unterm Hakenkreuz. Sammelrezension zu: Gregor Backes: „Mit deutschem Sportgruss, Heil Hitler“. Der FC St. Pauli im Nationalsozialismus. Hamburg 2010/Dietrich Schulze-Marmeling: Der FC Bayern und seine Juden. Aufstieg und Zerschlagung einer liberalen Fußballkultur. Göttingen 2011/Jakob Rosenberg u. a. (Hrsg.): Grün-Weiß unterm Hakenkreuz. Der Sportklub Rapid im Nationalsozialismus (1938–1945). Wien 2011. In: H-Soz-u-Kult. 15. Juni 2011, abgerufen am 4. November 2019.