Hauptmenü öffnen

Beachvolleyball

im Sand gespielte Variante des Volleyballs
Szene aus einem Beachvolleyballspiel
Piktogramm für Beachvolleyball

Beachvolleyball bzw. Beach-Volleyball (aus englisch beach = Strand und Volleyball) ist eine olympische Mannschaftssportart aus der Gruppe der Rückschlagspiele, bei der sich zwei Mannschaften mit jeweils zwei Spielern auf einem durch ein Netz geteilten Spielfeld aus Sand gegenüberstehen. Ziel des Spiels ist es, einen Ball über das Netz auf den Boden der gegnerischen Spielfeldhälfte zu spielen oder die gegnerische Mannschaft zu einem Fehler zu zwingen.

Vom Volleyball in der Halle unterscheidet sich diese Sportart vor allem durch die Anzahl der Spieler, die Beschaffenheit des Spielfelds und die geringere Spieldauer. Angesichts der anderen Bedingungen, die die Beachvolleyball-Regeln vorgeben, haben sich einige technische Eigenheiten wie der Pokeshot entwickelt, die in der Halle nicht zu sehen sind.

Beachvolleyball entwickelte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten. Im Laufe der Zeit wurde die Sportart immer weiter professionalisiert, um das Image als reiner Freizeitsport abzulegen. Bei den Olympischen Spielen 1996 gehörte Beachvolleyball erstmals zum offiziellen Programm und 1997 fand in Los Angeles die erste offizielle Weltmeisterschaft statt. Seit den frühen Zeiten dominieren Teams aus den Vereinigten Staaten und Brasilien diese Sportart, aber mittlerweile feiern auch andere Nationen Erfolge, darunter Deutschland mit zwei Olympiasiegen.

Organisiert wird Beachvolleyball – wie der Hallen-Volleyball – vom Weltverband FIVB, kontinentalen Verbänden wie der CEV in Europa sowie den nationalen Volleyball-Verbänden, unter anderem DVV, ÖVV und Swiss Volley. Neben den Olympischen Spielen, der Weltmeisterschaft und kontinentalen Turnieren wie der Europameisterschaft ist der wichtigste internationale Wettbewerb die FIVB World Tour. Auf nationaler Ebene finden ebenfalls Turnierserien statt. Dazu gehören die Techniker Beach Tour in Deutschland, die Austrian Beach Volleyball Tour in Österreich, die Coop Beachtour in der Schweiz und die AVP-Tour in den Vereinigten Staaten.

Beachvolleyball ist in den Medien weitestgehend eine Randsportart. Die knappe Spielkleidung der Athletinnen führte hingegen schon zu einigen Kontroversen. In der Freizeit ist der Sport vor allem am Strand beliebt, aber auch in Städten gibt es immer mehr Anlagen. Weitere verwandte Sportarten sind Snowvolleyball und Footvolley.

RegelnBearbeiten

 
Goller/Ludwig mit passender Spielkleidung zum schlechten Wetter

Die offiziellen Regeln der Sportart werden vom internationalen Volleyballverband FIVB festgelegt. Die aktuelle Version des Regelwerks, die beim 35. Weltkongress des Verbands festgelegt wurde, gilt seit 2017.[1] Bei kontinentalen und nationalen Wettbewerben sind zusätzliche Bestimmungen möglich und bei inoffiziellen Spielen in der Freizeit gibt es Abweichungen.

Spieler und KleidungBearbeiten

Eine Beachvolleyball-Mannschaft besteht offiziell aus zwei Spielern.[2] Ein Spieler jedes Duos agiert als Mannschaftskapitän.[2] In Freizeitmannschaften treten auch mehr als zwei Spieler pro Team an.

Die Spieler treten auf dem Feld barfuß an.[2] Die Männer tragen Shorts und ein Shirt. Die Frauen durften lange Zeit nur in einem Bikini spielen, was zu Sexismus-Vorwürfen führte (siehe unten). 2012 wurde diese Regel überarbeitet, sodass die Frauen heute mit Shorts bis oberhalb des Knies und Shirts mit Ärmeln spielen dürfen.[3] Bei schlechten Wetterbedingungen sind wärmere Kleidungsstücken wie Leggings erlaubt.

SpielfeldBearbeiten

 
Spielfeld bei den Olympischen Spielen 2004

Seit einer Regeländerung aus dem Jahr 2001[4] hat das rechteckige Spielfeld eine Fläche von 16 mal 8 Metern (zuvor 18 mal 9 Meter), die komplett mit Sand bedeckt ist.[5] Jedes Team spielt also in einer Hälfte von 8 mal 8 Metern. Damit ist jede Kante einen Meter kürzer als beim Hallenvolleyball. Das Spielfeld wird von fünf Zentimeter breiten Linien aus elastischen Bändern eingegrenzt.[5] Außerhalb der begrenzenden Seitenlinien ist eine Freizone von mindestens drei Metern vorgeschrieben.[5] Es gibt keine Mittellinie, aber ein Spieler darf die gegnerische Hälfte nur betreten, wenn der Gegner dadurch nicht gestört wird.

In der Mitte wird das Spielfeld durch ein Netz getrennt, das wie beim Hallenvolleyball an der oberen Kante 2,43 m (Männer) oder 2,24 m (Frauen) hoch hängt.[6] Das 8,5 m lange Netz trägt an den seitlichen Rändern jeweils eine Antenne, die genau über der Seitenlinie hängt.[6]

 
Offizieller Spielball

BallBearbeiten

Der Ball besteht außen aus einem wasserabweisenden, weichen Material (meistens Kunstleder) und einer Gummiblase im Inneren. Er muss den Bedingungen im Freien wie Wasser und Sand standhalten und sollte helle Farben haben.[7] Mit einem Umfang von 66 bis 68 cm und einem Gewicht von 260 bis 280 g ist er minimal größer als der Hallenvolleyball.[7] Der Innendruck des Balles ist mit 171 bis 221 mbar allerdings geringer als der des Hallenvolleyballes (294 bis 319 mbar).[7]

SpielablaufBearbeiten

Die Szene aus dem olympischen Achtelfinale 2012 zwischen Liliana/Baquerizo und Cicolari/Menegatti zeigt den typischen Ablauf eines Ballwechsels: Aufschlag, Annahme, Zuspiel, Angriff

Der Ballwechsel beginnt mit dem Aufschlag, der hinter der Grundlinie ausgeführt wird und auf direktem Weg das Netz zwischen den beiden Antennen passieren muss.[8] Die gegnerische Mannschaft muss freie Sicht auf den aufschlagenden Spieler haben und kann dies bei Bedarf einfordern.[8] Wenn die annehmende Mannschaft einen Punkt erzielt, wechselt das Aufschlagrecht. Der Spieler des Teams, der zuletzt nicht aufgeschlagen hat, wird neuer Aufschläger und serviert solange, bis das Aufschlagsrecht wieder an den Gegner geht.[8]

Die gegnerische Mannschaft hat bei der Reaktion auf den Aufschlag grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Ein Spieler, der nahe am Netz steht, kann den Ball mit einem Block direkt abwehren. Wenn das nicht gelingt oder versucht wird, kann der andere Spieler den Ball annehmen und zu seinem Mitspieler spielen. Dieser kann dann mit einem Zuspiel einen Angriffsschlag des ersten Spielers vorbereiten.

Eine Mannschaft muss den Ball spätestens mit der dritten Berührung über das Netz spielen.[9] Der Block zählt dabei – im Gegensatz zum Hallenvolleyball – als erster Ballkontakt, weshalb anschließend nur noch zwei weitere Kontakte erlaubt sind.[10] Die beiden Spieler müssen den Ball abwechselnd berühren. Ausnahmen gibt es nur direkt nach dem Block (der blockende Spieler darf den Ball ein zweites Mal berühren) oder wenn es beim ersten Ballkontakt „innerhalb derselben Aktion“ zu einer Doppelberührung kommt (z. B. von den Armen auf einen anderen Körperteil).[10] Der Ball darf mit allen Körperteilen gespielt werden.[9]

Sowohl das obere Zuspiel als auch das untere Zuspiel ist möglich. Beim oberen Zuspiel (Pritschen) fordern die Regeln eine „saubere“ Technik. Der Ball darf nur über das Netz gepritscht werden, wenn er rechtwinklig zur Schulterachse, also gerade nach vorn oder hinten, jedoch nicht zur Seite gespielt wird. Ansonsten ist das Pritschen über das Netz nur erlaubt, wenn es „unabsichtlich“, also in deutlich erkennbarer Absicht eines Zuspiels erfolgt (beispielsweise wenn der Wind den Ball auf die gegnerische Seite weht).[11] Das Legen mit der offenen Hand bzw. der aus der Halle bekannte Lob (Angriffsfinte in der Technik des einhändigen oberen Zuspiels mit offener Hand) ist nicht erlaubt und gilt als technischer Fehler.[11] In der Feldabwehr ist das obere Zuspiel unter Zuhilfenahme der Finger (offene Hände) ebenfalls streng reglementiert. Der Ball darf weder geführt (zu lange berührt) noch gefangen oder geworfen werden.[11] Einzige Ausnahme ist ein hart geschlagener Ball des Gegners, bei dem ein leichtes Führen gestattet ist (sogenannter „Beachdig“), wobei die Hände mit schalenförmig gehaltenen Handflächen zum Ball geführt werden und dieser durch eine aktive Streckung der Arme gespielt wird.[9] Wann ein Ball als „hart geschlagen“ gilt, richtet sich nach der zur Verfügung stehenden Reaktionszeit des Abwehrspielers, der Entfernung, die der Ball zurücklegt, sowie der Geschwindigkeit und der Flugkurve. Ein Aufschlag zählt nicht als harter Angriffsschlag.

Ein Ballwechsel endet, wenn einer Mannschaft ein Fehler unterläuft:[12]

  • Ein Spieler schlägt den Ball ins Aus, also in den Bereich außerhalb der gegnerischen Spielfeldhälfte.
  • Ein Spieler spielt den Ball nicht regelkonform übers Netz oder lässt ihn in der eigenen Spielfeldhälfte auf den Boden fallen.
  • Ein Spieler begeht einen technischen Fehler.

ZählweiseBearbeiten

 
Schreiber mit Zählgerät

Wenn es einer Mannschaft nicht gelingt, den Ball ordnungsgemäß zurückzuspielen, erhält der Gegner einen Punkt.[13] Das Rally-Point-System, nach dem eine Mannschaft sowohl bei eigenem als auch bei gegnerischem Aufschlag Punkte erzielen kann, wurde 2001 eingeführt.[14] Ein Spiel wird über zwei Gewinnsätze ausgetragen.[13] In den ersten beiden Sätzen braucht man zum Gewinnen 21, im eventuellen dritten Satz (Tiebreak) 15 Punkte. Ein Satz gilt erst bei mindestens zwei Punkten Vorsprung als gewonnen.[13] Um Nachteile auszugleichen, die unter freiem Himmel auftreten können, beispielsweise die blendende Sonne oder Wind, werden nach jeweils sieben (im Entscheidungssatz jeweils fünf) gespielten Punkten die Seiten gewechselt.[15] Zwischen den Sätzen gibt es jeweils eine Minute Pause.[15]

AuszeitBearbeiten

Jeder Mannschaft steht pro Satz eine Auszeit für 30 Sekunden zu, deren Zeitpunkt sie frei wählen kann.[16] Zusätzlich gibt es nach 21 gespielten Punkten eine im Regelwerk vorgeschriebene technische Auszeit, die ebenfalls 30 Sekunden dauert.[16] Dies gilt aber nicht für den entscheidenden dritten Satz. Außerdem dürfen die Spieler das Spiel kurz unterbrechen, um ihre Sonnenbrille zu putzen. Da diese Aktion jedoch in vielen Fällen genutzt wird, um den Spielfluss des Gegners zu stören, muss der Schiedsrichter einen Spieler verwarnen, wenn er dieses taktische Mittel zu häufig anwendet. Sollte sich ein Spieler während des Spiels verletzen, hat die betroffene Mannschaft fünf Minuten Zeit, um ihn wieder in einen einsatzfähigen Zustand zu versetzen (medizinische Auszeit). Falls dies nicht gelingt, wird das Spiel abgebrochen und für den Gegner gewertet.[17] Ungünstige äußere Bedingungen (z. B. starker Regen) führen zu einer Unterbrechung des Spiels, das später mit dem gleichen Zwischenstand fortgesetzt wird.[17]

SchiedsrichterBearbeiten

 
Erster Schiedsrichter

Ein offizielles Spiel wird von zwei Schiedsrichtern geleitet. Der erste Schiedsrichter steht auf einem Podest am Netzpfosten. Er trifft die Entscheidungen, insbesondere darüber, welches Team einen Ballwechsel gewonnen hat.[18] Der zweite Unparteiische steht ihm gegenüber am anderen Ende des Netzes und assistiert. Zu seinem Aufgabengebiet gehören vor allem die Bewertung der netznahen Aktionen wie die Behinderung durch das Eindringen ins gegnerische Spielfeld oder fehlerhafte Netzberührungen.[19] Er kontrolliert auch die Arbeit der Schreiber, die an einem Tisch hinter ihm sitzen und Punkte sowie weitere Daten zum Spielverlauf notieren.[20] An den Linien überwachen bis zu vier Linienrichter unter anderem, ob ein Ball im Feld oder aus ist, und geben mit Fahnen entsprechende Signale.[21]

Videobeweis (Challenge)Bearbeiten

Um umstrittene Schiedsrichterentscheidungen aufklären zu können, gibt es auch im Beachvolleyball einen Videobeweis, der meistens als Challenge bezeichnet wird. Überprüft werden können neben der Frage, ob ein Ball im Feld war, auch Blockberührungen, Netzkontakte, ein Ball an der Antenne und das Übertreten der Grundlinie.[22] Die Spieler können mindestens zweimal pro Satz den Videobeweis anfordern. Im Erfolgsfall behalten sie beide Challenges. Haben sie zu Unrecht Widerspruch eingelegt, verlieren sie eine Möglichkeit.[22]

Der Videobeweis wurde von der FIVB bei den Olympischen Spielen 2016 eingeführt.[23] Anfang 2018 veröffentlichte die FIVB ein neues Regelwerk dazu.[22] Wenn es am Spielfeld eine entsprechende Leinwand gibt, werden die Szene und die Entscheidung über die Challenge dort für alle sichtbar angezeigt.[22] Bei den Spielen der Techniker Beach Tour in Deutschland gibt es seit 2018 den Videobeweis auf dem Centre Court.[24]

TechnikBearbeiten

Da sich der Beachvolleyball-Sport aus dem Spiel in der Halle entwickelt hat, entsprechen die grundsätzlichen Techniken denen aus dem Volleyball.

Jeder Ballwechsel wird mit einem Aufschlag eingeleitet. Dabei schlägt der Spieler den Ball mit der Hand oder dem Arm übers Netz. Man unterscheidet einen Sprungaufschlag und den Aufschlag aus dem Stand. Beim „Topspin“ wird der Ball mit einer schnellen Bewegung und viel Kraft geschlagen, während er beim „Floatserve“ ohne Rotation getroffen wird und daher flattert.[25]

Wie in der Halle gibt es die Unterscheidung zwischen oberem und unterem Zuspiel. Beim oberen Zuspiel („Pritschen“) berührt der Spieler den Ball mit gespreizten Händen, meistens vor oder über dem Kopf.[25] Das Zuspiel kann sowohl in Sichtachse als auch als Überkopf-Zuspiel praktiziert werden.[14] Da das obere Zuspiel mit technischen Schwierigkeiten verbunden ist und strengen Regeln unterliegt, hat das untere Zuspiel („Baggern“) im Beachvolleyball vor allem bei Profis eine größere Bedeutung als in der Halle. Hierbei wird der Ball mit nach vorne ausgestreckten, nebeneinander gehaltenen Armen gespielt, die eine Art Brett bilden.[25]

Im Angriff kann der Ball wie in der Halle mit einem harten Schlag übers Netz gebracht werden. Platziertere Bälle sind mit „Shots“ möglich.[26][14] Während der „Cutshot“ diagonal kurz hinters Netz gespielt wird, geht der „Lineshot“ parallel zur Seitenlinie in den hinteren Teil des Spielfelds. Eine speziell im Beachvolleyball benutzte Technik ist der „Pokeshot“ (englisch: poke = Stoß), bei dem der Ball mit den Fingerknöcheln gespielt wird.[26] Der ähnliche „Cobrashot“ wird mit den Fingerspitzen ausgeführt.[27] Diese beiden Techniken werden oft benutzt, um einen verbotenen „Lob“ (Angriffsfinte mit offener Hand) zu vermeiden.

Neben dem Baggern werden für die Annahme gegnerischer Aufschläge und Angriffe weitere Techniken verwendet, von denen einige nur im Beachvolleyball verbreitet sind.[28] Die „Pokeabwehr“ ist die defensive Version des Pokeshots und wird für schwer erreichbare Bälle eingesetzt. Beim „Beachdig“ werden die schalenförmig gehaltenen Hände aktiv zum Ball bewegt. Beim „Tomahawk“ (benannt nach der gleichnamigen Waffe) wird der Ball mit aneinandergelegten Händen und verschränkten Fingern oberhalb der Schulter gespielt. Bei hart geschlagenen Bällen, die nah an den Körper kommen, kann der „Chickenwing“ benutzt werden; dabei wird der Ball mit dem angewinkelten Arm und Ellbogen seitlich neben dem Körper getroffen. Der „Gatordig“ (englisch: gator = Alligator) hat eine ähnliche Haltung wie der Beachdig, nur sind die Arme hier auf Hüfthöhe.

Der Block wird genau wie in der Halle ausgeführt, indem der Spieler nahe am Netz mit gestreckten Armen hochspringt. Bei einem erfolgreichen Block prallt der Ball direkt zum Gegner zurück. Ansonsten kann der Ball auf der eigenen Seite weiter gespielt werden.

Eine Studie der Universität Graz ergab, dass sich auf professionellem Niveau die Qualität der Aktionen zwischen Männern und Frauen nicht unterscheiden: Bei beiden Geschlechtern sind Annahmen ähnlich präzise sowie Angriffe und Blocks ähnlich häufig erfolgreich.[14] Teils deutliche Unterschiede gibt es jedoch bei den ausgewählten Techniken.[14] Bei den Männern sind Sprungaufschläge häufiger zu beobachten als bei den Frauen, während letztere sich häufiger für den Floatserve entscheiden.[14][4] Bei beiden Geschlechtern wird der Ball meistens drei Mal innerhalb des Teams und nicht mit dem ersten oder zweiten Ballkontakt direkt über das Netz gespielt. Allerdings sind Überkopf-Zuspiele bei den Männer in etwa so häufig zu beobachten wie Zuspiele nach vorne; bei den Frauen kommen Zuspiele in Sichtachse fast zehn Mal so oft vor wie Überkopf-Zuspiele.[14] Im Angriff entscheiden sich Männer häufiger für den (härteren) Spike, während Frauen in etwas gleich häufig einen Spike oder einen (platzierteren) Shot spielen.[14] Männer erzielen dabei um etwa 3 % häufiger direkte Punkte, jedoch auch um etwa 3 % häufiger einen Fehler.[14]

TaktikBearbeiten

 
Handzeichen

Anweisungen eines Trainers sind während des Spiels nicht erlaubt. Deshalb müssen die Spieler eines Teams eine Taktik entwickeln, um sich gegenseitig zu motivieren und konstruktive Kritik zu äußern. Die verbale Kommunikation findet hauptsächlich zwischen den Ballwechseln, während der Auszeiten und in den Satzpausen statt.

In professionellen Teams sind die beiden Spieler meistens so zusammengestellt, dass einer von beiden hauptsächlich auf den Block und der andere auf die Annahme spezialisiert ist. Wer beides gleichermaßen beherrscht, wird als Universalspieler bezeichnet. Um ihre Strategie zu kommunizieren, haben die Spieler ein einfaches System aus Handzeichen entwickelt. Vor dem Aufschlag zeigt der im Feld stehende Spieler seinem Partner mit den Fingern hinter dem Rücken an, wie der Block gestellt wird und in welche Richtung bzw. auf welchen der beiden gegnerischen Spieler der Aufschlag gehen soll. Wenn bei einem längeren Ballwechsel ein erneuter Block nötig ist, gibt der Blockspieler weitere Zeichen für seinen Partner. Die beiden Hände beziehen sich dabei üblicherweise auf die beiden Gegenspieler. Dabei sind folgende Zeichen weit verbreitet.[29]

  • ein gestreckter Finger: Der gegnerische Angreifer wird parallel zur Seitenlinie („longline“) geblockt und der Abwehrspieler wehrt die diagonal geschlagenen Bälle ab.
  • zwei gestreckte Finger: Der gegnerische Angreifer wird in der Diagonalen geblockt und der Abwehrspieler muss den Rest des Feldes abdecken.
  • ganze Hand gestreckt: Der Spieler am Netz führt den Block offensiv aus.
  • Faust: Der Block wird nur angetäuscht und der Blockspieler zieht sich ins Feld zurück.

Allerdings entwickeln Profis auch eigene Zeichen mit anderen Bedeutungen, um nicht so leicht vom Gegner durchschaut zu werden.

Zusätzlich zu den Handzeichen werden auch noch kurze Kommandos benutzt, um dem Mitspieler Anweisungen für dessen Angriff zu geben.[30] Die häufigsten Anweisungen sind die im Angriff verwendeten „line“ (longline), „cross“ (diagonal geschlagener Angriff), „shot“ (über den Block auf die Linie spielen) und „cut“ (kurze, diagonale Finte), auch in Kombination mit „over“ (es wird geblockt, also muss der Angriff über den Block hinüber erfolgen), also beispielsweise „line over“. Im deutschen Sprachraum sind auch die Kommandos „mit“ und „ohne“ (Block) üblich. Sie werden dem Angriffsspieler zugerufen, je nachdem wie sich die defensive Mannschaft auf ihrer Feldseite aufgestellt hat.

Eine taktische Besonderheit beim Blocken ist der so genannte Fake Block (englisch: fake = getäuscht), bei dem der Spieler sich zunächst am Netz zum Block positioniert, sich dann aber in die Abwehr zurückzieht. Diese Taktik ist bei den Frauen häufiger zu beobachten.[14]

Absprachen sind auch bei der Annahme wichtig. Insbesondere bei Bällen, die in die Mitte der eigenen Spielfeldhälfte kommen, müssen die Spieler klären, wer den Ball annimmt. Dieser Bereich wird in Anspielung auf Streit zwischen Ehepartner als „Husband and Wife“ bezeichnet.

Geschichte und internationale WettbewerbeBearbeiten

Beachvolleyball entstand an den Stränden der Vereinigten Staaten. Brasilien ist das zweite Land, in dem die Sportart von Beginn an erfolgreich ist.[31] Mittlerweile gibt es viele Wettbewerbe auf allen Ebenen. Bei internationalen und bei nationalen Wettbewerben ist es üblich, dass die Spiele für Männer und Frauen parallel ausgetragen werden. Dementsprechend sind auch die Preisgelder und Ranglistenpunkte, die es zu gewinnen gibt, auf beide Geschlechter gleich verteilt.

Ursprünge in den USA und BrasilienBearbeiten

 
Beachvolleyballspiel 1950 in Florida

Nachdem William G. Morgan den Volleyball in der Halle erfunden hatte, gab es 1915 das erste bekannte Beachvolleyball-Spiel. George David Center, der eigentlich als Schwimmtrainer arbeitete, war Mitglied des Outrigger Canoe Club am Waikīkī-Strand auf Hawaii. Dort baute er ein Netz auf und begann, mit Freunden am Strand Beachvolleyball zu spielen.[32] In den folgenden Jahren waren die ersten Spieler erfolgreich und das Spiel im Sand wurde fester Bestandteil des Clubs. Zu den Mitgliedern gehörte Duke Kahanamoku. Der Surfer und dreifache Olympiasieger im Schwimmsport etablierte Beachvolleyball als Sportdirektor in Santa Monica und trug dazu bei, daraus eine ernsthafte Sportart statt einer Freizeitbeschäftigung zu machen.[32] Die ersten Beachvolleyball-Aktivitäten in Santa Monica hatten sich Anfang der 1920er Jahre entwickelt. Dort gab es Beachclubs, die Turniere gegen Schwimmer austrugen, aber auch an öffentlichen Stränden wie dem Muscle Beach trafen sich die Aktiven.[33] Üblicherweise wurde in der frühen Phase wie in der Halle sechs gegen sechs gespielt.[33] Die Sportart breitete sich in den 1920er und 1930er Jahren weiter aus.[34] Die ersten Universitäten begannen, Beachvolleyballkurse anzubieten. Die Popularität des Sports in Beachclubs und an Universitäten prägten zunächst das Image eines elitären Sports.[31]

Die heute übliche Version mit zwei Spielern pro Team erfand Paul Johnson im Sommer 1930. Er und seine drei Mitspieler erkannten nach einigen Versuchen, dass sie auch zu zweit das komplette Feld nutzen konnten.[35] Johnson spielte später auch mit dem Schwimm-Olympiasieger und Schauspieler Buster Crabbe.[35] Zu den besten Spielern der 1930er Jahre in Santa Monica gehörten die Brüder Sam und Nat Shargo, die darauf bestanden, mehr Spielfelder einzurichten.[36] Technisch waren die Spieler bei den auch als „Finesse Games“ bekannten Zwei-gegen-zwei-Partien noch ziemlich auf Shots beschränkt.[36] Um 1930 erreichte Beachvolleyball auch Europa, vor allem Frankreich und die östlichen Staaten Bulgarien, Lettland und Tschechoslowakei.[37] In Frankreich trugen auch die Nudisten in Franconville bei Paris zur Verbreitung bei.[38]

1944 fand am Muscle Beach in Santa Monica das erste öffentliche Beachvolleyball-Turnier statt.[39] Weitere Turniere entstanden bis zum Ende des Jahrzehnts an verschiedenen Orten von San Diego bis Santa Barbara, darunter eine als „Beach Olympics“ bezeichnete Turnierserie.[39] Der Strand von Hermosa Beach im Los Angeles County gilt bis heute als einer der populärsten Spielorte.[40]

Gene Selznick, der in den 1950er Jahren ein erfolgreiches Duo mit Bernie Holtzman bildete, führte den harten Angriffsschlag (Spike) ins Spiel ein.[41] In dieser Zeit entstanden auch Open-Turniere an verschiedenen Stränden der USA.[42] Weitere Stars wie Ron Von Hagen kamen hinzu.[43] Allmählich gab es auch erfolgreiche Spielerinnen.[44]

Ab 1960 wurde der Strand von Manhattan Beach im Los Angeles County bedeutend, wo der als „Godfather of Beach Volleyball“ bekannte Charlie Saikley die ersten Beach Open organisierte, die seit 1965 jährlich stattfanden und in den USA als „Wimbledon des Beachvolleyballs“ gelten.[45] Karch Kiraly, der dem Beachvolleyball zu größerer Popularität verhalf und dazu beitrug, dass der bisherige Freizeitsport ab den 1980er Jahren als professionelle Sportart anerkannt wurde, beschrieb es folgendermaßen: „Du sprichst mit irgendeinem Spieler und wenn man ihnen sagt, dass sie in ihrer gesamten Karriere nur ein einziges Turnier gewinnen könnten, würde sich jeder für Manhattan entscheiden.“[46]

In den 1970er Jahren gab es in den Vereinigten Staaten die ersten kommerziell gesponserten Turniere und 1976 fand die erste nationale Meisterschaft statt., die 30.000 Zuschauer anzog.[37][47] Anfang der 1980er Jahre folgten die ersten Turnierserien.[37] Zu dieser Zeit wurde der Sport auch in Brasilien populär und wurde an den Stränden von Copacabana, Ipanema und Leblon betrieben.[37][31] Rio de Janeiro war dann 1986 auch der Veranstaltungsort des ersten internationalen Turniers.[37] Ein Jahr später gab es das erste von der FIVB geleitete internationale Turnier am Strand von Ipanema.[37] Daraus entwickelte sich die FIVB World Series, die 1989 mit Turnieren in Brasilien, Italien und Japan begann und in den folgenden Jahren mit weiteren Turnieren ausgebaut wurde.[37] Im Zuge dessen wurden internationale Turnierkalender aufeinander abgestimmt und das Sporteventmarketing durch die FIVB professionalisiert.[31] Mit dem ersten olympischen Wettbewerb 1996 und der ersten offiziellen Weltmeisterschaft begann dann die moderne Zeit des Beachvolleyballs.

Olympische SpieleBearbeiten

 
Olympisches Finale der Frauen 2016: Ludwig/Walkenhorst gegen Àgatha/Bárbara

1992 in Barcelona wurde das Spiel auf Sand als Demonstrationssportart vorgestellt.[48] Karch Kiraly gelang es als bislang einzigem Spieler, sowohl in der Halle als auch im Sand olympisches Gold zu gewinnen. 1996 in Atlanta setzte er sich mit seinem Partner Kent Steffes in einem rein US-amerikanischen Endspiel gegen Michael Dodd und Mike Whitmarsh durch.[49] Vier Jahre später bei den Spielen in Sydney blieb die Goldmedaille im Heimatland des Beachvolleyballs, da Dain Blanton und Eric Fonoimoana die Brasilianer Zé Marco und Ricardo Santos besiegten.[50] Letzterer gewann 2004 in Athen mit Emanuel Rego das Finale gegen die Spanier Javier Bosma und Pablo Herrera Allepuz.[50] Die Deutschen Jörg Ahmann und Axel Hager sowie die Schweizer Patrick Heuscher und Stefan Kobel holten 2000 bzw. 2004 die Bronzemedaillen.[50] Die dritte Goldmedaille für die US-Amerikaner gewannen Todd Rogers und Phil Dalhausser beim Turnier 2008 in Peking, während sich die Brasilianer Silber und Bronze sicherten.[50] Vier Jahre später gewannen die Deutschen Julius Brink und Jonas Reckermann bei den Spielen in London als erstes europäisches Duo die olympische Goldmedaille.[51] 2016 in Rio de Janeiro siegte mit dem Duo Alison Cerutti / Bruno Oscar Schmidt ein Team aus dem Gastgeberland.[52]

Bei den Frauen gingen die neun Medaillen der ersten drei Olympia-Turniere ausschließlich an Mannschaften aus Brasilien, den USA und Australien. Sandra Pires und Jackie Silva (1996), Natalie Cook und Kerri Pottharst (2000) sowie Kerri Walsh und Misty May-Treanor (2004) besiegten in den Endspielen jeweils ein brasilianisches Duo.[50] 2008 wiederholten Walsh/May-Treanor ihren Olympiasieg, aber im Endspiel standen ihnen diesmal die Chinesinnen Tian Jia und Wang Jie gegenüber.[50] Auch die Bronzemedaille ging an China.[50] 2012 gewannen die beiden US-Amerikanerinnen zum dritten Mal in Folge Gold.[51] 2016 in Rio de Janeiro gewann das deutsche Duo Laura Ludwig / Kira Walkenhorst und damit erstmals ein Team aus Europa.[52]

Das nächste olympische Turnier findet 2020 in Tokio statt.

Als Qualifikation für die Olympischen Spiele dienen neben der Weltrangliste die Continental Cups. Diese werden in den zwei Jahren vor einem olympischen Turnier in jedem Kontinentalverband ausgetragen.[53] Der aktuelle CEV Continental Cup für die europäischen Mannschaften begann mit der ersten Runde im Frühjahr 2019 und wird im Mai/Juni 2020 mit der zweiten Runde und dem Finalturnier fortgesetzt.[54]

WeltmeisterschaftBearbeiten

 
Viertelfinalspiel bei der Weltmeisterschaft 2015 in Amsterdam

Die Dominanz der Spieler sowie Spielerinnen aus den USA und Brasilien zeigt sich auch bei den Ergebnissen der Weltmeisterschaften. Nach zehn internationalen Turnieren in Rio de Janeiro fand 1997 in Los Angeles die erste offizielle WM statt. Bei den Frauen gab es nach drei brasilianischen Siegen drei Titel in Folge für Walsh und May-Treanor.[55] 2007 in Gstaad stand den US-Amerikanerinnen – wie ein Jahr später beim olympischen Finale – das Duo Tian/Wang gegenüber.[55] Die Chinesinnen waren die ersten Finalistinnen, die nicht aus Brasilien oder den USA kamen. Auf dem Siegerpodest der WM 2009 in Stavanger waren die beiden führenden Nationen wieder unter sich.[55] Die Brasilianerinnen Larissa und Juliana Felisberta da Silva beendeten 2011 in Rom mit einem Tiebreak-Sieg gegen Walsh/May-Treanor die Dominanz der Vereinigten Staaten und gewannen den vierten Titel für die Südamerikanerinnen.[55] Bei der WM 2013 stand zum ersten Mal kein Team aus USA oder Brasilien im Finale. Die amtierenden Weltmeisterinnen Xue Chen / Zhang Xi aus China setzten sich gegen die Deutschen Karla Borger und Britta Büthe durch.[55] 2017 siegte das deutsche Doppel Ludwig/Walkenhorst.[55] 2019 in Hamburg gewannen Sarah Pavan und Melissa Humana-Paredes als erste Kanadierinnen den Titel, während die US-Amerikanerin April Ross ihr zweites Endspiel in Folge verlor.[56]

Bei den Männern gingen bis einschließlich 2005 alle Goldmedaillen nach Südamerika (viermal Brasilien, einmal Argentinien).[55] Zweimal standen dabei Schweizer Duos im Finale.[55] Erst 2007 konnten die US-Amerikaner Todd Rogers und Philip Dalhausser die Serie der Südamerikaner beenden.[55] Julius Brink, der 2005 in Berlin mit Kjell Schneider bereits Bronze gewonnen hatte, und Jonas Reckermann besiegten 2009 im Endspiel die Brasilianer Harley/Alison und gewannen damit als erste Europäer die Weltmeisterschaft.[55] 2011 waren die Südamerikaner im Finale unter sich, während Brink/Reckermann Dritte wurden.[55] Bei der WM 2013 in Stare Jabłonki ging der Titel an das junge niederländische Duo Brouwer/Meeuwsen, während sich das deutsche Team Erdmann/Matysik die Bronzemedaille sicherte.[55] 2015 und 2017 waren wieder die Brasilianer siegreich, wobei in Wien das einheimische Duo Doppler/Horst im Finale stand.[55] 2019 gelang dies den Deutschen Julius Thole und Clemens Wickler, die den Russen Stojanowski/Krassilnikow unterlagen.[57]

Die nächste Weltmeisterschaft findet 2021 in Rom statt.[58]

EuropameisterschaftBearbeiten

 
Medaillengewinnerinnen der EM 2008 in Hamburg

Die erste Europameisterschaft der Männer fand 1993 in Almería statt.[59] Bei den ersten vier Turnieren kamen die Sieger aus vier unterschiedlichen Ländern.[59] Das deutsche Duo Ahmann/Hager wurde 1994 Dritter und 1996 Zweiter.[59] Die restlichen Bronzemedaillen der ersten Jahre gingen an Italiener.[59] Nach einem rein norwegischen Finale 1997 begann die Siegesserie der Schweizer, bei der die Laciga-Brüder und das Duo Egger/Heyer vier Goldmedaillen gewannen.[59] Anschließend standen die deutschen Markus Dieckmann und Jonas Reckermann dreimal in Folge im Endspiel.[59] Nach dem ersten spanischen Erfolg 2005 in Moskau gewannen Julius Brink und Christoph Dieckmann den nächsten Titel für Deutschland.[59] Die Niederländer Nummerdor/Schuil, die 2007 noch den Österreichern Doppler/Peter Gartmayer unterlegen waren, dominierten die nächsten drei Europameisterschaften.[59] 2011 in Kristiansand gab es erstmals ein rein deutsches Endspiel und 2012 verteidigten Brink/Reckermann ihren Titel erfolgreich.[59] Nach dem Sieg der Spanier Gavira/Herrera begann 2014 die Erfolgsserie des italienischen Duos Nicolai/Lupo, das dreimal den Titel gewann.[59] 2015 siegten die zuvor zweimal im Endspiel unterlegenen Letten Samoilovs/Šmēdiņš.[59] 2018 waren sie die Finalgegner der neuen Europameister Mol/Sørum aus Norwegen.[59] 2019 verteidigten die Norweger ihren Titel erfolgreich gegen die Russen Semjonow / Leschukow, während das österreichische Duo Ermacora/Pristauz Dritter wurde. Insgesamt sind Deutschland und die Schweiz die erfolgreichsten Nationen bei den Europameisterschaften der Männer. Bei der ersten Europameisterschaft der Frauen 1994 in Espinho war mit Beate Bühler und Danja Müsch ebenso ein deutsches Duo erfolgreich wie ein Jahr später in Saint-Quay-Portrieux mit Beate Paetow und Cordula Borger.[59] Anschließend dominierten die Tschechinnen Celbová/Nováková und die Italienerinnen Bruschini/Solazzi den Wettbewerb.[59] Erst 2001 in Jesolo gewann keines der beiden Duos eine Medaille.[59] 2003 in Alanya kam es zu einem rein deutschen Finale zwischen Pohl/Rau und Ahmann/Vollmer, während die Gastgeber im folgenden Jahr in Timmendorfer Strand beim Sieg der Schweizerinnen Kuhn/Schnyder-Benoit ohne Medaillen blieben.[59] 2005 und 2007 gingen zwei Titel an Griechenland und dazwischen einer an Russland.[59] 2007 begann auch die Erfolgsserie von Sara Goller und Laura Ludwig, die viermal in Folge das Endspiel erreichten.[59] 2011 gab es Bronze, während Cicolari/Menegatti die fünfte Goldmedaille für Italien gewannen.[59] Anschließend siegten zwei niederländische Duos und die Schwaiger-Schwestern aus Österreich.[59] Von 2015 bis 2017 gab es drei EM-Titel nacheinander für Deutschland.[59] Die EM 2018 gewannen Keizer/Meppelink aus den Niederlanden das Finale gegen die Schweizerinnen Betschart/Hüberli.[59] Im Finale 2019 setzten sich die Lettinnen Graudiņa/Kravčenoka gegen die Polinnen Wojtasik und Kociołek durch. Insgesamt sind die deutschen und italienischen Frauen die erfolgreichsten Teilnehmerinnen bei den Europameisterschaften.

FIVB World Tour und WeltranglisteBearbeiten

Die World Tour ist die internationale Turnierserie des Weltverbands. Nachdem es zu Beginn der 1990er Jahre erste internationale Turniere gegeben hatte, wurde eine erste Turnierserie unter dem Namen World Series eingerichtet.[37] Bis 2016 waren die Turniere in die Kategorien Major, Grand Slam und Open eingeteilt.[60] Seit 2017 gibt es eine umfangreichere Klassifizierung mit fünf Sternen für die höchstdotierten Turniere und einem Stern für die kleinsten Turniere.[60] Die Preisgelder reichen von 600.000 bis 20.000 Dollar und außerdem gibt es 600 bis 100 Punkte für die Weltrangliste.[60] Diese Weltrangliste wird nach jedem Turnierwochenende aktualisiert.[61] Die Neuregelung der World Tour sorgte bei der Einführung für Kritik bei einigen Athleten, die insbesondere die niedrig bewerteten Turniere bemängelten.[60]

Seit 2015 findet am Ende der Weltserie das World Tour Final statt.[62] Außerdem werden die FIVB World Tour Champions gekürt. Bei den Männern dominieren Brasilianer bisher diese Wertung.[63] Die einzigen deutschen Sieger waren 2009 die damaligen Weltmeister Julius Brink und Jonas Reckermann.[63] Bei den Frauen gelang dies 2016 den Olympiasiegerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst.[63] Drei Titel gingen an Spielerinnen aus den Vereinigten Staaten, die anderen Auszeichnungen an Brasilianerinnen.[63]

Weitere kontinentale WettbewerbeBearbeiten

Der europäische Verband CEV veranstaltete bis 2017 eine Turnierserie mit Masters- und Challenger-Turnieren. Durch die Neuordnung der FIVB World Tour (siehe unten) wurden die europäischen Turniere in die Weltserie eingebunden.[64]

Auch in anderen Kontinenten finden regelmäßig Meisterschaften oder Turnierserien statt.

Beachvolleyball ist außerdem Bestandteil anderer Multisport-Veranstaltungen. Dazu zählen die Panamerikanischen Spiele[70] und die Asienspiele.[71]

NachwuchswettbewerbeBearbeiten

Der Weltverband FIVB veranstaltet Weltmeisterschaft für die Altersklassen U21 und U19. Die nächste U21-WM findet 2019 in Udon Thani (Thailand) statt.[72] Die jüngste U19-WM gab es im Juli 2018 in Nanjing (China).[73] Europameisterschaften gibt es für die Alterklassen U22 (nächste Ausgabe im Juli 2019 in Antalya, Türkei),[74] U20 (Juni 2019 in Göteborg, Schweden)[75] und U18 (Juni 2019 in Baden, Österreich).[76] Außerdem ist Beachvolleyball eine Disziplin bei den Olympischen Jugendspielen.

Organisation und Wettbewerbe in einzelnen LändernBearbeiten

DeutschlandBearbeiten

 
Techniker Beach Tour 2019 in Münster, Finale der Frauen

Nationale Turniere in Deutschland werden vom Deutschen Volleyball-Verband mit der Deutschen Volleyball Sport GmbH organisiert. Die höchste Turnierserie ist die Techniker Beach Tour. Sie findet 2019 in acht Austragungsorten statt, von denen jeweils die Hälfte in Städten und am Strand liegen. Am Ende jedes Sommers findet die deutsche Meisterschaft in Timmendorfer Strand statt.

Die Geschichte der Beachvolleyball-Turniere in Deutschland begann Ende der 1980er Jahre.[77] 1991 gab es die erste deutsche Turnierserie.[77] Seit 1992 bildet die deutsche Meisterschaft den Abschluss und Höhepunkt der Turnierserie. Die erste deutsche Meisterschaft wurde im Ostseebad Damp ausgetragen, bevor sich 1993 Timmendorfer Strand als ständiger Veranstaltungsort etablierte.[78] Mit der Masters-Serie setzte sich die Entwicklung der Sportart fort. Die Anzahl der Turniere stieg bis Mitte der 1990er Jahre zeitweise auf über 30 Veranstaltungen.[79] Als die Anzahl reduziert wurde, blieb das Interesse der Zuschauer – auch wegen der internationalen Erfolge deutscher Spieler – bestehen. 2005 geriet der nationale Beachvolleyball-Sport in eine Krise. Nachdem bereits im Vorjahr nur noch fünf Masters-Turniere stattgefunden hatten, sollten TV-Übertragungen bei RTL der Serie zu neuer Aufmerksamkeit verhelfen, doch nach einem Sommer beendete der Fernsehsender die Kooperation.[80] Seit 2006 gab es als einzige deutsche Turnierserie die Smart Beach Tour. Sie wurde 2018 als Techniker Beach Tour neu gestaltet.[81]

Zum Jahresbeginn 2017 richtete der DVV zur Förderung seiner Spitzenduos einen zentralen Stützpunkt in Hamburg ein.[82] Die Einrichtung führte in den ersten Monaten zu kritischen Äußerungen der Spieler, die sich oft selbst organisieren, bevor der Verband individuelle Lösungen vereinbarte.[83]

Außerdem fanden bereits zahlreiche internationale Turniere in Deutschland statt. Zunächst etablierte sich Berlin als regelmäßiger Gastgeber. Von 1995 bis 2008 gastierte die FIVB World Tour jedes Jahr in der Hauptstadt, ab 2003 mit einem Grand Slam, der lediglich 2006 wegen der Fußball-WM ausfiel. 2005 fand die Weltmeisterschaft in Berlin statt. 2002 in Timmendorfer Strand, 2008 in Hamburg und 2010 in Berlin wurden Europameisterschaften ausgetragen. Darauf folgte die Weltmeisterschaft 2015. Hamburg wurde später der wichtigste Standort für internationale Turniere in Deutschland. 2016 gab es hier erstmals ein Turnier der Beachvolleyball-Weltserie und 2017 sowie 2018 fand dort jeweils das Finale der World Tour statt. Das Stadion „Am Rothenbaum“ war auch Austragungsort der Beachvolleyball-Weltmeisterschaft 2019.

ÖsterreichBearbeiten

Der nationale Beachvolleyball in Österreich wurde 2013 neu organisiert, als der bisherige Vermarkter der deutschen Turnierserie die Organisation übernahm.[84] Seit 2015 gibt es die Austrian Beach Volleyball Tour.[85] Die Pro Tour wird 2019 mit zwölf Turnieren ausgetragen und am Ende steht die österreichische Staatsmeisterschaft Ende August.[86] Hinzu kommen eine Amateur- und eine Junior-Tour. In früheren Jahren fanden Turnierserien unter anderen Sponsorennamen statt.

Das größte Turnier Österreichs fand lange Zeit in Klagenfurt am Wörthersee statt. 2017 kam das Aus für das von Hannes Jagerhofer organisierte Turnier.[87] Von 1997 bis 2000 hatte es auf der FIVB World Tour den Rang eines Open-Turniers. 2001 war die Stadt Austragungsort der Weltmeisterschaft und im folgenden Jahr wurde Klagenfurt zum Grand Slam heraufgestuft. 2013 und 2015 wurden in Klagenfurt die Europameisterschaften ausgetragen. 2017 fand in Wien die zweite Weltmeisterschaft auf österreichischem Boden statt.

SchweizBearbeiten

Die erste Schweizer Meisterschaft im Beachvolleyball fand 1992 in Luzern statt, nachdem es zwei Jahre zuvor das erste Turnier überhaupt gegeben hatte.[88] 1993 wurde erstmals eine Turnierserie ausgetragen, die in den nächsten Jahren immer umfangreicher wurde.[88] Wie in Deutschland bildet die nationale Meisterschaft den Abschluss der Tour. Seit 1996 ist Bern der feste Austragungsort für diese Veranstaltung; nur 2003 wurde die Meisterschaft an den Zürcher Hauptbahnhof verlegt.[89] 2019 fanden auf der Coop Beachtour sechs Turniere sowie die Meisterschaft in Bern Ende August statt.[90] Die Schweizer Meister 2019 sind Nina Betschart und Tanja Hüberli sowie Mirco Gerson und Adrian Heidrich.[91]

Gstaad war Gastgeber der Beachvolleyball-Weltmeisterschaft 2007 und ist Austragungsort eines Turniers der World Tour. Weiterhin wurden 2002 in Basel und 2016 in Biel/Bienne Europameisterschaften ausgetragen.

Vereinigte StaatenBearbeiten

Im Juli 1983 gründeten US-amerikanische Profispieler die Association of Volleyball Professionals, um ihre Rechte bei der Vermarktung und finanziellen Fragen besser durchzusetzen.[92] Der neue Verband startete nach einem Streik der Spieler bei einer inoffiziellen Weltmeisterschaft 1984 in Redondo Beach eine eigene Turnierserie.[92] Die AVP-Tour entwickelte sich in den folgenden Jahren mit attraktiven Preisgeldern in Konkurrenz zur FIVB World Tour. Viele Spieler verzichteten zugunsten der AVP-Tour auf die Teilnahme an einigen anderen internationalen Turnieren.[38] Wegen der Folgen der Weltfinanzkrise musste die Serie im Jahr 2010 abgebrochen werden.[92]

Mit Hilfe eines neuen Investors wurde 2013 erstmals wieder eine komplette Serie der AVP-Tour ausgetragen.[93] 2017 führte die AVP zwei eigene Regeln ein, die sich vom Regelwerk der FIVB unterscheiden.[94] Die AVP-Tour 2019 besteht aus acht Turnieren, von denen drei zur sogenannten Gold Series gehören.[95] Für den Nachwuchs gibt es die untergeordnete Turnierserie AVP Next.[96]

Die NCAA nahm Beachvolleyball für Frauen 2009 als „emerging sport“ (entstehende Sportart) ins universitäre Sportprogramm auf.[97] 2015 beschloss die Organisation, im folgenden Jahr erstmals eine NCAA-Meisterschaft durchzuführen.[98][99]

BrasilienBearbeiten

Die Beachvolleyball-Wettbewerbe in Brasilien werden vom nationalen Volleyballverband Confederação Brasileira de Voleibol (CBV) organisiert. Die größte nationale Turnierserie ist der Circuito Brasileiro Open.[100] Die Serie erstreckt sich über etwa neun Monate. Die erste Ausgabe fand 1991 nur für Männer statt, bevor ein Jahr später die Frauen hinzukamen.[100] Die erfolgreichsten Teilnehmer sind Emanuel Rego und Larissa França.[100] Als zweite Serie gibt es seit 2012 die Challenger-Turniere unter dem Titel Circuito Banco do Brasil Nacional.[101] Hier treten die Mannschaften an, die sich nicht für die Open-Serie qualifizieren.[101] Seit 2014 gibt es am Saisonende die Superpraia als nationale Meisterschaft.[102] Dafür qualifizieren sich die 14 besten Mannschaften der aktuellen Saison und zwei Wildcard-Gewinner.[102]

Weitere nationale WettbewerbeBearbeiten

Außerhalb des deutschsprachigen Raums gibt es weitere nationale Turnierserien. Folgende Länder haben im Jahr 2019 entsprechende Wettbewerbe, die vom Weltverband FIVB offiziell anerkannt sind: Australien, Belgien, Frankreich, Griechenland, Italien, Japan, Lettland, Niederlande, Polen, Spanien, Tschechien, Türkei.[103]

Erfolgreichste SpielerBearbeiten

DeutschlandBearbeiten

 
Laura Ludwig und Kira Walkenhorst bei der Siegerehrung der Olympischen Spiele 2016
 
Julius Brink und Jonas Reckermann 2012 in Moskau

Deutsche Teams gewannen bereits zweimal olympisches Gold. 2012 in London setzten sich Julius Brink und Jonas Reckermann durch und 2016 in Rio de Janeiro siegten Laura Ludwig und Kira Walkenhorst.[51][52]

Ludwig ist auch insgesamt die erfolgreichste deutsche Spielerin. Mit Sara Goller wurde sie Europameisterin 2008 und 2010, zweimal Vize-Europameisterin und viermal deutsche Meisterin. Mit Walkenhorst folgten zwei weitere EM-Titel 2015 und 2016, drei deutsche Meisterschaften, der Olympiasieg und der Gewinn der Weltmeisterschaft 2017.[104] Außerdem wurde Ludwig insgesamt zehnmal zur Beachvolleyballerin des Jahres gewählt.[105] Sie wurde mit Clemens Wickler auch 2019 gewählt.[106]

Bereits zuvor waren deutsche Spielerinnen international erfolgreich. Die ersten beiden EM-Turniere endeten mit deutschen Siegen. Besonders erfolgreich waren dabei Danja Müsch und Beate Bühler, die 1994 das Turnier gewannen und in den nächsten beiden Jahren Dritte und Zweite wurde.[59] Müsch kam bei der EM 2000 noch mal ins Finale.[59] Die mehrfache Beachvolleyballerin des Jahres nahm an drei Olympischen Spielen teil.[105][107] und spielte auch mit Susanne Lahme, die zuvor 263 Länderspiele als Hallenvolleyballerin absolviert hatte.[108]

Stephanie Pohl und Okka Rau gewannen 2003 das rein deutsche EM-Finale und vertraten sie ihr Land bei den Olympia-Turnieren in Athen und Peking.[109] Als erste deutsche Frauen-Mannschaft gewannen sie im Juli 2008 in Marseille ein Turnier der FIVB World Tour.[109] 2010 kamen es zu einem weiteren deutschen EM-Finale zwischen Goller/Ludwig sowie Ilka Semmler und Katrin Holtwick,[59] die im Vorjahr deutsche Meister geworden waren und 2007 bereits an der Spitze der kontinentalen Rangliste gestanden hatten.[110] Ein weiteres deutsches Spitzenduo waren Karla Borger und Britta Büthe, die 2013 Vize-Weltmeisterinnen und 2014 deutsche Meisterinnen wurden. 2016 nahmen sie an den Olympischen Spielen teil und wurden EM-Dritte.[111] Nach weiteren Medaillen 2017 liegen die deutschen Frauen damit in der ewigen Rangliste der Europameisterschaft deutlich vorne.

Als die ersten großen Beachvolleyball-Turniere stattfanden, waren Jörg Ahmann und Axel Hager das erfolgreichste deutsche Männer-Duo. Ihren größten Erfolg schafften sie mit dem Gewinn der olympischen Bronzemedaille 2000 in Sydney.[112] Sie wurden Dritte der Europameisterschaft 1994 und standen zwei Jahre später im Finale.[112] Die Veranstalter der deutschen Meisterschaft ehrten die fünffachen Titelträger, indem sie die Ahmann-Hager-Arena in Timmendorfer Strand nach ihnen benannten.[112] Andreas Scheuerpflug war gleich zweimal bei Olympischen Spielen vertreten, 2000 mit Oliver Oetke und 2004 mit Christoph Dieckmann, der zuvor mit seinem Bruder Markus Dieckmann gespielt hatte.[113] Letzterer stand 2002 bis 2004 mit dem späteren Olympiasieger Jonas Reckermann dreimal im EM-Finale und gewann zwei Titel; 2005 kam ein dritter Platz hinzu.[59]

Christoph Dieckmann wurde Europameister 2006 mit Julius Brink, der im Vorjahr an der Seite von Kjell Schneider in Berlin WM-Dritter geworden war.[114] Später kamen Brink und Reckermann zusammen und avancierten zum erfolgreichsten deutschen Männer-Duo. Sie gewannen 2009 als erste Europäer überhaupt die Weltmeisterschaft.[114] 2011 erreichten sie in Rom den dritten Platz und wurden anschließend in einem deutschen Endspiel erstmals gemeinsam Europameister.[114] 2012 folgte neben dem Olympiasieg der nächste gemeinsame EM-Titel.[59] Nach dem Karriereende von Brink/Reckermann gab es bei den deutschen Männern eine schwächere Phase. Julius Thole und Clemens Wickler waren 2018 Vierte des World-Tour-Finales und deutsche Meister, bevor sie 2019 in Hamburg Vize-Weltmeister wurden.[115]

ÖsterreichBearbeiten

   
Doppler/Horst 2014
Die Schwaiger-Schwestern vor Olympia 2012

Österreich hat sich spätestens 2003 als erfolgreiche Nation im internationalen Beachvolleyball etabliert. In diesem Jahr gewannen Nik Berger und Clemens Doppler in Rhodos die erste FIVB-Bronzemedaille für Österreich und danach die Europameisterschaft in Alanya.[116] 2007 gab es für Doppler in Valencia den nächsten Titel, diesmal an der Seite von Peter Gartmayer.[116] Sie besiegten Nummerdor/Schuil, die anschließend selbst dreimal in Folge den Titel gewannen.[59] Zweimal standen den Niederländern dabei österreichische Duos gegenüber.[59] 2014 gewannen Doppler/Horst EM-Bronze in Cagliari.[59] 2017 erreichten sie das WM-Finale in Wien.[116]

Die österreichischen Frauen waren bisher bei den großen Turnieren weniger erfolgreich. Erst 2011 in Kristiansand gewannen Barbara Hansel und Sara Montagnolli die erste EM-Medaille für ihr Land.[59] Das zweite Nationalteam bildeten die Schwestern Doris und Stefanie Schwaiger. Sie erreichten bei den Olympischen Spielen 2008 und 2012 sowie bei den Weltmeisterschaften 2009 und 2013 den fünften Rang, ehe sie 2013 vor eigenem Publikum in Klagenfurt Europameisterinnen wurden.[117]

SchweizBearbeiten

   
Paul Laciga
Simone Kuhn

Die Schweizer Männer sind nach Deutschland die erfolgreichste Nation bei Europameisterschaften. Den größten Anteil an diesem Erfolg haben die Brüder Martin und Paul Laciga, die das Turnier von 1998 bis 2000 dreimal in Folge gewannen, nachdem sie 1997 bereits Dritter geworden waren.[59] Nach den drei Siegen standen sie außerdem noch zweimal im Endspiel.[59] Markus Egger und Sascha Heyer, die den Laciga-Brüdern in Getxo noch unterlegen waren, schafften 2001 die Revanche.[59] Außerdem wurden sie 2003 Dritter und 2004 Zweite.[59] Patrick Heuscher und Stefan Kobel komplettierten mit drei Podestplätzen die Erfolgsbilanz.[59] Sie gewannen 2004 in Athen auch die bislang einzige Olympia-Medaille der Schweiz.[118] Bei Weltmeisterschaften stand Paul Laciga zweimal im Finale: 1999 mit seinem Bruder und 2005 mit Heyer unterlag er jeweils gegen brasilianische Teams.[119]

Bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften konnten die Schweizer Frauen noch keine Medaillen gewinnen. An allen drei Medaillen bei Europameisterschaften war Simone Kuhn beteiligt.[59] 2001 erreichte sie mit Nicole Schnyder-Benoit das Finale und 2004 gewann das Duo das Turnier in Timmendorfer Strand. 2012 wurden Kuhn/Zumkehr Dritte beim World-Tour-Turnier in Gstaad.[120]

Vereinigte StaatenBearbeiten

   
Todd Rogers und Phil Dalhausser
Kerri Walsh und Misty May-Treanor mit dem damaligen US-Präsidenten George Bush

Da die Ursprünge des Beachvolleyballs in den Vereinigten Staaten liegen, brachten die USA schon in den ersten Jahrzehnten viele starke Spieler hervor. Gemeinsam mit Brasilien dominierten sie die ersten großen Turniere. Durch die eigene Turnierserie in der Heimat sammelten sie zusätzliche Erfahrungen auf hohem Niveau.

Karch Kiraly gehörte zu den prominentesten Spielern, die sich um eine Professionalisierung der Sportart bemühten.[40] Mit seinem Partner Kent Steffes gewann er in einem rein amerikanischen Finale gegen Michael Dodd und Mike Whitmarsh das Olympia-Turnier in Atlanta und wurde damit zum ersten Spieler, der sowohl in der Halle als auch im Sand Goldmedaillen holte.[49] Bei der Weltmeisterschaft in Los Angeles belegten US-amerikanische Duos die Plätze zwei und drei hinter den Brasilianern.[55] Auch das zweite olympische Gold ging im Jahr 2000 an die USA, als Dain Blanton und Eric Fonoimoana in Sydney triumphierten.[50] Dax Holdren und Stein Metzger wurden 2003 Vizeweltmeister und im folgenden Jahr Fünfte in Athen.[55] Mit dem WM-Sieg 2007 begann die Erfolgsserie von Todd Rogers und Phil Dalhausser, die ein Jahr später in Peking auch das olympische Finale für sich entschieden und 2009 in Stavanger WM-Dritte wurden.[55][50] In den folgenden Jahren gingen die Medaillen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften hingegen an die Konkurrenz aus Brasilien und Europa.[50]

Die US-amerikanischen Frauen-Duos wurden bei den ersten beiden Weltmeisterschaften jeweils Zweite und Dritte hinter den brasilianischen Siegerinnen.[55] Zwei dieser Spielerinnen, Holly McPeak und Elaine Youngs, wurden 2004 in Athen Olympia-Dritte.[50] Die Goldmedaille gewannen Kerri Walsh und Misty May-Treanor, die seit der WM 2003 in Rio de Janeiro die internationale Konkurrenz dominierten.[121] Sie verteidigten ihren WM-Titel zweimal erfolgreich und schafften 2008 und 2012 zwei weitere Olympia-Siege.[121] Walsh holte zusammen mit April Ross zudem 2016 die Bronzemedaille und ist damit die erfolgreichste Beachvolleyball-Olympionikin.[121] 2009 siegten April Ross und Jennifer Kessy bei der Weltmeisterschaft.[55] 2011 standen Walsh/May-Treanor wieder selbst im WM-Finale, das sie allerdings gegen die Brasilianerinnen Larissa/Juliana verloren.[55] Bei der WM 2017 mussten sich April Ross und ihre neue Partnerin Lauren Fendrick im Endspiel dem deutschen Duo Ludwig/Walkenhorst geschlagen geben.[55]

BrasilienBearbeiten

   
Juliana und Larissa
Emanuel und Alison

Neben den Vereinigten Staaten ist Brasilien das zweite Herkunftsland des Beachvolleyballs. Deshalb haben die Südamerikaner viele erfolgreiche Spieler hervorgebracht, die sich mit den US-Amerikanern die Medaillen bei den ersten Turnieren teilten. Sie gewannen bei Weltmeisterschaften bisher insgesamt zwölf Endspiele.[55] Bei den Frauen holten brasilianische Teams bisher bei jedem WM-Turnier mindestens eine Medaille; bei den Männern gelang dieses mit einer Ausnahme (Gstaad 2007) auch bei jedem WM-Turnier.[55] Bei Olympischen Spielen gewann Brasilien insgesamt dreizehn Medaillen, darunter drei goldene.[50] Außerdem gab es zahlreiche Siege bei internationalen FIVB-Turnieren.

Sandra Pires und Jackie Silva gewannen die ersten Titel bei den wichtigsten Beachvolleyball-Veranstaltungen. 1996 in Atlanta wurden sie in einem brasilianischen Duell die ersten Olympiasiegerinnen und ein Jahr später entschieden sie auch die Weltmeisterschaft in Los Angeles für sich.[50][55] Sandra Pires war in anderen Paarungen weiterhin erfolgreich. Mit ihrer vorherigen Endspielgegnerin Adriana Samuel Ramos holte sie 2000 Olympia-Bronze und mit Tatiana Minello stand sie 2001 im WM-Finale.[50][55] In diesem Spiel verteidigten Adriana Behar und Shelda Bede ihren Titel, die 1997 bereits Dritter geworden waren.[55] Der zweite Platz 2003 vervollständigte ihre Medaillensammlung bei Weltmeisterschaften.[55] Außerdem standen sie 2000 und 2004 im olympischen Finale.[50] Bei der WM 2005 in Berlin begann die Erfolgsserie von Larissa und Juliana.[55] Nach drei Podiumsplätzen in Folge wurden sie 2011 durch einen Sieg gegen die US-Amerikanerinnen Walsh/May-Treanor erstmals Weltmeisterinnen.[55] 2015 gewannen brasilianische Duos alle drei WM-Medaillen mit Ágatha Bednarczuk und Bárbara Seixas als Siegerinnen.[55] Dieses Duo holte bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro die Silbermedaille.[50]

Bei den Männern sorgten Guilherme und Pará für die ersten brasilianischen Erfolge. Sie gewannen die Weltmeisterschaft 1997 und wurden 1999 Dritter.[55] Der Titel ging in Marseille an Emanuel Rego und José Loiola.[55] Letzter stand 2001 mit dem olympischen Silbermedaillengewinner Ricardo Santos erneut im Endspiel.[55] Emanuel/Ricardo bildeten anschließend ein neues Duo, das 2003 vor heimischen Publikum Weltmeister wurde und ein Jahr später beim Olympia-Turnier in Athen triumphierte.[55][50] Bei der nächsten WM 2005 in Berlin siegte der vorherige Dritte Márcio Araújo mit seinem neuen Partner Fabio Luiz.[55] Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking wurde das Duo Zweiter vor Emanuel/Ricardo.[50] 2011 kam es bei der WM in Rom zu einem brasilianischen Finale, in dem Emanuel und Alison, der 2009 mit Harley gegen Brink/Reckermann unterlegen war, Márcio Araújo und Ricardo besiegten.[55] Bei den Weltmeisterschaften 2015 (Alison / Bruno Schmidt) und 2017 (Evandro / André Loyola) setzten brasilianische Teams ihre Erfolgsgeschichte fort.[55]

Beachvolleyball in den MedienBearbeiten

Beachvolleyball ist in den deutschen Medien weitestgehend eine Randsportart, die relativ wenig Beachtung findet. Dabei sind auch hohe Einschaltquoten möglich. Bei den Olympischen Spielen 2016 war das Beachvolleyball-Halbfinale der Frauen zwischen dem deutschen Duo Ludwig/Walkenhorst und den Brasilianerinnen Talita/Larissa mit 8,52 Millionen Zuschauern in Deutschland die meistgesehene Übertragung.[122] Der Dokumentarfilm Ludwig/Walkenhorst – Der Weg zu Gold zeigt das deutsche Duo auf dem Weg zum Olympiasieg; er erschien auf DVD und wurde in einer gekürzten Version bei Das Erste im Free-TV gezeigt.[123]

Die Techniker Beach Tour als höchste deutsche Turnierserie wird teilweise vom Fernsehsender ProSieben Maxx live übertragen.[124] Sportdeutschland.TV[125] zeigt ebenfalls Beachvolleyball. Beachvolleyballer sind manchmal auch in Fernsehshows außerhalb von Sportübertragungen zu Gast.[126] So trat das Duo Holtwick/Semmler beispielsweise bei TV total und beim TV total Turmspringen auf.[127][128]

Das monatlich erscheinende Volleyball-Magazin (1977 bis 2002 Deutsche Volleyball-Zeitschrift) ist das mit einer Auflage von rund 4.400 Exemplaren das am weitesten verbreitete Printmedium für Volleyball und Beachvolleyball in Deutschland.[129] Es bietet neben aktuellen Berichten und Reportagen auch Informationen zum Training.

In den Vereinigten Staaten gibt es diverse Medienpartner für Beachvolleyball. Die Spiele der nationalen AVP-Tour 2019 sind bei Amazon Prime zu sehen.[130] In früheren Jahren war NBC der TV-Partner der AVP-Tour.[131][92] Einige internationale Wettbewerbe, die in den USA stattfinden, zeigt der Sportsender ESPN.[132] Dort wird auch die NCAA-Meisterschaft übertragen.[133]

In Brasilien wurde Beachvolleyball erstmals 1985 im Fernsehen übertragen.[31] Mittlerweile wird die nationale Turnierserie im Fernsehen vom Sportsender SporTV gezeigt, der zum Netzwerk Rede Globo gehört.[100] Außerdem gibt es Übertragungen auf der Facebook-Seite des Volleyballverbands CBV.[100]

Weitere Übertragungen von Beachvolleyball-Wettbewerben aus diversen Ländern gibt es online in Livestreams und On-Demand-Videos. Die FIVB betreibt einen YouTube-Kanal[134] und das Portal Laola1.tv zeigt ebenfalls diese Sportart.[135]

Kontroverse um Spielkleidung und SexismusBearbeiten

 
Knappe Spielkleidung einer Beachvolleyballspielerin

Anlässlich der Olympischen Spiele 2004 erließ die FIVB eine offizielle Vorschrift, dass die Bikini-Hosen der Frauen an der Seite nur sieben Zentimeter breit sein dürfen.[136] Die knappe Bekleidung beim Beachvolleyball hat immer wieder zu Kontroversen geführt. Eine Untersuchung der TV-Übertragungen der Frauenspiele im olympischen Beachvolleyball-Wettbewerb 2004 ergab, dass knapp 40 % der Kameraeinstellungen auf Brust oder Gesäß der Spielerinnen fokussierten, was zu der Annahme führte, dass weniger die sportliche Komponente als vielmehr das Aussehen der Frauen im Vordergrund stünden.[137]

Kritiker bemängelten, dass durch das olympische Reglement alle Beachvolleyball-Spielerinnen dazu beitragen mussten, das Produkt Beachvolleyball mit Hilfe von sexueller Ausstrahlung zu vermarkten. Sportlerinnen aus islamischen Ländern wurden dadurch benachteiligt.[138][139]

Spielerinnen weisen darauf hin, dass der Bikini der Vermarktung förderlich ist[140][141] und dass die Athletinnen in anderen Sportarten wie Leichtathletik und Schwimmen auch knappe, enganliegende Kleidung tragen.[142] Einige Spielerinnen vermarkten erotische Fotos.[126][143]

Im März 2012 änderte die FIVB aus Rücksicht auf religiöse Einschränkungen die Kleidungsvorschriften für die Spielerinnen. Diese dürfen seitdem neben den bisher üblichen Bikinis auch Shorts tragen, die mindestens drei Zentimeter oberhalb des Knies enden müssen.[3]

Bei den Olympischen Spielen 2016 erhielt das Thema bei einem Vorrundenspiel internationale Aufmerksamkeit, als das deutsche Duo Ludwig/Walkenhorst in den üblichen Bikinis auf die mit langer Kleidung angetretenen Ägypterinnen el-Ghobashy/Meawad traf.[144][138]

FreizeitsportBearbeiten

 
Freizeitturnier in Eilenburg

Beachvolleyball galt seit seiner Entstehung an den Stränden der USA lange Zeit als Trend- oder Freizeitsport. Heute wird der Sport sowohl von Profis als auch von zahlreichen Amateuren ausgeübt. Bei Freizeitturnieren werden die Regeln oft gelockert. So können bei manchen Turnieren zum Beispiel mehr als zwei Spieler pro Team antreten und es gibt gemischte Teams aus Männern und Frauen. Außerdem werden die Regeln bezüglich einer sauberen Technik nicht so streng gesehen. Seit 2007 veranstalten die Fanclubs der deutschen Volleyball-Bundesliga jährlich eine Meisterschaft als Beachvolleyball-Turnier.[145]

Beachvolleyball wird beim Urlaub am Strand oder als Freizeitbeschäftigung gespielt. Auch in Innenstädten, die weit vom Meer entfernt liegen, entstehen Spielfelder.[146] In manchen Städten gibt es auch Indoor-Anlagen zum Training im Winter oder bei schlechtem Wetter.

Verwandte SportartenBearbeiten

SnowvolleyballBearbeiten

 
Spieler beim Snowvolleyball

Als Gegenstück zum Beachvolleyball im Sommer entstand die Wintersportart Snowvolleyball. Sie wird auf Schnee statt Sand und mit drei statt zwei Spielern gespielt. Die ersten Turniere gab es 2008 in Österreich. 2016 fand die erste Turnierserie der CEV statt und 2018 gab es die erste deutsche Meisterschaft und die erste Europameisterschaft. Snowvolleyball soll als Teil der Olympischen Winterspiele in Zukunft eine olympische Sportart werden.

FootvolleyBearbeiten

In den 1960er Jahren entstand an den Stränden Brasiliens ein neuer Trendsport. Footvolley kombiniert Beachvolleyball und Fußball. 2003 wurde der erste deutsche Verband gegründet. Seitdem bemühen sich die Aktiven um eine Professionalisierung ihrer Sportart.

Literatur / DVDsBearbeiten

  • Jörg Ahmann: Beach-Volleyball-Taktik für Gewinner. 2. Auflage. Neuer Sportverlag, Stuttgart 2017, ISBN 978-3-938023-00-6.
  • Jörg Ahmann: Beach-Volleyball-Übungen für Gewinner. 2. Auflage. Neuer Sportverlag, Stuttgart 2017, ISBN 978-3-944526-67-6.
  • Markus Hederer, Christian Kolb: Beach-Volleyball. Training – Technik – Spielspaß. Pietsch, 2004, ISBN 3-613-50464-2.
  • Karch Kiraly, Byron Shewman: The Sand Man: An Autobiography. Renaissance Books, 1999, ISBN 1-58063-054-5. (englisch)
  • Christina Koch, Markus Tilp: Beach Volleyball Techiniques and Tactics: A comparison of male and female playing characteristics. (englisch) In: Kinesiology. Band 41, Nr. 1, 2009, S. 52–59. (PDF)
  • Rüdiger Naffin: Beach-Volleyball für Anfänger und Fortgeschrittene. Neuer Sportverlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-938023-07-4.
  • Jörg Schlockermann, Frank Mackerodt: Beachvolleyball. Rowohlt, Reinbek 2000, ISBN 3-499-19485-6.
  • Volleyball-Magazin. Philippka-Sportverlag, Münster, ISSN 1610-336X.
  • Max Hauser: Beachvolleyball-Training | Übungen für mehr Spaß und Erfolg im Sand. DVD 2015.
  • Laura Ludwig, Kira Walkenhorst: Ludwig / Walkenhorst – Der Weg zu Gold. DVD. 2016, OCLC 1073762989.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Offizielles Regelwerk der FIVB (mehrsprachig)
  2. a b c Offizielle Beachvolleyball-Regeln 2017–2020. (PDF) FIVB, abgerufen am 10. Juni 2019 (Abschnitt 4).
  3. a b Uniform change for all beach volleyball events. FIVB, 18. März 2012, abgerufen am 10. Juni 2019.
  4. a b A. López-Martínez, J. Palao: Effect of Serve Execution on Serve Efficacy in Men's and Women's Beach Volleyball. In: International Journal of Applied Sports Sciences. Band 21, Nr. 1, 2009, S. 1–16.
  5. a b c Offizielle Beachvolleyball-Regeln 2017–2020. (PDF) FIVB, abgerufen am 10. Juni 2019 (Abschnitt 1).
  6. a b Offizielle Beachvolleyball-Regeln 2017–2020. (PDF) FIVB, abgerufen am 10. Juni 2019 (Abschnitt 2).
  7. a b c Offizielle Beachvolleyball-Regeln 2017–2020. (PDF) FIVB, abgerufen am 10. Juni 2019 (Abschnitt 3).
  8. a b c Offizielle Beachvolleyball-Regeln 2017–2020. (PDF) FIVB, abgerufen am 10. Juni 2019 (Abschnitt 12).
  9. a b c Offizielle Beachvolleyball-Regeln 2017–2020. (PDF) FIVB, abgerufen am 13. Juni 2019 (Abschnitt 9).
  10. a b Offizielle Beachvolleyball-Regeln 2017–2020. (PDF) FIVB, abgerufen am 13. Juni 2019 (Abschnitt 14).
  11. a b c Offizielle Beachvolleyball-Regeln 2017–2020. (PDF) FIVB, abgerufen am 13. Juni 2019 (Abschnitt 13).
  12. Offizielle Beachvolleyball-Regeln 2017–2020. (PDF) FIVB, abgerufen am 13. Juni 2019 (Abschnitte 8–14).
  13. a b c Offizielle Beachvolleyball-Regeln 2017–2020. (PDF) FIVB, abgerufen am 13. Juni 2019 (Abschnitt 6).
  14. a b c d e f g h i j Christina Koch, Markus Tilp: Beach Volleyball Techniques and Tactics: A comparison of male and female playing characteristics. In: Kinesiology. Band 41, Nr. 1, 2009, S. 52–59 (qc.ca [PDF]).
  15. a b Offizielle Beachvolleyball-Regeln 2017–2020. (PDF) FIVB, abgerufen am 13. Juni 2019 (Abschnitt 18).
  16. a b Offizielle Beachvolleyball-Regeln 2017–2020. (PDF) FIVB, abgerufen am 15. Juni 2019 (Abschnitt 15).
  17. a b Offizielle Beachvolleyball-Regeln 2017–2020. (PDF) FIVB, abgerufen am 15. Juni 2019 (Abschnitt 17).
  18. Offizielle Beachvolleyball-Regeln 2017–2020. (PDF) FIVB, abgerufen am 15. Juni 2019 (Abschnitt 22).
  19. Offizielle Beachvolleyball-Regeln 2017–2020. (PDF) FIVB, abgerufen am 15. Juni 2019 (Abschnitt 23).
  20. Offizielle Beachvolleyball-Regeln 2017–2020. (PDF) FIVB, abgerufen am 15. Juni 2019 (Abschnitt 24).
  21. Offizielle Beachvolleyball-Regeln 2017–2020. (PDF) FIVB, abgerufen am 15. Juni 2019 (Abschnitt 26).
  22. a b c d Beach Volleyball Challenge System Regulations (englisch; PDF)
  23. Der Videobeweis im Beachvolleyball ist noch nicht ausgereift. Swiss Volley, 19. August 2016, abgerufen am 10. Juni 2019.
  24. Großartige Zwischenbilanz für Europas größte nationale Beach-Volleyball Tour. DVV, 26. Juli 2018, abgerufen am 10. Juni 2019.
  25. a b c Beach-Volleyball: Die wichtigsten Techniken und Regeln. beach-volleyball.de, abgerufen am 10. Juni 2019.
  26. a b Harter Schlag/Shot/Poke. beach-volleyball.de, abgerufen am 10. Juni 2019.
  27. Beach-Volleyball Fachbegriffe. beach-volleyball.de, abgerufen am 10. Juni 2019.
  28. Kämpfen um jeden Ball. (PDF) Volleyball-Magazin, August 2008, abgerufen am 10. Juni 2019.
  29. Beach-Volleyball Handzeichen. beach-volleyball.de, abgerufen am 10. Juni 2019.
  30. Beach-Volleyball Fachbegriffe. beach-volleyball.de, abgerufen am 10. Juni 2019.
  31. a b c d e Gilmar Francisco Afonso; Wanderlei Marchi Júnior: Como pensar o voleibol de praia sociologicamente – How to think beach volleyball sociologicaly. In: Moritz: Revista de Educação Física. Band 18, Nr. 1, 2012 (scielo.br).
  32. a b "Sands of Time" The History of Beach Volleyball. (Nicht mehr online verfügbar.) Beach Volleyball Database, archiviert vom Original am 8. Dezember 2015; abgerufen am 12. Juni 2019 (englisch, Kapitel 2-1).
  33. a b "Sands of Time" The History of Beach Volleyball. (Nicht mehr online verfügbar.) Beach Volleyball Database, archiviert vom Original am 8. Dezember 2015; abgerufen am 12. Juni 2019 (englisch, Kapitel 2-2).
  34. Frank Hoffmann, William Bailey: Sports & Recreation Fads. Routledge, 2013, ISBN 0-918393-92-2 (Buch ohne Angabe der Seitenzahl).
  35. a b "Sands of Time" The History of Beach Volleyball. (Nicht mehr online verfügbar.) Beach Volleyball Database, archiviert vom Original am 8. Dezember 2015; abgerufen am 12. Juni 2019 (englisch, Kapitel 2–3).
  36. a b "Sands of Time" The History of Beach Volleyball. (Nicht mehr online verfügbar.) Beach Volleyball Database, archiviert vom Original am 8. Dezember 2015; abgerufen am 12. Juni 2019 (englisch, Kapitel 2–4).
  37. a b c d e f g h History. FIVB, abgerufen am 12. Oktober 2019 (englisch).
  38. a b The history of beach volleyball. Beach Major Series, abgerufen am 14. Juni 2019 (englisch).
  39. a b "Sands of Time" The History of Beach Volleyball. (Nicht mehr online verfügbar.) Beach Volleyball Database, archiviert vom Original am 8. Dezember 2015; abgerufen am 12. Juni 2019 (englisch, Kapitel 2–6).
  40. a b Uli Köhler: AVP-Finale in Hermosa Beach – Karch Kiraly, der Dominator. Deutsche Volleyball Zeitschrift, Oktober 1994, S. 64–69.
  41. "Sands of Time" The History of Beach Volleyball. (Nicht mehr online verfügbar.) Beach Volleyball Database, archiviert vom Original am 8. Dezember 2015; abgerufen am 12. Juni 2019 (englisch, Kapitel 3-3).
  42. "Sands of Time" The History of Beach Volleyball. (Nicht mehr online verfügbar.) Beach Volleyball Database, archiviert vom Original am 8. Dezember 2015; abgerufen am 12. Juni 2019 (englisch, Kapitel 3–4).
  43. "Sands of Time" The History of Beach Volleyball. (Nicht mehr online verfügbar.) Beach Volleyball Database, archiviert vom Original am 8. Dezember 2015; abgerufen am 12. Juni 2019 (englisch, Kapitel 4-2).
  44. "Sands of Time" The History of Beach Volleyball. (Nicht mehr online verfügbar.) Beach Volleyball Database, archiviert vom Original am 8. Dezember 2015; abgerufen am 12. Juni 2019 (englisch, Kapitel 4-3).
  45. Charlie Saikley, 69; Headed Beach Volleyball Tourney. (Nicht mehr online verfügbar.) Los Angeles Times, 25. Juni 2005, archiviert vom Original am 15. Mai 2016; abgerufen am 12. Juni 2019 (englisch).
  46. A Magical Day at the Beach. (Nicht mehr online verfügbar.) Los Angeles Times, 7. Juni 2004, archiviert vom Original am 20. Dezember 2016; abgerufen am 12. Oktober 2019 (englisch): „You talk to any player and if they were told they could only win one tournament in their whole career, everybody would choose it to be here in Manhattan.“
  47. Sinjin Smith, Neil Feinemann: Kings of the Beach: The Story of Beach Volleyball. Power Books, Los Angeles 1988.
  48. Olympische Geschichte. beach-volleyball.de, abgerufen am 16. Juni 2019.
  49. a b A part of history. (PDF) Deutsche Volleyball-Zeitschrift, September 1996, abgerufen am 16. Juni 2019.
  50. a b c d e f g h i j k l m n o p q r BVB Olympic Results. (PDF) FIVB, abgerufen am 16. Juni 2019 (englisch).
  51. a b c London 2012 Olympic Games Beach Volleyball. FIVB, abgerufen am 16. Juni 2019 (englisch).
  52. a b c Rio 2016 Beach Volleyball. Abgerufen am 16. Juni 2019 (englisch).
  53. Qualification System – Games of the XXXII Olympiad – Tokyo 2020. (PDF) FIVB, abgerufen am 15. Juni 2019 (englisch).
  54. CEV Beach Volleyball Continental Cup 2018–2020. CEV, abgerufen am 15. Juni 2019 (englisch).
  55. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj Past Winners. FIVB, abgerufen am 16. Juni 2019 (englisch).
  56. Confident Canadians Pavan and Humana-Paredes claim championship crown. FIVB, 6. Juli 2019, abgerufen am 7. Juli 2019 (englisch).
  57. Russian Stoyanovskiy crowned “youngest” world champions. FIVB, 7. Juli 2019, abgerufen am 7. Juli 2019 (englisch).
  58. Rome announced as host of 2021 FIVB Beach Volleyball World Championships. FIVB, 20. März 2019, abgerufen am 7. Juli 2019 (englisch).
  59. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak CEV Beach Volleyball European Championship. (PDF) CEV, abgerufen am 16. Juni 2019.
  60. a b c d Neue World-Tour-Regelung „zerstört den Sport“. Laola1.tv, 20. April 2017, abgerufen am 13. Juni 2019.
  61. Weltranglisten bei beach-volleyball.de
  62. USA to host inaugural Swatch FIVB Beach Volleyball Season Final. FIVB, abgerufen am 13. Juni 2019 (englisch).
  63. a b c d Übersicht der Tour Champions in der Beach Volleyball Database (englisch)
  64. CEV European Championship Tour. beach-volleyball.de, abgerufen am 15. Juni 2019.
  65. Men Results – Finals. CAVB, 28. April 2019, abgerufen am 14. Juni 2019 (englisch).
  66. Women Results – Finals. CAVB, 28. April 2019, abgerufen am 14. Juni 2019 (englisch).
  67. 2019 Asian Senior Beach Volleyball Championships (englisch)
  68. NORCECA Continental Tour in der Beach Volleyball Database (englisch)
  69. FIVB-Turnierdatenbank (englisch)
  70. Lima 2019, Voleibol de Playa
  71. Olympic Council of Asia, Beach Volleyball
  72. FIVB U21 World Championship (englisch)
  73. FIVB U19 World Championship (englisch)
  74. CEV U22 Beach Volleyball European Championship 2019 (englisch)
  75. CEV U20 Beach Volleyball European Championship 2019 (englisch)
  76. CEV U20 Beach Volleyball European Championship 2019 (englisch)
  77. a b Die Geschichte des deutschen Beach-Volleyballs. DVV zitiert nach Smash Hamburg, abgerufen am 13. Juni 2019.
  78. Geschichte der Deutschen Meisterschaft. beach-volleyball.de, abgerufen am 13. Juni 2019.
  79. Entwicklung der Turnieranzahl der nationalen Beach-Volleyball Serie. (PDF) DVV, abgerufen am 14. Juni 2019.
  80. Nach einem Jahr: RTL verabschiedet sich vom Beachvolleyball. DWDL.de, 19. Oktober 2005, abgerufen am 14. Juni 2019.
  81. Die Techniker Beach Tour 2018 mit neuem Turniermodus. volleyballer.de, 25. April 2018, abgerufen am 14. Juni 2019.
  82. Hamburg wird die Beachvolleyball-Hauptstadt. Hamburger Abendblatt, 14. Dezember 2016, abgerufen am 13. Juni 2019.
  83. Punktsieg für Borger und Kozuch. Stuttgarter Nachrichten, 21. November 2017, abgerufen am 13. Juni 2019.
  84. "Es kann in Österreich genauso funktionieren". beach-volleyball.de, 18. Oktober 2013, abgerufen am 14. Juni 2019.
  85. Austrian Beach Tour, Über die Tour
  86. ABV Tour Pro beim ÖVV
  87. Aus für Beachvolleyball am Kärntner Wörthersee. heute.at, 29. August 2017, abgerufen am 14. Juni 2019.
  88. a b Schweizer Beachvolleyball – eine Erfolgsgeschichte. Swiss Volley, abgerufen am 14. Juni 2019.
  89. Beachvolleyball Schweizermeisterschaften Podium seit 1992. (PDF) Swiss Volley, abgerufen am 14. Juni 2019.
  90. Beachtour bei Swiss Volley
  91. Schweizermeistertitel 2019 an Mirco Gerson / Adrian Heidrich und Tanja Hüberli / Nina Betschart. Swiss Volley, 30. August 2019, abgerufen am 30. August 2019.
  92. a b c d Beach Volleyball History. Beach Volleyball Database, abgerufen am 14. Juni 2019 (englisch).
  93. The Business Of Professional Beach Volleyball Shows Promise As Final Event Of 2013 Approaches. Forbes, 16. Oktober 2013, abgerufen am 14. Juni 2019 (englisch).
  94. AVP To Continue Use Of Experimental Rule Changes In 2017. flovolleyball.tv, 1. Mai 2017, abgerufen am 14. Juni 2019 (englisch).
  95. AVP-Website Events (englisch)
  96. AVP Next (englisch)
  97. Emerging Sports: Sand Volleyball. NCAA, abgerufen am 16. Juni 2019 (englisch).
  98. Newest championship will be called beach volleyball. NCAA, 17. September 2015, abgerufen am 16. Juni 2019 (englisch).
  99. NCAA-Meisterschaft Beachvolleyball
  100. a b c d e Sobre o Open. CBV, abgerufen am 16. Juni 2019 (portugiesisch).
  101. a b Sobre o Challenger. CBV, abgerufen am 16. Juni 2019 (portugiesisch).
  102. a b Sobre o Superpraia. CBV, abgerufen am 16. Juni 2019 (portugiesisch).
  103. FIVB National Tours (englisch)
  104. Laura Ludwig – Profil bei der FIVB (englisch) und Beach-Profil beim DVV.
  105. a b Beachvolleyballerinnen des Jahres seit 1995. volleyball.de, abgerufen am 26. Juni 2019.
  106. Die Lieblinge der Leser: Laura Ludwig & Clemens Wickler. Volleyball-Magazin, 28. August 2019, abgerufen am 28. August 2019.
  107. Danja Müsch – Profil bei der FIVB (englisch)
  108. Der Volleyball Award 2008 geht an Susanne Lahme. Volleyball-Bundesliga, abgerufen am 16. Juni 2019.
  109. a b Stephanie Pohl – Profil bei der FIVB (englisch)
  110. Porträt von Ilka Semmler. beach-volleyball.de, abgerufen am 26. Juni 2019.
  111. Karla Borger – Profil bei der FIVB (englisch) und Beach-Profil beim DVV
  112. a b c Jörg Ahmann und Axel Hager beenden ihre Karriere. beach-volleyball.de, 14. September 2004, abgerufen am 16. Juni 2019.
  113. Andreas Scheuerpflug – Profil bei der FIVB (englisch)
  114. a b c Julius Brink – Profil bei der FIVB (englisch)
  115. Julius Thole – Profil bei der FIVB (englisch) und Beach-Profil beim DVV
  116. a b c Profil bei der FIVB (englisch)
  117. Profil bei der FIVB (englisch)
  118. Profil bei der FIVB (englisch)
  119. Profil bei der FIVB (englisch)
  120. Profil bei der FIVB (englisch)
  121. a b c Profil bei der FIVB (englisch)
  122. 8,52 Mio. sehen Beach-Volleyball, mehr als 7 Mio. Fußball und Turnen – neuer Olympia-Rekord für Das Erste. Meedia, 17. August 2016, abgerufen am 10. Juni 2019.
  123. Beach-Mediathek: Ludwig/Walkenhorst-Doku. beach-volleyball.de, 10. Oktober 2016, abgerufen am 10. Juni 2019.
  124. Livestreams und TV-Übertragungen. Die Techniker Beach Tour, abgerufen am 25. Juni 2019.
  125. Beachvolleyball Live Events. Sportdeutschland.TV, abgerufen am 25. Juni 2019.
  126. a b Emanzipation im Bikini. Der Tagesspiegel, 14. August 2010, abgerufen am 10. Juni 2019.
  127. Ilka Semmler startet beim TV total Turmspringen. beach-volleyball.de, 16. November 2007, abgerufen am 10. Juni 2019.
  128. Holtwick/Semmler bei TV total (Video bei myspass.de)
  129. Mediadaten 2019. (PDF) Philippka Sportverlag, abgerufen am 24. Juni 2019.
  130. AVP + Amazon Prime (englisch)
  131. NBC Sports to broadcast every AVP tournament this year. NBC Sports, 3. Mai 2017, abgerufen am 16. Juni 2019 (englisch).
  132. ESPN Secures Broadcast Rights to International Beach Volleyball Event in the USA in 2017. ESPN, 19. Mai 2019, abgerufen am 16. Juni 2019 (englisch).
  133. Broadcast Info. NCAA, abgerufen am 16. Juni 2019 (englisch).
  134. Youtube-Kanal der FIVB
  135. Beachvolleyball bei Laola1.tv
  136. Beach volleyball Players' uniforms guidelines for the Olympic Games. (PDF (1,34 MB)) FIVB, abgerufen am 10. Juni 2019.
  137. Kimberly Bissell, Andrea Duke: Bump, Set, Spike: An Analysis of Commentary and Camera Angles of Women's Beach Volleyball During the 2004 Summer Olympics. Journal of Promotion Management, 21. Oktober 2008, abgerufen am 10. Juni 2019 (englisch).
  138. a b Egyptian Women's Volleyball Team Competed in Hijab For Their First Olympic Game. Time, 8. August 2016, abgerufen am 24. Juni 2019 (englisch).
  139. Christoph Becker: Volleyball in Iran: Die Hälfte der Freiheit. Frankfurter Allgemeine Zeitung, abgerufen am 25. Juni 2019.
  140. "Wenn die Männer so missbraucht werden wollen..." beach-volleyball.de, 3. Januar 2012, abgerufen am 10. Juni 2019.
  141. Ästhtetik der Frauenkörper lockt zum Beachvolleyball. Welt online, 22. März 2012, abgerufen am 24. Juni 2019.
  142. Beachvolleyball bei Olympia: Nerven die knappen Höschen? Bento, 9. August 2016, abgerufen am 10. Juni 2019.
  143. Beach-Queens hautnah. Fit for fun, abgerufen am 10. Juni 2019.
  144. Bei Olympia treffen Welten aufeinander. FAZ, 10. August 2016, abgerufen am 24. Juni 2019.
  145. XII. Deutsche Meisterschaft der Volleyball-Fanclubs. fanclub-dm.de, Bluebears e.V., abgerufen am 25. Juni 2019.
  146. Übersicht von Beachvolleyball-Anlagen. beach-volleyball.de, abgerufen am 25. Juni 2019.
  Dieser Artikel wurde am 26. Juni 2019 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.